#41

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 20.02.2013 23:45
von Frostbeule | 19 Beiträge

DDR und Kino? Hm, ins Lichtspielhaus meiner Stadt habe ich mich nur 2 x verirrt. Zum Pflicht-Klassenausflug. Irgendwas mit Indionanas. Das Kino war in der Altstadt, für uns Neustädter Feindgebiet. Aus heutiger Sicht schade, aber damals kam auch ohne Kino keine Langeweile auf.

Mir in Erinnerung blieb Rolf Herricht als Reserveheld. Zwar total neben der Realität und auch noch in schwarz-weiß, aber ich fand seine Aufsässigkeit und die Mimik voll klasse. Dazu etwas Herzschmerz, persönlichen Bezug zum Drehort und ein gutes Ende. Gesehen im Speisesaal meiner POS 1985, wo 1 x im Quartal 2 alte Kinofilme gezeigt wurden. Ging zwar kaum jemand hin, weil alte Schinken, aber es gab Kuchen und Süßigkeiten für lau. Und so habe ich einen Film gesehen und für gut befunden, der vor meiner Geburt abgedreht wurde.


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#42

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 20.02.2013 23:51
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #31
Ich fiel aus der Haustüre raus und hundert Meter weiter ins Kino rein. Gemeint ist das Kino Regina im Leipziger Osten, gibt es heute noch, bin noch Stammgast, auch den Eisverkäufer, diese uralte Ikone vom Capitol ist noch drin. Wenn ich meine (Kino ist ja nicht Alles) DVD-Sammlung der alten Filme hier liste, dann wird es Mitternacht.

Im Casino liefen viel diese japanischen Sozialaufklärungsfilme, voll aus dem Alltag...eben brutal, roh, als junger Kerl war ich immer hin und weg, war teilweise wie schonungsloser Porno. War ne gute Schule, Aufklärungsschule, Altersbeschränkungen wo bitte gabs A.

Irgendwo schrieb ich das schonmal, der mittlerweile Lieblingsfilm meiner Enkelin(5) früh vorm Kindergarten ist Doktor Schiwago von David Lean mit Omar Sharif,Julie Christie, Geraldine Chaplin und Alec Guinnes.
Mit "Der Letzte Mohikaner" wirds weitergehen, dann "Die Schlacht an der Neretva", dann "Im Westen nichts Neues" volles Programm und so weiter , muss alles in den kleinen Kinderkopp damit sie später die Guten und die Bösen ordentlich auseinanderhalten kann.

Obwohl, der junge Hardy Krüger als SS-Offizier in der Schlacht an der Neretva war mein Favorit, davor kam noch Yul Brunner (der war der Gute) als Sprengmeister bei Titos Partisanenarmee. Na, das wird ihr der Opa gut erklären, das es auch ab und zu bei den Bösen paar ordentliche Menschenkinder gab.

Lebensläufer



Mir hat es immer im Capitol gefallen,vor Filmbeginn spielte immer jemand die Hammond Orgel. Vorhang auf und zuerst immer DEFA der "Augenzeuge" So bekam man nebenbei noch aktuelles Zeitgeschehen mit. Einer meiner Lieblingsfilme damals war der polnische Film "Die Kreuzritter" (1960) Habe mir vor kurzen den Film gekauft und wieder gesehen. Er war nicht mehr der selbe. Kein Wunder mit 14-15 Jahren sieht man alles etwas anders als mit über 60. Das betrifft auch die Thälmann Filme. Ein Menschenschicksal gefiel mir heute noch genau wie damals.
Noch etwas im Hauptbahnhof gab es ein Zeitkino,da habe ich manche geschwänzte Schulstunde verbracht . Einmal bezahlen und stundenlang sitzen bleiben .Aber tolle Filme gab es da nie,aber besser als im Regen stehen oder von der Trapo dumme Fragen anhören.


schulzi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 00:01
von Rostocker | 7.721 Beiträge

Ja Freilichtkino,ging in Rostock in den Sommermonaten fast 4Monate lang,auf den Platz der Jugend.War auch ne schöne Zeit.Selber in der Innenstadt gab es 4 Kinos und die waren alle eigentlich sehr gut Besucht.Ich glaube heute gibt es nur noch eins.Aber das reicht ja auch.Kino ist ja für viele nun auch zum Luxus geworden und sehr viele können sich diesen Luxus nicht mehr leisten.Zurück zu alten Zeiten, Sonntagvormittag war Kinderveranstaltung,Mittags so um 15 Uhr gab es Filme für Jugendliche und ab 18 Uhr gab es dann Filme die meistens erst ab 18 Jahren zugelassen waren.


