#301

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 07:55
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Ich sehe gerade, wir sind ja voll Ot vom eigentlichen Thema. Vielleicht gibt es ein Thema (Freiheit/oder Freiheit nutzlos), wo wir weiterschreiben können?

Lebensläufer


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#302

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 09:15
von GKUS64 | 1.613 Beiträge

Ei,Ei, Ei ich bin so frei.
so sprach schon das Osterei,
oder war´s der letzte Schrei?


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#303

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 10:03
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #301
Ich sehe gerade, wir sind ja voll Ot vom eigentlichen Thema. Vielleicht gibt es ein Thema (Freiheit/oder Freiheit nutzlos), wo wir weiterschreiben können?

Lebensläufer


Lebensläufer, Du hast die Freiheit, diesen thread aufzumachen

Aber vielleicht bekomme ich die Kurve. Vielleicht könnt ihr euch an den Januar 1988 erinnern. Im Januar 1988 wurden über 100 (?) Personen bei einer Gedenkdemonstration zu Ehren von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht festgenommen, die mit dem Luxemburg-Zitat "Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden" demonstriert hatten.

Seit dem wurde Rosa Luxembutg immer wieder zitiert, ohne darzustellen, in welchem Zusammenhang sie das sagte. Die Kommunisten im Osten schwiegen und reagierten auf bewährte Art und Weise mit regiden Maßnahmen. Und im Westen? Auf einmal führten alle, vom Politker bis zum letzten Journalisten dieses Zitat an, wenn es um die DDR ging. Sogar der konservativste Politiker scheute sich nicht davor. "...und der Rosa Luxemburg reichen wir die Hand..."

Und der deutsche Michel, ob nun Ost oder West staunte. Und Rosa Luxemburg? Entschuldigt bitte folgende Worte, hämmerte wahrscheinlich wütend gegen den Sargdeckel, weil sie sich missbraucht fühlte.

http://de.pluspedia.org/wiki/Freiheit_is...Andersdenkenden

"In Rosa Luxemburgs Manuskript geht es darum, welche kommunistische Minderheit im neuen Sowjet-System gerade eben noch geduldet werden sollte. Dass die Bolschewiki ("Mehrheitler") die Macht fest im Griff haben sollten war selbstverständlich. Die Frage war, ob auch die Menschewiki ("Minderheitler", eher sozialdemokratisch gesonnen) oder gar die Anarchisten, die beide ebenfalls unter schweren Verlusten zum Gelingen der Revolution beigetragen hatten, mitreden durften. Christen, Zaristen, Unternehmer, Liberale, oder unabhängige Gewerkschafter hatten zu diesem Zeitpunkt längst keine Machtbasis oder Öffentlichkeit mehr, und diese Gruppierungen meinte Luxemburg auch nicht mit den Andersdenkenden."

Das fiel mir gerade ein, weil es wie im Januar schneit und mich an die Zeit erinnerte, als ich als Schülerin bei ähnlichen Witterungsverhältnissen mit vielen anderen unterwegs zum Friedhof Friedrichsfelde war.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 29.03.2013 10:04 | nach oben springen

#304

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 10:42
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #300
Könnte man direkt einwerfen, "was nützt mir die schönste Freiheit, wenn mich keiner haben will"? Und je länger das dauert mit dem "keiner haben will", um so mehr komme ich wieder raus aus meinem ursprünglich gelernten Beruf, trete in eine Tretmühle rein die mich mit jedem Vorstellungsgespräch blasser aussehen lässt was damit endet, das ich eine Umschulung beginne bis mich wieder "keiner haben will" und "wieder keiner haben will"....

Was bleibt übrig? Ich gehe da hin, wo man mich haben will siehe Amazon und ....nur mit den paar Mücken kann ich doch einfach keine eigene Wohnung bezahlen(müsste dann den Staat lecken, will ich aber nicht , vielleicht vor Würde, meinem gar freiheitlichen Stolz). Ja schön, jetzt steh ich da wie bissel blöd, verhungern brauch ich nicht was für ein Trost, aus Mama und Papas Hütte komm ich aber auch nicht raus, eigene Familie also noch Schnee von überübermorgen.

