#101

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 19:12
von schnatterinchen (gelöscht)
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Antifaschismus und Völkerverständigung gehörten zum ständigen Propagandarepertoire der DDR und Faschismus geht einträchtig mit Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit einher und war offiziell in der DDR nicht vorhanden. In der Realität sah das jedoch ganz anders aus.
Trotz oder wegen des angeblichen "Erfolgsmodels"


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#102

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 19:19
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #101
Antifaschismus und Völkerverständigung gehörten zum ständigen Propagandarepertoire der DDR und Faschismus geht einträchtig mit Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit einher und war offiziell in der DDR nicht vorhanden. In der Realität sah das jedoch ganz anders aus.
Trotz oder wegen des angeblichen "Erfolgsmodels"



Das der Antifaschismus in der DDR politisch eingefärbt ist, ich glaub, da sind wir uns einig. Allerdings haben sie versucht, die Leute durch ständige Erinnerung und bewußtes Hinlenken, zu Antifaschisten zu erziehen. Und genau das kommt in unserem jetzigen System irgendwie zu kurz.


Intellektuelle spielen Telecaster
Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#103

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 19:23
von Uffz.JoMu (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #99
....nee nee Hans,

wo konnten denn DDR Bürger Menschen anderer Rassen und Religionen kennenlernen? Wo haben denn Ausländer in der DDR gewohnt?
Wie konnte Toleranz gegenüber anderen Menschen geübt werden? Fidschi, Cuppi und Kanacke waren doch geläufige Begriffe,kannte doch jeder DDRler.
Der Antifaschismus wurde mir zum Beispiel teilnahmslos eingetrichtert und mich wundert es heute keinen Deut , das sich heute zutage im Osten Deutschlands sich die Nazis auf die Füße steigen. Meiner Meinung nach ein Ergebniss des vermeintlichen DDR "Erfolgsmodel".
Stefan Wolle hat sich auch damit eingehend beschäftigt und ist als Lektüre für alle DDR Fans zu empfehlen.
Ein guter Bekannter von mir ist Allgemeinarzt , verheiratet , zwei Kinder würde gerne in Sachsen oder Thüringen eine Praxis übernehmen.
Er wagt es nicht , weil er Kolumbianer ist.Der hat Angst.Den seine Ansicht solltest Du mal hören.


ja heute hat er Angst warum wohl, früher hätte es keiner gewagt ihn zu bedrohen.


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#104

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 28.09.2014 20:38
von Freienhagener | 3.862 Beiträge

Solange wenige eifrige Auszubildende aus verschiedenen Ländern und intellektuelle chilenische Flüchtlinge in die DDR kamen, gab es praktisch kein Ausländerproblem - im Gegenteil. Die Leute waren sichtlich dankbar, hier sein zu dürfen.
Die Leute waren unproblematisch.
Für die DDR-Bürger sahen die Ausländer anders aus, redeten auch anders, hatten sich aber ansonsten wie DDR-Bürger zu benehmen. Parallelgesellschaften und fremde Sitten waren unbekannt und konnten so auch nicht stören.

Probleme gab es erst mit massenhaften Gastarbeitern. Dabei lag die "Schuld" nicht nur an den deutschen Nachbarn. Unterbringung in Internaten und Konsumgüterbedarf in der Mangelwirtschaft waren aber deutsche Systemfehler.

Mit Faschismus hat das ursächlich nichts zu tun. Der bot nur wohlfeile Erklärungen an den tatsächlichen Ursachen vorbei.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 28.09.2014 20:46 | nach oben springen

#105

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 00:33
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #80
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #72
Zitat von Schakal im Beitrag #71
Es war ja nie die Rede davon, dass unsere Großväter oder Urgroßväter in den Krieg zogen.
Nein, wer da Krieg führte, das waren die bösen deutschen Faschisten.
Bei der Behandlung des WK II im DDR-Geschichtsunterricht, gings auch größtenteils um die ruhmreiche Rote Armee und ihre Befreiungsaktionen.
Die anderen (westlichen) Alliierten wurden nach meiner Erinnerung kaum oder garnicht erwähnt. Das waren ja schließlich die neuen Imperialisten.
Stalin wurde auch möglichst nur ganz kurz erwähnt, wenn gerade keiner richtig hinhörte.
Ich schätze das Bildungssystem der DDR sehr, aber im Geschichts- und auch Stabüunterricht haben sie versucht uns für blöd zu verkaufen. Zum Glück gab`s ja das Westfernsehen mit seinem Bildungsauftrag!


