#41

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 00:46
von der glatte | 1.356 Beiträge

Also für mich ist es ein gutes Museum, wenn ich dort Dinge meines damaligen Lebens wiederfinde. Dinge die es heute so nicht mehr gibt. Ich möchte mich dort auf eine Zeitreise in die Vergangenheit begeben und dabei Sachen entdecken, die ich eventuell schon vergessen habe.

Ich möchte dort aber nicht das Gefühl haben, dass mein Leben absichtlich falsch zur allgemeinen Belustigung von dritten vorgeführt wird. Es tut weh, wenn mein Leben und die Dinge die ich einst geliebt und besessen hatte, an solch einen Ort belächelt werden. "Oh Mann, waren die da drüben doof, den alten Plunder hätten wir doch schon lange weggeschmissen. Uralter Kram!"

Das hat zum Beispiel ein Knirps, vermutlich aus dem Rheinlande (der Dialekt war nicht zu überhören), zu seinem vermutlichen Opa gesagt, welcher dabei zustimmend nickte. Ich frage mich dabei, was wollen solche Leute in einen DDR-Museum und was haben sie dort erwartet? Mal einen schönen Nachmittag machen und mal so richtig ablachen?

Vor einem 1.1 Trabant, kam der Opa dann wieder zu Wort. "De VW Technik hamse auch von uns geklaut. Leck mich de Socken!"

Den Rest spare ich mir lieber.

Gruß vom Glatten


ACRITER ET FIDELITER


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#42

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 10:15
von EK82I | 869 Beiträge

Museum ist vieleicht der falsche Ausdruck,ich nenne es mal so,wie auch in der Allgemeinheit dargestellt,ein technisches Demkmal.Für das gleiche Bauwerk gibt es hier 2 völlig unabhängige sondern auch gegensätzliche Darstellungen.
Ich erspre mir hier meine Wertung zu den aktuellen Dingen,die immer noch in der Schwebe hängen.Letztlich traurig,dass es soweit gekommen ist.
Viel wichtiger aber die Existenz dieses Bauwerkes,das von 3 Armeen unterschiedlichster Art geprägt ist. Wer Interesse hat,unbedingt selbst mal vorbeischauen.Liegt unmittelbar an der A12 (Fürstenwalde)
Auch mit der unmittelbaren Deutsch/Deutschen Geschichte verbunden.Am Tage der Einheit Deutschlans wechselten die dort Diensthabenden Ihre Uniform.Wohl auch nicht ganz alltäglich.Ich persönlich war auch mehrmals vor Ort,auch als alles begann.
Der aktuelle Streit ist sehr bedauerlich und schadet eigentlich allen Beteiligten.
Mit dem Link haut es nicht hin,deshalb
Der Bunker FuchsbauZGS14
Bunkeranlage-FuchsbauZGS14 Home
Vieleicht kann das jemand richtigerweise einstellen.Sehenswert auf alle Fälle,vom entsehen,über erweiterung,stillegen und zuschütten bis zum Ausgraben und der staunenden Bevölkerung erstmals zugänglich zu machen.
Ganz kurz noch,im Zentrum der Anlage ein riesiges Projektionsbild des Geteilten Deutschlands.Im Mittelpunkt die Grenze und alles was es da sietens an Luftbewegungen gab. Das konnte man nach der Rekonstruktion der Anlage sogar wieder darstellen.Ansonsten ein Bunker,wie im Buche stehend,mit allem drum und dran.


zuletzt bearbeitet 21.02.2013 10:33 | nach oben springen

#43

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 11:12
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

