#21

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 12:58
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Damals wie heute - sieht alles 1A aus, kann dort nicht - "geschafft, gearbeitet oder gesichert werden" !
Wo geh...... wird fallen Sp.... !
So ist das halt.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#22

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 13:02
von passport | 2.629 Beiträge

von 94
[Übrigens @simons51, sooo taufrisch siehste auf Deinen Avatar (aufgenommen 8.4.89 Chausseestraße?) auch nimmer aus, na zumindest kannste als alter VIer noch fehlerfrei die Einleitung einer Maßnahme herbeten ... klick
Und übrigens dürftest Du (also falls '51 Dein 'Baujahr' ist) inzwischen der ältere Knacker sein, odär?[/quote]

94, Du glaubts doch selber nicht, das es sein EIGENES Avatar ist.

passport


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#23

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 13:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Meinste echt? Dann ist das Baujahr auch nicht '51?
Schade, weil dann hätte ich den alten Knacker gerne mal gefragt, wer ihm diese saugefährliche Handhabung (Finger im Abzug) der Waffe so beigebracht hat. Na aber irgendeine Bewandnis hat's doch mit der Auswahl gerade dieses Avatarbildchens, vielleicht ist Simons ja auf einem der folgenden Bilder. Und bevor's als oT abgemahnt wird, irgendwie waren die Beiden ja auch nur besuchsweise auf der GÜSt und einen mittelgroßen Sackstand haben die letzten Schüsse an der Mauer auch verursacht, odär?


Bilder: Keystone/AP (Quellen: chronik-der-mauer.de, 20min.ch)


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#24

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 14:54
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

mich erwischte es als Hauptfeldwebel einmal, sehr böse mit dem "hohen Besuch".

Im Juni 1989 wurde mein bisheriger Batteriechef mit sofortiger Wirkung abgelöst und als Zugführer in die Transportkompanie des GR 33 versetzt. Kurz darauf klickerte über den "Soldatensender"...............dass ein neuer BC bereit steht die Führung zu übernehmen. Kurz vor besagtem Tag stellte sich dieser in voller NVA Uniform vor...............dies nur inoffiziell. Die offizielle Vorstellung sollte an einem bestimmten Tag im Rahmen einer Offiziersversammlung erfolgen.
Einen Tag vorher - wieder über den "Soldatensender" drang durch, dass durch den Regimentskommandeur die Einführung in die Dienststellung an den neuen BC persönlich erfolgen sollte. Dies vor dem gesamten Personalbestand der Batterie.
In besagtem Tag war ich bereits vor dem Wecken der Einheit in meinem "Befehlsbereich". Es war in meinen Augen eine absolute Ordnung und Sauberkeit. In den Behältern für die Klobürsten befand sich sogar Wofasept, der Nassbereich blitzte dass es eine Freude war, der UvD Bereich war eine Augenfreude. Der UvD (ein Gefreiter des III DHj und drei Tage Nachdienen im Nacken) war wie immer sauber gekleidet, das Gurtkoppelschloss glänzte in mattem Grau. Alarmplan und UvD Buch alles auf aktuellen Stand. Die Unterkünfte - angefangen vom Bettenbau bis zur Schrankordnung - vorbildlich. In der Nacht haben die Soldaten sogar nochmals den Betonfussboden mit brauner Fussbodenfarbe gestrichen und meinen "geliebten" weißen Strich nachgezogen.
In meinem Dienstzimmer lag wie jeden Morgen das "ND" sowie die "Junge Welt" und es stand eine Tasse Kaffee (türkisch mit drei Löffel Zucker) da. So konnte der Tag beginnen............und so wurde ersteinmal eine geraucht (zum Kaffee). Plötzlich wurde die Tür zu meinem Dienstzimmer aufgerissen und völlig unmilitärisch gemeldet " Genosse Oberfähnrich - der Alte im Anmarsch". Schiet..............eine Stunde früher als erwartet. Kaffeetasse in das Fach vom Schreibtisch, Ascher im Papierkorb entleert - raus aus dem Dienstzimmer und durch den UvD die Batterie antreten lassen. Genau in diesem Augenblick erschien der Regimentskommandeur, der StdRK, der Leiter Artillerie, unser neuer BC und noch ein ganzer Haufen der Oberen unseres Regiments.
Nach der Meldung durch den ersten Feuerzugführer (Hauptmann) erfolgte die Begrüßung der angetretenen Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere. Dann verlesen des Befehls............usw. usw...... alle waren zufrieden und mein Hauptfeldherz lachte. Die anschließende Besichtigung der Unterkünfte sowie der Nassräume, der Pio-Kammer und anderer Räumlichkeiten.............verlief zur vollsten Zufriedenheit des RK. Nach der Besichtigung schlug dieser vor: "genosse Oberfähnrich.............wir könnten ja noch einen Kaffee trinken, bis zur nächsten Maßnahme haben wir noch etwas Zeit". In weiser Vorraussicht hatte mein Schreiber bereits Kaffee angesetzt und etwas Backzeug organisiert. Also alles rein in mein Dienstzimmer.................doch was ist dass? Mitten im Papierkorb lag meine Kippe...................und blöder weise hatte ich diesen bei meinem überstürztem Aufbruch auch noch so unter dem Tisch vorgeschoben, dass der RK genau rein sehen konnte.
Es war plötzlich alles vergessen.............die vorbildliche Ordnung und Sauberkeit. Die letzten Worte vom RK waren: " Genosse Oberfähnrich.......wenn sie einen ungeleerten Papierkorb ihrem Regimentskommandeur präsentieren, kann es mit ihrem Kaffee nicht weit her sein. Genossen wir trinken Kaffee in der OK". Sprachs und verschwand mit seinem Haufen.
In den folgenden Tagen hatte ich keine ruhige Minute. Es erschien fast täglich jemand vom Stab....................Kontrolle der B/B Kartei (Hauptfeld sie belobigen zu wenig), Ausgangs- und Urlaubsbuch (Hauptfeld zu wenig Ausgang für die Soldaten) usw. usw...........Selbst meine B/A Kammer wurde außer der Reihe und unerwartet vom RD kontrolliert.
Es war Anschiss hoch drei......................erschwerend kam noch hinzu, dass einer meiner Soldaten einen Sacktreter vom Stab nicht grüßte. Und schon war ich wieder fällig................


