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#601

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 12:39
von Moskwitschka (gelöscht)
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Man kommen da Erinnerungen hoch. Die Hammeln habe ich von meinem Opa bekommen, auch als ich schon fast eine Dame war.

Mein Opa hat sich immer eine Doppelbemme gemacht,geviertelt und dann ging es los...

Danke grenzwolf!

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 30.10.2013 12:46 | nach oben springen

#602

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 15:04
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Zitat von Dandelion im Beitrag #580
Zitat von der glatte im Beitrag #576

Ich gehe mich mal kurz stärken und hole mir noch een Dässel Heesen.


Oh Mann - jetzt muss ich mich hier nicht nur mit unverständlichen Abkürzungen rumplagen, jetzt kommen auch noch kryptische Begriffe in einer Sprache dazu, die angeblich Deutsch sein soll. Und deren Sinn ich nur nach lauter Aussprache (vermutlich?) ergründen kann: Ein Tässchen Heißen? Also einen Kaffee??

Jaja, macht ruhig weiter in eurer Geheimsprache und lasst mich armen, unwissenden Wessi außen vor.....





Oh, Dandelion, die Spache Sächsisch ist sogar das ursprüngliche Deutsch gewesen. Man muss da schon bis Luther zurückgehen. Sächsisch galt als Hochdeutsch und aus dem Ursprünglichen "Teutschland" wurde mit der Zeit "Deutschland". Also, die weechen besiegten die harten bei den Buchstaben.

Aber tröste Dich, auch in Sachsen verstehen oft die eigenen Leute kaum den Dialekt, denn der kann sich schon von einem Dorf zum anderen Dorf verändert haben. Aber "Bemmen" (Stullen) kennt ja jeder, oder?

Gruß Reiner


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#603

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 15:08
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Na, dann gehe noch etwas in der Geschichte zurück und da wirst Du ein ganz anderes Siedlungsgebiet der Sachsen sehen, die sicherlich nicht das heutige "sächsisch" gesprochen haben. Ob die schon Bemmen gesprochen haben, bezweifele ich sehr stark.

Vierkrug


zuletzt bearbeitet 30.10.2013 15:09 | nach oben springen

#604

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 15:20
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Zitat von Dandelion im Beitrag #597
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #593
Kommt man heute in den Supermarkt, wird man von dem Angebot erschlagen - von Avocado bis Zitronengras.



Ja, das ist leider so: Die Erweiterung des Angebots um exotische Früchte und Gemüsesorten bringt auf der anderen Seite eine Verarmung an traditionellen Sorten mit sich. Die echten Teltower Rübchen werden kaum noch angebaut und was uns unter diesem Namen angeboten wird, sieht zwar so ähnlich aus, ist aber eine in Frankreich geerntete Pflanze ganz anderer Art. Oder die vielen, alten und klassischen Apfelsorten: Da muss man erst einmal den Erzeuger finden und am besten gleich hinfahren, um eine Alternative zu Granny Smith oder Golden Delicious zu bekommen.



Ja da hast Du vollkommen Recht! Ich kann mich noch an die alten Apfelbäume in Omas Garten erinnern. Die Äpfel sahen furchtbar aus, haben allerdings prima geschmeckt, wenn ich dann einen von Omas Kleiderschrank bekam. Die Äpfel lagerten dort unter Papier, oben auf dem Kleiderschrank. Und der Apfelmus war Spitze. Die Sort hieß, so glaube ich, "Grafensteiner Apfel". Heute hat den Baum längst die Säge geholt.

Die Realität sieht heute oft schon so aus (siehe Foto). Es wird in Deutschland nur noch verpackt und man fragt sich: Was kommt hier aus Werder?



Das Foto ist von mir gemacht worden.

Gruß Reiner


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#605

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 15:52
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Morgen ist ja Reformationstag.

In meiner Heimatstadt Meißen gab es dazu bei fast allen Bäckern die "Reformations-Brötchen". Gab es die auch in anderen Regionen?

Da es bei uns zuhause nicht gerade bestens finanziell zuging, gab es öfters "Hülsenfrüchte" wie weiße oder gelbe Bohnen, Linsen. Mutter hat das alles vorher "Einweichen" müssen. Die Eintöpfe waren allerdings immer sehr schmackhaft und doch sehr beliebt. Kohlrübeneintopf kenne ich auch noch als gutes Gericht.