es ist kein reines "DDR-Museum", die Gedenkstätte am PointAlpha:
http://www.pointalpha.com/die-gedenkstaette-point-alpha
Es besteht aus der ehemaligen US-Kaserne auf hessischer Seite und einem Neubau auf thüringer Seite, in dem die Geschichte des Kalten Krieges, des Grenzausbaus, des Grenzregimes gezeigt wird. Im US-Teil die Ausrüstungen und Fahrzeuge der Nato, im Ost-Teil die der DDR-Grenztruppen. Im Freiluftbereich Teile der Sperranlagen: Grenzzaun, KfZ-Sperren, B-Turm.
Aus meiner Sicht sehr wahrheitsnah dargestellt, ausser einer Kleinigkeit: Der uneingeweihte Besucher erhält aufgrund der Ausstellungsstücke im thüringer Teil den Eindruck, dass bei den Grenztruppen nur Berufssoldaten waren.
Ich habe das gegenüber der Museumsleitung angemerkt - die Antwort lautete sinngemäss: Wir haben so viele Stücke in den Archiven, wir können aus Platzgründen gar nicht alles ausstellen.
Ich hab mich dort als ehemaliger Grenzer geoutet - und habe kein Hausverbot- Im Gegenteil.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#44

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 11:24
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von EK82I im Beitrag #42

Mit dem Link haut es nicht hin,deshalb
Der Bunker FuchsbauZGS14
Bunkeranlage-FuchsbauZGS14 Home
Vieleicht kann das jemand richtigerweise einstellen.



Vermutlich meinst Du diesen hier:

http://www.bunker-fuchsbau.de/

Gruss

icke



EK82I hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#45

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 11:24
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #43
es ist kein reines "DDR-Museum", die Gedenkstätte am PointAlpha:
http://www.pointalpha.com/die-gedenkstaette-point-alpha
Es besteht aus der ehemaligen US-Kaserne auf hessischer Seite und einem Neubau auf thüringer Seite, in dem die Geschichte des Kalten Krieges, des Grenzausbaus, des Grenzregimes gezeigt wird. Im US-Teil die Ausrüstungen und Fahrzeuge der Nato, im Ost-Teil die der DDR-Grenztruppen. Im Freiluftbereich Teile der Sperranlagen: Grenzzaun, KfZ-Sperren, B-Turm.
Aus meiner Sicht sehr wahrheitsnah dargestellt, ausser einer Kleinigkeit: Der uneingeweihte Besucher erhält aufgrund der Ausstellungsstücke im thüringer Teil den Eindruck, dass bei den Grenztruppen nur Berufssoldaten waren.
Ich habe das gegenüber der Museumsleitung angemerkt - die Antwort lautete sinngemäss: Wir haben so viele Stücke in den Archiven, wir können aus Platzgründen gar nicht alles ausstellen.
Ich hab mich dort als ehemaliger Grenzer geoutet - und habe kein Hausverbot- Im Gegenteil.

Gruss Hartmut




grün: Ich auch nicht ! War am BT, wo der Abschnitt in Niederneuendorf am KS an die Havel stößt. Der Verantwortliche dort war sehr interessiert, als ich ihm die Sache schilderte, wie es damals, als es noch ein i.d.R. unbesetzter Holzturm 1967/68 war, dort zuging.
Das kommt sicher auf die Aufgeschlossenheit des jeweiligen Verantwortliche für ein Museum an. Ein H.K. wäre mir wohl sofort unsachlich in´s Wort gefallen, vermute ich.



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#46

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 11:26
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #41
Also für mich ist es ein gutes Museum, wenn ich dort Dinge meines damaligen Lebens wiederfinde. Dinge die es heute so nicht mehr gibt. Ich möchte mich dort auf eine Zeitreise in die Vergangenheit begeben und dabei Sachen entdecken, die ich eventuell schon vergessen habe.

Ich möchte dort aber nicht das Gefühl haben, dass mein Leben absichtlich falsch zur allgemeinen Belustigung von dritten vorgeführt wird. Es tut weh, wenn mein Leben und die Dinge die ich einst geliebt und besessen hatte, an solch einen Ort belächelt werden. "Oh Mann, waren die da drüben doof, den alten Plunder hätten wir doch schon lange weggeschmissen. Uralter Kram!"

Das hat zum Beispiel ein Knirps, vermutlich aus dem Rheinlande (der Dialekt war nicht zu überhören), zu seinem vermutlichen Opa gesagt, welcher dabei zustimmend nickte. Ich frage mich dabei, was wollen solche Leute in einen DDR-Museum und was haben sie dort erwartet? Mal einen schönen Nachmittag machen und mal so richtig ablachen?