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#25

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 17:39
von utkieker | 2.919 Beiträge

Es gab ja nicht nur Sackstand in der Kaserne sondern auch im Abschnitt, hierzu folgende Episode:
Mein Posten und ich hatten es sich zur Nachtschicht gemütlich gemacht, als es plötzlich metallernend schäpperte. Eine Stolperfalle hatte ausgelöst die so einfach wie genial ist! Viele Stolperfallen lösen Platzpatronen oder Leuchtraketen aus, bei dieser Stolperfalle krachten ganz einfach zwei Metallgegenstände aufeinander im Grenzerjargon nannten wir das einen Gong.
Das Schäppern kam vom Waldweg der geradewegs zum Einlasstor des Grenzsignalzauns führte, eine Kontrolle vom Batalionsstab war im Abschnitt! Wutschnaubend, daß die Kontrolle durch das schäppernde Geräusch aufgeflogen war näherte sich mir ein Major mit seinen zugeordneten Posten. Noch bevor ich überhaupt Meldung machen konnte, faltete mich der Kontrolloffizier zusammen wie ein Papierschiff. Er wies uns an den Gong sofort abzubauen und setzte seine Kontrolle fort.
Nach der Schicht mußte ich dann beim KC antanzen! Aber der KC grinste wie ein Honigkuchenpferd, als könnte er sich das Lachen nicht verkneifen. Irgendwie kam es mir so vor als verspürte er eine riesige Genugtuung gegen den Kontrolloffizier. Ich nehme mal an, daß der besagte Kontrolloffizier sich durch besondere Klugscheißerei im Batalion unbeliebt gemacht hatte. "Nun Genosse Unteroffizier sie haben doch nicht etwa tatsächlich den Gong deinstalliert?" Fragte mich der KC. "Natürlich nicht Genosse Major!" Antwortete ich. "Mach dir nichts draus", sagte der Alte, "der Kontrolloffizier war vorher in einer anderen Waffengattung!"
Dumm gelaufen, kann man da nur sagen - !

