#1

Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 10:27
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Hallo Forumer,

ich habe hier so vieles zu Schleusen, Schleusungen und den Sperrgebieten gelesen, leider wenig über den Norden.

Im Vorstellungsthread hatte ich ja von den "Spuren" in Schwanheide berichtet, unsere Familie kommt dort her, die Rückgabe ist schon lange abgewickelt, es bestehen dort hin auch normale Freundschaften.

Die dort lebenden Freunde berichteten u.A. dass es dort in der Waldstraße/ Verlängerung Richtung Leisterförde, Höhe ca. Mühlbachtal ein eingezäuntes Gelände mit einer Garage gab. Um die Garage einen geharkten Kontrollstreifen, wie den K 6. In etwa müsste die Schleuse dann im Gartenschläger Eck gewesen sein.

Oder gehörte das schon zur GK Leisterförde?

Man erzählte sich, dass dort Wartburgs und andere Fzge in der Garage verschwanden, des Nachts im Dunkeln diese Fzge wieder abfuhren. Oder am Tage abfuhren, wenn Nachts die Garage angefahren wurde. Es soll da wohl eine Betonröhre verbuddelt gewesen sein.

Waren die Kontrollbrücken über die Bahngleise ständig besetzt oder nur zu den Zeiten des Zugverkehrs? Also vor Zug + 30 min und nach Zug + 30 min

Eine weitere Frage: Wie war das mit Zuzugsgenehmigungen? Wenn dort jemand heiratete, konnte der Ehepartner ohne Probleme mit ins Sperrgebiet einziehen?

Der Bau eines Eigenheims im Sperrgebiet, war das ohne weiteres möglich?

Gab es für jeden der dort wohnenden die Sonderzulage 80 M, auch für die Kinder? Das wären ja bei 4 Personen 320 M gewesen oder gab es das nur einmalig pro Familie?

Wie wurde das mit den Arbeitskräften geregeltt? In der Waldstraße oder heute LWL4 gab und gibt es ja die damalige VEB Förderschneckenproduktion, heute heißen die ja Fördertechnik- Anlagenbau Schwanheide.

Es soll wohl von Boizenburg ein Ello Bus zum VEB gefahren sein, wie lief denn da die Kontrolle am Eingang zum Sperrgebiet ab? Der Kontrollpunkt war ja ungefähr auf der Hälfte der Strecke Gresse/ Schwanheide an der Kurve linke, von Gresse kommend.

Danke für eure Antworten.

Mfg Berlin


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#2

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 12:13
von Gelöschtes Mitglied
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Eine Menge an Fragen. Als Boizenburger kannte ich Schwanheide auch recht gut. Wir hatten die GÜST Schwanheide hier schon im einem Thread am Wickel.
Mein jüngster Bruder war Gakl auf der Kompanie in Zweedorf und wohnte in Schwanheide Neubaublock auf der linken Seite Waldstraße in Richtung Pipermoor/Mühlbachtal. Hatte zuvor auch nach Zweedorf hineingeheiratet.
Das Schleusungen im Bereich des Pipermoores stattgefunden haben sollen, davon habe ich auch erfahren. Aber ob es sich um das von dir benannte Objekt dabei handelt, weiß ich nicht. Aber es sind ja noch Leute hier präsent, die sich da besser auskennen.
Zuzüge in das 5-Kilometer-Sperrgebiet und in den 500-Meter-Schutzstreifen hat es gegeben aus dienstlichen, wie auch privaten Gründen.

Die Bewohner des 5-Kilometer-Sperrgebietes, wie auch des 500-Meter-Schutzstreifens hatten in ihren Personalausweisen auf der vorletzten Seite die Aufenthaltsgenehmigungen seitens Pass-und Meldewesen der Volkspolizei eingestempelt. Sie waren auch farblich unterschiedlich und mußten regelmäßig bei Pass-und Meldewesen der VP verlängert werden. Dann gab es noch die zeitlich befristeten Passierscheine und Aufenhaltsbescheinigungen.
Beschäftigte der Fliesenwerke und der Elbewerft Boizenburg, die nicht im Sperrgebiet (5-Kilometer- bzw. 500-Meter-Schutzstreifen) wohnten besaßen in der Regel Dauerpassierscheine, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe.
Die Fliesenwerke hatte u.a. einen 3-Schichtbetrieb und die Schichten waren nach den Einzugsgebieten benannt - also Zarrentiner Schicht, alle Orte von Zarrentin an der heutigen B 195 (F 195) nach Boizenburg-Bahnhof. Die Neuhauser Schicht - also alle Orte von Neuhaus an der heutigen B 195 (F195) nach Boizenburg-Bahnhof.
Letztendlich die Wittenburger/Caminer Schicht über die heutige B 5 (damals F 5) nach Boizenburg-Bahnhof.
Zwischen Zahrensdorf und Neu-Gülze befand sich der KP der VP zwecks Kontrollen Einreise in das 5-Kilometer-Sperrgebiet. Der KP für den 500-Meter-Schutzstreifen in Richtung Horst/Bickhusen befand sich an der B 5 (damals F 5) kurz vor Vier am Ortsausgang Boizenburg (Elbberg - Höhe der 12 Apostel).