Im Herbst haben wir viel Pilze gesucht, gegessen und auch getrocknet. Dazu wurde fast alles was der heimische Garten brachte eingekocht, in Gläsern! Mit den Gummiringen haben wir Kinder so manche Schlacht geschlagen. Das Eingekochte, eingefroren wurde bei uns nix, lagerte im Keller und Mutter führte Buch darüber. So war für uns "Naschen" nicht möglich. Ging ein Glas zu Bruch, galt das nur wenn der Glasdeckel + Gummi noch o. B. waren, alles andere wurde in die Rubrik "Genascht" eingestuft, gegebenenfalls auch mit "Pfeffi-Entzug" abgestraft. Für mich eine harte Strafe, wenn ich dann den Konsum ohne eine Stange Pfeffi verlassen musste.

Gewürzgurken wurden auch selbst hergestellt. Gurken, Dill, Zwiebeln kamen ja aus dem Garten und waren da. Meine Mutter hat vieles sauer eingelegt, auch Radieschen, schmecken übrigens super!
Ein Lieblingsgericht von damals war für uns Kinder "Falscher Hase" (Hackbraten) mit Steinpilzsoße und Klöße. Dazu zum Abschluß Schokoladenpudding mit selbst gemachter Vanillesoße.

Oh Mutter, wie hast Du unsere Kinderbäuche mit solch einer Kost verwöhnt und gestreichelt. DANKE!


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Hans und Diskus303 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#606

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 15:55
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #603
Man kommen da Erinnerungen hoch. Die Hammeln habe ich von meinem Opa bekommen, auch als ich schon fast eine Dame war.

Mein Opa hat sich immer eine Doppelbemme gemacht,geviertelt und dann ging es los...

Danke grenzwolf!

LG von der grenzgaengerin



Ich kenne die als Schäfchen. Für kleine Leute denen die ganze Bemme zu mächtig war.


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#607

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 16:00
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Oh Mutter, wie hast Du unsere Kinderbäuche mit solch einer Kost verwöhnt und gestreichelt. DANKE!

Kann ich ohne jede Einschränkung unterschreiben.---Den ganzen Text natürlich, Rainer. War bei mir genauso, nur das eben Oma und deren Schwester die Generäle in der Küche waren. Mußtest Du auch" um den Besenstiel rennen?- Beim Sauerkrautmachen? Das war immer meine Aufgabe. Ach so-Die Reformationsbrödchen : hießen bei uns Martinshörnchen.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 30.10.2013 16:04 | nach oben springen

#608

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 16:06
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Zitat von Hans im Beitrag #609
Oh Mutter, wie hast Du unsere Kinderbäuche mit solch einer Kost verwöhnt und gestreichelt. DANKE!

Kann ich ohne jede Einschränkung unterschreiben.---Den ganzen Text natürlich, Rainer. War bei mir genauso, nur das eben Oma und deren Schwester die Generäle in der Küche waren. Mußtest Du auch" um den Besenstiel rennen?- Beim Sauerkrautmachen? Das war immer meine Aufgabe.
73 Hans


"um den Besenstiel rennen", kenne ich nicht, erzähle doch mal.

Aber ich durfte Blutwurst rühren beim Schlachtefest. Weil die Anderen schon meist besoffen waren.

Gruß Reiner


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#609

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 16:19
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Zitat von der glatte im Beitrag #610

Aber ich durfte Blutwurst rühren beim Schlachtefest. Weil die Anderen schon meist besoffen waren.

Gruß Reiner



Wenn das Schwein am Haken hängt, wird erst einer eingeschenkt.
Da müssen die Brüder aber einen ordentlichen abgebissen haben, wenn die schon beim Blutrühren voll waren.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#610

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 16:54
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Voll wie eine Windel, waren die!
War ja auch immer schon ganz schön kalt. Naja, immer Samstag war bei uns Schlachttag und wenn die schon am vorigen Abend ordentlich "dem Clown ins Gesicht geschaut" hatten, brauchten die dann am frühen Morgen nicht mehr viel. Übrigens, die Frauen standen da nie im Abseits.

Für uns Kinder immer einmalig. Die ganzen erzählten Storrys der damals Alten aufzufangen und zu lauschen. Sogar der Pfarrer war blau, nee mehr erzähle ich da lieber nicht.

Nur noch eins: Opa lief dann immer ohne Zähne herum und war kaum zu verstehen. Nur zur Prävention legte Opa seine Zähne nicht an. Wie oft hatte er diese schon auf dem stinkenden Mithaufen ausgek...! Danach hatte er sich bestimmt nicht gleich "Neue" besorgt. Da Opa Pfeifenraucher war, hatte er einen Trick, denn ohne Zähne konnte er nun einmal seinen "Knösel" nicht im Mund behalten. Also, nahm er von einer leeren Bierpulle mit Bügelverschluss den roten Gummiring ab, steckte den dann auf den Pfeifenstiel und schon hielt der "Knösel" in der Gusche.

