#21

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 11:18
von SEG15D | 1.121 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #19
Es soll wohl nicht wenige gegeben haben, die hatten die Schnauze voll von der Zeit 1933 - 45.
Ob man die alle als Wendhälse bezeichnen kann ?
Ich sehe dies etwas anders. Da kam die Einsicht, dass man einer falschen Sache gedient hat.



Siehst Du Alfred, diese gab es mit Sicherheit.
Allerdings spreche ich im konkreten Fall bewußt von Wendehälsen und Opportunisten.
Man könnte bei diesen Typen auch von einer gewissen "Bauernschläue" reden. Diese Menschen haben während
der NS-Zeit und danach stets verstanden, ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen.
Was da meiner Familie passierte ist erlebte Geschichte. Ich kannte diese Leute persönlich und meine
Abscheu gegen sie hat sich bis heute bewahrt, obwohl es sich bei den meisten schon rein biologisch
geklärt hat.

Ein toller Fall von erlebtem Antifaschismus!
Nun, generell muß ich sagen, auch heute gehört so ein Verhalten in gewissen Kreisen wohl zum guten Ton.
Dies jedoch ist das meine nicht!



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#22

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 12:43
von turtle | 6.961 Beiträge

In dem Kinderheim wo ich war ,hatten wir bis zur 7. Klasse eine Heimschule(ab der 8. mussten wir in unseren Fall in die Oberschule nach N.) Somit waren wir fast nur unter uns.In diesem Heim hatten wir eine sozialistische Erziehung welche wahrscheinlich noch stärker als woanders ausgeprägt war. Wir wurden schon zeitig mit dem 3.Reich konfrontiert. Das kam bestimmt auch daher ,das es viele Kinder in diesem Heim gab die aus den Gebieten stammten welche heute nicht mehr deutsch sind. Sie wussten oft nicht einmal wer ihre Eltern waren. Sie waren sozusagen Strandgut dieses Krieges.Ich erinnere mich noch sehr gut an die verdienten Antifaschisten welche uns von ihrem Untergrundkampf erzählten. Immer waren die Antifaschisten Kommunisten.Namen wie Goerdeler als Leipziger hörte ich nur hinter der Hand.
In Buchenwald war ich in dieser Zeit bestimmt 3 Mal. Von der BRD hörten wir nur schlechtes ,alte Nazis, Verfolgungen von Kommunisten etc.Genau verhielt es sich mit den USA. Wir protestierten immer gegen irgend etwas.Freiheit für Ethel und Julius Rosenberg oder Patrice Lumumba. Gegen das KPD Verbot in der BRD und für Max Reimann Mit dieser Erziehung hätte ich eigentlich ein guter Staatsbürger der DDR werden müssen. Doch ich wurde es nicht ,dachte wohl zu viel quer und sah doch so manches anders. Nicht das ich den Sozialismus verdammt habe, aber so wie er war? Nee das war nicht mein Ding. .


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zuletzt bearbeitet 26.01.2013 12:45 | nach oben springen

#23

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 13:02
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

nun, ein Erfolgsmodell war es sicher nicht. Sonst wäre die DDR ja nicht so grandios im Äon der Geschichte verschwunden.
Aber antifaschistisch sind wir schon erzogen worden. Und wenn ich in den Medien höre, dass die Erziehung in der DDR eine Grundlage für den Neofaschismus wäre sträuben sich mir ob dieses Quatsches die Haare. Gleiches trifft auf viele andere Behauptungen zu. Z. B. dass in der DDR nur der kommunistische antifaschistische Kampf gewürdigt worden wäre und die Verfolgung der Juden keine Rolle gespielt hätte. Noch heute habe ich das DDR-Buch "Juden unterm Hakenkreuz", in dem die Verfolgung der Juden in "3. Reich" so detailliert und schonungslos aufgearbeitet wurde wie ich bislang es von keinem anderen Buch kenne.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#24

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 13:46
von 80er | 571 Beiträge

