#1

Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 25.01.2013 22:23
von Hans55 | 763 Beiträge

Hallo,zusammen!
Also ,was man hier so alles zu lesen bekommt! http://zeitzeugenberlin.de/2012/09/25/ddr-grenzsoldaten/!
Wir waren nach Aussagen von DDR-Bürgern,mutig und draufgängerisch!
Also ,ich hab im Berliner Raum eine andere Erfahrung gemacht! In Oranienburg haben sie uns nicht mal die Haare geschnitten!
Wir waren dort mehr als unbeliebt!


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#2

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 25.01.2013 23:22
von resi88 | 53 Beiträge

Reserve rummelsburg 1988.Bis zum einrücken in die Kaserne war noch Zeit. Gegenüber der Kaserne war ne Kneipe. Wir Rostocker nichts wie rein.Erstmal gefragt ob wir Bier bekommen.Antwort der Cheffin( noch ja) aber in Uniform last euch besser hier nicht blicken. Ausgang gabs nur in Zivil.


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#3

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 25.01.2013 23:25
von utkieker | 2.925 Beiträge

Hallo Hans,

ich glaub wir hatten das schon mal irgendwo, das Verhältnis der Berliner zu "ihren" Grenzern war ein Angespanntes. An der grünen Grenze waren wir zumindestens in den Dörfern der grüne Punkt im grauen Alltag. In Salzwedel sollten wir allerdings bestimmte Lokale meiden besonders den "Schwarzen Adler". War aber trotzdem drin - nix passiert!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#4

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 25.01.2013 23:59
von Jackson | 102 Beiträge

Ich hätte es in einem anderen Tröt schon mal erwähnt, auf der Heimreise im Zug, (weit entfernt von Berlin) in Uniform mit Schützenschnur wurde man schon mal angemacht, wie viele Leute man für diese Auszeichnung abgeschossen hat. Auch mit den Postenführer Fröschen wurde einiges spekuliert.



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#5

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 07:01
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Welcher Zeitraum war das Jackson als ihr angemacht wurdet wegen der Schützenschnur? Wäre schon interessant, denn Ende der 70er Jahre erinnere ich mich nicht an eine klitzekleine Sache wo ein Grenzer im Zug belästigt wurde. In der Kneipe schon, oder im Klubhaus Boizenburg, aber da ging es immer mehr um die Mädels der Einheimischen...siehe "Unsere Hühner........wir selber". Ich habs mal weggelassen...wegen unserem "prüden Mike" hier.

Lebensläufer und einen guten Sonnabend allen ins Forum


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#6

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 09:14
von LO-Fahrer | 607 Beiträge

Obwohl ich ja nun in einer sehr sensibelen Zeit AGT war (88 - 90) kann ich mich nicht erinnern, daß ich wegen meiner Uniform mal blöd angemacht wurde. Auf der Heimfahrt bzw, Rückfahrt nicht und im Ausgang (Grenzgebiet) gleich gar nicht. Im Gegenteil, sogar als GT-Uniformträger stand ich nie lange am Straßenrand, wenn die Rechsbahn mal nicht funktionierte und ich mein Glück per Anhalter versuchte. Soldaten (auch Grenzer) wurden immer mitgenommen. Lag sicherlich auch daran, daß jeder männliche Kraftfahrer irgendwann mal in der gleichen Situation war bzw. hineingeraten konnte.


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#7

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 09:47
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

Zitat von Hans55 im Beitrag #1
Hallo,zusammen!
Also ,was man hier so alles zu lesen bekommt! http://zeitzeugenberlin.de/2012/09/25/ddr-grenzsoldaten/!
Wir waren nach Aussagen von DDR-Bürgern,mutig und draufgängerisch!
Also ,ich hab im Berliner Raum eine andere Erfahrung gemacht! In Oranienburg haben sie uns nicht mal die Haare geschnitten!
Wir waren dort mehr als unbeliebt!


Hans55, Dein Link funktioniert bei mir leider nicht - kannst Du ihn bitte prüfen...
Trotzdem, ich glaube zu wissen, worum es hier geht.

Also ich persönlich war damals sowieso nicht mutig und draufgängerisch....
In der Rhön war ein recht entspanntes Verhältnis zwischen Grenzern und Bevölkerung, zu meiner Zeit 79/80.
Davor, im GAR Eisenach, war ich kaum im Ausgang, kann mich aber auch an keine Zwischenfälle erinnern.
Und auf den wenigen langen Zugfahrten (400km einfach) bis nach Hause bin ich auch nie blöd angemacht worden wegen der Uniform.
Meine Sorge galt da eher der Trapo oder Streife, dass man noch wegen irgendwelchem Kleinkram wie einem offenen Knopf den Ulaub versaut bekommt.
Und zu Hause, für die paar Stunden: Klamotten runter und endlich mal wieder in Zivil !!!!!!!!!!!

