#1

Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.06.2009 08:48
von Angelo | 12.396 Beiträge

Ich habe da mal eine Frage,wie war das eigentlich mit der Wassergrenze am Priwall? Auf dem Foto sieht man das auch im Wasser der Grenzverlauf mit Boien markiert worden ist aber wie weit gingen denn diese Boien in Meer? Und wie wußte ich wenn ich mit dem Segelboot unterwegs war wann ich die Grenze zur DDR überschritten habe?? Ich kann ja davon ausgehen das diese Grenzboien nicht bis ins offene Meer gingen oder?

Angefügte Bilder:
Seegrenze_Priwall.jpg

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#2

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.06.2009 11:38
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Ich kann dazu zwar auch nicht viel schreiben.Aber sicher wird es weiter draußen auf dem Meer--Seetonnen gegeben haben,die den Grenzverlauf auf See markkieren.
Ich hänge hier mal 2 Links über Seegrenze an.Vielleicht ist für jemanden von Interesse.


Dateianlage:
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#3

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.06.2009 17:10
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Rostocker,

interessante Artikel. Besonders die Aussagen des Ex-DDR-Admirals:

Auch vom Recht der Nacheile wurde Gebrauch gemacht!!!!!Wusste gar nicht das es hier ein Recht gab?

In Seenot befindlichen Personen war, wie es internationale Pflicht ist, Hilfe zu erweisen.
Ein Schwimmer, ein besetztes Kanu oder Schlauchboot auf offenem Meer oder in den
Territorialgewässern wurde von uns als in Seenot befindlich klassifiziert. Unter den Aufgenommenen
waren auch Grenzverletzer. So haben sich übrigens auch Schiffe verhalten,
die nicht unter DDR-Flagge fuhren, die unter anderem auch Grenzverletzer aufnahmen
und übergaben. Fragt sich nur wer wen wohin übergab???


Die Segelmacherfamilie Gäth ist mit der „Tornado" im Schlepp eines Bootes des Bundesgrenzschutzes
wohlbehalten in der BRD angekommen. Die Schiffe und Boote der 6.
Grenzbrigade Küste und der Volksmarine hatten wohl die Möglichkeit, dies auch ohne
Opfer zu vereiteln. Aber es ging nicht um eine Verhinderung um jeden Preis. Und so zeugt
dieses Beispiel nur davon, daß auf die Verletzung des Grenzgesetzes sehr angemessen
reagiert wurde. Das ist eine klare Lüge. Hier fällt mir gar nichts mehr ein, doch das:

Gruß, Augenzeuge


zuletzt bearbeitet 16.06.2009 17:12 | nach oben springen

#4

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.06.2009 10:43
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hollo miteinander,

zur konkreten Frage habe ich keine "Erfahrungen", aber anderseits mit der Grenze im DDR- Küstenbereich Ostsee.
War (und bin!) eingefleischter Ostseefan besonders Rügen zwischen Binz und Thissow, sehr zum Leidwesen meiner Frau!