Vor einem 1.1 Trabant, kam der Opa dann wieder zu Wort. "De VW Technik hamse auch von uns geklaut. Leck mich de Socken!"

Den Rest spare ich mir lieber.

Gruß vom Glatten




rot: Dumme sterben niemals aus und sie werden´s Dir nicht glauben, daß sie dumm sind. Es passt so einigen wohl doch nicht, daß wir auch was konnten, da müssen sie sich eben größer machen als sie sind. Nur schade, wenn die Heranwachsenden dann schon die Richtung geblasen bekommen und dann später nur noch mit Mühe davon etwas wegkommen



Damals87 und der glatte haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 11:45
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Hallo DoreHolm,

mein Gesprächspartner dort war der stellvertrende Direktor:
http://www.pointalpha.com/stiftung/vorstand
Total angenehme Begegnung. Er konnte zuhören - ich auch.....

Hohenschönhausen... hm, ich glaub, da muss ich nicht hin. Bin froh, dass ich zu DDR-Zeit nur wenige Berührungspunkte mit dem Thema hatte.
Und was ich hier -von verschiedenen Seiten- dazu lese, reicht mir eigentlich, um mir ein Bild zu machen.
Ich kann schon gut nachvollziehen, dass es für manche eine schmerzende Wunde bleiben wird.

Gruss Hartmut


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#48

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 11:47
von Alfred | 6.853 Beiträge

Hallo,

ich kann die Führungsstelle des MfNV in Harnekop empfehlen.

Leider ist die Qualität der Führungen sehr unterschiedlich.

Und als zweites die "Bunkeranlagen" der Gruppe in Wünsdorf.

Die dort erlebte Führung war 1 A !!


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#49

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 13:22
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

http://www.ddr-museum.de/de/ausstellung/

Ich war 2011 in diesem Museum und fand es wirklich nicht schlecht. Viele Dinge zum Anfassen, Darstellung der Berufsblider und Vieles mehr. Für mich war es eine interessante Zeitreise weil ich einiges vergessen bzw. verschüttet habe.
Die Bemerkungen der Rheinländer wurde ich nicht so ernst nehmen...gehe mal heute in ein 60/70ger Museum...da sag ich och...was für olle Klamotten.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#50

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 13:37
von Lutze | 8.039 Beiträge

für Verkehrsbegeisterte kann ich das Motorradmuseum auf dem Schloss
Augustusburg empfehlen oder das Verkehrsmuseum in Dresden
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#51

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 13:44
von EK82I | 869 Beiträge

Hallo icke46, genau den einen meinte ich.Kannst Du noch den anderen als Link hier zufügen? Gehören beide zu dem gleichen Bauwerk.Hat alles so gut begonnen,bis das Grundstück samt Denkmal veräussert wurde,durch eine Bundesbehörde.

Gruss Michael


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#52

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 20:58
von Ex-Huf (gelöscht)
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Zitat von Ex-Huf im Beitrag #32
Zitat von Vierkrug im Beitrag #22
Für das Museum Haus am Checkpoint Charlie, wie auch für Hohenschönhausen habe ich Hausverbot !!! Kann aber damit leben. Am Checkpoint hat sich eine Besuchergruppe mehr für meine Ausführungen interessiert, wie für die des Museumsführers. Nach einem kurzem, aber meinerseits sachlich geführtem Disput wurde ich dann des Hauses verwiesen und mir zugleich mitgeteilt, dass ich dieses Haus nicht mehr betreten dürfte.
Ähnlich erging es mir fast im neugestaltetem Armeemuseum in Dresden. Da mein Sohn in der Nähe des Museums wohnt, besuchten wir es auch gemeinsam. Ich konnte es mir nicht verkneifen, meinem Sohn gegenüber Falschaussagen zu korrigieren. Das mißfiel auch einigen Museumsmitarbeitern. Aber es blieb ohne Konsequenzen.
Und in Hohenschönhausen habe ich dem Museumspersonal anscheinend zuviele konkrete Fragen gestellt, die sie nicht beantworten wollten oder nicht konnten. Auch hier der Versuch eines sachlichen Disputes, der letztendlich mit der Hausverweisung aus Hubertus seinem Gruselkabinett führte.
Berlin-Gatow ist nicht schlecht gemacht.