Das Neue Deutschland (sogar eine Zeitung nannte sich so) in der SBZ begann am 7. Oktober 1949 mit einem Nullstrich. Die Erben des Dritten Reiches, die "Revanchisten", später "der imperialistische Klassenfeind" genannt, wurde in der Bundesrepublik verortet.
Im Geschichtsunterricht wurde die Zeit des Nationalsozialismus mehr unterrichtet, als es Schulkindern vielleicht lieb gewesen ist.
Klassenfahrten gingen nach Buchenwald und Thälmann ist für seine gerechte Sache ermordet worden. Gördeler, v. Stauffenberg, u.a. wurden eher nicht als Widerständler benannt.
Die Filmkunst der 60er und 70er Jahre leistete ebenfalls ihren Beitrag zur schwarzweiss Malerei; Kinder- und Jugendfilme wie "Die Jagd nach dem Stiefel", "5 Patronenhülsen" und später die "4 Panzersoldaten und 1 Hund"; für Ältere "Das 7. Kreuz" u.ä. komplettierten das Bild, wie man in der DDR jüngere Geschichte zu verstehen hat.
Die Guten sind im KZ umgekommen, oder in die SU emigriert. Letztere wollten als Gruppe Ulbricht nach dem Krieg im Osten Deutschlands nach dem Vorbild der SU den Sozialismus aufbauen. Da war die braune Erbmasse einfach im Weg und andere zuständig.

Wenn man sich eine gesunde Skepsis angeeignet hat und in der Lage gewesen ist, zu relativieren, führte diese Geschichtsauffassung nicht zwangsläufig dazu, heute rechtsradikalem Gedankengut anzuhängen. Im Gegenteil; differenzierte Betrachtungsweise hat auch etwas mit Bildung zu tun und diese war doch in der DDR recht vorbildlich.


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#25

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 14:16
von damals wars | 12.175 Beiträge

Gördeler war in der DDR nicht gut gelitten, da er nur den Krieg in Westen beenden wollte, im Osten sollte es weitergehen.
Staufenberg wurde mehr gewürdigt als heutzutage, da er auch im Osten Frieden schließen wollte.
Auch die "Weiße Rose" wurde im Geschichtsbuch gewürdigt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#26

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 15:48
von 80er | 571 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #25
Gördeler war in der DDR nicht gut gelitten, da er nur den Krieg in Westen beenden wollte, im Osten sollte es weitergehen.

Gördeler war eher als national konservativer Politiker und Antikommunist nicht würdig,
als Widerständler in die Reihen der Guten aufgenommen zu werden, zumal er es ablehnte,
die verbotene KPD in die Vorbereitungen zum Umsturz und die Gestaltung der Nachkriegsordnung mit einzubeziehen.
Als Antikommunist wollte er lediglich an der Ostfront eine Art "Sicherungsgrenze" gegen die "bolschewistische" Gefahr,
was allerdings tatsächlich zu einer Weiterführung des Krieges zu diesem Zeitpunkt geführt hätte.

Zitat
Auch die "Weiße Rose" wurde im Geschichtsbuch gewürdigt.


Das ist richtig. Die EOS in unserer Kreisstadt hatte z.B. den Namen der Geschwister Scholl.

Zitat
Staufenberg wurde mehr gewürdigt als heutzutage, da er auch im Osten Frieden schließen wollte.


Dem möchte ich widersprechen. Meiner Auffassung nach ist es genau umgekehrt.

Edit: Rechtschreibfehler


zuletzt bearbeitet 26.01.2013 15:50 | nach oben springen

#27

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 16:47
von damals wars | 12.175 Beiträge

Und morgen ist ein Tag der Befreiung:

Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden. Auschwitz ist Ausdruck des Rassenwahns und das Kainsmal der deutschen Geschichte. Am 27. Januar 2013 jährt sich die Befreiung des "Konzentrationslagers" Auschwitz durch die Rote Armee zum 68. Mal.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
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#28

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 17:05
von schulzi | 1.760 Beiträge

bei görderler steiten die geister ,kann sein das es in leipzig etwas anderes war den er war ja bis 1933 oberbürgermeister .er wurde zwar nicht sogefeiert wie andere wiederstandskämpfer doch wuste man wer er war und das er im zusammenhang mit dem 20.06.1944 hingerichtet wurde.


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#29

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 19:09
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #24

Die Filmkunst der 60er und 70er Jahre leistete ebenfalls ihren Beitrag zur schwarzweiss Malerei; Kinder- und Jugendfilme wie "Die Jagd nach dem Stiefel", "5 Patronenhülsen" und später die "4 Panzersoldaten und 1 Hund"; für Ältere "Das 7. Kreuz" u.ä. komplettierten das Bild, wie man in der DDR jüngere Geschichte zu verstehen hat.


