#21

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 03.03.2013 15:02
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #20
Zitat von glasi im Beitrag #19
Zitat von damals wars im Beitrag #18
Auf Grund gesundheitlicher Probleme ausgemustert zu werden, war schwer.
Ein Verwandter von mir mit Herzfehler landete in der BA Kammer.
Im meiner Ausbildungs- Kompanie , alles UaZ, waren im ersten Zug viele mit gesundheitlichen Problemen.
Für einen schwergewichtigen wurden zwei Mäntel zusammengenäht und zwei Koppel.
Einem fehlten zwei Zehen. usw.usf.
Die hatten alle keine Chance obwohl sie gehofft hatten, im der Ausbildung ausgemustert zu werden.

Im Med.- Punkt lernte ich einen Selbstmörder kennen, der seinen ersten Versuch überlebt hatte. Der hatte das Muster von einem Kamm auf den Arm.
Der stand kurz vor der Ausmusterung.

Im Regiment wurde dann ein Uffz. ausgemustert, der, sobald es dunkel wurde, einschlief.

Also kann mann sagen, wer nichts hatte mußte zur NVA? Oder kennt jemand der drummerrum gekommen ist?

ein Freund von mir wurde nicht eingezogen,zum Wendejahr 1989 war er 23 Jahre alt,
vergessen hätten sie ihn bestimmt nicht,wir hatten uns oft darüber unterhalten,
bis zu welchen Alter man noch einziehen durfte
Lutze

zwischen 18- 26 jahre war normal. So wie gehört habe ging das aber auch noch bis 35.Wenn es voher nicht möglich war.



zuletzt bearbeitet 03.03.2013 15:14 | nach oben springen

#22

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 03.03.2013 16:45
von küchenbulle | 196 Beiträge

Hallo Leute !

Den Grundwehrdienst von 18 Monaten hatte man bis zum vollendetem 27.Lebensjahr in voller Länge abzudienen ,wenn man noch
kurz vor Toreschluss gezogen wurde . Ich hatte so einen Genossen auf der Bude , im Zivlleben verheiratet und zwei Kinder von
Beruf Kraftfahrer als Zivilbeschäftigter bei der NVA . Der wurde in die Küche gesteckt und zum Truppenkoch ausgebildet ,das war
die Bezeichnung der GWD -Soldaten im Verpflegungsdienst . Naja die Leute sollten eben recht flexibel und mehrere Tätigkeiten verrichten
können . Warum der nicht in die Transportkompanie kam ? er hatte alle großen LKW,s täglich gefahren in seinem Beruf .

Viele Grüße

der Küchenbulle


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#23

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 03.03.2013 22:42
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Ich weiß nicht, ob´s schon mal geschrieben wurde, aber es hieß bei uns damals, daß bei einer Körpergröße von unter 1,50 m nicht eingezogen wurde und das Leute mit über 1,90 m die doppelte Ration bei der Verpflegung bekamen.



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#24

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 04.03.2013 04:47
von schulzi | 1.764 Beiträge

dore mit der doppelten ration mus eine legende sein den unser b-turn (2.o2 m) bekam das selbe essen wie wir. es sei den ein furier hat es für sich verbraucht


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#25

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 04.03.2013 12:16
von Winch | 171 Beiträge

bei mir in der klasse war einer , den nannten alle nur eule, da er ohne brille nichts mehr sah. die brillengläser so dick wie der boden vom aschenbecher.
aber nichts mit einer tätigkeit irgendwo im lager oder ähnliches, nein er wurde rpg schütze bei den stoppelhopsern. ich bin heute noch der festen überzeugeugung , der hätte auf 10m keinen panzer gesehen.
lg winch


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#26

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 04.03.2013 19:33
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Nachtrag von mir zum Thema "Ausgemustert".

Ich habe bei dieser Gelegenheit seit Ewigkeiten mal wieder in meinen Wehrpass geschaut und da ist mir nach 45 Jahren etwas erstaunliches aufgefallen ....., aber der Reihe nach.

