#741

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 10:35
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Schlutup im Beitrag #742
moin moin,
ich hätte da mal eine Frage das auch in Richtung Essen geht.
Wie soll das gehen? Beim braten von Aubergine vermehren sich die Kohlenkohlenhydrate? Rama hat auf 100g - 0,5 KH
Verstehe ich jetzt nicht.




Machst du low carb?
Hab ich auch mal, bin immer fetter geworden, jetzt ess ich wieder was mir schmeckt.


zuletzt bearbeitet 11.11.2013 10:36 | nach oben springen

#742

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 10:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von der glatte im Beitrag #741


@ Dandelion und anderen Anwärtern, welche die Grundelemente der sächsischen Sprache noch nicht so perfektioniert haben, gibt es natürlich eine Auflösung. Es handelt sich bei "Glitscher" um eine Art Reibekuchen; Kartoffelpuffer, Reibedatscherln aus rohen Kartoffeln.



Danke für die Erläuterung, Reiner - ich habe beim Begriff "Glitscher" an irgendetwas Schlüpfriges, jedenfalls schwer Unanständiges gedacht. Ohne es zu präzisieren, um möglichen indiskreten Fragen vorzubeugen

Zitat von der glatte im Beitrag #741
Zum Stollenbacken:
War bei uns eine Familiensache schon im Vorfeld. Zutaten beschaffen und ungesetzlich horten, möglichst schon einige Monate vor Dezember. Sichern der Bestände (Rosinen, Mandeln, etc.) durch Oma und Mutter vor unseren gierigen Blicken und verfressenen Schnuten. Alles wurde mit dem großen Kochlöffel verteidigt und wehe man wurde beim Naschen erwischt. Also, ich merke schon, da muss ich einmal wieder weiter Ausholen und unsere Stollenbäckerei genauer erzählen. Alles wird darin erklärt, auch was ein "Stollenzeichen" ist.



Heh, das ist nicht fair: Die Wurst (oder in diesem Fall den Stollen) unter die Nase halten und dann wieder wegziehen: Das tut man nicht, um den in Hamburg üblichen Ausdruck für höchste Ablehnung und tiefste Empörung zu nutzen.

Also: Lass die Finger fliegen und erklär dann man, was ein Stollenzeichen ist. Ich vermute mal stark, dass es nichts mit Bergbau zu tun hat...


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#743

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 11:06
von furry | 3.562 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #742
moin moin,
ich hätte da mal eine Frage das auch in Richtung Essen geht.
Wie soll das gehen? Beim braten von Aubergine vermehren sich die Kohlenkohlenhydrate? Rama hat auf 100g - 0,5 KH
Verstehe ich jetzt nicht.




@Schlutup, an irgendeiner Stelle dieser Nährwerttabelle ist ein Fehler.
Die berechneten Energiegehalte (kJ) auf Basis der ausgewiesenen Nährstoffe stimmen.
Der Fehler liegt wahrscheinlich bei den ausgewiesenen Kohlehydraten der gegrillten Aubergine.
Wenn ich hier die drei Nährstoffe addiere und noch 0,5% Mineralstoffe hinzurechne, komme ich auf 5% Trockensubstanz. Nun kann ich mir nicht vorstellen, dass eine gegrillte Aubergine noch 95% Wasser enthält.
Siehe auch hier:http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publi...ter/p_19069.pdf


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#744

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 12:09
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Hallo Rainer,
Kennst du Kartoffelpuffer, auch Detscher genannt?


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#745

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 12:28
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #746
Hallo Rainer,
Kennst du Kartoffelpuffer, auch Detscher genannt?


Thomas ich denke Du irrst,Kartoffelpuffer werden aus Rohen Kartoffeln gerieben. Der Detscherteig wird gerollt, ich denke mal Mehl Eier Wasser. Gibts Jährlich in Saalfeld "Das Detscherfest".


zuletzt bearbeitet 11.11.2013 12:43 | nach oben springen

#746

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 13:02
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #747
Zitat von thomas 48 im Beitrag #746
Hallo Rainer,
Kennst du Kartoffelpuffer, auch Detscher genannt?


Thomas ich denke Du irrst,Kartoffelpuffer werden aus Rohen Kartoffeln gerieben. Der Detscherteig wird gerollt, ich denke mal Mehl Eier Wasser. Gibts Jährlich in Saalfeld "Das Detscherfest".



"Klitscher" und "grüne Fratzen" kann man auch zu den Puffern sagen, so rüschtich Hochdeutsch ist es wohl der Reibekuchen.


zuletzt bearbeitet 11.11.2013 13:03 | nach oben springen

#747

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 15:27
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #748
Zitat von Pit 59 im Beitrag #747
Zitat von thomas 48 im Beitrag #746
Hallo Rainer,
Kennst du Kartoffelpuffer, auch Detscher genannt?


