#721

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 09.11.2013 19:28
von Stuelpner | 170 Beiträge

So langsam bereiten wir uns auf die Weihnachtszeit vor, nach dem Totensonntag geht's los. Leider verwischen die Traditionen durch den Kommerz immer mehr. Aber das "Neinerlaa" gibt's nun mal nur am Heiligabend. Stollen (Butterstollen und Rosinenstollen) wurden früher selbst beim Bäcker mit mitgebrachten Zutaten gebacken, angeschnitten wurde am ersten Weihnachtsfeiertag. Heutzutage kann man ab Ende September überall "Weihnachts"artikel kaufen. Meine Großmutter hatte eine Stollenkiste für 16 Stollen, die letzten wurden zu Ostern gegessen. Was esst ihr am Heiligabend?

Gruß Stuelpner (aus dem Erzgebirge)


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#722

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 09.11.2013 20:32
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde...
Na Stülpner, wenn das verwischen von weihnachtlicher Tradition schon bis ins Arzgebirg vorgedrungen ist - Armes Deutschland- .
Was das Stollenbacken angeht- War bei mir zu Hause genau so ,sogar bis auf die 16er Stollenkiste. Stand immer auf dem Schlafstubenschrank von Oma. Nur die Stollen gabs nicht, weil die in Erfurt "Schitchen" heißen . Bedeutung davon ist mir allerdings total unklar-Schande über mich, wurde wohl desshalb Heimatvertrieben.
73 Hans
Edit: FÄHLER


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 09.11.2013 20:33 | nach oben springen

#723

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 09.11.2013 20:45
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #712
... Rainman2 wollte sich mal des Problems annehmen. Aber er hat neben dem Beruf den Kopp voll mit der Singerei und den Holzfällergeschichten (ihm sei daher vom ganzen Herzen verziehn) dass von seiner Seite noch keine weiteren sachdienlichen Hinweise kommen konnten.
...

Liebe grenzgaengerin!

Tut mir leid, komme grad von einer Probe ... jaaa, die Puddingtorte - meine Vermutung war ja der Fettgehalt der Milch. Aber das Problem scheint eher bei der Homogensierung der Milch zu suchen sein. So heißt es u.a. bei Wikipedia unter dem Stichwort Milchhaut: "Eine vollfette, nicht homogenisierte Rohmilch bildet beispielsweise beim Kochen eine vollmundigere und dickere Haut als ein homogenisierter Milchdrink." So, nun muss man nur das Kunststück zustande bringen, heute noch nichthomogensierte, vollfette Milch zu bekommen. Der Rest ist richtige, volle Erhitzung der Milch, heiße Verarbeitung (über 70 Grad) und Geduld. Mal sehen, ob ich das Experiment noch mache.

Und damit sich das Löwenzähnchen auch noch beruhigt, anbei der Hinweis, dass ich einige meiner japanischen Texte gefunden habe (leider nicht mehr alle). Anbei ein Blatt, das wir so vom Chor bekamen. Da hätte man die Streifen ausschneiden und unter die Noten kleben können. Der Text wurde von einer Japanerin so für uns aufgeschrieben ... Er kann jetzt mal raten, welches bekannte Lied das ist! Kleiner Hinweis: Es wurde nicht als Weihnachtslied explizit geschrieben, der Text war ursprünglich nicht Deutsch, aber der Komponist ist ein Deutscher.

Das war etwas OT und nun wieder zurück an den Kochtopf ...*

ciao Rainman

*) ich meine mich selbst, denn ein Mann gehört an selbigen.


Dateianlage:

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#724

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 09.11.2013 22:59
von Vogtländer (gelöscht)
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@Stuelpner:
Am 24. Abends Bratwurts,Sauerkraut und Kartoffeln (ich bestehe bei den Kartoffeln da immer noch auf das Fett aus der Pfanne).
1.Feiertag Karnickel mit Klösse und Rotkraut.
2.Feiertag nach Lust und Laune!
An beiden Feiertagen Stollen nachmittags zur Kaffeezeit!


