#361

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 11.05.2013 21:49
von Ex-Huf (gelöscht)
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Zitat von Dandelion im Beitrag #362
Früher war ich kein großer Spargel-Freund: Wenn es ihn bei Freunden gab, habe ich ihn gegessen, aber auf den Gedanken, ihn im Restaurant zu bestellen, kam ich nicht.

Das hat sich drastisch geändert (zumindest, was die erste Aussage betrifft), seit ich den Spargel oder besser die Zubereitung meiner LG kennengelernt habe. Bei ihr wird er nicht mit Sauce Hollandaise oder Sauce Bernaise zugekippt und auch nicht nur mit zerlassener Butter serviert, der Unterschied liegt in der Zubereitung:

Der Spargel wird in Salzwasser blanchiert und deutlich, bevor er "fertig" wäre, herausgenommen. In einer Pfanne wird dann Butterschmalz erhitzt (wird heißer als Butter) und dann kommt der Spargel rein. Wenn er leicht angebräunt ist, kommt noch ein Stich Butter hinzu, wenden und dann ist er auch schon fertig: Zu braun sollte er nicht werden, jedenfalls nicht nach meinem Geschmack. Dazu junge Kartoffeln und etwas von der "Spargelbutter": Fleisch dazu muss nicht unbedingt sein.

Ich kann nur sagen: Schwei-ne-lek-ker - ich könnte mich blöd daran essen!

Hallo, wann darf ich Dich demnächst zwecks Spargelessen besuchen?

Herzlichst Ex-Huf




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#362

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 12.05.2013 11:02
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Ex-Huf im Beitrag #363

Hallo, wann darf ich Dich demnächst zwecks Spargelessen besuchen?
Herzlichst Ex-Huf



Jederzeit. OK, Einschränkung: So lange es noch frischen Spargel am Markt gibt.

Ääääääh - wobei mir gerade einfällt: Meine LG sollte ich vorher schon fragen - sonst gibt es einen körperlichen Verweis in Form einer Beule - ich sage nur: Nudelholz.....


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#363

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 15.05.2013 20:22
von Gelöschtes Mitglied
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Es ist mit Gewissheit 40, vielleicht sogar 50 Jahre her, dass ich letztmalig Rhabarber in welcher Form auch immer gegessen habe: Irgendwann habe ich festgestellt schmeckt nicht - mag ich nicht - will ich nicht mehr.

Zur völligen Überraschung meiner LG kam ich jetzt mit ein paar Stangen Rhabarber vom Einkauf zurück: Sie kannte natürlich meine Abneigung und war mehr als verwundert. Eigentlich wollte sie einen Kuchen backen und den Rest zu Kompott verarbeiten, aber dazu reichte die von mir gekaufte Menge dann doch nicht.

Also gab es Kuchen, einen Streuselkuchen mit vielen dicken Streuseln obendrauf. Etwas skeptisch, mit ziemlich langen Zähnen (und mich fragend, welcher Teufel mich wohl bei diesem Kauf geritten haben mag) probierte ich eben ein Stück davon: Lecker ! Richtig gut, nicht zu süß, nicht zu sauer: Einfach gut.

Und jetzt frage ich mich, welche Vorurteile oder früheren Urteile ich immer noch ungeprüft durch mein Leben schleppe.....


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#364

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 15.05.2013 21:20
von PF75 | 3.292 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #365
Es ist mit Gewissheit 40, vielleicht sogar 50 Jahre her, dass ich letztmalig Rhabarber in welcher Form auch immer gegessen habe: Irgendwann habe ich festgestellt schmeckt nicht - mag ich nicht - will ich nicht mehr.

Zur völligen Überraschung meiner LG kam ich jetzt mit ein paar Stangen Rhabarber vom Einkauf zurück: Sie kannte natürlich meine Abneigung und war mehr als verwundert. Eigentlich wollte sie einen Kuchen backen und den Rest zu Kompott verarbeiten, aber dazu reichte die von mir gekaufte Menge dann doch nicht.

Also gab es Kuchen, einen Streuselkuchen mit vielen dicken Streuseln obendrauf. Etwas skeptisch, mit ziemlich langen Zähnen (und mich fragend, welcher Teufel mich wohl bei diesem Kauf geritten haben mag) probierte ich eben ein Stück davon: Lecker ! Richtig gut, nicht zu süß, nicht zu sauer: Einfach gut.

