#1

Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 04.02.2013 23:23
von Gelöschtes Mitglied
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Neuer Thread: Das Wort zum Montag – Gedanken aus Ost und West
Manchmal hat man Gedanken im Alltag, fuer die oftmals keine Zeit bleibt und die wieder vergessen werden. Wir haben hier massig Themen und auch gute Diskussionen. Ich mache diesen neuen Thread auf, geht er gut, geht er schlecht, egal, ich wage es einfach. Viele von uns schreiben langatmig, manche kuerzer, das soll in diesem diesem Thread voellig gleichgueltig sein, und wenn einer nur schreibt, er/sie habe die Schnauze gestrichen voll ueber die Politik, oder was ihm/ihr sonst am Herzen liegt. Das koennen demnach auch erhoehte Gebuehren fuer ein Pissoir sein oder die Stromrechnung oder die Schwiergermutter. Alles erlaubt. Es muss nicht, kann aber auch politisch sein. Es kann ueber die Themen dann diskutiert werden, muss aber nicht, aber es sollten schon die aktuellen Gedanken eingebracht werden, Gedanken die vielleicht frustrieren, oder Gedanken, die einen erfreulichen Hintergrund haben. Eben was Mann/Frau einbringen moechte, beim "Wort zum Montag."
Mein Wort zum Montag 4.2.2012: Alter und Arbeitslosigkeit Mann sei nachsichtig, von der Politik komme ich nicht ganz weg.

Ich habe mich gestern furchtbar geaergert und war traurig ueber einen Bericht ueber aeltere Menschen, die keine Arbeit finden in Deutschland.
Resourcen werden jeden Tag verbraucht. Sinnlos und ohne Verstand.
Die Resource Mensch wird ebenso verbraucht, und kaum einer interessiert sich dafuer.

Die Menschen verkaufen ihr letztes Hab und Gut, viele sind so weit herunter, dass sie betteln muessen bei den Aemtern, um zu ueberleben. Pfandleiher und Goldankaeufer haben Zulauf wie noch nie, wenn das letzte bisschen Habe zum Ueberleben verschachert wird.
Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, koennen sich nur das allerbilligste leisten, sie kennen kein Shopping nach Modemarken. Die Pfandflaschenaera ist laengst wieder angebrochen. Das Sammeln, das Sparen, das Tragen von Klamotten aus zweiter Hand ist wieder selbstverstaendlich geworden fuer viele. Einfache Dinge muessen sich viele Menschen vom Munde buchstaeblich und muehselig absparen. Zu viel um den Strick zu nehmen, zu wenig um ganz gemuetlich und in aller Bescheidenheit existieren zu koennen.
Dienstunfaehig. Arbeitslos. Neben-Jobs bringen es nicht mehr. Ueber 55? Da heisst es, es gibt genug Juengere, die Arbeit suchen.
Nur wie ein normaler Mensch sterben, sagen sie die Alten. Was heisst das inzwischen fuer ein Volk? fuer ganze Voelker, die nur versuchen, ein wenig von einem ganz normalen Leben zu erhaschen. Reales Sterbeelend, die Angst, nicht einmal eine Beerdigung bezahlen zu koennen ist Bestandteil eines Lebensabends heute. Waehrend die Gleichgueltigkeit der Bessergestellten uns belehren will: – dafuer gibt es Armengraeber.

Die Folgen der Nichtbeschaeftigung sind verheerend, nicht nur im finanziellen Bereich. Das Wort Einheitsrente bringt weiteren Chaos. Die Aelteren sind bereits mitten drin in diesem Chaos der versprochenen und laechlichen Rentenanpassungen. Banken bringen weitere Qual, wenn diese Menschen als letzten Ausweg nur noch in die Verschuldung abrutschen und das Konto bis zum Nimmerleinstag ueberziehen - und dann erleben muessen, dass ihnen der Regenschirm abgenommen wird, wenn es regnet.

Der allgemeine Tenor, dass Arbeitslose nicht aufstehen muessen um zur Arbeit zu gehen, keine Kosten haben wie die Arbeitenden, ist voellig abwegig und ungerecht. Die Realitaet sieht trauriger aus. Kinder werden ausgegrenzt, auf Schulen geschickt, wo sie mit ihresgleichen ‘besser zurecht kommen.’ Ein trauriges Gesellschaftsbild. An Polizei, Feuerwehr und Ausbildung wird als erstes der Rotstift benutzt. Was geht uns verloren, wenn wieder nur die, die bessere Moeglichkeiten, haben, d.h. sich Ausbildungen leisten koennen. Eine riskante Politik, die uebersieht, dass Menschen schon wegen ganz anderen Enttaeuschungen bereits in ganz Europa auf die Strasse gehen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er gewoehnt sich an das Wenige, was ihm bleibt; Nur laesst er sich meistenteils das nicht anmerken. Die Gewohnheit an ein Leben, das keins mehr ist. Vor allem die Sinne entschwinden. Die ‘Stuetze’ reicht nicht hin oder her, und nimmt dem Menschen die Wuerde. Renten gehen fuer die Pflege drauf, von Ehepaaren, die zusammen gearbeitet ueber Jahrzehnte und das Nachkriegselend ueberlebten und Deutschland wieder aufbauten in Zeiten des Wirtschaftswunders. Diese sind die heutigen Bestraften. Das aergert mich masslos. Und das sollten sich die Juengeren ganz genau anschauen, denn auch wenn das Rentenalter noch weit entfernt erscheint. Die Kassen sind heute leer, obwohl mehr als reichlich eingezahlt wurde durch diese einst Arbeitenden. Nicht auszudenken, was auf die Menschheit zukommt, wenn nur eine bestimmte Schicht fuer alle aufkommen muss und laengst nicht mehr eingezahlt wird wie damals.

