#81

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 19:30
von Gelöschtes Mitglied
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Der verfilmte Roman von Umberto Eco.

Der Name der Rose,hier in voller Länge zu sehen.

Der Name der Rose (The Name of the Rose) from Kultfilme Online on Vimeo.


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#82

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 19:50
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Schulzi bingo und Danke für die Denkhilfe, der Wintergarten war stadteinwärts und das Kino der Jugend weiter hinten.(beide lange Geschichte). Heute unser Leipziger Multikultiviertel, sehr belebt, viel Kinderlachen, schön bunt, lebt schon früh am Morgen, wohl mit immer mehr Gründerzeithäusern im Eigentum der Multikulti(ist Volksmundaussagen), man schafft den Grundstein zur Eroberung Europas mit dem Kinderbauch.

Aber gerade im anderen Forum geschrieben, angehangen(ähnliches Thema)

Lebensläufer bestimmt kein Nazi, eher normaldenkender bissel lebenserfahrener Ur-Sachse mit ner gehörigen Portion Humor....noch.


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#83

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 01:06
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Geht es hier um Kinos oder Kino? Egal ......

Ein paar Kinos aus Leipzig sind schon genannt worden, lagen/liegen aber mehr im Osten der Stadt.

Mein "Stammkino" als Kind und Jugendlicher war das 'UT Connewitz'.
Sonntags liefen in der Kindervorstellung, welche um 9 Uhr Anfing, für 25 Pfennige entsprechende Kinderfilme.
Später, damit meine ich Ende ab Ende der 50ger Jahre gab es ebenfalls am Sonntag nach der Kindervorstellung eine sogenannte Pioniervorstellung.
Der Unterschied zur Kindervorstellung war das Kartenverkauf, Einlaß, Platzanweiser und Programmverkäufer von Pionieren unserer Schule durchgeführt wurde.

Die Kinder - und Pioniervorstellung lief mMn ohne "Augenzeuge" und Vorfilm.

Zu den normalen Vorstellungen, mit Gong; 1x Vorfilm, 2x Augenzeuge, 3x Hauptfilm .......

Für die "normalen" Kinovorführungen gab es in den meisten Kinos damals 3 Preiskategorien ......
Die ersten vier Reihen waren die preiswertesten .......
Genau die Karten wurden gekauft, von uns Jugendlichen, und sobald der Hauptfilm anfing stürmte alles nach hinten wo es naturgmäß leerer war.
Ich meine die Nachmittagsvorstellung um 15 oder 17:30 in die wir gingen. Ausweiskontrolle! Filme ab 12 oder ab 14!, von 18 will ich nicht reden.
Glaube Freigabe ab 16 gab es in der DDR nicht ....
Während des Vorfilms oder Augenzeugens den Platz zu wechseln war nicht ratsam, warn doch die Platzanweiserinnen noch im Saal und die scheuchten uns gnadenlos zurück in die ersten Reihen.

Irgendwann Mitte der 60er sind wir in einer Woche gefühlte 20 mal ins Kino gerannt nur um den Augenzeugen zu sehen ........
Grund: in ihm war eine Sequenz von vielleicht 10 Sek. enthalten in der die Beatles zu sehen waren .......
Auch die Verwendung von Beatmusik zur Unterlegung von bestimmten Beiträgen im Augenzeugen kam vor, allerdings sehr sehr selten. Zumindest kann ich mich noch daran erinnern das ein Beitrag des Augenzeuges mit den Beginn des damaligen Hits der Gruppe "The Herd" "From the Underworld" untermalt war, was im Kino riesigen Jubel hervorrief .......

Ein sehr ungewöhnliches Kino in der Innenstadt war das "Film Eck". Der Saal war wie ein V geschnitten und in der Spitze vom V befand sich die Leinwand. 1963 wurde das Kino geschlossen, auch aus dem Grund weil es sich nicht auf Cinemascope, Ost Entsprechung war Totalvision umrüsten ließ

Die bereits erwähnte 'Schauburg' wurde Anfang der 60er in das erste 70 mm Filmtheater umgebaut, muß so 1964/65 gewesen sein ...
Es gab damals sogar, also als dies die einzige Kinoattraktion für 70mm Filme in der DDR war, im Kino ganze Busladungen von LPG Bauern welche per Tagesausflug, gebucht über das DDR Reisebüro, in das Kino einfielen.

Dort liefen hauptsächlich 70mm Filme wie "Spartakus", "El Cid", "Der Untergang des Römischen Reiches", "In 80 Tagen um die Welt", "Krieg und Frieden", "Anna Karenina" ........

