#1

Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 17:11
von Waterpolo | 10 Beiträge

Hallo,

allseits bekannt sind die unterschiedlichsten und verrückten Arten von Fluchten aus der DDR. Aber, wie wurden solche Fluchten geplant? Was musste man unbedingt beachten, wenn man eine Flucht mit mehreren Personen geplant hatte? Welche Dinge, außer der Mauern und Grenzsoldaten, musste man ebenfalls noch überwinden? Vielleicht kann mir hier ein früherer Flüchtling oder sogar Fluchthelfer nähere Informationen geben. Ich würde mich sehr darüber freuen!

Gruß, Waterpolo.



nach oben springen

#2

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 17:26
von 94 | 10.792 Beiträge

Du guckst aber schon noch nebenher, was 'mer scho alles im Forum haben? Nö?
Also hier der nächste Tipp ... Mödlareuth 1987

P.S. ein Fluchthelfer hatte hier (leider) nur eine geringe Halbwertszeit als User, aber da wäre noch eine Literaturempfehlung ...
ISBN 3-8218-1676-7


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 06.02.2013 17:32 | nach oben springen

#3

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 17:26
von GKUS64 | 1.609 Beiträge

Wohin willst du fliehen?


nach oben springen

#4

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 17:29
von exgakl | 7.236 Beiträge

ich stelle mir gerade so bildlich vor, wie die Grenzsoldaten überwunden werden


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
nach oben springen

#5

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 17:36
von 94 | 10.792 Beiträge

Da kommt ein junger, wissbegieriger Mensch auf diese töffte Heimseite, stellt einem vermeintlich fachkundigen Nutzerschaft seine Fragen voller Wissbegier und jugendlicher Pfantasie und nun ...
Sachma, Ex-gakl, schämste Dich neuerdings für Dein Grenzerei und bei Dir war doch jeder Grenzdienst, jede einzelne Schicht Überwindung *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#6

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 17:40
von exgakl | 7.236 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #5
Da kommt ein junger, wissbegieriger Mensch auf diese töffte Heimseite, stellt einem vermeintlich fachkundigen Nutzerschaft seine Fragen voller Wissbegier und jugendlicher Pfantasie und nun ...
Sachma, Ex-gakl, schämste Dich neuerdings für Dein Grenzerei und bei Dir war doch jeder Grenzdienst, jede einzelne Schicht Überwindung *grins*



Mööönsch 94iger, Du bist ja heute mit Deinen Einlagen wieder voll der Quotenossi wa? Nee dat Ei musste einfach mal weg und dafür was anderes töfftes... iss ja och knörke denk ick mal so... wa ey?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#7

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 17:59
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Die wichtigste Voraussetzung war die individuelle revolutionäre Situation. Also nach Marx, wenn du nichts zu verlieren hattest, als deine Ketten. Dann die Planung. Mehrere Personen waren schon in 80% dein Untergang. Erstens wegen der Gefahr des Verrates und zweitens wegen der zu erwartenden Strafe , falls es schief geht. Das war dann ein schwerer Fall und die Mutti hast du dann längere Zeit nicht mehr gesehen.
Bei allen kriminellen Sachen, ist die Planung und Vorbereitung das A und O. Also Informationsbeschaffung über Aufbau, Wachablösung, Kontrollmechanismen, Psychologiekenntnisse usw. . Also am besten einen Informanten aus erster Hand besorgen, der zeitnah die Staatsgrenze bewachte und über aktuelle Kenntnisse verfügte. Technische Hilfsmittel besorgen zur Überwindung der Sperranlagen, dann beten, 2Stangen Karo als Reiseverpflegung, falls es schief geht, um die ersten Tage in Haft zu überdauern und dann los.


zuletzt bearbeitet 06.02.2013 18:25 | nach oben springen

#8

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 19:08
von Acki | 169 Beiträge