Die Musterung für den Jahrgang 50 erfolgte im Frühjahr 1968.
Nach einem mehrstündigen, vertrauensvollem Gesprächs sah ich es als meine unabdingbare Pflicht an und verkündete es auch laut; 3 Jahre sind das mindeste was ich gewillt sei den Frieden zu verteidigen ......
Gesagt, gehört, Plansoll erfüllt .......
Irgendwie war ich nicht der Einzige aus der Klasse welcher bei der Musterung seine Liebe zur NVA entdeckte und diese plötzlichen Begeisterung mit einer Erklärung zum 3jährigen Dienst dokumentierte ......
Einer wollte auch Berufsoffizier werden .....
Ausgemustert oder dienstuntauglich war keiner, auch an Rückstellungen kann ich mich nicht erinnern .....

Diejenigen welche länger dienen wollten kamen im Rahmen der GST an der BBS in den Genuß verschiedener Veranstaltungen usw. ....

Im Frühjahr 1970, letztes Jahr an der BBS, erfolgte die Einberufungsmusterung.
Da es der Abiturjahrgang war und ich meinen Studienplatz ab September 1973 hatte ging ich mit gemischten Gefühlen zur Musterung. Vorgemommen hatte ich mir meine Verpflichtungserklärung zu widerrufen bzw. wenn ich mich nicht traue es später auf dem Wehrkreiskommando zu machen ....
Offensichtlich müssen sich meine Zweifel und Bedenken so dramatisch auf meinen allgemeinen Gesundheitszustand ausgewirkt haben das der Musterungsarzt der Meinung war das ich dienstuntauglich sei ......
Das hat er mir aber nicht gesagt, ich mußte nach den Untersuchungen nochmals vor die Musterungskommission.

Dort brachte ich mein Anliegen vor, von wegen ich habe mir das Überlegt das meine Verpflichtung für 3 Jahre wohl doch nicht so überlegt war usw.
Einer aus dieser Kommission ist fast über den langen Tisch gesprungen um diesen Subjekt, also mir, wegen dieser defätistischen Äußerungen an die Gurgel zu gehen.
Ich saß da in einem gewissen Abstand alleine auf einem Stuhl vor dem langen Tisch an dem wohl 5 oder 6 Leute saßen um mich mehr oder minder anzubrüllen was ich mir denn so einbilde .....
Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit sagte Einer von ihnen sinngemäß, mehr zu seinen "Genossen" gewandt, wozu sie sich hier überhaupt über solch ein negativ eingestelltes Subjekt aufregen, "der"!!! ist doch sowieso dienstuntauglich! und wedelte dabei mit meinem Wehrpass.
In meiner Erinnerung, was nicht stimmen muß, sprang ich auf, riss das für mich wertvolle Dokument an mich, bevor sie es sich wieder anders überlegen, und im Prinzip war die Sache damit erledigt.
Die Wehrpasseinträge sind im Fotoalbum zu sehen ....
Da ist mir heute so richtig aufgefallen das sich der Schreiber dort im Datum geirrt hat! Ab April 1971 ausgemustert! Aber die Musterung war im April 1970!
Denn ab September 1970 studierte ich bereits ......

Das Wehrkreiskommando hat mich nochmal Ende April, Anfang Mai einbestellt.
Ich dachte sie haben es sich doch wieder anders überlegt, aber dem war nicht so. Da ihnen bekannt war das ich durch meine 3 Jahresverpflichtung eine Studienzulassung für '73 hatte wurde mir angeboten das sie sich um einen Studienplatz meiner Wahl an einem Studienort ebenfalls meiner Wahl kümmern würden damit ich ab September '70 studieren kann.
Ich hatte aber inzwischen bereits einen Studienplatz ab September '70 so das ich diese Offerte, so verlockend sie auch klang, dankend ablehnte .....
Wer weiß was da dahintersteckte, ich habe es nie erfahren und es interessiert mich auch nicht mehr ......