Thomas ich denke Du irrst,Kartoffelpuffer werden aus Rohen Kartoffeln gerieben. Der Detscherteig wird gerollt, ich denke mal Mehl Eier Wasser. Gibts Jährlich in Saalfeld "Das Detscherfest".



"Klitscher" und "grüne Fratzen" kann man auch zu den Puffern sagen, so rüschtich Hochdeutsch ist es wohl der Reibekuchen.




ja Reibekuchen, meine neuen Landsleut hier im Rheinland nennen sie auch "Riefkoke"


.
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#748

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 16:54
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #744
Zitat von der glatte im Beitrag #741


@ Dandelion und anderen Anwärtern, welche die Grundelemente der sächsischen Sprache noch nicht so perfektioniert haben, gibt es natürlich eine Auflösung. Es handelt sich bei "Glitscher" um eine Art Reibekuchen; Kartoffelpuffer, Reibedatscherln aus rohen Kartoffeln.


Danke für die Erläuterung, Reiner - ich habe beim Begriff "Glitscher" an irgendetwas Schlüpfriges, jedenfalls schwer Unanständiges gedacht. Ohne es zu präzisieren, um möglichen indiskreten Fragen vorzubeugen
Zitat von der glatte im Beitrag #741
Zum Stollenbacken:
War bei uns eine Familiensache schon im Vorfeld. Zutaten beschaffen und ungesetzlich horten, möglichst schon einige Monate vor Dezember. Sichern der Bestände (Rosinen, Mandeln, etc.) durch Oma und Mutter vor unseren gierigen Blicken und verfressenen Schnuten. Alles wurde mit dem großen Kochlöffel verteidigt und wehe man wurde beim Naschen erwischt. Also, ich merke schon, da muss ich einmal wieder weiter Ausholen und unsere Stollenbäckerei genauer erzählen. Alles wird darin erklärt, auch was ein "Stollenzeichen" ist.


Heh, das ist nicht fair: Die Wurst (oder in diesem Fall den Stollen) unter die Nase halten und dann wieder wegziehen: Das tut man nicht, um den in Hamburg üblichen Ausdruck für höchste Ablehnung und tiefste Empörung zu nutzen.
Also: Lass die Finger fliegen und erklär dann man, was ein Stollenzeichen ist. Ich vermute mal stark, dass es nichts mit Bergbau zu tun hat...


Rotmark:
@Dandelion, ich gehe mal davon aus der @der glatte glatte meint das:
Bei uns zu Hause wurde auch (viel) Stollen gemacht.
Da aber mehrere Leute zur gleichen Zeit beim Bäcker Stollen backen ließen und jeder auch Teig für mehrere Stollen bei Bäcker abgab mußten sowohl der Stollenteig als auch die Stollen (vor dem backen) gekennzeichnet werden. Dafür hatten wir kleine Alublechschilder die in den Stollenteig bzw. in den Stollen gesteckt wurden.In den Schildern waren in der Regel die Namen oder Zeichen einstanzt bzw. graviert.
Mußt Du Dir vorstellen wie die Schildchen für den Kräutergarten...


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 11.11.2013 16:56 | nach oben springen

#749

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 17:04
von Krepp | 533 Beiträge


Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#750

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 17:18
von furry | 3.562 Beiträge

Da fällt mir eine Geschichte zum Stollenbacken beim örtlichen Bäcker ein. Damals in den 50ern hatten wir auf dem Dorf eine Familie mit 12 Kindern. Die Eltern, beide sehr arbeitsam, konnten aber wegen finanzieller Zwänge keine Stollen backen. Also hat unser Bäcker von jedem angelieferten Teig eine Portion abgenommen, aus dem eigenen Bestand noch etwas dazugegeben und damit hatten die 12 Zimp...kinder auch ihren Weihnachtsstollen. Und obwohl es bei allen sehr knapp war, hat sich niemand darüber aufgeregt.
So war es eben damals.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Hans, der glatte, Pit 59 und Diskus303 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#751

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 17:35
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Zitat von Krepp im Beitrag #751
Hallo,

Stollenzeichen


Genau diese Dinger haben immer drinnen gesteckt wenn wir sie zum Bäcker mit dem Waschkorb getragen haben.Ich glaube aus Holz waren auch einige.


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#752

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 17:40
von Gelöschtes Mitglied
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Genau so war es bei uns auch .

