#21

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 10:01
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #20


OT

@grenzgängerin, kann es sich bei dem von Dir benanntem Treffen um die Tagung des WBDJ und des ISB handelte ? Diese fand im Februar 1975 statt zum selbigen Zeitpunkt wie das Festival des politischen Liedes. Tagungsort war das Hotel "Stadt Berlin".
Auf dieser Tagung wurde beschlossen, das die XI. Weltfestspiele 1978 in Havanna stattfinden. Da müßten wir uns ja fast über den Senkel gelaufen sein, denn ich gehörte zur Sicherungsgruppe dieser Tagung. Und den Teilnehmern Israels und der PLO wurde wie schon1973 zu den X.Weltfestspielen besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Vierkrug


Genau. Danke für die Fakten.

Mannomann... Wurde mir auch "besondere Aufmerksamkeit" geschenkt?

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 02.03.2013 10:30 | nach oben springen

#22

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 10:58
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #17
Aber die stellten den Sozialismus vor den juedischen Glauben. Darum konnten sie in der DDR Karriere machen.


Was ist überhaupt jüdischer Glauben in Deinen Augen ???
Man muß schon unterscheiden zwischen jüdischer Herkunft und Abstammung und praktizierenden Glauben. Es ist ja bekannt, dass die jüdische Religion der Ursprung für das Christentum, wie auch für den Islam ist.
Nicht jeder Jude ist ein orthodox gläubiger Jude und besucht am Freitagabend in der Synagoge den Gottesdienst anläßlich des Shabbat. Es geht auch nicht jeder Christ, ob nun Katholik oder Lutheraner am Sonntag zum Gottesdienst in die Kirche.
Warum sollten sich Juden, die seit ihrer Existenz nur der Verfolgung und der Vernichtung ausgesetzt waren, sich nicht für eine andere Gesellschaftsform, die auch in ihren Augen eine Gerechtere darstellte, einsetzen und engagieren ??? Sollten sie wie schon so oft in der Geschichte auch nach außen mit Symbol zeigen, wer sie sind ??? Das kann doch wohl nicht Anliegen sein.
Die Juden in der DDR haben sich nicht durchgängig in den jüdischen Gemeinden zusammen gefunden. Auch wenn sie nicht in die Gotteshäuser, die Synagogen gingen, so wurden jüdische Hochfeiertage in der Regel gelebt, wie Jom Kippur der höchste jüdische Feiertag oder das Lichterfest. Das mit dem kosher Essen ist auch ein Relikt aus der Vergangenheit - ist überlebt und wird auch nur von den Orthodoxen wahrgenommen - bitte nicht verwechseln mit den Ultraorthodoxen, die es ja auch gibt !!!
Auch differenziere ich zwischen der zionistisch geprägten Politik des Staates Israel und den dort lebenden Menschen. Verurteile zutiefst die Siedlungspolitik der Zionisten und der Ausgrenzung der Palästinenser, deren Land es eigentlich ist.
Wenn man in die Geschichte des Judentums zurückgeht, dann gibt es eigentlich keinen berechtigen Anspruch auf einen eigenen Staat. Und das gelobte Land, in das angeblich Moses die Juden zurückführte, ist meinen Augen eine Annexion von fremden Gebieten.
Momentan unterliegt jedoch Israel einer Übervölkerung, da zunehmend Juden aus osteuropäischen Ländern dorthin auswandern und versuchen, sich eine neue Existenz aufzubauen - oftmals mit einer gehörigen Portion an Illusionen. Die Realitäten nicht nur in Tel Aviv, wie auch in Jerusalem sehen etwas anders aus. In beiden Städten kommt man inzwischen bei der Verständigung mit Russisch weiter, wie mit einer anderen Fremdsprache - auch in Jaffa und anderswo.

Vierkrug

PS:
Die ehemalige langjährige Justizministerin der DDR - Hilde Benjamin war auch mit einem Kommunisten jüdischer Herkunft verheiratet. Der gemeinsame Sohn Michael war viele Jahre in Moskau als Professor tätig und zählte zu den Mitbegründern der PDS. Jedoch gingen Michael und Gysi zueinander auf Distanz.


zuletzt bearbeitet 02.03.2013 11:11 | nach oben springen

#23

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 11:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #21
Zitat von Vierkrug im Beitrag #20


OT

@grenzgängerin, kann es sich bei dem von Dir benanntem Treffen um die Tagung des WBDJ und des ISB handelte ? Diese fand im Februar 1975 statt zum selbigen Zeitpunkt wie das Festival des politischen Liedes. Tagungsort war das Hotel "Stadt Berlin".
Auf dieser Tagung wurde beschlossen, das die XI. Weltfestspiele 1978 in Havanna stattfinden. Da müßten wir uns ja fast über den Senkel gelaufen sein, denn ich gehörte zur Sicherungsgruppe dieser Tagung. Und den Teilnehmern Israels und der PLO wurde wie schon1973 zu den X.Weltfestspielen besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Vierkrug


Genau. Danke für die Fakten.

Mannomann... Wurde mir auch "besondere Aufmerksamkeit" geschenkt?

LG von der grenzgaengerin





@grenzgaengerin - wohl eher nicht, mehr Deiner sprachlich zu betreuenden Person.
Ich habe noch einmal nachgesehen - parallel fand das 5. Festival des politischen Liedes in Berlin statt und die ausländischen Teilnehmer waren auch im "Stadt Berlin" untergebracht - auch Degenhardt.



Vierkrug


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#24

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 12:13
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

in der DDR hatte ich die Ehre, den Schriftsteller Peter Edel persönlich kennen zu lernen (das war in meiner NVA-Zeit, im Rahmen des Grundwehrdienstes). Peter Edel war ein jüdischer Kommunist, der im KZ war und, als einer der wenigen Juden, überlebte. Er stellte damals seine Autobiografie "Wenn es ans Leben geht" vor (habe ich heute noch, handsigniert). Die Begegnung mit Peter Edel ist ein mich noch heute prägendes Erlebnis gewesen.

Im Übrigen will ich nur noch sagen, dass die zunehmend häufig geäußerte Meinung, in der DDR wäre der Holocaust verschwiegen oder zumindest nicht ausreichend berücksichtigt worden, nach meiner Meinung nicht stimmt. In der DDR ist beispielsweise das aus meiner Sicht beste, detaillierteste und schonungsloseste Buch über die Shoa erschienen, "Juden unterm Hakenkreuz".

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


frank hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 23:25
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #2
Meiner Meinung nach ist das Thema sehr komplex.