Nun bin ich aber schon Mitte Zwanzig, mittlerweile die vierte Lehre absoviert und auch bestanden nur will mich keiner so richtig. Richtig bedeutet, genau so, das ich freiheitliches Würstchen auch meine Freiheit ausleben kann, und zwar genau so, das ich Niemanden lecken muss, einfach nicht mehr abhängig bin. Schöne Freiheit was?

Lebensläufer

Einen guten Osterfeiertag allen ins Forum


Lebensläufer damit hast den Finger voll in die Wunde gelegt und vielen aus dem Herzen gesprochen.Danke


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#305

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 11:47
von ddr-bürger (gelöscht)
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@grenzgängerin

Zitat:
"Freiheit ist die Freiheit der anders denkenden", ja genau darum geht es. Ich habe den Kommentar über Freiheit so salopp in den fred geworfen, da mir die "Freiheitskeule" von Gert als Todschlagargument einfach zu simpel ist.
Über den Begriff Freiheit wurde schon so oft hier im Forum geschrieben, genau wie Unrecht. Das sind aber gesell. geprägte Begriffe und emotional belegt.
Da hat Grenzwolf recht, jeder fühlt und definiert Freiheit für sich anders. Nur soviel, man kann Freiheit nicht allein an Reisefreiheit, Redefreiheit und ähnlichen festmachen. man kann jeden Reden lassen, solange er übertönt wird, übertönt von der geballten Medienwirksamkeit die nur in eine Richtung zielen, sichern und erhalten des Systems von dem sie leben (Stichwort Werbeverträge und Abhängigkeiten).
Man kann auch Menschen unfrei machen in dem man sie ökonomisch an die "Kette legt". Im Moment reicht das ja noch, aber glaubt ja nicht das bei "akuter Gefahr" des Systems dieses so bleibt....


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#306

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 11:55
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Wie fahren wir also fort Küchenbulle und Grenzgängerin und vielen Dank für eure Texte? Ich weiß es, wir bleiben einfach hier. Denn diese zumindest berufliche Freiheit war mir persönlich zu Sozialismuszeiten nie, überhaupt nie ein Problem, im Gegenteil, ich konnte sie ausleben. Also passte es somit auch voll in die Thematikzeit 1958 bis 1989.

"Freiheit", ich muss immer etwas müde lächeln(heute doch etwas Älter geworden) wenn so mit diesem Begriff richtig leichtsinnig herumgeschmissen wird wie mit so ner Bierkiste in einer Brauerei und ich habe schon in X Brauereien vom schönen Deutschland durch meinen ehemaligen gelernten Beruf in der Rohrleitungs-und Enerergiebranche gearbeitet.

Da steht nun der junge Mensch von heute, liest was von Freiheit und das die ihm nun von all seinen Problemem befreien könnte, nein sogar sollte und dazu liest er noch, die Altvorderen in der DDR waren aber auch sowas von Unfrei nur fängt er dann an freiheitlich loszuleben(zumindest im ersten krampfhaftenVersuch) belehrt ihn doch die graue Realität aber auch sowas von einem Besserem.

Ja was nun? Freiheit grenzenlos für den Sieger, Freiheit nutzlos, für den Verlierer, Freiheit leicht bis mittel-schwer verhindert, Freiheit auch wirklich verwirklicht oder doch nur ne hohle Nuss, völlig für den Mülleimer?

Lebensläufer der sich auskennt siehe mit dem Heute. Auch auskannte damals in der DDR. Zwei Töchter sprechen eine gute Sprache der Erfahrung und beileibe, Beide kämpften ihren Kampf in der heutigen Gesellschaftsordnung und der war nicht nur von Siegen beschieden.


