#21

RE: DDR-Geschichte Auffallend geringes Interesse in Sachsen-Anhalt

in DDR Zeiten 18.02.2013 21:18
von Gelöschtes Mitglied
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Der Anfang der 1990er Jahre war geprägt durch häufige Wechsel der Landesregierungen und politische Affären. Dies hatte zur Folge, dass die anfangs regierende CDU die zweiten Landtagswahlen nach der Wiedervereinigung verlor und es zu einer von der PDS tolerierten Landesregierung von SPD und Bündnis 90/Grüne kam (Magdeburger Modell). Ministerpräsident Reinhard Höppner regierte das Land über zwei Legislaturperioden in einer Zeit großer wirtschaftlicher und arbeitsmarktpolitischer Umstrukturierungen, nach Ausscheiden der Grünen in einer von der PDS tolerierten SPD-Alleinregierung. Sachsen-Anhalt hatte die höchste Arbeitslosenquote aller Bundesländer zu verkraften. In der dritten Wahlperiode seit der Wiedervereinigung gelang es der DVU, in den Landtag einzuziehen. Jedoch zerbrach diese Fraktion bald an internen Streitigkeiten und wurde 2002 nicht wieder in den Landtag gewählt. 1994 kam es in Sachsen-Anhalt zu einer großen Kreisgebietsreform (Reduzierung der Anzahl der Landkreise von 37 auf 21). Die anhaltende wirtschaftliche Krise führte bei den Wahlen im Jahr 2002 zu einem erneuten Regierungswechsel. Seither wurde Sachsen-Anhalt von einer CDU/FDP-Regierung, später von einer CDU/SPD-Regierung unter Wolfgang Böhmer regiert.(wiki)

So lange Herr Höppner dieses Land regierte . ging es einfach nicht vorwärts , ich bin in Sachsen -Anhalt aufgewachsen und lebe noch hier. Was ein Hubertus Knabe wohl recherchierte .? Sein Buch "Die Täter sind unter uns " steht bei mir schon seit 2008 im Regal , warum wird sein Name immerwieder erwähnt. mfg ratata


zuletzt bearbeitet 18.02.2013 21:21 | nach oben springen

#22

RE: DDR-Geschichte Auffallend geringes Interesse in Sachsen-Anhalt

in DDR Zeiten 18.02.2013 21:30
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Ex-Huf im Beitrag #20
Mit meinem Beitrag meinte ich sowohl das ganze Land betreffende Beschreibungen, als auch individuell, soll heißen, vor Ort sichtbare Verbesserungen.
Und jeder von uns wird doch wohl seinen Heimatort vor 1990 und heute einschätzen können?

Eigentlich möchte ich dem eingangs erwähnten Vorurteil entgegenwirken, dass unsere Landsleute in Sa.-Anhalt der jüngeren deutschen Geschichte relativ wenig Interesse zuwenden würden...
Da gibt es hier im Forum durchaus einige deutliche Gegenbeispiele...

VG Ex-Huf


Zu meinem Heimatort kann man hinsichtlich des Modernisierungsgrades durchweg nur positives berichten, aber ich wäre nicht Hackel, wenn ich nicht auch hier das Haar in der Suppe finden würde, denn diese Qualitätssteigerung der Infrastruktur und Bautenoptik geht klar auf Kosten der Nachbargemeinden, es ist schlichtweg ein Verteilungskampf um Fördermittel und von der Cleverneß des Bürgermeisters abhängig, was erreicht wird und was nicht.
Mit den letzten Reserven der Finanzkraft zahlreicher Anwohner haben die Straßen nahezu flächendeckend eine Qualität erreicht, die 1989 noch undenkbar war.
Gemeinnützige Begegnungsstätten, Sporthallen und Vereinsheime wurden, wenn auch um den Preis einer Projektkonzentrierung und -bündelung auf einen enormen Substanzwert gehievt, den es nun zu verteidigen gilt.
Aber wir sind nun mal nicht nur eine Freizeitgesellschaft und haben auch für gesunde Wirtschaftskreisläufe zu sorgen und da stößt diese Unwuchtökonomie zu Lasten der NBL an seine Grenzen.
Ich persönlich wünsche den Nachrückern in den Jobs der Zukunft, daß sie nicht nur zum Spaß sondern auch zum Arbeiten in Sachsen- Anhalt bleiben können, für uns 40+ Vertreter scheint die Hoffnung zu großen Teilen nicht mehr aufzugehen.



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#23

RE: DDR-Geschichte Auffallend geringes Interesse in Sachsen-Anhalt

in DDR Zeiten 18.02.2013 21:45
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #22
Zitat von Ex-Huf im Beitrag #20
Mit meinem Beitrag meinte ich sowohl das ganze Land betreffende Beschreibungen, als auch individuell, soll heißen, vor Ort sichtbare Verbesserungen.
Und jeder von uns wird doch wohl seinen Heimatort vor 1990 und heute einschätzen können?

Eigentlich möchte ich dem eingangs erwähnten Vorurteil entgegenwirken, dass unsere Landsleute in Sa.-Anhalt der jüngeren deutschen Geschichte relativ wenig Interesse zuwenden würden...
Da gibt es hier im Forum durchaus einige deutliche Gegenbeispiele...