Sehr wichtig wäre auch zu erwähnen, erstmal ungesehen in das Sperrgebiet vorzudringen.Da wurden doch schon die meisten hopps genommen, vorallem durch aufmerksame Bürger, welche zwielichtige Gestalten sofort der VP meldeten.


nach oben springen

#9

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 19:14
von utkieker | 2.920 Beiträge

Hallo Waterpolo,

Die meisten Fluchten scheiterten schon an einer dilletantischen Selbstüberschätzung. Ich glaube ich hätte den Einen oder Anderen Fluchtwilligen Insider- Tips mit auf den Weg gegeben und vor allem die Warnung "laß es sein". Das ist zwar wenig motivierend, soll den Fluchtwilligen aber auch Respekt einflößen vor den Gefahren! Ist man physisch und psychisch überhaupt in der Lage das Ziel zu erreichen.
Solche Spektakulären Fluchten mit einem Leichtbauflugzeug oder dem legendären "Ballonachter" von Strelcyk und Wetzel waren selten und ich ziehe wirklich den Hut. Dem Gegenüber gab es solchen Leichtsinn von Fluchtwilligen die aus einer Schnapslaune heraus meinten schwimmend die Insel Fehmarn zu erreichen.
Und man sollte sich auch eine Niederlage eingestehen und nicht noch im Schutzstreifen den "Helden" spielen, in dem man durch Flucht oder Widerstand sich der Festnahme zu entziehen versucht.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.02.2013 20:49 | nach oben springen

#10

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 19:17
von Lutze | 8.034 Beiträge

ein paar Bockwürste hätte ich mitgenommen,es gab ja die Hunde an der Grenze,
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#11

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 19:19
von exgakl | 7.236 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #10
ein paar Bockwürste hätte ich mitgenommen,es gab ja die Hunde an der Grenze,
Lutze


Mich hättest Du auch mit Puffreisschokolade von Argenda ruhigstellen können


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
nach oben springen

#12

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 19:29
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Grenzhunde stehen auch auf frischen schwarzen Pfeffer. Also Salami und Pfeffer. Zuckerrohr und Peitsche.


nach oben springen

#13

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 19:39
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Machs doch anders herum Waterpolo. Stell dir einfach die DDR im Alltagsleben vor. Keine Bildzeitung, kein nurmal fahren ins Grenzgebiet um da bißchen zu schauen.Gut, es gab normale Urlaubsecken so im Gebirge, da hätte man gewisse Gelegenheiten gehabt. Die Berliner Mauer...ich glaube mich zu erinnern sah man wohl von der Strassenbahn aus.

Fragen an irgendwelche Leutchen stellen wie, was, wo,ja ich denke das ging wohl nur konnte Fragesteller da schnell an den Falschen geraten aber ehrlich meine Meinung, soviel IMs und Mitmenschenverräter gabs in der DDR einfach nicht.

Atlanten gabs mit Abriss des Grenzgebietes so Autokarten(Atlas für Motortouristik der DDR 1973) In dem fand ich meinen damaligen Abschnitt an der Elbgrenze.

Riesenrisiko, das Vorgelände über X Kilometer ( da ist wirklich und ehrlich keine genaue Kilometerangabe möglich weil überall am anderen Ort sehr variabel) siehe Strassen, Waldgelände, Zugstrecken, Bahnhöfe, kleine Städte und Dörfer wie hier schon geschrieben wurde. Da konnte dein Gesicht einfach nur Jemanden auffallen siehe wieder..."die DDR war auch ein Dorf" Und dann stellte Einer ne neugierige Frage, ach ne besser ne Forderung so "Bürger ihren Ausweis bitte, sie befinden sich hier im Grenzgebiet".

Lebensläufer und bumms, wars geschehen, weglaufen sinnlos, schwindeln auch, man war Mode.