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#26

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 19:12
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von utkieker im Beitrag #25
Es gab ja nicht nur Sackstand in der Kaserne sondern auch im Abschnitt, hierzu folgende Episode:
Mein Posten und ich hatten es sich zur Nachtschicht gemütlich gemacht, als es plötzlich metallernend schäpperte. Eine Stolperfalle hatte ausgelöst die so einfach wie genial ist! Viele Stolperfallen lösen Platzpatronen oder Leuchtraketen aus, bei dieser Stolperfalle krachten ganz einfach zwei Metallgegenstände aufeinander im Grenzerjargon nannten wir das einen Gong.
Das Schäppern kam vom Waldweg der geradewegs zum Einlasstor des Grenzsignalzauns führte, eine Kontrolle vom Batalionsstab war im Abschnitt! Wutschnaubend, daß die Kontrolle durch das schäppernde Geräusch aufgeflogen war näherte sich mir ein Major mit seinen zugeordneten Posten. Noch bevor ich überhaupt Meldung machen konnte, faltete mich der Kontrolloffizier zusammen wie ein Papierschiff. Er wies uns an den Gong sofort abzubauen und setzte seine Kontrolle fort.
Nach der Schicht mußte ich dann beim KC antanzen! Aber der KC grinste wie ein Honigkuchenpferd, als könnte er sich das Lachen nicht verkneifen. Irgendwie kam es mir so vor als verspürte er eine riesige Genugtuung gegen den Kontrolloffizier. Ich nehme mal an, daß der besagte Kontrolloffizier sich durch besondere Klugscheißerei im Batalion unbeliebt gemacht hatte. "Nun Genosse Unteroffizier sie haben doch nicht etwa tatsächlich den Gong deinstalliert?" Fragte mich der KC. "Natürlich nicht Genosse Major!" Antwortete ich. "Mach dir nichts draus", sagte der Alte, "der Kontrolloffizier war vorher in einer anderen Waffengattung!"
Dumm gelaufen, kann man da nur sagen - !

Gruß Hartmut!


Hallo Hartmut,
ich lese hier oft von solchen kreativen Stolperfallen.
Bei uns gab es nur die offiziellen mit den Platzern, wir lagen ja auch nie an festen Punkten im Abschnitt waren immer in Bewegung bei Kompaniesicherung.
Kontrollen bei Nacht gab es auch nicht, war wohl als zu gefährlich eingestuft worden, jede heimliche Annäherung hätte ich und ich denke viele andere auch, generell als GV eingestuft und da wurde durchgeladen, er oder ich, du weist.
Kann mir das nicht vorstellen das nachts solche Schleicher unterwegs waren, ist doch richtig gefährlich.


zuletzt bearbeitet 23.01.2013 19:13 | nach oben springen

#27

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 19:20
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #26
Zitat von utkieker im Beitrag #25
Es gab ja nicht nur Sackstand in der Kaserne sondern auch im Abschnitt, hierzu folgende Episode:
Mein Posten und ich hatten es sich zur Nachtschicht gemütlich gemacht, als es plötzlich metallernend schäpperte. Eine Stolperfalle hatte ausgelöst die so einfach wie genial ist! Viele Stolperfallen lösen Platzpatronen oder Leuchtraketen aus, bei dieser Stolperfalle krachten ganz einfach zwei Metallgegenstände aufeinander im Grenzerjargon nannten wir das einen Gong.
Das Schäppern kam vom Waldweg der geradewegs zum Einlasstor des Grenzsignalzauns führte, eine Kontrolle vom Batalionsstab war im Abschnitt! Wutschnaubend, daß die Kontrolle durch das schäppernde Geräusch aufgeflogen war näherte sich mir ein Major mit seinen zugeordneten Posten. Noch bevor ich überhaupt Meldung machen konnte, faltete mich der Kontrolloffizier zusammen wie ein Papierschiff. Er wies uns an den Gong sofort abzubauen und setzte seine Kontrolle fort.
Nach der Schicht mußte ich dann beim KC antanzen! Aber der KC grinste wie ein Honigkuchenpferd, als könnte er sich das Lachen nicht verkneifen. Irgendwie kam es mir so vor als verspürte er eine riesige Genugtuung gegen den Kontrolloffizier. Ich nehme mal an, daß der besagte Kontrolloffizier sich durch besondere Klugscheißerei im Batalion unbeliebt gemacht hatte. "Nun Genosse Unteroffizier sie haben doch nicht etwa tatsächlich den Gong deinstalliert?" Fragte mich der KC. "Natürlich nicht Genosse Major!" Antwortete ich. "Mach dir nichts draus", sagte der Alte, "der Kontrolloffizier war vorher in einer anderen Waffengattung!"
Dumm gelaufen, kann man da nur sagen - !