Der von dir erwähnte KP zwischen Gresse und Schwanheide (ca. 4 Kilometer) befand sich in der Höhe von Heidekrug, glaube ich so in Erinnerung zu haben.
Die Kontrollen erfolgten seitens der VP und man kontrollierte ob die Berechtigungen für den Aufenthalt im 5-Kilometer-Sperrgebiet bzw. 500-Meter-Schutzstreifen vorlagen. Wenn nicht, dann hieß es aussteigen und zurück.


Die Sperrgebietszulage haben wir hier auch schon behandelt. Sie betrug monatlich 50,00 DDR-Mark und wurde an im Arbeitsprozeß Stehende gezahlt. D.h. mit Aufnahme der Lehre bestand dann auch der Anspruch auf diesen Sperrgebietszuschlag. Das Kinder dabei berücksdichtigt wurden, ist mir nicht bekannt.

Der erwähnte VEB Fördertechnik war in ganz frühen Jahren glaube ich, die MTS von Schwanheide. Dort bin ich auch das erste Mal auf einen Pionier geklettert.

Wenn wir nach Schwanheide fuhren, dann offiziell mit dem Zug - inoffiziell mit dem Fahrrad auf den Sandpisten und Waldwegen entlang der Eisenbahnstrecke zwischen Boizenburg und Schwanheide.

Soweit meine Erinnerungen

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 27.02.2013 15:09 | nach oben springen

#3

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 12:30
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Kleine Ergänzung noch Vierkrug siehe deinen nachstehenden Textauszug.

Der von dir erwähnte KP zwischen Gresse und Schwanheide (ca. 4 Kilometer) befand sich in der Höhe von Heidekrug, glaube ich so in Erinnerung zu haben.
Die Kontrollen erfolgten seitens der VP und man kontrollierte ob die Berechtigungen für den Aufenthalt im 5-Kilometer-Sperrgebiet bzw. 500-Meter-Schutzstreifen vorlagen. Wenn nicht, dann hieß es aussteigen und zurück...

Vorgenannter KP war zumindest Ende der 70er Jahre sehr selten besetzt hieß soviel wie, die Bude war zugeschlossen und die Schranke oben(Schranke....???, könnte auch so ein Zweiteiler gewesen sein). Woher ich das weiß? War 18 Monate in der Gegend "Wehrpflichtbewohner". Die Scheinwerferbrücke über die Gleise siehe Bahnhof Schwanheide war wohl auch recht selten besetzt, soweit ich mich zumindest erinnere.

Weit entfernt im Hinterkopf sind noch Hunde, die unter den Zügen durchliefen so wenn unsere Urlauber in der Nacht kamen.

Lebensläufer


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#4

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 12:43
von Gelöschtes Mitglied
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Stimmt der KP zwischen Gresse und Schwanheide war nur sporadisch besetzt und die Schlagbäume waren auch meistens oben.

Das mit den Hunden unter den Zügen in Schwanheide habe ich noch so in der Erinnerung. Bei den Brücken müßte ich .

Noch Ergänzend zu den Kontrollen auf der Bahnstrecke in Richtung Schwanheide. Ab Hagenow-Land erfolgten schon Vorkontrollen seitens der Trapo. Wer keine Aufenthaltsgenehmigung für das 5-Kilometer-Sperrgebiet hatte, der mußte dan spätestens den Personenzug in Kuhlenfeld verlassen und in Boizenburg mußten dann die aus dem Zug, die keine Berechtigung für den 500-Meter-Schutzstreifen hatten.