Sonne hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#14

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 19:43
von utkieker | 2.920 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #10
ein paar Bockwürste hätte ich mitgenommen,es gab ja die Hunde an der Grenze,
Lutze

Die meisten Trassenhunde waren harmlos, hättest dir getrost einen von der Trasse ableinen können!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
nach oben springen

#15

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 20:02
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Bleibt mal ernsthaft Männer. "Hunde...Grenzhunde", welcher Zivilist wusste denn etwas von Hunden an der Grenze? Aber kleiner Spass, ich kann auch nicht ernsthaft bleiben. Die Hundehütte vorm Zaun I war der Bock, das Pferd ähnlich wie in der Schule. Ordentlich Anlauf übern K6, rauf auf die Hütte, dann "Eskaladierwand "Zaun(wirklich nur mit Handschuhe machbar) und rüber. Ort, die alte Hundetrasse ab Ortsteil Vier runter zum Sack im Elbabschnitt.

Du musstest nur schneller wie der Hund sein. Aber mal ehrlich. Wer war schon so todesmutig? Also immer wenn ich so im W50 beim Hundefüttern saß kam mir der komische Gedanke...siehe Vortext. Aber und das schrieb ich auch schon öfters, ich hatte was zum Festhalten, zum gut festhalten im Staate DDR, ne kleine Familie so junge Frau und Tochter, ne gemütliche Wohnung, ne sehr gut bezahlte Arbeit die vom Beruf zur Berufung wurde.

Lebensläufer nu mal ernsthaft Männer...weiter gehts.


Sonne hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#16

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2013 23:27
von 80er | 569 Beiträge

Zitat von Waterpolo im Beitrag #1
Hallo,

allseits bekannt sind die unterschiedlichsten und verrückten Arten von Fluchten aus der DDR. Aber, wie wurden solche Fluchten geplant? Was musste man unbedingt beachten, wenn man eine Flucht mit mehreren Personen geplant hatte? Welche Dinge, außer der Mauern und Grenzsoldaten, musste man ebenfalls noch überwinden? Vielleicht kann mir hier ein früherer Flüchtling oder sogar Fluchthelfer nähere Informationen geben. Ich würde mich sehr darüber freuen!

Gruß, Waterpolo.

Vielleicht hilft Dir dies hier weiter.


nach oben springen

#17

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.02.2013 09:10
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

oder diese Geschichte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ballonflucht

(für mich immer noch genial - da Luftziele im Grenzbereich tabu waren - die Trümmer hätten bei Beschuss ja auf fremdem Territorium auftreffen können.)

Vor allem wichtig zu wissen: Grenzsicherung begann schon weit im Hinterland: wenn Du da bereits verdächtig geworden bist, hattest Du kaum noch Chancen, weiterzukommen.
Wir haben das Thema auch hier schon mal diskutiert:
Mit dem Wissen von heute: Bester Fluchtweg?

Also dann: Wünsche Dir eine erfolgreiche Flucht...
(Wo willst Du eigentlich hin ? - die Grenze ist ist doch seit 1989 offen...)

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
nach oben springen

#18

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.02.2013 09:36
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Geht weiter Waterpolo zu meinen Texten gestern. Die ganze Vorplanung machte eigentlich wenig Sinn, wenn du dummerweise in ein Gelände kamst, wo die Anlage 501 vorn am letzten Zaun installiert war. Schön dicht, immer schön hoch und runter verwebt, ich nannte sie öfters einmal in meinen Texten ein Spinnennetz. Die "kleinen Spinnen" waren die SM 70, ausgeschrieben die Splitterminen 70, geladen mit einer Hohlladung aus ca.80 unförmigen kleinen Gusssplittern, verdrahtet untereinander bis hoch zur Zaunsspitze.