Gruß Hartmut!


Hallo Hartmut,
ich lese hier oft von solchen kreativen Stolperfallen.
Bei uns gab es nur die offiziellen mit den Platzern, wir lagen ja auch nie an festen Punkten im Abschnitt waren immer in Bewegung bei Kompaniesicherung.
Kontrollen bei Nacht gab es auch nicht, war wohl als zu gefährlich eingestuft worden, jede heimliche Annäherung hätte ich und ich denke viele andere auch, generell als GV eingestuft und da wurde durchgeladen, er oder ich, du weist.
Kann mir das nicht vorstellen das nachts solche Schleicher unterwegs waren, ist doch richtig gefährlich.




Nachtkontollen hat sich auch nicht jeder getraut......zumindestens im Grenzabschnitt


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#28

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 19:45
von jecki09 | 422 Beiträge

Als etwa 1986 hoher Besuch in die GK Ifta kommen sollte, gab es die Anweisung die Wände im Treppenhaus zu streichen.

Im Keller stand noch alte Kalkleimfarbe herum welche irgendwann mit Wasser verdünnt worden war. Das muss schon sehr lage her gewesen sein, denn das Wasser war schon faulig.

Den Soldaten die den Flur streichen mussten war das egal. Jedenfalls stank schon nach kurzer Zeit die ganze Kompanie und dauerhaftes Lüften half auch nicht mehr. Somit mussten die Wände abgewaschen und dann mit frischer Farbe neu gestrichen werden. - Wer keine Arbeit hat macht sich welche.


Wimre war im Jahr 1987 im GR-1 eine Kontrolle vom Kommando GT. (Hatte einen ganz bestimmten Namen den ich vergessen habe.) Mein Zug wurde für taktische Übungen (25 m Gleiten, 50 m Kriechen und 150 m kurze Sprünge) auserwählt. Dazu fuhren wir extra auf den TÜP hinter Mühlhausen und wurden aus den Grenzdienst herausgelöst. Für den "Ausbilder" vom GR-1 musste ich alle drei Normen - als leuchtendes Beispiel für den Zug - hintereinander ablegen. Heute könnte ich das nicht mehr.

Über mehrere Tage mussten so alle Züge der Kompanie auf den TÜP. Der Grenzdienst wurde fast zur Nebensächlichkeit.
Ein Jahr später hatte das GAR-40 dann diese Kontrolle am Hals.