Das ist mir im meinem 1. Dienstjahr manchmal zum Verhängnis geworden. In Schwerin in den Zug und dann auch meistens eingepennt, da man ja schon jede Schwelle und Weiche fast persönlich kannte - auch die Angehörigen der Trapo. Wenn die dann sahen das man vor sich hindöste, dann kontrollierte sie auch nicht und so wurde ich oftmals erst in Schwanheide geweckt und fuhr dann mit dem nächstem Zug wieder zurück bis Boizenburg.

Vierkrug


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#5

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 15:30
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Hallo,

danke für eure Antworten.

Ich hatte schon einiges über Schwanheide und den Bahnhof gelesen, stimmt, da stand auch was von Hunden unter dem Zug.

Unsere Freunde sind da immer sehr schweigsam gewesen, irgendwann wurde das Thema dann auch nicht mehr erwähnt. In den Streifen durften wir ja sowieso im kleinen Grenzverkehr nicht.

Die gesamte Familie arbeitete und wohnte dort im Sperrgebiet, Oma auf der Bank im Bahnhof, Opa im Förderschneckenwerk, Sohn und Schwiegertochter auch.

Sohn und Schwiegertochter wohnten da auch im Block, Oma und Opa "hinten" in den Doppelhäusern der Waldstr. Der damalige Leiter der LPG (T) wohnte glaube ich in den quer stehenden Blocks, heißt wohl auch Waldstr? Oder war das der Bürgermeister? Ist 20 Jahre her.

Nach der Wende wurde als erstes Oma und Opa den Job los,Zwangsumtausc gab es nicht mehr, Oma ging dann Abends in Lanze in der Kneipe kochen, Opa war "über", zu alt eben.

Der Bus fuhr dann irgendwann auch nicht mehr, der Sohn war auch "über", suchte sich dann was in Büchen, irgend ´ne Lüftungsfirma.

Diese Vorkontrolle zwischen Zahrensdorf und Neu Gülze kann ich mich gar nicht mehr erinnern, gab es den Anfang bis Mitte der 80 ziger noch? Denn ich bin da auch noch Transit gefahren, ich meine, der erste Punkt war nach Boizenburg oben auf dem Berg, da wo jetzt Checkpoint Charlie ist.

Treff war immer in Zahrensdorf, da kamen dann auch die Freunde aus Schwanheide hin.

Kontakt hatte ich dann noch mit einem sehr fähigen Mann, den Namen habe ich vergessen, der die Leitung der LPG (P) übernommen hatte. Leider kam er im Herbst 91 oder 92 unter einen Gabelspapler und verstarb.

Mfg Berlin

Edit: Entschuldigung, ich meinte, ich hätte was von 80 M gelesen, es stand auch was von 50 M, kann aber sein, dass das mit den Zulagen der Strafgefangenen zu tun hatte und ich das verwechsele.


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zuletzt bearbeitet 27.02.2013 15:32 | nach oben springen

#6

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 15:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zahrensdorf an der Schaale gelegen, ein sehr schönes Dorf.
Treff war dann wohl die Gaststätte gegenüber der Schule bzw. dem Friedhof mit der bekannten Wehrkirche ???



Dann wurde der KP zwischen Zahrensdorf und Neu-Gülze wohl auch stillgelegt. Bis 1975 befand er sich noch dort.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 27.02.2013 16:53 | nach oben springen

#7

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 17:47
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Nee, Treff war zuhause, neben der Feuerwache oder 2 Häuser weiter, weiß ich nicht mehr so genau.

Nach Grenzöffnung waren wir mal in der Garage der FF drin, der Anhänger mit der Motorspritze war noch da, aber inzwischen fast leer. Man erzählte, dass der vom ZT zur Brandstelle gezogen wurde, es gab aber auch noch die Querstange zum Hand ziehen.

75, da dachte noch niemand unserer Familie daran, jemals wieder einen Fuß in den Osten zu setzen, weder im kleinen Grenzverkehr noch sonstiges.

War das ein Aufstand, als ich meinem Vater sagte, ich will übers WE nach Berlin, manman.....

Es war sehenswert und gleichzeitig erschütternd, wenn man an diese Fahrt zurück denkt, aber das ist ein anderes Thema.

Es wäre schön, wenn jemand noch was von der Schleuse weiß.

Ach, und mir fällt ein: Neben Oma und Opa in der hinteren Häuserreihe wohnte wohl ein MfS Mitarbeiter der Passkontrolle auf dem Bahnhof.

