#41

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 20:06
von arno1990 | 9 Beiträge

Ich denke doch mal, das jeder stolz auf sein Land ist, in welchem er aufgewachsen ist. Mir geht es jedenfalls so, auch wenn mein Heimatland nicht mehr existiert. Die Erinnerungen an die schönen und natürlich auch die weniger schönen Zeiten werden stets da sein.Warum auch nicht?
Geboren und aufgewachsen in der DDR..


frank und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#42

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 20:10
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Ich bin schon stolz drauf, meine Schulbildung und Berufsausbildung in einem System genossen zu haben, dem die Bildung und Schaffung von Fertigkeiten bei der Jugend noch etwas wert war.
Wenn ich heute das Rumgeseiere höre von wegen Fachkräftemangel, platzt mir der Hals! Guck Dir heute mal die Schulen und Berufsschulen an und hinterfrage deine Kinder. Sie werden Dir erzählen von ersatzlosem Ausfall von Stunden und desinteressierten Lehrkräften.
Mit der Erfahrung beider Systeme wundere ich mich nicht über den Zustand in der Wirtschaft, heute regieren Dummschwätzer und Fachidioten deinen Arbeitsplatz. Kompetenzen? Fehlanzeige!
Ein Bildungsauftrag? Weit entfernt davon!

Mit dem heutigen Wissen hätte ich mir damals wohl schwer überlegt, Nachwuchs in die Welt zu setzen...wie übrigens ein großer Teil der etwas weiter denkenden Menschen.
Spricht nicht grade für das System, nicht....?!

BTW @Harra

Was mußtest Du denn persönlich für Ungerechtigkeiten ertragen um zu Deinem "Unrechtsstaat" zu kommen?

Gruß SEG15D



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#43

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 20:23
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Harra318 im Beitrag #40
Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein bin ich auf gar keinen Fall. Es ist genauso von meinen Standpunkt betrachtet wie@ Ratata es beschreibt. Wie viele, nicht nur hier im Forum mussten ihre Macht und damit auch ihr gutes Leben aufgeben. Die damals" Älteren" haben vielleicht noch ganz gut die Kurve bekommen, ich meinte zur Wendezeit(Vorruhestand, Rente). Die so genannten Verlierer des kommunistischen Systems sind diejenigen die den Absprung nicht geschafft haben und heute noch für einige Jahre der Arbeit nachgehen müssen(ich hoffe für wenig Lohn, wie ich es gehabt habe), mir tut nur das werktätige Volk leid in der ehemaligen DDR die durch ihre „normale“ Schulbildung keine Anforderungen an den Arbeitgeber stellen können und somit auf die Gutmüdigkeit der Tarifparteien angewiesen sind, sofern der Arbeitgeber (noch) dem AGV angeschlossen ist .

Auf was soll man auch stolz sein wie so ein Unrechtsstaat, DDR. Wie ich in einem Beitrag gelesen habe war die Ausbildung in der DDR kostenlos. Ich kann mich nicht erinnern das ich mich bis jetzt an der Ausbildung meines Sohnes finanziell beteiligen musste. Es war ja nun auch nicht in der DDR der Durchschnitt, dass jeder zweite studiert hat.
Harra 318



Und täglich grüßt das Murmeltier. Diese Platte ist nach 23 Jahren schon so abgedroschen, das man sie, die Platte, endlich entsorgen sollte !!!

Vierkrug


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#44

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 20:55
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Tja lieber@ Vierkrug, du hast ja nun auf dieser Plattform genug Sympathisanten deines Bewusstseins getroffen und bist hier wie zuhause. Ich dagegen habe nur meine Meinung zu diesem Thema geschrieben. Du schreibst doch auch deine Ansichten zu den jeweiligen Themen, äußere ich mich jedes Mal, zu deiner Auffassung? Ob es nun in dein Klischee passt oder nicht, es ist nun mal meine Meinung. Dafür leben wir heute in einer Demokratie.
PS. Du sprichst ja auch ständig im Memory ()

Gruß @ Harra 318


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#45

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 21:08
von Gelöschtes Mitglied
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Siehste, da sind wir mal einer Meinung.