Ist eigentlich so seit 1971, als ich mit meinen Eltern das erste mal in Sellin war fast meine zweite Heimat geworden. Bin auch mit Unterbrechung durch Grundwehrdienst 1979/ 80 jedes Jahr dort oben gewesen. Von Bückeware- Beziehungsquartier Fewo/ Bungalow, Betriebsferienheim (auch nur über Beziehungen!) bis Zelten (im Vorjahr ab Dezember anmelden!)habe ich die gesamte Palette durch.
Zu DDR- Zeiten mit dem Motorad Zelten in Lobbe- herliches Fleckchen Erde und super Zeltplatz- heute noch und sehr zu empfehlen!
Man kannte sich ja mit der Grenze aus und dort "oben" war es nicht anders wie im Harz, nur das die Grenzer sich dort "Grenzbrigade Küste" nannten. Beobachtungstürme an exponierten Stellen (Steilküste, auf Landzungen), kleiner Kasernen (z. Bsp. Sellin)und militärische Sperrgebiete waren doch auch allerorten. Nachts wurde die See mit großen Scheinwerfern abgeleuchtet. Saß man mal im Strandkorb und hat vielleicht ein bischen mit einer "Angebeteten" abends spät geflirtet, wurde kontrolliert und man des Feldes verwiesen.
Im August 1977 war ich mit ein paar Mitlehrlingen in Göhren. Spontaner Entschluß, drei waren mit Zelt schon vorgefahren, wir zu zweit hinterher. Hat uns mit Freifahrtschein der DR ja nichts gekostet. Angekommen, im schon aufgebauten Zelt einquartiert und schones Badewetter genossen..., im jugendlichen "Leichtsinn" an nicht`s schlimmes denkend dabei leider vergessen (warum auch immer), sich anzumelden. Nächsten Morgen um 4 (ja um vier Uhr!!!) Großrazzia. Der Zelplatz (nun auch nicht gerade klein) war "umzingelt"!
Auf dem Zeltplatz! Vopos (auch in Zivil...!), Grenzer, Zeltplatzverwaltung. Egal, überall, ob Zelt, Wohnwagen oder in den wenigen Bungalows wurde lautstark aufgefordert, die "Dokumente" vorzulegen und eine Art Visiete, heute würde man sagen Hausdurchsuchung. Alle, die nicht angemeldet waren, vermeintlich auch Gäste, die in den Abend- und Nachtstunden angereist waren und sich nicht mehr anmelden konnten, mußten ihren Personalausweis abgeben und sich ab um 7 bei der Zeltplatzverwaltung melden...! Ja, wir auch dahin. Megaschlange...auch genannt sozialistische Wartegemeinschaft, nach lachen war uns aber nicht. Einzelabfertigung war angesagt, dementsprechend die Wartezeit...! Verhörmetoden Marke Mielke, Dauer ca. 20 Minuten/ Person, fünf Mann saßen einem gegenüber, ABV + 1 Vopo in Uniform, 2 in Zivil... und einer von der Zeltplatzverwaltung. Ergebnis: Was wollen sie hier, wie sind sie hier hergekommen (mit dem Zug natürlich, wie sonst als 17- jähriger...Blödmänner!)Fahrkarte her zur Überprüfung. Wo wohnen sie (noch blödere Frage - stand ja im Ausweis!). Anschl. nachdrückliche Belehrung im militärisch- lautstarker Tonlage über das "Verhalten im Grenzbereich Küste", Mitteilung an den Ausbildungsbetrieb (hab aber nie wieder davon was gehört...), 20 Ostmark Strafe und die Zeltplatzgebühr + 5 Mark Strafporto nachzahlen. Naja, Zeltplatzgebühr ist ja soweit korrekt, aber zusamm ca. 30 Mark bei 105 Mark monatl. Lehrlingsentgelt haben ganz schön geschmerzt! Kann mich auch noch gut erinnern, das man welche von den Aufgegriffenen mit der Vopo- Minna weggefahren hat...!
Naja, vielleicht hat von dem damaligen "Weckpersonal" heute noch der eine oder andere eine feuchte Hose...

Laßt es Euch gut gehen. Vergeßt nicht, wenn ihr Zelten fahren solltet, euch anzumelden und haltet Zeltschein und Ausweispapiere für eine frühmorgendliche Kontrolle bereit!
Man(n) kann ja nie wissen, ob im Ostseesand nicht noch übrig geblienende ewig gestrige nicht doch noch überlebt haben! ähnlich wie im Spielfilm "Nebel des Grauens"

Euer josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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zuletzt bearbeitet 17.06.2009 10:50 | nach oben springen

#5

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.06.2009 15:27
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hab in meinem Beitrag zur Grenze an der Ostseeküste noch was vergessen. Schlauch- Rudeboote oder gar Motorboote waren total verboten. Luftmatratzen hat man mit Argusaugen "geduldet". Selbstverständlich waren auch die Rettungsschwimmer auf den besetzten (bewachten) Strandabschnitten zur "Wachsamkeit" angehalten, wie die das im Einzelnen gehandhabt haben weiß ich nicht. Sonst wären die bestimmt nicht an die Ostsaeeküste gekommen. Da wird es wohl auch solche und solche gegeben haben, wie eben überall. Diese Verbote galten an der gesamten Ostseeküste, egal wie weit der "Westen" entfernt war. Und einigermaßen brauchbare Schlauchboote: Gab es sowas zu DDR- Zeiten für Otto- Normalverbraucher überhaupt zu kaufen???[shocked

josy95


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#6

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.06.2009 17:20
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo josy95,

klar, Schlauchboote gab es zu kaufen. Eben so wie vieles, nur mit Beziehungen. Gab ja auch Binnengewässer!
Als ich Kind war, haben wir uns aus dem Verbot nichts daraus gemacht. In Rerik Schlauchboot aufs Auto und dann ab zum FKK-Strand.
Aber auch das ging nicht lange gut. Hier hatte ich darüber schon mal geschrieben.
http://www.forum-ddr-grenze.de/topic-thr...77&message=5184