Es gibt aber gut gestaltete Kabinette und Museen - dazu dann später mehr.

Vierkrug



Wer als damaliger Insider heute scheinheilig in ein solches Museum geht, um dort vorsätzlich zu stören, muss sich allerdings auch einige Fragen gefallen lassen:

Was wurde im Zusammenhang mit dem sich anbahnenden Untergang der DDR von den damals dort tätigen MA zerstört und mit welcher Absicht?

Ist damaligen MA entsprechender Institutionen eigentlich bewußt, welcher ehemaliger rechtschaffender Bürger der DDR bis an den Ort heutiger Gedenkstätten seinerzeit vordrang? Durch Eure echt anzweifelbare Tätigkeit über sehr viele Jahre habt Ihr wohl ausgeblendet, dass jene DDR-Bürger jene Orte auf dem Territorium ihres damaligen "Vaterlandes" nie zu Gesicht bekamen?

Soll das vorsätzliche Stören und Pöbeln gegenüber MA dieser Gedenkstätten Eure haltlose und völlig unmoralische Hass-Äußerung gegenüber der neuen Bundesrepublik sein, in deren Hoheitsgebiet Ihr alle Rechte und Nettigkeiten Eures ehemaligen Klassenfeindes ausufernd genießt?


VG Huf


Huf achte bitte auf die Forenregeln.Letzter Satz wegen pauschaler Beleidigungen gelöscht---Pitti53


An dieser Stelle sei dem Reflex-Wadenbeißer pittiplatsch gedankt, denn eine derartige Admin-Reaktion ist nur ihm anheim....

VG Ex-Huf


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#53

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 21.02.2013 22:47
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #49
http://www.ddr-museum.de/de/ausstellung/

Ich war 2011 in diesem Museum und fand es wirklich nicht schlecht. Viele Dinge zum Anfassen, Darstellung der Berufsblider und Vieles mehr. Für mich war es eine interessante Zeitreise weil ich einiges vergessen bzw. verschüttet habe.
Die Bemerkungen der Rheinländer wurde ich nicht so ernst nehmen...gehe mal heute in ein 60/70ger Museum...da sag ich och...was für olle Klamotten.
Stimme @Grenzverletzerin zu und kann dieses Museum ebenfalls empfehlen,es ist interessant gestaltet.


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#54

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 22.02.2013 02:06
von mannomann14 | 625 Beiträge

wer sich mal auf die Insel Usedom verirrt sollte unbedingt sich die Zeit für dieses Museum nehmen

http://www.museumdargen.de/service/ausstellung.html

ein Besuch lohnt sich wirklich,gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#55

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 14.03.2013 12:00
von Lutze | 8.039 Beiträge

das deutsche Zollmuseum in der Hamburger Speicherstadt
ist auch sehr interessant,und nebenan gleich was für die Eisenbahnfreunde
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#56

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 14.03.2013 12:39
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Zitat von Vierkrug im Beitrag #22
Für das Museum Haus am Checkpoint Charlie, wie auch für Hohenschönhausen habe ich Hausverbot !!! Kann aber damit leben. Am Checkpoint hat sich eine Besuchergruppe mehr für meine Ausführungen interessiert, wie für die des Museumsführers. Nach einem kurzem, aber meinerseits sachlich geführtem Disput wurde ich dann des Hauses verwiesen und mir zugleich mitgeteilt, dass ich dieses Haus nicht mehr betreten dürfte.
Ähnlich erging es mir fast im neugestaltetem Armeemuseum in Dresden. Da mein Sohn in der Nähe des Museums wohnt, besuchten wir es auch gemeinsam. Ich konnte es mir nicht verkneifen, meinem Sohn gegenüber Falschaussagen zu korrigieren. Das mißfiel auch einigen Museumsmitarbeitern. Aber es blieb ohne Konsequenzen.
Und in Hohenschönhausen habe ich dem Museumspersonal anscheinend zuviele konkrete Fragen gestellt, die sie nicht beantworten wollten oder nicht konnten. Auch hier der Versuch eines sachlichen Disputes, der letztendlich mit der Hausverweisung aus Hubertus seinem Gruselkabinett führte.
Berlin-Gatow ist nicht schlecht gemacht.