Mit 75 Jahren auf Arbeitssuche? In solchen Staaten ist etwas faul, stinkend faul.
Und die Juengeren, die sich zunaechst freuen auf das Arbeitslosengeld? Ausgenommen die, die ueberhaupt nicht vor haben zu arbeiten, sieht die Realitaet so aus, dass diese Langzeitarbeitslosen unbewusst abstumpfen, sich zurueckziehen in ein Leben, das so nie vorgesehen war. Diese Menschen leiden viel oefter an psychosomatischen Erkrankungen. Die Seele wird krank, der Koerper folgt. Sie reden sich ein, das alles waere normal und kommen vor negative Gedanken nicht mehr in den Schlaf. Es ist nicht normal. Der Mensch ist gesund wenn er sich bewegt, wenn er seine Gehirnzellen benutzen muss, und, wenn er sich zugehoerig fuehlt zur Arbeitswelt und damit Kollegen und anderen Menschen. Der Mensch will zugehen auf den anderen, in einem solchen leeren Leben bleibt es ihm verwehrt.
Eine Todsuende, wie mit der Resource Mensch umgegangen wird, waehrend ihm die heile Welt vorgegaukelt wird, bunt und prall wird ihm diese serviert in den Medien, flimmert es ueber den Bildschirm. Menschen, die nicht mehr fuer sich selber sorgen koennen und an die Armentafel gehen muessen, um satt zu werden, sind eine Schande fuer jeden Staat, welches Millionen vergibt, aber an Sozialeinrichtungen streicht. Allein die Spesen jeden Monat im Bundestag wuerden ausreichen um einen neuen Fluegel in einem Kinderkrebskrankenhaus auszubauen. Arbeitslose, die nicht mehr gezaehlt werden, weil sie in Rubriken aufgeteilt und nur noch in Statistiken erscheinen, sind fuer die grosse Politik unwichtig in dem Bestreben, alles gut zurechtzuruecken. Die Menschen in diesen Statistiken, die gesenkten Hauptes nach Hause gehen, und hoffen, dass es kein Nachbar merkt, dass sie sich gerade ihre naechste Mahlzeit von der Armenkueche geholt haben, sind kein Ausnahme mehr, sondern ein wachsendes Problem. Ein Generationsproblem? weit gefehlt. Diesen Alten werden die Juengeren folgen, die keine Ahnung davon haben, wie schnell sie selbst alt werden……… Es gibt zwei Unterschiede: Diese Alten haben gearbeitet Tag und Nacht um sich ein kleines gutes Leben zu schaffen, und um ihre Rechnungen zu bezahlen. – diese Juengeren, die sich wegen wichtige Nichtigkeiten heute in die Schuldenfalle stuerzen um ‘zu leben’ - wie werden diese dran sein spaeter? Darueber nachzudenken ist beaengstigend. Die Sozialhilfe wird schon in wenigen Jahren nicht mehr reichen, die Rentenkasse ist schon leer. Die Staaten sind Pleite, einzig und allein fehlt der Mut, dieses endlich zu bekennen und andere Wege einzuschlagen. Diese Nachkommen werden ein anderes Leben zwangslaeufig kennenlernen, werden erfahren wie auch sie an den Rand gedrueckt werden. Der andere Unterschied ist: was die Alten von heute nicht haben ist Ueberheblichkeit. Die Juengeren werden ihre Ueberheblichkeit mit dem warmen Mantel der Jugend verlieren, das wissen sie nur noch nicht. Zunaechst sind die alten Menschen von heute die vom Leben betrogenen, von doppelzuengigen Politikern, die nicht mehr wissen, wie es in ihrem eigenen Land unten an deruntersten Sprosse der Leiter aussieht.
Diese Ausbeutung an Resoucen der Erde und der Menschen wird sich raechen. Und davor wird keiner gefeit sein. Richtig, wir haben gute und schlechte Zeiten ueberstanden; aber haben wir aus frueheren Zeiten gelernt? Eine neue Voelkerwanderung. Seien wir ehrlich, diese ist schon im Gange, durch die auslaendischen Armen, die in die Industrielaender stroemen, ob es uns passt oder nicht. Unsere Alten sind bereits der Zuendfunke. Hoffentlich erfolgt diese Wanderung auf Kosten der neuen Bourgeoisie, die wieder einmal meint, sie koenne sich alles herausnehmen, und keiner merkt es.
Ich habe die Armenkuechen der USA, Russland, England und Deutschland kennengelernt. Es langt mir. Und bei all den schoenen Dingen in dieser bunten Welt auf dem blauen Planeten, das musste ich mal los werden.
Larissa
korr.kl/La


küchenbulle hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.02.2013 23:26 | nach oben springen
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#2

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 04.02.2013 23:59
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo Larissa,

Du schreibst mir aus der Seele!