Ebenfalls Gruß und einen schönen Abend
Vierkrug


zuletzt bearbeitet 23.02.2013 21:09 | nach oben springen

#46

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 21:24
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

Ich bin der Meinung das man nur auf Dinge stolz sein kann die man selber geschafft hat, an die man persönlich einen Anteil hat.
Der Ort meiner Geburt gehört nicht dazu,ebenso wenig wie die Nationalität, dafür kann ich nichts, das war reiner Zufall. Es ist für mich eben so unsinnig zu sagen ich wäre stolz ein Deutscher zu sein wie zu sagen ich bin stolz ein DDR-Bürger (gewesen) zu sein. Da könnte ich genau so stolz auf das heutige wetter zu sein, oder das es draussen dunkel wird. Das alles erfüllt mich nicht mit Stolz. Ich bin aber beispielsweise Stolz darauf das ich mich als über Vierzigjähriger noch einmal auf die Schulbank gesetzt habe und einen weiteren Beruf erlernt habe. Und dabei in der Berufsschule als Bester ausgezeichnet zu werden mit einem Notendurchschnitt von 1,0 das sind Dinge die mich stolz machen denn das konnte ich selbst beeinflussen.

Andreas


http://kaube-blog.de/


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#47

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 22:26
von Kimble | 397 Beiträge

Ja, ich war auch einmal in meinen Leben mächtig stolz darauf, ein DDR- Bürger gewesen zu sein.
Ich weiß sogar noch das Datum, das war am 15.8.1985.

Tschuldigung, den konnte ich mir nicht verkneifen.

Ich bin auch auf gar keinen Fall stolz darauf.
Abgesehen davon war es doch nur einem biologisch/ geographischer Zufall zu verdanken.
Der biologische Anteil ist Zufall. Und der geographische war von 1961 bis 1989 nur schwer zu korrigieren.

Ich bin mehr so ein bischen dankbar, für einen soliden Grundstock den man von der Schule mit auf den Weg bekam.
Dankbar auch ,für die notgedrungen erlernte Kunst des Improvisierens. Davon provitiere ich heute noch im Beruf.

Das ganze rote Zeug's in der Schule gehört ausdrücklich für mich nicht dazu.
Das war reine Zeitverschwendung, kann man dafür eigentlich eine Entschädigung beantragen ?


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
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#48

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 23:11
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Ecki im Beitrag #1
Meine lieben,

wenn man der Statistik Glauben schenken darf

http://www.stern.de/politik/deutschland/...en-1517047.html

waren weniger als 5 % der DDR-Bürger in irgendeiner Form Mitarbeiter der STASI. Oder vereinfacht gesagt: Mehr als 95 % der DDR-Bürger waren nicht in irgendeiner Form Mitarbeiter der STASI. Gut, das einfach mal in Zahlen zu sehen!

Zu den letzteren gehöre ich (damit will ich aber überhaupt nicht sagen, dass die offiziellen und inoffiziellen Mitarbeiter der STASI durch Bausch und Bogen zu verurteilen sind, hier sind aus meiner Sicht die Einzelfälle zu prüfen).

Nun gut. Als ein derartiger ehemaliger DDR-Bürger bin ich stolz, ein solcher gewesen zu sein, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Habe ich eine Ausbildung (ohne Kosten) genießen dürfen, die sich auch heute noch bestens bewährt. Da meine Eltern damals den heute als "bildungsfern" gekennzeichneten Schichten angehörten wäre das wohl so in der alten BRD nicht möglich gewesen. Einspruch!

2. Waren wir DDR-Bürger infolge der materiellen Mängel gezwungen und in der Lage, auch missliche Situationen zu meistern. Das kann ich auch heute noch. Wo ein "Alt-Wessi" über die kaputte Schraube in einem Bauteil resigniert weiß ich mir wohl zu helfen. Im Einzelnen mag das stimmen, ansonsten aber > Einspruch

3. Haben wir DDR-Bürger zwei Gesellschaftssysteme erlebt und wissen das heutige Geschehen aus diesem erweiterten Blickwinkel zu werten und die entsprechenden Schlussfolgerungen zu ziehen. Das kann ein "Wessi" nicht, wofür er aber wiederum auch nichts kann.

Das ist ein ganz klasse Satz! Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Was die permanente Auseinandersetzung mit "System" angeht, Vergleichsmöglichkeiten zweier Systeme usw. da habt ihr uns ganz viel voraus.


4. Haben wir, als die Kacke am Dampfen war, revolutioniert. Diese Erfahrung hat kein "Wessi" gemacht.
Richtig! Da könnt ihr sehr zu Recht stolz drauf sein!
Wir waren übrigens auch stolz auf euch! Leider wird über sowas viel zu wenig geredet.


