#41

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 00:11
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Leben und Arbeiten in Kuba
Kuba ist ein faszinierendes Land, das in vielen Menschen den Wunsch weckt, hier zu leben und zu arbeiten.

Bevor Sie sich jedoch entschließen, Ihren Wohnsitz in Kuba zu nehmen bzw. sich für längere Zeit hier aufzuhalten, sollten Sie sich auf jeden Fall bei den kubanischen Behörden genaue Informationen über die Aufenthalts- und Arbeitsbestimmungen einholen.

In Kuba wird z.B. die Frage der Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen für Ausländer relativ strikt gehandhabt. Nach den derzeit geltenden Vorschriften dürfen sich Ausländer mit einer so genannten Touristenkarte bis zu maximal 60 Tagen im Land aufhalten.
Längerfristige Aufenthalte sind zweckgebunden, d.h. an Familienzusammenführung und Familienbesuche , Studien- oder Arbeitsaufenthalte (z.B. bei einer Tätigkeit für eine ausländische Firma). Für letztere wird ausserdem eine besondere Studien- bzw. Arbeitsgenehmigung verlangt

Ausländer in Kuba dürfen einer Erwerbstätigkeit nachgehen, sofern sie:
eine ständige Aufenthaltsgenehmigung besitzen. Eine Tätigkeit ist nur bei staatlichen Unternehmen bzw. Einrichtungen möglich. Die Bezahlung erfolgt in kubanischen nichtkonvertiblen Peso (Peso cubano) und beträgt in der Regel nicht mehr als umgerechnet durchschnittlich 10,- bis 20,- USD monatlich, von denen man gerade als Ausländer nicht leben kann.
eine befristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung besitzen und eine Entsendung durch eine ausländische Firma erfolgt ist.

Bitte beachten Sie! Ausländische Firmen und Organisationen können selbst keine Mitarbeiter einstellen. Diese werden durch eine zentrale kubanische Personalstelle vermittelt. Voraussetzung dafür ist, dass Sie eine ständige Aufenthaltsgenehmigung in Kuba haben

Neben der notwendigen Aufenthaltsgenehmigung besteht auch das Problem der Unterkunft.

Der Erwerb von Immobilien durch Ausländer (und auch Kubaner) ist nicht möglich. Die (ausschließlich) staatlichen kubanischen Immobilienunternehmen vermieten Wohnraum nur an Ausländer. Mit Mieten zwischen 1500,- und 3000,- USD/ Monat ist zu rechnen.

Kubaner dürfen Ausländer nur beherbergen, wenn sie dafür die notwendige staatliche Genehmigung (Lizenz zur Vermietung von Wohnraum an Ausländer) erhalten haben. Anderweitig können sie mit einer Strafe bis zu 1.500,00 konvertiblen kubanischen Peso CUC (1CUC =1 USD) bzw. sogar mit Enteignung des Wohnraums rechnen. Privatunterkünfte kann man ab ca. 25,- CUC/ Tag mieten.


Rechtsverbindliche Auskünfte dazu erteilt die

Botschaft der Republik Kuba
Stavanger Str. 20
10439 Berlin
Tel. 030/91611810
Fax. 030/9164553
E-Mail: embacuba(at)botschaft-kuba.de

http://www.havanna.diplo.de/Vertretung/h...__Arbeiten.html


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 00:13 | nach oben springen

#42

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 11:08
von 80er | 570 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #39

[...] OT: Ich fänds super wenn unsere Auswanderer mal einen Thread eröffnen würden und ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Warum nicht, wenn sich andere beteiligen und Du nicht die Einzige bist, die das interessiert?


Grenzverletzerin und Schuddelkind haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 12:15
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Kuba scheint eher ein Auswanderungsland zu sein, kein Einwanderungsland.
http://www.unhcr.org/pages/49e491436.html

Kennt jemand die Sitten dort, wie scharf deren Grenze bewacht wird oder hatte sogar mal mit deren Grenztruppen zu tun?