VG Klaus


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#753

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 18:02
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #114
Zitat von furry im Beitrag #110
Insgesamt scheint es doch so, dass die Älteren unter uns zu den deftigen und etwas fetteren Speisen tendieren.
Da will noch Wellflfeisch erwähnen. Das schmeckt natürlich am besten, wenn es von einer Hausschlachtung stammt. Denn auch hier kommt es darauf an, wie und wo es gekocht wurde. In der Fleischbrühe muss es zumindest gelegen habe, besser noch in der Wurstsuppe, dann ist es auch von den herrlichen Gewürzen durchzogen. Wichtig ist, dass für eine gute Wurstsuppe ein oder zwei Würste platzen müssen.
Ich wollte mir mal was Gutes gönnen und habe ein paar Scheiben bei einem Fleischer bei uns auf dem Markt gekauft. Das Wellfleisch hat nach nichts geschmeckt, weil es wahrscheinlich nur in blankem Wasser gekocht wurde.
Übrigens, aus Wurstesuppe lässt sich eine sehr schmackhafte Nudelsuppe bereiten.



Ach ja, da hast Du Recht. Ein zünftiges Schlachtfest mit Wellfleisch, Wustbrühe und Blutwurst rühren.
Draußen war es gerade hell geworden und schweinekalt. Und gesoffen haben die Leute beim Wurstmachen! Oft hat meine Mutter den Fleischermeister dann zurück in sein Haus geführt. Es ging halt immer deftig zu.

Gruß vom Glatten



Ich lege hiermit Protest ein. Wie das hier geschildert wird ist schon seelische Grausamkeit. Mir läuft die Spucke aus den Mundwinkeln .Ich habe davon nichts auf dem Teller. Erinnert mich auch mit Wehmut an das Schwarzschlachten nach dem Krieg. Im Waschhaus wurde der Waschkessel auch für das Brühen der Würste verwendet. Das Wellfleisch schwamm darin, Das auf den Teller ,noch verschiedene Grützwurst und Sauerkraut dazu. Aus der Wurstbrühe wurde Suppe mit Fadennudeln das war für mich immer was besonderes. Frische Blut und Leberwurst dazu . In der Räucherkammer dufteten die Würste und der Schinken so lieblich und verleiteten mich manchmal dazu die Menge zu reduzieren. Meine Großmutter wunderte sich wenn ich wenig Hunger hatte.


furry und der glatte haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.11.2013 18:05 | nach oben springen

#754

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 18:11
von der glatte | 1.356 Beiträge

Na dann erkläre ich hier das geheimnisvolle Stollenzeichen als geklärt.

Stollenbacken ist wirklich eine Familiensache und der heimische Bäcker kannte natürlich auch die Familien selbst ganz gut. Daher kam es zu solchen herzlichen Szenen, wie sie hier schon beschrieben wurden. Heute leider nicht mehr denkbar.

Da aber noch ein wenig Zeit bis Weihnachten ist und ich ja erst einmal meine Erlebnisse um das Stollenbacken zu Papier bringen muss, bitte ich alle Leckermäuler noch um etwas Geduld. Inzwischen können wir doch abklären, was "Plinsen" sind, eine "Bebe" ist und wie man das in anderen Gegenden nennt.

Also in Sachsen kann man einen albernen Menschen als Plinsen bezeichnen, allerdings auch ein leckeres süßes Pfannengericht.
Eine Bebe dagegen (sprich Beebe) ist immer ein Kuchen (Napfkuchen), welcher in Sachsen "geditscht" werden darf. Doch auch Kinder backen in ihren Sandförmchen im Sandkasten eine Bebe und dazu benutzen sie in Sachsen ihre "Bebennäbbel" (Bebennäpfchen).

So, nun jeder zehnmal aufschreiben und dann aufsagen.

Übrigens, sogar in Berlin sind sächsische Geschäfte vorhanden, ich denke da an "Ditsch".

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


zuletzt bearbeitet 11.11.2013 18:19 | nach oben springen

#755

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 18:17
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #753
Zitat von Krepp im Beitrag #751
Hallo,

Stollenzeichen


Genau diese Dinger haben immer drinnen gesteckt wenn wir sie zum Bäcker mit dem Waschkorb getragen haben.Ich glaube aus Holz waren auch einige.


@ Pit59
Rot: Komisch bei uns steckten die Stollenzeichen erst drin, wenn wir die Stollen v o m Bäcker geholt haben.
Habt Ihr den Teig etwa schon Zuhause gemischt und geformt und nur zum "Abbacken" zum Bäcker gebracht? Bei uns wurden nur die Zutaten zum Bäcker geschleppt und die fertigen Stollen zurück.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#756

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 18:23
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #753
Zitat von Krepp im Beitrag #751
Hallo,

Stollenzeichen


Genau diese Dinger haben immer drinnen gesteckt wenn wir sie zum Bäcker mit dem Waschkorb getragen haben.Ich glaube aus Holz waren auch einige.