Und jetzt frage ich mich, welche Vorurteile oder früheren Urteile ich immer noch ungeprüft durch mein Leben schleppe.....


Rhabarber gibs bei uns fast das ganze Jahr,jetzt frisch für Kuchen und Kompott (eigene Ernte) und es wird auch eingefroren ,so ist die Versorgung auch im Herbst und Winter gewährleistet.


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#365

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 15.05.2013 21:31
von Vogtländer (gelöscht)
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@ Dandelion:
Danke,das Du mich an diesen Kuchen erinnert hast.Den werd ich mir mal wieder von Mama wünschen.Stellt sich gerade die Frage,wann ich diesen das letzte mal gegessen hab.Mindestens 5 Jahre schon nicht mehr (war die letzten 5 Jahre aufm Obstorten-Trip,am liebsten mit Bananenscheiben und Ananasstücken,zur farblichen Abwechslung noch paar Erdbeeren mit drauf).


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#366

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 15.05.2013 23:15
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #367
@ Dandelion:
Danke,das Du mich an diesen Kuchen erinnert hast.Den werd ich mir mal wieder von Mama wünschen.Stellt sich gerade die Frage,wann ich diesen das letzte mal gegessen hab.Mindestens 5 Jahre schon nicht mehr (war die letzten 5 Jahre aufm Obstorten-Trip,am liebsten mit Bananenscheiben und Ananasstücken,zur farblichen Abwechslung noch paar Erdbeeren mit drauf).


@Vogtländer...lecker, aber die Schlagsahne haste noch vergessen


xxx
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#367

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 07:10
von furry | 3.568 Beiträge

Zitat von Dandelion im Beitrag #365

Und jetzt frage ich mich, welche Vorurteile oder früheren Urteile ich immer noch ungeprüft durch mein Leben schleppe.....


Es ist schon eigenartig, wie sich die Essgewohnheiten zwischen Kindheit und heute verändert haben.
Eine Geschichte hatte ich schon an anderer Stelle geschrieben. Als Stift hat mich mein Vater (damals Lokführer) oft mit in seinen Betrieb genommen. Bei der Gelegenheit wurde auch gleich für kleines Geld in der Kantine gegessen. An einem dieser Tage gab es Wirsingkohlsuppe, die ich bis dahin zu Hause nicht runter bekam. Nun bekam ich aber auch so eine Portion, die damals noch in Schüsseln ausgegeben wurde, und dazu eine Scheibe trocken Brot. Aber stolz wie ein Spanier, zwischen Vater und seinen Kollegen sitzend, habe ich meine Suppe gelöffelt und war in Folge von der Abneigung geheilt.
Ähnliches passierte mir viele Jahre später. Weiße Bohnensuppe mochte ich auch nicht. Nach Rückkehr von meiner ersten Vietnamreise, stand bei uns auf dem Herd der Rest einer Bohnensuppe, die sich meine Frau während meiner Abwesenheit gekocht hat. Einmal gekostet, habe ich diesen Rest mit einem Heißhunger vertilgt. Damit war auch dieser Bann gebrochen.
Überhaupt haben diese Vietnameinsätze nicht nur bezüglich des Essens meine Sicht auf die Welt und mein Leben sehr geprägt.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#368

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 07:22
von Vogtländer (gelöscht)
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@Silberfuchs:
Die halbfettige oder die vollfettige?
Aber Du hast recht,die Sahne gehört als Haube obendrauf!Und das ohne Diskussion!Mir ists mittlerweile egal,das meine Nichte meint,ich wäre fett geworden.Ist sowieso quatsch,da ein gutes Bäuchlein ein sehr schönes Zeichen von Wohlbefinden ist!


zuletzt bearbeitet 16.05.2013 07:24 | nach oben springen

#369

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 09:33
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Ich war noch nicht in der Schule, meine Großeltern hatten im Altersheim ,,Goldene Hochzeit,, nach dem schönen Mittagessen gab es als nachtisch Ananaskompott. dieses hat mir nicht geschmeckt!
Bis jetzt habe ich nie wieder Ananas gegessen.


