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#1541

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 18:09
von Gelöschtes Mitglied
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Danke, @Schlutup - wieder was dazu gelernt. Vermutet habe ich zwar etwas in der Richtung, aber genau kannte Ursprung und Zielsetzung dieses Begriffes nicht.

Amüsiert hat mich allerdings das hier:

Zitat von Schlutup im Beitrag #1539
Birgit Wolf definiert den DDR-Begriff Sättigungsbeilage als „Sammelbezeichnung für die in Gaststätten zu Fleischgerichten gereichten Kartoffeln, Reis, Nudeln, ]wenn bei Druck der Speisekarte nicht absehbar war, was zur Verfügung stehen würde.“schlutup


Bei einer (angeblich) so gut funktionieren Planwirtschaft und einer (angeblichen) ständigen Übererfüllung der Pläne wusste man in der Realität also nicht, was zum jeweiligen Zeitpunkt tatsächlich verfügbar war. Das Wort "Beilage" war und ist auch im Westen als Oberbegriff durchaus geläufig, aber in Kombination mit "Sättigung" streift einen der Atem des exakt beschreibenden, preussischen Berufsbeamtentums. So wie viele offensichtlich mit dem schwammigen Begriff "Ampel" nichts anfangen können und lieber kurz und knackig von einer "Wechsellichtzeichenanlage" sprechen....


zuletzt bearbeitet 10.05.2014 18:10 | nach oben springen

#1542

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 18:15
von Moskwitschka (gelöscht)
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Du machst solange, lieber @Dandelion bis es bei Dir nur noch Sättigungsbeilagen gibt. Nischt mit Fleisch, Fisch oder Gemüse - nur noch die Wahl - essen oder nicht.

Da sind wir bei dem Begriff "Wahlessen". Wo hat der seinen Ursprung?

LG von der Moskwitschka


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#1543

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 18:25
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1542
Du machst solange, lieber @Dandelion bis es bei Dir nur noch Sättigungsbeilagen gibt. Nischt mit Fleisch, Fisch oder Gemüse - nur noch die Wahl - essen oder nicht.

Da sind wir bei dem Begriff "Wahlessen". Wo hat der seinen Ursprung?

LG von der Moskwitschka




Das kann ich Dir sagen.Damals bei uns in der Werkskantine gab es das. Drei Sorten von Werksessen und vier bis fünf Wahlessen.


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#1544

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 18:32
von Ostlandritter | 2.455 Beiträge | 14 Punkte
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1542
Du machst solange, lieber @Dandelion bis es bei Dir nur noch Sättigungsbeilagen gibt. Nischt mit Fleisch, Fisch oder Gemüse - nur noch die Wahl - essen oder nicht.

Da sind wir bei dem Begriff "Wahlessen". Wo hat der seinen Ursprung?


LG von der Moskwitschka




Den Begriff hab ich das erstemal auf der " Dittrichshütte " gehört ,- dort hiess es immer beim Anblick des lieblosen Fraßes :

" Das ist Wahlessen,- denn Du hast die Wahl- friss es oder lass es... "


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#1545

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 18:39
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Zitat von Schlutup im Beitrag #1533
Zitat von Harra318 im Beitrag #1528
es wird was neues ausprobiert !





und


Ja, @Schlutup wie was weiter? Zwischendurch sah er so aus dann so .Naja und jetzt ist er schon lange weg


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#1546

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 18:42
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #1544
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1542
Du machst solange, lieber @Dandelion bis es bei Dir nur noch Sättigungsbeilagen gibt. Nischt mit Fleisch, Fisch oder Gemüse - nur noch die Wahl - essen oder nicht.

Da sind wir bei dem Begriff "Wahlessen". Wo hat der seinen Ursprung?