Das "Schöne" am westlichen Individualismus aber ist, daß man sich, solange es einem gut geht, leicht abgrenzen kann: die anderen sind selbst schuld, jeder ist seines Glückes Schmied. Die anderen sind halt dümmer oder fauler. Die Alten haben es halt versäumt, rechtzeitig vorzusorgen.
Ich statt Wir, wie im Parallelthread.

Ein Bösewicht könnte sagen, wie schön war es doch in der DDR, wer nicht klarkam, war Opfer des Unrechtssystems, nebenan flossen Milch und Honig, wer da nicht hindurfte, war erst recht Opfer. Wer aber im Westen, bzw. in der Neuen Zeit durch den Rost fällt, ist selbst schuld, denn Kapitalismus ist alternativlos!

Hier drängt sich mir eine Frage auf, die Du mit umfangreicher USA-Erfahrung vielleicht beantworten kannst:
Was macht die USA so stabil?
Warum gibt es, außer in eng begrenztem lokalen Rahmen, keinen Widerstand, obwohl große Teile der Bevölkerung in Armut leben?
Gelingt es dem System so gut, zu suggerieren, jeder, der nur etwas könne und wolle, habe eine Chance und wer in Elend lebe sei nur zu dumm und zu faul und somit selbst schuld?
Im 19. Jahrhundert in Europa hat das nicht funktioniert, es gab Revolutionen, die sogar in den stabilen kapitalistischen Staaten zu "Anpassungen" zwangen.

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#3

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 00:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Damals87 im Beitrag #2
Hallo Larissa,

Du schreibst mir aus der Seele!

Das "Schöne" am westlichen Individualismus aber ist, daß man sich, solange es einem gut geht, leicht abgrenzen kann: die anderen sind selbst schuld, jeder ist seines Glückes Schmied. Die anderen sind halt dümmer oder fauler. Die Alten haben es halt versäumt, rechtzeitig vorzusorgen.
Ich statt Wir, wie im Parallelthread.

Ein Bösewicht könnte sagen, wie schön war es doch in der DDR, wer nicht klarkam, war Opfer des Unrechtssystems, nebenan flossen Milch und Honig, wer da nicht hindurfte, war erst recht Opfer. Wer aber im Westen, bzw. in der Neuen Zeit durch den Rost fällt, ist selbst schuld, denn Kapitalismus ist alternativlos!

Hier drängt sich mir eine Frage auf, die Du mit umfangreicher USA-Erfahrung vielleicht beantworten kannst:
Was macht die USA so stabil?
Warum gibt es, außer in eng begrenztem lokalen Rahmen, keinen Widerstand, obwohl große Teile der Bevölkerung in Armut leben?
Gelingt es dem System so gut, zu suggerieren, jeder, der nur etwas könne und wolle, habe eine Chance und wer in Elend lebe sei nur zu dumm und zu faul und somit selbst schuld?
Im 19. Jahrhundert in Europa hat das nicht funktioniert, es gab Revolutionen, die sogar in den stabilen kapitalistischen Staaten zu "Anpassungen" zwangen.

Grüße aus Hessen



ich beantworte Deine Fragen Morgen frueh; gerade diese Fragen habe ich mir gestellt auch. Und habe auch einiges gelernt in den zehn Jahren USA.


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#4

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 00:47
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Hab den Montag leider um 30 min verfehlt, kann Deine Gedanken aber nachvollziehen.
Die Perversion mit denen man hierzulande solchen Gedanken begegnet kennt inzwischen keine Grenzen mehr, mir persönlich ist sie im "Spiegel" Ausgabe 4/13 vor Augen geführt worden, indem man diese Systemfehler zu psychologisch bedingten Fehlfunktionen einzelner Personen deklariert.
Konkret spricht man beim Titelthema "Die Psychofalle" von einer posttraumatischen Verbitterungsstörung der die Patientin Gabriele Müller zu der Bemerkung veranlaßte, daß sie weder neu erfundene Medikamente noch die Aufmerksamkeit ambitionierter Wissenschaftler braucht, sondern einfach nur Arbeit.
Alles läuft offensichtlich darauf hinaus das Volk, das von der Verblödungswelle um Dschungelcamp, DSDS & Co. noch nicht erfaßt worden ist mit Medikamenten versorgen zu wollen, für die es noch gar keine Krankheiten gibt, anstatt dort anzusetzen, wo wirklich Abhilfe nötig ist.
Selbst Kinder werden nicht davon verschont, wenn sie partout nicht 100%ig in einen Heile- Welt- Mika- Werbespot passen wollen, die sind dann von einer disruptiven Launenfehlregulationsstörung befallen und den Eltern kann stellenweise die eingebildete Erkrankung ihrer Kinder gar nicht spektakulär genug sein.
Da kann man nur noch abtauchen oder sich der Leichtigkeit http://www.youtube.com/watch?v=bxS9N-npE2Q hingeben, passend zum Thema.



