#121

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 15:35
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #120
Mahlzeit, Gemeinde,… Hi, Josy

Siehst Du, das ist das, was ich mit Nachvollziehen meine. Also –dein Standpunkt wird durch die vorangegangene „Geschichte“ (im doppelten Sinne) verstehbar, nachvollziehbar. Nun muss und soll ja nicht jeder seine Familiengeschichte ausbreiten, warum auch, aber so wirkt`s doch ganz anders.
Übrigens ist meine Familiengeschichte auch recht bunt, von der Oma in der Arbeiterfrauenrechtsbewegung bis zum stramm rechten Schneider und bedingungslosen Adenauerfan war da alles vertreten. Kirche und Kommunismus kam auch vor, war auch vertreten. Wenn man so will, die typische Familienzusammensetzung in Thüringen damals. Allerdings – in einem waren sich alle einig – Faschismus, oder genauer gesagt Nationalsozialismus –NE.
Ich nehm mal an, dass dieses ein wesentlicher Teil meiner „Prägung“ war.
73, Hans



@Hans und natürlich die Gemeinde,

wollte in und mit meinem Beitrag #118 auch nur so verstanden werden und es an Hand dieses konkreten Beispiels aus unserer Familie schildern, was so die Realität zu diesem Thema in der ehemaligen DDR war. Wie die Mehrheit, zu der ich meine Familie, auch wenn wir im Blick der Stalinisten die bösen Kapitalisten waren, durchaus zähle. Wie diese Mehrheit, die Allgemeinheit der DDR- Bürger tickerte.

Und genau so hat uns nachfolgende Generationen auch diese Erziehung geprägt.

Für meine Verhältnisse damit als ganz normal.

Ablehnend gegenüber jeder Art politischem Totalitismus, Rassenwahn und Diskriminierung. Dafür aber immer hilfsbereit gegenüber Hilfsbedürftigen, kritisch gegenüber verordneten Maßnahmen und Mißbrauch, Schönfärberein.

Klar gab es auch neidische Blicke und Unmutsäußerungen in der DDR- Bevölkerung gegenüber vermeintlich übervorteilten Ausländern, wenn die, so wie es im Straßenjargon schnell heißt, offenkundig alles hochkant in den *rsch geblasen bekamen. Auch hier wieder - von oben verordnet mit dem damaligen Ziel rein ideologischer Zwecke. Um die DDR in einem international überdurchschnittlich guten Licht erscheinen zu lassen.

Und was macht man heute? Wagt nur jemand eine Äußerung in Richtung deutsches Nationalbewußtsein oder Asylmißbrauch, wird doch sofort lautstark die Keule von Faschismus und Neonazismus geschwungen. Dabei den Bliick zur Realität total aus den Augen lassend....

Wenn dann noch alles passt, dann stammt der vermeintliche Neonazi, der Rassist auch noch aus der ehem. DDR. Dann stimmt doch für viele der tapferen Demokraten, oft nicht älter als 30, 35 Jahre das Weltbild wieder total und die Ursache ist klar - die DDR- Erziehung und für einige sind dann alle ehem. DDR- Bürger sind Ossis, Menschen 2. Klasse...

josy95


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zuletzt bearbeitet 29.09.2014 15:35 | nach oben springen

#122

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 16:11
von schnatterinchen (gelöscht)
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@Hans

eventuell ist das verständlicher für Dich. Daran lehnt sich auch meine Meinung.

http://www.antifa-nazis-ddr.de/n/10019451.011.php


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#123

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 17:21
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,.... Hi, Josy und Peter.
Nun will ich ja beim besten Willen kein "Dreiergipfel" in diesem Thread aufmachen.
Also mal in Kurzform. Worum es mir eigendlich geht, ist , meinen Mitschreiber hier im Forum zu verstehen. Das heißt nicht, meine und seine Meinung in deckung zu bringen. Das ist wohl sowiso unmöglich. -Ich denk mal, der Josy hat das erkannt. ( Und meints auch so) Bei Peters Beitrag hatte ich mir schon gedacht, woher der Wind weht. Antifa-Blätter. Na ja. Nicht gerade mein bevorzugter Lesestoff.Meiner Meinung nach leider die Leute, die glauben, den Antifaschismus gepachtet zu haben. Aber die interesieren mich hier eigendlich nicht so, sondern die Meinung, der Standpunkt meiner Mitschreiber. In diesem Fall -Deine Meinung,Peter. Die will ich nämlich verstehen. (s.oben)
Machen wir also mal weiter im Text.
73, Hans