VG Ex-Huf


Zu meinem Heimatort kann man hinsichtlich des Modernisierungsgrades durchweg nur positives berichten, aber ich wäre nicht Hackel, wenn ich nicht auch hier das Haar in der Suppe finden würde, denn diese Qualitätssteigerung der Infrastruktur und Bautenoptik geht klar auf Kosten der Nachbargemeinden, es ist schlichtweg ein Verteilungskampf um Fördermittel und von der Cleverneß des Bürgermeisters abhängig, was erreicht wird und was nicht.
Mit den letzten Reserven der Finanzkraft zahlreicher Anwohner haben die Straßen nahezu flächendeckend eine Qualität erreicht, die 1989 noch undenkbar war.
Gemeinnützige Begegnungsstätten, Sporthallen und Vereinsheime wurden, wenn auch um den Preis einer Projektkonzentrierung und -bündelung auf einen enormen Substanzwert gehievt, den es nun zu verteidigen gilt.
Aber wir sind nun mal nicht nur eine Freizeitgesellschaft und haben auch für gesunde Wirtschaftskreisläufe zu sorgen und da stößt diese Unwuchtökonomie zu Lasten der NBL an seine Grenzen.
Ich persönlich wünsche den Nachrückern in den Jobs der Zukunft, daß sie nicht nur zum Spaß sondern auch zum Arbeiten in Sachsen- Anhalt bleiben können, für uns 40+ Vertreter scheint die Hoffnung zu großen Teilen nicht mehr aufzugehen.


Genau Hackel 39 , es wird nicht mehr lange dauern hier in Sachen--Anhalt , wenn erstmal die Nordverbindung A 14 nach Schwerin fertig ist , dann kommt auch in der Altmark der Aufschwung .möge uns bis dorthin die CDU -- als regierende Partei erhalten bleiben .mfG ratata


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#24

RE: DDR-Geschichte Auffallend geringes Interesse in Sachsen-Anhalt

in DDR Zeiten 18.02.2013 22:08
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Bezugnehmend auf Beitrag 1, Themeneröffnung:
Ich bin mir da nicht einhundertprozentig sicher ob Sachsen-Anhalt am Ende liegt? Schauen wir uns nur mal die Wohngebiete unserer User in diesem Forum an. Ich möchte jetzt nicht eine prozentuale Aussage treffen, aber der überwiegende Teil stammt aus der ehemaligen DDR. Von denjenigen User`n die aus der alten Bundesrepublik anwesend sind ist es nur ein geringer Prozentsatz. Entweder übergesiedelte oder die damals im so genannten Grenzraum wohnten und daher noch ein Interesse besteht, was die "Grenze" anbetrifft.

Unser jüngster Sohn hat voriges Jahr seine Schule beendet. Aufgrund von diesem Thema was ich soeben entdeckt habe, befragte ich ihn wie das Interesse im Bezug auf das Thema“ DDR“ im letzten Jahr von seinen Mitschülern und Lehrern aufgenommen wurde. Seinen Antworten zufolge war das Interesse eher gleichgültig als interessiert. Meine Schlussfolgerung, seine Lehrer sind in diesem Fall zu jung um die Begeisterung zu der Geschichte“ DDR“,jüngeren Menschen rüberzubringen. Mein Sohn sagte mir, so wie du mir es erzählst wie es in der DDR war und was du erlebt hast, das habe ich von meinen Lehrern nicht erfahren. Daraufhin erkundigte ich mich nach dem Alter der jeweiligen Lehrer, in seiner Schule relativ jung, um die Mitte 30-40.Zur Wendezeit waren diese Leute im Jugendalter von ca. 17 Jahren,ihn ging es gut,Dank ihrer Eltern und dem Staat BRD. Außerdem denke ich sie haben sich danach mehr auf ihr Berufsleben konzentriert. Da frage ich mich natürlich auch wo sollte das Interesse herkommen und das Verständnis.Sie ziehen ihren Unterrichtsstoff durch und das Thema ist gegessen. Zum anderen ist der Ausländeranteil hier in den westlichen Bundesländern viel höher als in den ostdeutschen. Was interessiert einen Moslem was Kommunismus war in der DDR. Sie haben doch ganz andere Sorgen. Und außerdem ist alles vorbei, ja sie vertreten sogar eine ganz andere Meinung. Dadurch, dass Deutschland noch größer geworden ist müssen wir für die vom“ Osten“ den Solidaritätsbeitrag zahlen.
Noch ein zweites Beispiel:
Mein Arbeitskollege auch ein Ostdeutscher, beim Frühstück unterhalten wir uns so und kommen auch wieder auf das Thema DDR zu sprechen. Ich machte ihm verständlich das ich seit einiger Zeit einem Forum beigetreten bin indem ich mich viel über die DDR erkundige. Habe ihm aber nicht gesagt das auch User anwesend sind vom MfS.(Da reagiert er allergisch). Seine Antwort, mehr oder weniger gleichgültig,“lange vorbei, interessiert dich das noch?“
Ich will damit nur sagen, die Gleichgültigkeit hier im Westen ist doch viel größer als die im Osten und damit bezweifle ich das Sachsen-Anhalt am Schlusslicht steht der Interessen.