Der Roman "Das 7. Kreuz" wurde 1944 von Fred Zinneman mit Spencer Tracy in der Hauptrolle verfilmt .......
Ich glaube kaum das die MGM Filmstudios einen "Klassenauftrag" im Sinne der DDR Propaganda, bezogen auf eine antifaschistische Erziehung hatten und sich an "schwarzweiß Malerei" beteiligten ...

Der Film wurde laut Wicki das Erste mal 1971 im ZDF gezeigt .......

Der Roman wurde bereits ab 1939 geschrieben und erstmals 1942 in English in den USA veröffentlicht. Ebenfalls 1942 wurde in den USA eine auf dem Roman basierende Comic-Fassung veröffentlicht.

@80er, nur weil Dir wahrscheinlich der Roman als Schulstoff nicht zusagte solltest Du nicht in plakative Polemik verfallen ......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Mike59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 19:51
von 80er | 571 Beiträge

@Nostalgiker

Es ist in Bezug auf meinen Beitrag völlig unerheblich, ob mir die Thematik als Literaturstoff in der Schule oder als Verfilmung in Erinnerung ist.
Das ändert nichts an der Tatsache, dass sich diese Story für mich nahtlos in die Geschichtsklitterung des DDR Bildungsauftrags einreihte.

PS: Um weiteren Richtigstellungen vorzugreifen; die "Panzersoldaten mit dem Hund" waren wimre eine synchronisierte polnische Produktion.

PPS: Es ist durchaus möglich, dass ich "Das siebte Kreuz" mit "Nackt unter Wölfen" (der in den 60ern verfilmt wurde), verwechselt habe.
Aber auch dieser reiht sich thematisch ein.


zuletzt bearbeitet 26.01.2013 20:08 | nach oben springen

#31

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 20:03
von frank | 1.753 Beiträge

zumindest um es nur mal am rand des thema's zu erwähnen gab es in der ddr , keine rechtsradikalen 'aufmärsche' !!! die böse ddr !!!



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#32

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 20:20
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Was war eigentlich falsch an "Guter Antifaschist zum bösem Nazi?" Gabs denn auch gute Nazis, die weniger mordeten oder eben böse Antifaschisten die auch mal mordeten...im Namen der Sache? Ich meine immer, so ein Kind denkt doch recht einfach, durchschaut nun nicht gleich die ganzen fiesen menschlichen Intrigen(auch die Politischen).

Heute wenn ich mir das so anschaue auf unserer schönen Welt weiß kein Jugendlicher , auch mancher Alter mehr so Recht..."handelt der da nun im Namen ner gerechten Sache oder hat er sich auch nur verkauft". Und dann meint er vielleicht noch"also Weiß ist einfach nicht mehr Weiß und Schwarz nicht mehr Schwarz."..wisst ihr was, so denkt er weiter"leckt mich doch, das wird mir einfach zuviel, ich klinke mich aus".

Lebensläufer und Gut ist nicht mehr Gut und Böse nicht mehr Böse, na wunderbar, was für ein Fortschritt in der Denke.


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#33

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 21:01
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #30
@Nostalgiker

Es ist in Bezug auf meinen Beitrag völlig unerheblich, ob mir die Thematik als Literaturstoff in der Schule oder als Verfilmung in Erinnerung ist.
Das ändert nichts an der Tatsache, dass sich diese Story für mich nahtlos in die Geschichtsklitterung des DDR Bildungsauftrags einreihte.

PS: Um weiteren Richtigstellungen vorzugreifen; die "Panzersoldaten mit dem Hund" waren wimre eine synchronisierte polnische Produktion.

PPS: Es ist durchaus möglich, dass ich "Das siebte Kreuz" mit "Nackt unter Wölfen" (der in den 60ern verfilmt wurde), verwechselt habe.
Aber auch dieser reiht sich thematisch ein.


