#581

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:11
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #564
Zitat von Hapedi im Beitrag #563


an echte Thüringer Klöße kommt weder Mehl noch Stärke dran


Genau, da fängt man die Stärke auf und führt sie der Klossmasse wieder zu.
LG von der grenzgaengerin



Naj, ganz so ist es ja nicht...
Das Problem mit: Kartoffelstätke dazu oder nicht liegt in den verwendeten Kartoffeln....
Hier kann es eben durchaus sein, dass die verwendeten Kartoffeln zu wenig "Eigenstärke" haben und somit die Bindung fehlt...
Falls man also (vielleicht öfters) Thüringer Klösse macht ist es perse nicht wirklich falsch, wenn man etwas Kartoffelstärke im Haus hat um "nachzustärken"
Ind: wie sagte man früher (also zumindest bei mir zu Hause: "Das Zeug frißt kein Brot" heißt so viel, es kostet nicht wirklic die Welt und kann (fast) ewig im gut sortierten Vorratsschrank rumliegen, ohne das es vergammelt..


Gruß Axel
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#582

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:11
von Hansteiner | 1.420 Beiträge

Es geht doch nichts über ein "gepflegtes" Hochdeutsch.
Aber hier im Forum gibt es auch "Sprachakrobaten" genug, wo man mehrmals lesen muß und trotzdem kaum weiss, was der will.

VG H.



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#583

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:11
von Gelöschtes Mitglied
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Ziemlich OT, aber dennoch:

Doch, @Hans, das glaube ich Dir aufs Wort. Gestern abend wurde ich auf er Straße von einem Zimmermann auf der Walz (ja, die gibt es noch) in einem erkennbaren Südwest-Deutsch angeprochen, ob ich denn in der Nähe eine preiswerte Pension kennen würde. Wirklich aus Versehen ist mir herausgerutscht: "Wo kommscht denn her?" Er war glücklich, dass ihn jemand (vermeintlich) verstand und sprudelte im breitesten Dialekt der Schwäbischen Alb los - verstanden habe ich so gut wie nüscht...


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#584

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:15
von Hans | 2.166 Beiträge

Ein Jacobsbruder ! Schön, das es die noch gibt!
Und -Schwäbisch ist ja seit einiger Zeit erste Fremdsprache in Berlin -auch wenn sich einige massiv aufregen- mich störts nicht.
Na Gut -Schönes Frühstück-meine Reg. schreit schon!
Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#585

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:16
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Diskus303 im Beitrag #583

Hier kann es eben durchaus sein, dass die verwendeten Kartoffeln zu wenig "Eigenstärke" haben und somit die Bindung fehlt...



Meine Kochkenntnisse erschöpfen sich zwar darin, unfallfrei Wasser braten zu können, aber Eines habe ich doch gelernt: Wenn es bei uns Klöße gibt, werden die Kartoffeln nicht wie üblich im Supermarkt gekauft, sondern auf dem Wochenmarkt. Und da wird sorgfältig ausgesucht, wobei nicht nur die Sorte, sondern auch die Größe eine Rolle zu spielen scheinen.

Meine Funktion beschränkt sich dann darauf, die Dinger nach Hause zu schleppen.....


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#586

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:20
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Dandelion im Beitrag #587
Zitat von Diskus303 im Beitrag #583

Hier kann es eben durchaus sein, dass die verwendeten Kartoffeln zu wenig "Eigenstärke" haben und somit die Bindung fehlt...



Meine Kochkenntnisse erschöpfen sich zwar darin, unfallfrei Wasser braten zu können, aber Eines habe ich doch gelernt: Wenn es bei uns Klöße gibt, werden die Kartoffeln nicht wie üblich im Supermarkt gekauft, sondern auf dem Wochenmarkt. Und da wird sorgfältig ausgesucht, wobei nicht nur die Sorte, sondern auch die Größe eine Rolle zu spielen scheinen.

Meine Funktion beschränkt sich dann darauf, die Dinger nach Hause zu schleppen.....



Nicht nur bei den Klößen spielt ist das wichtig, liebe Pusteblume. auch beim Kartoffelsalat - Insbesondere den warmen badischen mit Endiviensalat.

LG von der grenzgaengerin


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#587

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:21
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #587
Zitat von Diskus303 im Beitrag #583

Hier kann es eben durchaus sein, dass die verwendeten Kartoffeln zu wenig "Eigenstärke" haben und somit die Bindung fehlt...