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#307

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 11:59
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Mein Gott, ehe man vor Tränen des unendlichen Schmerzes kein Kreuz mehr machen kann, hingehen zur Wahl und die Linke wählen, vielleicht wird ja dann alles etwas besser mit der Freiheit.


zuletzt bearbeitet 29.03.2013 11:59 | nach oben springen

#308

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 12:00
von ddr-bürger (gelöscht)
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@grenzwolf

du sprichst mir aus der Seele, Wehren statt jammern.


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#309

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 12:07
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #307
Mein Gott, ehe man vor Tränen des unendlichen Schmerzes kein Kreuz mehr machen kann, hingehen zur Wahl und die Linke wählen, vielleicht wird ja dann alles etwas besser mit der Freiheit.



Was ist denn mit dir los? Solch ein Defätismus. *ironie an* Gen. Major *ironie aus* es ist doch nur ein Forum.


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#310

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 12:27
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von ddr-bürger im Beitrag #308
@grenzwolf

du sprichst mir aus der Seele, Wehren statt jammern.


Hallo ddr-bürger,

ich denke aber mit einem Kreuz auf dem Wahlzettel ist es nicht getan.

Man muss Gedanken weiter tragen. Ich habe es zumindest in meiner Familie versucht. Manchmal habe ich gedacht, ist es richtig, die Kinder zur Höflichkeit und Rücksichtnahme, zum Zuhören und Hinterfragen zu erziehen? Wo doch eigentlich Egoismus und Ellenbogen als Kennzeichen für Durchsetzung des Stärkeren dominieren? Wo Anpassung mehr denn je gefragt ist, als kritische Auseinandersetzung?

Über den Erfolg meiner Bemühungen später mehr. Muss mich jetzt erst einmal den "Pflichten" einer "Hausfee" widmen.

LG von der grenzgaengerin


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zuletzt bearbeitet 29.03.2013 12:49 | nach oben springen

#311

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 12:39
von ddr-bürger (gelöscht)
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@grenzgängerin

das stimmt mit dem Kreuz auf dem Stimmzettel ist das nicht getan. Ich versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten mich zu wehren. So habe ich auch aktiv an den "Montagsdemos" gegen H4 teilgenommen und war auch auf der Großdemo damals in Berlin.
Auch das bedingungslose Grundeinkommen ist ein Weg für mehr soz. Gerechtigkeit, da es die "Kette" der Repressalien in der Gesellschaft schwächt. Das Schlimme ist, wie hier im Forum- entweder man rennt offene Türen ein, oder man ist der "Prediger in der Wüste".
Die Verschärfung der gesell. Widersprüche wirken wie ein "Katalysator", es werden Reaktionen beschleunigt, nur leider in jede Richtung. Die einen sehen sich stärker in der Gesellschaft bestätigt (je größer der Anteil am Wohlstand) und andere lehnen sie entsprechend stärker ab. Leider trifft man immer wieder (gerade bei den sozial "Abgehängten") dann auf die Meinung, man kann ja eh nichts machen- also machen wir gar nichts.

Deshalb treffen doch auch hier die Meinungen knallhart aufeinander, hier geht es doch oft gar nicht mehr um Grenze, DDR und BRD.


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#312

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 12:48
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von ddr-bürger im Beitrag #311

Deshalb treffen doch auch hier die Meinungen knallhart aufeinander, hier geht es doch oft gar nicht mehr um Grenze, DDR und BRD.




Eigentlich schon, denn die Wurzeln für Haltungen und Meinungen sind zumindest in unserer Generation vor 1989 gelegt worden. Und die Gegenargumente die jede Diskussion über sachliche Konzepte für Änderungen mit dem Totschlagargument beendet werden - dem Scheitern des Sozialismus. Und wenn das nicht reicht, werden Politiker wie Gysi mit ihrer DDR Vergangenheit konfrontiert und durch die Medien getrieben.