Als ich Spitzel in der Synagoge las, ist mir spontan der Antisemitismus in der Sowjetunion eingafallen. "Unsere" MfS -ler bezeichnen sich gerne als Tschekisten. Und ihre sowjetischen "Kampfgenossen" waren in den 50-iger Jahren bei der Verfolgung von Juden in der Sowjetunion sehr aktiv. Ein direkter Zusammenhang mit der Bespitzelung von Juden in der DDR ist glaube nicht von der Hand zu weisen.

"Am 13. Januar 1953 kündigte die Regierung die Verhaftung einer Gruppe von prominenten Ärzten an, von denen die meisten jüdisch waren. Sie wurden angeklagt, in der so genannten Ärzteverschwörung mittels falschen medizinischen Behandlungsmethoden Regierungsmitglieder umgebracht zu haben und weitere Ermordungen zu planen. Eine antisemitische Welle durchzog das Land. Viele Juden verloren ihre Stelle, und Gerüchte von bevorstehenden Massendeportationen nach Sibirien begannen sich zu verbreiten. Der Zeitraum von 1948 bis zu Stalins Tod im Jahre 1953 wird als „Schwarze Jahre“ bezeichnet. Während der Jahre von 1948 bis 1952 kam es zur fast restlosen Vernichtung aller jüdischen nationalen Institutionen. Ein religiöses Leben konnte nur in bescheidenem Rahmen weiterbestehen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_...den_in_Russland

Ich habe dieses Zitat aus wiki ausgewählt, weil ich noch heute in der eigenen Familie erleben muss, welchen Einfluss diese antisemitische Propaganda in der Sowjetunion hatte. Eine chronische Erkrankung einer Familienangehörigen wird von ihr noch heute auf Behandlungsfehler jüdischer Ärzte in der Sowjetunion zurück geführt. "Jude" ist in Russland auch heute ein nicht seltenes Schimpfwort.

Wenn ich "Juden in der DDR" lese, fällt mir widerum ein, dass es während meiner gesamten Schulzeit keine offenen verbale Angriffe auf meine jüdischen Mitschüler gab. Es war ein ganz normales Miteinander. Es mag sein, dass sie sich wie viele andere auch, im Alltag zurückgenommen haben, um nicht aufzufallen. Meine ehemaligen jüdischen Mitschüler haben jedenfalls alle Abitur gemacht, studiert und sind noch heute beruflich sehr erfolgreich

Das Grundproblem ist meiner Meinung nach , dass „Leben der Juden in der DDR“ in der öffentlichen Wahrnehmung nicht statt fand. Mit einer Ausnahme: Verfolgte Juden des Nationalsozialismus, haben volle Aufmerksamkeit erhalten.

Nachdenkliche Grüße von der grenzgaengerin



als 'tschekist' habe ich mich nie gefühlt denn ich war beim Mfs und nicht beim geheimdienst der SU !!! jedes 'kleinkind' weiß das dies nur propagandistisch für alle geheimdienste der damaligen zeit ein schlagwort war !!! was die 'tscheka' im eigenen land gemacht hat steht auf einem anderen blatt !! du bist also der meinung die ddr und oder ihre 'organe' haben 'juden' damals bespitzelt ?? na ja , jedem seine meinung !!!
zumindest gab es in der ddr keine nationalsozialistischen aufmärsche in manchen städten !!! das wäre doch mal ein 'vergleich' zum 'heute' wert ,oder ???



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#26

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 23:36
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #25
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #2
Meiner Meinung nach ist das Thema sehr komplex.

Als ich Spitzel in der Synagoge las, ist mir spontan der Antisemitismus in der Sowjetunion eingafallen. "Unsere" MfS -ler bezeichnen sich gerne als Tschekisten. Und ihre sowjetischen "Kampfgenossen" waren in den 50-iger Jahren bei der Verfolgung von Juden in der Sowjetunion sehr aktiv. Ein direkter Zusammenhang mit der Bespitzelung von Juden in der DDR ist glaube nicht von der Hand zu weisen.

"Am 13. Januar 1953 kündigte die Regierung die Verhaftung einer Gruppe von prominenten Ärzten an, von denen die meisten jüdisch waren. Sie wurden angeklagt, in der so genannten Ärzteverschwörung mittels falschen medizinischen Behandlungsmethoden Regierungsmitglieder umgebracht zu haben und weitere Ermordungen zu planen. Eine antisemitische Welle durchzog das Land. Viele Juden verloren ihre Stelle, und Gerüchte von bevorstehenden Massendeportationen nach Sibirien begannen sich zu verbreiten. Der Zeitraum von 1948 bis zu Stalins Tod im Jahre 1953 wird als „Schwarze Jahre“ bezeichnet. Während der Jahre von 1948 bis 1952 kam es zur fast restlosen Vernichtung aller jüdischen nationalen Institutionen. Ein religiöses Leben konnte nur in bescheidenem Rahmen weiterbestehen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_...den_in_Russland

Ich habe dieses Zitat aus wiki ausgewählt, weil ich noch heute in der eigenen Familie erleben muss, welchen Einfluss diese antisemitische Propaganda in der Sowjetunion hatte. Eine chronische Erkrankung einer Familienangehörigen wird von ihr noch heute auf Behandlungsfehler jüdischer Ärzte in der Sowjetunion zurück geführt. "Jude" ist in Russland auch heute ein nicht seltenes Schimpfwort.

Wenn ich "Juden in der DDR" lese, fällt mir widerum ein, dass es während meiner gesamten Schulzeit keine offenen verbale Angriffe auf meine jüdischen Mitschüler gab. Es war ein ganz normales Miteinander. Es mag sein, dass sie sich wie viele andere auch, im Alltag zurückgenommen haben, um nicht aufzufallen. Meine ehemaligen jüdischen Mitschüler haben jedenfalls alle Abitur gemacht, studiert und sind noch heute beruflich sehr erfolgreich

Das Grundproblem ist meiner Meinung nach , dass „Leben der Juden in der DDR“ in der öffentlichen Wahrnehmung nicht statt fand. Mit einer Ausnahme: Verfolgte Juden des Nationalsozialismus, haben volle Aufmerksamkeit erhalten.

