#281

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 17:57
von zoll (gelöscht)
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Nun ist das Thema dank der Gnade eines Admin wieder geöffnet. Prima.

Ich war gerade mit vier ehem. Grenzsoldaten in der Rhön zum Gedankenaustausch. Dort habe ich viel Neues über die DDR gelernt. Darum stelle ich hier noch einmal die Frage zu o. g. Thema.

Wie war denn das Leben, die Arbeit und die Freizeit im Sozialismus. Worauf war man denn nun wirklich stolz? War es das gute Schulsystem, das Freizeitangebot, z. B. bei der GST, die Arbeitsorganisation, die Einheitspolitik, u.s.w. Ich könnte hier weitere Begriffe einsetzen, lasse es aber, weil sicher noch weiter von den Nutzern erwähnt werden.

Wie ich in Gesprächen erfahren habe, kam es nach der Wende heraus, das bei einem meiner Freunde im Haus gleich drei, 3, IM´s auf ihn angesetzt waren. Konnte er jetzt stolz darauf sein ein DDR Bürger gewesen zu sein?
Weiterhin hörte ich, dass man 10 - 12 Jahre auf ein Auto warten musste, dass es Schülern verwehrt wurde ein Studium ihrer Wahl zu ergreifen.

Nun bitte ich um Eure Antworten. Aber nicht die oft üblichen und abgedroschenen Antworten. So z. B. ich könne nicht mitreden, ich hätte ja nicht in der DDR gelebt. Mal ehrlich und offen über die Vorzüge und Nachteile diese Staates schreiben.

Nun mal "Butter bei die Fische". Hier kann doch jeder seine Meinung sagen. Die Angst ist doch von gestern. Was einem auf der Seele liegt muss ausgesprochen werden, sonst endet man noch beim Psychiater. Das will doch keiner.

zoll


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#282

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 18:02
von Freienhagener | 3.860 Beiträge

Zitat von zoll im Beitrag #281

Wie war denn das Leben, die Arbeit und die Freizeit im Sozialismus. Worauf war man denn nun wirklich stolz? War es das gute Schulsystem, das Freizeitangebot, z. B. bei der GST, die Arbeitsorganisation, die Einheitspolitik, u.s.w. Ich könnte hier weitere Begriffe einsetzen, lasse es aber, weil sicher noch weiter von den Nutzern erwähnt werden.



Zunächst mal war die DDR-Bevölkerung politisch keine homogene Masse, die mit der Führung "verschweißt" war, wie es Dir erscheinen mag.
Eigene Ansichten ging weit über die offene Opposition hinaus.
Ansonsten hätte es den Massenauflauf 1989 nicht gegeben.

Alternative Lebenshaltungen sind vor allem unter dem Einfluß der Rockmusik entstanden.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 10.06.2015 18:05 | nach oben springen

#283

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 18:12
von 94 | 10.792 Beiträge

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, da wird ä bissel versucht zu stänkern, hä? Wie wäre es wenn @zoll erstema aufführt was ihm beim f2f-Gespräch anders dargelegt wurd wie schon vorher in von der Anzahl in die Hunderte gehenden Beiträgen es im Forum versucht ward ...


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#284

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 18:25
von Sperrbrecher | 1.654 Beiträge

Ein altes Sprichwort sagt:

"Dummheit und Stolz, wachsen auf einem Holz !"


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#285

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 18:35
von zoll (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #283
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, da wird ä bissel versucht zu stänkern, hä? Wie wäre es wenn @zoll erstema aufführt was ihm beim f2f-Gespräch anders dargelegt wurd wie schon vorher in von der Anzahl in die Hunderte gehenden Beiträgen es im Forum versucht ward ...