LG von der grenzgaengerin


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zuletzt bearbeitet 29.03.2013 13:02 | nach oben springen

#313

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 13:05
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #307
Mein Gott, ehe man vor Tränen des unendlichen Schmerzes kein Kreuz mehr machen kann, hingehen zur Wahl und die Linke wählen, vielleicht wird ja dann alles etwas besser mit der Freiheit.


Wäre ein Versuch wert.


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#314

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 13:07
von GKUS64 | 1.613 Beiträge

Hallo erstmal,

also mir wird das hier alles zu pessimistisch. Mir ist auch klar, dass es Menschen in sozialen Notlagen
gibt und da muss man dagegen angehen. Für diese liegt der Begriff Freiheit wirklich in weiter Ferne.
Ich stelle nur immer wieder fest, dass Neid, Gejammer , Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft
vor allem bei denen vorherrscht, die für ihre Lebensplanung nicht viel getan haben. Sie machen dann immer andere für ihre Probleme verantwortlich.
Sie sagen nicht, ich war zu faul zu lernen, mir war Party wichtiger als Lehre oder Studium, ich hatte keinerlei Interessen usw. Aus diesen Gründen sind sie auf der Strecke geblieben (Ich weiß, es gibt Ausnahmen) und klagen und beneiden die anderen, die einen besseren Lebensstandard besitzen und z.B. auch die Reisefreiheit nutzen.

MfG

GKUS64


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#315

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 13:08
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Mein Gott, ehe man vor Tränen des unendlichen Schmerzes kein Kreuz mehr machen kann, hingehen zur Wahl und die Linke wählen, @GW

Da wäre einer in meinem Haus sehr sehr Froh und Glücklich


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#316

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 13:18
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #314
Hallo erstmal,

also mir wird das hier alles zu pessimistisch. Mir ist auch klar, dass es Menschen in sozialen Notlagen
gibt und da muss man dagegen angehen. Für diese liegt der Begriff Freiheit wirklich in weiter Ferne.
Ich stelle nur immer wieder fest, dass Neid, Gejammer , Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft
vor allem bei denen vorherrscht, die für ihre Lebensplanung nicht viel getan haben. Sie machen dann immer andere für ihre Probleme verantwortlich.
Sie sagen nicht, ich war zu faul zu lernen, mir war Party wichtiger als Lehre oder Studium, ich hatte keinerlei Interessen usw. Aus diesen Gründen sind sie auf der Strecke geblieben (Ich weiß, es gibt Ausnahmen) und klagen und beneiden die anderen, die einen besseren Lebensstandard besitzen und z.B. auch die Reisefreiheit nutzen.

MfG

GKUS64



Den Pessimismus muss man schon aushalten, wenn es einem besser geht Und sich vielleicht auch in dieser Position Gedanken machen über die, die aus unterschiedlichsten Gründen abgehängt werden.

Und ich kenne keinen SGB II Empfänger der öffentlich jammert. Es sind eher die "Leistungsträger" die Angst um ihren Stand haben. Sei es weil ihnen bewusst ist, wie schnell es gehen, dass es einen selbst trifft oder weil sich nicht bereit sind, mehr für die anderen aufzubringen. Wofür dem "Leistungsträger" immer tiefer in die Tasche gegriffen wird, wird still schweigend hingenommen.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 29.03.2013 13:22 | nach oben springen

#317

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 13:20
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #314
Hallo erstmal,

also mir wird das hier alles zu pessimistisch. Mir ist auch klar, dass es Menschen in sozialen Notlagen
gibt und da muss man dagegen angehen. Für diese liegt der Begriff Freiheit wirklich in weiter Ferne.
Ich stelle nur immer wieder fest, dass Neid, Gejammer , Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft
vor allem bei denen vorherrscht, die für ihre Lebensplanung nicht viel getan haben. Sie machen dann immer andere für ihre Probleme verantwortlich.
Sie sagen nicht, ich war zu faul zu lernen, mir war Party wichtiger als Lehre oder Studium, ich hatte keinerlei Interessen usw. Aus diesen Gründen sind sie auf der Strecke geblieben (Ich weiß, es gibt Ausnahmen) und klagen und beneiden die anderen, die einen besseren Lebensstandard besitzen und z.B. auch die Reisefreiheit nutzen.