Besorg Dir mal die Lehrbücher für den Geschichtsuntericht in der DDR. Die Rolle der Westalliierten wurde durchaus erwähnt. Selbst wenn die rolle der Sowjetunion möglicherweise überhöht dargestellt wurde, sie trug dennoch die Hauptlast im II. WK. Die Rolle der Deutschen wurde durchaus auch behandelt, der Roman "Werner Holt" von Dieter Noll war Pflichtliteratur in der 9. oder 10. Klasse. Auch der Roman "Die Stunde der toten Augen" von Harry Thürk beschreibt den II. WK aus deutscher Sicht. Man brauchte nicht zwingend das Westfernsehen, um zu wissen, was die Eltern oder Großeltern getan haben (könnten), obwohl Kriegserlebnisse durchaus auch Gesprächsthemen bei Familienfeiern waren.


@StabsfeldKoenig ,

dann werde bitte mal konkreter, was auch DEINE Eltern, besser vermutlich GROSSELTERN zur Zeit des 3. Reiches getan oder nicht getan haben.

Alles andere ist verallgemeinernde Polemiseierung, Herbeireden und offenen Bekundung einer Kollektivschuld einer Effizienzklasse A++++

Und: total fehl am Platze, da ohne Sachargumente!

josy95





Meine Eltern waren damals Kinder, meine Großväter kleine Mitläufer (einer von seinem Chef zwangseingetreten in die NSDAP), meine Großmütter unpolitische Hausfrauen. Also die typische Durchschnittsfamilie.



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#106

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 05:20
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #101
Antifaschismus und Völkerverständigung gehörten zum ständigen Propagandarepertoire der DDR und Faschismus geht einträchtig mit Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit einher und war offiziell in der DDR nicht vorhanden. In der Realität sah das jedoch ganz anders aus.
Trotz oder wegen des angeblichen "Erfolgsmodels"



Beispiele,bitte.

seaman


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#107

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 07:11
von schnatterinchen (gelöscht)
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Stefan Bollinger :

"Was der DDR fehlte, war die differenzierte, bis in die Familien hineingetragene Auseinandersetzung mit dem Faschismus und seiner Massenpsychologie und mit seinen integrativ-korrumpierenden Aspekten. Daran scheiterte das Land der »historischen Sieger« mit seinen zu oft ritualisierten Ehrungen. "


.....und das war das Resultat!


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#108

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 07:42
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Uffz.JoMu im Beitrag #103

ja heute hat er Angst warum wohl, früher hätte es keiner gewagt ihn zu bedrohen.




...du solltest dir mal das DDR Fänchen vom Gesicht nehmen, dann sieht man mehr.