Ja die Stollenbäckerei zu meiner Lehrzeit liebte ich besonders. Als Lehrling durfte ich die Stollen austragen und bekam gutes Trinkgeld.
Hätten die Hausfrauen einiges vorher gewusst hätte ich mit dem Knüppel bekommen. Warum ? Ist alles längst verjährt daher darf ich es erzählen.
Üblich war das viele Hausfrauen mit ihren Zutaten in die Bäckerei kamen. Da war das Beste gut genug. Rama .Orangeat. Zitronat ,Mandeln ,Marzipan aus dem Westpaket Rum für die Rosinen . Die Schlauen blieben dabei stehen beim Teigkneten und passten auf bis ihre Stollen im Ofen verschwanden. Aber die Anderen ? Bekamen auch ihre Stollen ,nur die Rama landete auf unseren Broten, Die gute "Marina" tat es auch. Jamaika Rum zum Rosinen einweichen ? Welche Verschwendung. Der Alkohol verdunstete sinnlos. Wozu gab es Rum Aroma?
Von jedem gemachtem Teig eine Handvoll abgezweigt und schon hatten wir zwei Stollen für die Familie. Aber das war keine Idee von mir ,das muss schon länger üblich gewesen sein. Und wie gesagt ich durfte die Stollen nach der Arbeitszeit austragen . Dafür wurde ich noch belohnt.


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#757

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 18:29
von Vogtländer (gelöscht)
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@der glatte :
Plinsen (die Essbaren!) so richtich mit Buttermilch und filmreif inne Luft gewendet?
So,mein kleiner Wehrkraftzersetzer,jetzt hastest geschafft!Mutter darf ohne Meldung wegtreten!Inne Küche,an den Herd!
Aber ich verzeihe Dir,da ich als Strafe Dir KEINEN abgebe!


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#758

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 18:33
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #758
Zitat von Pit 59 im Beitrag #753
Zitat von Krepp im Beitrag #751
Hallo,

Stollenzeichen


Genau diese Dinger haben immer drinnen gesteckt wenn wir sie zum Bäcker mit dem Waschkorb getragen haben.Ich glaube aus Holz waren auch einige.


Ja die Stollenbäckerei zu meiner Lehrzeit liebte ich besonders. Als Lehrling durfte ich die Stollen austragen und bekam gutes Trinkgeld.
Hätten die Hausfrauen einiges vorher gewusst hätte ich mit dem Knüppel bekommen. Warum ? Ist alles längst verjährt daher darf ich es erzählen.
Üblich war das viele Hausfrauen mit ihren Zutaten in die Bäckerei kamen. Da war das Beste gut genug. Rama .Orangeat. Zitronat ,Mandeln ,Marzipan aus dem Westpaket Rum für die Rosinen . Die Schlauen blieben dabei stehen beim Teigkneten und passten auf bis ihre Stollen im Ofen verschwanden. Aber die Anderen ? Bekamen auch ihre Stollen ,nur die Rama landete auf unseren Broten, Die gute "Marina" tat es auch. Jamaika Rum zum Rosinen einweichen ? Welche Verschwendung. Der Alkohol verdunstete sinnlos. Wozu gab es Rum Aroma?
Von jedem gemachtem Teig eine Handvoll abgezweigt und schon hatten wir zwei Stollen für die Familie. Aber das war keine Idee von mir ,das muss schon länger üblich gewesen sein. Und wie gesagt ich durfte die Stollen nach der Arbeitszeit austragen . Dafür wurde ich noch belohnt.


Verjährt??? Ein Fall für das Stollengericht!!!

Trotzdem, solche Dinge gehören dazu, nicht umsonst wurde bei uns der Bäcker auch "Teechesel" (Teigesel) genannt.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#759

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 18:35
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #759
@der glatte :
Plinsen (die Essbaren!) so richtich mit Buttermilch und filmreif inne Luft gewendet?
So,mein kleiner Wehrkraftzersetzer,jetzt hastest geschafft!Mutter darf ohne Meldung wegtreten!Inne Küche,an den Herd!
Aber ich verzeihe Dir,da ich als Strafe Dir KEINEN abgebe!


Genau die meine ich! Probiere es doch einmal mit Pflaumenmus als Aufstrich.
Wehrkraftzersetzung kann sooo süß sein!

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#760

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 18:36
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde...
Oh, Peter ........ Wenn DAS meine Tante Lissy noch lesen könnte ! Bei der gabs sowas wie VERJÄHRUNG NICHT !
Stollenzeichen : bei uns zu Hause " Schitchenklammern" -unseres war eine Holzklammer (Wäscheklammer) mit 5 Löchern wie die Fünf auf den Würfel.Und diese wurde in das fertige, aber noch nicht abgebackene Schitchen gesteckt, dann ab zum Bäcker.
Ach so, das mit dem Rum kann ich nachvollziehen - ist fast Alkoholmissbrauch so was.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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