(Übrigens: vor kurzem war ich in der Eifel ganz allein unter "Wessis" in einer kleinen Bierstube. Schon bei der Bierbestellung fiel ich durch meinen sächsischen Dialekt auf, wodurch eine Distanz entstand. Die "Wessis" schimpften ganz sehr über die Politik, über die Preiserhöhungen, über die Politiker, über ihr Nichtgehörtwerden usw. usf.. Da habe ich gesagt "Diese Probleme hatten wir in der DDR auch. Und da haben wir revolutioniert". Da guckten die "Wessis" ganz ehrfürchtig und fortan war das Verhältnis ein herzliches und ich bekam ein Freibier nach dem anderen).
Diese Geschichte ist klasse!

Liebe Grüße

Ecki




Hallo Ecki,

du hast mir ein bisschen ein Thema "weg geschnappt", hab meins jetzt extra mal zurück gehalten, damit da keine Konkurrenz entsteht. Werde dann vielleicht den Schwerpunkt anders setzen, mal sehen.

Jedenfalls hast du da ein Superthema aufgemacht - sagt die Wessi :-)


Herzlichen Gruß!
Barbara







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#49

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 23:18
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von Ameisenferdinand im Beitrag #46
Ich bin der Meinung das man nur auf Dinge stolz sein kann die man selber geschafft hat, an die man persönlich einen Anteil hat. Der Ort meiner Geburt gehört nicht dazu,ebenso wenig wie die Nationalität, dafür kann ich nichts, das war reiner Zufall. Es ist für mich eben so unsinnig zu sagen ich wäre stolz ein Deutscher zu sein wie zu sagen ich bin stolz ein DDR-Bürger (gewesen) zu sein. Da könnte ich genau so stolz auf das heutige wetter zu sein, oder das es draussen dunkel wird. Das alles erfüllt mich nicht mit Stolz. Ich bin aber beispielsweise Stolz darauf das ich mich als über Vierzigjähriger noch einmal auf die Schulbank gesetzt habe und einen weiteren Beruf erlernt habe. Und dabei in der Berufsschule als Bester ausgezeichnet zu werden mit einem Notendurchschnitt von 1,0 das sind Dinge die mich stolz machen denn das konnte ich selbst beeinflussen.

Andreas


Da stimme ich Dir zu Andreas-Hinzufügen möchte ich nur,ich kann Stolz sein in dem Land in dem ich aufgewachsen bin-was persönlich für mich erreicht zu haben.Ich kann Stolz sein auf die Arbeit,die ich geleistet habe.Dazu möchte ich mal ein Beispiel anfügen.Wenn ein Schiff von Stapel lief,also zu Wasser gelassen wurde.Dann konnte ich für meine Person sagen--darauf kannste Stolz sein,da steckt deine Arbeit mit drin.Und so glaube ich,kann jeder so seine Beispiele bringen,worauf er Stolz ist oder war.Stolz muss man aber nicht unbedingt sein auf die Politik eines Landes in dem man gelebt hat.Und das trifft heute für das wiedervereinigte Deutschland genauso zu.Aber letzentlich entscheidet jeder für sich alleine,worauf er Stolz ist. Gruß Rostocker


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 23.02.2013 23:45
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #39
Hallo Gert,

es tut mir leid, Dir das schreiben zu müssen, aber du bist einwenig deutschlandblind . Die Hinterlassenschaft des MfS entwickelt sich langsam zur 5. Macht in Staate. Da werden die vermeintlichen Stasiakten von den von wem auch immer gessteuerten Medien, einerseits zur Diskreditisierung von ungeliebten Politikern eingesetzt, anderseits gibt es ein großes Schweigegelübde eben dieser Medien, wenn es um die Vergangenheit bzw. Wirken anderer Politiker geht, die maßgeblich die Politik der letzten 24 Jahren bestimmten. Dem Bürger in Ost und West stinkt das mächtig. Dabei spielt es keine Rolle wie besagte Akten entstanden sind, auch nicht das es Ostdeutsche sind, die das zu verantworten haben, sondern wie HEUTE bundesdeutsche Politiker und Medien damit umgehen.