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#124

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 19:39
von schnatterinchen (gelöscht)
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Im LWH hatten wir eine Klasse, das waren 8. Klasse Abgänger und die kamen fast alle aus Halle und Umgebung.
Unter denen waren ein paar die liefen rum und redeten so wie die in dem Beitrag. Ich dachte damals naja sind eben einfach Spinner.
Bis mir einer von denen die Sache mit dem Afrikaner erzählte den sie in die Saale geworfen hatten und anschließend Gewegplatten hinterher schmissen.
Auch in meiner Klasse war einer aus Leipzig , der immer wieder mit rassistischen Sprüchen auffiel. Zuerst habe ich auch gedacht, der will sich eben nur bischen aufspielen, aber die Sprüche kamen immer regelmäßiger und bei der Heimfahrt wurden schon auch mal Ausländer im Zug angepöbelt und von ihren Plätzen vertrieben.
Kleine Hakenkreuze einritzen und das Anspucken vom Gedenkstein vor dem BBS Tor gehörten ebenso zum Reperoire.
Da wurde drüber gelacht und die Sache war erledigt. Mir war da immer irgendwie mulmig , aber ich habe das damals nicht zusammenbekommen was da eigentlich passierte.
Klar wenn einer mit einem Kiss T-Shirt auflief kam sofort der Stabülehrer und hat Welle gemacht und das Ding war verschwunden , aber so richtig hat sich nie einer mit diesem Nazinachwuchs auseinandergesetzt.
Jeder ist nach der Lehre auf einen anderen BT gegangen und man hat sich aus den Augen verloren, aber bei der Armee ging das später eigentlich weiter.



Nach der Wende war ich erschrocken was da im Osten passierte und ich konnte mir das nicht erklären. Der kolumbianischen Arzt den ich angesprochen habe erzählte mir vor einiger Zeit von seinem aus Angst abgebrochenen Vohaben im Osten eine Allgemeinarztpaxis zu übernehmen wegen der vielen Neonazis und der Sorge um seine Kinder.
Der war übrigens nie in der DDR.


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zuletzt bearbeitet 29.09.2014 19:40 | nach oben springen

#125

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 30.09.2014 10:38
von josy95 | 4.915 Beiträge

[quote=schnatterinchen|p391421

Nach der Wende war ich erschrocken was da im Osten passierte und ich konnte mir das nicht erklären. Der kolumbianischen Arzt den ich angesprochen habe erzählte mir vor einiger Zeit von seinem aus Angst abgebrochenen Vohaben im Osten eine Allgemeinarztpaxis zu übernehmen wegen der vielen Neonazis und der Sorge um seine Kinder.
Der war übrigens nie in der DDR.
[/quote]


(rot mark)

...ja, ja. Der wilde Osten!

Neonaziverseucht, schlecht erzogen...und was berichtet die entweder vornehmlich aus den alten Bundesländern stammende oder alterstechnisch einfach viel zu junge (weil unerfahrene) Journallie sonst noch aus dem wilden, undankbaren Osten?

Alles, was so wunderschön ins Klisché passt, von anderen (echten und real vorhandenen) Problemen exellent ablenkt und eine gewisse Leserschaft, Zuhörerschaft einfach "bei Laune" hält...

Und gleich noch eins für die Erbsenzähler: Damit wird nicht bestritten, das es solche Fälle gibt. Aber nicht nur in den neuen Bundesländern, im Osten..., o. k. ?

josy95


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#126

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 30.09.2014 16:32
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #125
[quote=schnatterinchen|p391421

Nach der Wende war ich erschrocken was da im Osten passierte und ich konnte mir das nicht erklären. Der kolumbianischen Arzt den ich angesprochen habe erzählte mir vor einiger Zeit von seinem aus Angst abgebrochenen Vohaben im Osten eine Allgemeinarztpaxis zu übernehmen wegen der vielen Neonazis und der Sorge um seine Kinder.
Der war übrigens nie in der DDR.




(rot mark)

...ja, ja. Der wilde Osten!

Neonaziverseucht, schlecht erzogen...und was berichtet die entweder vornehmlich aus den alten Bundesländern stammende oder alterstechnisch einfach viel zu junge (weil unerfahrene) Journallie sonst noch aus dem wilden, undankbaren Osten?

Alles, was so wunderschön ins Klisché passt, von anderen (echten und real vorhandenen) Problemen exellent ablenkt und eine gewisse Leserschaft, Zuhörerschaft einfach "bei Laune" hält...