LG von der Moskwitschka




Den Begriff hab ich das erstemal auf der " Dittrichshütte " gehört ,- dort hiess es immer beim Anblick des lieblosen Fraßes :

" Das ist Wahlessen,- denn Du hast die Wahl- friss es oder lass es... "



Bei uns auf der Werft war es so,für Werksessen hat man sich für die Woche Essenmarken geholt.Der Preis lag bei 0,85 Pf--0,95 Pf. und 1,05 M pro Essen. Und bei Wahlessen hat man ebend 2 bis 4 Mark hingelegt pro Essen, da gab es dann auch keinen Nachschlag.


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#1547

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 18:56
von Schlutup | 4.416 Beiträge | 2587 Punkte
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@Harra318

moin,
hast du ihn mit Hack gefüllt? Wie lange war er im Backofen?


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#1548

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 19:00
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Zitat von Schlutup im Beitrag #1547
@Harra318

moin,
hast du ihn mit Hack gefüllt? Wie lange war er im Backofen?

nein,ummantelt(wie bei Twix) Backofen ca 90 min bei 150 Grad


Schlutup hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1549

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 19:02
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #1544
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #1542
Du machst solange, lieber @Dandelion bis es bei Dir nur noch Sättigungsbeilagen gibt. Nischt mit Fleisch, Fisch oder Gemüse - nur noch die Wahl - essen oder nicht.

Da sind wir bei dem Begriff "Wahlessen". Wo hat der seinen Ursprung?


LG von der Moskwitschka




Den Begriff hab ich das erstemal auf der " Dittrichshütte " gehört ,- dort hiess es immer beim Anblick des lieblosen Fraßes :

" Das ist Wahlessen,- denn Du hast die Wahl- friss es oder lass es... "




hätten die dir auch noch " Metaxa " hinstellen sollen ?



Ostlandritter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1550

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 19:09
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Zitat von Schlutup im Beitrag #1539

In Deutschland unterteilt man die Beilagen heute in Sättigungsbeilagen und Gemüsebeilagen, ursprünglich ist „Sättigungsbeilage“ ein Begriff der DDR-Gastronomie.[1][2] Birgit Wolf definiert den DDR-Begriff Sättigungsbeilage als „Sammelbezeichnung für die in Gaststätten zu Fleischgerichten gereichten Kartoffeln, Reis, Nudeln, wenn bei Druck der Speisekarte nicht absehbar war, was zur Verfügung stehen würde.“
Allgemein kann diese Beilage in Gaststätten auf Wunsch auch geändert werden, beispielsweise „Pommes statt Spätzle“.

Aber nicht in der DDR, ich habe da andere Erinnerungen.
Oftmals stand es auch gleich auf der Karte: "Beilagen Umstellungen sind nicht möglich".
Ich habe das tausende mal erlebt, wenn im Frühsommer die neuen Kartoffeln kamen, sie noch nicht in ausreichender Menge zur Verfügung standen und nur zu den teueren Gerichten gereicht wurden. Die wenigsten Gäste wollten Nudeln oder Reis essen. Das gab jedes mal großes Theater, wenn sie keine Kartoffeln zu ihren Essen bekamen.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#1551

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.05.2014 19:15
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Zitat von Hapedi im Beitrag #1549
[quote=Ostlandritter|

Den Begriff hab ich das erstemal auf der " Dittrichshütte " gehört ,- dort hiess es immer beim Anblick des lieblosen Fraßes :

" Das ist Wahlessen,- denn Du hast die Wahl- friss es oder lass es... "




hätten die dir auch noch " Metaxa " hinstellen sollen ?
[/quote]

Wäre ne gute Idee gewesen - dummerweise hab ich auch nie danach gefragt....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1552

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.05.2014 14:23
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Fand gerade in einer Zeitung von 1925 ein Inserat von einem Lokal in Thüringen.
Dort gab es
Salzknochen mit Meerrettich und Sauerkraut!
Was sind Salzknochen? Gibt es die heute noch zum Mittag?


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#1553

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.05.2014 14:31
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #1552
Fand gerade in einer Zeitung von 1925 ein Inserat von einem Lokal in Thüringen.
Dort gab es
Salzknochen mit Meerrettich und Sauerkraut!
Was sind Salzknochen? Gibt es die heute noch zum Mittag?