Stuelpner hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#725

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 09.11.2013 23:03
von Gelöschtes Mitglied
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Oh @Rainman2 - Du führst mich an den Rand der Verzweiflung: Irgendwo, in den hintersten und unzugänglichsten Schleifen meines Hirns regt sich was: Deutscher Komponist, nicht auf Deutsch geschrieben, kein ursprünglich als Weihnachtslied konzipiertes Stück - kann es sein, dass die zweite Strophe mit "Oh Mägdelein, oh Mägdelein, wie falsch ist Dein Gemüte" begann?

Lass mich meine Bitte musikalisch äußern;

Help I need somebody
help not just anybody
help you know I need someone
help


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#726

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 03:31
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #727
Oh @Rainman2 - Du führst mich an den Rand der Verzweiflung: Irgendwo, in den hintersten und unzugänglichsten Schleifen meines Hirns regt sich was: Deutscher Komponist, nicht auf Deutsch geschrieben, kein ursprünglich als Weihnachtslied konzipiertes Stück - kann es sein, dass die zweite Strophe mit "Oh Mägdelein, oh Mägdelein, wie falsch ist Dein Gemüte" begann?

Lass mich meine Bitte musikalisch äußern;

Help I need somebody
help not just anybody
help you know I need someone
help



Händel - Joy to the world - hier in einer traditionellen, und demnach sehr schwachen Aufführung ( http://youtu.be/6oOwa0CWVVQ ). Ergriffenheit vor Händels Werk macht kraftlos. Entweder, man versteht, welche Kraft in Händels Glauben und der daraus entstandenen Musik liegt, oder man lässt Haushaltssoprane weit weg von dem Werk ... Es ist, wie beim Kochen - entweder, man weiß, warum man die Zutaten einrührt, oder man lässt es. Beim Essen siegt leider der Geschmack eher, als bei der Musik.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#727

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 10:55
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Stuelpner im Beitrag #723
So langsam bereiten wir uns auf die Weihnachtszeit vor, nach dem Totensonntag geht's los. Leider verwischen die Traditionen durch den Kommerz immer mehr. Aber das "Neinerlaa" gibt's nun mal nur am Heiligabend. Stollen (Butterstollen und Rosinenstollen) wurden früher selbst beim Bäcker mit mitgebrachten Zutaten gebacken, angeschnitten wurde am ersten Weihnachtsfeiertag. Heutzutage kann man ab Ende September überall "Weihnachts"artikel kaufen. Meine Großmutter hatte eine Stollenkiste für 16 Stollen, die letzten wurden zu Ostern gegessen. Was esst ihr am Heiligabend?

Gruß Stuelpner (aus dem Erzgebirge)


Kein Stollen vor dem 1. Feiertag, niemals, ansonsten gibt es zu Heiligabend Gans, Neinerlaa hat meine Mutter immer gemacht, wär mir heute zu viel, aber Linsen gibt es zu Mittag und Salz und Brot stehen immer noch auf dem Tisch, auch wird noch für einen Mann mehr eingedeckt.
Und nach dem fettigen Essen gibt's einen schönen Schnaps vom Sonntag Max


zuletzt bearbeitet 10.11.2013 11:08 | nach oben springen

#728

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 11:10
von Pit 59 | 10.134 Beiträge

Heilignachmttag wird Stollen angeschnitten gibts bei uns auch nicht vorher. Am Abend dann (Tradition) Wurstsalat (Schweinefleisch,Sülzwurst,Gurke,Apfel,Jagtwurst,Saure Sahne,Diverse Gewürze).
1. Feiertag Gans
2. Feiertag Karnickel (selbst vor die Platte gepocht)versteht sich