Und inzwischen hat sich sehr viel in Schwanheide verändert, sei es die Bahnunterführung, die Zuwegung nach Bröthen über Bauernend geht nicht mehr.

Fast unverändert ist Zweedorf, allerdings gibt es auch dort einige Neubauten und die Häuser erstrahlen wieder im neuen Glanz, viele Häuser sind wieder schön gemacht worden, überhaupt kein Vergleich zu der Wendezeit, alles grau in grau, die Farbe blätterte von den Fenstern ab.

Baumaterial schien es nicht zu geben, eine schwierige Zeit.

Nun ist die Fa Dörner (?) da zugange und baut Kies ab, hat eigene Straßen zum Abbau gebaut, die in der Nähe der Kompanie quer über den Zweedorfer Weg Richtung Nosdorf verläuft.

Dein Bruder müsste dann evtl. unsere Freunde kennen Vierkrug.

Mfg Berlin

Edit: Es gab da wohl auch die Möglichkeit, quer durch von Zahrensdorf nach Gresse und Schwanheide zu fahren? Es sollen da Russen gelegen haben?

Und eine Kompaniegebäude ist mir da nie aufgefallen, allerdings, ich bin mir nicht mehr sicher, es könnte ein Gebäude noch dort gestanden haben, dass nach Kontrollpunkt aussah. Dort blitzte die VP gern. Rechte Seite in Richtung Boizenburg.


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zuletzt bearbeitet 27.02.2013 17:53 | nach oben springen

#8

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 18:18
von Gelöschtes Mitglied
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Du kennst wohl auch jeden Schleichweg ??? Den Weg über den Zahrensdorfer Wald nach Schwartow und von dort über Gresse nach Schwanheide - bestens bekannt. Man konnte aber auch über die Gabelung im Wald dann über den Feldweg nach Gresse gelangen.
Da haben aber keine Russen gelegen !!! Das hätten wir auf unseren Streifzügen durch den Zahrensdorfer Wald schon mitbekommen.

Ja, in Schwanheide, wie auch in Zweedorf hat sich sehr viel getan und ich mußte an einigen Stellen zweimal hinschauen, um es wieder zu erkennen. Aber Zahrensdorf, wie auch Neu-Gülze waren schon zu DDR-Zeiten sehr schöne Dörfer. In Neu-Gülze gab es am Ortseingang von Boizenburg kommend gleich einen Konsum und auf der gegenüberliegenden Seite die Gärtnerei Schütt. In Zahrensdorf an der Schaale kurz hinter der Brücke B 5/F 5 eine schöne Angelstelle. Dersenow müßtest Du dann auch kennen. Bis dorthin ging es in Pilze und in die Himbeeren mit dem Fahrrad. Nicht ungefährlich bei dem damaligen Transitverkehr auf der F 5 zwischen Hamburg und Berlin. Die Autobahn 24 änderte das dann später.

Mitarbeiter des MfS (PKE) wohnten im dem von Dir beschriebenen Bereich in Schwanheide.

Der Kontrollpunkt zwischen Gresse und Schwanheide befand sich auf der Schwanheider Strasse in der Höhe Heidekrug. Das war keine Kompanie, lediglich ein kleines Kontrollhäus´chen. Wie auch zwischen Zahrensdorf und Neu-Gülze in Richtung Boizenburg auf der rechten Straßenseite der F 5 (heute B 5).

Hinsichtlich Schleusungen in Höhe Pipermoor hätte ich meinen Onkel befragen können, aber der ist verstorben. Um das Pipermoor brodelte ohnehin die Gerüchteküche.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 27.02.2013 18:22 | nach oben springen

#9

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 18:48
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Lach*

Ne, nicht jeden. Aber einige. Ich kenne auch die Dorfmüllkippe li im Wald, Richtung Nosdorf, dann links in den Wald. Wimre ein einzelnes, zerfallen und verlassenes, kleines Haus stand da, mit roten Ziegeln.

Hmm, Dein Bruder, könnte der noch was wissen?

Und unsere Freunde wmre sprachen da von Russen. Hmm, ich meine, dass der Kontrollpunkt nach Heidekrug war, eben da, wo auch der Wald rechts in Richtung Schwanheide ist, da macht die straße auch einen leichten Knick nach re.

