#61

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 09.05.2013 19:35
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Ist das echt dein Ernst, selten so eine krasse Meinung gelesen


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#62

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 09.05.2013 19:42
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

In Österreich vollzog sich ein noch krasserer Wandel, während ich früher hier geachtet wurde, darf ich seit der Wende nicht sagen wo ich her komme, das ist regelrecht gefährlich, das führte zum Beispiel 2009 in einem Krankenhaus hier zur sofortigen Entlassung.@ winfried

Das glaubste doch wohl selber nicht . Ich habe zum Männertag um diese Zeit auch immer nur Blödsinn geredet.


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#63

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 09.05.2013 19:44
von Mike59 | 7.939 Beiträge

Ist das jetzt ein DDR Museum? oder ist das "Oosh" mit einer Provokation mal von dieser Richtung?
Das eine wie das andere eher unpassend.


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#64

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 09.05.2013 20:18
von rotrang (gelöscht)
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Hallöchen an die Museumsbesucher
Eines der Museums der DDR befindet sich in Tutow in der nähe von Demmin und Jarmen . In der Nähe liegt ein ehemaliger Fliegerhorst, der schon von der Wehrmacht, den Russen und von der NVA genutzt wurde, ein interessantes Museum.


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#65

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 09.05.2013 21:22
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Beitrag von Winfried #60: Kommt mir auch extem selten vor, solche geballten Negativerfahrungen. Habe auch ab 1993 für eine westdeutsche Firma im Außendienst gearbeitet, aber von gelegentlichen Blödheiten hatte ich keine Probleme. Als Fachmann war ich geachtet. Auch daß ich Grenzer war, konnte ich dann sagen und ist mir nicht auf die Füße gefallen. Die blöden Anmachen wegen unserer DDR-Abstammung werden zunehmens Ausnahmeerscheinungen sein, desto mehr die Jugend heranwächst und nach und nach den üblichen Frotzeleien wie unter Bayern, Preußen, Nordlichtern u.s.w. weichen.



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#66

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 09.05.2013 22:21
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von winfried im Beitrag #60
Zum Beitrag des Glatten

Welche Umstände auch immer, ich zog die Konsequenzen und verließ die DDR per Ausreiseantrag zum Zweck der Übersiedlung in einen Neutralen Staat, deutschsprachig und auf gleicher Meereshöhe, wie mein DDR-Wohnort - nach Österreich.
Die erste Nacht in der großen Freiheit verbrachte ich hinter Gittern, weil bei der Unterkunftsuche erkannt wurde, daß ich aus der DDR komme, also ein Spion sein müsse. Am nächsten Tage, nach einem Verhör wurde ich freigelassen, aber durfte ich die Stadt nicht verlassen und mußte mich täglich bei der Polizei melden. Nach 4 Tagen erhielt das Arbeitsamt einen Anruf, daß einer Arbeitsaufnahme polizeilich nichts entgegen steht und nach 30 Minuten beim Arbeitsamt bekam ich Stellenangebote, ich nahm das erste gleich an und wurde in der Bundesrepublik für Projektierungsarbeiten eingesetzt.

Als Ingenieur war ich sehr vielseitig und hatte mich sehr schnell in die neue Aufgabe eingearbeitet und wurde geachtet. Hierzu soll man wissen, daß ein guter Ingenieur aus der DDR in der BRD spitze ist. Das schlug sich auch im Verdienst nieder. Das Vorschriftenwerk war vielfach das Gleiche, denn die 0-TGL war ja DIN und die anderen Standard hat man sich schnell besorgt.
Das Verhältnis zu den westdeutschen Arbeitskollegen war ein gutes und weil ich fachlich meine Sache gut machte und meine sozialistische Kameradschaft nicht abgelegt hatte, ergaben sich auch persönliche Kontakte und Gespräche. So wurde ich von den Wessis wie einer von denen betrachtet, auch wenn ich nichts Schlechtes über die DDR erzählte, da wurde mir der Begriff Freiheit erläutert. "aber ihr seid doch nicht frei" man betrachtete mich als DDR-Bürger (ich hatte ja auch den DDR-Pass, " ihr könnt doch nicht sagen der Honecker ist ein Arschloch, während wir sagen können der Schmidt ist ein Arschloch und da passiert nichts". Der westdeutsche Freiheitsbegriff definiert und beschränkte sich als darauf, daß man straffrei in ungezogener Weise das Staatsoberhaupt mit einem Schimpfwort belegen darf. Eine solche Primitivität und Unanständigkeit hatte ich vorher den Westdeutschen gar nicht unterstellt. Laut Strafgesetzbuch der BRD steht die Verunglimpfung des Staates und des Staatsoberhauptes unter Strafe. Diesen blau unterlegten Spruch habe ich zu Hunderten von allen Bürgern, mit denen ich Kontakt hatte, mir anhören müssen, von Schülern, Lehrlingen, Facharbeitern, Meistern, Ingenieuren, Doktoren, Generaldirektoren usw.