Meine Kochkenntnisse erschöpfen sich zwar darin, unfallfrei Wasser braten zu können, aber Eines habe ich doch gelernt: Wenn es bei uns Klöße gibt, werden die Kartoffeln nicht wie üblich im Supermarkt gekauft, sondern auf dem Wochenmarkt. Und da wird sorgfältig ausgesucht, wobei nicht nur die Sorte, sondern auch die Größe eine Rolle zu spielen scheinen.
Meine Funktion beschränkt sich dann darauf, die Dinger nach Hause zu schleppen.....



Ja da hast Du wohl recht: gute Vorbereitung (und die fängt wohl beim Einkaufen der Zutaten an) ist die halbe Miete...
und die andere Hälfte? Ein(e) gute(r) Köchin/ Koch kann (sollte) auch gut improvisieren (können)...


Gruß Axel
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#588

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:25
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #577
Diese ominöse Stärke setzt sich beim Reiben ab, muss man nicht kaufen.
Hab mal einen Link zu den grünen Klösen:

http://www.chefkoch.de/rezepte/589191158...ne-Kloesse.html

Ihr Thüringer nicht gleich wieder schimpfen wegen "Vogtländische", wir wissen, ihr habt sie erfunden


Kloßteig haben wir früher immer selbst gemacht ......
Kartoffeln reiben mit der Küchenmaschine, Das auspressen der Kartoffelmasse in einem Leinenbeutel geschah praktisxherweise mit Hilfe der Tischwäscheschleuder .......
von der sich absetzenden Kartoffelstärke wurde etwas wieder an die Kloßmasse gegeben zur Bindung .......

Im Rezept vermisse ich übrigens die gerösteten Weißbrotwürfel welche in die Mitte kommen .....

@grenzgaengerin , kannst Du mir, auch per PN, Deine Bezugsquelle für Kartoffelstärke verraten?

Hemden, Bettwäsche, Tischtücher damit stärken kenne ich auch

Es gab zwei Arten von Wäschemangeln, Heißmangel und Kaltmangel .......
Dann noch mit Motor oder mit einem riesigen Handrad zum selberdrehen ......

Gruß
Nostalgiker

wie wär es jetzt mit ner Schmalzbemme, Harzer drauf und ne Tasse Kakao dazu?


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#589

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:25
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #588
Zitat von Dandelion im Beitrag #587
Zitat von Diskus303 im Beitrag #583

Hier kann es eben durchaus sein, dass die verwendeten Kartoffeln zu wenig "Eigenstärke" haben und somit die Bindung fehlt...



Meine Kochkenntnisse erschöpfen sich zwar darin, unfallfrei Wasser braten zu können, aber Eines habe ich doch gelernt: Wenn es bei uns Klöße gibt, werden die Kartoffeln nicht wie üblich im Supermarkt gekauft, sondern auf dem Wochenmarkt. Und da wird sorgfältig ausgesucht, wobei nicht nur die Sorte, sondern auch die Größe eine Rolle zu spielen scheinen.

Meine Funktion beschränkt sich dann darauf, die Dinger nach Hause zu schleppen.....



Nicht nur bei den Klößen spielt ist das wichtig, liebe Pusteblume. auch beim Kartoffelsalat - Insbesondere den warmen badischen mit Endiviensalat.

LG von der grenzgaengerin



Ein heimatvertriebener Pfälzer Bekannter der hier in Sachsen Asyl bekam, zaubert immer den dünnen sauren K-Salat wenn wir ihn besuchen, ist mir nix.


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#590

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:25
von Hansteiner | 1.420 Beiträge

Wenn die "Mutchen" aus dem Dorfe in den GK's gekocht haben hat doch eigendlich alles geschmeckt !

VG H:



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#591

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:32
von Moskwitschka (gelöscht)
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Mit dem Einkaufen ist das so eine Sache. Gerade bei den sehr einfachen Dingen. Kommt man heute in den Supermarkt, wird man von dem Angebot erschlagen - von Avocado bis Zitronengras. Fragt man die Verkäuferin nach einer geeigneten Kartoffel für die Klöße, zuckt sie die Schultern und weist auf das Produkt im Kühlregal hin.

Salate gibt es in zig Sorten. Einen einfachen Endiviensalat muss ich in der Regel bei meinem Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt vorbestellen. Im Supermarkt frage ich schon garnicht danach.

Letztens habe ich rote Beete gekauft. An der Supermarktkasse hat das einen mittleren Stau verursacht, weil der junge Kassierer ewig in seinen Kladden nach dem Preis gesucht hat. Bis er endlich aufgegeben hat und seine Kollegin gefragt hat, ob das schwarzer Rettich sei, den ich aufs Band gelegt habe.