Ich kann heute noch vor lachen kannenweise Tränen vergießen. Es lebe die Kindheit!



Gruß Reiner


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furry, Diskus303 und Hans haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#611

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 17:08
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Irgendwo existiert noch in meiner Sippe ein Bild vom Schlachtefest,wie mein Vater "stramm wie Sau" zusammengeklappt auf 90 Grad im Laufgitter seinen Rausch auspennt.


zuletzt bearbeitet 30.10.2013 17:09 | nach oben springen

#612

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 17:47
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Abend, Gemeinde......
Also, beim Schlachten wurde bei uns zu Hause der Schnaps,welcher ja dazugehört, schärfstens von "Tante Lissy" -der Schwester meiner Oma, bewacht.
Schwein gestochen und auf der Leiter-1er Schnaps- Mit der Glocke bearbeitet und ausgenommen--2ter, usw. Wenns fertig war, wurde die Bewachung des Alkohols eingestellt. Prost.- bis zum abwinken.
Und um den Besenstiel rennen: Sauerkraut wurde für die ganze Fam. in einem Riesensteintopf eingelegt.(so Format mittlere Badewanne, nur eben rund) Es muß aber fest liegen-sonst klappts nicht. Also: Weißkohl-Gewürz und so ca. 30-40 cm rein, geeignete Person rein-festtreten. Damit der im Topf weiß, wo er Langtrampeln soll-Besenstiel in die Mitte und immer rundrum. Während des Rundlaufes nachfüllen der Zutaten von außen. Dauert also eine ganze Weile, bis man da fertig ist. Füße wurden übrigens vorher peinlichst auf Sauberkeit kontrolliert- Selbstverständlich----Durch Tante Lissy.
73 Hans


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#613

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 18:01
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Zitat von Hans im Beitrag #614
Abend, Gemeinde......
Also, beim Schlachten wurde bei uns zu Hause der Schnaps,welcher ja dazugehört, schärfstens von "Tante Lissy" -der Schwester meiner Oma, bewacht.
Schwein gestochen und auf der Leiter-1er Schnaps- Mit der Glocke bearbeitet und ausgenommen--2ter, usw. Wenns fertig war, wurde die Bewachung des Alkohols eingestellt. Prost.- bis zum abwinken.
Und um den Besenstiel rennen: Sauerkraut wurde für die ganze Fam. in einem Riesensteintopf eingelegt.(so Format mittlere Badewanne, nur eben rund) Es muß aber fest liegen-sonst klappts nicht. Also: Weißkohl-Gewürz und so ca. 30-40 cm rein, geeignete Person rein-festtreten. Damit der im Topf weiß, wo er Langtrampeln soll-Besenstiel in die Mitte und immer rundrum. Während des Rundlaufes nachfüllen der Zutaten von außen. Dauert also eine ganze Weile, bis man da fertig ist. Füße wurden übrigens vorher peinlichst auf Sauberkeit kontrolliert- Selbstverständlich----Durch Tante Lissy.
73 Hans



Ha, ha, ha, Tante Lissy war ein Diktator!


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#614

RE: wie bei Muttern zu hause

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Na ja -wie man das so sehen will. Ungefähr 1,80, 110 Kg Lebendgewicht, Stimme wie Donnerhall. Aber beim gesamten Nachwuchs beliebt. Und immer für die Kleinen da. Übrigens-Kochen hat sie den Bengels (!) der Fam . eigenhändig beigebracht. (den Mädels natürlich auch) Motto: Weiß ich, was für Schrapnells ihr mal heiratet?
Hans


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#615

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 18:23
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Irgendwann haben wir uns Kaninchen zugelegt. Der Garten zum Mietshaus musste eh paar mal im Jahr gesenst werden und Speisereste waren bei vier Köpfen und denen der Nachbarschaft auch immer da, im Gärtchen nebendran noch ein paar Winterrüben angebaut.
Und dann kurz vor Weihnachten, musste ich das allererste mal in meinem Leben einen Warmblüter töten, der mehr als ein paar Gramm wog, eigenhändig.
Also ein stabiles Eisenrohr (mit der Handkante traute ich mir das nicht zu) geschnappt und den Betäubungsschlag ausgeführt, Karnickel viel in Starre, dann Messer angesetzt und abgestochen ... so gezittert hatte ich mein Lebtag noch nicht. Ein Tier zu töten hatte ich mir einfacher vorgestellt, ist schon ein merkwürdiges Gefühl, ein warmes befelltes herzklopfendes Wesen eigenhändig zu töten. Als das überstanden, war brauchte ich erst mal einen Schnaps, bevor ich dann den Hasen aus dem Fell schlagen konnte.
Mit Speck gespickt in Rotweinsoße mit Klößen und Rotkraut hat er jedenfalls der ganzen Familie geschmeckt.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#616