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#44

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 05:59
von furry | 3.576 Beiträge

Kino auf dem Dorf, könnte auch zu den Kindheitserinnerungen passen.
Samstagnachmittag kam der Kinoonkel immer mit einem blauen Framo aus der Stadt, in dem die Vorführtechnik untergebracht war. In dem Moment musste man vor Ort sein, um dem Onkel zu helfen, seine Gerätschaften in den Saal der Dorfkneipe zu schleppen. Wer es mit irgendeinem Teil bis in den Saal geschafft hat, durfte den Nachmittagsfilm für Kinder umsonst ansehen.
Abends lief dann ein Film für die Erwachsenen. Meine Eltern schwärmten immer von einem Hans Haas, der Haie in freier Wildbahn filmte.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#45

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 07:31
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Es geht noch weiter mit den Kinos in Leipzig Peter mein Freund. Das Kino der Jugend (ist Geschichte) in der Ernst Thälmannstraße, heutige Eisenbahnstrasse...da gabs so glaube ich zwei Kinos noch Eines weiter hinten...oder wars vorne, dann das Studiokino Capitol an der Rückseite vom Capitol(beide Geschichte) , die Schauburg Richtung Großzschocher raus am Adler gibts heute noch. Ich saß mal vor Jahren mit Frau und Tochter drin und der japanische Film lief nur für uns Drei....das war schön, kein Popcorngeraschel, kein blödes Dazwischengequatsche oder rumtuscheln und am Ende saubere Stuhlreihen.

Vergesst auch mal in der Aufzählung die schwedischen Filme vom Ingmar Bergmann nicht, die liefen meistens im Casino so "Szenen einer Ehe oder Fanny und Alexander"oder "1900 Hundert" war der nicht von Bertolutschie? Dann meine Freundin Romy Schneider, Mann war ich regelrecht vernarrt in das schöne Weib, so ihre Filme(Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen, Die Dinge des Lebens, Das Mädchen und der Kommisar, Das alte Gewehr) Verdammt, ich hätte sie geheiratet wenn Sie mich den kleinen Rainer überhaupt wahrgenommen hätte in meinem Kinosessel. Aber das Weib wollte immer nur mit Michel Piccoli rummachen oder mit Alain Delon rumknutschen.

Hatte Einer schon den Monumentalfilm "Spartacus" mit Jean Simmons als Varinia und Kirk Douglas gelistet? Ich glaube fast, wir bekommen nie die ganzen schönen Filme hier unter. Es sind einfach zuviele...aber wir finden sie.

Lebensläufer

Einen guten Tag allen ins Kino...ach Quatsch, natürlich ins Forum


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#46

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 07:48
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #45

Dann meine Freundin Romy Schneider, Mann war ich regelrecht vernarrt in das schöne Weib, so ihre Filme(Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen, Die Dinge des Lebens, Das Mädchen und der Kommisar, Das alte Gewehr) Verdammt, ich hätte sie geheiratet wenn Sie mich den kleinen Rainer überhaupt wahrgenommen hätte in meinem Kinosessel. Aber das Weib wollte immer nur mit Michel Piccoli rummachen oder mit Alain Delon rumknutschen.




Nicht nur - nicht nur: Der Bankräuber aus unserm Dorf hatte es ihr auch angetan. Also, hättest Du beizeiten eine Bank ausgeraubt, hättest
Du bestimmt Chancen bei ihr gehabt.

Gruss

icke



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#47

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 07:52
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von icke46 im Beitrag #46
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #45

Dann meine Freundin Romy Schneider, Mann war ich regelrecht vernarrt in das schöne Weib, so ihre Filme(Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen, Die Dinge des Lebens, Das Mädchen und der Kommisar, Das alte Gewehr) Verdammt, ich hätte sie geheiratet wenn Sie mich den kleinen Rainer überhaupt wahrgenommen hätte in meinem Kinosessel. Aber das Weib wollte immer nur mit Michel Piccoli rummachen oder mit Alain Delon rumknutschen.