MfG

GKUS64



So hat meine Oma auch immer diskutiert ,diese langhaarigen sind alle zu faul zum arbeiten und wollen nur feiern usw.usw.Es gibt genug studierte und
und mit Berufsabschluss die keinen Job kriegen und im System gar nicht erst die Chance bekommen für eine Lebensplanung.Und daran sind sie bestimmt nicht schuld.Siehe Fachkräftemangel,es gibt genug Fachkräfte in diesem Land.Aber solange das deutsche Unternehmertum alles für die Hälfte haben will,wird das nichts.


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#318

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 13:25
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #316
Zitat von GKUS64 im Beitrag #314
Hallo erstmal,

also mir wird das hier alles zu pessimistisch. Mir ist auch klar, dass es Menschen in sozialen Notlagen
gibt und da muss man dagegen angehen. Für diese liegt der Begriff Freiheit wirklich in weiter Ferne.
Ich stelle nur immer wieder fest, dass Neid, Gejammer , Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft
vor allem bei denen vorherrscht, die für ihre Lebensplanung nicht viel getan haben. Sie machen dann immer andere für ihre Probleme verantwortlich.
Sie sagen nicht, ich war zu faul zu lernen, mir war Party wichtiger als Lehre oder Studium, ich hatte keinerlei Interessen usw. Aus diesen Gründen sind sie auf der Strecke geblieben (Ich weiß, es gibt Ausnahmen) und klagen und beneiden die anderen, die einen besseren Lebensstandard besitzen und z.B. auch die Reisefreiheit nutzen.

MfG

GKUS64



Den Pessimismus muss man schon aushalten, wenn es einem besser geht Und sich vielleicht auch in dieser Position Gedanken machen über die, die aus unterschiedlichsten Gründen abgehängt werden.

Und ich kenne keinen SGB II Empfänger der öffentlich jammert. Es sind eher die "Leistungsträger" die Angst um ihren Stand haben. Sei es weil ihnen bewusst ist, wie schnell es gehen, dass es einen selbst trifft oder weil sich nicht bereit sind, mehr für die anderen aufzubringen. Warum dem "Leistungsträger" immer tiefer in die Tasche gegriffen wird, wird still schweigend hingenommen.

LG von der grenzgaengerin




Und wieder ein Volltreffer,besser kann man es nicht beschreiben.Solange man oben im trockenen Nest sitzt,lässt es sich leicht nach unten sch....!


zuletzt bearbeitet 29.03.2013 13:25 | nach oben springen

#319

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 13:36
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #314
Hallo erstmal,

also mir wird das hier alles zu pessimistisch. Mir ist auch klar, dass es Menschen in sozialen Notlagen
gibt und da muss man dagegen angehen. Für diese liegt der Begriff Freiheit wirklich in weiter Ferne.
Ich stelle nur immer wieder fest, dass Neid, Gejammer , Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft
vor allem bei denen vorherrscht, die für ihre Lebensplanung nicht viel getan haben. Sie machen dann immer andere für ihre Probleme verantwortlich.
Sie sagen nicht, ich war zu faul zu lernen, mir war Party wichtiger als Lehre oder Studium, ich hatte keinerlei Interessen usw. Aus diesen Gründen sind sie auf der Strecke geblieben (Ich weiß, es gibt Ausnahmen) und klagen und beneiden die anderen, die einen besseren Lebensstandard besitzen und z.B. auch die Reisefreiheit nutzen.