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als 'tschekist' habe ich mich nie gefühlt denn ich war beim Mfs und nicht beim geheimdienst der SU !!! jedes 'kleinkind' weiß das dies nur propagandistisch für alle geheimdienste der damaligen zeit ein schlagwort war !!! was die 'tscheka' im eigenen land gemacht hat steht auf einem anderen blatt !! du bist also der meinung die ddr und oder ihre 'organe' haben 'juden' damals bespitzelt ?? na ja , jedem seine meinung !!!
zumindest gab es in der ddr keine nationalsozialistischen aufmärsche in manchen städten !!! das wäre doch mal ein 'vergleich' zum 'heute' wert ,oder ???


Naja...........http://www.trend.infopartisan.net/trd0205/t410205.html


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#27

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 23:46
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #26
Zitat von frank im Beitrag #25
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #2
Meiner Meinung nach ist das Thema sehr komplex.

Als ich Spitzel in der Synagoge las, ist mir spontan der Antisemitismus in der Sowjetunion eingafallen. "Unsere" MfS -ler bezeichnen sich gerne als Tschekisten. Und ihre sowjetischen "Kampfgenossen" waren in den 50-iger Jahren bei der Verfolgung von Juden in der Sowjetunion sehr aktiv. Ein direkter Zusammenhang mit der Bespitzelung von Juden in der DDR ist glaube nicht von der Hand zu weisen.

"Am 13. Januar 1953 kündigte die Regierung die Verhaftung einer Gruppe von prominenten Ärzten an, von denen die meisten jüdisch waren. Sie wurden angeklagt, in der so genannten Ärzteverschwörung mittels falschen medizinischen Behandlungsmethoden Regierungsmitglieder umgebracht zu haben und weitere Ermordungen zu planen. Eine antisemitische Welle durchzog das Land. Viele Juden verloren ihre Stelle, und Gerüchte von bevorstehenden Massendeportationen nach Sibirien begannen sich zu verbreiten. Der Zeitraum von 1948 bis zu Stalins Tod im Jahre 1953 wird als „Schwarze Jahre“ bezeichnet. Während der Jahre von 1948 bis 1952 kam es zur fast restlosen Vernichtung aller jüdischen nationalen Institutionen. Ein religiöses Leben konnte nur in bescheidenem Rahmen weiterbestehen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_...den_in_Russland

Ich habe dieses Zitat aus wiki ausgewählt, weil ich noch heute in der eigenen Familie erleben muss, welchen Einfluss diese antisemitische Propaganda in der Sowjetunion hatte. Eine chronische Erkrankung einer Familienangehörigen wird von ihr noch heute auf Behandlungsfehler jüdischer Ärzte in der Sowjetunion zurück geführt. "Jude" ist in Russland auch heute ein nicht seltenes Schimpfwort.

Wenn ich "Juden in der DDR" lese, fällt mir widerum ein, dass es während meiner gesamten Schulzeit keine offenen verbale Angriffe auf meine jüdischen Mitschüler gab. Es war ein ganz normales Miteinander. Es mag sein, dass sie sich wie viele andere auch, im Alltag zurückgenommen haben, um nicht aufzufallen. Meine ehemaligen jüdischen Mitschüler haben jedenfalls alle Abitur gemacht, studiert und sind noch heute beruflich sehr erfolgreich

Das Grundproblem ist meiner Meinung nach , dass „Leben der Juden in der DDR“ in der öffentlichen Wahrnehmung nicht statt fand. Mit einer Ausnahme: Verfolgte Juden des Nationalsozialismus, haben volle Aufmerksamkeit erhalten.

Nachdenkliche Grüße von der grenzgaengerin



als 'tschekist' habe ich mich nie gefühlt denn ich war beim Mfs und nicht beim geheimdienst der SU !!! jedes 'kleinkind' weiß das dies nur propagandistisch für alle geheimdienste der damaligen zeit ein schlagwort war !!! was die 'tscheka' im eigenen land gemacht hat steht auf einem anderen blatt !! du bist also der meinung die ddr und oder ihre 'organe' haben 'juden' damals bespitzelt ?? na ja , jedem seine meinung !!!
zumindest gab es in der ddr keine nationalsozialistischen aufmärsche in manchen städten !!! das wäre doch mal ein 'vergleich' zum 'heute' wert ,oder ???


Naja...........[url]http://www.trend.infopartisan.net/trd0205/t410205.html[/url]


hier ging es um offiziell 'STAATLICH' genehmigte 'AUFMÄRSCHE' und nicht um solche 'tendenzen', die ja wohl zu ddr zeiten verfolgt wurden ,oder ???



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#28

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 23:50
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #27
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #26
Zitat von frank im Beitrag #25
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #2
Meiner Meinung nach ist das Thema sehr komplex.

Als ich Spitzel in der Synagoge las, ist mir spontan der Antisemitismus in der Sowjetunion eingafallen. "Unsere" MfS -ler bezeichnen sich gerne als Tschekisten. Und ihre sowjetischen "Kampfgenossen" waren in den 50-iger Jahren bei der Verfolgung von Juden in der Sowjetunion sehr aktiv. Ein direkter Zusammenhang mit der Bespitzelung von Juden in der DDR ist glaube nicht von der Hand zu weisen.

"Am 13. Januar 1953 kündigte die Regierung die Verhaftung einer Gruppe von prominenten Ärzten an, von denen die meisten jüdisch waren. Sie wurden angeklagt, in der so genannten Ärzteverschwörung mittels falschen medizinischen Behandlungsmethoden Regierungsmitglieder umgebracht zu haben und weitere Ermordungen zu planen. Eine antisemitische Welle durchzog das Land. Viele Juden verloren ihre Stelle, und Gerüchte von bevorstehenden Massendeportationen nach Sibirien begannen sich zu verbreiten. Der Zeitraum von 1948 bis zu Stalins Tod im Jahre 1953 wird als „Schwarze Jahre“ bezeichnet. Während der Jahre von 1948 bis 1952 kam es zur fast restlosen Vernichtung aller jüdischen nationalen Institutionen. Ein religiöses Leben konnte nur in bescheidenem Rahmen weiterbestehen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_...den_in_Russland

Ich habe dieses Zitat aus wiki ausgewählt, weil ich noch heute in der eigenen Familie erleben muss, welchen Einfluss diese antisemitische Propaganda in der Sowjetunion hatte. Eine chronische Erkrankung einer Familienangehörigen wird von ihr noch heute auf Behandlungsfehler jüdischer Ärzte in der Sowjetunion zurück geführt. "Jude" ist in Russland auch heute ein nicht seltenes Schimpfwort.