LG von der grenzgaengerin




Es muss dir gar nichts leid tun Grenzgängerin, ich bin Kummer gewohnt. Ich bin nämlich schon in den 50ern in der DDR abgehärtet worden. Die DDR hat sich ihre Gegner selbst herangezogen und ich bin einer von denen. Ich habe viel Ohnmacht dort gespürt. Daher sage ich, man kann gar nicht genug von all dem Dreck, den die Stasi hinterlassen hat, an die Öffentlichkeit zerren. Das muss aufgearbeitet werden. Herr Knabe macht eine vorzügliche Arbeit und ich bin froh, dass in diesem Fall Steuergeld so gut angelegt wird. Das hätten die Herren sich in ihren kühnsten Träumen nicht gedacht, dass das alles mal ans Tageslicht kommt. Deswegen sind sie auch immer so schlecht gelaunt, wenn über diese Themen gesprochen wird. Kann ich ja sogar in gewisser Weise verstehen. In der westdeutschen Öffentlichkeit interessiert das sowieso keinen. Wo das deiner Meinung nach eine Macht sein soll, kann ich nicht so recht erkennen. Das müsstest du mir mal erklären, wie du das meinst. Und komme mir bitte nicht wieder mit Siegerjustiz, nach meiner Kenntnis sind sämtliche Prozesse wegen Unrechtshandlungen nach den §§ der DDR Strafprozessordnung verhandelt worden, abgesehen davon dass es im Prozess des Beitrittes der neuen Länder keine Sieger und Besiegten gab, sondern Verträge von demokratisch gewählten Regierungen, also im Auftrag des Volkes.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
vogtlaenderjoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#51

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 24.02.2013 00:10
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #50
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #39
Hallo Gert,

es tut mir leid, Dir das schreiben zu müssen, aber du bist einwenig deutschlandblind . Die Hinterlassenschaft des MfS entwickelt sich langsam zur 5. Macht in Staate. Da werden die vermeintlichen Stasiakten von den von wem auch immer gessteuerten Medien, einerseits zur Diskreditisierung von ungeliebten Politikern eingesetzt, anderseits gibt es ein großes Schweigegelübde eben dieser Medien, wenn es um die Vergangenheit bzw. Wirken anderer Politiker geht, die maßgeblich die Politik der letzten 24 Jahren bestimmten. Dem Bürger in Ost und West stinkt das mächtig. Dabei spielt es keine Rolle wie besagte Akten entstanden sind, auch nicht das es Ostdeutsche sind, die das zu verantworten haben, sondern wie HEUTE bundesdeutsche Politiker und Medien damit umgehen.

LG von der grenzgaengerin




Es muss dir gar nichts leid tun Grenzgängerin, ich bin Kummer gewohnt. Ich bin nämlich schon in den 50ern in der DDR abgehärtet worden. Die DDR hat sich ihre Gegner selbst herangezogen und ich bin einer von denen. Ich habe viel Ohnmacht dort gespürt. Daher sage ich, man kann gar nicht genug von all dem Dreck, den die Stasi hinterlassen hat, an die Öffentlichkeit zerren. Das muss aufgearbeitet werden. Herr Knabe macht eine vorzügliche Arbeit und ich bin froh, dass in diesem Fall Steuergeld so gut angelegt wird. Das hätten die Herren sich in ihren kühnsten Träumen nicht gedacht, dass das alles mal ans Tageslicht kommt. Deswegen sind sie auch immer so schlecht gelaunt, wenn über diese Themen gesprochen wird. Kann ich ja sogar in gewisser Weise verstehen. In der westdeutschen Öffentlichkeit interessiert das sowieso keinen. Wo das deiner Meinung nach eine Macht sein soll, kann ich nicht so recht erkennen. Das müsstest du mir mal erklären, wie du das meinst. Und komme mir bitte nicht wieder mit Siegerjustiz, nach meiner Kenntnis sind sämtliche Prozesse wegen Unrechtshandlungen nach den §§ der DDR Strafprozessordnung verhandelt worden, abgesehen davon dass es im Prozess des Beitrittes der neuen Länder keine Sieger und Besiegten gab, sondern Verträge von demokratisch gewählten Regierungen, also im Auftrag des Volkes.