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#5

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 00:56
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #4
Hab den Montag leider um 30 min verfehlt, kann Deine Gedanken aber nachvollziehen.
Die Perversion mit denen man hierzulande solchen Gedanken begegnet kennt inzwischen keine Grenzen mehr, mir persönlich ist sie im "Spiegel" Ausgabe 4/13 vor Augen geführt worden, indem man diese Systemfehler zu psychologisch bedingten Fehlfunktionen einzelner Personen deklariert.
Konkret spricht man beim Titelthema "Die Psychofalle" von einer posttraumatischen Verbitterungsstörung der die Patientin Gabriele Müller zu der Bemerkung veranlaßte, daß sie weder neu erfundene Medikamente noch die Aufmerksamkeit ambitionierter Wissenschaftler braucht, sondern einfach nur Arbeit.
Alles läuft offensichtlich darauf hinaus das Volk, das von der Verblödungswelle um Dschungelcamp, DSDS & Co. noch nicht erfaßt worden ist mit Medikamenten versorgen zu wollen, für die es noch gar keine Krankheiten gibt, anstatt dort anzusetzen, wo wirklich Abhilfe nötig ist.
Selbst Kinder werden nicht davon verschont, wenn sie partout nicht 100%ig in einen Heile- Welt- Mika- Werbespot passen wollen, die sind dann von einer disruptiven Launenfehlregulationsstörung befallen und den Eltern kann stellenweise die eingebildete Erkrankung ihrer Kinder gar nicht spektakulär genug sein.
Da kann man nur noch abtauchen oder sich der Leichtigkeit http://www.youtube.com/watch?v=bxS9N-npE2Q hingeben, passend zum Thema.



Ja, das sind die Vorkommnisse, die jedem normal denkenden Menschen, gleich welcher Lebenseinstellung, die Nackenhaare zu Berge stehen lassen muessen. Es ist ja auch so, dass man nicht immer nur alles grau in grau sehen moechte, ich bin grundsaetzlich Optimistin. Aber wiederum ist es mir unmoeglich, ueber diese Auffaelligkeiten, die zu einer voelligen Abstumpfung und Veraenderung eines gesunden sozialen Gefueges gehoeren, hinwegzugehen. Die drei Affen, nix sehen, hoeren oder sagen? Dann machen wir uns alle schuldig.
Bis Morgen, Larissa


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#6

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 01:01
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #5
Zitat von Hackel39 im Beitrag #4
Hab den Montag leider um 30 min verfehlt, kann Deine Gedanken aber nachvollziehen.
Die Perversion mit denen man hierzulande solchen Gedanken begegnet kennt inzwischen keine Grenzen mehr, mir persönlich ist sie im "Spiegel" Ausgabe 4/13 vor Augen geführt worden, indem man diese Systemfehler zu psychologisch bedingten Fehlfunktionen einzelner Personen deklariert.
Konkret spricht man beim Titelthema "Die Psychofalle" von einer posttraumatischen Verbitterungsstörung der die Patientin Gabriele Müller zu der Bemerkung veranlaßte, daß sie weder neu erfundene Medikamente noch die Aufmerksamkeit ambitionierter Wissenschaftler braucht, sondern einfach nur Arbeit.
Alles läuft offensichtlich darauf hinaus das Volk, das von der Verblödungswelle um Dschungelcamp, DSDS & Co. noch nicht erfaßt worden ist mit Medikamenten versorgen zu wollen, für die es noch gar keine Krankheiten gibt, anstatt dort anzusetzen, wo wirklich Abhilfe nötig ist.
Selbst Kinder werden nicht davon verschont, wenn sie partout nicht 100%ig in einen Heile- Welt- Mika- Werbespot passen wollen, die sind dann von einer disruptiven Launenfehlregulationsstörung befallen und den Eltern kann stellenweise die eingebildete Erkrankung ihrer Kinder gar nicht spektakulär genug sein.
Da kann man nur noch abtauchen oder sich der Leichtigkeit http://www.youtube.com/watch?v=bxS9N-npE2Q hingeben, passend zum Thema.



Ja, das sind die Vorkommnisse, die jedem normal denkenden Menschen, gleich welcher Lebenseinstellung, die Nackenhaare zu Berge stehen lassen muessen. Es ist ja auch so, dass man nicht immer nur alles grau in grau sehen moechte, ich bin grundsaetzlich Optimistin. Aber wiederum ist es mir unmoeglich, ueber diese Auffaelligkeiten, die zu einer voelligen Abstumpfung und Veraenderung eines gesunden sozialen Gefueges gehoeren, hinwegzugehen. Die drei Affen, nix sehen, hoeren oder sagen? Dann machen wir uns alle schuldig.
Bis Morgen, Larissa


Ja werte Larissa, bis morgen das schon wieder heute ist, ich höre nun weiter Mama Cass, den schönsten Teil Amerikas....viel mehr gibt es nicht...die Byrds wohl noch...Boston....More Than a Feeling....