Das "Capitol" war in der Innenstadt das größte Kino und es hatte was ......
Schade das es bereits um 1970 in ein "attraktives" 70mm Kino umgebaut wurde ........
Zwei Filme möchte ich erwähnen welche ich dort sah, "Same like it Hot/Manche mögen's heiß" und "Die Reise im Ballon" (ein Film der mittels einer Heißluftballonreise ein Bild von Frankreich "von oben" vermittelte, lief in der DDR etwa 1962/63)
Beides vor dem Umbau ......

Das Kino war auch der Austragungsort der Internationalen Dokumentarfilmwoche für die ich mir auch Karten organisierte ......

Ein besonderes Kino war das Kino "Casino" in der Innenstadt.
Wie alle Kinos in der City begann dort die erste Vorstellung bereits um 10 Uhr.
Das besondere an diesem Kino war das es Heute als Programmkino bezeichnet werden würde, es lief also nicht stur ein Film eine Woche durch, sondern fast zu jeder Vorstellung ein anderer Film.
Außerdem war das Kino auch noch "Abspielstätte" des 'Camera Film Clubs'; einer sehr DDR eigenen, spezifischen "Erfindung".
In den Aufführungen der 'Camera' wurden (fast) all die Filme gezeigt welche sonst in der DDR nicht liefen ........
Neben Filmen des Genre "Black Noir", wurden damals; so denke ich; fast alle wichtigen Filme der Welt gezeigt. Heute nennt sich das 'Art House' .....

Zumindest ist mir in Erinnerung das ich Anita Ekbergs Bad im Trevis Brunnen ( Das süße Leben) bereits 1965 sah, der Film ist von 1960 .....
Einziges "Manko" war das all diese Filme im Original liefen und von Dolmetschern synchron eingesprochen wurden .....
Pech war für uns Besucher das bei "8 1/2" der Dolmetscher eine Krise hatte und nur noch Floskeln übersetzte .....

Die von @Lebensläufer erwähnten japanischen Filme ........
liefen bestimmt auch in diesen 'Camera' Vorstellungen .....
Nur war da weniger Sex und so, da scheint er etwas zu verwechseln.
Im Gegenteil, die wohl mit schrecklichsten Kriegsfilme waren damals in den 60ern japanische Filme ...
Zwei Filme sind mir in Erinnerung "Barfuß durch die Hölle" (3 Teile) und "Harakiri" ......

Da die 'Camera' ein Filmclub war mußte man eine Jahresmitgliedskarte erwerben um für die Filme eine Karte zu kaufen. Ich glaube das war damals kein Problem, jedenfalls hatte ich all die Jahre; ab 14 solch eine Jahreskarte für den Filmclub ......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#84

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 09:32
von utkieker | 2.920 Beiträge

Großes Kino war auch "Lady Chatterleys Liebhaber".
http://www.youtube.com/watch?v=NjN8g8-VoGo

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#85

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 09:52
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #77
Zitat von Duck im Beitrag #74
. Mein persönlicher Antikriegsfilmfavorit ohne Heldenpathos, dafür mit sehr vielen "Antihelden" ist "Apocalipse Now"



Schauriger Film...
Theo


Das ist ja beabsichtigt Theo, ich find schon den Anfang super mit den Hubschraubern und der Musik von The Doors (The End)


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


EK 70 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#86

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 10:25
von Gelöschtes Mitglied
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Für mich ist der ganze menschenverachtende Zynismus des US-Oberst in dieser Szene zum Ausdruck gekommen - die Musik aus der "Walküre" von Richard Wagner unterstreicht dies im besonderem Maße.

Vierkrug


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#87

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 11:31
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Nun lief "Apocalypse Now" aber nicht in der DDR im Kino ........

Die DDR Zeit, Winter/Frühjahr/Sommer 1990 schließe ich mal aus, denn da lief der Film in einem Ost-Berliner Kino .......
In Pankow.

Überaus beeindruckend als Anti-Kriegsfilm fand ich "Иди́ и смотри́" (Komm und sieh, DDR Titel "geh und sieh") von 1985.

"Stalker", "Andrej Rubljow", "Und morgen war Krieg" gehörten unter anderen zu den sehenswerten Filmen aus der SU .....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
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außen und unter`m Haar
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aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#88

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 13:25
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #87
Nun lief "Apocalypse Now" aber nicht in der DDR im Kino ........

Die DDR Zeit, Winter/Frühjahr/Sommer 1990 schließe ich mal aus, denn da lief der Film in einem Ost-Berliner Kino .......
In Pankow.