Aus heutiger Sicht finde ich gerade das "Gespräch" welches die Musterungskommission mit mir bei dieser Einberufungsmusterung führte als Psychoterror vom feinsten.
Sie wollten mich mittels massiver Einschüchterung von meinem Vorsatz die Verpflichtung zurückzuziehen abbringen und mich festnageln .....

Übrigens sind von meiner Klasse nur zwei Jungs zum Grundwehrdienst eingezogen worden und alle anderen begannen ab September ihr Studium.

Auch nach dem Studium wurde keiner für 18 Monate eingezogen, für uns gab es noch die Regel das die zum Anfang des zweiten Studienjahres zu absolvierende 6wöchige vormilitärische Ausbildung mit der Vereidigung abgeschlossen wurde und anschließend wurden sie als ungediente Soldaten in die Reserve entlassen ......
Diese Regelung gab es in den darauffolgenden Jahren nicht mehr .....

An der vormilitärischen Ausbildung mußte ich trotzdem teilnehmen allerdings nicht 'militärisch' gesehen, sondern mehr Zivildienst ....., also Kartoffelschälen und solche Sachen in der Küche des Miltitärlagers .....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#27

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 04.03.2013 22:01
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge

BBS = Betriebs-Berufs-Schule?

HG 82/I
Olsen


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#28

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 04.03.2013 22:45
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von OlsenWeilrode im Beitrag #27
BBS = Betriebs-Berufs-Schule?

HG 82/I
Olsen


Ja, genau.

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#29

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 05.03.2013 08:59
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Ich hatte bedingt durch falsches Abtrainieren eine rheumatische Herzerkrankung die, als sie akut war, 3 Jahre mit Spritzen behandelt wurde, danach war ich als bedingt tauglich gemustert, also starke körperliche Belastungen sollten vermieden werden.
Während der Grundausbildung wurde ich bei 3000 und 7000-Meterläufen genau so gescheucht wie die anderen, hab es zum Glück vertragen.
Ich vermute mal das solche Einschränkungen beflissentlich ignoriert wurden.
Gibt es ähnliche Erfahrungen?


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zuletzt bearbeitet 05.03.2013 09:00 | nach oben springen

#30

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 05.03.2013 09:40
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

ja, Grenzwolf, es gibt ähnliche Erfahrungen:

Durch eine Herzmuskelerkrankung im Alter von ca. 10 Jahren hatte ich anschliessend mehrere Jahre eine Teilsportbefreiung und war hintendran auch nur bedingt wehrdiensttauglich (jedenfalls hat's nicht für die Tauglichkeit zum Berufsoffizier gelangt, zum Glück).
Ich durfte nach dem ganzen Hickhack darum nach dem Abitur gleich das zivile Studium dranhängen und wurde dann mit 25 gezogen.
Und dann, in Eisenach auf der Sturmbahn, haben die Einschränkungen keinen mehr interessiert.
Na gut, ich war eben nicht der Schnellste und musste mir ab und an anhören, dass ich doch ein bisschen ranklotzen soll. Die medizinischen Einwände wollte keiner hören.
Auf der Grenzkompanie war das dann alles kein Problem mehr, die ausgedehnten "Grenzwanderungen" hab ich ganz gut verkraftet.


Gruss Hartmut


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#31

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 06.03.2013 16:07
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zur Ausmusterung bekam man einen Ausmusterungsschein ausgehändigt und der Wehrpass wurde gleichzeitig eingezogen. Was dann damit passierte, keine Ahnung.

Anbei einmal solch ein Ausmusterungsschein aus meinen Fundus. Eventuell hat das Teil sicherlich keiner so oft zu Gesicht bekommen.

So sah das Teil also aus.

Dazu gleich einmal eine Frage, da auf diesem Schein "dauernd untauglich für den Wehrdienst" steht, gab es sicherlich auch zeitlich beschränkte Scheine?

Gruß vom Glatten


ACRITER ET FIDELITER


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#32

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 06.03.2013 16:18
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #31
............................