Es war erschütternd in welch einer unterentwickelten Gesellschaft ich mein Geld verdienen durfte.

Die privaten Kontakte vertieften sich und ich gehörte 1985 mit den ersten, die sich einen Computer zulegten und so ergaben sich Interessengruppen in der Erhaschung von Programmen, bevor sie auf den Markt kamen. Wir trafen uns bei mir und bei den anderen in der Wohnung, wir schrieben Programme, tauschten sie aus, halfen uns wenn es Systemabstürzte gab und so entstand ein Klima, daß die Westdeutschen ihre innerste Meinung über die DDR, den Sozialismus und der dort lebenden Menschen preisgaben. Zusammengefaßt: der Bundesbürger haßt die DDR-Büger wie die Pest, aber in einem so ausgeprägtem Maße, daß es einem schwindlig wird. Das kann sich keiner vorstellen, wenn er das nicht so wie ich oder ähnlich selbst erfahren mußte. Aber die Unterentwickelheit der Menschen läßt es auch gar nicht zu, zu versuchen zu erklären, daß die DDR eine gesellschaftliche Entwicklung genommen hat, die der der BRD um ca. 40 Jahre voraus ist.

Wer die dritte Klasse nicht geschafft hat und nicht versetzt werden konnte, den kann man nicht einfach in die 11. Klasse stecken, der versteht Bahnhof.

Als die DDR dummerweise " die Grenze wieder öffnete" brach natürlich die DDR zusammen und damit auch die von der DDR abhängige Sowjetunion. Danach sollten die gelernten DDR-Bürger plötzlich die gleichen Deutschen sein , wie die Westdeutschen. Den Staat DDR gabs nicht mehr, aber der Haß auf DDR-Bürger, der blieb umso substantieller, weil man das System nicht mehr angreifen konnte, das gab`s nicht mehr, aber die Bürger dieses untergegangenen Staates, auf die konnte man nun trampeln - bis heute, mit wenig abnehmender Tendenz.

In Österreich vollzog sich ein noch krasserer Wandel, während ich früher hier geachtet wurde, darf ich seit der Wende nicht sagen wo ich her komme, das ist regelrecht gefährlich, das führte zum Beispiel 2009 in einem Krankenhaus hier zur sofortigen Entlassung.

In einem anderen Krankenhaus 2012 hat der Mit-Patient des Zweibettzimmers mir erklärt, nachdem er feststellte, daß mein Geburstort, auf dem Territorium Deutschlands , nach Kriegsende die SBZ und ab 1949 die DDR war, daß ich dieses Krankenhaus nicht lebend verlasse werde. Beim Zusammentreffen von Interessengruppen wurde mir von Freunden angetragen, möglichst nichts zu sagen, gleich gar nicht wo ich herkomme und auf keinen Fall ein Wort von Sozialismus oder Kommunismus, dann könne man für nichts mehr garantieren.

Soviel über das Bildungsniveau der Menschen im Kapitalismus.