Antworte doch bitte auf meine Fragen und versuche nicht gleich alles wieder ins lächerliche zu ziehen oder es es auf Deine gewohnte Art und Weise abzuschmettern. Aber dazu gehört MUT.
zoll


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#286

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 19:03
von 94 | 10.792 Beiträge

Dann ließ diesen Thread mal vom #1 (und diesen besonders!) an, da haste erstema genuch Butter für den Fisch. Und ich finde einen vermuteten Stänkerversuch als solchen mal zu benennen nun nicht gerad feige. Und Deine Frage kann ich nicht beantworten, ich kenne keinen Stolz!* Und doch versuche ich's, sozusagend als Zeichen guten Willens: Eine gewisse Zufriedenheit spürte ich, das ich in den letzten 3 Jahren DDR 'sauber' geblieben bin. Symbolisch kontrollierte ich am 30.6. die Dokumente zur Einreise und zum Aufenthalt mit Glacehandschuhen.

* Da ich nicht nur die 'wissenschaftliche Weltanschauung', sondern auch bissel Katechismus in meiner Erziehung genießen durfte, ist Stolz für mich eine Sünde. Kannste Dich eigentlich noch an Lambsdorff Gegenfrage “Herr Kollege, haben Sie eigentlich aufgehört Ihre Frau zu schlagen?“ erinnern als man ihn in eine für ihn unbeantwortbare Frage zwingen wollte.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#287

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 19:10
von linamax | 2.019 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #283
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, da wird ä bissel versucht zu stänkern, hä? Wie wäre es wenn @zoll erstema aufführt was ihm beim f2f-Gespräch anders dargelegt wurd wie schon vorher in von der Anzahl in die Hunderte gehenden Beiträgen es im Forum versucht ward ...

Ich glaube nicht das Zoll stänkern will . Aber dir steht schon wieder der Schaum vor dem Mund . Zoll hat doch ganz sachlich gefragt . Und versuche es doch ein mal , einige Fragen ohne deine Häme zu beantworten .


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#288

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 20:31
von damals wars | 12.145 Beiträge

Wie soll man jemanden antworten, dem die Neugier schon abhanden gekommen ist, da er schon alles weiß?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#289

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 21:16
von 94 | 10.792 Beiträge

Na gut dann will ich mal die Frage aus zolls Beitrag herausklamüssern ... aber erstema ... schlemwisch ... schleck den Schaum weg. Der war ja ganzschön süß ... ahh, da war vom Windbeutel vorhin noch was übrig?

Die erste Frage lautet: Worauf war man denn nun wirklich stolz? und bezieht sich auf den Vorsatz, der grundsätzlich auch eine Frage ist: Wie war denn das Leben, die Arbeit und die Freizeit im Sozialismus.
Na da sind nun Antworten im bereits dreistelligen Bereich in diesem Strang zu finden.

Die nächste: Konnte er jetzt stolz [noch, Einf. 94] darauf sein ein DDR Bürger gewesen zu sein? bezieht sich auf den Vorsatz Wie ich in Gesprächen erfahren habe, kam es nach der Wende heraus, das bei einem meiner Freunde im Haus gleich drei, 3, IM´s auf ihn angesetzt waren.
Nun, Gegenfrage. Hat er auch einen Grund für diesen Aufwand genannt? Und ... war er vor dieser Erkenntnis denn nun wenigsten 'stolzer DDR-Bürger' gewesen? Ich hätte da mal sooo ganz leichte Bedenken anzumelden ...
Ansonsten klingt die Frage nicht nach Wissensdurst und schon garnicht sachlich, denn versucht mal (rein hypothetisch) ihn sie mit JA beantworten zu lassen ... ein Fall für den schon erwähnten Mann mit dem Rorschach-Test. Und wieso verschweigt zoll die Antwort des 'Betroffenen'?
Für mich klingt die Frage eher wie das Thema eines Abituraufsatzes, aber das sei jetzt mal mein persönlicher Eindruck. Noch ein Fragezeichen im #281? Nö! Und wenn zoll erst auf dem Treffen erfuhr, das (in einigen Kreisen sogar noch länger) ein Auto zehn Jahre braucht, hmm ... was hat Dich @zoll eigentlich ins Forum geführt, eine Vorstellung deinerseits war bis dato nicht nötig.

p.s. ich bin von der Natur her immer neugierig!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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zuletzt bearbeitet 10.06.2015 21:20 | nach oben springen