Überaus beeindruckend als Anti-Kriegsfilm fand ich "Иди́ и смотри́" (Komm und sieh, DDR Titel "geh und sieh") von 1985.

"Stalker", "Andrej Rubljow", "Und morgen war Krieg" gehörten unter anderen zu den sehenswerten Filmen aus der SU .....

Gruß
Nostalgiker


Ich glaube "Plattoon" ist in den DDR-Kinos gelaufen, bin mir aber nicht ganz sicher. Auch auf die Gefahr wieder verbal "Prügel" zu beziehen aber die besten Filme für mich aus der SU waren die Märchenfilme da hatten die Jungs was drauf vorallem die alten Filme aus den Gorki-Studios.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


zuletzt bearbeitet 22.02.2013 13:33 | nach oben springen

#89

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 13:55
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #88
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #87
Nun lief "Apocalypse Now" aber nicht in der DDR im Kino ........

Die DDR Zeit, Winter/Frühjahr/Sommer 1990 schließe ich mal aus, denn da lief der Film in einem Ost-Berliner Kino .......
In Pankow.

Überaus beeindruckend als Anti-Kriegsfilm fand ich "Иди́ и смотри́" (Komm und sieh, DDR Titel "geh und sieh") von 1985.

"Stalker", "Andrej Rubljow", "Und morgen war Krieg" gehörten unter anderen zu den sehenswerten Filmen aus der SU .....

Gruß
Nostalgiker


Ich glaube "Plattoon" ist in den DDR-Kinos gelaufen, bin mir aber nicht ganz sicher. Auch auf die Gefahr wieder verbal "Prügel" zu beziehen aber die besten Filme für mich aus der SU waren die Märchenfilme da hatten die Jungs was drauf vorallem die alten Filme aus den Gorki-Studios.


Hallo Duck,

keine Prügel sondern Zustimmung. Ach ja, Natalja Sedych als Aljonoschka ... übrigens auch mit ihren fast 65 immer noch eine bezaubernde Frau. Und ja, Platoon lief zu DDR-Zeiten, sogar im Hörsaal der Militärpolitischen Hochschule (war Abends der Kinoraum).

@Nostalgiker: Für Tarkowskij muss ich in der richtigen Stimmung sein. Das geht nicht im Kino. Zu DDR-Zeiten habe ich diese Filme leider nicht im Kino gesehen. Weiß auch nicht mehr warum ...

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#90

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 15:16
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #89


@Nostalgiker: Für Tarkowskij muss ich in der richtigen Stimmung sein. Das geht nicht im Kino. Zu DDR-Zeiten habe ich diese Filme leider nicht im Kino gesehen. Weiß auch nicht mehr warum ...

ciao Rainman


'Stalker' hatte, zumindest im Kino, eine besondere Wirkung beim Publikum wenn zu den beklemmenden Bildern der Anfangssequenz eine Stimme sinngemäß erzählt das es "irgendwo auf der Welt ein Gebiet gibt das Zone genannt wird und welche mit Stacheldraht, Wachtürmen, Soldaten hermetisch abgeriegelt ist, kein Mensch kommt rein, keiner kommt raus ......."
Das hatte was, besonders die Reaktionen im proppevollem Kino .......

Ein ziemlich besonderer Film welcher allerdings nicht in der DDR lief war der Georgische Film "Die Reue" (georgisch: მონანიება, Monanieba)
Er ist von 1984 und lief ab 1987 regulär in den Kinos der SU. Bin in Moskau extra ins Rossia am Puschkinplatz gegangen um ihn mir anzusehen.
Großes entsetzen meinerseits, er lief im Original das heißt auf Georgisch, zum "Glück" war er Untertitelt ......., in Russisch ......
Glaube 1988 lief er im ZDF und das ND brachte pünktlich zur Ausstrahlung einen sehr deftigen Schmähartikel über den Film .....
An dieser episode zeigte sich mir damals sehr deutlich das Schizophrene welches in der offiziellen DDR Propaganda immer mehr Einzug gehalten hatte.
Das Ideologische Flagschiff der Presserzeugnisse Brandmarkt ein Kunstwerk des Klassenbruders und verweist gleichzeitig darauf das dieses im Fernsehen des Klassenfeindes gesendet wird .......
Ein Ausdruck völliger Hilfslosigkeit fand ich damals schon ......

Die Märchenfilme damals waren richtig gut und wurden gerne gesehen, im Kino und später auch im Fernsehen .....