Ach Gert,

ich weiß auch nicht warum mich Dein Aufschrei nach der Stasi nicht vom Hocker reißt. Wahrscheinlich liegt es daran, daß ich selbst ein
zu kleines Rad in der Geschichte gewesen bin..so wie auch mindestens 90 Prozent aller anderen DDR-Bürger...
Ich kann auch gar nichts mit meiner (so vorhandenen) Stasi-Akte anfangen nach all den Jahren...
Bei solch einer Diskussionsvorlage frage ich mich immer: Was hat der Schreiber alles persönlich erleiden müssen,um soviele Jahre danach
zu solchen Sätzen zukommen....
Ich versuche wirklich, viel nachzuvollziehen aber manchmal fehlt mir scheinbar die Phantasie.
SEG15D



Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#52

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 24.02.2013 01:01
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Gert im Beitrag #50


Herr Knabe macht eine vorzügliche Arbeit ... Und komme mir bitte nicht wieder mit Siegerjustiz...




Hallo Gert,

Wer so hasst wie Du, muss sehr geliebt haben. Ich hatte es auch nicht einfach gehabt, aber trotzdem versuche ich ein wenig Einfühlungsvermögen aufzubringen mit den Menschen, die auf der "anderen Seite" standen. Denn nur so kann man verstehen, was die über 2.000 Foristen an persönlichen erfahrungen und Erlebnissen hier einbringen.

Und ich komme jetzt nicht mit der Siegerjustiz, sondern mit Fakten. Du meinst bestimmt Hernn Jahn, den aktuellen Chef der BStU. Dieser Herr Jahn hat in besagter Behörde die Abteilung Bildung und Forschung gut im Griff, denn sonst würden die wissenschaftlichen Mitarbeiter nicht zu folgendem Ergebnis kommen:

"DDR gleich Stasi - zu diesem undifferenzierten Bild hätte allerdings auch die DDR-Forschung der frühen 90er-Jahre selbst beigetragen, betonen einige Wissenschaftler der Stasi-Unterlagen-Behörde. Dass die Stasi nicht alle Fäden in der Hand hielt, müsse sich in der öffentlichen Wahrnehmung heute noch durchsetzen. Zu wenig ist immer noch bekannt über den eigentlichen Auftraggeber der geheimdienstlichen und -polizeilichen Tätigkeiten: über die Sozialistische Einheitspartei SED. Zu bequem oder sogar politisch gewollt sei es bislang gewesen, so die Experten, die IM, die Inoffiziellen Mitarbeiter, in den Mittelpunkt zu rücken und ihnen die Schuld für die menschenverachtende Kontrolle und Sanktionen in der DDR in die Schuhe zu schieben."

"Letztendlich erhoffen wir uns damit auch Neues oder einen Beitrag dazu zu leisten, andere Perspektiven auf Staat und Gesellschaft der DDR zu entwickeln. Weil das natürlich etwas anderes wäre, als wenn man immer nur über die Stasi redet. Und alles, was mit Repression, Unterdrückung und Denunziation zu tun hat, nur immer mit der Staatssicherheit in Verbindung bringt. Wenn man das aufbricht und praktisch die Vielfalt zeigt, dann entstehen andere Gesellschaftsbilder, und zugleich entstehen dann natürlich auch andere Bilder, wie man sich wehren konnte, wie man sich abducken konnte, wie man nicht mitmachen konnte - aber eben auch, wie man mitgemacht hat."

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1910047/

In der Zwischnezeit ist auch ein Buch erschienen von Herrn Kowalczuk "Stasi konkret: Überwachung und Repression in der DDR" http://www.amazon.de/Stasi-konkret-%C3%9...R/dp/3406638384

Im Spiegel steht dazu

"Einige Wissenschaftler seien der Versuchung erlegen, sich "mit überzogenen Thesen ins Rampenlicht zu stellen", argumentiert Kowalczuk. Jede abwägende Haltung hingegen setze sich zwangsläufig dem Verdacht aus, die Stasi zu verharmlosen. Kenner wissen, wem der Vorwurf des Autors gilt: Experten wie dem BStU-Forscher Helmut Müller-Enbergs oder Stasi-Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe, die beide seit Jahren mit scharfen Thesen ehemalige Stasi-Leute attackieren. Mit ihnen sucht Kowalczuk nun den offenen Konflikt. "

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...n-a-884493.html

Da schliesst sich der Kreis und sind bei dem von dir erwähnten Herrn Knabe angekommen.

Ich persönlich habe mittlerweile ein ebenso differenziertes Bild. Das war vor 2 Jahren noch anders, als ich mich hier im Forum angemeldet habe, nicht zuletzt auch durch die vielen Beiträge in diesem Forum. Ich teile nicht alle Ansichten der ehemaligen Mitglieder der verschiedenen "Organe", die hier vertreten sind. Damit muss ich leben. Es schadet mir aber nicht. Und das ich diese Einstellung gefunden habe, darauf bin ich stolz.