Mfg Berlin


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zuletzt bearbeitet 27.02.2013 21:03 | nach oben springen

#10

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 19:01
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Ein Luftbeobachtungspunkt der Freunde war Ortsausgang Nostorf rechte Seite Richtung Horst ins Erdreich gegraben, getarnt mit Netzen in einer Baumgruppe. Fast jeden Tag begegnete man deren LKW...meistens einem Sil. Die sollen sogar da drin ne eigene Küche mit Küchenfrauen gehabt haben, habe ich später im Netz mal irgendwo gelesen?

Der "Sackiblock" in Schwanheide, Einer unserer Offiziere wohnte auch dort. Wenn also Einer dessen Namen wissen möchte...nur per PM und 5000.00Euro Vorkasse...halt Mensch,nicht gleich aufregen, das war des Rainers Humor.

Lebensläufer


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#11

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 19:04
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #9
Hmm, Dein Bruder, könnte der noch was wissen?
Hmm, ich meine, dass der Kontrollpunkt nach Heidekrug war, eben da, wo auch der Wald rechts in Richtung Schwanheide ist, da macht die straße auch einen leichten Knick nach re.

Mfg Berlin


Ich werde mal bei meinem Bruder an- bzw. nachfragen - der weiß bestimmt Einiges.

Bein KP will ich mich jetzt nicht festlegen, aus Richtung Gresse kommend hinter Heidekrug das stimmt.

Vierkrug


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#12

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 19:08
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lebensläufer im Beitrag #10

Der "Sackiblock" in Schwanheide, Einer unserer Offiziere wohnte auch dort. Wenn also Einer dessen Namen wissen möchte...nur per PM und 5000.00Euro Vorkasse...halt Mensch,nicht gleich aufregen, das war des Rainers Humor.
Lebensläufer


Lebensläufer, das bekommen wir doch im Dutzend billiger. Wir sind doch nicht auf dem Basar in Istanbul !!!

Ich weiß nicht ob er Russen im Zahrensdorfer Wald meint, oder die von Dir Beschriebenen.

Vierkrug


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.02.2013 21:02
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Zitat
Ich weiß nicht ob er Russen im Zahrensdorfer Wald meint, oder die von Dir Beschriebenen.



Häää?

Die Baumgruppe mit den Russen meinte ich nicht und die kannte ich auch nicht. Ich meinte schon die Russen im Wald bei Zahrensdorf bzw. im Wald Richtung Schwartow/ Gresse.

Der Müllplatz mit dem Haus war links im Wald, näher zur Bahn, so 300 m hinter der Kreuzung, li einen Feld/ Waldweg rein. Nach der Wende lagen da jede Menge Trabbi´s und Teile.

In nächster Zeit komme ich nicht nach Schwanheide, um Bilder zu machen, dass dauert noch 1, 2 Monate. Ich fahre da gern Rad, Auto (Womo) in Büchen Dorf an den Kanal, über Dalldorf nach Schwanheide und dann über Bröthen zurück, so um 25 km.

Und ich kenne die Ecke leider nur nach der Wende bzw. am dem 24.12.89, da wurde ja der Zwangsumtausch ausgesetzt bzw. ja auc´h der Zugang zum Sperrgebiet aufgehoben. So war ja auch der Zugang zum Elternhaus meines Vaters wieder möglich.

Auch da gibt es einiges nettes zu erzählen: Das Haus war vermietet, das Grundbuch in Hagenow nie verändert worden, nur ergänzt, wimre, Eigentümer in den Westen ausgereist oder ähnlich. Auf den Ländereien hatte die LPG dann gebaut. Grundeigentümer war die Erbengemeinschaft, Gebäudeeigentümer die LPG. Die Erbengemeinschaft konnte und wollte das Gebäude nicht kaufen, der LPG gings nicht anders mit dem Grund.

Mfg Berlin


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zuletzt bearbeitet 27.02.2013 22:13 | nach oben springen

#14

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.02.2013 07:10
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Irgendwo schrieb ich das schonmal sinngemäß Berlin, der geborene Westdeutsche ist hunderpro mit der "Bau und Vermieternuppelflasche" aufgewachsen. Siehe hat er ein bissel Geld wird gebaut, dann die Bude vermietet, zumindest der größte Teil davon, ins kleinste Zimmer zieht er selber ein.