Gruß
Nostalgiker


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Text: Kurt Demmler

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#91

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 15:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #88
Ich glaube "Plattoon" ist in den DDR-Kinos gelaufen, bin mir aber nicht ganz sicher.
Platoon lief im Dezember '89 in den DDR-Kinos an, das war aber glaube ich kein Wendeereignis. Welchen 'Vorlauf' brauchte da eigentlich der Progress Film-Verleih oder war der gar nur für die DEFA-Produktionen zuständig?
Besonders beeindruckt hat mich neben Willem Dafoe als Elias der Titelsong von Samuel Barber Adagio for Strings. Nur kann es sein das die Version für die DDR etwas anders geschnitten war? Als ich mir den Film weit nachwendlich nochmal reinzog, hatte ich irgendwie eine etwas andere Erinnerung, meinte ich. Hier mal die Deleted Scenes, aber ..., naja egal. Vielleicht lags ja dadran, das ich von der Begleiterin vor die Wahl gestellt Coming Out oder Platoon zu gucken vielleicht doch die falsche Entscheidung traf?

Doch jetzt mal allgemein die Frage, wurden in der DDR generell andere Schnitt westlicher Produktionen gezeigt und wer fertigte diese an?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#92

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 15:54
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@94, was Deine Frage betrifft nach extra Schnitts für Filme die in der DDR gezeigt werden kann ich nur dazu sagen das sich jeder Verleih in jedem beliebigen Land auf dieser Welt das "Recht" herausnimmt einen Film so schneiden zu lassen wie er meint das das somit erzeugte "Ergebnis" den Sehgewohnheiten des jeweiligen Landespublikums entspricht. .......
Das Problem ist fast so alt wie es Filme gibt ........

Aber um auf die DDR zurückzukommen, Progress als Verleih hatte keine 'eigenen' Synchronstudios, die Filme wurden unter anderem in den DEFA Synchronstudios Leipzig und Dresden synchronisiert .....
Geschnitten wurden die Filme, soweit mir bekannt in Johannisthal(Berlin)
Zwei Beispiele:
Die Synchronfassung von "Cabaret" West unterscheidet sich sehr stark von der Ost Fassung. In der Westfassung wurden die im Original sehr deutlichen Politischen Aussagen entschärft oder teilweise durch einen völlig anderen Text ersetzt .....

Die DDR Schnittfassung von "Es war einmal in Amerika" entsprach dem Originalschnitt von S. Leone, die gezeigte Fassung wurde leglich um knapp 10Minuten gekürzt; die Vergewaltigungsszene wurde rausgeschnitten .....
Die BRD Schnittfassung verstümmelte den Film dahingehend das versucht wurde die Geschichte chronologisch zu erzählen und der 4 Stunden dauernde Film wurde auf ca. 2 Stunden 30 Minuten zusammengeschnitten .....
Der BRD Verleih war der Meinung das der Film wie er vom Regisseur vorgesehen war einem BRD Publikum nicht zuzumuten ist ......

Bei einem Großteil der westlichen Produktionen wurde, die Synchron und damit auch die Schnittfassung der BRD für die DDR übernommen.
Gerade für die 60er und 70er Jahre kann ich mich erinnern das im Vorspann oder Abspann vieler Filme immer sehr groß und unübersehbar das Logo der "Berliner Synchron" oder "Bavaria" zu sehen war .......

Gruß
Nostalgiker


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Text: Kurt Demmler

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#93

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 17:54
von PF75 | 3.292 Beiträge

aber "Die Olsenbande" war in DDR-Synchronisation bedeutend besser.


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#94

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 22.02.2013 21:31
von derpae.der99 | 107 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #83


Mein "Stammkino" als Kind und Jugendlicher war das 'UT Connewitz'.




Meinen ersten Film da drin geguckt. "Heißer Sommer"
"Die Söhne der großen Bärin" mit Federschmuck und Tomahawk mindestens 10x beigewohnt.

Grand Prix und Blutsche Erdbeern in der Schauburg geguckt. Bei den Blutigen Erdbeeren ging's mir so wie dir mit den Beatles und Herd.
"The Circle Game", "Thunderclap Newman - Something In The Air" da kriegsch heute noch voll Gänsehaut, wenn ich das einlege.

Unvergessen "Der kleine und der müde Joe", da lag ich manchmal flach im Capitol.

Einzig den Film "Goodbye & Amen" mit Claudia Cardinale und Tony Musante würde ich sehr sehr gerne nochmal sehen wollen.
Den habe ich auch damals mehrfach gesehen in dem Kino welches zwischen Brühl und Markt war.