Ich wünsche allen alles Gute
Winfried





... bin ich froh, dass die Österreicher doch noch ein bisschen schlimmer sind als die Wessis. Puh Glück gehabt....


zuletzt bearbeitet 09.05.2013 22:22 | nach oben springen

#67

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 09.05.2013 22:21
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

@Winfried, ich kann Deine Erfahrungen nur zu einem sehr geringen Teil teilen.
Da ich als Fernfahrer, der auch tatsächlich in die Ferne fährt, natürlich auch Österreich bestens kenne, durch viele gute Gespräche auch viele Menschen kennen lernte, so ist es zwar so, dass man hier und da auf Ablehnung trifft, doch das ist selten, und gerade in Österreich kenne ich das noch weniger als in Westdeutschland.
Vielleicht warst Du ja in Wien, die Wiener sind eh ein Schlag Menschen für sich, aber gehe aufs Land oder sonstwo in Österreich, also zumindest ich wurde fast immer freundlich aufgenommen, ok, ich war auch nur Gast ohne dort dauerhaft zu leben, da mags auch Unterschiede geben.
Was die Aussage mit dem Kanzler betrifft, ich hab da immer eine eindeutige Antwort, sag zu deinem Chef Arschloch und du wirst die freiheitlich demokratische Grundordnung des westlichen Gesellschaftssystems kennenlernen.

Aber zurück zum Thema...

Ich nehme mal den Text von Harzwanderer auf Seite 1 als Zitat.
Soll nun aber nicht um seine Aussage gehn, sondern darum zu zeigen, was solche Museen zeigen wollen, die Linie zeichnet sich in seiner Aufzählung klar ab.

Zitat
Das Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Berlin-Gatow finde ich besonders interessant. Man sieht jeweils aus Ost und West die Düsenjäger, die sich da gegenüber gestanden haben und kriegt eine Ahnung davon, was der Kalte Krieg so gekostet haben mag.

Ebenfalls eindrucksvoll ist das Museum in der Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Alleine, dass man da heute einfach so durch Erich Mielkes Büro spazieren kann, finde ich faszinierend.

Und drittens das Museum Haus am Checkpoint Charlie in Berlin. Etwas chaotisch, aber eine Riesensammlung von sehenswerten Fluchtvehikeln.



Bestand das Leben in der DDR NUR aus Kaltem Krieg, Mielke und Flucht?
Viele Museen wollen das suggerieren, dass wirklich Leben aber stellen sie nicht dar, in diesen Museen fehlen mindestens 90% des DDR Lebens.
Darum würde ich solche Museen auch nie besuchen, die 3 Euro für den Eintritt stecke ich lieber einem Stadtstreicher zu, damit er sich einen Tröster kaufen kann.
Vermutlich würde ich in solchen Museen auch Hausverbot bekommen, denn ich könnte meine grosse Klappe da auch nicht halten.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
glasi und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#68

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 13.05.2013 18:57
von vk1 | 91 Beiträge

Das aus meiner Sicht beste DDR-Museum findet sich in Pirna. Auf über 2500 m² ist DDR-Alltagskultur zum Anfassen zu sehen, schön thematisch unterteilt. So also z.B. komplette Wohnzimmer, Badezimmer und Küchen verschiedener Epochen etc.

Mal ein paar Bilder (alle von mir 2007 aufgenommen):












PiB 5 Pasewalk - 1985-1986
Lutze, RalphT und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 13.05.2013 19:03
von Ex-Huf (gelöscht)
avatar

Schöne Bilder mit hohem Wiedererkennungswert, allerdings
Ironie an: Ick kannte keene Schwalbe in einem Dienstzimmer, Büro, o.ä, und im Bad und den anderen Räumen war es bei uns etwas mehr aufgeräumt, Ironie aus!

Ungeachtet meiner unverschämten Bemerkungen sind das tatsächlich sehr authentische Bilder!

VG Ex-Huf


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#70

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 13.05.2013 19:27
von vk1 | 91 Beiträge

Zitat von Ex-Huf im Beitrag #69
im Bad und den anderen Räumen war es bei uns etwas mehr aufgeräumt


Aufräumen? Nee, mein Kinderzimmer kam dem Foto schon recht nahe...


PiB 5 Pasewalk - 1985-1986
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#71

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 13.05.2013 19:56
von RalphT | 868 Beiträge

Fotos, die ich mir zwei mal angucken musste. Habe zwar keine Anhnung, wie so ein "normales DDR Zimmer" ausgesehen hatte, bin davon aber fast überzeugt, dass in den Bildern viel Wahrheit steckt.

Pirna steht bei mir jetzt auch auf dem Zettel. Schicke Bilder! Danke.


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