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 18:28
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Zitat von Hans im Beitrag #616
Na ja -wie man das so sehen will. Ungefähr 1,80, 110 Kg Lebendgewicht, Stimme wie Donnerhall. Aber beim gesamten Nachwuchs beliebt. Und immer für die Kleinen da. Übrigens-Kochen hat sie den Bengels (!) der Fam . eigenhändig beigebracht. (den Mädels natürlich auch) Motto: Weiß ich, was für Schrapnells ihr mal heiratet?
Hans


Kochen lernen gehörte zur Familienerziehung einfach dazu. Schließlich waren immer beide berufstätig und die Haushaltpflichten geteilt. Außerdem pflegte meine Frau die von ihrer Mutter erlernte böhmische Küche, die mir sehr gut schmeckte, aber nicht so, wie die von meiner Mutter. Also musste ich meine Kochkünste vervollkommnen, damit es wie bei Muttern schmeckte.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#617

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 18:34
von Hans | 2.166 Beiträge | 3 Punkte
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Hi..
Sehe ich auch so. Mein Nachwuchs kann das auch. Samt der "Größeren" Enkel - und die kleenen kommen noch dran.
Und----Obwohl ich kein "Schrapnell" geheiratet habe, bei der Kochkunst gibt es zwischen Meckelbörgern und Thüringern eben Unterschiede. Da ist es von Vorteil, wenn man die "Heimatküche" beherrscht. Also: DANKE, Lissy !
73 Hans


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#618

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 19:34
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Zitat von furry im Beitrag #611
Zitat von der glatte im Beitrag #610

Aber ich durfte Blutwurst rühren beim Schlachtefest. Weil die Anderen schon meist besoffen waren.

Gruß Reiner



Wenn das Schwein am Haken hängt, wird erst einer eingeschenkt.
Da müssen die Brüder aber einen ordentlichen abgebissen haben, wenn die schon beim Blutrühren voll waren.


Ich habe während meines Studiums in Thüringen bei den Schlachtfesten meiner Vermieter in Fambach immer schön mitgeholfen und durfte meistens auch das Blut rühren bzw. die Zwiebeln für die Wurst schälen und hacken. Der Lohn war dann immer ein schönes deftiges Schlachtessen. Mir sind noch die Kuddelwürste in Erinnerung. Einige wurden im Kessel angestochen, damit die Wurstbrühe einen noch deftigeren Geschmack bekam. Das Kesselfleisch und die Nieren waren immer meine Favoriten.
Am Sonntag gab es dann einen guten Schweinebraten und dazu Thüringer Klöße - von der Vermieterin selbstgemacht - fauschig wie Wattebäusche - sie nahmen viel Soße auf - lecker, lecker...

Vierkrug


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#619

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 19:56
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von der glatte im Beitrag #604
Aber "Bemmen" (Stullen) kennt ja jeder, oder?


Nicht wirklich, Reiner: Als ich in den Osten zog, hatte ich den Begriff zwar schon mal gehört und auch vermutet, dass es sich um eine Stulle handeln würde, aber so ganz sicher war ich mir nicht. Und ich denke, dass es vielen im Westen heute noch so geht. Und was "Hammeln" sind, habe ich durch eifriges Studium der Beiträge hier gelernt.

Ich tröste mich damit, dass hier vermutlich auch nicht jeder etwas mit dem Begriffen "Prummetaat" oder "Grumpere" anfangen kann.....


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#620

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 19:58
von Marder | 1.546 Beiträge | 551 Punkte
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Ja auch hier gibt es einige reginale Gerichte, die beim Schlachten erzeugt wurden.
z.B. Tiegelbraten, Kopfwurst, Pottwurst, Schwarzsauer und noch einiges andere.
Das hat frisch nach dem Schlachten immer super geschmeckt, war aber meißt auch sehr fett. Schwarzsauer war allerdings nicht mein Fall. Unser Nachbar holt noch heute Innereien und Blut von unseren Enten und Gänsen für dieses gewöhnungsbedürftige Gericht.
MfG Marder
PS schön waren und sind auch immer die Suurinstippels ( Hochdeutsches Wort gibt es wohl nicht) für das Wellfleich und die frische Leberwurst. Das machen wir heute noch ab und an.


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


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