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#729

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 11:10
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde...
Als: Das Puddingrätsel ist (Fast) gelöst ! Nach der Meinung meiner Ober-Küchen-Nahrungsmittel-Verantwortlichen gehts mit homogenisirter Milch -die es heute ja im Prinzip nur noch gibt, nur, wenn die mittlere Schicht ein Griespudding ist. Dann soll der ganze Laden auch nicht "zusammenlaufen" weil-Gries trennt. Ob das jetzt aber dem gewünschten Rezept entspricht ---Keine Ahnung.
So, Weihnachten : Heiligabend: Linsen süß-sauer --"geschmuggelte" thüringer Knackwurst. 1. Feiertag: Kaninchen -("eingelegtes"K.) 2. Feiertag : Mal sehen,was noch so da ist-- Plan II : Falscher Haase. Und : wichtig- Schitchen (Stollen) werden erst am 1.Feiertag angeschnippel!
Lasst es euch schmecken.
73, Hans


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#730

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 15:03
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Um noch mal auf den Grünkohl zurückzukommen .....
Kennt jemand den Ausdruck "Braunkohl" dafür?
In der Erinnerung wurde er in meiner Kindheit als Braunkohl bezeichnet und als es das erste mal 'Grünkohl' gab war ich sehr, sehr skeptisch wegen des fremden Gemüses ......

Ist mir nur eingefallen weil ich gerade in einem Töpfchen Grünkohl rühre .........

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#731

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 17:42
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #730
Heilignachmttag wird Stollen angeschnitten gibts bei uns auch nicht vorher. Am Abend dann (Tradition) Wurstsalat (Schweinefleisch,Sülzwurst,Gurke,Apfel,Jagtwurst,Saure Sahne,Diverse Gewürze).
1. Feiertag Gans
2. Feiertag Karnickel (selbst vor die Platte gepocht)versteht sich



boooaaah eeej


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#732

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 17:43
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #732
Um noch mal auf den Grünkohl zurückzukommen .....
Kennt jemand den Ausdruck "Braunkohl" dafür?
In der Erinnerung wurde er in meiner Kindheit als Braunkohl bezeichnet und als es das erste mal 'Grünkohl' gab war ich sehr, sehr skeptisch wegen des fremden Gemüses ......

Ist mir nur eingefallen weil ich gerade in einem Töpfchen Grünkohl rühre .........

Gruß
Nostalgiker



... vor 1945 Braunkohl, danach Grünkohl, in der DDR Rotkohl

edit Wort eingefügt


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 10.11.2013 17:44 | nach oben springen

#733

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 17:48
von Pit 59 | 10.134 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #734
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #732
Um noch mal auf den Grünkohl zurückzukommen .....
Kennt jemand den Ausdruck "Braunkohl" dafür?
In der Erinnerung wurde er in meiner Kindheit als Braunkohl bezeichnet und als es das erste mal 'Grünkohl' gab war ich sehr, sehr skeptisch wegen des fremden Gemüses ......

Ist mir nur eingefallen weil ich gerade in einem Töpfchen Grünkohl rühre .........

Gruß
Nostalgiker



... vor 1945 Braunkohl, danach Grünkohl, in der DDR Rotkohl

edit Wort eingefügt


Aber Gert,der und sein Kumpel in Weiss lagen Bergeweise rum,meist vor dem Geschäft,der Verkäufer hat dort eine "Kasse des Vertrauens" hingestellt,und wer wollte hat eben einen Alu Zehner rein geworfen.


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#734

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 17:53
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi.Gerd
Etwas die Reihenfolge verwechbuchselt?------Grünkohl soll doch das kommende Gemüse sein! Jedenfalls nach Meinung der Gr...... ne----Ich ess ja keinen.

Und -Der DDR-Reklamespruch hieß WEIßKOHL ist ja so gesund ! Wie war das bloß gemeint?
Ach so- was futtert man bei Dir so am liebsten?
73 Hans


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#735

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 19:49
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #732
Um noch mal auf den Grünkohl zurückzukommen .....
Kennt jemand den Ausdruck "Braunkohl" dafür


Ja. In Teilen Norddeutschlands wird Grünkohl als Braunkohl bezeichnet. Aber es gibt noch andere, etwas komische Namen: In Ostfriesland heißt die (ziemlich fettige, aber wenn sie gut gemacht ist, durchaus delkate) Grützwurst, die neben Kassler und Bauchspeck gerne dazu gegessen wird, Pinkel.