Auch ein Ferienlager-Kinobesuch ist mir noch gut in Erinnerung: "Der Glöckner von Notre Dame"


EK 83 II
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#95

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 23.02.2013 02:35
von schulzi | 1.757 Beiträge

#94 du meist das "kino der freundschaft"


derpae.der99 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#96

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 25.02.2013 10:35
von ddr-bürger (gelöscht)
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An Kinos erinnere ich mich gerne an die "Kinobar" in Waltershausen und an dieSommervorstellungen in der Wandelhalle in Eisenach, einfach schöne Erinnerungen....

Die Filmmusik "Über sieben Brücken" von Karat, wer kennt den Film und wo kann man den Film bekommen? Ich weiß der lief nie im Kino...


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#97

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 25.02.2013 20:47
von derpae.der99 | 107 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #95
#94 du meist das "kino der freundschaft"


Danke, lange ist es her, das vergisst man so manches.


EK 83 II
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#98

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 26.02.2013 09:36
von Diskus303 | 485 Beiträge

Hallo zusammen,

was in dieser Auflistung (definitiv) fehlt sind die vielen französischen Filme u.a. mit Jean-Paul Belmondo, Lino Ventura (fand ich richtig gut!) ...

Edit(h): Mußte da gerade mal nachschauen: Lino Ventura: Ein Mann in Wut, Der Rammbock, Legion der Verdammten


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 26.02.2013 09:43 | nach oben springen

#99

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 26.02.2013 09:51
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #45
Es geht noch weiter mit den Kinos in Leipzig Peter mein Freund. Das Kino der Jugend (ist Geschichte) in der Ernst Thälmannstraße, heutige Eisenbahnstrasse...da gabs so glaube ich zwei Kinos noch Eines weiter hinten...oder wars vorne, dann das Studiokino Capitol an der Rückseite vom Capitol(beide Geschichte) , die Schauburg Richtung Großzschocher raus am Adler gibts heute noch. Ich saß mal vor Jahren mit Frau und Tochter drin und der japanische Film lief nur für uns Drei....das war schön, kein Popcorngeraschel, kein blödes Dazwischengequatsche oder rumtuscheln und am Ende saubere Stuhlreihen.

Vergesst auch mal in der Aufzählung die schwedischen Filme vom Ingmar Bergmann nicht, die liefen meistens im Casino so "Szenen einer Ehe oder Fanny und Alexander"oder "1900 Hundert" war der nicht von Bertolutschie? Dann meine Freundin Romy Schneider, Mann war ich regelrecht vernarrt in das schöne Weib, so ihre Filme(Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen, Die Dinge des Lebens, Das Mädchen und der Kommisar, Das alte Gewehr) Verdammt, ich hätte sie geheiratet wenn Sie mich den kleinen Rainer überhaupt wahrgenommen hätte in meinem Kinosessel. Aber das Weib wollte immer nur mit Michel Piccoli rummachen oder mit Alain Delon rumknutschen.

Hatte Einer schon den Monumentalfilm "Spartacus" mit Jean Simmons als Varinia und Kirk Douglas gelistet? Ich glaube fast, wir bekommen nie die ganzen schönen Filme hier unter. Es sind einfach zuviele...aber wir finden sie.

Lebensläufer

Einen guten Tag allen ins Kino...ach Quatsch, natürlich ins Forum


Rotmark: von wem der war, kann ich nicht sagen, aber da ist (so meine ich zu wissen) Gérard Depardieu in jungen Jahren (logisch, der Film (2 Teile?)hat ja schon ein paar Jährchen auf dem Buckel) und als absoluter Schmahlhans zu sehen...


Gruß Axel
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#100

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 26.02.2013 10:02
von Gelöschtes Mitglied
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"Abenteuer in Rio" mit Jean-Paul Belmondo war damals ein absoluter Knaller.
Oder der "Tiger der sieben Meere" und der "Donner über dem indischem Ozean" mit Gerard Barray. Berühmter konnte die französische Hafenstadt St. Malo nicht werden.
Ebenso gerne sah ich die Filme mit Jean Gabin und Jean-Louis Trintignant. Und nicht zu vergessen Alain Delon in "Die schwarze Tulpe" u.a. Filmen. Wie auch Jean Marais in der "Graf von Monte Christo", "Rächer der Nacht" u.v.a.. Auch nicht zu vergessen Gérard Philipe in "Fanfan der Husar".

Die Zeit der Mantel- und Degenfilme in der DDR wurden vordergründig durch französische Filme in den Kinos der DDR geprägt. Der Klassiker "Die drei Musketiere" mit Gerad Barray in der Hauptrolle.

Lino Ventura - entweder Bösewicht oder Kommissar - Rollen, die ihm wie auf dem Leib geschnitten waren.

Vierkrug


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