Nicht nur - nicht nur: Der Bankräuber aus unserm Dorf hatte es ihr auch angetan. Also, hättest Du beizeiten eine Bank ausgeraubt, hättest
Du bestimmt Chancen bei ihr gehabt.

Gruss

icke



Erzähl mal, der Bankräuber aus eurem Dorf und die Schneider Romy?


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#48

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 08:01
von utkieker | 2.920 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #34
Ich kann mich an vieles erinnern. Doch was hat die Kinokarte damals gekostet? 25 Pfennje?


Ja liebe Grenzgaengerin,

Für Kindervorstellungen 25 Pf, ansonsten 1,05 MDN und bei Breitwandfilmen 1,55 MDN.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#49

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 08:01
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #47
Zitat von icke46 im Beitrag #46
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #45

Dann meine Freundin Romy Schneider, Mann war ich regelrecht vernarrt in das schöne Weib, so ihre Filme(Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen, Die Dinge des Lebens, Das Mädchen und der Kommisar, Das alte Gewehr) Verdammt, ich hätte sie geheiratet wenn Sie mich den kleinen Rainer überhaupt wahrgenommen hätte in meinem Kinosessel. Aber das Weib wollte immer nur mit Michel Piccoli rummachen oder mit Alain Delon rumknutschen.




Nicht nur - nicht nur: Der Bankräuber aus unserm Dorf hatte es ihr auch angetan. Also, hättest Du beizeiten eine Bank ausgeraubt, hättest
Du bestimmt Chancen bei ihr gehabt.

Gruss

icke



Erzähl mal, der Bankräuber aus eurem Dorf und die Schneider Romy?



Eigentlich sollte die Geschichte bekannt sein mit Burkhard Driest und Romy Schneider. Burkhard Driest (Vater Fabrikdirektor, Sohn Jurastudent) hatte seinerzeit eine Bank überfallen, wurde verknackt und machte dadurch als Autor und Schauspieler Karriere. Und dann sind die beiden (Driest/Schneider) sich in einer Talkshow näher gekommen - und haben angeblich die Bekanntschaft in der Nacht danach vertieft.

Nun ja - und B.D. stammt nun mal aus unserm Dorf - man kann sich seine Promis nun mal nicht aussuchen.

Gruss

icke



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#50

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 08:04
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Verdammt wer war der Kerl icke, ich fordere ihn auf Wasserpistole oder zum Schachspielen heraus. Meine Romy ach Gott ne, ich war verliebt über beide Ohren, ich wurde im Kinosessel immer kleiner. Zu der Zeit merkte ich noch nichts mal in der Hose...oder doch schon? Ach, es ist auch egal, meine Romy ist lange tot und ich wurde geheiratet...von der Strasse weggeheiratet. Aber das Gute war, auch meine ...damals junge Frau war ne leidenschaftliche Kinogängerin.

So hatte ich dann immer was zum anfassen, oder wars dazwischenfassen oder Sie bei mir in der Hosentasche...ne ne Kinder die ihr hier mitlest. Da hatte der Rainer sein Taschentuch, ein richtiges deutsches Taschentuch aus Stoff. Kennt ihr garnicht mehr was...na fragt mal Oma oder den Opa was das wohl sein könnte?

Lebensläufer


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#51

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 08:23
von werner | 1.591 Beiträge

Mir fallen da noch "Sieben Sommersprossen", "Nächstes Jahr am Balaton" ein und "Heißer Asphalt" wurde, glaube ich auch noch nicht genannt

In unserer Stadt waren auch die Freunde stationiert, das Stammpersonal außerhalb der Kasernen.
Da gab´s dann im Klubhaus der NVA relativ regelmäßig sowjetisches/russisches Kino, allerdings zu Unzeiten - 15:00 am Sonnabend oder Sonntag. Auch diese Filme waren immer gut besucht durch das Stammpersonal, die Muschtschiks sind zugweise eingerückt.