#290

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 21:25
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Zoll, du stellst neugierige Fragen, die man schlecht beantworten kann.
Du bist ja schon einige Zeit im Forum und hast bestimmt einiges von der Vergangenheit von uns gelesen und vielleicht gelernt, wir sind total verschiedene Menschen, die zu unterschiedlichen Zeiten in der Schule waren, die in sehr schlechten Wohnungen oder in schönen Neubauten lebten, deren Eltern überzeugte Kommunisten oder kleine Kapitalisten waren, die in Berlin und in anderen wichtigen Städten oder in kleinen Städten lebten wo die Versorgung sehr unterschiedlich war.
Ich kam 1955 in die Schule und durfte später meinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben, würde dir ehrlich alles berichten und von Alfred usw. würdest du wieder andere Antworten lesen.
Welche Berichte sind ehrlicher, glaube beide werden es.
Wenn ich deine Fragen immer lese, denke ich manchmal wir leben noch im kalten Krieg
Im Osten war einiges verkehrt, aber im Westen auch einiges


Fritze, Damals87, Krepp, exgakl, polsam, der 39., DoreHolm, chantre, Hans, 94, Udo, 1941ziger und maxhelmut haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#291

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 21:35
von Hans | 2.166 Beiträge


Grünau- (Heute mache ich auch mal EINSATZBEITÄGE die alles sagen) Thomas - Super-genauso.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#292

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 21:46
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Das Themenschiff ist ganz schön auf Schlingerkurs, schade drum.
Einige Klippen sind umfahren und so möchte ich doch mal einen weiteren Aspekt einbringen.
Man muß ja eigentlich dahingehend unterscheiden, worauf wir damals wirklich stolz waren und worauf wir im Nachgang und mit der nun vorhandenen Vergleichsmöglichkeit beider Systeme stolz sein könnten wenn wir noch DDR- Bürger wären, mithin einer Diskussion im Konjunktiv.
Ob die nun Wert hat oder nicht, vermag ich nicht einzuschätzen, ich versuche es trotzdem.

Teil 1 ist recht schnell beantwortet, ich deutete das schon an mit der Medaillienwertung bei der Olympiade oder dem 10. Platz im globalen Bonitätsranking aller Nationen aus der Sicht der Weltbank.
Natürlich haben das die Genossen fälschlicherweise so interpretiert, daß wir zu den zehn stärksten Industrienationen der Erde gehören würden, was wohl allein schon wegen der nicht konvertierbaren Währung völlig abwegig ist, so als würde man das Resultat eines 100 m- Laufs einmal nach der Schrittzahl des Sprinters und zum anderen nach der Zeit bewerten.
Wir gehörten wohl zu den zehn seriösesten und diszipliniertesten Nationen, da es eine Frage der Bonität und nicht der Wirtschaftskraft war.

Zum Teil 2 der postum- Bewertung bleibt schon viel mehr übrig, wie ich schon in meinen Vorbeiträgen angedeutet hatte.
Ergänzend dazu ist noch zu vermerken, daß es bezogen auf den aus meiner Sicht positiv besetzten Begriffes Stolz noch ein drittes Bewertungskriterium gab und den bringe ich mit meiner einzigen Vorwendereise in die BRD im Januar 1989 in Zusammenhang.

Hier diskutierten wir mit Jugendlichen und Führungskräften des Kernkraftwerks Stade u.a. über die Mitbestimmung und die Rechte der Belegschaft wobei es auch um jugendgebundene Projekte im Westbetrieb ging, ob es das gäbe und welchen Einfluß tatsächlich Berufsanfänger im kapitalistisch strukturierten Betrieb in der Realität hätten.
Was folgte war Ratlosigkeit und ich wollte die Diskussion mit meiner Geschichte um unsere Jugendlok in Gang bringen, es sollte ja ein gegenseitiges Kennenlernen sein.