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#7

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 07:31
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ein Gedanke heute von mir.
Auch wenn Berufspessimisten wieder den Kopf schütteln werden, ist mir egal.
Ich komme aus dem Osten, lebe im Osten und ich bin einfach ein innerlich glücklicher Mensch.
Das habe ich mir selber gemacht (nicht was ihr wieder denkt ) und ich habe keine Lust mich pausenlos selbst runterzuziehen, nö, mache ich nicht, dafür ist die kurze Lebenszeit einfach zu kostbar.
Einen schönen glücksvollen Tag euch allen heute zum 5jährigem und lacht mal wieder
GW der auch weiß wie hart es ist mit 6 Mark am Tag auszukommen, weil es Zeiten gab wo er es musste.


furry, Damals87 und VNRut haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.02.2013 07:44 | nach oben springen
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#8

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 07:54
von EK82I | 869 Beiträge

Larissa ehrliche Worte,denen ich mich aus eigener Erfahrungen nur anschliessen kann.Fällste durch das Raster,weil man krank wird,Schicht im Schacht.Merkwürdigerweise gibt es keine Jobs mehr,sondern Ehrenämter.Ohne diese würde es aber schon vielerorts noch düsterer aussehen.Rente mit 67,ein Witz,viele gehen schon vorher mit vielen Abschlägen,weil man fertig auf den Röhren ist.Viele erleben erst gar nicht den Ruhestand,weil Sie vorher umfallen.
Glückwunsch denen,die reich und gesund,aber meine Sympatie gehört denen,die vom Gegenteil betroffen sind.Diese soll es ja auch geben.

Michael


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#9

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 09:03
von furry | 3.581 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #7

Ich komme aus dem Osten, lebe im Osten und ich bin einfach ein innerlich glücklicher Mensch.
Das habe ich mir selber gemacht (nicht was ihr wieder denkt ) und ich habe keine Lust mich pausenlos selbst runterzuziehen, nö, mache ich nicht, dafür ist die kurze Lebenszeit einfach zu kostbar.


@grenzwolf62, auch wenn es mich vom Osten in den Westen verschlagen hat, innerlich glücklich fühle ich mich auch. Trotz einiger Querschläge im Leben war und ist es mir wichtig, meinen inneren Seelenfrieden zu finden.
Es gibt soviele Dinge, an denen man sich erfreuen kann, das fängt bei den Kindern an, wenn sie denn die Kurve gekriegt haben und vor allem, wenn man vom Arzt bestätigt bekommt, über eine robuste Gesundheit zu verfügen.
Was dagegen sind ein paar Euro mehr oder weniger, oder um die halbe Welt zu jetten, nur für ein paar Tage Urlaub.
Ja, und das Lachen nicht vergessen, und das öftermals auch über sich selbst.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#10

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 09:16
von Gelöschtes Mitglied
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Ein paar Verse vom meinem Freund Heinz, auch als E.Rasmus bekannt.

Imperiale Krisenplanung

Ekelt nicht ewig belangloses Plaudern,
Gewäsch – nicht von irgendwem,
Politik, ja, Methode – zensierend zum Zaudern?
In mir aber Abscheu erregend, ein Schaudern
Vorm Kapital als ein Lebensproblem.

Stetig erfahr’n wir so Planwirtschaft
Von wenigen für den Profit.
Krisengeplant durch brutalste Kraft
Nimmt man die Mehrheit des Volkes in Haft
Mit dem blutigsten Marktkolorit:

Rentenalterserhöhung, würdelos, mehr
Gesundheits- wie Bildungsverzicht.
Die Hauptsach’, der Banken- und Börsenverkehr
Ist üppig, rentierend das Kriegssalär.
Und Kritik steht vorm Kriegsgericht.

Nun immer noch mehr geplant, zensiert,
Vernetzt sich der Zuhälterstaat.
Alleine die Nummer wird noch toleriert.
Und so eine Nummer auch liquidiert
Im Planungsvollzugsapparat
_____________________________________

Mediale Gleichschaltung

Reklame und Briefe als Informationen,
Gebote, Verbote verordneter Zeit -
Sie alle beherrschen als alte Ikonen
Uns heute aus der Vergangenheit.

Und niederträchtiges Lächeln umweht
Unser tägliches Brot. Für die Nacht
Bleibt auch ein Alp vom Tag gesät.
Am Morgen wird Werbung gebracht.

Der Atem der Seele, im Geld erstickt,
Gewährt uns im Schmerz die Funktion,
Genauso stereotyp bestückt
Mit Grinsen als deutsche Nation.