War auch ab und zu mal zu solchen Filmen, auch wenn ich als Jugendlicher noch wenig verstanden habe.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#52

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 09:08
von Rostocker | 7.721 Beiträge

Ja so ein Kinobesuch war schön,aber konnte auch zum Abenteuer werden.Da gab es mal den Kriegsfilm--Westerplatte--zugelassen ab 14 Jahren.Ich war aber erst 13,bei den Film bin ich rein gekommen.Und dann gab es den Fim--Die Kreuzritter---das hat mir drei Versuche gekostet um den Film zu sehen.Beim ersten Mal,durfte ich die Kinokarte wieder zurückgeben,beim zweiten Mal hab ich erst keine bekommen an der Kasse.Aber beim dritten Mal hat es geklappt,einfach den Scheitel gekämmt und drin war ich in den Film.


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#53

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 09:18
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

1966 kam der Indianerfilm "Die Söhne der großen Bärin" mit Gojko Mitić als „DDR-Chefindianer“ zur Premiere. Da ist als Reklame für diesen Film , eine Indianertrachtengruppe mit Pferden und voller Kriegsbemalung durch Eisenach gezogen.


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#54

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 09:37
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #11
Und dazwischen im Leipziger Capitol - Hasso Veidt an der Hammond Orgel.
Du machst einem das Nichtschreiben schon schwer *nicht_grins*
Ähm, der gute Mann heißt Veit im Nachnamen und ein Schmuckstück jeder пластинка-Sammlung sind seine Memories ...
http://www.tunnel.ru/view/post:292864

Doch wo ich nunemal schon Nicht-Nichtschreibe, dann auch nicht oT:
Zu meinen Zeiten besuchte man mehrfach Beat Street oder Beverly Hills Cop. Aber besonders in Erinnerung ist mir Es war einmal in Amerika. Die Schlußszene im Freilichtkino aus der zweiten oder dritten Reihe *schock*, also erst der Mack und dann dieses Breitwand-Grinsen geht mir bis heut nicht aus'm Kopp.
Naja, schon dort hätte ich begreifen können, Im Krieg und im Kino ...

P.S. Nochemal zu dem Hasso Veit, von wem hat er eigentlich das hier 'geklaut'? Auf der Hülle stehts mit 'Gasthaus-Rock (Paris/Finlay) 2:53'
http://www.tunnel.ru/i/4869/1333640972749051.mp3
Achso, ich habe die Platte wirklich in meiner Sammlung *verlegen_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.02.2013 09:59 | nach oben springen

#55

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 09:51
von Rostocker | 7.721 Beiträge

[quote=Eisenacher|p234640]1966 kam der Indianerfilm "Die Söhne der großen Bärin" mit Gojko Mitić als „DDR-Chefindianer“ zur Premiere. Da ist als Reklame für diesen Film , eine Indianertrachtengruppe mit Pferden und voller Kriegsbemalung durch Eisenach gezogen. [/quote]

Also an den Film kann ich mich noch so genau dran erinnern,als wäre es Gestern.In Rostock im Hansa Theater--Premiere---Die Schlange an der Kasse,fast 400m lang.Glaube irgendwie noch zu wissen,der Einlass fand sogar noch mit Hilfe der Polizei statt.Man war da was los.


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#56

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 10:01
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Der Vollständigkeit halber sollte man auch die erwähnen: Die Musikfilme mit dem "Traumpaar der DDR" - Frank Schöbel und Chris Doerk.

Waren zwar nicht mein Ding, aber für Ohrwürmer haben sie gesorgt.

http://www.mdr.de/geschichte-mitteldeuts...rtikel3696.html


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#57

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 10:13
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #26
Tief bewegt hat mich der Film "Im Morgengrauen ist es noch still", hab ich aber nicht im Kino gesehen sondern im DDR- Fernsehen

Gruß Hartmut!