Gruß, Augenzeuge


zuletzt bearbeitet 17.06.2009 17:21 | nach oben springen

#7

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.06.2009 22:19
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Kann nur eins dazu schreiben.Ich bin gebürtiger Rostocker und Warnemünde gehört dazu.So viel ich noch weiß,fuhr die Grenzbrigade Küste Nachts die Ostseeküste mit einen G5 ab riesen Scheinwerfer drauf und leuchtete die Ostsee ab so weit wie es ging.An der Steilküste bei Warnemünde wurde ende der 60 jahre auch ein BT hingesetzt:
Aber mal ne kleine Anekdote aus der Jugendzeit.Ich saß mal Nachts mit einen Mädel im Strandkorb -Warnemünder-Strand.Wer erschien,Grenzbrigade Küste.Das erste war Ausweis zeigen.Dann kam die Frage warum gehen sie nicht nach hause.Und dann legten sie los,--sie dürfen sich nur bis eine Std nach Sonnenuntergang und ab eine Std vor Sonnenaufgang hier aufhalten.Daraufhin erklärte ich denen das ich gerade 18 Monate bei den Grenztruppen gedient habe und den mist kenne mit seiner Sonne.Ok wir hatte wohl Glück und durften bleiben.Für uns sprach das wir Ortsansässige waren.Andere waren beschissen dran,auf der Strandpromenade fuhr der W50 und da wurde alles eingeladen was nicht ganz astrein war


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#8

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.06.2009 17:11
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hab hier noch eine Episode, die ich selbst erlebt habe mit meinem ältesten Sohn, der war damals 2 1/2 Jahre alt.

Wir waren mal wieder in Sellin auf Rügen im Urlaub (September 89), es gärte und brodelte ja schon gewaltig, tausende verließen die DDR über Ungarn und anderswo. Wetter war super, wir hängten noch ein paar Tage dran, und schon ging zu Haus das Gerücht um"...die sind auch weg..." erzählte mir meine Mutter am Telefon. Mein Bruder nichts besseres zu tun, nährte natürlich noch die Gerüchteküche..., ein Nachbar erzählte mir später, das der ABV schon mehrfach wohl bei uns geklingelt hatte, wollte wohl das Gerücht prüfen, die Pappnase...!

Damals war die Reise mit der Reichsbahn inn, selbst hatten wir noch kein Auto. War ja uch o. k., als Eisenbahner hat`s uns ja auch nichts gekostet. Jedenfalls paar Tage vor der Abreise noch Platzkarten besorgen. Meine Frau ist mit dem Jüngsten im Quartier geblieben, ich bin mit dem Bus nach Saßnitz, den Großen im Tragegestell (Sowas gab`s schon zu DDR- Zeiten - Top Teil, hab ich heute noch in meiner "Aservatenkammer".
War natürlich auch Bücke- oder Zufallsware...!
Jedenfalls in Saßnitz Platzkarten besorgt, besser gesagt Bettkarten für den Schlafwagen - wie nobel! Die Transitzüge kamen ja von Trelleborg über die Fähre und führten Schlafwagen mit! Zug fuhr auch bis Leipzig, so brauchten wir nur einmal umsteigen, denn ab Leipzig gab`s damals einen durchggehenden Eilzug bis Ilsenburg, war mit den kleinen Kindern und Gepäck sehr bequem Verbindung.
Ich jedenfalls Platzkarten geholt und noch kleinen Bummel in Saßnitz gemacht, u. a. auf die Hochuferpromenade, da waren ja auch so eine Art Aussichtsstellen, zwar (gewollt) sehr verwachsen, aber den einen oder anderen Blick konnte man schon auf den (alten) Fährhafen erhaschen. Keine 5 Minuten war ich da, da war die Grenzbrigade Küste und ein Vopo- Lutscher (Leutenant) auch schon ran... und das übliche Prozedere nahm seinen Lauf. Ausweiskontrolle und Personenüberprüfung. Was machen sie hier, wie sind sie hier hergekommen was wollen sie hier? Wann fahren/ gehen sie wieder weg...? Hat bestimm ne halbe Stunde gedauert. Kann ja nicht sagen, das die Jungs unhöflich waren, aber ebend penetrant neugierig. Vielleicht stand ich ja bei der Überprüfung schon auf der Vermißtenliste...!