Meine erste Pinkelei habe ich mal bestellt, ohne zu wissen, was es ist - ein klein wenig mulmig war mir ob des Namens schon. Geschmeckt hat das Essen, ich mag Pinkel auch heute noch, aber nicht unbedingt jeden Tag.

Frage: Kennt jemand die berüchtigten "Braunkohlfahrten", die in den Wintermonaten ins Ostfriesische organisiert werden?


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#736

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 19:54
von Hans | 2.166 Beiträge

Na?
Sind das diese Sauffahrten, von denen mir meine BGS-Ausbilder bei der Schnellbesohlung erzählt haben, und die immer so viel Arbeit für meinen Berufsstand gebracht haben? Erzähl mal- kann ja Essen drin vorkommen.......
73 Hans


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#737

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 20:19
von Gelöschtes Mitglied
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Volltreffer, @Hans - genau die habe ich gemeint.

Oft sind es Busunternehmer, die in Kombination mit einem Kneipier solche Fahrten organisieren. Es geht eigentlich immer in ein zu Recht völlig unbekanntes und unbedeutendes Kaff irgendwo im Oldenburgischen (gemein ist Oldenburg in Oldenburg und nicht Oldenburg in SLH ). Die extrem trockene Luft im Bus fordert natürlich ihren Tribut und nicht selten sind die Biervorräte des Busfahrers bereits erschöpft, wenn das Ziel erreicht wird.

Dann folgt eine - nein, eine Wanderung ist es wirklich nicht, eher ein Spaziergang, so ein bisschen Bewegung an der frischen Luft. Ischa Winter, ischa kalt und da die minimalistischen Bewegungen nicht ausreichen, um Wärme in den fröstelnden Körper zu bringen, wird und muss mit Schnaps gegengearbeitet werden. Mit reichich Schnaps, ischa kalt. Und ischa klar.

Und so kommen größere Teile der Gesellschaft mehr oder weniger betüdelt ins "Restaurant": Im Regelfall dem Festsaal der Dorfkneipe. Dort gibt es dann reichlich Braunkohl und Beilagen. Häufig werden die nicht als Tellergericht serviert, sondern es kommen riesige Schüsseln auf die langen Tische und jeder nimmt, was und wieviel er mag.

Tja, und danach teilt sich die Gruppe: Diejenigen, die noch nicht unter dem VdM-Syndom (VdM = Verlust der Muttersprache) leiden, raffen sich noch zu einem Verdauungsspaziergang auf, bei dem allerdings auch noch der eine oder andere Schnaps dran glauben muss: Neben "ischa kalt" kommt das Argument "war ja mächtig, ischa gut für die Verdauung" dazu. Und der Rest? Der verzichtet auf Alibi-Aktionen und bleibt gleich in der Kneipe sitzen: Der Wirt hat ja so viel Schnaps, dass er ihn verkaufen muss. Und: "Ischa gut für die Verdauung" - oder so ähnlich, es kann sich auch wie "Ischaguttung" anhören.

Die durchaus beachtlichen Reinigungskosten (weniger außen, eher innen) für den Bus nach der Rückfahrt sind bereits im Fahrpreis enthalten.

Ich habe während des Studiums in Bremen ein einziges mal an einer solchen Tour teilgenommen - und gehörte zur zweiten Gruppe, der der Sitzenbleiber....