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&e....66330100,d.bGQ



zuletzt bearbeitet 11.05.2014 14:31 | nach oben springen

#1554

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.05.2014 14:33
von Hans | 2.166 Beiträge | 3 Punkte
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Mahlzeit.....
Ich nehm mal an, damit ist "Sälzknöchle" gemeint. Das ist gepökeltes Eisbein. Das kennst Du ev. auch unter dem Namen "Beinscheibe".
73 Nans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#1555

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 12.05.2014 13:46
von thomas 48 | 3.868 Beiträge | 594 Punkte
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habe mich wieder über die Antworten sehr gefreut, finde es immer wieder schön, das im Forum jemand eine Frage beantworten kann


hundemuchtel 88 0,5 und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1556

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 13.05.2014 10:13
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.587 Beiträge | 345 Punkte
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Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #1267
Moin und Salzbraten!!,

Zutaten:

-1-1,5 kg Schweinekamm im Stück
-1kg Salz ohne Jod oder andere Zusätze
-Pfeffer
-1 Bogen Backpapier


Zuber.:

-Knochen auslösen
-Fleisch waschen
-Bogen Backpapier auf Backblech ausbreiten
-Salz auf dem Backpapier schütten, nicht verteilen, Berg machen
-das Fleisch pfeffern NICHT salzen
-das Fleisch auf das Salz legen und versuchen, das soviel wie möglich Salz unter dem Fleisch liegt
-bei 160-170°C Ober-Unterhitze auf Mittelschiene 3-3,5 Std. backen lassen (bei 1 kg Fleisch reichen 3 Std.
bitte nach Knochenauslösung wiegen!)

-man kann jetzt ruhig in den Garten gehen für die Zeit, es passiert nichts

wenn die Backzeit um ist, den Braten auf´n Tisch und 10 min. ruhen lassen, dann einfach den Braten vom Salz nehmen,
es haftet kaum Salz am Fleisch!
das Salz auf dem Backblech ist Steinhart und wird entsorgt, ohne Backpapier wäre es nicht vom Blech zu lösen.

viel Spass beim "nachmachen" und Guten.........Apetitt!

gruß h.



ich habe es endlich geschafft mal Fotos zu machen!!! Ist immer wieder ein Gedicht!!



gruß h.


Schlutup hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1557

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 13.05.2014 11:39
von Vogtländer (gelöscht)
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Kartoffelpuffer mit ordentlich Zwiebeln auf Würfelspeck gebraten ist auch nicht zu verachten.
Bekam ich erst Samstag wieder von Muttern vorgesetzt.Nach dem ich ordentlich aufgegessen hatte,da brauchte ich nen Verdauungsschnaps und -schläflein!


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#1558

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 13.05.2014 20:33
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Hallo, @Vogtländer, in unserer Gegend kennen wir Kartoffelpuffer nur ohne Zwiebeln und Speck..., nach dem Backen in der Pfanne werden sie mit Streuzucker und Apfelmus gegessen...

Die Mutter meines Stiefvaters, die aus Schlesien stammte, bereitete Kartoffelpuffer auch mit Zwiebeln zu, für uns Kinder damals ungewohnt, aber auch sehr lecker....

VG Klaus


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#1559

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 13.05.2014 20:41
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Als Kind bekam ich sie bei Oma,auch aus Schlesien,in der gleichen Version wie Du und die Meisten von uns.Vater kam dann mal auf die Zwiebel-Speck-Version,welche dann als Hauptversion verblieb.


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#1560

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 13.05.2014 20:54
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Hallo, @Vogtländer , da auch meine väterlichen Vorfahren aus Schlesien stammen, sind wir am Ende noch verwandt?
Ich habe so etwas vor einigen Monaten mit einem Mann aus Nürnberg via Netz auch erlebt, er war kein Betrüger...

Ich weiß, OT..., sorry

VG Klaus


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