Wenn ich "Juden in der DDR" lese, fällt mir widerum ein, dass es während meiner gesamten Schulzeit keine offenen verbale Angriffe auf meine jüdischen Mitschüler gab. Es war ein ganz normales Miteinander. Es mag sein, dass sie sich wie viele andere auch, im Alltag zurückgenommen haben, um nicht aufzufallen. Meine ehemaligen jüdischen Mitschüler haben jedenfalls alle Abitur gemacht, studiert und sind noch heute beruflich sehr erfolgreich

Das Grundproblem ist meiner Meinung nach , dass „Leben der Juden in der DDR“ in der öffentlichen Wahrnehmung nicht statt fand. Mit einer Ausnahme: Verfolgte Juden des Nationalsozialismus, haben volle Aufmerksamkeit erhalten.

Nachdenkliche Grüße von der grenzgaengerin



als 'tschekist' habe ich mich nie gefühlt denn ich war beim Mfs und nicht beim geheimdienst der SU !!! jedes 'kleinkind' weiß das dies nur propagandistisch für alle geheimdienste der damaligen zeit ein schlagwort war !!! was die 'tscheka' im eigenen land gemacht hat steht auf einem anderen blatt !! du bist also der meinung die ddr und oder ihre 'organe' haben 'juden' damals bespitzelt ?? na ja , jedem seine meinung !!!
zumindest gab es in der ddr keine nationalsozialistischen aufmärsche in manchen städten !!! das wäre doch mal ein 'vergleich' zum 'heute' wert ,oder ???


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hier ging es um offiziell 'STAATLICH' genehmigte 'AUFMÄRSCHE' und nicht um solche 'tendenzen', die ja wohl zu ddr zeiten verfolgt wurden ,oder ???


Schade, dass du in Allem ein Haar in der Suppe findest...


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#29

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 23:51
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #27
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #26
Zitat von frank im Beitrag #25
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #2
Meiner Meinung nach ist das Thema sehr komplex.

Als ich Spitzel in der Synagoge las, ist mir spontan der Antisemitismus in der Sowjetunion eingafallen. "Unsere" MfS -ler bezeichnen sich gerne als Tschekisten. Und ihre sowjetischen "Kampfgenossen" waren in den 50-iger Jahren bei der Verfolgung von Juden in der Sowjetunion sehr aktiv. Ein direkter Zusammenhang mit der Bespitzelung von Juden in der DDR ist glaube nicht von der Hand zu weisen.

"Am 13. Januar 1953 kündigte die Regierung die Verhaftung einer Gruppe von prominenten Ärzten an, von denen die meisten jüdisch waren. Sie wurden angeklagt, in der so genannten Ärzteverschwörung mittels falschen medizinischen Behandlungsmethoden Regierungsmitglieder umgebracht zu haben und weitere Ermordungen zu planen. Eine antisemitische Welle durchzog das Land. Viele Juden verloren ihre Stelle, und Gerüchte von bevorstehenden Massendeportationen nach Sibirien begannen sich zu verbreiten. Der Zeitraum von 1948 bis zu Stalins Tod im Jahre 1953 wird als „Schwarze Jahre“ bezeichnet. Während der Jahre von 1948 bis 1952 kam es zur fast restlosen Vernichtung aller jüdischen nationalen Institutionen. Ein religiöses Leben konnte nur in bescheidenem Rahmen weiterbestehen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_...den_in_Russland

Ich habe dieses Zitat aus wiki ausgewählt, weil ich noch heute in der eigenen Familie erleben muss, welchen Einfluss diese antisemitische Propaganda in der Sowjetunion hatte. Eine chronische Erkrankung einer Familienangehörigen wird von ihr noch heute auf Behandlungsfehler jüdischer Ärzte in der Sowjetunion zurück geführt. "Jude" ist in Russland auch heute ein nicht seltenes Schimpfwort.

Wenn ich "Juden in der DDR" lese, fällt mir widerum ein, dass es während meiner gesamten Schulzeit keine offenen verbale Angriffe auf meine jüdischen Mitschüler gab. Es war ein ganz normales Miteinander. Es mag sein, dass sie sich wie viele andere auch, im Alltag zurückgenommen haben, um nicht aufzufallen. Meine ehemaligen jüdischen Mitschüler haben jedenfalls alle Abitur gemacht, studiert und sind noch heute beruflich sehr erfolgreich

Das Grundproblem ist meiner Meinung nach , dass „Leben der Juden in der DDR“ in der öffentlichen Wahrnehmung nicht statt fand. Mit einer Ausnahme: Verfolgte Juden des Nationalsozialismus, haben volle Aufmerksamkeit erhalten.

Nachdenkliche Grüße von der grenzgaengerin



als 'tschekist' habe ich mich nie gefühlt denn ich war beim Mfs und nicht beim geheimdienst der SU !!! jedes 'kleinkind' weiß das dies nur propagandistisch für alle geheimdienste der damaligen zeit ein schlagwort war !!! was die 'tscheka' im eigenen land gemacht hat steht auf einem anderen blatt !! du bist also der meinung die ddr und oder ihre 'organe' haben 'juden' damals bespitzelt ?? na ja , jedem seine meinung !!!
zumindest gab es in der ddr keine nationalsozialistischen aufmärsche in manchen städten !!! das wäre doch mal ein 'vergleich' zum 'heute' wert ,oder ???


Naja...........[url]http://www.trend.infopartisan.net/trd0205/t410205.html[/url]


hier ging es um offiziell 'STAATLICH' genehmigte 'AUFMÄRSCHE' und nicht um solche 'tendenzen', die ja wohl zu ddr zeiten verfolgt wurden ,oder ???

Tja, das ist halt der Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur


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#30

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 23:54
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

@Schuddelkind
Der Artikel wurde 1990 von Jochen Hippler verfasst. Der Mann kommt aus Essen und will den DDR-Bürgern erklären, wie es in der DDR war? Da hätte er zumindest dort einige Zeit verbringen müssen. Nach Hörensagen solche Artikel verfassen, geht oft in die Hose.
http://www.jochenhippler.de/html/zur_person.html


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#31

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 02.03.2013 23:59
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #30
@Schuddelkind
Der Artikel wurde 1990 von Jochen Hippler verfasst. Der Mann kommt aus Essen und will den DDR-Bürgern erklären, wie es in der DDR war? Da hätte er zumindest dort einige Zeit verbringen müssen. Nach Hörensagen solche Artikel verfassen, geht oft in die Hose.
http://www.jochenhippler.de/html/zur_person.html