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#29

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 19:49
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Pitti53 im Beitrag #27
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #26
Zitat von utkieker im Beitrag #25
Es gab ja nicht nur Sackstand in der Kaserne sondern auch im Abschnitt, hierzu folgende Episode:
Mein Posten und ich hatten es sich zur Nachtschicht gemütlich gemacht, als es plötzlich metallernend schäpperte. Eine Stolperfalle hatte ausgelöst die so einfach wie genial ist! Viele Stolperfallen lösen Platzpatronen oder Leuchtraketen aus, bei dieser Stolperfalle krachten ganz einfach zwei Metallgegenstände aufeinander im Grenzerjargon nannten wir das einen Gong.
Das Schäppern kam vom Waldweg der geradewegs zum Einlasstor des Grenzsignalzauns führte, eine Kontrolle vom Batalionsstab war im Abschnitt! Wutschnaubend, daß die Kontrolle durch das schäppernde Geräusch aufgeflogen war näherte sich mir ein Major mit seinen zugeordneten Posten. Noch bevor ich überhaupt Meldung machen konnte, faltete mich der Kontrolloffizier zusammen wie ein Papierschiff. Er wies uns an den Gong sofort abzubauen und setzte seine Kontrolle fort.
Nach der Schicht mußte ich dann beim KC antanzen! Aber der KC grinste wie ein Honigkuchenpferd, als könnte er sich das Lachen nicht verkneifen. Irgendwie kam es mir so vor als verspürte er eine riesige Genugtuung gegen den Kontrolloffizier. Ich nehme mal an, daß der besagte Kontrolloffizier sich durch besondere Klugscheißerei im Batalion unbeliebt gemacht hatte. "Nun Genosse Unteroffizier sie haben doch nicht etwa tatsächlich den Gong deinstalliert?" Fragte mich der KC. "Natürlich nicht Genosse Major!" Antwortete ich. "Mach dir nichts draus", sagte der Alte, "der Kontrolloffizier war vorher in einer anderen Waffengattung!"
Dumm gelaufen, kann man da nur sagen - !

Gruß Hartmut!


Hallo Hartmut,
ich lese hier oft von solchen kreativen Stolperfallen.
Bei uns gab es nur die offiziellen mit den Platzern, wir lagen ja auch nie an festen Punkten im Abschnitt waren immer in Bewegung bei Kompaniesicherung.
Kontrollen bei Nacht gab es auch nicht, war wohl als zu gefährlich eingestuft worden, jede heimliche Annäherung hätte ich und ich denke viele andere auch, generell als GV eingestuft und da wurde durchgeladen, er oder ich, du weist.
Kann mir das nicht vorstellen das nachts solche Schleicher unterwegs waren, ist doch richtig gefährlich.




Nachtkontollen hat sich auch nicht jeder getraut......zumindestens im Grenzabschnitt


Ist doch eigentlich auch Blödsinn, nachts wurde wenn schon auf dem Turm geruht und dann auch nur im Wechsel, aber doch nicht im Gelände, da war man aus Selbsterhalt von alleine wachsam.
Bei Postentreffen nachts wurde auch mit Taschenlampe geleuchtet bei Annäherung um nicht ansatzweise Verlegenheiten herauszufordern.


zuletzt bearbeitet 23.01.2013 19:52 | nach oben springen

#30

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 20:11
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #28
Wimre war im Jahr 1987 im GR-1 eine Kontrolle vom Kommando GT. ... auf den TÜP hinter Mühlhausen ...

War 1988 und der TÜP war Friedrichslora?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


jecki09 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 20:13
von exgakl | 7.229 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #28

Wimre war im Jahr 1987 im GR-1 eine Kontrolle vom Kommando GT. (Hatte einen ganz bestimmten Namen den ich vergessen habe.) Mein Zug wurde für taktische Übungen (25 m Gleiten, 50 m Kriechen und 150 m kurze Sprünge) auserwählt. Dazu fuhren wir extra auf den TÜP hinter Mühlhausen und wurden aus den Grenzdienst herausgelöst. Für den "Ausbilder" vom GR-1 musste ich alle drei Normen - als leuchtendes Beispiel für den Zug - hintereinander ablegen. Heute könnte ich das nicht mehr.