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#370

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 17:51
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

ja, ich erinnere mich, meine liebe Mutter hatte ab und an auch einen "Saure-Gurken-Eintopf" gekocht. Mit Stückchen von sauren Gurken, Kartoffelstückchen, gebratenen Zwiebelscheiben, einer hellen Einbrenne, etwas Essig, gewürzt mit gekörnter Brühe, Pfeffer, Salz, Lorbeerblatt, darinnen kleine gebratene Jagdwurstwürfel ...

Mein Gott, das war lecker !!!

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#371

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 18:18
von Pit 59 | 10.131 Beiträge

Ich habe in DDR Kneipen immer grosse Gläser voll Eier gesehen.Das nannte sich dann Sol Ei (glaube ich jedenfalls ) Das Glas wurde mit einem Sud aufgefüllt. Die genaue Zusammenstzung weiss ich jetzt nicht.
Für so mal auf die Schnelle war das nicht schlecht.


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#372

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 18:24
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

das muss so in den 1970-iger Jahren gewesen sein. In der DDR naturellement. Die Parole hieß "Nimm ein Ei mehr!". Entsprechend groß war das Hühneraufkommen. In unserer Kleinstadt wurde extra so eine Art gehobene "Imbissbude" eröffnet, in der man Hühnerprodukte aller Art - vom "Goldbroiler" bis zur "Hühnersuppe" bestellen konnte.Die Hühnersuppe war extrem lecker - mit richtigen Hühnerfleischstückchen drin - und für mich bezahlbar. 40 Pfennige der Teller!

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#373

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 18:26
von KID | 234 Beiträge

Blutwurst, Sauerkraut und Salzkartoffeln...


Ecki und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#374

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 18:29
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #373
Ich habe in DDR Kneipen immer grosse Gläser voll Eier gesehen.Das nannte sich dann Sol Ei (glaube ich jedenfalls ) Das Glas wurde mit einem Sud aufgefüllt. Die genaue Zusammenstzung weiss ich jetzt nicht.
Für so mal auf die Schnelle war das nicht schlecht.


Selbst Brigitte kennt das Rezept:

http://www.brigitte.de/rezepte/kochschule/soleier-1023228/

LG von der grenzgaengerin


Pit 59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#375

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 18:32
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von KID im Beitrag #375
Blutwurst, Sauerkraut und Salzkartoffeln...
Mein lieber KID,

"Tote Oma" also, oder "Verkehrsunfall".

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#376

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 18:38
von Alfred | 6.841 Beiträge

Im Winter,

ein schönes, gepökeltes Eisbein mit Sauerkraut, Erbspüree und Kartoffeln....


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#377

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 18:40
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #378
Im Winter,

ein schönes, gepökeltes Eisbein mit Sauerkraut, Erbspüree und Kartoffeln....

Ach, Alfred,

wenn man sich zusammenreißt, geht das auch im Sommer. Selbstbeherrschung ist alles!

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#378

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 19:53
von Ex-Huf (gelöscht)
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Liebe Forumer,

gegenwärtig muss ich eine Entgleisungstendenz dieses Threads feststellen, deren Meldung an die Admins nur durch meinen Eid verhindert wird!

Lauter schöne Sachen, lose Wurst, Eisbein, Spargel in Butter gegart...

Im Interesse des Fortbestehens der Menschheit seien rotes Gemüse (nicht politisch gemeint!), zuckerarmes Obst und der Verzicht auf Mobilitätshilfen, außer Rollatoren angemahnt! ...

Also bitte, reißt Euch zusammen!

VG Ex-Huf


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#379

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 20:02
von PF75 | 3.292 Beiträge

wie war der Spruch:"Die besten Vitamine sind die ,die die Sau gefressen hat."


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#380

RE: wie bei Muttern zu hause

in DDR Zeiten 16.05.2013 20:13
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #378
Im Winter,

ein schönes, gepökeltes Eisbein mit Sauerkraut, Erbspüree und Kartoffeln....


...und einer Soße mit Meerrettich aus den eigenen Garten, da hast du nach dem Meerrettich-Reiben keinen Schnupfen mehr. Und schmecken tuts auch noch



seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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