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
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#8

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 09:52
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wie wir in den Grenzdörfern rüberkamen, keine Ahnung, in der Hanumer Gaststätte, ein großes Wort für eine Stube mit 3 Tischen, haben wir jedenfalls, ich vermute für den einzigen, Umsatz gesorgt, habe da nie einen Einheimischen gesehen.
Bei der Ausbildung im Huy war eine der 2 Gastivitäten in Dingelstedt auf Befehl tabu, es hieß der Wirt und seine Gäste mochten kein Grün.
Auf der Heimfahrt war man ja meist damit beschäftigt mit anderen Leidensgenossen, zur Not auch von der NVA, Flüssigkeiten aus Glasgefäßen zu konsumieren und da hat man sich auch nicht so die Gedanken ums Umfeld gemacht.
Schützenschnur oder vielleicht sogar die Kratzerplatte hat doch sowieso niemand getragen der sich nicht selbst zum Hugo machen wollte, maximal Qualispange aber mehr nicht.
Daheim warst du im Bekanntenkreis auch einfach ein Soldat der seinen Wehrdienst macht, hab da nie etwas negatives Verspürt, es war wohl den meisten egal.


zuletzt bearbeitet 26.01.2013 12:16 | nach oben springen

#9

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 09:57
von utkieker | 2.925 Beiträge

Als Soldat bin ich zwar nie per Anhalter gefahren, aber als ich mein Wartburg hatte war es für mich als Altgedienter, eine Ehrensache Soldaten ganz gleich welcher Waffengattung mitzunehmen.
Der Bahnhof von Wittenberge war eine Drehscheibe für alle möglichen Soldaten und es ging heiß her auf diesen Bahnhof. Hier wurde man schon häufig angemotzt - aber wie hieß das noch so schön - nicht provozieren lassen!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#10

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 11:31
von schulzi | 1.763 Beiträge

es stimmt wir grenzer waren in berlin nicht gerade beliebt aber wen man sich ordentich verhielt wurde man wurde man in ruhe gelassen. in einer tabu kneipe traff ich sogar unseren hauptfeld hat aber nur mit der faust getroht und gegrinst


stutz hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 11:39
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #9
Als Soldat bin ich zwar nie per Anhalter gefahren, aber als ich mein Wartburg hatte war es für mich als Altgedienter, eine Ehrensache Soldaten ganz gleich welcher Waffengattung mitzunehmen.
Der Bahnhof von Wittenberge war eine Drehscheibe für alle möglichen Soldaten und es ging heiß her auf diesen Bahnhof. Hier wurde man schon häufig angemotzt - aber wie hieß das noch so schön - nicht provozieren lassen!

Gruß Hartmut!



Wir hatten mal im Frühdunst ein PKW per Anhalter gechartert.
Wir von Prora,der von der Sassnitzfähre.Ein Italiener.
Jo,dann haben wir bis Berlin das Barett in die Tasche gesteckt und uns bei manchen Fahrzeugen im Umfeld abgeduckt.

gruss


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#12

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 13:51
von Gelöschtes Mitglied
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In Riebau,Standort der Kaserne,gab es ein entspanntes Verhältnis zur Bevölkerung,obwohl noch kein Grenzgebiet.
In Salzwedel wurden wir gehasst wie die Pest.......
Und man wusste auch warum und schämte sich innerlich dafür,obwohl man für diese Situation nichts konnte,viele von uns wollten dort nicht hin.
Man wusste,dass man die eigenen Bürger an der Flucht hindern sollte und es aus westlicher Richtung eigentlich keinen "Stress" gab.
Der "Antifaschistische Schutzwall",welch große Lüge,die Sperrvorrichtungen und Minenanordnungen zeigten uns,aus welcher Richtung der "Wahre Feind"....erwartet wurde,aus Richtung Osten,er kam aus dem Landesinneren und hieß DDR-BÜRGER.

ek40


Bodenteicher und EK 70 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 13:54
von Bodenteicher | 13 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #12
In Riebau,Standort der Kaserne,gab es ein entspanntes Verhältnis zur Bevölkerung,obwohl noch kein Grenzgebiet.
In Salzwedel wurden wir gehasst wie die Pest.......
Und man wusste auch warum und schämte sich innerlich dafür,obwohl man für diese Situation nichts konnte,viele von uns wollten dort nicht hin.
Man wusste,dass man die eigenen Bürger an der Flucht hindern sollte und es aus westlicher Richtung eigentlich keinen "Stress" gab.
Der "Antifaschistische Schutzwall",welch große Lüge,die Sperrvorrichtungen und Minenanordnungen zeigten uns,aus welcher Richtung der "Wahre Feind"....erwartet wurde,aus Richtung Osten,er kam aus dem Landesinneren und hieß DDR-BÜRGER.

ek40



Danke, ich war auf der anderen Seite, und genau so war es!