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#109

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 07:48
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Da meine Eltern eigentlich von der einen sehr schlimmen zur anderen nicht so schlimmen Diktatur überwechselten gab es Daheim nicht so die konsequente antifaschistische Erziehung, sie waren halt einfach diktaturerprobt und passten sich dementsprechend an, vom Krieg waren meine Eltern, besonders mein Vater gezeichnet, wenn ich als Bub mit einem Holzgewehr rumrannte gab es jedenfalls ein Paar vom ihm hinter die Ohren.
In der Schule begann natürlich die gute Zeitrechnung nach 1949, die wenigen guten vorher waren alle im KZ und die anderen halt "die Faschisten" die sich natürlich alle auch noch in der BRD tummelten denn die musste ja genau so schlecht sein wie das ganz schlimme.
In der DDR war die faschistische Ideologie natürlich 1945 von den Leuten abgefallen weil die nun mit glühenden Herzen den Sozialismus aufbauten, zu hassen hatte man trotzdem, halt die imaginären weiter westlich existierenden Faschisten und den kapitalistischen Imperialismus, war ja dasselbe wie es vermittelt wurde.
Ja, schön eingeteilt in gut und böse war die Welt, da war alles klar, schwarz und weiß grau gab es nicht.
Wir hätten mal lieber als Kinder humanistische und demokratische Werte vermittelt bekommen sollen, der Spaghat ging aber wohl in einem ebenfalls grunddiktatorisch aufgebautem System nicht, dann hätte sich wohl der Ausländerhass nach der Wende nicht so die Bahn gebrochen.
Leute hauptsächlich zum Hassen zu erziehen ist nie gut, kann schnell in jede Richtung schwenken.
Für mich auch noch bezeichnend das ich an einen "antifaschistischen Schutzwall" gestellt wurde, beim Durchdenken meiner tatsächlichen Schutzaufgabe hätte die DDR ja eigentlich voll von Faschisten sein müssen, auch so eine damalige weltfremde Selbstverarschung.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.09.2014 11:41 | nach oben springen

#110

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 09:53
von Uffz.JoMu (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #108
Zitat von Uffz.JoMu im Beitrag #103

ja heute hat er Angst warum wohl, früher hätte es keiner gewagt ihn zu bedrohen.




...du solltest dir mal das DDR Fänchen vom Gesicht nehmen, dann sieht man mehr.


Du meinst Fähnchen?


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#111

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 10:25
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde.....
Peter, ich hab mich ja bemüht, deine Argumentation nachzuvollziehen.
Kann ich nicht.
Nur mal als Beispiel : Fidschi - wer hat den Begriff geprägt ? Die pööööse DDR ? Oder doch jemand anderes ? Wo wohnten /waren untergebracht ? - Also während meiner Lehrzeit bei UT Erfurt - Im gleichen Wohnheim, wie die auswärtigen Lehrlinge. Kennenlernen - Man hat miteinander gelernt /gearbeitet- hat man sich da nicht kennengelernt ? (Ferien waren übrigens auch miteinander - Usedom )
Du sagtst, man soll das DDR-Fähnchen vom Gesicht nehmen ? Bitte, aber - deine" prinzipiell -negativ - Darstellung "- ist die anders?
Lästerhaft gesagt - die Verflossene war mehr als deine "Kuhpläkenperspektive". - Da Du dich In Erfurt rumgetrieben hast, weist Du ja sicher, für was der gemeine Thüringer dieses Wort gebraucht.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#112

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 11:34
von schnatterinchen (gelöscht)
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Du hast mich leider nicht verstanden. Es geht mir nicht darum alles in der DDR negativ zu bewerten.
Den Austausch so wie von Dir beschrieben kenne ich nicht. Ich habe Vietnamesen im Kalischacht Roßleben und bei DKK Scharfenstein erlebt, die blieben weitestgehend unter sich und das war auch so gewünscht.
Der Begriff Fidschi wurde von DDR Bürgern "erfunden" , trotz der permanenten Propaganda von internationaler Solidarität und Kampf gegen Rassendiskriminierung usw.
Es fanden Verfolgungsjagten von DDR Jugendlichen auf Afrikaner immer wieder statt.
In Halle wurde einer von einer Brücke aus in die Saale geschmissen und anschließend mit Gewegplatten beworfen oder im Erzgebirge nach einer Tanzveranstaltung wurden Lybier von einer Horde zum Bahnhof getrieben und dort verdroschen. Angeblich wegen unbotmäßigem Verhalten gegenüber deutscher Frauen. Unter diesem Vorwand hat schon damals manch Rechter sein mütchen gekühlt.


