#21

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 08:40
von Vogtländer (gelöscht)
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Eine 10-Kilo-Stahlkugel am Fuß gestehe ich ihnen auch zu!Fuß dürfen sie sich aussuchen!
Die sich da in diesen "Sendungen" zur Schau stellen,na aber Halleluja!Sämtliche Finanzunterstützungen sollte man denen kürzen!Ja,ich bin da "etwas" intolerant bei solchen Leuten!Denke aber,das das noch vertretbar ist!
Welches System bevorzugst Du,Feliks?
Kohletagebau wär auch nicht schlecht,fällt mir gerade ein!


zuletzt bearbeitet 11.02.2013 08:45 | nach oben springen

#22

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 08:46
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

ich les' hier so raus ... "Zwang zur Arbeit für sogenannte Assis"
Ist schon prima, Arbeit ist eine feine Sache, man hat so für allerlei Blödsinn gar keine Zeit....


Hmmm - gibt es denn genug (bezahlte) Arbeit im kapitalistischen System ?
um das auch durchsetzen zu können.
Nur mal so als Denkanstoss.....

In einer Gesellschaft mit niedriger Arbeitsproduktivität mag das ja ganz anders aussehen.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#23

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 08:57
von Vogtländer (gelöscht)
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Ließ Dir nochmal durch,was ich schrieb,ich glaub,da verstehst,was ich meine. ,
Ja,ich bin der Meinung,das Arbeit genug da ist,auch wenn nicht immer mit 20 € netto die Stunde!
Und nein,es geht mir nicht um Leute,die da arbeiten wollen,aber nicht können!
Ps:
Auch ich bin lange genug der Arbeit hinterhergereist.Das Zauberwort nennt sich Flexibilität.Die Frage ist doch nur,welch hohen Lebensstandart man haben will,sprich:muß jeden Monat ne Telefonrechnung von 100 Euronen und immer das neueste Cellphone sein?

Jeder,der arbeiten kann im entsprechenden Alter,soll auch arbeiten und sich nicht auf Kosten anderer ausruhen!


Paramite hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.02.2013 09:04 | nach oben springen

#24

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 09:21
von Paramite | 414 Beiträge

Hm... Bei uns im Ort gab es auch solch ein Subjekt, Spitzname Gockel. Ich kann mich nicht daran erinnern, das man ihn eingesperrt hat. Der hat gesoffen und gesoffen und nichts mehr gearbeitet. Das war so ab '87. Er war vorher aber schon ein fleißiger Mann, nur Frau und Kinder weg, naja... der alte Leidensweg. Er dufte dann täglich ins Rathaus laufen und sein täglich Geld abholen. Er hat es nur so erhalten, damit er nicht alles Geld vom Monat in wenigen Tagen versäuft. Dann muss es ja schon sowas wie eine Sozialhilfe gegeben haben, in der Deutschen Demokratischen Republik.


Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper
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#25

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 09:27
von Vogtländer (gelöscht)
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Nun,da versteh ich nicht,wieso er nicht zum Entzug gebracht wurde.Wer hat da gepennt?


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#26

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 09:58
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #21
Eine 10-Kilo-Stahlkugel am Fuß gestehe ich ihnen auch zu!Fuß dürfen sie sich aussuchen!
Die sich da in diesen "Sendungen" zur Schau stellen,na aber Halleluja!Sämtliche Finanzunterstützungen sollte man denen kürzen!Ja,ich bin da "etwas" intolerant bei solchen Leuten!Denke aber,das das noch vertretbar ist!
Welches System bevorzugst Du,Feliks?
Kohletagebau wär auch nicht schlecht,fällt mir gerade ein!

viele im Ruhrpott wären froh wieder im Kohletagebau zu arbeiten,
fällt mir so gerade ein


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
exgakl hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 11:05
von ddr-bürger (gelöscht)
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Zu der damaligen (DDR Zeit) konnte ich den Gedanken des § 249 nachvollziehen. Da alles subventioniert war (vom Brötchen bis zur Wohnung) und "Luxusartikel" dazu dienten einen teil der Subventionen wieder einzufahren kann man den gedanken durchaus verstehen.