Nun, das hier hat aber stattgefunden:
Der Naziüberfall auf die Zionskirche



Die Ereignisse vom 17. Oktober 1987 waren der erste Schritt zu einer neuen Qualität der Konfrontation. An diesem Tag gelangte die Zionskirche in Berlin Prenzlauer Berg erstmals zu unerwarteter Berühmtheit. Als gegen Ende eines Rockkonzerts in der Kirche eine große Gruppe Skinheads auftauchten, Naziparolen gröhlend auf Konzertbesucher einschlugen und im Umkreis der Kirche unbescholtene Passanten und Einwohner angriffen, war es plötzlich und unverhofft geschehen. Was staatlicherseits über Jahre hinweg durch Justiz und Polizei, durch Versuchung, Abwiegelei und durch harte Repression unter dem Deckel gehalten wurde war plötzlich nicht mehr zu halten gewesen. Anteil daran hatte auch die hartnäckige Öffentlichkeitsarbeit der Umwelt-Bibliothek, die eine Vertuschung durch die DDR-Oberen von vornherein verhinderte. Nun waren sie in aller Munde. Skinheads, Neaonazis, Faschos. Doch erst einmal versuchte man sich auf seiten der SED in Schadensbegrenzung. Nach einigen Tagen des Schweigens war dann auch in der DDR-Presse in kleinen Meldungen von einem Übergriff von Rowdys zu lesen.

Die Ostberliner Untergrundzeitschrift "Umweltblätter" berichteten in ihrer Ausgabe vom 1.September 1987 ausführlich über den Überfall. Darüber hinaus werden erstmal unabhängige Versuche zur antifaschistischen Selbstorganisierung in der DDR erwähnt:
"..Als die UmweltBibliothek im Sommer des Jahres in der im Bau befindlichen Zionskirche mit der Veranstaltung von Konzerten begann, konnte keiner die Folgen ahnen. Der Anspruch, nebenbei die Friedens? und Umweltproblematik breiten Schichten zu vermitteln, erwies sich als verfehlt, Stattdessen fühlten sich die Veranstalter in die Rolle gedrängt, das stete Defizit einer Jugendszene an Lebensgefühl und Rausch zu befriedigen. Erschreckend brach in die heile Aufklärungswelt der Öko-Paxer die irrationale Realität des Landes herein, zuletzt beim Überfall der neonazistischen Jugendsekte der Skins während des Konzerts am 17.Oktober (1987; d. Autor). Die Situation war grotesk. Die 3OO bis 400 am Ende des Konzerts noch gebliebenen Zuschauer 1ießen sich von 3O Glatzköpfen terrorisieren. Erst als eine kleine Anzahl von Entschlossenen massiv gegen die Skins vorging, verließen diese fluchtartig die Kirche. Um sich ihre Niederlage zu entschädigen "mischten" die Skins auf dem Rückweg den Schwulenstrich an der Schönhauser Allee "auf". (Die sind jedenfalls schön feige und wehren sich nicht ? warum eigentlich nicht?). Tatenlos stand auch die Besatzung von mehreren Polizeiwagen um die Zionskirche herum. Angeblich hatten sie keine Anweisungen, andere wollten "in so einen Haufen nicht reingehen." (...)
Der Widerstand gegen die Glatzköpfe ist vorerst vereinzelt und diskontinuierlich. Von der Polizei wurde die Bewegung seit Anfang an bagatellisiert. (...) Verurteilungen der Skins vor Gericht erfolgen in der Regel individuell, nicht wegen faschistischer Propaganda sondern wegen Körperverletzung oder Rowdytum, sodaß die Skins nach einem halben Jahr wieder in Freiheit sind. (...)
Fakten und Zahlen hin und her ? es bleibt der schale Beigeschmack der Provinzposse, der schlechten Immigration, des schlechten Theaters. Gewiß, es ist blutig ernst, aber zugleich in höchstem Grade lächerlich. Aber vielleicht ist gerade das das Gefährliche an diesem Neofaschismus. -r.1.- "
http://www.antifa-nazis-ddr.de/n/10019451.022.php


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zuletzt bearbeitet 02.03.2013 23:59 | nach oben springen

#32

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 03.03.2013 00:12
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #25

als 'tschekist' habe ich mich nie gefühlt denn ich war beim Mfs und nicht beim geheimdienst der SU !!! jedes 'kleinkind' weiß das dies nur propagandistisch für alle geheimdienste der damaligen zeit ein schlagwort war !!! was die 'tscheka' im eigenen land gemacht hat steht auf einem anderen blatt !! du bist also der meinung die ddr und oder ihre 'organe' haben 'juden' damals bespitzelt ?? na ja , jedem seine meinung !!!
zumindest gab es in der ddr keine nationalsozialistischen aufmärsche in manchen städten !!! das wäre doch mal ein 'vergleich' zum 'heute' wert ,oder ???


Hallo Frank,

ich denke aus meinem Beitrag ist eindeutig hervorgegangen, dass es sich auf die Zeit bis 1953 bezog. Ein Zusammenhang zwischen den Vorgängen in der Sowjetunion und in der DDR ist wohl nicht von der Hand zu weisen.

Und wenn ich das Wort "Tschekist" erwähne, dann nur als Bindeglied für die damaligen Ereignisse in der Sowjetunion und in der DDR und weil hier im Forum noch nicht vor allzu langer Zeit das "Kundschafterlied" veröffentlicht wurde. Und das bedeutet für mich, dass ehemalige MfS-ler sich damit identifizieren. Diesen Stolz will ich keinem von ihnen nehmen.

60. Jahrestag der DDR... (2)

Aber genauso erwarte ich, dass ein Thema, das bis jetzt von allen in diesem thread sehr sensibel und nachdenklich behandelt wurde, durch solche Einwürfe von Dir zerhackt wird.

LG von der grenzgaengerin


Schuddelkind, Grenzverletzerin und Micos haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.03.2013 00:36 | nach oben springen

#33

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 03.03.2013 00:40
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #32
Zitat von frank im Beitrag #25

als 'tschekist' habe ich mich nie gefühlt denn ich war beim Mfs und nicht beim geheimdienst der SU !!! jedes 'kleinkind' weiß das dies nur propagandistisch für alle geheimdienste der damaligen zeit ein schlagwort war !!! was die 'tscheka' im eigenen land gemacht hat steht auf einem anderen blatt !! du bist also der meinung die ddr und oder ihre 'organe' haben 'juden' damals bespitzelt ?? na ja , jedem seine meinung !!!
zumindest gab es in der ddr keine nationalsozialistischen aufmärsche in manchen städten !!! das wäre doch mal ein 'vergleich' zum 'heute' wert ,oder ???