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#113

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 11:38
von damals wars | 12.174 Beiträge

wenn man bedenkt, wie viele Millionen der Aufbau einer faschistischen Infrastruktur im Osten gekostet hat, dann kann die antifaschistische Erziehung so schlecht nicht gewesen sein.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#114

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 11:48
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #112
....... oder im Erzgebirge nach einer Tanzveranstaltung wurden Lybier von einer Horde zum Bahnhof getrieben und dort verdroschen.


Meinst Du Libyer?

seaman


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#115

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 11:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von damals wars im Beitrag #113
wenn man bedenkt, wie viele Millionen der Aufbau einer faschistischen Infrastruktur im Osten gekostet hat, dann kann die antifaschistische Erziehung so schlecht nicht gewesen sein.


Kannst Du diese wirren Gedankengänge auch erläutern?


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#116

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 12:10
von Hapedi | 1.881 Beiträge

Zitat von Sicherheitsrisiko im Beitrag #115
Zitat von damals wars im Beitrag #113
wenn man bedenkt, wie viele Millionen der Aufbau einer faschistischen Infrastruktur im Osten gekostet hat, dann kann die antifaschistische Erziehung so schlecht nicht gewesen sein.


Kannst Du diese wirren Gedankengänge auch erläutern?




ich denke auch , das hat keiner so richtig verstanden

gruß Hapedi



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#117

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 12:16
von damals wars | 12.174 Beiträge

Nur, weil man,hier im Forum schon erläuterte Gedankengänge nicht versteht, müssen die nicht wirr sein.
Was kostet so ein Nazi:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tino_Brandt

In der gesamten Zeit kassierte Brandt für seine Mitarbeit über 200.000 DM, das heißt wöchentlich etwa 800 DM Honorar.
Und das war nur das, was er vom Thüringer VS bekam!
Wieviel das Bundesamt investierte, wer weiß da schon?

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ns...s-a-993551.html


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#118

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 12:28
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #111
Morgen, Gemeinde.....
Peter, ich hab mich ja bemüht, deine Argumentation nachzuvollziehen.
Kann ich nicht.
Nur mal als Beispiel : Fidschi - wer hat den Begriff geprägt ? Die pööööse DDR ? Oder doch jemand anderes ? Wo wohnten /waren untergebracht ? - Also während meiner Lehrzeit bei UT Erfurt - Im gleichen Wohnheim, wie die auswärtigen Lehrlinge. Kennenlernen - Man hat miteinander gelernt /gearbeitet- hat man sich da nicht kennengelernt ? (Ferien waren übrigens auch miteinander - Usedom )
Du sagtst, man soll das DDR-Fähnchen vom Gesicht nehmen ? Bitte, aber - deine" prinzipiell -negativ - Darstellung "- ist die anders?
Lästerhaft gesagt - die Verflossene war mehr als deine "Kuhpläkenperspektive". - Da Du dich In Erfurt rumgetrieben hast, weist Du ja sicher, für was der gemeine Thüringer dieses Wort gebraucht.
73 Hans



@Hans und Gemeinde),

hab mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelsen, aber ich für meine Person und mein Elternhaus denke schon mal, real- antifaschistisch erzogen wurden zu sein. Vom Grundsatz her, nicht rein antifaschistisch, eher antidiktatorisch!
Was besonders auch die als Diktatur des Proletariats getarnte erzstalinistische Diktatur á la ihrer Vorreiter, der Mordbuben Pieck, Grothewohl, Ulbricht, Honnecker & Co anbelangt.
Mein Großvater hat während de Nazizeit zwi KPD- Mitgliede und einen jüdischen Mitbürgeri in seinem kleinen Unternehmen mit viel Trick und Erfindereichtum beschäftigt, um sie auch vor Haft, KZ und Tod zu bewahren. Der alte Herr wurde mehrfach von der Gestapo vorgeladen,verhört, was er sich als Volksdeutscher dabei denkt..., das Ergebnis dieser Vernehmungen kannte vorher auch niemand.... und es war immer die bange Frage, ob er von diesen Verhöhren zurückkommt...