Über mehrere Tage mussten so alle Züge der Kompanie auf den TÜP. Der Grenzdienst wurde fast zur Nebensächlichkeit.
Ein Jahr später hatte das GAR-40 dann diese Kontrolle am Hals.


nannte sich das Inspektion??? Zumindest hat mir diese Maßnahme einen "netten " Nachmittag bei der Verwaltung 2000 eingebracht, sein Spitzname im GAR-40 war "Hobbyskinhead"


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#32

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 21:16
von simsonS51 | 41 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #7
Zitat von simsonS51 im Beitrag #6
Diese alten Knacker



Wenn man keine Ahnung hat einfach Klappe halten


xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Beitrag wurde gelöscht... exgakl

@SimsonS51... wenn Du Wert darauf legst hier weiterhin schreiben zu können, dann mäßige Dich einfach mal in Deiner Ausdrucksform!


zuletzt bearbeitet 23.01.2013 21:20 | nach oben springen

#33

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 21:25
von simsonS51 | 41 Beiträge

Zitat von simsonS51 im Beitrag #32
Zitat von Pitti53 im Beitrag #7
Zitat von simsonS51 im Beitrag #6
Diese alten Knacker



Wenn man keine Ahnung hat einfach Klappe halten


xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Beitrag wurde gelöscht... exgakl

@SimsonS51... wenn Du Wert darauf legst hier weiterhin schreiben zu können, dann mäßige Dich einfach mal in Deiner Ausdrucksform!


ja? das sollte dann auch für alle anderen auch gelten. Wenn man keine Ahnung hat....


Harra318 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 21:28
von exgakl | 7.229 Beiträge

Zitat von simsonS51 im Beitrag #33
Zitat von simsonS51 im Beitrag #32
Zitat von Pitti53 im Beitrag #7
Zitat von simsonS51 im Beitrag #6
Diese alten Knacker



Wenn man keine Ahnung hat einfach Klappe halten


xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Beitrag wurde gelöscht... exgakl

@SimsonS51... wenn Du Wert darauf legst hier weiterhin schreiben zu können, dann mäßige Dich einfach mal in Deiner Ausdrucksform!


ja? das sollte dann auch für alle anderen auch gelten. Wenn man keine Ahnung hat....


eben


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#35

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 21:37
von simsonS51 | 41 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #34
Zitat von simsonS51 im Beitrag #33
Zitat von simsonS51 im Beitrag #32
Zitat von Pitti53 im Beitrag #7
Zitat von simsonS51 im Beitrag #6
Diese alten Knacker



Wenn man keine Ahnung hat einfach Klappe halten


xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Beitrag wurde gelöscht... exgakl

@SimsonS51... wenn Du Wert darauf legst hier weiterhin schreiben zu können, dann mäßige Dich einfach mal in Deiner Ausdrucksform!


ja? das sollte dann auch für alle anderen auch gelten. Wenn man keine Ahnung hat....


eben



konnte ja nicht wissen das dass Durchschnittsalter der Mitglieder hier 50 Jahre aufwärts beträgt


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#36

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 21:50
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #31
[quote=jecki09|p227843]
Wimre war im Jahr 1987 im GR-1 eine Kontrolle vom Kommando GT. (Hatte einen ganz bestimmten Namen den ich vergessen habe........

nannte sich das Inspektion??? ...


Stimmt,

mit maximalem Sackstand in fast jeder Einheit des inspizierten Truppenteils!
Selbst in Kleineren.
Meist mit Vorkontrollen des Grenzkommandos.


zuletzt bearbeitet 23.01.2013 21:51 | nach oben springen

#37

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 21:54
von DoreHolm | 7.690 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #26
Zitat von utkieker im Beitrag #25
Es gab ja nicht nur Sackstand in der Kaserne sondern auch im Abschnitt, hierzu folgende Episode:
Mein Posten und ich hatten es sich zur Nachtschicht gemütlich gemacht, als es plötzlich metallernend schäpperte. Eine Stolperfalle hatte ausgelöst die so einfach wie genial ist! Viele Stolperfallen lösen Platzpatronen oder Leuchtraketen aus, bei dieser Stolperfalle krachten ganz einfach zwei Metallgegenstände aufeinander im Grenzerjargon nannten wir das einen Gong.
Das Schäppern kam vom Waldweg der geradewegs zum Einlasstor des Grenzsignalzauns führte, eine Kontrolle vom Batalionsstab war im Abschnitt! Wutschnaubend, daß die Kontrolle durch das schäppernde Geräusch aufgeflogen war näherte sich mir ein Major mit seinen zugeordneten Posten. Noch bevor ich überhaupt Meldung machen konnte, faltete mich der Kontrolloffizier zusammen wie ein Papierschiff. Er wies uns an den Gong sofort abzubauen und setzte seine Kontrolle fort.
Nach der Schicht mußte ich dann beim KC antanzen! Aber der KC grinste wie ein Honigkuchenpferd, als könnte er sich das Lachen nicht verkneifen. Irgendwie kam es mir so vor als verspürte er eine riesige Genugtuung gegen den Kontrolloffizier. Ich nehme mal an, daß der besagte Kontrolloffizier sich durch besondere Klugscheißerei im Batalion unbeliebt gemacht hatte. "Nun Genosse Unteroffizier sie haben doch nicht etwa tatsächlich den Gong deinstalliert?" Fragte mich der KC. "Natürlich nicht Genosse Major!" Antwortete ich. "Mach dir nichts draus", sagte der Alte, "der Kontrolloffizier war vorher in einer anderen Waffengattung!"
Dumm gelaufen, kann man da nur sagen - !

