#1

Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 19.01.2013 19:51
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Wart ihr zu einer Mobilmachungsübung dabei?
Ich hatte so ab 86 eine Karte bekommen mit Gestellungsort, Einrückzeit u.s.w.
87 war dann so eine echt chaotische Aktion von einer Woche, treffen auf dem Gelände in einem 3 Kilometer entfernten Betrieb, ca.100 Mann die echt nicht wussten um was es überhaupt ging, dann mit zivilen LKW ca. 2 Stunden fahren, wieder sonderbare Aktionen wie einen Tag in Zivil rumsitzen und abends gab es dann Uniformen, dann wieder fahren, keine Sau wusste überhaupt wo wir sind.
Dann gab es auch Waffen und paar SPW waren am Start, aber was, wieso und warum wußte niemand.
Wie habt ihr so etwas erlebt?


zuletzt bearbeitet 19.01.2013 19:56 | nach oben springen

#2

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 19.01.2013 19:55
von Gelöschtes Mitglied
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Sorry,gibt es dafür nicht schon einen Thread ?
Dazu hatte ich schon mal ein paar Zeilen niedergeschrieben.

ek40


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#3

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 19.01.2013 20:08
von Mike59 | 7.977 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #1
Wart ihr zu einer Mobilmachungsübung dabei?
Ich hatte so ab 86 eine Karte bekommen mit Gestellungsort, Einrückzeit u.s.w.
87 war dann so eine echt chaotische Aktion von einer Woche, treffen auf dem Gelände in einem 3 Kilometer entfernten Betrieb, ca.100 Mann die echt nicht wussten um was es überhaupt ging, dann mit zivilen LKW ca. 2 Stunden fahren, wieder sonderbare Aktionen wie einen Tag in Zivil rumsitzen und abends gab es dann Uniformen, dann wieder fahren, keine Sau wusste überhaupt wo wir sind.
Dann gab es auch Waffen und paar SPW waren am Start, aber was, wieso und warum wußte niemand.
Wie habt ihr so etwas erlebt?



Auch wenn es ein ähnlichen Thema schon zu geben scheint. Wäre ja nicht schlecht, wenn du bei deinen Angaben etwas konkreter werden würdest. 7 W ? wäre schon mal ein Anfang. Was für Waffen, was für SPW, welches Unterstellungsverhältnis (GT, NVA pur, KG oder was?) wäre dann Teil zwo.


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#4

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 19.01.2013 20:21
von HP6666 | 191 Beiträge

Wir haben 1982 eine Mobilmachung "dargestellt " . Wir wurden in Trainingsanzügen von der US Schneeberg Richtung Plauen gekarrt . Dort haben wir für die OS eine Mobilmachung gespielt . Vorn rein in die großen Zelte - und hinten kamen wir nach ein paar Stationen wieder raus . Als "voll " einsatzfähige
" Kämpfer " . Mit uns Uffz-Schülern lief das natürlich etwas reibungsloser als mit Zivilisten . War mal eine Abwechslung .
HP6666


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#5

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 19.01.2013 22:31
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Ich bin mal geflüchtet vor einer durch Buschpropaganda vorhergesagten Mobilmachungsübung. Ich hatte sowieso vor, an einem Sonnabend zu meinem Tauschpartner in Prag zu fahren, so setzten wir uns kurz entschlossen schon am Freitag Nachmittag in den Trabi und rüber. Mein Bekannter bei Prag war etwas überrascht ob meines vorfristigen Auftauchens, aber er hat noch schnell für uns ein Zimmer hergerichtet. Nun, der Buschfunk hatte gesponnen. Es war keine Mob.-Übung. Was wäre eigentlich passiert, wenn tatsächlich eine stattgefunden hätte und ich erst am Sonntag Abend wieder zu Hause aufgetaucht wäre ? Eigentlich hätte mir da niemand etwas an´s Zeug flicken können.



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#6

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 19.01.2013 23:01
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Wie hoch war eigentlich die Wahrscheinlichkeit, dass man zu ein Mob.-Übung eingezogen wurde? Ich frag das deshalb, weil ich in meinem Umfeld keinen kenne, der bei der BW war, der jemals zu sowas musste. Mein Bruder war Mob-Resi, war aber auch nie dort. Und ich durfte wesentlich länger Zivildienst leisten, weil die offiziele Begründung war, das die Bundis ja alle noch Mob-Übung müssten.........