Das Erstaunen der Gastgeber war schon groß, als man erfuhr, was da alles dran hing und mit welch einem Vertrauen die Reichsbahnführung ihrer Jugend begegnete. Im Vorfeld dieser Begegnung erfuhr ich ja bereits, daß bei der DB niemand mit 18 schon allein auf einer Rangierlokomotive unterwegs war oder bereits mit 20 Reisezüge fuhr, was im mir bekannten Revier Halle Alltag war.
Einer Brigade von vier Junglokführern+ erfahrenem Brigadelehrlokführer nun eine Großdiesellok im Planbetrieb zu überlassen, verbunden mit allen Konsequenzen wie Pflegeplan, b- Stunden- Verantwortung (Sonderreparaturen verhindern) und natürlich dem sozialistischen Wettbewerb um die störungsfrei- und unfallfreie Laufleistung u.a. war schon etwas worauf man damals stolz war, zumal es im dort besuchten Betrieb etwas vergleichbares eben nicht gab.

Erwähnen muß ich allerdings, daß auch alles Grenzen hatte, da der Brigadeleiter der Lok kein FDJ- Mitglied mehr war, hier wiederum waren die Reichsbahnstrukturen (Mindestdienstalter für Brigadeleiter) offenbar das höherwertige Anliegen.
Aber auch die Möglichkeit einer FDJ- Leitung, aus einem K & S (Kultur-/ Sozialfonds) bis zu einem gewissen Limit das für uns 35 Jugendlichen bei ca. 500 Mark jährlich lag, Mittel für die Jugendarbeit frei verfügbar zu erhalten war im Westbetrieb so eigentlich unvorstellbar.
Die Ansage der Stader Kraftwerker war, daß man bei Feierlichkeiten eben eine Sammlung unter den Beteiligten macht und der Betrieb sich an sowas natürlich nicht beteiligt und das es eben so in Ordnung war.
Nun ja, wie so oft kann man das uns zu Lasten ja nachträglich auch als Gängelei oder verantwortungslosen Umgang mit Betriebsmitteln auslegen, sei es drum, so hat eben jeder seine Sicht auf das Geschehen.

Aus der damaligen Perspektive war ich sogar stolz darauf, hoch dekorierte Arbeiterveteranen, wie z. B. einen Träger des Vaterländischen Verdienstordens zu kennen oder einem Betrieb anzugehören, der ein " Hervorragendes Jugendkollektiv der DDR" hervorgebracht hat, einer hochwertigen Gruppenauszeichnung, das alles gebe ich zu, als Anfang 20 jähriger so empfunden zu haben, räume aber ein, daß ich zehn Jahre später anders darüber gedacht hätte, ich schreibe das aber nun mal aus meiner Perspektive von damals.
Es ist das Phänomen des Stellvertreterstolzes, den auch Bayernfans und politische Sonntagsredner ausstrahlen, da sie am jeweiligen Titel und den Wirtschaftsdaten keinerlei Anteil haben...



Fritze, Damals87 und chantre haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.06.2015 22:19 | nach oben springen

#293

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 22:17
von DoreHolm | 7.694 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #288
Wie soll man jemanden antworten, dem die Neugier schon abhanden gekommen ist, da er schon alles weiß?


Leute, nun seht die Sache doch nicht gleich wieder skeptisch und hört auf, Flöhe husten zu hören. Nehmt Euch ein Beispiel an z.B. Vierkrug, der manchmal mit einer Engelsgeduld auf Fragen mit ganz offensichtlich etwas provokativem Charakter eingeht. Also beantwortet bitte zoll´s Fragen so sachlich, wie Ihr auch selbst Antworten auf Eure Fragen wünscht.



Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#294

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 10.06.2015 22:39
von Sperrbrecher | 1.654 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #289

Wie ich in Gesprächen erfahren habe, kam es nach der Wende heraus, das bei einem meiner Freunde im Haus gleich drei, 3, IM´s auf ihn angesetzt waren.[/i]

Um mich haben sich zeitweise sogar bis zu 7 IMs "gekümmert".

Nach Lektüre meiner Akte mit ihren Berichten musste ich allerdings feststellen, dass es nicht die hellsten Köpfe waren, die man da auf mich angesetzt hatte.