LG von der grenzgaengerin


DoreHolm und jecki09 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 24.02.2013 01:16
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Zitat
Wer so hasst wie Du, muss sehr geliebt haben



Wow - so viel Poesie!

Ich glaub der Hass (ich nenne es Unmut) von Gert liegt eher darin begründet, das er so viel "Ungemach und Ungewissheit" auf sich genommen hat um sich seinen Traum zu verwirklichen. Und auf einmal sind jede Menge (Leute) da welche auch an "seinem Traum" Teilhaber sind und das eigentlich gar nicht wollten. Und Er (Gert) mag es gar nicht glauben, die sind noch nicht einmal dankbar. Die maulen, weil es Ihr Traum nicht war.


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.02.2013 01:18 | nach oben springen

#54

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 24.02.2013 05:31
von schulzi | 1.756 Beiträge

stolz ja den die ddr war mein vaterland,aber auch stolz auf mich.kurze beispiele da ich ein spätzünder bin habe ich die schule mit der 7. klasse verlassen müssen und teilschlosser gelehnt ich tat dann das was viele machten setzte mich drei jahre in der VHS auf die schulbank und machte unter grosser mühe und fleiss die 8.klasse nach so war es für mich ein sieg als ich 1974 das zeugnis für die 8.klasse erhielt.nach der armee wurde ich dann zum facharbeiterlehrgang geschickt den ich mit der note 2 (gut) abschloss und dann montagegruppenleiter wurde.es sind die kleinen erfolge die einen stolz machen und nicht das grosse ganze. so kannte ich in unseren betrieb keinen der abgelehnt wurde weil man sich weiter qualifizieren wollte es klappte fast immer sprich nicht in diesen dann im nächsten jahr


zuletzt bearbeitet 24.02.2013 05:33 | nach oben springen

#55

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 24.02.2013 09:47
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #52
Zitat von Gert im Beitrag #50


Herr Knabe macht eine vorzügliche Arbeit ... Und komme mir bitte nicht wieder mit Siegerjustiz...




Hallo Gert,

Wer so hasst wie Du, muss sehr geliebt haben. Ich hatte es auch nicht einfach gehabt, aber trotzdem versuche ich ein wenig Einfühlungsvermögen aufzubringen mit den Menschen, die auf der "anderen Seite" standen. Denn nur so kann man verstehen, was die über 2.000 Foristen an persönlichen erfahrungen und Erlebnissen hier einbringen.

Und ich komme jetzt nicht mit der Siegerjustiz, sondern mit Fakten. Du meinst bestimmt Hernn Jahn, den aktuellen Chef der BStU. Dieser Herr Jahn hat in besagter Behörde die Abteilung Bildung und Forschung gut im Griff, denn sonst würden die wissenschaftlichen Mitarbeiter nicht zu folgendem Ergebnis kommen:

"DDR gleich Stasi - zu diesem undifferenzierten Bild hätte allerdings auch die DDR-Forschung der frühen 90er-Jahre selbst beigetragen, betonen einige Wissenschaftler der Stasi-Unterlagen-Behörde. Dass die Stasi nicht alle Fäden in der Hand hielt, müsse sich in der öffentlichen Wahrnehmung heute noch durchsetzen. Zu wenig ist immer noch bekannt über den eigentlichen Auftraggeber der geheimdienstlichen und -polizeilichen Tätigkeiten: über die Sozialistische Einheitspartei SED. Zu bequem oder sogar politisch gewollt sei es bislang gewesen, so die Experten, die IM, die Inoffiziellen Mitarbeiter, in den Mittelpunkt zu rücken und ihnen die Schuld für die menschenverachtende Kontrolle und Sanktionen in der DDR in die Schuhe zu schieben."

"Letztendlich erhoffen wir uns damit auch Neues oder einen Beitrag dazu zu leisten, andere Perspektiven auf Staat und Gesellschaft der DDR zu entwickeln. Weil das natürlich etwas anderes wäre, als wenn man immer nur über die Stasi redet. Und alles, was mit Repression, Unterdrückung und Denunziation zu tun hat, nur immer mit der Staatssicherheit in Verbindung bringt. Wenn man das aufbricht und praktisch die Vielfalt zeigt, dann entstehen andere Gesellschaftsbilder, und zugleich entstehen dann natürlich auch andere Bilder, wie man sich wehren konnte, wie man sich abducken konnte, wie man nicht mitmachen konnte - aber eben auch, wie man mitgemacht hat."