Wenn ich mich recht erinnere wurde das in Abständen mit Schildern angezeigt so "Achtung Minen-gesperrt- Lebensgefahr". Nun war vielleicht Nacht, du hast sie doch einfach in der Hektik übersehen, bist irgendwo am Schild vorbeigelaufen. Jetzt war also guter Rat teuer, das Dumme geht weiter, dir hatte vielleicht mal Einer erzählt das da vorn am Zaun Minen wären (oder das Westfernsehen brachte mal was) nur nicht noch dazu erzählt, wie die Dinger raffiniert wie sie angebracht waren nun den "Grenzverletzter", also dich aufhalten sollten.

Ja wie nun weiter? Die kleinen weißen Kästchen schimmerten also im Mondlicht, ein Haufen Drähte dazwischen, das Postenpaar ist gerade an dir unterm Gebüsch vorbeigelatscht und du nimmst schonmal Anlauf, hast vielleicht drei vier Sachen dabei...ne Strickleiter, ein Seil mit Anker, paar gute Handschuhe und nen kurzen Spaten.

Das Dumme geht weiter, jetzt willst du die Strickleiter drüberschmeißen...wäre ein Fehler denn das könnte die Anlage auslösen, zumal, du befindest dich im Streubereich der kleinen Trichter. Möchtest du dagegen den kleinen Anker einhängen an den Drähten und am Seil ziehen reicht der nicht für alle Drähte...also Restrisiko noch nicht gezündeter Minen links und rechts.Du weißt auch nicht, wie die Drähte reagieren siehe dran ziehen, durchschneiden, gar besteigen...guter Rat teuer...bleibt teuer.

Morgen gehts weiter Waterpolo. Und nicht dran stören, ich texte gerne etwas lockerer obwohl man das bei solchen Themen eigentlich nicht sollte. Nur so kann man es als Laie besser nachvollziehen und es ist alles längst Geschichte.

Lebensläufer

Einen guten Tag allen ins Forum


nach oben springen

#19

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.02.2013 20:31
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Waterpolo im Beitrag #1
Hallo,

allseits bekannt sind die unterschiedlichsten und verrückten Arten von Fluchten aus der DDR. Aber, wie wurden solche Fluchten geplant? Was musste man unbedingt beachten, wenn man eine Flucht mit mehreren Personen geplant hatte? Welche Dinge, außer der Mauern und Grenzsoldaten, musste man ebenfalls noch überwinden? Vielleicht kann mir hier ein früherer Flüchtling oder sogar Fluchthelfer nähere Informationen geben. Ich würde mich sehr darüber freuen!

Gruß, Waterpolo.

Schnell muste man vor allem sein..denn jede Verzögerung verunsicherte..das wieder löste Nervösität aus...Hektik kommt dazu...zack..schon macht man einen Fehler.



nach oben springen

#20

RE: Was musste man bei der Planung einer Flucht beachten?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 07.02.2013 21:22
von Issjåfør | 6 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #18
Geht weiter Waterpolo zu meinen Texten gestern. Die ganze Vorplanung machte eigentlich wenig Sinn, wenn du dummerweise in ein Gelände kamst, wo die Anlage 501 vorn am letzten Zaun installiert war. Schön dicht, immer schön hoch und runter verwebt, ich nannte sie öfters einmal in meinen Texten ein Spinnennetz. Die "kleinen Spinnen" waren die SM 70, ausgeschrieben die Splitterminen 70, geladen mit einer Hohlladung aus ca.80 unförmigen kleinen Gusssplittern, verdrahtet untereinander bis hoch zur Zaunsspitze.

Wenn ich mich recht erinnere wurde das in Abständen mit Schildern angezeigt so "Achtung Minen-gesperrt- Lebensgefahr". Nun war vielleicht Nacht, du hast sie doch einfach in der Hektik übersehen, bist irgendwo am Schild vorbeigelaufen. Jetzt war also guter Rat teuer, das Dumme geht weiter, dir hatte vielleicht mal Einer erzählt das da vorn am Zaun Minen wären (oder das Westfernsehen brachte mal was) nur nicht noch dazu erzählt, wie die Dinger raffiniert wie sie angebracht waren nun den "Grenzverletzter", also dich aufhalten sollten.