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#14

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 17:48
von Hans55 | 763 Beiträge
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#15

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 26.01.2013 17:56
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von Hans55 im Beitrag #14
Ich hoffe jezt funkioniert es!http://zeitzeugenberlin.de/2012/09/25/ddr-grenzsoldaten/


Ist ja alles schön und gut - aber schon der erste Absatz in dem Artikel ist ja wohl ganz knapp an der Wahrheit vorbei.

Das Teil hier wurde ja wohl schon ordentlich zerlegt

Zitat
Realisierung der zweiten Hauptaufgabe der DDR Grenzsoldaten diente ein, vom Ministerium für Staatssicherheit erteilter Schießbefehl, der bei allen Grenzdurchbrüchen zum Tragen kommen sollte und somit auch nicht vor dem Feuern auf Frauen und Kinder halt machte.



Ändert sicher nichts daran, dass es alles Sch**ße war, aber man sollte es auch nicht künstlich Aufbauschen!


zuletzt bearbeitet 26.01.2013 17:57 | nach oben springen

#16

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 27.01.2013 10:42
von Jackson | 102 Beiträge

[quote=Lebensläufer|p228401]Welcher Zeitraum war das Jackson als ihr angemacht wurdet wegen der Schützenschnur? Wäre schon interessant, denn Ende der 70er Jahre erinnere ich mich nicht an eine klitzekleine Sache wo ein Grenzer im Zug belästigt wurde. In der Kneipe schon, oder im Klubhaus Boizenburg, aber da ging es immer mehr um die Mädels der Einheimischen...siehe "Unsere Hühner........wir selber". Ich habs mal weggelassen...wegen unserem "prüden Mike" hier.

Das war Ende 88. Es war Winterbefehl, denn man hatte die Schützenschnur erst beim Ausziehen des Mantels bemerkt.

Während der Ausbildung in Halberstadt hat es nie Ärger in der Stadt gegeben und in der Kneipe unseres Dörfchens eigentlich auch nie. Im Gegenteil, wenn die Jugend im Park gefeiert hatte, waren wir auch öfters mit dabei.



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#17

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 27.01.2013 10:57
von Duck | 1.741 Beiträge

Wenn ich meinen Senf auch noch dazugeben darf. Wir sind eigentlich nur einmal in Uniform nach Hause gefahren und das war in der Grundausbildung von Eisenach nach Berlin im September 88, aber da war auch keine Anmache, trotz Schützenschnur. Später von der GK sind wir nur noch in Zivil nach Hause gefahren.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#18

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 27.01.2013 13:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Jackson im Beitrag #16
[quote=Lebensläufer|p228401]Welcher Zeitraum war das Jackson als ihr angemacht wurdet wegen der Schützenschnur? Wäre schon interessant, denn Ende der 70er Jahre erinnere ich mich nicht an eine klitzekleine Sache wo ein Grenzer im Zug belästigt wurde. In der Kneipe schon, oder im Klubhaus Boizenburg, aber da ging es immer mehr um die Mädels der Einheimischen...siehe "Unsere Hühner........wir selber". Ich habs mal weggelassen...wegen unserem "prüden Mike" hier.

Das war Ende 88. Es war Winterbefehl, denn man hatte die Schützenschnur erst beim Ausziehen des Mantels bemerkt.

Während der Ausbildung in Halberstadt hat es nie Ärger in der Stadt gegeben und in der Kneipe unseres Dörfchens eigentlich auch nie. Im Gegenteil, wenn die Jugend im Park gefeiert hatte, waren wir auch öfters mit dabei.
Das sah zu meiner Zeit ganz anders aus......
Wir waren nicht gern gesehen,schon gar nicht in Kneipen und Lokalen.
Um so schlimmer war es,wenn man dann mal endlich einen der wenigen Ausgänge hatte.
In der Yvetta-Bar gab es immer Stunk.........vorausgesetzt,man wurde überhaupt eingelassen.
In den umliegenden Dörfern HBS sah es nicht anders aus.
Wenn wir Ausfahrt mit den Tesis hatten,waren wir froh,ohne Pöbeleien in einem Dorf ein Eis kaufen zu können........
Ich weiß jetzt gerade nicht wie das Dorf hieß.
Aber das fällt mir noch ein.

ek40


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#19

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 08.02.2013 11:33
von tesssi55 | 57 Beiträge

Im Ausgang in Potsdam wurde ich selber als Honecker SS beschimpft.Am Kanten im Ausgang keine Probleme mit den Einheimischen.


GR6, 3.GB,9.GK, EK 79/2
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#20

RE: Grenzsoldaten

in Grenztruppen der DDR 02.04.2013 01:01
von 82zwo | 123 Beiträge

Also doch gut an der grünen grenze gewesen zu sein.
Im Jugendclub Heiligenstadt nachdem die Gaststätte um die Ecke zugemacht hatte wurden wir gut aufgenommen
und haben dann gegenseitig Runden gegeben.kann natürlich auch daran gelegen haben das wir fast alle verheiratet
waren und ihre Mädels in Ruhe gelassen haben!



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