Es gibt aber gut gestaltete Kabinette und Museen - dazu dann später mehr.

Vierkrug




Das ist doch garnichts! Ich hatte Berlinverbot!!


Hab jetzt erst den Beitrag gefunden!!


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#57

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 14.03.2013 12:47
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #55
das deutsche Zollmuseum in der Hamburger Speicherstadt
ist auch sehr interessant,und nebenan gleich was für die Eisenbahnfreunde
Lutze


Lutze, meinste das Miniaturmusseum?....muß man auf alle Fälle besuchen...


xxx
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#58

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 14.03.2013 12:54
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #57
Zitat von Lutze im Beitrag #55
das deutsche Zollmuseum in der Hamburger Speicherstadt
ist auch sehr interessant,und nebenan gleich was für die Eisenbahnfreunde
Lutze


Lutze, meinste das Miniaturmusseum?....muß man auf alle Fälle besuchen...


genau,sollte man gesehen haben,war schon 3 mal dort,und jedes mal sind
neue Sachen zu entdecken,vergesst die Kinder nicht mit zunehmen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#59

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 14.03.2013 12:58
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #58
Zitat von silberfuchs60 im Beitrag #57
Zitat von Lutze im Beitrag #55
das deutsche Zollmuseum in der Hamburger Speicherstadt
ist auch sehr interessant,und nebenan gleich was für die Eisenbahnfreunde
Lutze


Lutze, meinste das Miniaturmusseum?....muß man auf alle Fälle besuchen...


genau,sollte man gesehen haben,war schon 3 mal dort,und jedes mal sind
neue Sachen zu entdecken,vergesst die Kinder nicht mit zunehmen
Lutze



...und etwas Wartezeit einplanen, aber es lohnt sich....nicht nur für Eisenbahnfans ist was dabei...
mehr wird nicht verraten


xxx
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#60

RE: Ein DDR-Museum. Wo ist das Beste und welches ist voll daneben?

in Leben in der DDR 09.05.2013 19:28
von winfried | 7 Beiträge

Zum Beitrag des Glatten

Welche Umstände auch immer, ich zog die Konsequenzen und verließ die DDR per Ausreiseantrag zum Zweck der Übersiedlung in einen Neutralen Staat, deutschsprachig und auf gleicher Meereshöhe, wie mein DDR-Wohnort - nach Österreich.
Die erste Nacht in der großen Freiheit verbrachte ich hinter Gittern, weil bei der Unterkunftsuche erkannt wurde, daß ich aus der DDR komme, also ein Spion sein müsse. Am nächsten Tage, nach einem Verhör wurde ich freigelassen, aber durfte ich die Stadt nicht verlassen und mußte mich täglich bei der Polizei melden. Nach 4 Tagen erhielt das Arbeitsamt einen Anruf, daß einer Arbeitsaufnahme polizeilich nichts entgegen steht und nach 30 Minuten beim Arbeitsamt bekam ich Stellenangebote, ich nahm das erste gleich an und wurde in der Bundesrepublik für Projektierungsarbeiten eingesetzt.