LG von der grenzgaengerin


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#592

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:44
von Krepp | 534 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #556
Und noch eins, da es ja hier um "wie bei Muttern zu hause" geht.
Unsere Oma hatte als einzige in der Familie das Privileg zu "ditschen". Kennt das noch einer aus eigener Erfahrung?
Gruß Reiner

Hallo,
ja, hat mein Vater immer gemacht (Brötchen+Kaffee)
Heutzutage nennt man das neudeutsch: dippen



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#593

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:49
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Krepp im Beitrag #594

Heutzutage nennt man das neudeutsch: dippen


Darin sind die Italiener wohl Weltmeister: Ein Essen ohne Brot dazu ist kein Essen. Und so ist es dort auch völli normal, Soßenreste nach dem Essen mit Brot aufzutunken.


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#594

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 09:56
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.493 Beiträge

Zitat von Krepp im Beitrag #594
Zitat von der glatte im Beitrag #556
Und noch eins, da es ja hier um "wie bei Muttern zu hause" geht.
Unsere Oma hatte als einzige in der Familie das Privileg zu "ditschen". Kennt das noch einer aus eigener Erfahrung?
Gruß Reiner

Hallo,
ja, hat mein Vater immer gemacht (Brötchen+Kaffee)
Heutzutage nennt man das neudeutsch: dippen

Hallo, in meiner Region (Meck/Pomm) nennt man es " stippen "

gruß hundemuchtel 88 0,5


zuletzt bearbeitet 30.10.2013 09:57 | nach oben springen

#595

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 10:00
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #593
Kommt man heute in den Supermarkt, wird man von dem Angebot erschlagen - von Avocado bis Zitronengras.



Ja, das ist leider so: Die Erweiterung des Angebots um exotische Früchte und Gemüsesorten bringt auf der anderen Seite eine Verarmung an traditionellen Sorten mit sich. Die echten Teltower Rübchen werden kaum noch angebaut und was uns unter diesem Namen angeboten wird, sieht zwar so ähnlich aus, ist aber eine in Frankreich geerntete Pflanze ganz anderer Art. Oder die vielen, alten und klassischen Apfelsorten: Da muss man erst einmal den Erzeuger finden und am besten gleich hinfahren, um eine Alternative zu Granny Smith oder Golden Delicious zu bekommen.


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#596

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 10:01
von elster427 | 789 Beiträge

Da werden alte Erinnerungen wach. Bei Opa auf dem Schoß sitzen, der seine Tasse Kaffee mit Milch und Zucker vor sich hatte ,sein Butterbrötchen einstippte und einen heimlich abbeissen ließ!!
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#597

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 10:12
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

ditschen ist sächsisch ... ich ditsch dir gleich eene ... oder, du kriegst gleich eene geditscht


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


zuletzt bearbeitet 30.10.2013 10:13 | nach oben springen

#598

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 10:13
von Moskwitschka (gelöscht)
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Mein Großvater hat für sein Leben gerne geditscht. Ich habe immer noch Omas Blick und Worte in Erinnerung: "Aber Bruno! Das Kind!". Wahrscheinlich wollte ich wie so oft meinen Großvater beistehen und habe meine eigene Variante entwickelt - Vita Cola mit Zwieback, da Kaffee damals nicht so nach meinem Geschmack war.

So waren wir dann zwei und Oma konnte nichts sagen. Dem Kind hat es ja auch geschmeckt.

Letztens habe ich es auch mal wieder versucht - mit Vita Cola und Zwieback. Meine bessere Hälfte ist aus allen Wolken gefallen. Der Geschmack wollte sich nicht einstellen. Es lag wohl am Zwieback.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 30.10.2013 10:14 | nach oben springen

#599

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 11:04
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi...
Ach da hör ich meine Mutter : Tutschen (so nannte man das bei uns) darft du wenn du Opa bist!
Na, ja-jetzt bin ich der Opa....... und mit meiner Lieblingsenkeltochter mach ich es genauso, und die Bemerkungen kommen jetzt von meiner Tochter.
Macht Spaß!
Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#600

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 30.10.2013 12:32
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Da mein Opa auch nicht mehr richtig abbeissen konnte hat er sich erst "Hammeln" vom Brot zurechtgeschnitten und die dann in Kaffee "geditscht" das sie weicher wurden.
Als die Kinder klein waren haben sie auch diese Brot-Hammeln bekommen.


zuletzt bearbeitet 30.10.2013 12:32 | nach oben springen



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