Hans und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#738

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 21:10
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi...
Hab ich`s doch gewusst!
Aber solche Sauforganisation hat es wohl überall und zu jeder Zeit gegeben. Berliner Raum: Zur Baumblüte nach Werder.--- Für die Trapo die absolute Hölle--, für die Rettungssanis auch. Der Unterschied liegt nur in der Jahreszeit.
Und halbwegs organisiert Essen war da auch nicht so angesagt. So 76 rum hats mich mal mit dem Baumblütenzügen erwischt. Uns blieb nichts anderes übrig, als alle Alkoholleichen im Bahnhof in einen leeren Güterschuppen zu bugsieren, auf -Gott sei Dank leicht aufzutreibendes- Stroh zu stapeln und zu hoffen, das dann keiner vor den Zug rennt.
Macht unwahrscheinlich Spass. Ubrigens: Unkostenbeitrag : 20 M pro Nase- einzuzahlen sofort oder später hat eigendlich keinen gestört.
Alkohol-Pfui-mir wird schlecht.......
73 Hans


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#739

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 10.11.2013 23:14
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #674
Zitat von der glatte im Beitrag #667
Na, dann wage ich einmal einen Sprung nach Südtirol. Gestern gab es bei uns Südtiroler Speckknödel in einer herzhaften Gemüsebrühe mit einem Allerlei aus Gartengemüse. Als Garnitur genügten einige Streifen vom frischen Schnittlauch. Das auf dem kleinen Teller ist Vinschgauer Schüttelbrot.



Hatts gepascht?, kam dann natürlich die obligatorische Frage von meiner Frau. Oh ja, es hatte gut geschmeckt!

Zurück nach Sachsen. Bei meinem letzten Besuch in Meißen, war ich natürlich auch wieder bei meinen Bäcker und staunte nicht schlecht, als er dort eine echte "Buttereiche" in der Auslage hatte. Solch eine Art Torte im Format Baumstamm, habe ich sonst kaum gesehen. Scheint also auch eine typische sächsische Spezialität zu sein. In meiner Kindheit war eine Buttereiche oft meine Geburtstagstorte.

Ach so, kennt und liebt hier noch einer "Süße Nudeln"? Die gab es ab und zu in der Schule zum Mittagsessen.

Gruß von Reiner


JA JA @der glatte immer diese Bilder aus dem Internet


Da ist man einmal kurz nicht hier und dann das.

Hallo, ich werde wohl meine Küche kennen, hier hat schon Biolek nach dem Kosten meiner Speisen die Augen verdreht und durfte erst nach dem Abspann kot...!

Inzwischen sind ja noch viele Leckerein hier genannt worden. Es ist also wieder einmal Zeit unseren Müttern und Großmüttern einen Dank auszusprechen. Woher sollten wir heute denn noch wissen was schmeckt?

Meine Mutter und auch die Omi, machten für uns Kinder die herrlichsten "Glitscher". Dazu gab es entweder Apfelmus oder nur etwas Zucher darüber gestreut. Im "Glitscherteig", was ganz wichtig war, gehörte auch eine Zwiebel und natürlich gute Kartoffeln.

@ Dandelion und anderen Anwärtern, welche die Grundelemente der sächsischen Sprache noch nicht so perfektioniert haben, gibt es natürlich eine Auflösung. Es handelt sich bei "Glitscher" um eine Art Reibekuchen; Kartoffelpuffer, Reibedatscherln aus rohen Kartoffeln.

Und somit auch hier wieder ein Gericht mit unterschiedlichen regionalen Bezeichnungen.

Zum Stollenbacken:
War bei uns eine Familiensache schon im Vorfeld. Zutaten beschaffen und ungesetzlich horten, möglichst schon einige Monate vor Dezember. Sichern der Bestände (Rosinen, Mandeln, etc.) durch Oma und Mutter vor unseren gierigen Blicken und verfressenen Schnuten. Alles wurde mit dem großen Kochlöffel verteidigt und wehe man wurde beim Naschen erwischt. Also, ich merke schon, da muss ich einmal wieder weiter Ausholen und unsere Stollenbäckerei genauer erzählen. Alles wird darin erklärt, auch was ein "Stollenzeichen" ist.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#740

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.11.2013 02:12
von Schlutup | 4.102 Beiträge

moin moin,
ich hätte da mal eine Frage das auch in Richtung Essen geht.
Wie soll das gehen? Beim braten von Aubergine vermehren sich die Kohlenkohlenhydrate? Rama hat auf 100g - 0,5 KH
Verstehe ich jetzt nicht.



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