Wer röchelt, weil er’s nicht erträgt,
Sich schamhaft übergibt
Dem, den bloß Geld – wohin? - bewegt,
Wird lächelnd todgeliebt.
______________________________________

Poesie das Salz in der Suppe des Proletariats, das ist sein Credo

Vierkrug


Damals87 und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 11:10
von Lutze | 8.042 Beiträge

ja Larissa,den Bericht hatte ich gestern auch zufällig gesehen,deine Verärgerung
kann ich nachvollziehen,eine Frau sagte ,sie möchte gar nicht alt werden.......
auch da ist irgendwas dran
gruss Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#12

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 13:10
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Lutze im Beitrag #11
ja Larissa,den Bericht hatte ich gestern auch zufällig gesehen,deine Verärgerung
kann ich nachvollziehen,eine Frau sagte ,sie möchte gar nicht alt werden.......
auch da ist irgendwas dran
gruss Lutze


@Lutze Genau so, und das fuer mich ist sehr sehr traurig. Das Menschen immer und ueberall auf der Strecke bleiben auf dieser Welt ist nichts Neues. Aber fuer mich ist das Gleichgewicht dieser Tatsachen heute vollends aus dem Rahmen, vor allem in den Industriestaaten.
@Grenzwolf62
So ist es richtig wie Du denkst, das Leben ist kurz, nur muessen wir auch erkennen, dass wir sein koennten die naechsten in diesem boesen Film.
@Hackel39
Wer glaubt oder nicht, ich hoere oftmals WAKY Radio, Louisville Kentucky. I wish I was in Dixie…Elvis, geht mir jedes Mal erneut unter die Haut. Das waren alte Werte eines halbwegs gesunden Amerika.
http://www.youtube.com/watch?v=wSeSR-of9Es
@damals87
Gute Fragen wirklich. Stabil machen es einzig und allein die Menschen heute, die eine schlechte, aber zielgerichtete politische Schulung erhalten, die ihre Ausbildungen teuer bezahlen muessen und stets abgelenkt werden von den Problemen des Landes. Keine Seltenheit, vielmehr eine Normalitaet, dass die meisten Menschen 4-6 Jobs arbeiten, unversichert und ohne Einzahlung fuer die Rente.
Es gibt aber in diesem Volk einen unbeschreiblichen Zusammenhalt, wenn auch regionale Diskrepanzen bestehen, am Ende, das heisst bei Schwierigkeiten immer, sind die Amerikaner immer ein Volk; die Auslaender in diesem Volk allerdings werden geduldig, nicht vollends akzeptiert und sind in ihren Ghettos eh zufrieden mit ihrer eigenen Kultur. (ein anderes Thema).
Es hat mich schwer beeindruckt. Auch wer im tiefsten sozialen Elend sitzt, wird sich beim Hissen von Old Glory hinstellen und die Hand aufs Herz legen. Kinder lernen in jungen Jahren, sich loyal zu ihrem Land zu bekennen, indem sie in den meisten Schulen morgens als erstes die ‘Pledge of Allegiance’ “ I pledge allegiance to the Flag of the United States of America, and to the Republic for which it stands, one Nation under God, indivisible, with liberty and justice for all.” Ich verspreche als treuer Untertan Loyalitaet der Flagge meines Landes und der Vereinigten Staaten von Amerika und fuer die Republik als eine Nation unter Gott, unteilbar, mit Freiheit und Gerechtigkeit fuer alle, mit dem Hand auf dem Herzen. Das in Deutschland, auch in England so undenkbar. Ueber den Jahren eingeblaeut in was fuer einem grossartigen Land sie leben und wie grossartig sie selbst sind, wird in auch in naechster Zukunft kaum Aenderung geben. Heldentum ist nicht erst seit 9/11/2001 an der Tagesordnung. So wird eine Nation nicht nur verfuehrt, sondern direkt als Fuehrungsnation deklariert. Obama, das muss man hinzufuegen, hat als erster ausdruecklich im vorigen Jahr ehrlich erklaert: We are broke. Wir sind pleite.
Revolutionen, mehrfach Demonstrationen, die wir in den letzten Jahren sahen, werden im Keim erstickt. Es gibt keine Moeglichkeit diese ‘Verfehlungen’ aus der Bestandsaufnahme eines Menschen zu streichen. Die Amerikaner werden bewacht wie noch nie zuvor in allen Lebenslagen.
Es gelingt dem System zu suggerieren, dass alles viel besser ist es ausschaut. Wobei es immer und immer wieder heisst: wir sind die Besten, wir sind die fuehrende Nation in der Welt.
Nicht falsch verstehen. Amerika ist ein schoenes Land. Ich habe viele Freunde dort, wie auch anderswo in der Welt. Hier spricht nicht nur mein KommiHerz, sondern auch Objektivitaet der Erfahrung.
Hinzu kommt, es gibt eine gewisse Freiheit, die ueberhaupt keine ist. Sich so zu verhalten, wie man moechte, und die keine Einmischung duldet. Regulationen wollen die Amerikaner in keinster Weise, ob es um die Krankenversicherung, den Waffengesetzen oder um das Bankwesen geht. Und, sie muessen damit leben. Das Problem dabei ist, dass sie nicht erkennen, dass diese Regulationen ihnen nicht ihre Freiheit nehmen, sonder sie im groessten Masse beschuetzen, so ganz besonders im Bankwesen. So stehen diese fassungslos und wuetend vor z.B. dem Problem, ihre Haeuser en masse zu verlieren seit einigen Jahren und auf Schulden sitzenzubleiben. Der Turtle hat es gesehen und erlebt was daraus resultiert, alleine Florida ist mindestens jedes 3. Haus ueberschuldet oder wird zum Verkauf angeboten, aufgrund der zuegellosen Bankpraktiken. Ich sehe es so. Unsere ehemaligen Grossmaechte, Russland wie die USA, gleichgueltig was an Mankos in ihren Laendern bestehen, sie lieben ihr Land. Und ich wuerde wuenschen, dass die Deutschen endlich aufwachen und sich weniger um Banalitaeten kuemmern, und nicht alles annehmen, was ueber sie geschuettet wird; den Alten und Schwachen in dieser Gesellschaft zu Liebe. Gruss, Larissa