MfG

GKUS64



@GKUS64 du hast für meine Begriffe das sehr schön und zutreffend beschrieben.Den Kernsatz deiner Aussage habe ich mal rot mark.
Mein Leben ist so verlaufen. Ich habe angefangen mit 50 Ostmark in der Tasche und einer vom Stacheldraht zerrissenen Hose.
Entgegen der landläufigen Meinung damals, uns Flüchtlingen schmeisst der Staat das Geld in den Rachen ( eine Diskussion fast wie heute, Hauptmotor der Neidfaktor, in D besonders ausgeprägt verbreitet )habe ich einmalig von diesem Staat 150 DM geschenkt bekommen. Danach Ärmel hochgekrempelt, hart gearbeitet und nach Vorne geblickt. Da waren über die 45 Jahre auch berufliche Krisen (1 AG hat sich selbst filetiert und aufgelöst ), gesundheitlich mit 38 Jahren eine lebensbedrohende Krankheit überstanden usw. Ich habe aber nie gejammert aber immer nach neuen Wegen gesucht, wo es weitergeht. Heute ernte ich die Früchte, es geht mir und meiner Frau materiell sehr gut. Ich bin frei, ich brauche niemanden anbetteln usw.
Ich hatte mal einen Chef, der sagte folgendes : "Nichts ist innovativer als eine Krise, ich wünsche mir die Dauerkrise". An diesem Satz ist etwas Wahres, anders gesagt Zufriedenheit macht satt und träge. Dies ist vielleicht auch ein Grund für das Scheitern der DDR Wirtschaft und letztendlich der Politik, nämlich das Nichtvorhandensein von Wettbewerb. Wettbewerb kreiert neue Ideen, neu Verfahren, neue Erfindungen usw. Das ist nicht zu ersetzen durch die Neuererbewegung und ähnlichen Blödsinn, den die SED da verzapfte.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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zuletzt bearbeitet 29.03.2013 13:36 | nach oben springen

#320

RE: West-Ost-Gedanken 1958 bis 1989

in DDR Zeiten 29.03.2013 13:45
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #314
Hallo erstmal,

also mir wird das hier alles zu pessimistisch. Mir ist auch klar, dass es Menschen in sozialen Notlagen
gibt und da muss man dagegen angehen. Für diese liegt der Begriff Freiheit wirklich in weiter Ferne.
Ich stelle nur immer wieder fest, dass Neid, Gejammer , Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft
vor allem bei denen vorherrscht, die für ihre Lebensplanung nicht viel getan haben. Sie machen dann immer andere für ihre Probleme verantwortlich.
Sie sagen nicht, ich war zu faul zu lernen, mir war Party wichtiger als Lehre oder Studium, ich hatte keinerlei Interessen usw. Aus diesen Gründen sind sie auf der Strecke geblieben (Ich weiß, es gibt Ausnahmen) und klagen und beneiden die anderen, die einen besseren Lebensstandard besitzen und z.B. auch die Reisefreiheit nutzen.

MfG

GKUS64



Da muss ich nochmal explixit ein geschriebenes Danke nachschieben. Vom Gejammer wird die Welt auch nicht besser ...und genau jene sitzen in der Sofaecke, verfluchen alle Politiker und gehen aus *Protest* nicht zur Wahl.
Und damit meine ich nicht Jene, welche alters- oder krankheitsbedingt durch das soziale Netz fallen. Natürlich gibt es Ungerechtigkeiten.

Verflucht mich...ist mir egal...ich leiste genug Sozialabgaben...und mit diesen Abgaben werden leider auch die Nichtwilligen mitfinanziert.
Soziales Engagement leiste ich auch...aber das mache ich freiwillig (auch eine Art von Freiheit)!!

Und ja Gert...so ist es. Ich kam mit Nichts in den Westen und habe die Ärmel hochgekrempelt...nach 14 Tagen hatte ich einen schlechtbezahlten Job- egal - es war ein Anfang, 12h Arbeit waren nicht selten...habe mich weitergebildet und bin immer am Ball geblieben...und heute geht es mir gut.

@Lieber DDR-Bürger...dein Engagement nehme ich dir ab und deshalb kann ich dir auch zuhören...leider gibt es zu Wenige davon.


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