Das ist doch diese "tolle Film" mit den Fünf russischen Soldatinnen gegen eine halbe Kompanie deutscher Soldaten, die zum Schluss auch noch gefangen genommen wurden....naja ich sagmal der Regisseur hat bestimmt dafür den Leninorden bekommen aber von der Realität war er sichtlich weit entfernt.
Da ich schon viele Kriegsfilme geschaut habe, fallen mir zum Thema Film und zweiter Weltkrieg ein paar gute Filme allerdings Mehrteiler an, hat jetzt nicht unbedingt was mit Kino in der DDR zu tun..hmm vielleicht vorneweg drei DEFA-Produktion zu den Thema: "Ich war Neuzehn", "Werner Holt" und "Mamma ich lebe" die fand ich wirklich gut. Aus russischer Sicht fand ich den Mehrteiler "Befreiung" gut und aus der Sicht von Hollywood "Band of Brother" aus deutscher oder sagen wir damaliger westdeutscher Sicht fand ich den Dreiteiler "08/15" und natürlich "Das Boot" top.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#58

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 11:10
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #57
... Das ist doch diese "tolle Film" mit den Fünf russischen Soldatinnen gegen eine halbe Kompanie deutscher Soldaten, die zum Schluss auch noch gefangen genommen wurden....naja ich sagmal der Regisseur hat bestimmt dafür den Leninorden bekommen aber von der Realität war er sichtlich weit entfernt. ...

Dann schau Dir den Film nochmal in Ruhe an, Duck. Es sind 16 deutsche Fallschirmjäger. 3 der Mädchen sterben, ohne einen Schuss abgeben zu können und im Kampf ist nur eine wirklich in der Lage, den Starshina wirksam zu unterstützen. Ob nun die Figur des Starshina in den Kampfszenen zu heroisch rüberkommt - nu Gott, jeder Kriegsfilm hat seine Helden. Aber darum geht es nicht in den Film. Er zeigt gerade, wie diese jungen Frauen nahezu hilflos dem Krieg ausgeliefert sind und ihr guter Wille, die Heimat zu verteidigen, einen Dreck wert ist, wenn man nicht weiß, wie man richtig kämpfen soll.

Und nein, Stanislaw Rostozki erhielt dafür keinen Leninorden, er erhielt für den Film 1974 den Lenin-Komsomol-Preis und 1975 den Staatspreis der UdSSR (siehe im beiliegenden Link die Auszeichnungen). Aber der Film erhielt eine Oscar-Nominierung für den besten fremdsprachigen Film. SIC! Ein sowjetischer Kriegsfilm - 1973! SIC!

Also nochmal in Ruhe anschauen!

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 21.02.2013 11:11 | nach oben springen

#59

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 11:45
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #58
Zitat von Duck im Beitrag #57
... Das ist doch diese "tolle Film" mit den Fünf russischen Soldatinnen gegen eine halbe Kompanie deutscher Soldaten, die zum Schluss auch noch gefangen genommen wurden....naja ich sagmal der Regisseur hat bestimmt dafür den Leninorden bekommen aber von der Realität war er sichtlich weit entfernt. ...

Dann schau Dir den Film nochmal in Ruhe an, Duck. Es sind 16 deutsche Fallschirmjäger. 3 der Mädchen sterben, ohne einen Schuss abgeben zu können und im Kampf ist nur eine wirklich in der Lage, den Starshina wirksam zu unterstützen. Ob nun die Figur des Starshina in den Kampfszenen zu heroisch rüberkommt - nu Gott, jeder Kriegsfilm hat seine Helden. Aber darum geht es nicht in den Film. Er zeigt gerade, wie diese jungen Frauen nahezu hilflos dem Krieg ausgeliefert sind und ihr guter Wille, die Heimat zu verteidigen, einen Dreck wert ist, wenn man nicht weiß, wie man richtig kämpfen soll.

Und nein, Stanislaw Rostozki erhielt dafür keinen Leninorden, er erhielt für den Film 1974 den Lenin-Komsomol-Preis und 1975 den Staatspreis der UdSSR (siehe im beiliegenden Link die Auszeichnungen). Aber der Film erhielt eine Oscar-Nominierung für den besten fremdsprachigen Film. SIC! Ein sowjetischer Kriegsfilm - 1973! SIC!

Also nochmal in Ruhe anschauen!

ciao Rainman


Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten mein lieber KP..aber ist schon gut


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10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#60

RE: Kino in der DDR

in DDR Zeiten 21.02.2013 12:16
von Gelöschtes Mitglied
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Mit Frauchen das hier......



Und den fand ich auch ganz gut. -Blue Thunder-Das fliegende Auge- ,mit Roy Scheider


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