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 12:16 | nach oben springen

#44

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 14:43
von Gelöschtes Mitglied
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Die Schutz- und Sicherheitsorgane in Cuba sind ähnlich aufgebaut und strukturiert, wie in der ehemaligen DDR. Grenztruppen, wie wir sie kennen, gibt es im eigentlichem Sinn nicht. Auch nicht ein solches Grenzregime. Der Fluchtweg, den immer wieder einige Cubaner versuchen zu nutzen, ist der über die Strasse von Florida und im diesem Bereich konzentrieren sich auch die Sicherungsmaßnahmen zu Wasser, zu Luft und am Boden.



http://www.google.de/imgres?imgurl=http:...EPUBMAk&dur=569

Bis vor einigen Jahren wurden zur wasserseitigen Sicherung RS-Boote sowjetischer Produktion (OSA-Klasse) eingesetzt, die aber mittlerweile zum großem Teil vor Varadero als künstliche Riffe versenkt wurden.
Auch Cuba wird Fluchtversuche nicht ganz ausschliessen können, obwohl der Fluchtversuch über die Strasse von Florida fast schon einem Selbstmordkommando gleichkommt. Die meisten Fluchten erfolgen über die DomRep, wo auch Cubaner in der Tourismusbranche tätig sind, bzw. über Venezuela, wo tausende Cubaner vordergründig im medizinischem Bereich und im Bildungswesen Hilfe leisten. Die Zahl der Fluchtversuche, wie auch der Flüchtigen schreckt aber die cubanische Führung nicht auf, wie auch die kleinen, unbedeutenden Oppositionsgruppen, die es im Land gibt.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 14:45 | nach oben springen

#45

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 15:04
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Darf man sich da abends am Strand aufhalten (an der Nordwestküste Richtung USA) oder wird dort DDR-mäßig abends gesperrt? Und schießen die auf Flüchtlinge?

Die USA scheinen Kubaner auf See bis vor kurzem systematisch abgefangen zu haben, bevor sie US-Boden betreten konnten, was dann ihren Status als Flüchtling und ihre Einwanderungsanrechte entscheidend erhöht hätte. Wie wird das denn jetzt mit dem neuen Reiserecht gehandhabt? Rein kommt man wohl nur mit US-Visum. Ist damit jeder spätere Asylantrag ausgeschlossen?


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 15:12 | nach oben springen

#46

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 16:38
von Gelöschtes Mitglied
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Man kann sich abends am Strand aufhalten, auch in Gruppen und auch eine zünftige Grillparty abhalten. Da gibt es keine Einschränkungen. Mittlerweile kennen die cubanischen Sicherheitskräfte die sogeannten "Schleichwege" und wissen auch, wann und wo sie zuschnappen. Es gibt soetwas ähnliches wie die freiwilligen "Grenzhelfer" und das können die Gakl hier im Forum auch bestätigen, die Zusammenarbeit mit der Grenzbevölkerung war auch für ihren Dienst wichtig.

Wie es künftig mit Asylantrag und dem neuem Reiserecht gehandhabt wird, dass soll in weiteren Regelungen des neuen Reiserechts Mitte des Jahres geklärt werden.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 16:40 | nach oben springen

#47

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 16:56
von schnatterinchen (gelöscht)
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Muß ja nicht gleich den Haushalt auflösen. Überwintern würde doch schon mal reichen. Auch mit einer deutschen Durchschnittsrente lässt es sich dort sicher komfortabel leben.


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 16:58 | nach oben springen

#48

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 16:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #47
Muß ja nicht gleich den Haushalt auflösen. Überwintern würde doch schon mal reichen. Auch mit einer deutschen Durchschnittsrente läst es sich dort sicher komfortabel leben.


Schnattel, das siehst Du richtig !!! Ich kaufe mir auch keine Kuh, um ab und an mal ein Glas Milch zu trinken.

Vierkrug


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#49

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 17:25
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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So in 10 Jahren wollen meine Gute und ich uns auch absetzen, aber momentan nicht Kuba, zu kommunistisch
Uruguay wär ein Ziel, Klima bestens, Kosten sehr schlank, für uns top.
Ihr Lateinamerikakenner, ist das eine gute Option, oder besser Costa Rica oder doch Chile?


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 17:31 | nach oben springen

#50

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 17:56
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #45
(...)
Die USA scheinen Kubaner auf See bis vor kurzem systematisch abgefangen zu haben, bevor sie US-Boden betreten konnten, was dann ihren Status als Flüchtling und ihre Einwanderungsanrechte entscheidend erhöht hätte. Wie wird das denn jetzt mit dem neuen Reiserecht gehandhabt? Rein kommt man wohl nur mit US-Visum. Ist damit jeder spätere Asylantrag ausgeschlossen?