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1910047/

In der Zwischnezeit ist auch ein Buch erschienen von Herrn Kowalczuk "Stasi konkret: Überwachung und Repression in der DDR" http://www.amazon.de/Stasi-konkret-%C3%9...R/dp/3406638384

Im Spiegel steht dazu

"Einige Wissenschaftler seien der Versuchung erlegen, sich "mit überzogenen Thesen ins Rampenlicht zu stellen", argumentiert Kowalczuk. Jede abwägende Haltung hingegen setze sich zwangsläufig dem Verdacht aus, die Stasi zu verharmlosen. Kenner wissen, wem der Vorwurf des Autors gilt: Experten wie dem BStU-Forscher Helmut Müller-Enbergs oder Stasi-Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe, die beide seit Jahren mit scharfen Thesen ehemalige Stasi-Leute attackieren. Mit ihnen sucht Kowalczuk nun den offenen Konflikt. "

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...n-a-884493.html

Da schliesst sich der Kreis und sind bei dem von dir erwähnten Herrn Knabe angekommen.

Ich persönlich habe mittlerweile ein ebenso differenziertes Bild. Das war vor 2 Jahren noch anders, als ich mich hier im Forum angemeldet habe, nicht zuletzt auch durch die vielen Beiträge in diesem Forum. Ich teile nicht alle Ansichten der ehemaligen Mitglieder der verschiedenen "Organe", die hier vertreten sind. Damit muss ich leben. Es schadet mir aber nicht. Und das ich diese Einstellung gefunden habe, darauf bin ich stolz.

LG von der grenzgaengerin





Ich hasse die Stasi nicht, weil die Stasi mir nichts getan hat. Ich äußere nur meine Meinung über dieses über Jahrzehnte praktizierte Unrecht des SED Staates, deren Werkzeug dieser Sicherheitsapparat war.Es haben so viele Menschen darunter gelitten und es sind so viele Biografien zerstört, verbogen und sonstwie negativ beeinflusst worden. Das ist des Pudels Kern. Ich bringe einfach kein Verständnis auf für eine solch miserable und menschverachtende Politik.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#56

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 24.02.2013 09:58
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #11
Zitat von Feliks D. im Beitrag #8
Zitat von glasi im Beitrag #3
In der Zeit zwischen Herbst 1989 und Sommer 1990 hatte ich denn Eindruck als könnte es denn Ostdeutschen nicht schnell genug gehen mit der Wiedervereinigung. Von Stolz ein Bürger der DDR zu sein, keine Spur. So habe ich es wahrgenommen. Bei denn Montagsdemos nach der Grenzöffnung hieß es doch.; DEUTSCHLAND EINIG VATERLAND. Bei denn Nachbarn meiner Verwanten in Wilthen wehte eine alte DDR Fahne. Nur Hammer und Zirkel war rausgeschnitten. So war mein Eindruck nach der Wende. Ein Umdenken kamm doch erst als mann merkte Kapitalismus ist kein Zuckerschlecken.


Richtig! Wie die Lemminge sind sie dem goldenen Kalb hinterher, ohne jede Selbstachtung.

Was mich betrifft bin ich wohl eher weniger stolz darauf ein Bürger der DDR gewesen zu sein, was ja auch Zufall war, als vielmehr darauf, dass ich mich für das dort herrschende Staats- und Gesellschaftssystem engagiert habe. Dass ich meinen Weg gegangen bin, trotz aller Hürden und privaten Einschnitte, mich beteiligt und dafür eingesetzt habe, als andere schon das Handtuch geworfen hatten und unser Land verließen.

Genauso stolz kann ich auf meinen Weg nach 1990 sein, der Anfangs trotz Starthilfe eines ehem. Genossen nicht leicht war und ohne privat absolviertes Fernstudium zur Bildungsanerkennung nicht möglich gewesen wäre. Da bin ich auch stolz auf meine Familie, die gerade in dieser, auch für sie, schwersten Zeit immer zu mir stand und kein einziges anklagendes Wort fand.

Das sind Dinge auf die ich als ehemaliger Bürger der DDR stolz sein kann, bzw. stolz bin. Eine Staatsbürgerschaft, gleicher welcher Art, zähle ich nicht dazu!