Wir Ossis sind da irgendwie anders. Wir wohnen selber. Gottbehüte, wir lassen schonmal keinen rein, denn wir holen uns doch nicht die Krätze an den Hals mit Mietnomaden und sowas an schrägen Vögeln. Aber sieh den Text vom Rainer mit Humor. Wie verstehe ich jetzt deinen Vortext...mit dem Grundstücks und Gebäudedurcheinander? Habt ihr nun die Hütte zurück und wohnt da oder habt ihr sie typisch westdeutsch vermietet?

Ich habe noch Freunde in Boizenburg. Die meinten mal so sinngemäß:" Du glaubst garnicht, wer sich hier so alles einkauft aus uns westlicher Ecke von vormals hinterm ZaunI., Wahnsinn Rainer, hier isses so schön, sogar den Asylbewerbern (damalige Kompanie in Horst) gefällts hier wunderbar, gute Luft für deren Kinderlein, schwarzangeln an die Elbe gehen sie wohl auch, es ist eine Freude im schönen Norden."

Lebensläufer


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#15

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.02.2013 12:19
von Gelöschtes Mitglied
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@berlin3321, der KP in der Karte ist korrekt vermerkt.

Bei den Russen im Wald muß ich wirklich krampfhaft und noch mal meine Brüder konsultieren.

@Lebensläufer, meine Kontakte nach Boizenburg werden immer geringer. Habe zwar noch Schulfreuunde dort wohnen, aber ein Zusammentreffen ist mehr zufälliger Natur. Verwandschaft habe ich nicht mehr dort.
Einmal im Jahr fahre ich nach Boizenburg auf den VVN-Friedhof, um anläßlich des Todes - und Geburtstages meines Vaters dort einen Blumenstrauß nieder zu legen.
Auch Walter Herkner´s (Generalmajor a.D. und ehemaliger Chef der Politischen Hauptverwaltung der Grenztruppen und späterer Vorsitzender der Armeesportvereinigung "Vorwärts") Schwiegereltern sind dort beigesetzt.
Unser Wohnhaus im Stadtteil Boizenburg-Bahnhof haben inzwischen auch polnische Investoren aufgekauft und rekonstruiert. Ansonsten empfinde ich Boizenburg als eine sterbende Stadt - Überalterung. Mit der Schließung der Werft (obwohl die Auftragsbücher bis 2010 voll waren), hat man eine über 200-jährige Schiffbautradition liquidiert und die Fliesenwerke auch ein Traditionsbetrieb, ist auch nur noch ein Schatten ihrer selbst. Es blutet einem das Herz, wenn man das alles sieht. Da können auch bestimmte Farbtupfer nichts ändern. Die Jugend verläßt die Stadt und geht dorthin, wo noch Arbeit ist. Und mit dem Tourismus ist es so eine Sache.

Vierkrug


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#16

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.02.2013 14:45
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

@ Vierkrug: Sehe ich ganz genauso. Die traditionellen Gewerke machen dicht. Das kann das Einkaufszentrum Boizenburg- Bahnhof nicht auffangen, was da an Arbeitskräften in Scherz 4 geschickt wird.

@ Lebensläufer: Die Bude wurde zurück gegeben, die Mieter sind ausgezogen und mein Cousin bewohnt die Hütte, hat da wohl auch einiges umgebaut, die Tenne, etc. Der Kontakt ist null, Du weißt ja, wenn es ums erben und um Geld geht, hört die Freundschaft auf.

Ich allerdings habe verzichtet, hatte keine Lust, mich mit meiner Schwester zu streiten. Soll sie glücklich werden und sich meinetwegen ´ne neue Karre kaufen.

Was aus der Stallnummer geworden ist weiß ich nicht, der steht da noch, aber ist, glaube ich, leer.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 28.02.2013 15:33 | nach oben springen

#17

RE: Schwanheide, Sperrgebiet, Schleuse, etc, div. Fragen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.02.2013 18:46
von PF75 | 3.294 Beiträge

die Müllkuhle von Zweedorf durfte ich auch kennen lernen,da war bei gefechtsmäßiger grenzsicherung unserer zugstützpunkt
die kneipe in zweedorf war ja für uns leider tabu,mußten immer nach Schwanheide (obwohl das weiter war ).Ich hatte bloß mal das vergnügen mit unserem spieß hahin zu fahren um zigaretten für dir MHO zu kaufen,er hatte dann mitdem kneiper schön einen abgebissen und ich dufte wohl nen halben kasten Cola konsumieren.


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