Das tun sie immer noch.
http://immigration.about.com/od/immigrat...t-Treatment.htm
Wer nicht festen amerikanischen Boden erreicht, wird zurückgeschickt; wer festen Boden erreicht, erhält Asyl, wenn er an Leiben und Leben bedroht ist. Diese Massnahme soll die Zahl der Toten vermindern, die auf See verunfallt sind (in Schlauchbooten oder anderen untauglichen Kleinschiffen).
Theo


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#51

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 23.02.2013 18:12
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #49
So in 10 Jahren wollen meine Gute und ich uns auch absetzen, aber momentan nicht Kuba, zu kommunistisch
Uruguay wär ein Ziel, Klima bestens, Kosten sehr schlank, für uns top.
Ihr Lateinamerikakenner, ist das eine gute Option, oder besser Costa Rica oder doch Chile?


Wenn es um Kosten geht, dann käme Paraguay auch in Betracht. Aber man sollte es sich wirklich gut überlegen. Ich würde wiederum Costa Rica favorisieren, schon wegen des Tauchens - Cocos-Islands. Jede Menge Großfisch - Hammerhaie, Mantas, Walhaie - Taucherherz, was willst du mehr.
Ein Leben bei den Uru´s ist nicht einfach, wie auch in Chile - das will wohl überlegt sein.

Vierkrug


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#52

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 09:15
von Gelöschtes Mitglied
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Da Chile hier auch erwähnt wurde. Nur eine Randbemerkung, die Chilenen sind die "Deutschen" Südamerikas !!! Nicht nur das viele Chilenen während der Pinochet-Diktatur in beiden Teilen Deutschlands Asyl gefunden hatten und inzwischen wieder zurückgekehrt sind (man merkt heute noch in Chile, wer in der DDR Asyl gefunden hatte und wer auf der anderen deutschen Seite).
Ihre ganze Mentalität weicht jedoch von der in anderen südamerikanischen Staaten gewaltig ab.

Vierkrug


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#53

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 09:22
von Pit 59 | 10.142 Beiträge

Ein Leben bei den Uru´s ist nicht einfach, wie auch in Chile - das will wohl überlegt sein.@Vierkrug

Das bestätigt wieder einmal das Honecker nicht Überlegen konnte.


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#54

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 09:29
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #53
Ein Leben bei den Uru´s ist nicht einfach, wie auch in Chile - das will wohl überlegt sein.@Vierkrug

Das bestätigt wieder einmal das Honecker nicht Überlegen konnte.


Er vielleicht nicht, aber Margot schon und der geht es in Santiago de Chile nicht schlecht, auch wenn sie über Höhe der Rente aus Deutschland ihren Unmut bei einer Reportage ausgelassen hat.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 24.02.2013 09:30 | nach oben springen

#55

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 09:39
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #53
Ein Leben bei den Uru´s ist nicht einfach, wie auch in Chile - das will wohl überlegt sein.@Vierkrug

Das bestätigt wieder einmal das Honecker nicht Überlegen konnte.


Nur zur Info.

M.Honecker und E.H. gingen nach Chile, weil dort ihre Tochter lebte, inkl. Familie.
Auch wussten viele Chilenen, dass die DDR ihnen nach den Putsch gegen Allende mal geholfen hatte.


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#56

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 09:41
von Pit 59 | 10.142 Beiträge

M.Honecker und E.H. gingen nach Chile, weil dort ihre Tochter lebte, inkl. Familie.@Alfred

Ja Alfred ist doch bekannt,aber Interessant wäre,wo hätten die denn noch hin gekonnt ?


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#57

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 10:01
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #56
M.Honecker und E.H. gingen nach Chile, weil dort ihre Tochter lebte, inkl. Familie.@Alfred

Ja Alfred ist doch bekannt,aber Interessant wäre,wo hätten die denn noch hin gekonnt ?

vielleicht nach Kuba?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#58

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 10:26
von Gelöschtes Mitglied
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Cuba hätte sie ohne weiteres auch aufgenommen. Aber es ist so wie Alfred es schon darlegte. Tochter Sonja lebte bereits mit Familie in Chile (ist inzwischen auch geschieden).
In einigen mittel- und südamerikanischen Ländern hat man die solidarische Hilfe der DDR bis heute nicht vergessen. Ob es nun Chile und Nicaragua im konkretem Fall oder die FSLN in El Salvador betrifft.

Vierkrug


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#59

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 12:58
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #52
Da Chile hier auch erwähnt wurde. Nur eine Randbemerkung, die Chilenen sind die "Deutschen" Südamerikas !!!

Vierkrug


Ja mit Pickelhelm, Pferden und so. Da komm Freude auf (also der Pickelhelm nicht auf den Pferden natürlich)


Theo


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#60

RE: Kuba-auswandern dorthin?

in Das Ende der DDR 24.02.2013 13:07
von jecki09 | 422 Beiträge

Eine gute Wendung (Links-um) in der Bewegung


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