Damals87 und Eisenacher haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.02.2013 13:26 | nach oben springen
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#13

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 13:32
von 80er | 572 Beiträge

Statt in Lethargie zu versinken, weil die neue schöne Welt ja so schlecht ist, kann man ...
sich für Veränderungen einsetzen,

oder auch

... worüber selbst Kapitalisten gelegentlich nachdenken.

Vielleicht auch ...
dem Zustand ohne Erwerbseinkommen doch etwas abgewinnen
(denn irgend etwas zu tun (also Arbeit) wird ja jede(r) haben,

zurücklehnen und warten, weil ja der Untergang des Kapitalismus gesetzmässig ist!

und wenn gar nichts mehr hilft,

oder für traditionsbewusste,

sozialverträglich ableben.


zuletzt bearbeitet 05.02.2013 13:34 | nach oben springen
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#14

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 13:40
von turtle | 6.961 Beiträge

Für mich war erschreckend das viele Amerikaner glaubten ihre Demokratie ist die Beste und sie sind die Nation die überall Frieden bringt-
Ungläubiges Staunen wenn ich von unserem Sozialwesen,Urlaub,Betriebsrat oder einfach nur davon erzählte das es auf unseren Straßen und Autobahnen sauberer aussieht,unsere Strom und Telefonkabel unter der Erde verlegt sind und es nicht so aussieht wie in einem Entwicklungsland. . Die meisten Amerikaner haben noch nie Europa gesehen.und ihre Farbigen werden oft noch als Menschen zweiter Klasse angesehen.Wie gut es sich lebt sah ich wenn viele den Mund aufmachten. Der Zahnersatz scheint für viele unerschwinglich zu sein.
Ihre Politiker verstehen es aber gut die USA als Ideal von Demokratie,Recht und Ordnung zu verkaufen.


Damals87 und Svenni1980 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.02.2013 13:42 | nach oben springen
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#15

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 13:44
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von turtle im Beitrag #14
Für mich war erschreckend das viele Amerikaner glaubten ihre Demokratie ist die Beste und sie sind die Nation die überall Frieden bringt-
Ungläubiges Staunen wenn ich von unserem Sozialwesen,Urlaub,Betriebsrat oder einfach nur davon erzählte das es auf unseren Straßen und Autobahnen saubererer aussieht,unsere Strom und Telefonkabel unter der Erde verlegt sind und es nicht so aussieht wie in einem Entwicklungsland. . Die meisten Amerikaner haben noch nie Europa gesehen.und ihre Farbigen werden oft noch als Menschen zweiter Klasse angesehen.Wie gut es sich lebt sah ich wenn viele den Mund aufmachten. Der Zahnersatz scheint für viele unerschwinglich zu sein.
Ihre Politiker verstehen es aber gut die USA als Ideal von Demokratie,Recht und Ordnung zu verkaufen.


Danke Turtle, ja, die schoene neue Welt muss man sehen, aber dann in allen Winkeln um zu glauben.

Danke 80iger.
Sicher ist Lethargie dabei, aber das was passiert heute hat mehr ! (nicht weniger wie ich eben schrieb) mit dem Gesamtproblem zu tun. Selbst ‘normal gestellte’ haben weitaus groessere Sorgen als sie zugeben. Der Staat muss zur Raeson gerufen werden.
Denn, viele Menschen arbeiten auf freiwilliger Basis, mit Besuchen im Altenheim, helfen in den Armenkuechen und bei den Tafeln. Mein Hauptmerk galt den Obdachlosen in den USA. Das ist alles ein Tropfen auf die heissen Steine. Und wenn diese Helferschar sich wuerde verhundertfachen, die eigentliche Problem wird nicht gelost werden. Und das heisst unverschuldeter und vollkommener sozialer Abstieg.


zuletzt bearbeitet 05.02.2013 13:47 | nach oben springen
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#16

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 13:52
von Lutze | 8.042 Beiträge

früher hatten die Amerikaner einen bemerkenswerten Presidenten gehabt,der sagte einmal
"fragt nicht,was euer Land für euch tun kann-fragt was ihr für euer Land tun könnt",
leider sind zu viele Menschen schwach,um da noch was bewegen zu können
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 05.02.2013 13:53 | nach oben springen
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#17