Dazu gleich einmal eine Frage, da auf diesem Schein "dauernd untauglich für den Wehrdienst" steht, gab es sicherlich auch zeitlich beschränkte Scheine?

Gruß vom Glatten
.............................................




es ist kein extra Schein, ich habe einen Eintrag im Wehrdienstausweis - 1973 , dass ich befristet "nicht diensttauglich" bin (ich werde mal nachschauen, wie das exakt formuliert ist)
Ein weiterer, nachfolgender Eintrag der 2. Musterung, Jahre später, bescheinigt Tauglichkeit. Wurde dann auch umgehend in die Praxis umgesetzt.

Gruss Hartmut

edit: Korrekturen siehe unten


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zuletzt bearbeitet 06.03.2013 20:42 | nach oben springen

#33

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 06.03.2013 18:29
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #30
ja, Grenzwolf, es gibt ähnliche Erfahrungen:

Durch eine Herzmuskelerkrankung im Alter von ca. 10 Jahren hatte ich anschliessend mehrere Jahre eine Teilsportbefreiung und war hintendran auch nur bedingt wehrdiensttauglich (jedenfalls hat's nicht für die Tauglichkeit zum Berufsoffizier gelangt, zum Glück).
Ich durfte nach dem ganzen Hickhack darum nach dem Abitur gleich das zivile Studium dranhängen und wurde dann mit 25 gezogen.
Und dann, in Eisenach auf der Sturmbahn, haben die Einschränkungen keinen mehr interessiert.
Na gut, ich war eben nicht der Schnellste und musste mir ab und an anhören, dass ich doch ein bisschen ranklotzen soll. Die medizinischen Einwände wollte keiner hören.
Auf der Grenzkompanie war das dann alles kein Problem mehr, die ausgedehnten "Grenzwanderungen" hab ich ganz gut verkraftet.


Gruss Hartmut

Das hätte auch schiefgehen können. Und dann? Wer trägt die Verantwortung? Bei uns lief das etwas anders. Alles was der Truppenartz verordnet hatte wurde eingehalten.



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#34

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 06.03.2013 20:42
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

ist nicht schiefgegangen, glasi.
Siehst ja, ich bin putzmunter, sonst könnte ich nichts mehr dazu schreiben.
Und heute bin ich sportlich aktiver als in meiner Jugend und fühle mich wohl dabei.

Zu den Eintragungen im Wehrdienstausweis wollte ich noch etwas schreiben, ich hab ihn inzwischen vor mir:
Seite 26 "Musterungen durch Wehrkreiskommando"

29.03.1971 "Diensttaulichkeit" : zeitlich dienstuntauglich
02.04.1973 "Diensttaulichkeit" : tauglich,
"geeignet für" Nachrichten

Seite 28 "Zurückstellung vom Wehrdienst"
einmal bis 28.02.73 (Eintrag vom 29.03.71)
und dann noch mal
bis 31.08.77 (Studienende, Eintrag ist vom 02.04.73)

Gruss Hartmut


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#35

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 07.03.2013 03:39
von schulzi | 1.764 Beiträge

glasi es klingt zwar blöde aber selbst mit einen attest wurdest du als simulant hingestellt,also zerrte man mit den anderen durch,darum werdet ihr kumpels vom bund auch manch mal als trachtentanzverein von den nva kumpels hingestellt.da ihr ja für alles ein attest hattet.


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#36

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 07.03.2013 11:21
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #35
glasi es klingt zwar blöde aber selbst mit einen attest wurdest du als simulant hingestellt,also zerrte man mit den anderen durch,darum werdet ihr kumpels vom bund auch manch mal als trachtentanzverein von den nva kumpels hingestellt.da ihr ja für alles ein attest hattet.



naja, das ist es eben in der Praxis, der Unterschied zwischen
bürgerlichem Rechtsstaat (alles einklagbar)
und Diktatur des Proletariats (alles irgendwie Ermessensfrage und damit Willkür).
Ich weiss, jetzt werde ich wieder die Verteidiger der Diktatur auf den Plan rufen.................
Klar gab es auch Gesetze, Regeln, Vorschriften - mehr als genug. Beim ersten Lesen wirken diese ganz harmlos.
Aber letztlich galt der Grundsatz: "Die Partei hat immer Recht".
Und das begründete im Zweifel alle Entscheidungen, die im Interesse der "Sache" waren.