Hallo Frank,

ich denke aus meinem Beitrag ist eindeutig hervorgegangen, dass es sich auf die Zeit bis 1953 bezog. Ein Zusammenhang zwischen den Vorgängen in der Sowjetunion und in der DDR ist wohl nicht von der Hand zu weisen.

Und wenn ich das Wort "Tschekist" erwähne, dann nur als Bindeglied für die damaligen Ereignisse in der Sowjetunion und in der DDR und weil hier im Forum noch nicht vor allzu langer Zeit das "Kundschafterlied" veröffentlicht wurde. Und das bedeutet für mich, dass ehemalige MfS-ler sich damit identifizieren. Diesen Stolz will ich keinem von ihnen nehmen.

60. Jahrestag der DDR... (2)

Aber genauso erwarte ich, dass ein Thema, das bis jetzt von allen in diesem thread sehr sensibel und nachdenklich behandelt wurde, durch solche Einwürfe von Dir zerhackt werden.LG von der grenzgaengerin





hier hat keiner vor irgend etwas zu 'zerhacken' !!!
aber mit "Unsern Mfs'ler" , habe ich da so meine probleme !!
erstens ist es abwertend zu betrachten , kommt auch so rüber und nur mal neben bei zur besseren verständigung : das ministerium für staatssicherheit war keine verbrecherorganisation !! das könnte ich im heute dann genauso von allen anderen geheimdiensten der welt behaupten , was ebenfalls nicht stimmt !!! wenn man sich dann auch noch rechtfertigt gewisse wörter nur als 'bindemitglied' für vorkommnisse in anderen ländern zu benützen ist das für mich sehr fraglich und zeugt von wenig sachverstand !!!



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#34

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 03.03.2013 00:41
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #31
Zitat von Eisenacher im Beitrag #30
@Schuddelkind
Der Artikel wurde 1990 von Jochen Hippler verfasst. Der Mann kommt aus Essen und will den DDR-Bürgern erklären, wie es in der DDR war? Da hätte er zumindest dort einige Zeit verbringen müssen. Nach Hörensagen solche Artikel verfassen, geht oft in die Hose.
http://www.jochenhippler.de/html/zur_person.html



Nun, das hier hat aber stattgefunden:
Der Naziüberfall auf die Zionskirche



Die Ereignisse vom 17. Oktober 1987 waren der erste Schritt zu einer neuen Qualität der Konfrontation. An diesem Tag gelangte die Zionskirche in Berlin Prenzlauer Berg erstmals zu unerwarteter Berühmtheit. Als gegen Ende eines Rockkonzerts in der Kirche eine große Gruppe Skinheads auftauchten, Naziparolen gröhlend auf Konzertbesucher einschlugen und im Umkreis der Kirche unbescholtene Passanten und Einwohner angriffen, war es plötzlich und unverhofft geschehen. Was staatlicherseits über Jahre hinweg durch Justiz und Polizei, durch Versuchung, Abwiegelei und durch harte Repression unter dem Deckel gehalten wurde war plötzlich nicht mehr zu halten gewesen. Anteil daran hatte auch die hartnäckige Öffentlichkeitsarbeit der Umwelt-Bibliothek, die eine Vertuschung durch die DDR-Oberen von vornherein verhinderte. Nun waren sie in aller Munde. Skinheads, Neaonazis, Faschos. Doch erst einmal versuchte man sich auf seiten der SED in Schadensbegrenzung. Nach einigen Tagen des Schweigens war dann auch in der DDR-Presse in kleinen Meldungen von einem Übergriff von Rowdys zu lesen.

Die Ostberliner Untergrundzeitschrift "Umweltblätter" berichteten in ihrer Ausgabe vom 1.September 1987 ausführlich über den Überfall. Darüber hinaus werden erstmal unabhängige Versuche zur antifaschistischen Selbstorganisierung in der DDR erwähnt:
"..Als die UmweltBibliothek im Sommer des Jahres in der im Bau befindlichen Zionskirche mit der Veranstaltung von Konzerten begann, konnte keiner die Folgen ahnen. Der Anspruch, nebenbei die Friedens? und Umweltproblematik breiten Schichten zu vermitteln, erwies sich als verfehlt, Stattdessen fühlten sich die Veranstalter in die Rolle gedrängt, das stete Defizit einer Jugendszene an Lebensgefühl und Rausch zu befriedigen. Erschreckend brach in die heile Aufklärungswelt der Öko-Paxer die irrationale Realität des Landes herein, zuletzt beim Überfall der neonazistischen Jugendsekte der Skins während des Konzerts am 17.Oktober (1987; d. Autor). Die Situation war grotesk. Die 3OO bis 400 am Ende des Konzerts noch gebliebenen Zuschauer 1ießen sich von 3O Glatzköpfen terrorisieren. Erst als eine kleine Anzahl von Entschlossenen massiv gegen die Skins vorging, verließen diese fluchtartig die Kirche. Um sich ihre Niederlage zu entschädigen "mischten" die Skins auf dem Rückweg den Schwulenstrich an der Schönhauser Allee "auf". (Die sind jedenfalls schön feige und wehren sich nicht ? warum eigentlich nicht?). Tatenlos stand auch die Besatzung von mehreren Polizeiwagen um die Zionskirche herum. Angeblich hatten sie keine Anweisungen, andere wollten "in so einen Haufen nicht reingehen." (...)
Der Widerstand gegen die Glatzköpfe ist vorerst vereinzelt und diskontinuierlich. Von der Polizei wurde die Bewegung seit Anfang an bagatellisiert. (...) Verurteilungen der Skins vor Gericht erfolgen in der Regel individuell, nicht wegen faschistischer Propaganda sondern wegen Körperverletzung oder Rowdytum, sodaß die Skins nach einem halben Jahr wieder in Freiheit sind. (...)
Fakten und Zahlen hin und her ? es bleibt der schale Beigeschmack der Provinzposse, der schlechten Immigration, des schlechten Theaters. Gewiß, es ist blutig ernst, aber zugleich in höchstem Grade lächerlich. Aber vielleicht ist gerade das das Gefährliche an diesem Neofaschismus. -r.1.- "
http://www.antifa-nazis-ddr.de/n/10019451.022.php


Ich habe 1987 in Berlin gewohnt. Das es auch in Berlin zu DDR-Zeiten ein paar Bekloppte gab, ist korrekt. Aus einigen wenigen Fällen eine Bewegung zu konstruieren, ist aber realitätsfremd. Den Schwulenstrich in der Schönhauser muß ich auch übersehen haben, obwohl das beim Schwarztaxifahren mein nächtliches Revier war. Echt komisch.
Es kann mir auch niemand erzählen, das die Polizei unterbesetzt war oder nicht eingeschritten ist. Die DDR war eine Mangelwirtschaft, aber du kannst es mir glauben: Polizisten gab es reichlich und die waren auch in kürzester Zeit, in der erforderlichen Menge vor Ort. Rummelsburg und Keibelstrasse waren regelmässig ausgebucht.


zuletzt bearbeitet 03.03.2013 00:43 | nach oben springen

#35

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 03.03.2013 00:43
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #17

Aber die stellten den Sozialismus vor den juedischen Glauben. Darum konnten sie in der DDR Karriere machen.