Nur war der § 249 in meinen Augen eine Fehlplanung, In meinem Betrieb gab es wirkliche "Assis", die hatten einen festen Arbeitsvertrag, bekamen ihren Lohn als Hofarbeiter (nicht falsch verstehen, soll keine Schelte gegen die "richtigen" Hofarbeiter sein) und erschienen sporadisch zur Arbeit, hingen dort ihre zeit ab und abends wurden in den Plattenbauten die Kellerverschläge "geöffnet" um zu Alk zu kommen. Ergebnis war Aussprachen vor der Konfliktkommision mit getöns von "Besserung" und am nächsten tag erst mal wurde der "Stress" der aussprache mit einem Krankenschein quittiert.....

Wo hat da der § 249 gegriffen? Ich kann es aus heutiger Sicht durchaus verstehen, wenn zum Beispiel jemand sagt o.k., hab 1 Jahr geschaft, hab die Kohle möchte ein paar Monate frei machen. Wem entsteht ein Schaden, er verlebt seine Arbeitsergebnisse....

Aber wie gesagt damals eine "subventionierte Welt" und er verlebte das erwirtschaften der Subventionen anderer. Auch kann man damals nicht mit heute vergleichen, in der DDR hatte jeder die Möglichkeiten einen bezahlten Job zu bekommen von dem er leben konnte. Ob gerecht oder nicht, dieser besagte Hofarbeiter hat mehr als Arbeiter verdient als die Sekretärin als Angestellte. das ist kaum zu glauben war aber so, da es ein Steuerrecht gab das zwischen Arbeiter und Angestellten unterschied. Ein Arbeiter am Band verdiente in der Regel mehr als ein Oberstufenlehrer.

In der heutigen Zeit sehe ich die Pflicht zur Arbeit sehr gelassen, da es viele Arbeitnehmer gibt die von Ihrer Hände (oder Kopf) Arbeit nicht mehr leben können.

Meine persönliche Stellung zu dem § 249 damals hatte ich kein Problem damit, habe selber gearbeitet und für mich gehörte das einfach zum leben dazu und wie gesagt die Subventionen und der gesamte Rest an sozialen Förderungen (auch das Bildungssystem).

Ich ahne aber das die Diskussion irgendwann in die Richtung gehen wird, wie wurde der § 249 genutzt um pol. Gegner auszuschalten, ich denke das läßt einige so sensibel reagieren.
Jetzt habe ich eine Steilvorlage geliefert, nur irgendwann wäre das eh gekommen. Nur sollte man nüchtern bedenken, jedes Gesetz läßt sich auch irgendwann "zweckentfremden", Nur ein Gedanke man kann eine ganze Region heute ganz legal unter dem vorwand "Seuchenschutz" abriegeln, das kann auch eine verdeckte Internierung sein, ist dadurch das Seuchenschutzgesetz falsch?

Aus der heutiger Sicht und losgelöst von den damaligen Verhältnissen ein nein zum § 249, als erlebter DDR Bürger unter den Bedingungen der Zeit ein ja von mir zu dem § 249 obwohl er wie oben erwähnt die meisten "Assis" gar nicht getroffen hat....


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 12:04
von 80er | 570 Beiträge

Dieser § kommt mir vor, wie aus der Mottenkiste einer längst vergangenen Zeit entlehnt. Lässt man "sozialistisch" in den Formulierungen weg, könnte er glatt aus der Gesetzgebung des Kaiser- oder 3. Reiches stammen.

"... zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung ...", oder eine Formulierung als Kommentar zu einer Hausdurchsuchung durch das MfS wie "... Sauberkeit und Ordnung liessen zu wünschen übrig ..." trifft den gleichen antiquierten Zeitgeist, den ich leider auch heute noch bei einigen Schreibern zu erkennen glaube.

Dieser, wie anderer Schwachsinn, gehörten schon vor 1989 reformiert.

"Gammler" und "Arbeitsscheue" waren auch schon in der Bundesrepublik nicht nur Alkoholiker, sondern haben sich allein durch ihr "Anderssein" bewusst von der Masse der Bevölkerung abgehoben, auch politisch und nicht nur durch ihr Äusseres. Ich meine, dass dies z.B. für die Punkbewegung in der DDR der 80er Jahre auch zugetroffen hat.

PS: Als ich 1982 nach Schwaben in BW gekommen bin, habe ich mich durch die "Kehrwoche" und die Ernsthaftigkeit, wie sie kontrolliert wird, gleich wieder an meine letzte "alte Heimat" im 1. Hinterhaus eines alten Wohnquartiers in Dresden-Neustadt erinnert. Wie sich Regionen doch ähneln können!