Der Vopoleutenant, denk mal es war der örtl. ABV bewachte mich denn noch, hab noch ein paar nette Worte mit ihm gewechselt und wir sind dann (gemeinsam, ohne das ich ihn eingeladen hatte oder um Geleitschutz gebeten hatte...)

in den Ort zurückspaziert, er hat uns sogar noch bis zum Bus begleitet, bischen was von Saßnitz erklärt und uns noch ein paar schöne Tage auf Rügen einschl. guter Heimreise gewünscht. Ein netter Mensch, sag ich heute noch!

Apropo heute: Heute müßte man bestimmt für so einen "Wanderführer" hart bezahlen....

War ebend doch manchmal schön...und sparsam, "die gute, alte (DDR-) Zeit"

In diesem Sinne, laßt es Euch gut gehen!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 20.06.2009 17:14 | nach oben springen

#9

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.09.2011 19:13
von Zaunkletterer (gelöscht)
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Hallo in die Runde, wer von Euch kennt den genauen Aufbau der Sicherungsanlagen am Übergang Festland/Ostsee? Die Zäune standen ja nicht im Wasser?! Gruß vom Zaunkletterer


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#10

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.09.2011 21:03
von suentaler | 1.923 Beiträge

Zitat von Zaunkletterer
Hallo in die Runde, wer von Euch kennt den genauen Aufbau der Sicherungsanlagen am Übergang Festland/Ostsee? Die Zäune standen ja nicht im Wasser?! Gruß vom Zaunkletterer




Die Zäune endeten nicht in der Ostsee, sondern verliefen auf dem Festlland weiter und endeten kurz hinter Barendorf.
grün=Staatsgrenze
orange=GZ1/Kolonnenweg
blau=Signalzaun

Angefügte Bilder:
Pötenitz.jpg

[rot]Vielen Dank für die Sperrung.
Noch nicht einmal einen Grund konntet ihr angeben.
Andersdenkende mundtot machen - wie erbärmlich - selbst für euch ![/rot]
.
MfG Suentaler
.
[gruen]Leider kann ich nicht auf die mich erreichenden PN's antworten.
Man kann mich aber direkt unter suentaler@emailn.de anschreiben.[/gruen]
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#11

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.09.2011 21:21
von Zaunkletterer (gelöscht)
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Somit blieb ein mehr oder weniger breiter Streifen am Strand nur durch Posten gesichert?

Zitat von suentaler

Zitat von Zaunkletterer
Hallo in die Runde, wer von Euch kennt den genauen Aufbau der Sicherungsanlagen am Übergang Festland/Ostsee? Die Zäune standen ja nicht im Wasser?! Gruß vom Zaunkletterer




Die Zäune endeten nicht in der Ostsee, sondern verliefen auf dem Festlland weiter und endeten kurz hinter Barendorf.
grün=Staatsgrenze
orange=GZ1/Kolonnenweg
blau=Signalzaun



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#12

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.09.2011 21:33
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von Zaunkletterer
Somit blieb ein mehr oder weniger breiter Streifen am Strand nur durch Posten gesichert?


Ja, eine allfällige Invasion zu Lande oder (wie hier) zur See konnten weder die Gakl im vorgelagerten Gebiet noch die andern GT Angehörige in ihrem Wirkungsbereich aufhalten.
Theo


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#13

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.09.2011 21:47
von Zaunkletterer (gelöscht)
avatar

Hätte ich das gewußt, wäre ich wohl an dieser Stelle rüber gemacht!

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Zaunkletterer
Somit blieb ein mehr oder weniger breiter Streifen am Strand nur durch Posten gesichert?


Ja, eine allfällige Invasion zu Lande oder (wie hier) zur See konnten weder die Gakl im vorgelagerten Gebiet noch die andern GT Angehörige in ihrem Wirkungsbereich aufhalten.
Theo



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#14

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.09.2011 22:27
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von Zaunkletterer
Hätte ich das gewußt, wäre ich wohl an dieser Stelle rüber gemacht![


Das wäre keine gute Idee gewesen. Denn da scheint ein Missverständnis zu bestehen. Nochmals das Bild vom 1. Beitrag dieses Threads:

Das was man hier sieht ist nur eine Ausbuchtung des GZ1 in Richtung der See, damit der Turm eine gute Aussicht hat. Hinter dem GZ1 kommt die übliche Ausstattung der Grenzanlage mit Sperrgraben, Kolonnenweg und Signalzaun. Das ganze hätte man dann zusätzlich mit Hochseeausrüstung überwinden müssen, wenn man übers Meer hätte flüchten wollen. (Dreikilometerzone). Und Richtung Travemünde hats zuviele Leute.