Auch die Führungsoffiziere waren nicht unbedingt sehr kenntnisreich, was Rechtschreibung und Grammatik der deutschen Sprache in ihren zusammenfassenden Beiträgen betraf, vom Schreibstil ganz zu schweigen. Was mich im nachhinein zwangsläufig dazu veranlassen musste, gewisse Schlüsse zu ziehen, was den IQ der Angehörigen dieser Truppe betraf.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.06.2015 22:48 | nach oben springen

#295

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 11.06.2015 07:55
von Uleu | 528 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #294
Zitat von 94 im Beitrag #289

Wie ich in Gesprächen erfahren habe, kam es nach der Wende heraus, das bei einem meiner Freunde im Haus gleich drei, 3, IM´s auf ihn angesetzt waren.[/i]

Um mich haben sich zeitweise sogar bis zu 7 IMs "gekümmert".

Nach Lektüre meiner Akte mit ihren Berichten musste ich allerdings feststellen, dass es nicht die hellsten Köpfe waren, die man da auf mich angesetzt hatte.

Auch die Führungsoffiziere waren nicht unbedingt sehr kenntnisreich, was Rechtschreibung und Grammatik der deutschen Sprache in ihren zusammenfassenden Beiträgen betraf, vom Schreibstil ganz zu schweigen. Was mich im nachhinein zwangsläufig dazu veranlassen musste, gewisse Schlüsse zu ziehen, was den IQ der Angehörigen dieser Truppe betraf.


Na, dann stellten diese IQler ja keine Bedrohung für dich dar, warst ihnen ja geistig überlegen. Jetzt verstehe ich auch, warum du inhaltich wenig zu dem Thema sagen kannst, sondern dich mit Formfragen beschäftigst. du hattest einfach zu wenig Inhalt zu verstehen.

Aber zum Thema : Die DDR war und ist meine Heimat. Dort bin ich aufgewachsen, habe mich verliebt, gewonnen und auch verloren. Vielleicht ist es ja Altersblindheit, aber die Menschen sind damals anders miteinander umgegangen. Hausgemeinschaftsparties, gibts heute gar nicht mehr. Heute gehts nur noch ums Geld, die Gier des Menschen ist vordergründig. Ich bin also stolz auf die Vergangenheit DDR, auf die Gegenwart kann ich beim besten Willen nicht stolz sein.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
Fritze und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.06.2015 12:34 | nach oben springen

#296

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 11.06.2015 12:08
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Wer würde die Fragen von Zoll mit beantworten. Ohne hohe Politik, ohne Stasi, unser ganz normales Leben.
Ich würde etwas über meine Schulzeit usw. in den 50 Jahren berichten, andere sollen aus den anderen Jahrzenten etwas tippen.
Nur das machst, du lieber Zoll und andere Freunde aus den alten Bundesländern, dann auch.
Wäre vielleicht ein ganz neues Thema.
Lieber Zoll,
warst du mal in der DDR, hast du Verwandte gehabt, was weist du von unserem damaligen Leben.?
Vermute nicht sehr viel. Ich habe bestimmt mehr Ahnung durchs böse Westfernsehen und viele Verwandte von euch als du und andere von uns.


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#297

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 11.06.2015 12:16
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Daß ich vor dem Grenzfall stolz darauf war, DDR-Bürger zu sein, da kann ich mich nicht wirklich erinnern. Aber daß ich in den letzten 2 Jahrzehnten immer stolzer darauf werde, daß ist wahr.



Fritze, der 39., Pitti und Udo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#298