Intellektuelle spielen Telecaster
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#7

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 20.01.2013 06:44
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von HP6666 im Beitrag #4
Wir haben 1982 eine Mobilmachung "dargestellt " . Wir wurden in Trainingsanzügen von der US Schneeberg Richtung Plauen gekarrt . Dort haben wir für die OS eine Mobilmachung gespielt . Vorn rein in die großen Zelte - und hinten kamen wir nach ein paar Stationen wieder raus . Als "voll " einsatzfähige
" Kämpfer " . Mit uns Uffz-Schülern lief das natürlich etwas reibungsloser als mit Zivilisten . War mal eine Abwechslung .
HP6666

Hallo HP6666,

an die Nummer kann ich mich erinnern. Ich war einer der Zuschauer. Da ich aber selbst 1982 schon eine richtige Mob.-Übung mitgemacht hatte, konnte ich schon etwas entspannter und professioneller zugucken. Ja, das ging bei Euch eindeutig zu schnell. Und das Ergebnis sah auch anders aus, als in echt. Wenn man mal gesehen hat, wie ein 1,50m-Mann und ein 2m-Hühne nebeneinander in die Hosen des Schutzanzuges steigen, wobei beim einen der Versuch des Anziehens bis zum Hals reicht und beim anderen in den Knien endet ... dann weiß man, was Realismus ist.

@all:
- zwei Beiträge von mir hier im Forum dazu:
"Wir waren doch keine schießwütigen Killer" (2)
RE: Alte Bilder der über das Leben in der DDR
- Interessanter Thread dazu:
Erst Grenzer - dann Reservist bei der NVA (5)

Reicht erstmal.
ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#8

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 20.01.2013 10:34
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Also zu Mobilmachungsübung kann ich auch ne kleine Episode erzählen.
Das war Anfang der 80er,ich war Krank geschrieben.da klingelte es an einen Vormittag an der Wohnungstür.Und ich öffnete auch noch,ohne vorher durch den Türspion zu schauen.Und wer stand dort! Ein gut genährter Major und winkte mit so einen Zettel.Er überreichte ihn mir und sagte,ich habe mich Sonntagabend um 18 Uhr auf den WKK einzufinden.Ich sagte,ich bin Krank--er--ich habe ersteinmal zu erscheinen.Naja,ich Sonntagabend dort hin.Die Bude war schon rammel voll,traf noch zwei Kollegen die auch auf der Werft arbeiteten.Ich mit meiner großen Schnauze sagte,kann ja nicht lange dauern,zum Polizeiruf 110 bin ich wieder zu hause.Aber daraus wurde nichts.Mein Name wurde aufgerufen und ich musste in so einen Raum.Dort befand sich so ein netter Herr in weißen Kittel und ne Krankenschwester.Ich wurde gefragt,was ich denn für eine Krankheit hätte.Ich antwortete,das ich Rückenprobleme habe.Was geschah dann,musste Oberkörper freimachen und wurde abgehört,dann das linke und rechte Bein anheben und nach vorne ausstrecken.Dann bekam ich zu Antwort,sie machen den Einsatz mit.Als ich das meinen beiden Kollegen erzählte,kamen die aus dem Jodeln nicht mehr raus.Ich sagte nur aus tiefer Enttäuschung;den Arzt haben sie wohl aus der Tierklinik geholt.
Naja,nach ein paar Stunden ging es dann mit so einen Gelenkbus,ab in die Wildnis.Später stellte sich heraus,das war bei Alt Treptow.Dort waren schon Zelte aufgebaut,wir wurden eingekleidet und dann war ersteinmal Ruhe.Nach einiger Zeit erklärte man uns,wir haben an bestimmten Stationen 2000 bis 3000 Reservisten einzukleiden und zu bewaffnen.Also wir waren nur der Vortrupp.Nach 3 Tagen war dann Antreten angesagt und man erklärte uns,das die Aktion abgesagt wurde--wegen irgendsoeiner Schweineseuche.Zum Ende war dann noch mal Freiduschen angesagt und das war es dann gewesen und es ging wieder heimwärts.Aber es waren schon lustige drei Tage,wir hatten einen mit dabei gehabt.Der hatte in der Fischerklause in Warnemünde gearbeitet,der hatte in seinen Reisegepäck außer sein persönliches Waschzeug nur Fusel drin.So sind wir gut über die Runden gekommen.


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#9

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 20.01.2013 11:59
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #3
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #1
Wart ihr zu einer Mobilmachungsübung dabei?
Ich hatte so ab 86 eine Karte bekommen mit Gestellungsort, Einrückzeit u.s.w.
87 war dann so eine echt chaotische Aktion von einer Woche, treffen auf dem Gelände in einem 3 Kilometer entfernten Betrieb, ca.100 Mann die echt nicht wussten um was es überhaupt ging, dann mit zivilen LKW ca. 2 Stunden fahren, wieder sonderbare Aktionen wie einen Tag in Zivil rumsitzen und abends gab es dann Uniformen, dann wieder fahren, keine Sau wusste überhaupt wo wir sind.
Dann gab es auch Waffen und paar SPW waren am Start, aber was, wieso und warum wußte niemand.
Wie habt ihr so etwas erlebt?






Auch wenn es ein ähnlichen Thema schon zu geben scheint. Wäre ja nicht schlecht, wenn du bei deinen Angaben etwas konkreter werden würdest. 7 W ? wäre schon mal ein Anfang. Was für Waffen, was für SPW, welches Unterstellungsverhältnis (GT, NVA pur, KG oder was?) wäre dann Teil zwo.


@EK40, da habe ich wohl schlecht vorrecherchiert, sind sehr viele alte Threads hier, nun ja, wen das Thema nicht interessiert muss ja nicht lesen und schreiben.



Hallo Mike, ist lange her aber ich versuch es mal.
Natürlich NVA.
Wurden von dem Betrieb wo sich getroffen wurde mit zivilen W50 weitergefahren zu einem Außengelände einer Kaserne, nehme an es war Marienberg.
Dort waren Zelte und es wurde Bekleidung ausgegeben, Sommerfelddienst, Teil 1, ABC-Ausrüstung, wie üblich in die Zeltplane.
Dann mit Militär-W50 weiter zu einem Übungsplatz, nehme an Gelobtland.
Dort war so eine Art Feldlager vorbereitet mit Zelten.
Einteilung in Gruppen und Zügen, GF und ZF waren auch Resi-Uffze, ZF Feldwebel.
Umziehen mit Abgabe der Zivilklamotten, dann Aufteilung auf die Zelte.
Waren 2 Kompanien.
Dann Antreten und es gab eine Kalschnikov, RPG und LMG nicht, auch keine Platzpatronen, nur leere Magazine.
Das alles in entspannter Atmosphäre, kein Brüllen oder Scheuchen mit viel Pausen um eine durchzuziehen, mir kam es vor das hauptsächlich die Logistik wichtig war.
Die nächsten 3 Tage war es wie ein Lehrgang, mal bissel Ex und ins Gelände mal eine Übung fahren, 4 SPW-70 waren da mit Besatzung von Aktiven.
Die meisten von uns waren von Mitte 20 bis Ende 30, es wurde sich geduzt und war oft eher lustig als nervig und eigentlich mal ganz interessant um zu sehen was man noch kann und was nicht.


zuletzt bearbeitet 20.01.2013 12:07 | nach oben springen

#10

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 20.01.2013 16:20
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #9

@EK40, da habe ich wohl schlecht vorrecherchiert, sind sehr viele alte Threads hier, nun ja, wen das Thema nicht interessiert muss ja nicht lesen und schreiben.

Mach dir nichts draus @Grenzwolf62,es sollte kein Meckern sein,sondern nur ein Hinweis.
Ich habe selber gesucht und gesucht,.......aber nichts gefunden.
Bis,ja bis ich hier im #7 von Rainman las,die olle Schnüffelnase hat brauchbare Links zum Thema eingestellt.
Und dort ist unter anderem der Link "Erst Grenzer - dann Reservist bei der NVA" mit aufgeführt.
Danke @Rainman.
Ich werde meinen Beitrag von dort jetzt nochmal 1:1 hierher übertragen.
------------------------------------------------------------------------------------------------------
"Also ich hatte in Bezug auf den Reservistendienst Glück.
Im Frühjahr 83 wurde ich entlassen und dann hatte ich eine Zeit lang Ruhe.
Aber nach der Entlassung aus dem Grundwehrdienst bekam ich solch M-Befehl (M=Mobilmachung).
Im Sommer 86' war es dann soweit.Ich war gerade auf Arbeit und mit einer Reparatur beschäftigt.
Mein Chef kam zu mir und meinte,ich solle sofort nach Haus gehen um meine Sachen zu holen und mich dann an einer Bushaltestelle melden.
Dies sei eine Mobilmachung und es geht zum Reservistendienst.Von einer Minute auf die andere.
Solch Scheiß konnten die mit einem nur in der "Diktatur des Proletariats" machen.
Man bekam eine Zeit vorgeschrieben,wann man dazusein hatte.
Schnell noch Frau,Schwester und Eltern angerufen,damit die überhaupt Bescheid wussten,dass man sie gerade wieder vorm "Klassenfeind" schützen sollte.
Habe meine Klamotten zusammengesucht und ab zur Bushaltestelle.(Eigentlich mußte man immer eine gepackte Tasche zur Mobilmachung fertig stehen haben.)
Hatte ich natürlich nicht.Schnell wurde Nähzeug,Schuhcreme,Rasier-und Waschzeug etc.in die schwarze Tasche geschmissen und ab ging es.
Nun gut,als ich an der Haltestelle ankam,traute ich meinen Augen nicht.
Ein Haufen Jungs aus unserem Werk standen dort und lieferten sich mit ihren Frauen/Freundinnen Abschiedsszenen,als ob es kein Wiedersehen gäbe.
Meine Frau kam auch noch von der Arbeit,kurz bevor der Bus losfuhr.
Keiner wusste ja wo es hinging.
Jedenfalls traf ich im Bus noch Arbeitskollegen aus einer anderen Abteilung von mir.
Der Bus hielt dann direkt vor dem Wehrkreiskommando.Hier sollten wir alle aussteigen.
Drinnen im Gebäude mußte man dann seine Tasche vor einem Offizier zur Kontrolle leeren.
Als dies geschehen war hieß es,dass war nur eine Übung und nun könnten wir wieder nach Haus.
Das war das Einzigste mal,dass ich nochmal etwas mit der Armee zu tun hatte.
Die ganze Aktion (meine Resizeit) dauerte ca.2h,dann war zum Glück der Spuk vorbei.
Gute Freunde von mir wurden kontinuierlich zum Reservistendienst gezogen.Die waren alle 2 Jahre für 1/4 Jahr weg.
Warum das so war wusste niemand von uns.Entweder hatten sie es noch immer nicht kapiert,oder sie waren zu gut......
Dieser Mist blieb mir wie gesagt erspart."

Gruß ek40


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#11

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 25.10.2016 15:57
von Beethoven | 137 Beiträge

Ich hole mal ein älteres Thema nach oben.

Mobilmachung

In den Landstreitkräften der NVA, gab es 6 aktive Divisionen. Bei den anderen Waffengattungen und den Grenztruppen DDR bin ich da nicht so auskunftsbereit. Es gab weitere 5 Mobilmachungsdivisionen bei den Landstreitkräften und jede Menge selbständiger Bataillone, die jetzt aufzuzählen müßig wäre. Im NVA-Forum gibt es dazu sehr gute Strukturen. Einige bereits bestehende Truppenteile (meist Bataillone) wuchsen zu Regimentern auf oder eben bestehende Kompanien zu Bataillonen.

Jeder Reservist der NVA war genau verplant. Dies geschah über die Anforderungen vom jeweiligen Kommando der Teilstreitkraft oder des Kommandos der GT der DDR an die Wehrbereichskommandos die dann weiter aufschlüsselten und die Anforderungen an die Wehrkreiskommandos stellten.

Genauso ging es mit der Technik, die die Volkswirtschaft zur Verfügung zu stellen hatte. Also LKW, Pkw, Baumaschinen oder Spezialgerät - oder Fahrzeuge (z.B. Tanklaster, Kühlzüge usw.). Hier war der Führer / Fahrer dieser Technik in der Regel gleich mit verplant als Reservist.
Für Reservisten und für die Technik aus der Volkswirtschaft gab es Gestellungszeiten und Orte. Diese waren in der Regel in der Nähe der Regie- oder Komplexlager der jeweiligen Division. Ja, jede Division hatte die gesamte Gefechtstechnik, die nicht aus der Volkswirtschaft kam, eingelagert. Da die Mobilmachungsdivisionen in der Regel die Unteroffiziersschulen waren (Burg bei Magdeburg war da die Ausnahme - das war das Ausbildungszentrum für Studenten), waren die Gestellungsorte dort in der Nähe.

Nach Ausrufung der allgemeinen Mobilmachung hatten sich die Reservisten und die Technik meist spätestens zwei Tage danach, an den befohlenen Orten einzufinden. Dort wurden Sie eingekleidet, med. Untersuchung, Waffenempfang und wurden auf die Truppenteile verteilt. Die Mobilmachungstruppenteile hatten genau Listen, welcher Soldat in welcher Einheit und welcher Dienststellung einzusetzen war.

Bei der Technik aus der Volkswirtschaft war dies ähnlich. Diese wurde technisch untersucht, wäre um gespritzt worden und zu Kolonnen zusammengefasst, in Marsch gesetzt worden zu den jeweiligen Truppenteilen. Dort wäre dann die "Feinaufteilung" geschehen.

Danach wären die jungen Truppenteile auf Übungsplätze verlegt worden und hätten Übungen zum herstellen der Geschlossenheit der Einheit durchgeführt. Nach einer Woche wäre die Mobilmachung im Großen und Ganzen über die Bühne gewesen.

Eine heiden Arbeit in Vorbereitung und Duchführung.

Gruß


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#12

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 25.10.2016 16:41
von buschgespenst | 625 Beiträge

"Eichraum '78" war doch so eine Mobilmachungsübung?

....


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.

(Edwin Bauersachs)

Glück Auf!
Bernd
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#13

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 25.11.2016 18:38
von VFU999 | 16 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #11
......Hier war der Führer / Fahrer dieser Technik in der Regel gleich mit verplant als Reservist. ....

. Dort wurden Sie eingekleidet, med. Untersuchung, Waffenempfang und wurden auf die Truppenteile verteilt. Die Mobilmachungstruppenteile hatten genau Listen, welcher Soldat in welcher Einheit und welcher Dienststellung einzusetzen war.

.....


Zwei kleine Korrekturen (wenn es überhapt interessiert)...
(1) Durch die WKK waren personelle Kräfte aus dem Reservistenbestand (namentlich) geplant, die die Technik aus den zivilen Einrichtungen zu den Empfangspunkten (EmPs) der aufzustellenden Truppenteile/Einheiten überführten. Diese Kdo-kräfte waren eher sehr selten (Zufall) in den Mob-Truppenteilen weiter (ver)geplant.
(2) Auf den EmP´s gab es keine medizinische Untersuchung der eintreffenden Reservisten mehr. Das schleißt nicht aus, das es auf den EmP´s ein Sani-Punkt organisiert war.

VFU999



zuletzt bearbeitet 25.11.2016 18:39 | nach oben springen

#14

RE: Mobilmachungsübung

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 25.11.2016 19:13
von Rainer-Maria Rohloff | 1.374 Beiträge

Kann nicht unbedingt zum Thema beitragen nur den Wehrdienstausweis mit der Blechmarke habe ich heute noch.

Nur für den Schüler: Diese darin vorhandene alu Blechmarke(zwei Teile zum brechen in der mitte) trug Soldat am Mann, im Ernstfall/Kriegsfall und sonst war der wohl nur im WD-Ausweis? Die eine Hälfte wurde somit mit dir bestattet (im Todesfall) und der andere Teil diente eben der Statistik. Komisch, irgend wann Anfang oder Mitte der 80er Jahre kam mal ein Schreiben, genau diesen Ausweis mit Marke zur NVA (Wehrkreiskommando) zu schicken.

Ich habe das Schreiben damals voll ignoriert, passiert ist darauf nichts? Gar nichts. Zum Thema, man munkelte mal was von Mobilmachungsübung. Zeit wohl in die 80er? Nur, irgendwas zur Gestellung kam dann nicht. Und wir wohnten seit 1976 an selber Adresse in Leipzig.

Rainer-Maria



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