Rainman2 und exgakl haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.02.2013 12:05 | nach oben springen

#29

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 12:25
von eisenringtheo | 9.172 Beiträge

Welche strafrechtlichen Mittel gibt es denn heute in der BRD, gegen asoziales Verhalten vorzugehen? Gibt es Bestimmungen in den Bundesländern?
http://www2.zhlex.zh.ch/appl/zhlex_r.nsf..._30.6.74_41.pdf
Theo


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#30

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 12:35
von Lutze | 8.034 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #29
Welche strafrechtlichen Mittel gibt es denn heute in der BRD, gegen asoziales Verhalten vorzugehen? Gibt es Bestimmungen in den Bundesländern?
http://www2.zhlex.zh.ch/appl/zhlex_r.nsf..._30.6.74_41.pdf
Theo

sehr interessant mit dem Landstreicherei/bettel §
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#31

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 13:23
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wir hatten in der Abteilung auch paar volkseigene Problembürger, also quasi welche mit unausgefülltem Arbeitsverhältnis.
Zugeführt wurden die nie, weil, so dumm waren die nicht.
Die "Arbeit" zum Arzt zu schleichen wegen SVK-Urlaubsschein haben die sich schon gemacht, lagen halt nur nicht im Bett sondern standen in der Stehbierhalle auf dem Markt.
Sobald die Alkoholismus bestätigt hatten, waren sie aus dem Schneider das zählte damals schon als Krankheit.
Den Ärger hatte nur der VEB wegen den dauerkranken Karteileichen und die verrückten die weiter jeden Tag am sozialistischen Aufbau wirkten, weil die denen ihre Arbeit mitmachen mussten.
Wäre jeder arbeitsunlustige Problembürger ins Loch gewandert hätten wohl die Knäste nicht gereicht und die Haftplätze wurden ja für den Sozialismus gefährlichere Klientel gebraucht.


zuletzt bearbeitet 11.02.2013 13:41 | nach oben springen

#32

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 14:21
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #29
Welche strafrechtlichen Mittel gibt es denn heute in der BRD, gegen asoziales Verhalten vorzugehen?


Na der §361 StGB ist seit dem 1.1.75 seeeehr einfach, ich zitiere (weggefallen).
Davor war er allerdings deutlich einschlägiger, zum Beispiel im Absatz I Punkt 5 Mit Geldstrafe bis zu fünfhundert Deutsche Mark oder mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Wochen wird bestraft wer sich dem Spiel, Trunk oder Müßiggang dergestalt hingibt, daß er in einen Zustand geräth, in welchem zu seinem Unterhalte oder zum Unterhalte derjenigen, zu deren Ernährung er verpflichtet ist, durch Vermittelung der Behörde fremde Hülfe in Anspruch genommen werden muß. Und das war noch einer der harmloseren Absätze des 'Landstreicherparagrafen'.
Und genau dieses Überbleibsel aus der Kaiserzeit wurde bereits 1968 in dem anderen Deutschland durch ein modernes, wenn auch sozialistisches Strafgesetz abgeschaft, also bereits sieben Jahre früher als in der FDGO.

[ironie]Nach wie vor gültet aber: Wer weiter läuft als das eigne Auto lang ist, kann wegen Landstreicherei belangt werden![/ironie]

Quelle zum 361er ... http://lexetius.com/StGB/361


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 11.02.2013 14:23 | nach oben springen

#33

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 17:01
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Danke, @Feliks für den Beitrag. Richtig, der Gerüstbauer ging straffrei aus. Nein, ich habe zu keiner Zeit eine IM-Tätigkeit seinerseits vermutet. Eher, dass sie ihm dolle auf die Finger geklopft haben ...dududu...mach das nie wieder...sonst. Vielleicht hat er auch ein schlechtes Gewissen gehabt, dem Freund gegenüber ob der unterschiedlichen Verfahrensweise.. siehe:

Zitat
*Aushaltenlassen (Ausnahme war die Annahme von materieller Unterstützung durch Angehörige und Verwandte)

...da er der Hauptfinanziant des Ganzen war. Es ist auch alles schon so lange her und man vergisst vieles, vielleicht war der Andere schon mal durch Bummelei aufgefallen o.ä....ich weiß das nicht mehr.

Ja, so einen richtigen Asozialen kannte wohl jeder aus dem Stadtbild!! Ich musste morgens immer eine Station mit dem Zug zum Dienst fahren und da hingen die schon rum und warteten, dass die Mitropa öffnet...bäh...bäh.