Quelle: www.priwall.net
Theo


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#15

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.09.2011 23:00
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
...Ja, eine allfällige Invasion zu Lande oder (wie hier) zur See konnten weder die Gakl im vorgelagerten Gebiet noch die andern GT Angehörige in ihrem Wirkungsbereich aufhalten.



Ja schon. Doch hätte man irgendwann an der fehlenden Meldung gemerkt, dass die Amis kommen - oder der Posten wech is.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#16

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.09.2011 23:06
von Zaunkletterer (gelöscht)
avatar

Stimmt. Wäre keine gute Idee gewesen. War schon gut ausgebaut. Wie tief im Hinterland haben sich die Zäune getroffen?

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Zaunkletterer
Hätte ich das gewußt, wäre ich wohl an dieser Stelle rüber gemacht![


Das wäre keine gute Idee gewesen. Denn da scheint ein Missverständnis zu bestehen. Nochmals das Bild vom 1. Beitrag dieses Threads:

Das was man hier sieht ist nur eine Ausbuchtung des GZ1 in Richtung der See, damit der Turm eine gute Aussicht hat. Hinter dem GZ1 kommt die übliche Ausstattung der Grenzanlage mit Sperrgraben, Kolonnenweg und Signalzaun. Das ganze hätte man dann zusätzlich mit Hochseeausrüstung überwinden müssen, wenn man übers Meer hätte flüchten wollen. (Dreikilometerzone). Und Richtung Travemünde hats zuviele Leute.

Quelle: www.priwall.net
Theo



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#17

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.09.2011 23:18
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Angelo
Ich habe da mal eine Frage,wie war das eigentlich mit der Wassergrenze am Priwall? Auf dem Foto sieht man das auch im Wasser der Grenzverlauf mit Boien markiert worden ist aber wie weit gingen denn diese Boien in Meer? Und wie wußte ich wenn ich mit dem Segelboot unterwegs war wann ich die Grenze zur DDR überschritten habe?? Ich kann ja davon ausgehen das diese Grenzboien nicht bis ins offene Meer gingen oder?




Durch die Tonnen 1 - 7 in der Lübecker Bucht
Die 7 Tonnen markierten die Seegrenze vom Priwall in Richtung Ostsee.

Die gelben Grenztonnen "Grenze 1, 2, 5 und 7" hatten eine Befeuerung (Leuchttonnen mit gelbem Blitz).
Die gelben Grenztonnen "Grenze 3, 4 und 6" waren unbefeuerte Bakentonnen.

http://www.nva-forum.de/nva-board/index....opic=6011&st=15
Nur mit Anmeldung.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#18

RE: Die Wassergrenze/Seegrenze zur DDR am Priwall

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.09.2011 16:07
von Gert | 12.356 Beiträge

Das wasTH schrieb kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich habe 1963 Oktober bis 1964 Oktober dort an der Küste östlich des Priwalls bis kurz vor Boltenhagen Grenzdienst gemacht. Wir hatten auf der dort überwiegend anzutreffenden Steilküste einen Stacheldrahtzaun und einen K 10. Auf der Küste waren einige Wachtürme aus Stahl aufgestellt. Wenn man Dienst auf dem Turm hatte musste man ein Logbuch führen, in dem alle Schiffsbewegungen in der Lübecker Bucht vermerkt werden mussten und das waren einige, vor allem Fährschiffe nach Skandinavien wie Nils Holgerson, Stena Germanica, usw. Minen waren bei uns nicht verlegt. Den Signalzaun gab es 1964 auch noch nicht. man konnte sich relativ unkontrolliert bis an die Küste bewegen. Badebetrieb war natürlich dort nicht, weil Grenzgebiet.
Es sind zu meiner Zeit einige geglückte Fluchten passiert, wir haben morgens die Klamotten der Flüchtlinge am Strand gefunden. Es waren je nachdem wo die Flüchtlinge ins Wasser gingen ca. 2 - 5 km zu schwimmen. Wenn sie sich auf die Tonnen der Fahrstrasse setzten, hatten sie gute Chancen, von den Fährschiffen aufgenommen zu werden.
Die Sicherung dieses Grenzabschnittes war der 6.Grenzbrigade Küste zugeteilt, meien Kompanie war in Brook Kreis Grevesmühlen stationiert. Unser Bataillonsstab war in Tarnewitz bei Boltenhagen.

Gruß Gert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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