Und gleich noch eins für die Erbsenzähler: Damit wird nicht bestritten, das es solche Fälle gibt. Aber nicht nur in den neuen Bundesländern, im Osten..., o. k. ?

josy95[/quote]


Die braunen Rattenfänger kamen aus dem Westen. Die jugendlichen Glatzen im Osten waren arbeits- und orientierungslose Jugendliche. Und der staat hat weg geschaut, weil es den Bonzen lieber war, wenn Rechtsextreme ausländer terrorisierten, als wenn Linksextreme unter Führung ehemaliger Funktionäre gegen Bonzen, Treuhand und Wessis rebelliert hätten.



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#127

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 30.09.2014 20:02
von schnatterinchen (gelöscht)
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Man wird sich doch noch wundern dürfen, warum aus Thälmann-Pionieren und FDJlern , randalierende und brandschatzende Irre werden und deren Kinder mordend durch Deutschland ziehen.


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#128

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 30.09.2014 23:35
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #127
Man wird sich doch noch wundern dürfen, warum aus Thälmann-Pionieren und FDJlern , randalierende und brandschatzende Irre werden und deren Kinder mordend durch Deutschland ziehen.




...und jetzt frage ich DICH, @schnatterinchen mal ganz direkt nach dem Model @Alfred :

Hast Du konkrtete Zahlen, Quellen, wieviel der ehem. Mitglieder von DDR- Jungpionieren, späteren Thälmannpionieren und (noch) späteren FDJ- lern konkrtet und real zu diesem braunen Klientel dazugezählt werden können?

(Gegen-) Frage an die Allgemeinheit:

Wer hat konkrtete Zahlen, wieviel junge Altbundis aus begüterten oder den s. g. "guten" Elternhäusern abstammten und der linksradikalen Front der Weltverbesserer, der 68-er- Revoluzzergeneration oder gar der linksradikalen und terroristischen RAF- Fraktion einschl. ihrer Symphatisanten angehörten?

Wäre m. Ea. mal die gegenpolarisierende, aber doch irgendwie interessante Frage nach 25 Jahre Wende und zu dieser einfach nur ekelhaften und uralten Ost- West- Polemik...., dieser ewigen Schei*hausparole...sorry!

Leider gibt es den Kotz- Smily nicht mehr..., neben (wir) dafür Diesen, o. k. ?

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zuletzt bearbeitet 30.09.2014 23:36 | nach oben springen

#129

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 30.09.2014 23:42
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #127
Man wird sich doch noch wundern dürfen, warum aus Thälmann-Pionieren und FDJlern , randalierende und brandschatzende Irre werden und deren Kinder mordend durch Deutschland ziehen.



Beschäftige Dich doch mal mit den Zuständen in der Weimarer Republik ,- dann wirst Du Antworten erhalten !

Es ist piepegal ,- ob einer FDJ-ler war und ein mit Silberlöffelchen aufgewachsenes Kindchen reicher Eltern !

Die Umwelt formt den Menschen ,- und in Krisenzeiten sind die Werte der früheren Erziehungen schon immer weniger Wert als die neu entstandene Einsicht in Notwendigkeiten ...........


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#130

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 30.09.2014 23:45
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat
in Krisenzeiten sind die Werte der früheren Erziehungen schon immer weniger Wert als die neu entstandene Einsicht in Notwendigkeiten


Mit der Wende gab es also eine Notwendigkeit für Rechtsextremismus in Ostdeutschland?


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#131

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 30.09.2014 23:52
von Ostlandritter | 2.453 Beiträge

Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #130

Zitat
in Krisenzeiten sind die Werte der früheren Erziehungen schon immer weniger Wert als die neu entstandene Einsicht in Notwendigkeiten

Mit der Wende gab es also eine Notwendigkeit für Rechtsextremismus in Ostdeutschland?



Nein,- mit der Wende erlebte die DDR-Jugend eine ideologische Krise ( meine Tochter übrigens auch ),-
und die Erkenntnis,- das alte, anerzogene Werte nichts mehr wert sind,- bewirkt normalerweise ein Umdenken !

Das Umdenken äüßert sich in vielfältigen Ergebnissen:
Die einen werde Rechte ,_
nochvielmehr werden Linke ( mein Auto hat aber noch nicht gebrannt ),-
wieder Andere finden zu Religionen u.s.w.

Nur weil sich die gutmenschlichen Medien verschärft auf ein paar DDR-Rechte stürzen ,-
dürfen wir doch nicht vergessen ,- daß sich die Mehrheit der Rechten aus bundesdeutschen Kontingenten rekrutiert ,-
die Verweise auf eine ostdeutsche braune Szene stinkt verdammt nach : Haltet den Dieb.....