Harra 318


Hackel39 und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: DDR-Geschichte Auffallend geringes Interesse in Sachsen-Anhalt

in DDR Zeiten 19.02.2013 11:34
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #24
Bezugnehmend auf Beitrag 1, Themeneröffnung:
Ich bin mir da nicht einhundertprozentig sicher ob Sachsen-Anhalt am Ende liegt? Schauen wir uns nur mal die Wohngebiete unserer User in diesem Forum an. Ich möchte jetzt nicht eine prozentuale Aussage treffen, aber der überwiegende Teil stammt aus der ehemaligen DDR. Von denjenigen User`n die aus der alten Bundesrepublik anwesend sind ist es nur ein geringer Prozentsatz. Entweder übergesiedelte oder die damals im so genannten Grenzraum wohnten und daher noch ein Interesse besteht, was die "Grenze" anbetrifft.

Unser jüngster Sohn hat voriges Jahr seine Schule beendet. Aufgrund von diesem Thema was ich soeben entdeckt habe, befragte ich ihn wie das Interesse im Bezug auf das Thema“ DDR“ im letzten Jahr von seinen Mitschülern und Lehrern aufgenommen wurde. Seinen Antworten zufolge war das Interesse eher gleichgültig als interessiert. Meine Schlussfolgerung, seine Lehrer sind in diesem Fall zu jung um die Begeisterung zu der Geschichte“ DDR“,jüngeren Menschen rüberzubringen. Mein Sohn sagte mir, so wie du mir es erzählst wie es in der DDR war und was du erlebt hast, das habe ich von meinen Lehrern nicht erfahren. Daraufhin erkundigte ich mich nach dem Alter der jeweiligen Lehrer, in seiner Schule relativ jung, um die Mitte 30-40.Zur Wendezeit waren diese Leute im Jugendalter von ca. 17 Jahren,ihn ging es gut,Dank ihrer Eltern und dem Staat BRD. Außerdem denke ich sie haben sich danach mehr auf ihr Berufsleben konzentriert. Da frage ich mich natürlich auch wo sollte das Interesse herkommen und das Verständnis.Sie ziehen ihren Unterrichtsstoff durch und das Thema ist gegessen. Zum anderen ist der Ausländeranteil hier in den westlichen Bundesländern viel höher als in den ostdeutschen. Was interessiert einen Moslem was Kommunismus war in der DDR. Sie haben doch ganz andere Sorgen. Und außerdem ist alles vorbei, ja sie vertreten sogar eine ganz andere Meinung. Dadurch, dass Deutschland noch größer geworden ist müssen wir für die vom“ Osten“ den Solidaritätsbeitrag zahlen.
Noch ein zweites Beispiel:
Mein Arbeitskollege auch ein Ostdeutscher, beim Frühstück unterhalten wir uns so und kommen auch wieder auf das Thema DDR zu sprechen. Ich machte ihm verständlich das ich seit einiger Zeit einem Forum beigetreten bin indem ich mich viel über die DDR erkundige. Habe ihm aber nicht gesagt das auch User anwesend sind vom MfS.(Da reagiert er allergisch). Seine Antwort, mehr oder weniger gleichgültig,“lange vorbei, interessiert dich das noch?“
Ich will damit nur sagen, die Gleichgültigkeit hier im Westen ist doch viel größer als die im Osten und damit bezweifle ich das Sachsen-Anhalt am Schlusslicht steht der Interessen.

Harra 318


Das sind ja mal Infos aus erster Hand, die sich auch mit meinen Erfahrungen decken.
Bezug nehmend auf Kollegen, die nichts anderes als diese total bekloppte Arbeitswelt kennen mit tagelanger Abwesenheit vom Wohnort und dem nahezu uneingeschränkten Zugriff der Arbeitgeber auf die Freizeit mittels Email+ Handy+ Internet sowie der Unsicherheit der Beschäftigungslage von morgen muß man tatsächlich feststellen, daß die allgemein viel zu genervt sind um sich mit der Vergangenheit ihrer Eltern zu befassen.
Aber ganz hoffnungslos ist die Lage doch nicht, man muß nur die entsprechenden Plattformen finden, z.B. http://www.gutefrage.net/tag/ddr/1, hier kann man auch das eine oder andere beitragen, sofern man sich berufen fühlt wenngleich oft nur lästige Hausaufgaben dahinterstecken und die Kids keine Bücher wälzen wollen.
Meine Nachbarin (Lehrerin) hatte allerdings mal umfangreiches Material zur regionalen DDR- Geschichte (Arbeiterbewegung im Mansfelder Land) abgefordert für eine Projektwoche von Achtklässlern, da fühlte ich mich natürlich berufen, ihr meinen 30 kg schweren Karton Museumsware rüberzureichen, Bücher, Abzeichen, Blauhemd, Auszeichnungen.....
Alles steht und fällt mit der Begeisterung der Lehrer, das ist in allen anderen Berufen nicht anders.



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