@Vogtländer, ich verstehe schon was du meinst auch wenn du es etwas drastisch formuliert hast. In Niedersachsen gab es da mal Ansätze...die sind aber gescheitert.
http://www.welt.de/welt_print/article804...lt-gesucht.html

Das Grobzeug (man möge mir diesen Ausdruck nachsehen) was sich in den Talkshows herumtrieb war schon frech, die hätte man nach der Sendung gleich einer Arbeit zuführen müssen.
Assi-Arno ist ja auch noch damit bekannt geworden...wie kann man solchen Leuten noch ein Forum bieten?!

http://www.youtube.com/watch?v=pypwopo3BD0


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

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#34

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 17:17
von DoreHolm | 7.697 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #33
Danke, @Feliks für den Beitrag. Richtig, der Gerüstbauer ging straffrei aus. Nein, ich habe zu keiner Zeit eine IM-Tätigkeit seinerseits vermutet. Eher, dass sie ihm dolle auf die Finger geklopft haben ...dududu...mach das nie wieder...sonst. Vielleicht hat er auch ein schlechtes Gewissen gehabt, dem Freund gegenüber ob der unterschiedlichen Verfahrensweise.. siehe:

Zitat
*Aushaltenlassen (Ausnahme war die Annahme von materieller Unterstützung durch Angehörige und Verwandte)
...da er der Hauptfinanziant des Ganzen war. Es ist auch alles schon so lange her und man vergisst vieles, vielleicht war der Andere schon mal durch Bummelei aufgefallen o.ä....ich weiß das nicht mehr.

Ja, so einen richtigen Asozialen kannte wohl jeder aus dem Stadtbild!! Ich musste morgens immer eine Station mit dem Zug zum Dienst fahren und da hingen die schon rum und warteten, dass die Mitropa öffnet...bäh...bäh.

@Vogtländer, ich verstehe schon was du meinst auch wenn du es etwas drastisch formuliert hast. In Niedersachsen gab es da mal Ansätze...die sind aber gescheitert.
http://www.welt.de/welt_print/article804...lt-gesucht.html

Das Grobzeug (man möge mir diesen Ausdruck nachsehen) was sich in den Talkshows herumtrieb war schon frech, die hätte man nach der Sendung gleich einer Arbeit zuführen müssen.
Assi-Arno ist ja auch noch damit bekannt geworden...wie kann man solchen Leuten noch ein Forum bieten?!


http://www.youtube.com/watch?v=pypwopo3BD0



lila: Die in den Talkshows werden m.E. nach darufhin getrimmt, sich so zu geben, wie sie sich geben. Darf man nicht so für bare Münze geben, was nicht heißt, daß es solche Leute nicht gibt. Mehr als genug laufen davon rum und mir kommt dann immer die Galle hoch, wenn ich daran denken muß, daß ich die mit bezahle. Deren Kinder werden zumeist dann auch in diese Richtung gebracht. Das Gleiche bei diversen Seifenopern, wie Frauentausch (muß ich mir mit zumuten, weil es meine Frau immer guckt). Wenn ich dann schon den Begriff "arbeitssuchend" höre. Die suchen nicht, die haben noch nie gesucht und werden es auch nie tun, wenn sie nicht dazu gezwungen werden. Unsere freiheitliche Grundordnung kann sie leider nicht dazu zwingen, wenigsten mal für wöchentlich drei oder vier Stunden ihren A...sch beizeiten aus dem Bett zu heben und Arbeiten für das Gemeinwohl zu verrichten, für die sonst keine Leue oder kein Geld da ist. Warum muß ich jetzt an Sarrazins Buch denken ? Weil er es richtig erkannt hat und ausspricht.
Zu DDR-Zeiten hatten wir in der Brigade auch einige "Zuweisungen". Ein Zigeuner, der max. 50% Normerfüllung brachte und den Rest als Durchschnittslohn bezahlt bekam und einen etwas Älteren, der pünklich zu Beginn der kalten Jahreszeit die Scheibe eines Schnapsladens einschlug, eine Flasche voll in sich reinkippte und sich dann von der Polizei abholen ließ. Als Wiederholungstäter hatte er dann bis zum nächsten Frühjahr freie Kost und Logis. Irgendwann ging seine Rechnung nicht mehr auf und er fuhr bis zum nächsten Sommer ein. Nichts mit Frühlings- und Sommerspaziergang im Park.



josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 17:26
von furry | 3.576 Beiträge

Etwas OT aber wahr.
An einem Sonntag quatschte mich mal in Hamburg einer auf dem Bahnhof an wegen einem Euro.
Da habe ich ihm das Angebot gemacht, dass er von mir 50 Euro bekommen kann, wenn er gleich mitkommt und am nächsten Morgen um 4 Uhr mit mir zu einem Schlachthof fährt, in dem wir 50 Schweine zerschnippeln und vermessen werden. Ob ihr es glaubt oder nicht, der wollte keine 50 Euro.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#36

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 17:46
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Den gesellschaftlichen Abschaum gibt es überall. Den gab es auch in der DDR. Der Staat wusste auch nicht so richtig , was man damit machen soll. Knast kostet Steuergeld und da hat man diese Kreaturen, in der Regel auch in Ruhe gelassen. Da gab es 5M pro Tag und das war billiger als einsperren.
Mit Lottogewinn oder Erspartem gab es kein Problem. Wenn die Kasse stimmte, brauchte man auch in der DDR, nie wieder arbeiten gehen.
Die Probleme gab es erst, bei Tateinheit mit anderen Paragraphen.


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#37

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 17:48
von Vogtländer (gelöscht)
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@ GVin:
Ja,ich hab es etwas drastisch formuliert.Muß noch etwas an der diplomaticheren Formulierung arbeiten!
@ Lutze:Rekultivierung(z.B. durch Begrünung der Abraumhalden) von Tagebauen,Museumsbergwerke (wie in Altenberg/Sachsen),Abbau der oberirdichen Industrieruinen-was auch Platz für neue Industriefläschen oder anderes schafft,das sind Alternativen.Und sei Dir sicher,das es nicht auf ewig im Schacht geht und ging,das wissen und wußten die Jungs und Mädels auch.Schon rein gesundheitlich nicht.Was denkst,warum die eher in den Ruhestand dürften und dürfen?Wegen der Sonnenscheinzulage?
@ Dore:Ich geb Dir Teilrecht mit der Trimmung,es gibt sie,Fakt ist und bleib doch aber auch der Punkt,das sich viele von diesen (sorry) Subjekten lieber durch Dumm- und Faulheit profilieren als morgens um 5h00 (Beispielzeit) den Anus und den Rest des Torsos aus dem Bett zu trollen und zu arbeiten.
Meine These(oder auch Gedankenzüge):
Je mehr einzahlen in die Töpfe,um so weniger Beitragsprozente haben wir alle und umso besser gehts uns allen(auch im Alter,weil mehr Motivation durch Aufbesserung der Finanzen privater Art).Falsche These?
Autsch,eine gute Kollegin meint,ich bin schon wieder zu direkt und hätte so einen etwas greizten Blick!


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#38

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 18:01
von Barbara (gelöscht)
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Eine persönliche Bemerkung:
mit Begriffen wie "Asi", "Subjekt" oder "Abschaum" - wäre ich ja vorsichtig - in so eine Kiste kann man schnell selbst gesteckt werden, wenn man aus irgendwelchen Gründen "nicht ins System" passt...... haben wir ja genügend Beispiele für in unserer Geschichte!

Für das Gesamtbild "Schädigung der Volkswirtschaft", was oben so ein bisschen anklingt, sollten wir vielleicht dann die auch mit aufführen, die unsere Volkswirtschaft zu ihren eigenen Gunsten wirklich richtig schädigen oder?

Aber die Fragestellung von Grenzverletzerin war aus meinem Verständnis ja sowieso ein ganz anderes.....


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#39

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 18:13
von Vogtländer (gelöscht)
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Gut,so ändere ich in Prädikat Arbeitsunwillig!


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#40

RE: Assiparagraph (§249)...

in Leben in der DDR 11.02.2013 18:14
von schulzi | 1.759 Beiträge

soweit mir bekannt stammt der paragraph aus den 3. reich. wurde in der ddr nur modifiziert.ob mit recht oder nicht sei dahin gestellt.aber ein grossteil dieser leute hatte die "arbeitserziehung" verdient es konnte doch nicht die norm sein das die brigade wo sie eingegliedert werden bestraft wurde,was sollten die kollegen noch machen sie holten sie zur arbeit von zu hause ab.zogen sich um gingen an de arbeitsplatz und der "friedensfreund" war verschunden


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