Hallo,
bescheibt das nicht die gesamte gesellschaftlich-politische Realität der DDR? Wessen Loyalität zum Staat unzweifelhaft war konnte privat fast allem anhängen, egal ob Jude, praktizierender Katholik im Eichsfeld, Nacktbaden, Vogelbeobachter, Kirchenorganist, Sorbenkulturschaffender, Tauchsportler, Segelflieger usw. usw..

Gruß



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#36

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 03.03.2013 00:51
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #34

Nun, das hier hat aber stattgefunden:
Der Naziüberfall auf die Zionskirche

Die Ereignisse vom 17. Oktober 1987 waren der erste Schritt zu einer neuen Qualität der Konfrontation. An diesem Tag gelangte die Zionskirche in Berlin Prenzlauer Berg erstmals zu unerwarteter Berühmtheit.




„Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.“

Auch wenn solche Glatzen angezeigt werden? Denunzieren ist auch Civilcourage zum Erhalt des Rechtsstaates und des Friedens!

Längst nicht immer Unterstützung von Büttel und Schergen eines Despoten!



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#37

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 03.03.2013 01:09
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #33
aber mit "Unsern Mfs'ler" , habe ich da so meine probleme !!



Hallo frank,

ich habe ganz bewußt "unsere MfS'ler" geschrieben. Und weißt Du warum? Weil zu meiner Geschichte und zur Geschichte des Landes in dem ich groß geworden bin, das MfS dazu gehört. Und es wird mich, als mehr oder weniger Betroffene bis zu meinem Lebensende begleiten. Es gehört einfach mit dazu.

Wir sollten endlich alle begreifen, dass es nach so vielen Jahren endlich Zeit ist, persönliche Befindlichkeiten hinter eine objektive Aufklärung von Sachverhalten zu stellen. Denn wir sind die Zeitzeugen, die mit der Zeit immer weniger werden. Und ich wehre mich dagegen, dass eine politisch gesteuerte medienwirksame Darstellung unserer Geschichte immer mehr Überhand gewinnt.

LG on der grenzgaengerin


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#38

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 03.03.2013 01:47
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #37
Zitat von frank im Beitrag #33
aber mit "Unsern Mfs'ler" , habe ich da so meine probleme !!



Hallo frank,

ich habe ganz bewußt "unsere MfS'ler" geschrieben. Und weißt Du warum? Weil zu meiner Geschichte und zur Geschichte des Landes in dem ich groß geworden bin, das MfS dazu gehört. Und es wird mich, als mehr oder weniger Betroffene bis zu meinem Lebensende begleiten. Es gehört einfach mit dazu.

Wir sollten endlich alle begreifen, dass es nach so vielen Jahren endlich Zeit ist, persönliche Befindlichkeiten hinter eine objektive Aufklärung von Sachverhalten zu stellen. Denn wir sind die Zeitzeugen, die mit der Zeit immer weniger werden. Und ich wehre mich dagegen, dass eine politisch gesteuerte medienwirksame Darstellung unserer Geschichte immer mehr Überhand gewinnt.
LG on der grenzgaengerin







wohl wahr ! eine äußerung die manche hier lesenden sich zweimal 'reinziehen' mögen !!! wehren muß man sich natürlich gegen solche verleumdungen und das mache ich natürlich auch in dem ich sag ja ich war mitarbeiter der 'STASI' , aber kein verbrecher, auch wenn die medien heute dies anders sehen möchten ! aber leider sind 'wir' nach über zwanzig jahren immer noch in 'vieler münde' obwohl es ja wirklich prisantere probleme in der jetzigen gesellschaft geben dürfte !!!



Micos hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 03.03.2013 08:32
von Polter (gelöscht)
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Ich erlaube mir mal einen interessanten Beitrag zum Thema: Juden in der DDR einzustellen.

" Etwas, das in der Darstellung der Problematik meist gar nicht beachtet wird,muss man auf alle Falle berucksichtigen:

In den 40 Jahren ihres Bestehens war die DDR durchaus differenziert zu betrachten.

Sehr viel hing uberdies von äußeren Umstanden ab, auf die sich das Land einstellenmusste. Das gilt auch fur die Haltung der DDR gegenuber „den Juden“. Nach der Befreiung 1945 standen die politischen Widerstandskampfer zunachst an erster Stelle der Beachtungsskala. Sie hatten sich bewusst und ohne Vorbehalte dem Kampf gegen den Faschismus gewidmet und warenbereit gewesen, selbst ihr Leben zu opfern.

Juden wurden als vom Faschismus Verfolgte anerkannt. Zwischen 1949 und 1959 gab es aus meiner Sicht eine gewisse Verdrangung des Problems. Seit Beginn der 60er Jahre naherte man sich dann den in der DDR lebenden Juden vorsichtig an. Ab 1970 war man bemuht, das Wirken in den Judischen Gemeinden zu unterstutzen, was dann nach 1985 besonders belebt wurde.

Charakteristisch war, das es in der DDR nur ein Kriterium dafur gab, wen man als Juden betrachtete. Man rechnete dazu lediglich die Mitglieder der Judischen Religionsgemeinschaft.

Alle anderen waren wie die ubrigen Menschen Burger der Deutschen Demokratischen Republik. Allerdings wurde bereits am 5. Oktober 1949, also unmittelbar vor der Staatsgrundung, das „Gesetz uber die Rechtsstellung der Verfolgten des Naziregimes“ beschlossen, das allen aus politischen oder rassischen Grunden Betroffenen eine besondere Betreuung garantierte. Dabei spielte die Tatsache, ob jemand zur Judischen



Religionsgemeinschaft gehorte oder nicht, keine Rolle.

In das Buch Mario Keslers „Die DDR und die Juden – Zwischen Repression und Toleranz“ wurden etliche Kurzbiographien judischer Burger aufgenommen, die eine politisch herausgehobene Funktion bekleideten.