@80er, ist doch erheblich.
Deine Aversion gegen bestimmte Literatur/Filme mit antifaschistischem Inhalt sei Dir gegönnt aber nachweislich anerkannte und damit auch Weltliteratur mit Schmäh zu überziehen, nur weil Dir daran etwas nicht passt ist in meinen Augen billige Polemik.
Dann auch noch die Filme mit dieser unsäglichen Fernsehserie zu vergleichen, da streuben sich einem die Haare .......
Die 'Panzersoldaten' sind eine billige Actionklamotte in der mit mit fragwürdigem Inhalt/Mitteln versucht wird ideologisch/politisch korrekte 'Botschaften' zu übermitteln .....

Gruß
Nostalgiker

PS.: eine persönliche Frage, bist Du etwa der Meinung das Heutzutage keine Geschichtsklittung betrieben wird?
Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben, nie von den Verlierern .......


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#34

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 21:07
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Wer mal Lust hat, ein wenig zu schmökern.......oder als Diskussionsgrundlage : http://www.kas.de/wf/doc/kas_15070-544-1-30.pdf


Intellektuelle spielen Telecaster
80er hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.01.2013 21:09 | nach oben springen

#35

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 21:51
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #33


Gruß
Nostalgiker

PS.: eine persönliche Frage, bist Du etwa der Meinung das Heutzutage keine Geschichtsklittung betrieben wird?
Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben, nie von den Verlierern .......


Das stimmt. Und die Machthaber in der DDR zaehlten sich zu den Siegern des 2. Weltkriegs. Darum muss man das Geschichtsbild das in der DDR vermittelt wurde mit erheblicher Vorsicht geniessen.


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#36

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 21:54
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #12
Mein Vater der alte Frontkämpfer im Südabschnitt der Ostfront hatte uns Kindern jedes Wochenende nach dem Mittag(darüber stehen hier schon etliche Texte unter Rainer-Maria Rohloff/mein alter Nickname) soviel aus seiner Kriegszeit erzählt, das ich als Junge von vielleicht zehn..zwölf Jahren ein tolles Hakenkreuz an die Tafel gemalt habe. Und das in der DDR.

Da war dann sprichwörtlich Polen offen. Wenn ich mich heute so erinnere, dann erinnere ich mich nicht an Stasi oder Kripo oder? Mein Vater wurde zum Direktor einbestellt, der muss auch ein ehemaliger Frontkämpfer gewesen sein, die quatschten lange, ich bekam ne ordentliche Tracht Prügel von meiner Mutter(mein Vater schlug mich nur ein...zweimal, da war ich schon älter) und dann war alles wieder in Butter.

Lebensläufer der Jahrgang 1953 ist (wird im Vorstellungsfred noch geändert)

War ich da nun fehlgeleitet als Jugendlicher, bin ich heute gar ein Nazi? Das denke ich nicht. Gute Frage trotzdem was? Klärt lieber mal, warum heute so ein junger Mensch in die rechte Szene abtriftet, meinetwegen mit nem Extrafred. Denn an den Erzählungen der Eltern kann das bestimmt nicht liegen. Oder doch?

glaube ich weniger ! desto mehr der mensch von der gesellschaft ausgeschlossen wird ,( arbeitslosigkeit und damit verbundene persönliche ausweglosigkeit ) hält er sich an irgend ein 'strohhalm' fest , den 'ihm' gereicht wird !!! wenn dieser strohhalm auch noch ein ausländer ist , hat man den sündenbock der nation !! natürlich ist dem nicht so , denn der verantwortliche ist der staat und dessen politiker die sich bei einem monatsgehalt von 30000 euronen aufwärts sich einen dreck scheren um die belange des kleinen mannes !!! man sollte lieber dafür sorgen in den strukturarmen ländern unseres landes die arbeitslosigkeit zu besiegen um junge menschen von der strasse zu holen , aufgaben zu geben , berufliche perspektiven , jugendclubs (ddr) ,unendgeldliche sportzentren ect. ! wenn das und vieles mehr in sachen aufklärung ( schulbildung) existend wäre , würde das rechtsradikale denken in deutschland eine unbedeutende null - nummer werden !!!



Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 21:58
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #35
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #33


Gruß
Nostalgiker

PS.: eine persönliche Frage, bist Du etwa der Meinung das Heutzutage keine Geschichtsklittung betrieben wird?
Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben, nie von den Verlierern .......


Das stimmt. Und die Machthaber in der DDR zaehlten sich zu den Siegern des 2. Weltkriegs. Darum muss man das Geschichtsbild das in der DDR vermittelt wurde mit erheblicher Vorsicht geniessen.



wie , ???die ddr war sieger des zweiten Weltkr...??? blödsinn !