Gruß Hartmut!


Hallo Hartmut,
ich lese hier oft von solchen kreativen Stolperfallen.
Bei uns gab es nur die offiziellen mit den Platzern, wir lagen ja auch nie an festen Punkten im Abschnitt waren immer in Bewegung bei Kompaniesicherung.
Kontrollen bei Nacht gab es auch nicht, war wohl als zu gefährlich eingestuft worden, jede heimliche Annäherung hätte ich und ich denke viele andere auch, generell als GV eingestuft und da wurde durchgeladen, er oder ich, du weist.
Kann mir das nicht vorstellen das nachts solche Schleicher unterwegs waren, ist doch richtig gefährlich.




Wir hatten zum größten Teil Waldabschnitte. Gedeckte Kontrolle war offiziell verboten, eben wegen o.g. Grund. Muß aber wohl trotzdem mitunter aus Eigeninitiative durch machen Kontrollierenden gemacht worden sein. Einmal habe ich solchen gedeckt Kontrollierenden ein´s gesch....en. Das war so. An einem Wechselpunk unserer Kradstrecke machten wir immer ein kleines Päuschen und quatschten etwas mit dem andern Kradstreifenpaar. Ich mußte mal und ging ein Sück in den Wald. Was sah ich ? Eine richtige schöne Kuhle, gut mit Reisig getarnt. Nun, ich habe meinen Haufen dort liegenlassen. Das muß ein Spaß gewesen sein, wenn wieder des Nachts ein paar Übereifrige uns aus dieser Kuhle heraus beobachten wollten.



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#38

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 22:18
von simsonS51 | 41 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #22
von 94
[Übrigens @simons51, sooo taufrisch siehste auf Deinen Avatar (aufgenommen 8.4.89 Chausseestraße?) auch nimmer aus, na zumindest kannste als alter VIer noch fehlerfrei die Einleitung einer Maßnahme herbeten ... klick
Und übrigens dürftest Du (also falls '51 Dein 'Baujahr' ist) inzwischen der ältere Knacker sein, odär?


94, Du glaubts doch selber nicht, das es sein EIGENES Avatar ist.


passport[/quote]


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#39

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 22:37
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #26
Zitat von utkieker im Beitrag #25
... Eine Stolperfalle hatte ausgelöst die so einfach wie genial ist! ... Wutschnaubend, daß die Kontrolle durch das schäppernde Geräusch aufgeflogen war näherte sich mir ein Major mit seinen zugeordneten Posten. Noch bevor ich überhaupt Meldung machen konnte, faltete mich der Kontrolloffizier zusammen wie ein Papierschiff. Er wies uns an den Gong sofort abzubauen und setzte seine Kontrolle fort. ...

...Kontrollen bei Nacht gab es auch nicht, war wohl als zu gefährlich eingestuft worden, jede heimliche Annäherung hätte ich und ich denke viele andere auch, generell als GV eingestuft und da wurde durchgeladen, er oder ich, du weist.
Kann mir das nicht vorstellen das nachts solche Schleicher unterwegs waren, ist doch richtig gefährlich.

@ uitkieker,

Wenn das ein Major aus dem Bataillonsstab war, dann müsste es ein Stellvertreter des Kommandeurs gewesen sein. Wenn er von einer anderen Waffengattung kam, könnte es sich eigentlich nur um den TB (Technik/Bewaffnung) gehandelt haben. Naja, also Dein Kompaniechef hätte Dich auch ordentlich belobigen können. Immerhin habt Ihr Initiative im Grenzdienst gezeigt. Der Major hätte dann zwar geschäumt, aber ein ordentlciher Bataillonskommandeur hätte ihn schon zurückgepfiffen.

@ Grenzwolf,

es gab trotzdem einige Offiziere, die Nachts gedeckt kontrollieren wollten. Natürlich war das besonders in stark bewaldeten Abschnitte höchst gefährlich. Aber mein KC freute sich immer wie ein Schneekönig, wenn er mal wieder ein Postenpaar aufgeklatscht hatte. Naja, seine Sache. Ich sah dahinter keinen Sinn. Die Postenführer kannten den Abschnitt besser als ich, da ich fast nur zu Kontrollstreifen auf dem Kolonnenweg oder am K2 unterwegs gewesen war. Warum sollte ich mit denen in einen ungleichen Wettkampf gehen. Um mir hinterher deren hämisches Grinsen anzusehen? Nee, lieber eine ordentliche offene Kontrolle, bei der man fast nur Gutes feststellen konnte. Außerdem, ging ich raus, war das innerhalb von wenigen Minuten im Abschnitt bei allen Posten bekannt.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


jecki09 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.01.2013 22:38 | nach oben springen

#40

RE: hoher Besuch

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 22:37
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Ein zwar nicht vom Dienstgrad her, aber von der Dienststellung aus gesehen hoher Besuch, beehrte einmal die Küche des Stabes des GR3. Es war ein Kapitän zur See (Oberst im Ruderboot), der die Oberhoheit über die Hygiene in den Küchen der NVA und GT hatte. Die Küche wurde renoviert, Besteck, Teller, Küchengeschirr wurde zum Teil gewechselt, alles wirbelte und rotierte. Am Tag der Kontrolle blinkte und blitzte alles. Ich, als Leiter des Küchenkollektives, stand bereit, den Kollegen zu empfangen, da meldete die Stellvertreterin des Küchenleiter (UAZ), dass sie gerade noch ein paar Stiegen die Äpfel im Pappelager gefunden hatte, die man aus Platzmangel dort hingestellt hatte. Und ... naja, die Äpfel waren vergammelt. Ein überlagertes Lebensmittel bedeutete die Hygiene-Note 5. Wir haben uns mal den Titel "Kollektiv er Sozialistischen Arbeit versaut, weil eine Tüte Pfeffer (haltbar mehr als 3 Jahre) einige Wochen überlagert war. Und nun mehrere Stiegen vergammelter Äpfel. Der Müllplatz gehörte zur Küche, dort wäre das aufgefallen. Wir hatte keine Chance. Ich schaltete als Polit um in den Labertaschenmodus. Hielt den obersten Ruderer an allen möglichen Bagatellen fest, so das die Zeit schnell verging. Nachdem wir die üblichen Kritischen Bereiche durch hatten, ging es im Keller schnell an ein paar Standardräumen vorbei. Die Tür des Pappelagers passierte ich einfach, drehte mich dann nochmal um und sagte sinngemäß: "Ach ja das Pappelager", mit dem Unterton: "wollen sie da etwas reingucken". Er winkte ab. "Alles klar", denn er hatte die Frische der Anstriche wohl bemerkt. Da konnte in so einem unscheinbaren Raum doch nichts drin sein ...

Hinterher beichtete ich unserem Offizier für Verpflegung des Regiments. Er fiel fast in Ohnmacht.

ciao Rainman


PS: Die Geschichte hatte ich hier, glaube ich schonmal geschrieben, aber ich hatte Lust, sie nochmal zu erzählen.


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


Stabsfähnrich hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.01.2013 22:51 | nach oben springen



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