Dabei mus unbedingt beachtet werden, dass Juden im Verhaltnis zur Gesamtbevolkerung der DDR nur eine verschwindende Minderheit darstellten. Bei Betrachtung der von Kesler angefuhrten Personlichkeiten ergibt sich folgendes Bild: 15 Juden waren Mitglieder des ZK der SED, zwei gehorten

dem Politburo an; drei Juden waren Minister oder stellvertretende Minister in der Regierung der DDR; 15 arbeiteten als Professoren in herausgehobener Position an Universitaten, einer davon als Rektor; zwei vertraten die DDR als Botschafter im Ausland; elf waren namhafte Journalisten, darunter Chefredakteure; funf bekannte Schriftsteller und zwei Schauspieler.

Zehn der erwahnten 64 haben die DDR im Laufe des vom Autor behandelten Zeitraums in Richtung BRD verlassen.

Noch ein Wort mehr zum Leben jener Juden, welche der Gemeinde angehorten. Es gab den Verband der Judischen Gemeinden in der DDR. Sein Vorsitzender war Helmut Aris, der in Dresden lebte. Insgesamt bestanden acht Gemeinden. Ihre Standorte waren Berlin, Dresden, Leipzig, Halle,

Erfurt, Magdeburg, Karl-Marx-Stadt und Schwerin.

Synagogen oder kleinere Bethauser gab es nicht nur in Halle, Karl-Marx-Stadt und Schwerin, sondern auch in den anderen erwahnten Stadten. Hervorzuheben ist die Tatsache, das wir in den Jahren der

Existenz der DDR vor diesen Einrichtungen niemals irgendwelchen Polizeischutz benotigten. Allerdings kam es zu Grabschandungen auf judischen Friedhofen.

Meistens wurden die Tater gefast und verurteilt.

Aus der Arbeit des Vorsitzenden der Judischen Gemeinde von Berlin ist mir folgendes bekannt: Er konnte an allen internationalen Tagungen, zu denen er eingeladen wurde, ungehindert teilnehmen

und unterhielt Kontakte zu vielen anderen Judischen Gemeinden in Europa. Nur jene in der BRD und in Berlin-West lehnten jegliche Beziehungen zu diesen „Kommunisten“

ab, obwohl kaum ein Gemeindemitglied der SED angehorte. Jeden Sabbat punktlich um 8 Uhr wurde im Deutschlandsender eine Sabbatfeier ubertragen, oft sang Nachama.

Solange unser Rabbiner, Herr Riesenburger, lebte, sprach dieser, spater trat Herr Aris an seine Stelle. Ein Gemeindeblatt erschien alle drei Monate. 1988 fand anlaslich des 50. Jahrestages des 9. November 1938 im Ephraim-Palais eine eindrucksvolle Ausstellung statt, in der die Verfolgung der Juden durch die Nazis in allen Einzelheiten dargestellt wurde. Samtliche Bucher, die zu dieser Thematik in der DDR erschienen waren, lagen dort aus. Auch die entsprechenden DEFA- und Fernseh-Filme fanden

Erwahnung.

1987 versuchte man, einen Rabbiner fur unsere Gemeinden aus den USA einzufuhren.

Leider interessierte sich Mr. Newman fur alles andere als fur die glaubigen Juden der DDR und ging bald wieder in die Vereinigten Staaten zuruck.

Vielleicht ware am Ende dieses Berichts noch zu erwahnen, das bemerkenswerterweise nicht wenige Juden, die in den 20er Jahren in Deutschland gelebt hatten, Kommunisten waren. Wenn diese der Vernichtung auf irgendeine Weise zu entgehen vermocht hatten und nach Deutschland zuruckkehrten, dann nur in die DDR. Sie zahlten indes nicht zu den Mitgliedern der Gemeinden. So lebten in der DDR etliche Juden, die nie als solche in Erscheinung traten und lediglich als anerkannte Verfolgte galten. Sie waren voll in die Gesellschaft integriert.

Brigitte Rothert-Tucholsky, Berlin

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#40

RE: Spitzel in der Synagoge - Juden in der DDR

in DDR Zeiten 03.03.2013 10:03
von Gelöschtes Mitglied
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@Polter, danke für diesen Beitrag.

@Frank, ich fühle mich durch die Aussagen von @grenzgängerin keinesfalls angegriffen, diskreditiert oder gar diffamiert. Ich habe mich in meiner Tätigkeit für die "Firma" auch mit dem Begriff "Tschekist" identifiziert und mir dabei den Leitspruch von Feliks Edumundowitsch Dzierzynski

"Tschekist sein kann nur ein Mensch mit kühlem Kopf, heißem Herzen und sauberen Händen."

in meiner Tätigkeit verinnerlicht. Aber nicht alles was glänzt, ist auch Gold und so war es auch mit unserem großem Vorbild, unserem Bruderorgan. Und davor sollte man auch nicht die Augen verschliessen. Gerade die Jahre des Wirkens eines Lawrenti Beria haben mehr Schatten, wie Licht auf das Wirken des NKWD nicht nur in der Sowjetunion geworfen.
Und ob das im Sinne eines Feliks Edmundowitsch war bezweifele ich sehr stark - nicht erst nachdem ich das Buch seiner Frau Zofia (eine Jugendfreundin von Rosa Luxemburg) "Jahre großer Kämpfe" gelesen habe.
Viele Verbrechen und Repressalien, die seitens der Tscheka, der GPU und des NKWD in der Sowjetunion zweifelsohne begangen wurden, werden bedauerlicherweise mit der Person und dem Namen dieses großen Revolutionärs verbunden. Auch hier mangelt es an einer differenzierten Sicht- und Betrachtungsweise auf die Person, ihres Wirkens und Handelns. Der Begriff Schild und Schwert wurde bereits unter der Führung der Tscheka durch Feliks Edmundowitsch nicht von allen Angehörigen im ursprünglichem Sinne verstanden und umgesetzt. Das belegen zahlreiche Aktionen und Aktivitäten. Für mich immer noch rätselhaft der plötzliche Tod von Feliks Edmundowitsch und dessen Umstände im Jahr 1926.
Auch wenn sein Denkmal am Lubjanka - Platz in Moskau entfernt wurde, so wird er immer für viele Menschen ein revolutionäres Vorbild bleiben - auch für mich.

Und nun sollte man wieder versuchen, auf die ursprüngliche Thematik zurück zu kehren.

Vierkrug


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.03.2013 16:46 | nach oben springen



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