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#38

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 22:03
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #36
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #12
Mein Vater der alte Frontkämpfer im Südabschnitt der Ostfront hatte uns Kindern jedes Wochenende nach dem Mittag(darüber stehen hier schon etliche Texte unter Rainer-Maria Rohloff/mein alter Nickname) soviel aus seiner Kriegszeit erzählt, das ich als Junge von vielleicht zehn..zwölf Jahren ein tolles Hakenkreuz an die Tafel gemalt habe. Und das in der DDR.

Da war dann sprichwörtlich Polen offen. Wenn ich mich heute so erinnere, dann erinnere ich mich nicht an Stasi oder Kripo oder? Mein Vater wurde zum Direktor einbestellt, der muss auch ein ehemaliger Frontkämpfer gewesen sein, die quatschten lange, ich bekam ne ordentliche Tracht Prügel von meiner Mutter(mein Vater schlug mich nur ein...zweimal, da war ich schon älter) und dann war alles wieder in Butter.

Lebensläufer der Jahrgang 1953 ist (wird im Vorstellungsfred noch geändert)

War ich da nun fehlgeleitet als Jugendlicher, bin ich heute gar ein Nazi? Das denke ich nicht. Gute Frage trotzdem was? Klärt lieber mal, warum heute so ein junger Mensch in die rechte Szene abtriftet, meinetwegen mit nem Extrafred. Denn an den Erzählungen der Eltern kann das bestimmt nicht liegen. Oder doch?

glaube ich weniger ! desto mehr der mensch von der gesellschaft ausgeschlossen wird ,( arbeitslosigkeit und damit verbundene persönliche ausweglosigkeit ) hält er sich an irgend ein 'strohhalm' fest , den 'ihm' gereicht wird !!! wenn dieser strohhalm auch noch ein ausländer ist , hat man den sündenbock der nation !! natürlich ist dem nicht so , denn der verantwortliche ist der staat und dessen politiker die sich bei einem monatsgehalt von 30000 euronen aufwärts sich einen dreck scheren um die belange des kleinen mannes !!! man sollte lieber dafür sorgen in den strukturarmen ländern unseres landes die arbeitslosigkeit zu besiegen um junge menschen von der strasse zu holen , aufgaben zu geben , berufliche perspektiven , jugendclubs (ddr) ,unendgeldliche sportzentren ect. ! wenn das und vieles mehr in sachen aufklärung ( schulbildung) existend wäre , würde das rechtsradikale denken in deutschland eine unbedeutende null - nummer werden !!!


Hmmmm, meinst du damit, das eine antifaschistische Erziehung nutzlos ist, wenn die "Rahmenbedingungen" nicht stimmen......?


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#39

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 26.01.2013 22:27
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #38
Zitat von frank im Beitrag #36
Zitat von Lebensläufer im Beitrag #12
Mein Vater der alte Frontkämpfer im Südabschnitt der Ostfront hatte uns Kindern jedes Wochenende nach dem Mittag(darüber stehen hier schon etliche Texte unter Rainer-Maria Rohloff/mein alter Nickname) soviel aus seiner Kriegszeit erzählt, das ich als Junge von vielleicht zehn..zwölf Jahren ein tolles Hakenkreuz an die Tafel gemalt habe. Und das in der DDR.

Da war dann sprichwörtlich Polen offen. Wenn ich mich heute so erinnere, dann erinnere ich mich nicht an Stasi oder Kripo oder? Mein Vater wurde zum Direktor einbestellt, der muss auch ein ehemaliger Frontkämpfer gewesen sein, die quatschten lange, ich bekam ne ordentliche Tracht Prügel von meiner Mutter(mein Vater schlug mich nur ein...zweimal, da war ich schon älter) und dann war alles wieder in Butter.