Die Selbstachtung ist vorher schon im Honeckerstaat abhanden gekommen.
Unsere ehemaligen Eliten haben ja gründlich das Fundament für dieses Verhalten gelegt.
Die Erziehung zur Doppelzüngigkeit ,Täuschung und Verstellung ist eines der herausragenden Erungenschaften dieses Staates.
Ständige Gängelung in fast allen Lebensbereichen.
Mangel wohin man schaute und dann die Gewissheit, erst als Rentner eventuell mal raus zu können.
Die DDR war ein noch relativ wohlhabender Knast.
Das permanente Misstrauen des Staates gegenüber seinen Bürgern war unerträglich!
Mit seinem blauen PA war man doch überall nur geduldet und bei der Einreise aus einem soz. Bruderland mit ohne Visazwang haben unsere Genossen von Zoll und Passkontrolle jedesmal gezeigt wer das sagen hat.
Wie kann man den stolz sein auf ein Land das es nötig hat seine Bürger einzusperren und ihnen einbläut, daß diese Sperranlagen nur zu ihrem eigenen Schutz seien und wenn dort ein Grenzverletzer zu Tode kam wurde alles vertuscht ,gelogen und gedroht.
Die Genossen wollten doch die besseren Menschen sein und haben doch Nazimethoden benutzt um den "Klassenfeind " (das eigene Volk)
in Schach zu halten.
Zu hunderttausenden sind die Parteibücher 1989-90 in die Mülltonen geflogen.Alles vorher überzeugte Genossen gewesen!
Ganz schnell haben sich die Funktionäre des alten Systems an das neue angepasst und arangiert.
Die Menschen in der DDR hatten die Schnauze einfach voll von den Verhältnissen im Land von der Lobhudelei über immer neue Produktionsrekorde
die Lügen, die Perspektivlosigkeit.
DIE GENOSSEN DER SED HABEN ES VERSAUT EINE ECHTE ALTERNATIVE ZUM KAPITALISTISCHEN SYSTEM AUFZUBAUEN UND NICHT DAS VOLK!





eine sehr präzise Beschreibung, dem ist nichts hinzuzufügen!


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
vogtlaenderjoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#57

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 24.02.2013 10:08
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #3

DIE GENOSSEN DER SED HABEN ES VERSAUT EINE ECHTE ALTERNATIVE ZUM KAPITALISTISCHEN SYSTEM AUFZUBAUEN UND NICHT DAS VOLK!


Mein lieber glasi,

sehe ich ebenso. Duckmäuser- und Mitläufertum anstatt sich strikt an das Statut zu halten. Aber so ist er halt, der Mensch. Früher wie heute.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#58

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 24.02.2013 11:58
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Zitat
Duckmäuser- und Mitläufertum anstatt sich strikt an das Statut zu halten. Aber so ist er halt, der Mensch. Früher wie heute.



Ja - so ist der Mensch! Er ist eben darum bemüht zu überleben, wer möchte schon ans Kreuz genagelt werden. Zum Glück gibt es ja hier im Forum so viele selbstlose Helden, welche nur das Wohl der anderen im Sinn haben und ihr eigenes Überleben oder sagen wir einfach ihr Glück als nebensächlich empfinden.
Die andere Variate ist wohl der Messias in uns allen.


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#59

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 24.02.2013 12:22
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Jeder kann stolz sein, auf was er will. Auch gegen Nostalgie und einen verklärten Blick von Zeit zu Zeit zurück ist nichts einzuwenden. Aber manchmal erinnern mich manche Beiträge irgendwie an die Landmanschaftstreffen der Schlesier..........nach einer gewissen Zeit wird sowas absurd, zumindestens dann, wenn man sich nicht mit den Realitäten abfinden kann.


Intellektuelle spielen Telecaster
vogtlaenderjoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.02.2013 12:23 | nach oben springen

#60

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 24.02.2013 14:50
von der glatte | 1.356 Beiträge

Also ich bin Stolz auf mein Leben, was ich in der DDR gelebt habe. Ich habe eine gute Lehre gemacht, hatte einen Beruf von dem man Leben konnte, habe in der DDR meine Frau geliebt und geheiratet. 1984 kam unser Sohn zur Welt. Neubauwohnung in Marzahn, etc.

Und was für einige heute kaum vorstellbar ist, ich habe viel gelacht in der DDR. Ich lache heute noch sehr gern.

Gruß vom Glatten


ACRITER ET FIDELITER


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