Einer dieser von meinem Großvater mehr oder weniger geretteten KPD- Mitglieder stieg dann schnell in Amt und Würden auf, nachdem die Russen diesen Teil des Harzes als ihre Besatzungszone ab Juni 1945 von den Amis übernommen hatten. Er war weder charackterlich noch geistig dazu in der Lage - aber soche skrupellosen Leute brauchten ja gerade diese Leute um Ulbricht, Pieck und Grothewohl zur Intallation ihres Stalinismus. Und dieser Mensch, in Ilsenburg nur mit dem bezeichnenden Spitznahmen "Kackmänne" benannt, machte meinem Großvater das Leben fortan schwer, weil der sich nicht für den Eintritt in die SED ab 1946 bequatschen ließ. Hier wollte man ihn vermutlich unter Kontrolle haben, denn er, mein Großvater wußte vom besagten Kackmänne zu viel. U. a., das der einige seiner damaligen KPD- Genossen bei der Gestapo verpfiffen hatte...
Darum mußte mein Großvater im November 1953, in der letzten Nacht vor seiner Entlassung nach einem Routineeingriff (Nierensteine) aus dem Krankenhaus Wernigerode auch sterben, oder besser gesagt, unter misteriösen (ungeklärten) Umständen aus dem Bett fallen und sich dabei tödliche Kopfverletzungen zuziehen...

Bis heute ist über unsere gesamte Familie auch nicht eine Unterlage des ehem. MfS auffindbar. Warum wohl?

So viel zu meiner, oder besser gesagt zu der antifaschistischen Erziehung, wie ich sie empfunden habe. Nämlich eher als, wie Eingangs schon erwähnt, eine antidiktatorische Erzieung.

Und was den Umgang mit ausländischen Mitbürgern anbelangt?

Ich denke mal, hier gab es sowohl von Elternhaus als auch (DDR-) Gesellschaft eine ganz reale und nüchterne Erziehung.
Grundsatz, es sind Menschen, so wie du und ich, wir alle und die haben genauso ein Recht wie alle Anderen, in dieser Würde auch als Mensch behandelt zu werden.

Aber auch, und das ertrachte ich für sehr ichtig, das es Regeln gab und gibt.
Und das für alle selbstverständlich!

Für uns als Gastgeber, aber auch für die Gäste!
Und wenn ich mich irgendwo als Gast aufhalte, dann muß ich mich auch als solcher bewegen und mich den Gewohnheiten, Befindlichkeiten meines Gastgebers anpassen. Dann toleriert dieser mit Sicherheit auch bestimmte Dinge wie andere Lebensgewohnheiten, Relegion in einem für alle vertetbarem Maße. Im Umkehrschluß einfach so, wie es von mir als Gast auch erwartet wird, wie ich es erwarten kann.
Und nix anderes.

Und nix mit Multi- Kulti, Übertoleranz und Erbsenzählerei dieser minderheitlichen aber lautstarken Gutmenschenfraktion, die uns stets und ständig ein kollektives Schlechtgewissen einzureden versuchen, die unser Selbstwertgefühl, unser bischen noch vorhandenen Nationalstolz gen Null zerreden wollen.

Und wenn dann bitte mal so ein nicht gerade schöner Begriff wie Fidschioder vielleicht auch Bimbo gefallen ist..., mein Gott! Wer kennt es nicht, schon zu DDR- Zeiten..., wie oft mußten (müssen) wir uns schon bei lapidaren Streiterein als Faschisten, Nazis oder was auch immer beschimpfen lassen...? Meißt ging es ja um Mädchen, Frauen. Wo viele ausländische Mibürger dachten und denkem, unsere jungen Damen sind eine Art Freiwild während sie z. Bsp. für sich das uneingeschränkte Recht beanspruchen, in ihren Herkunftsländern ihre jungen Damen und Frauen nur unter Vollverschleierung auf die Straße zu lassn. Dieses Recht vehement für sich auch hier bei uns beanspruchen wollen. Oder wie jüngst, als sebsternannte Scharia- Polizei mehr als dreist in Erscheinung treten. Oder ist das etwa alles Erfndung einer *ild- Zeitung oder anderer entsprechender Medien???