Lebensläufer der Jahrgang 1953 ist (wird im Vorstellungsfred noch geändert)

War ich da nun fehlgeleitet als Jugendlicher, bin ich heute gar ein Nazi? Das denke ich nicht. Gute Frage trotzdem was? Klärt lieber mal, warum heute so ein junger Mensch in die rechte Szene abtriftet, meinetwegen mit nem Extrafred. Denn an den Erzählungen der Eltern kann das bestimmt nicht liegen. Oder doch?

glaube ich weniger ! desto mehr der mensch von der gesellschaft ausgeschlossen wird ,( arbeitslosigkeit und damit verbundene persönliche ausweglosigkeit ) hält er sich an irgend ein 'strohhalm' fest , den 'ihm' gereicht wird !!! wenn dieser strohhalm auch noch ein ausländer ist , hat man den sündenbock der nation !! natürlich ist dem nicht so , denn der verantwortliche ist der staat und dessen politiker die sich bei einem monatsgehalt von 30000 euronen aufwärts sich einen dreck scheren um die belange des kleinen mannes !!! man sollte lieber dafür sorgen in den strukturarmen ländern unseres landes die arbeitslosigkeit zu besiegen um junge menschen von der strasse zu holen , aufgaben zu geben , berufliche perspektiven , jugendclubs (ddr) ,unendgeldliche sportzentren ect. ! wenn das und vieles mehr in sachen aufklärung ( schulbildung) existend wäre , würde das rechtsradikale denken in deutschland eine unbedeutende null - nummer werden !!!


Hmmmm, meinst du damit, das eine [antifaschistische Erziehung ]nutzlos ist, wenn die "Rahmenbedingungen" nicht stimmen......?


kannste das auch mal auf gut deutsch formulieren oder einfach gesagt : warum geht es dir eigendlich jetzt !!!???



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#40

RE: Antifaschismus/antifaschistische Erziehung in der DDR---ein Erfolgsmodell?

in DDR Staat und Regime 27.01.2013 01:38
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #22
In dem Kinderheim wo ich war ,hatten wir bis zur 7. Klasse eine Heimschule(ab der 8. mussten wir in unseren Fall in die Oberschule nach N.) Somit waren wir fast nur unter uns.In diesem Heim hatten wir eine sozialistische Erziehung welche wahrscheinlich noch stärker als woanders ausgeprägt war. Wir wurden schon zeitig mit dem 3.Reich konfrontiert. Das kam bestimmt auch daher ,das es viele Kinder in diesem Heim gab die aus den Gebieten stammten welche heute nicht mehr deutsch sind. Sie wussten oft nicht einmal wer ihre Eltern waren. Sie waren sozusagen Strandgut dieses Krieges.Ich erinnere mich noch sehr gut an die verdienten Antifaschisten welche uns von ihrem Untergrundkampf erzählten. Immer waren die Antifaschisten Kommunisten.Namen wie Goerdeler als Leipziger hörte ich nur hinter der Hand.
In Buchenwald war ich in dieser Zeit bestimmt 3 Mal. Von der BRD hörten wir nur schlechtes ,alte Nazis, Verfolgungen von Kommunisten etc.Genau verhielt es sich mit den USA. Wir protestierten immer gegen irgend etwas.Freiheit für Ethel und Julius Rosenberg oder Patrice Lumumba. Gegen das KPD Verbot in der BRD und für Max Reimann Mit dieser Erziehung hätte ich eigentlich ein guter Staatsbürger der DDR werden müssen. Doch ich wurde es nicht ,dachte wohl zu viel quer und sah doch so manches anders. Nicht das ich den Sozialismus verdammt habe, aber so wie er war? Nee das war nicht mein Ding. .


wie sieht das denn heut zu tage in der realität aus ! zum bleistift mit kuba und den usa ? der große imperialist gegen das letzte kleine sozialistische 'inselchen' vor ihrer tür !! armselig sag ich da nur !!! trotz jahrelanger abwerbung von fachkräften , blockaden und terror bietet diese nation heute noch stirn gegen einen übermächtigen gegner , auch wenn der zerfall dieser nach vorrausgegangenen ereignissen prophezeit wurde !! vielleicht hat man ja auch nur angst vor einer zweiten 'schweinebucht' , aber vielleicht mehr international an glauben zu verlieren wenn sich ein ganzes volk wehrt , mit allen mitteln , gegen den imperialismus !
zumindest werden sich die 'kinder' von 'che guevara' nicht so einfach die butter vom brot nehmen lassen !!! und das ist auch gut so !
eine konsumgesellschaft ist für mich nicht unbedingt , auch wenn wir alle darin (ich eingesclossen ) nach höchstformen streben , menschlich !!! dadurch sterben jährlich indirekt viele menschen !!!



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