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 11.06.2015 12:25
von zoll (gelöscht)
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94er, Deine verschmurgelten Antworten erfordern beim Lesen sehr viel Konzentration. Bitte schreibe doch in einem verständlichen deutsch, dem jeder Leser leicht folgen kann.
Warum gibst Du in Deinem Profil so wenig von Dir preis? Warum verbirgst Du Deine Tätigkeit in Deiner Militärzeit? Wenn man mehr von Dir kennen würde, könnte ich z. B. Deine Antworten leichter einordnen. Warum ist Dein Name nicht zu erkennen? Aber wahrscheinlich unterliegt Deine Vita immer noch der Geheimhaltung. Ich rätsele also immer noch wie Dein Hintergrund ist. Ich spekuliere, Du hattest eine gute Schulbildung, bist auf eine POS gegangen, dann zum Militär um den Sozialismus zu verteidigen, der allen Menschen Wohltaten angedeihen läßt. Dort hat man Dich politisch weiter indoktriniert was letztendlich zu Deiner heutigen Denkweise beigetragen hat.
Warum DDR-Bürger von Mitbürgern bespitzelt wurden steht in den jeweiligen Akten der Betroffenen. Der Grund für diesen von mir geschilderten Fall kann und werde ich nicht schildern. Keine Verletzung der Persönlichkeitsrechte.
Von der Mangelwirtschaft und der Unfähigkeit der DDR-Regierung ihre Bürger in ausreichender Menge mit Waren zu versorgen weiß ich nicht erst seit gestern. Ich erwähne da nur die Geschenksendungen, die immer hoch willkommen waren. Beim Packen habe ich damals meiner Mutter geholfen und die Dankesbriefe meiner Verwandtschaft gerne gelesen. (Ähnlich erging es uns Bürgern in der Zeit nach dem Krieg mit den Care-Paketen).
Mit Deinen Antworten bin ich nicht zufrieden. Meine Bitte deshalb, antworte nicht mehr auf meine Beiträge.
Konkreter, aber noch nicht konkret genug, ist da schon Hackel39 geworden. Da meine ich, heraushören zu können, dass er keine politische Gehirnwäsche hinter sich hat.
Wenn ich die Antwort von Sperrbrecher richtig deute, so stand er mit dem System auf Kriegsfuß. Darum 7 IM´s. Also 94er, da hast Du doch eine Antwort nach den Gründen.
Ich betone, ich will hier nicht stänkern, ich will hier keinen Streit, niemand beleidigen, ich will nur ehrliche Antworten.
zoll


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#299

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 11.06.2015 12:42
von zoll (gelöscht)
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #296
Wer würde die Fragen von Zoll mit beantworten. Ohne hohe Politik, ohne Stasi, unser ganz normales Leben.
Ich würde etwas über meine Schulzeit usw. in den 50 Jahren berichten, andere sollen aus den anderen Jahrzenten etwas tippen.
Nur das machst, du lieber Zoll und andere Freunde aus den alten Bundesländern, dann auch.
Wäre vielleicht ein ganz neues Thema.
Lieber Zoll,
warst du mal in der DDR, hast du Verwandte gehabt, was weist du von unserem damaligen Leben.?
Vermute nicht sehr viel. Ich habe bestimmt mehr Ahnung durchs böse Westfernsehen und viele Verwandte von euch als du und andere von uns.


Hallo Thomas,
ich bin mit Dir gleicher Meinung. Ich habe mich schon gewundert, warum mich noch niemand gefragt hat ob ich stolz bin ein geborener Bundesbürger zu sein.
In der "schönen" DDR war ich 1958 zweimal, Magdeburg und Erfurt. Schön schreibe ich deshalb, weil es dort nicht besser aussah als im Westen. Verwandte habe ich im Harz gehabt und kenne dadurch doch einige Bereiche des Lebens in der DDR.
Während meiner Dienstzeit an der Grenze habe ich das Ostfernsehen kennen gelernt. Am allerliebsten dort das Sandmännchen (ehrlich) und auch der "hochverehrte Karl Eduard von Schnitzler". Allgemein als Sudelede bekannt. Unser Herr Löwenthal war aber auch nicht von schlechten Eltern.
Ich hoffe, hiermit Deine Fragen beantwortet zu haben.
zoll


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#300

RE: Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein

in DDR Zeiten 11.06.2015 13:04
von Grstungen386 | 597 Beiträge

Übrigens, Gerhard Löwenthal war jüdischen Glaubens in der Jugend Optikerlehrling und hat kurioserweise die Brille vom Reichsführer SS, Heinrich Himmler, repariert. Löwenthal hatte Rückgrat, unterwarf sich nicht dem Zeitgeist, sprach Klartext, half Ausreisewilligen aus Idealismus, wurde im eigenen Sender, ZDF, von gutmenschlichen Figuren geschnitten, liess sich davon aber nicht beirren. er war mir zu DDR-Zeiten stets guter Wissensvermittler, eines seiner Hauptthemen: Desinformation durch Stasi und KGB.



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