Gruss Hartmut


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zuletzt bearbeitet 07.03.2013 11:24 | nach oben springen

#37

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 07.03.2013 20:56
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #35
glasi es klingt zwar blöde aber selbst mit einen attest wurdest du als simulant hingestellt,also zerrte man mit den anderen durch,darum werdet ihr kumpels vom bund auch manch mal als trachtentanzverein von den nva kumpels hingestellt.da ihr ja für alles ein attest hattet.

Hallo Schulzi. Da hast du teilweise Recht. Es gab damals bei uns Soldaten die hatten wirklich gegen alles was. Sportbefreit, Marschbefreit, Stiefelbefreit usw. Aber nach Dienstschluß fit wie ein Turnschuh. Aber es gab auch Soldaten wie mich zum Beispiel die das Soldatsein schon ernstgenommen hat. Wir hätten euch schon einen warmen Empfang bereitet. . Lg Glasi



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#38

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 07.03.2013 21:12
von Ex-Huf (gelöscht)
avatar

Ich klinke mich mal hier ein, nachdem ich den Thread gelesen habe.
In den Jahren 1987 bis 1988 bin ich zeitweise "per Befehl des WKK" als Musterungsarzt zu Musterungen und Einberufungsüberprüfungen tätig gewesen.
Wir waren immer 3 Ärzte, wovon einer aus welchen Gründen auch immer, einer der "Vorgesetzte" war.
Das hat sich mir nie so recht erschlossen.
Jedenfalls gab es für einschlägige Krankheitsbilder den völligen Ausschluss oder einen zeitlich begrenzten Ausschluss vom Wehrdienst bei aktenkundig nachgewiesenen fachärztlichen Befunden.
Musterungstechnisch hieß dies "zdu" =zeitlich dienstuntauglich, oder "ddu" =dauernd dienstuntauglich.
Für alle anderen Männer gab es tauglichkeitsausschliessende Ziffern, z.B. bei Rückenleiden, bei Seheinschränkungen, bei Übergewicht usw.

Bei all diesen Musterungen habe ich nie politische oder andere Vorgaben seitens der Führung des WKK erlebt, geschweige denn Vorgaben im Einzelfall.
Sogenannte Drückeberger habe ich auch nicht erlebt.

Allerdings später, selbst im Med. Dienst der GT gab es eklatante Fälle von Fehleinberufungen, d.h. der Musterungsarzt hat völlig gepennt.

VG Ex-Huf


glasi, Batrachos, 94 und Svenni1980 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 10.03.2013 18:29
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #35
glasi es klingt zwar blöde aber selbst mit einen attest wurdest du als simulant hingestellt,also zerrte man mit den anderen durch,darum werdet ihr kumpels vom bund auch manch mal als trachtentanzverein von den nva kumpels hingestellt.da ihr ja für alles ein attest hattet.

Hallo Schulzi. Mich würde noch intresieren, wenn mal was pasiert wäre und mann hatte ein Attest. Wer hat denn dann denn Kopf hingehalten? Gab es dann eine Untersuchung.? Oder wurde alles unter denn Teppich gekehrt?



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#40

RE: Zu DDR Zeiten ausgemustert?

in Leben in der DDR 10.03.2013 18:52
von schulzi | 1.764 Beiträge

man wurde bei uns dann so in der kaserne beschäftigt das die ausbildung erholsamer war.untersuchung war halt ein unfall bei der ausbildung


zuletzt bearbeitet 10.03.2013 18:53 | nach oben springen


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