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 14:16
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Buchempfehlung: Bilder aus Amerika.
Jacob Holdt
ISBN-10: 3100341015
ISBN-13: 978-3100341013
Jacob Holdt aus Dänemark fuhr Anfang der 70er Jahre mit 40 Dollar in der Tasche in die USA und reiste zwei Jahre kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten. Er hat so quasi zwangsläufig das Amerika "von unten" kennen gelernt: das arme Amerika, das schwarze Amerika, das kriminelle und rassistische Amerika, das Amerika von denen, die wirklich ganz unten angekommen sind, auf der Strasse oder in den Ghettos leben. Bei diesen Menschen hat Holdt zwei Jahre lang gelebt. Er hat mit einer einfachen Kleinbildkamera beeindruckende Fotos gemacht. Er hat als Weisser unter Schwarzen gelebt, er ist mehrere Male fast erschossen worden, wurde mehrfach überfallen, ausgeraubt, ins Gefängnis gesteckt. Er hat aber auch Menschen kennen gelernt, die ihm geholfen haben, ihm Obdach und Freundschaft anboten. Ein einzigartiges Portrait über ein großes Land, dessen koloniale und Gewalt- Geschichte nicht geleugnet werden kann und die Einstellungen der Menschen noch ganz anders prägte als vielleicht heute. Eine einmalige Foto- Dokumentation!


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#18

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 14:19
von 94 | 10.792 Beiträge

Paßt nicht ganz, erstens isses Dienstag und zweitens habsch zu Deinem Spruch @Lutze 'ne schöne Anektdote. Das Äquivalent zu den Rotlichtbestrahlungen im Osten damals sind ja heutzutage diese (inzwischen auch schon wieder bissel aus der Mode gekommene) Team-Motivations-Seminare. Besonders nach freund- oder feindlichen Übernahmen durch die ehemalige Mitbewerber (Konkurenz ist auch bissel aus der Mode gerad) waren/sind diese Psychoseminare auf der Agenda. Zu einer solchen Maßnahme schrieb der dazugekaufte Diplompsychologe-Seminarleiter genau diesen Satz aufs Flipchart und klappte das Deckblatt wieder drauf. Er meinte es wäre eine tolle Idee.
Gleich zum Anfang fragte er zur Auflockerung in die Runde, nachdem er theatralisch diesen Spruch enthüllte, von wem dieser Bonmot nun sei. Schweigen ...
Nach einer Weile bequemt sich Einer und nennt den Namen des alten, nicht mit übernommenen CEOs.
Breites, aber verstohlenes Grinsen in der Runde. Dem Psycho-Onkel ist dieser Name nicht geläufig und er korrigiert den Einen mit dem Präsidenten.
Dieser daraufhin: 'Achso, na dafür wurde der dann auch erschossen?!'


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#19

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 05.02.2013 14:25
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #18
Paßt nicht ganz, erstens isses Dienstag und zweitens habsch zu Deinem Spruch @Lutze 'ne schöne Anektdote. Das Äquivalent zu den Rotlichtbestrahlungen im Osten damals sind ja heutzutage diese (inzwischen auch schon wieder bissel aus der Mode gekommene) Team-Motivations-Seminare. Besonders nach freund- oder feindlichen Übernahmen durch die ehemalige Mitbewerber (Konkurenz ist auch bissel aus der Mode gerad) waren/sind diese Psychoseminare auf der Agenda. Zu einer solchen Maßnahme schrieb der dazugekaufte Diplompsychologe-Seminarleiter genau diesen Satz aufs Flipchart und klappte das Deckblatt wieder drauf. Er meinte es wäre eine tolle Idee.
Gleich zum Anfang fragte er zur Auflockerung in die Runde, nachdem er theatralisch diesen Spruch enthüllte, von wem dieser Bonmot nun sei. Schweigen ...
Nach einer Weile bequemt sich Einer und nennt den Namen des alten, nicht mit übernommenen CEOs.
Breites, aber verstohlenes Grinsen in der Runde. Dem Psycho-Onkel ist dieser Name nicht geläufig und er korrigiert den Einen mit dem Präsidenten.
Dieser daraufhin: 'Achso, na dafür wurde der dann auch erschossen?!'

hast recht,und wer recht hat gibt einen aus,
schlage vor "das Wort zum Dienstag"


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#20

RE: Das Wort zum Montag, Gedanken und Geistesblitze aus dem Osten und Westen der Republik

in Themen vom Tage 07.02.2013 00:59
von Barbara (gelöscht)
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Liebe Larissa,

ich möchte unbedingt auch auf deine schöne Idee und auch deinen Beitrag zur Situation der alten Menschen reagieren.
Das ist sooo richtig was du schreibst, eine Gesellschaft muss sich immer daran messen lassen, wie sie mit den Schwachen (aus welchen Gründen auch immer schwach) umgeht. Ich habe persönliche Erfahrungen gemacht und gesehen, was für eine grandiose Arbeit in Seniorenheimen geleistet wird, wie liebevoll die Pflegekräfte sich kümmern, sich Zeit nehmen, obwohl sie unterbesetzt sind und ein lächerliches Geld verdienen. Letzteres ist ein Skandal! Das gleiche gilt auch für andere soziale Einrichtungen, es wird ganz im stillen ganz großartige Arbeit gemacht! Sollte ich mal in "solche Hände" kommen wäre ich froh!
Ich hoffe dass es dir gut geht und du deinen Umzug gut überstanden hast!
Liebe Grüße
Barbara


werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
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