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#132

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 30.09.2014 23:52
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Ostlandritter im Beitrag #129
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #127
Man wird sich doch noch wundern dürfen, warum aus Thälmann-Pionieren und FDJlern , randalierende und brandschatzende Irre werden und deren Kinder mordend durch Deutschland ziehen.



Beschäftige Dich doch mal mit den Zuständen in der Weimarer Republik ,- dann wirst Du Antworten erhalten !

Es ist piepegal ,- ob einer FDJ-ler war und ein mit Silberlöffelchen aufgewachsenes Kindchen reicher Eltern !

Die Umwelt formt den Menschen ,- und in Krisenzeiten sind die Werte der früheren Erziehungen schon immer weniger Wert als die neu entstandene Einsicht in Notwendigkeiten ...........




...dazu kommt die generationstechnische Problematik einer Art pubertierender Opposition gegen das Elternhaus, gegen Dies, Das, Jenes, oft Alles, vor allem gegen die althergebrahten Lebensgewohnheiten, die oft und leichtfertig als spießig bezichtigten Ideale der Vorgängergenerationen.
Dazu die nicht zu leugnende jugendliche Abenteuerlust, der Drang nach Selbstbestätigung, die in jedem von uns in diesem Alter innegewohnt hat.

Krasse Beispiele zeigen dies ja heute auf ganz besonders erschreckende Art und Weise auf: Die oft leichte Rekrutierung von Hosenschei*ern und -schei*erinnen zu Selbstmordattentätern, Dschiadisten und sonstigem Terrorvolk...

josy95


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#133

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 01.10.2014 00:14
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von josy95 im Beitrag #125



Die braunen Rattenfänger kamen aus dem Westen. Die jugendlichen Glatzen im Osten waren arbeits- und orientierungslose Jugendliche. Und der staat hat weg geschaut, weil es den Bonzen lieber war, wenn Rechtsextreme ausländer terrorisierten, als wenn Linksextreme unter Führung ehemaliger Funktionäre gegen Bonzen, Treuhand und Wessis rebelliert hätten.



Na Moment, die Glatzen gab es schon vor den Rattenfängern aus dem Westen. Bevor Kühnen und Co. hier regionale und überregionale Strukturen schaffen konnten, war die Masse der Kahlköpfe schon da. Soviel "Überzeugungsarbeit" mussten die Rattenfänger nicht mehr leisten.

Und es ist durchaus interessant wie in einem antifaschistischen Staat so viele junge Leute dem rechten Gedankengut folgten. Da wird auch ein großes Stück Protest gegen den Staat DDR dabei gewesen sein. Da hat Schnattchen schon recht, es lag auch an der Erziehung zum Antifaschisten. Das war vielen zuviel, zuviel gegen etwas, zuviel Kommunismus, zuviel Gängelungen die bei der Entwicklung einer Jugendkultur zu wider liefen und und und.

Es waren eben nicht die Rattenfänger die eine Nazikultur hier etablierten, die war schon da. Kühnen und Co. mussten nur noch strategische Aufbauhilfe leisten.

Sad but true!


zuletzt bearbeitet 01.10.2014 00:18 | nach oben springen

#134

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 01.10.2014 00:25
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von g.s.26 im Beitrag #133
...
Sad but true!


Yau! (ironisch gemeint)

Und nun rate mal, wieviele Sargträger von Rainer Sonntag bis '89 Mitglieder der FDJ waren. Irgendwie streiten hier (ich schließe mich da mal mit ein) die Blinden über die Farbe der Sonne in diesem Thread.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#135

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 01.10.2014 00:35
von Gelöschtes Mitglied
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Da ich die Sargträger nicht kenne, kannst du nicht wirklich eine ernsthafte Antwort erwarten.

Ich kann nur für mein Umfeld (Wohumfeld zu der Zeit) sprechen. Und da war es so, wie ich geschrieben habe.


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#136

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 01.10.2014 00:41
von 94 | 10.792 Beiträge

Deswegen sollste ja raten. Die 'Fakten' suchmaschinen dann schon Andere (ich halt mich da mal halbwissend raus) zusamm ... Gute Nacht!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#137

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 01.10.2014 00:45
von Gelöschtes Mitglied
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Raten hilft da nicht, es werden sicher auch Sargträger aus den alten Ländern dabei gewesen sein.

Von den Sachsen die am Tag der Beerdigung dabei waren: Wie hoch war der Prozentsatz der Ostdeutschen die nicht in der FDJ waren? So in etwa wird auch die Trauergesellschaft aufzuteilen sein.

Edit: Die Westler mal abgezogen.


zuletzt bearbeitet 01.10.2014 00:46 | nach oben springen

#138

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 01.10.2014 00:51
von Gelöschtes Mitglied
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Und welche Anzahl der Sargträger hatte einen dt. Schäferhund?


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#139

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 01.10.2014 06:49
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von g.s.26 im Beitrag #133
Zitat von josy95 im Beitrag #125



Die braunen Rattenfänger kamen aus dem Westen. Die jugendlichen Glatzen im Osten waren arbeits- und orientierungslose Jugendliche. Und der staat hat weg geschaut, weil es den Bonzen lieber war, wenn Rechtsextreme ausländer terrorisierten, als wenn Linksextreme unter Führung ehemaliger Funktionäre gegen Bonzen, Treuhand und Wessis rebelliert hätten.



Na Moment, die Glatzen gab es schon vor den Rattenfängern aus dem Westen. Bevor Kühnen und Co. hier regionale und überregionale Strukturen schaffen konnten, war die Masse der Kahlköpfe schon da. Soviel "Überzeugungsarbeit" mussten die Rattenfänger nicht mehr leisten.

Und es ist durchaus interessant wie in einem antifaschistischen Staat so viele junge Leute dem rechten Gedankengut folgten. Da wird auch ein großes Stück Protest gegen den Staat DDR dabei gewesen sein. Da hat Schnattchen schon recht, es lag auch an der Erziehung zum Antifaschisten. Das war vielen zuviel, zuviel gegen etwas, zuviel Kommunismus, zuviel Gängelungen die bei der Entwicklung einer Jugendkultur zu wider liefen und und und.

Es waren eben nicht die Rattenfänger die eine Nazikultur hier etablierten, die war schon da. Kühnen und Co. mussten nur noch strategische Aufbauhilfe leisten.

Sad but true!



...hoppla, @g.s.26 , die von Dir zitierte Passage ("Die braunen Rattenfänger....") stammt nicht von mir und nicht aus menem Beitrag #125!

Sie stammt aus Beitrag #126 von @StabsfeldKoenig.

Ich bitte darum, wenn ich zitiert werde, dies besonders bei Auszügen aus Zitaten auch so zu tun, das Verwechslungen ausgeschlossen sind und stelle dies bitte selbst richtig!

Danke schon im Voraus.

josy95


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#140

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 01.10.2014 09:13
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen , Gemeinde,….
Nun bin ich ja dem Peter noch eine Antwort schuldig – schließlich hatte ich ihn „angespitzt“. Also:
Peter, nach deiner #124 kann ich deine Argumentationskette (Sch..ßwort) nachvollziehen, weiß, wo Du hin willst. Danke.
Ich sehe das ganze Problem übrigens ähnlich wie der Josy. Selbstverständlich – es hat zu Wendezeiten nicht plötzlich einen Knall gegeben und viele Rechte tauchten plötzlich auf. Währ ja auch ein mittelschweres Wunder.
Zwei Dinge sollte man aber dabei beachten: Es ist wohl eine typische Jugenderscheinung, in einem bestimmten Alter erst mal auf „ gegen die Alten –und gegen ihre „Werte“ zu sein. Manchmal auch die Ansichten der Alten einfach umzukehren, bis ins Extrem. In der jeweiligen Klicke war man dann (vielleicht) der Größte – na oder auch nicht. Also- wie viel ist da politische Überzeugung und was ist nur pubertärer Protest? Allgemeinrezept zum beatworten der Frage gibt’s nicht.
Die andere Seite: Definitiv - in den 80 gern hatten wir „plötzlich“ einige Gruppen von Glatzen. Unterschiedlichster Couleur, vom Redskin über was weiß ich noch, Hools, sonst was. Und die sind bei uns groß geworden. Wobei die keineswegs alle in einen Topf gehören. Ein Teil davon – Kriminell. Eindeutig. Dazu zähle ich auch dein Beispiel. Und auch definitiv- wir (in diesem Fall-meine Berufsgruppe) haben was dagegen gemacht. Kannste glauben (Leichte Anspielung auf deinen Skip)
Na ja – Thälmannpioniere und FDJ-ler wurden plötzlich … usw. nicht wörtlich von dir zitiert.
Hm. Also, eine bekannte FDJ lerin, die sogar die gleiche Funktion in der FDJ hatte wie ich (eine Zeit lang) haben wir heute als Bundeskanzlerin. Man verändert sich also- und – Pionierorganisation und FDJ als das absolut wirksame Indoktrinationsmittel hinzustellen, ist wohl Käse. (Ne –das hast Du auch nie behauptet)
Fazit : Die Köpfe von Menschen sind nur außen einfach zu beurteilen. Innen nicht.
Soweit mal.
73 Hans


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