Als Ingenieur war ich sehr vielseitig und hatte mich sehr schnell in die neue Aufgabe eingearbeitet und wurde geachtet. Hierzu soll man wissen, daß ein guter Ingenieur aus der DDR in der BRD spitze ist. Das schlug sich auch im Verdienst nieder. Das Vorschriftenwerk war vielfach das Gleiche, denn die 0-TGL war ja DIN und die anderen Standard hat man sich schnell besorgt.
Das Verhältnis zu den westdeutschen Arbeitskollegen war ein gutes und weil ich fachlich meine Sache gut machte und meine sozialistische Kameradschaft nicht abgelegt hatte, ergaben sich auch persönliche Kontakte und Gespräche. So wurde ich von den Wessis wie einer von denen betrachtet, auch wenn ich nichts Schlechtes über die DDR erzählte, da wurde mir der Begriff Freiheit erläutert. "aber ihr seid doch nicht frei" man betrachtete mich als DDR-Bürger (ich hatte ja auch den DDR-Pass, " ihr könnt doch nicht sagen der Honecker ist ein Arschloch, während wir sagen können der Schmidt ist ein Arschloch und da passiert nichts". Der westdeutsche Freiheitsbegriff definiert und beschränkte sich als darauf, daß man straffrei in ungezogener Weise das Staatsoberhaupt mit einem Schimpfwort belegen darf. Eine solche Primitivität und Unanständigkeit hatte ich vorher den Westdeutschen gar nicht unterstellt. Laut Strafgesetzbuch der BRD steht die Verunglimpfung des Staates und des Staatsoberhauptes unter Strafe. Diesen blau unterlegten Spruch habe ich zu Hunderten von allen Bürgern, mit denen ich Kontakt hatte, mir anhören müssen, von Schülern, Lehrlingen, Facharbeitern, Meistern, Ingenieuren, Doktoren, Generaldirektoren usw.

Es war erschütternd in welch einer unterentwickelten Gesellschaft ich mein Geld verdienen durfte.

Die privaten Kontakte vertieften sich und ich gehörte 1985 mit den ersten, die sich einen Computer zulegten und so ergaben sich Interessengruppen in der Erhaschung von Programmen, bevor sie auf den Markt kamen. Wir trafen uns bei mir und bei den anderen in der Wohnung, wir schrieben Programme, tauschten sie aus, halfen uns wenn es Systemabstürzte gab und so entstand ein Klima, daß die Westdeutschen ihre innerste Meinung über die DDR, den Sozialismus und der dort lebenden Menschen preisgaben. Zusammengefaßt: der Bundesbürger haßt die DDR-Büger wie die Pest, aber in einem so ausgeprägtem Maße, daß es einem schwindlig wird. Das kann sich keiner vorstellen, wenn er das nicht so wie ich oder ähnlich selbst erfahren mußte. Aber die Unterentwickelheit der Menschen läßt es auch gar nicht zu, zu versuchen zu erklären, daß die DDR eine gesellschaftliche Entwicklung genommen hat, die der der BRD um ca. 40 Jahre voraus ist.

Wer die dritte Klasse nicht geschafft hat und nicht versetzt werden konnte, den kann man nicht einfach in die 11. Klasse stecken, der versteht Bahnhof.

Als die DDR dummerweise " die Grenze wieder öffnete" brach natürlich die DDR zusammen und damit auch die von der DDR abhängige Sowjetunion. Danach sollten die gelernten DDR-Bürger plötzlich die gleichen Deutschen sein , wie die Westdeutschen. Den Staat DDR gabs nicht mehr, aber der Haß auf DDR-Bürger, der blieb umso substantieller, weil man das System nicht mehr angreifen konnte, das gab`s nicht mehr, aber die Bürger dieses untergegangenen Staates, auf die konnte man nun trampeln - bis heute, mit wenig abnehmender Tendenz.

In Österreich vollzog sich ein noch krasserer Wandel, während ich früher hier geachtet wurde, darf ich seit der Wende nicht sagen wo ich her komme, das ist regelrecht gefährlich, das führte zum Beispiel 2009 in einem Krankenhaus hier zur sofortigen Entlassung.

In einem anderen Krankenhaus 2012 hat der Mit-Patient des Zweibettzimmers mir erklärt, nachdem er feststellte, daß mein Geburstort, auf dem Territorium Deutschlands , nach Kriegsende die SBZ und ab 1949 die DDR war, daß ich dieses Krankenhaus nicht lebend verlasse werde. Beim Zusammentreffen von Interessengruppen wurde mir von Freunden angetragen, möglichst nichts zu sagen, gleich gar nicht wo ich herkomme und auf keinen Fall ein Wort von Sozialismus oder Kommunismus, dann könne man für nichts mehr garantieren.

Soviel über das Bildungsniveau der Menschen im Kapitalismus.

Ich wünsche allen alles Gute
Winfried


zuletzt bearbeitet 09.05.2013 19:35 | nach oben springen


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