Genauso, diese Typen, die dem internationalen Terrorismus frönen, für Terrorkampf fast unbehelligt aus- und wieder einreisen. Oder die s. g. Hassprediger. Raus hier oder ab den Schacht - und das auf Dauer!
Und da, wo zur Gewalt gegen andere und selbst gegen uns als Gastgeber und Finanzierer (man muß sich das echt mal auf der Zunge zergehen lassen!) aufgerufen wird, diese Einrichtungen schließen, und zwar sofort! Und nix mit Gelabere, geschwafele....!

Wir hatten zu DDR- Zeiten öft und am Wochenende einen Arbeitskollegen meines Vaters aus Mosambique zu Gast, der machte in dem ehem. VEB- Ysatfabrik Wernigerode (Arzeneimittel) über zwei Jahre eine Art Praktikum. Während meiner Lehre 1976- 1978 im ehem. DR- RAW Halberstadt waren zwei Lehrlinge aus Bolivien. Auch die waren öfter am Wochenende bei mir und wir haben gemeinsam etwas unternommen.

Probleme, Intolreranz? Mit wem? Warum? Durch wen, bitte?

Klar hat die eine oder andere alte Oma etwas verwundert geschaut, wenn man mit Menschen etwas anderer Hautfarbe und etwas anderen Aussehenshier durch die kleine Provinzstadt ging.

Intoleranz ja, heute erst recht! Gegen Mißbrauch unserer Gastfreundschaft, gegen Übertoleranz und eine Art wiederärtiges Gutmenschentum!
Zum Schutze und in Solidarität mit denen, die Schutz und Hilfe wirklich brauchen!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
thomas 48, Hans und Elch78 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.09.2014 12:34 | nach oben springen

#119

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 12:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von damals wars im Beitrag #113
wenn man bedenkt, wie viele Millionen der Aufbau einer faschistischen Infrastruktur im Osten gekostet hat, dann kann die antifaschistische Erziehung so schlecht nicht gewesen sein.


Geworben wurde er ja erst nachdem er bereits bestens in der Szene verknüpft war, was war die antifaschistische Erziehung in dem Fall also wert?

Das in der Szene mit Geld für Informationen gezahlt wird sollte logisch sein, auf Basis einer politischen Überzeugung wird es schlecht gehen denn dann wären die Personen ja nicht in dieser Szene. Es wird also abgewogen ob der Gewinn durch die Informationen über dem möglichen Schaden durch die Geldmittel steht, dass wird hier wohl der Fall gewesen sein.

Daraus den Aufbau einer faschistischen Infrastruktur abzuleiten erfordert schon eine Menge böswilliger Phantasie.


zuletzt bearbeitet 29.09.2014 12:39 | nach oben springen

#120

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 29.09.2014 13:47
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde,… Hi, Josy

Siehst Du, das ist das, was ich mit Nachvollziehen meine. Also –dein Standpunkt wird durch die vorangegangene „Geschichte“ (im doppelten Sinne) verstehbar, nachvollziehbar. Nun muss und soll ja nicht jeder seine Familiengeschichte ausbreiten, warum auch, aber so wirkt`s doch ganz anders.
Übrigens ist meine Familiengeschichte auch recht bunt, von der Oma in der Arbeiterfrauenrechtsbewegung bis zum stramm rechten Schneider und bedingungslosen Adenauerfan war da alles vertreten. Kirche und Kommunismus kam auch vor, war auch vertreten. Wenn man so will, die typische Familienzusammensetzung in Thüringen damals. Allerdings – in einem waren sich alle einig – Faschismus, oder genauer gesagt Nationalsozialismus –NE.
Ich nehm mal an, dass dieses ein wesentlicher Teil meiner „Prägung“ war.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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