Ja wie nun weiter? Die kleinen weißen Kästchen schimmerten also im Mondlicht, ein Haufen Drähte dazwischen, das Postenpaar ist gerade an dir unterm Gebüsch vorbeigelatscht und du nimmst schonmal Anlauf, hast vielleicht drei vier Sachen dabei...ne Strickleiter, ein Seil mit Anker, paar gute Handschuhe und nen kurzen Spaten.

Das Dumme geht weiter, jetzt willst du die Strickleiter drüberschmeißen...wäre ein Fehler denn das könnte die Anlage auslösen, zumal, du befindest dich im Streubereich der kleinen Trichter. Möchtest du dagegen den kleinen Anker einhängen an den Drähten und am Seil ziehen reicht der nicht für alle Drähte...also Restrisiko noch nicht gezündeter Minen links und rechts.Du weißt auch nicht, wie die Drähte reagieren siehe dran ziehen, durchschneiden, gar besteigen...guter Rat teuer...bleibt teuer.

Morgen gehts weiter Waterpolo. Und nicht dran stören, ich texte gerne etwas lockerer obwohl man das bei solchen Themen eigentlich nicht sollte. Nur so kann man es als Laie besser nachvollziehen und es ist alles längst Geschichte.

Lebensläufer

Einen guten Tag allen ins Forum


Du warst in den 70ern an der Grenze!
Als ich an der Grenze war, 85/86, hatten sie gerade bei Meiningen die letzten "Selbstschussanlagen" aus völkerrechtlichen Gründen abgebaut!

Während meiner Dienstzeit, ich war in Dömitz stationiert, ist ein Mann aus Hoyerswerder völlig ohne Planung und ohne Kenntnis über die Gegebenheiten in Dömitz über die Grenze, am kürzesten Streifen zur Elbe. Er hatte ehrlich gesagt unsere volle Bewunderung. denn dazu gehörte mehr als Mut, dazu gehörte eine große Portion Kaltblütigkeit!



nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Das neue ökonomische System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft (NÖSPL)
Erstellt im Forum DDR Zeiten von Schuddelkind
35 17.10.2014 13:29goto
von der glatte • Zugriffe: 1828
Versuchte Flucht mit LKW Güst Ellrich 1985
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Batrachos
18 07.07.2014 00:48goto
von mibau83 • Zugriffe: 3786
Flucht eines Angehörigen der GT auf der "Gobert" im Eichsfeld.
Erstellt im Forum Spurensuche innerdeutsche Grenze von CAT
4 19.03.2014 20:23goto
von CAT • Zugriffe: 2412
Flucht in den Osten
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von
96 16.05.2013 08:18goto
von Jobnomade • Zugriffe: 10366
Beschreibung einer Flucht / erfolgreicher Grenzdurchbruch
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Sachse
0 21.08.2010 22:44goto
von Sachse • Zugriffe: 4286
Die Flucht mit dem Fahrgastschiff“ Friedrich Wolf” 1962
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Augenzeuge
19 05.06.2016 23:08goto
von Zeitzeuge • Zugriffe: 8590
Frank Lippmann- eine Recherche seiner Flucht
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Augenzeuge
0 13.12.2009 21:28goto
von Augenzeuge • Zugriffe: 3733
Flucht über die Innerdeutsche Grenze mit dem Heissluftballon
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Angelo
28 26.12.2011 10:16goto
von Gert • Zugriffe: 7331
Die erstaunliche Flucht aus der DDR einer Familie
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Augenzeuge
3 08.05.2009 18:20goto
von Wolfgang B. • Zugriffe: 6695

Besucher
26 Mitglieder und 81 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: weber-thum@web.de
Besucherzähler
Heute waren 3335 Gäste und 172 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14368 Themen und 557866 Beiträge.

Heute waren 172 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen