#1

Boykott der DDR-Wahlen

in Leben in der DDR 14.01.2013 19:36
von Lutze | 8.039 Beiträge

Hallo zusammen,
gab es auch Nichtwähler,wenn DDR-Wahlen anstanden bei den Grenztruppen?
wenn ja wie wurde dann verfahren?
welche Nachteile musste man in Kauf nehmen?
gruss Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2

RE: Boykott der DDR-Wahlen

in Leben in der DDR 14.01.2013 19:56
von jecki09 | 422 Beiträge

Bei den Vorgesetzten gab es bestimmt KEINEN Nichtwähler, wenn DDR-Wahlen anstanden. Wir Zgufüher trafen uns vorher und dann gingen wir zusammen zum Wahllokal.
Danach ließen die, die keinen Dienst hatten das Wort "Wahl" weg und wir gingen zusammen ins Lokal.


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#3

RE: Boykott der DDR-Wahlen

in Leben in der DDR 14.01.2013 21:02
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Hallo Lutze,

zunächst: Wie verlief so ein Wahltag im Rahmen der Kompaniesicherung. Eine der notwendigen Schlüsselinformationen bestand darin, dass die Wahllokale 08:00 Uhr öffneten und die Meldung über die vollständige Durchführung der Wahl von der Kompanie so schnell wie möglich erwartet wurde. Dafür gab es zunächst noch keinen Blumentopf, aber für uns Vorgesetzte, vor allem die Polits, galt: Je später desto Anschi**. Und das konnte sich über Wochen hinziehen.

Also wurde die Sache ordentlich geplant und vorbereitet. Die Frühschicht stand vollständig versammelt 08:00 Uhr vor dem Wahllokal im Grenzdorf und hatte zu wählen. Hätte da jemand nein gesagt, hätte sich schonmal die Ablösung verzögert, was Ärger mit den Leuten der Nachtschicht bedeutet hätte. Neben der Frühschicht ging noch ein Zug mit, der andere war die Alarmreseve auf der Kompanie. Dann ging es zur Schicht raus und die hereinkommende Schicht ging mit dem anderen Zug wählen. Somit konnte, wenn alles gut ging, bis 09:00 Uhr Vollzug gemeldet werden (konnte bei uns nicht, aber das ist eine andere Geschichte). Natürlich war es im Grunde genommen kein Zwang. Aber es war so organisiert, dass ein Nein schon fast wie eine Befehlsverweigerung erschienen wäre. In einem solchen Falle hätte dann der Kandidat zunächst mir gehört. Ein aufmunterndes Gespräch mit dem Polit ... ich denke mal nach 30 Minuten wäre der Kollege weich geworden und hätte eingelenkt. Wohlgemerkt, nur Gespräch, keine Drohungen oder sowas. Klassische Eröffnungsfrage: "Sind sie für den Frieden?" Im Umfeld der Wahl lief aber genügend im Vorfeld ab. Hätte da einer verweigert, hätten wir das im Vorfeld gewusst. Hat aber keiner. Zumindest bei uns nicht.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


jecki09, Schmiernippel und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.01.2013 21:03 | nach oben springen

#4

RE: Boykott der DDR-Wahlen

in Leben in der DDR 14.01.2013 21:31
von utkieker | 2.925 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #3
Hallo Lutze,

zunächst: Wie verlief so ein Wahltag im Rahmen der Kompaniesicherung. Eine der notwendigen Schlüsselinformationen bestand darin, dass die Wahllokale 08:00 Uhr öffneten und die Meldung über die vollständige Durchführung der Wahl von der Kompanie so schnell wie möglich erwartet wurde. Dafür gab es zunächst noch keinen Blumentopf, aber für uns Vorgesetzte, vor allem die Polits, galt: Je später desto Anschi**. Und das konnte sich über Wochen hinziehen.

Also wurde die Sache ordentlich geplant und vorbereitet. Die Frühschicht stand vollständig versammelt 08:00 Uhr vor dem Wahllokal im Grenzdorf und hatte zu wählen. Hätte da jemand nein gesagt, hätte sich schonmal die Ablösung verzögert, was Ärger mit den Leuten der Nachtschicht bedeutet hätte. Neben der Frühschicht ging noch ein Zug mit, der andere war die Alarmreseve auf der Kompanie. Dann ging es zur Schicht raus und die hereinkommende Schicht ging mit dem anderen Zug wählen. Somit konnte, wenn alles gut ging, bis 09:00 Uhr Vollzug gemeldet werden (konnte bei uns nicht, aber das ist eine andere Geschichte). Natürlich war es im Grunde genommen kein Zwang. Aber es war so organisiert, dass ein Nein schon fast wie eine Befehlsverweigerung erschienen wäre. In einem solchen Falle hätte dann der Kandidat zunächst mir gehört. Ein aufmunterndes Gespräch mit dem Polit ... ich denke mal nach 30 Minuten wäre der Kollege weich geworden und hätte eingelenkt. Wohlgemerkt, nur Gespräch, keine Drohungen oder sowas. Klassische Eröffnungsfrage: "Sind sie für den Frieden?" Im Umfeld der Wahl lief aber genügend im Vorfeld ab. Hätte da einer verweigert, hätten wir das im Vorfeld gewusst. Hat aber keiner. Zumindest bei uns nicht.

ciao Rainman

Tja Rainman,

du beschreibst die Situation bei der Kompaniesicherung! Meine erste "Wahl" war auch die einzige bei den Grenztruppen und wir hatten noch Bat.- Sicherung. Deshalb gings in voller Kompaniestärke hinaus in's Sonderwahllokal nach Arendsee, anschließend Ausgang im besagten Ort quasi als "Belohnung". Also zack zack und noch ein paar Bierchen zischen ---!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#5

RE: Boykott der DDR-Wahlen

in Leben in der DDR 15.01.2013 10:53
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #4
Zitat von Rainman2 im Beitrag #3
Hallo Lutze,

zunächst: Wie verlief so ein Wahltag im Rahmen der Kompaniesicherung. Eine der notwendigen Schlüsselinformationen bestand darin, dass die Wahllokale 08:00 Uhr öffneten und die Meldung über die vollständige Durchführung der Wahl von der Kompanie so schnell wie möglich erwartet wurde. Dafür gab es zunächst noch keinen Blumentopf, aber für uns Vorgesetzte, vor allem die Polits, galt: Je später desto Anschi**. Und das konnte sich über Wochen hinziehen.

Also wurde die Sache ordentlich geplant und vorbereitet. Die Frühschicht stand vollständig versammelt 08:00 Uhr vor dem Wahllokal im Grenzdorf und hatte zu wählen. Hätte da jemand nein gesagt, hätte sich schonmal die Ablösung verzögert, was Ärger mit den Leuten der Nachtschicht bedeutet hätte. Neben der Frühschicht ging noch ein Zug mit, der andere war die Alarmreseve auf der Kompanie. Dann ging es zur Schicht raus und die hereinkommende Schicht ging mit dem anderen Zug wählen. Somit konnte, wenn alles gut ging, bis 09:00 Uhr Vollzug gemeldet werden (konnte bei uns nicht, aber das ist eine andere Geschichte). Natürlich war es im Grunde genommen kein Zwang. Aber es war so organisiert, dass ein Nein schon fast wie eine Befehlsverweigerung erschienen wäre. In einem solchen Falle hätte dann der Kandidat zunächst mir gehört. Ein aufmunterndes Gespräch mit dem Polit ... ich denke mal nach 30 Minuten wäre der Kollege weich geworden und hätte eingelenkt. Wohlgemerkt, nur Gespräch, keine Drohungen oder sowas. Klassische Eröffnungsfrage: "Sind sie für den Frieden?" Im Umfeld der Wahl lief aber genügend im Vorfeld ab. Hätte da einer verweigert, hätten wir das im Vorfeld gewusst. Hat aber keiner. Zumindest bei uns nicht.

ciao Rainman

Tja Rainman,

du beschreibst die Situation bei der Kompaniesicherung! Meine erste "Wahl" war auch die einzige bei den Grenztruppen und wir hatten noch Bat.- Sicherung. Deshalb gings in voller Kompaniestärke hinaus in's Sonderwahllokal nach Arendsee, anschließend Ausgang im besagten Ort quasi als "Belohnung". Also zack zack und noch ein paar Bierchen zischen ---!

Gruß Hartmut!


hallo utkieker,
es hätte wohl von allen seiten Ärger gegeben,
mit den "Belohnungsbierchen" ist natürlich ein Argument,
gerade bei den Kameraden wäre das sicherlich überhaupt nicht gut angekommen,
da noch Faxen zu veranstalten,
gruss Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#6

RE: Boykott der DDR-Wahlen

in Leben in der DDR 15.01.2013 11:34
von 94 | 10.792 Beiträge

Kenn es nur als Hörensager. Es sollen auch schon fliegende Wahlurnen in der Abrieglung gegeben haben, bestimmt doch nur Grenzerlatein? Doch jetzt mal die ernsthafte Frage, das der Grenzdienst und besonders bei einer Lage oberste Prio hatte, die Wahl ja aber Punkt 18.00 gelaufen war (sein sollte), wie wäre es im Fall eines Falles gehandhabt worden. Und der offizielle Wahlhelfer, der ja bei solch einer fliegenden Urne (eine Besonderheit des DDR-Wahlrechts, wie auch dös Blümelein für den Erstwähler) dabei sein sollte, also einen Zivilisten in einer Lage rumtappen zu lassen *grübel*
Hatten die bewaffneten Organe eigentliche eigene Wahlkreise/-lokale auch? Bei der Komunalwahl im Mai '89 war ich mit meinem Zug jedenfalls in einem stinknormalen öffentlichen Wahllokal, danach (nach einer kurzen Störung) im Freibad.

Achso, vor dieser Wahl kursierte im Tal der Ahnungslosen der Spruch 'Steht die Schüssel nicht auf dem Dach, fall'n im Mai die Wahlen flach'. Sozusagend das Gegenjugendprojekt zur 'Aktion Ochsenkopf'.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 15.01.2013 11:37 | nach oben springen

#7

RE: Boykott der DDR-Wahlen

in Leben in der DDR 15.01.2013 14:52
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #6
... Es sollen auch schon fliegende Wahlurnen in der Abrieglung gegeben haben, bestimmt doch nur Grenzerlatein? Doch jetzt mal die ernsthafte Frage, das der Grenzdienst und besonders bei einer Lage oberste Prio hatte, die Wahl ja aber Punkt 18.00 gelaufen war (sein sollte), wie wäre es im Fall eines Falles gehandhabt worden. Und der offizielle Wahlhelfer, der ja bei solch einer fliegenden Urne (eine Besonderheit des DDR-Wahlrechts, wie auch dös Blümelein für den Erstwähler) dabei sein sollte, also einen Zivilisten in einer Lage rumtappen zu lassen *grübel*...

Hallo 94,

das muss nicht unbedingt Grenzerlatein sein. Bei uns gab es einen Fehler bei der Wahl am 06.05.1984 (falsche Ausgabe von Wahlscheinen). Der Bürgermeisterin rutschte das Herz ins Höschen und sie verschlimmbesserte den Fehler noch. Im Endeffekt mussten unsere Soldaten noch einen zusätzlichen Wahlgang machen. Dazu holten wir auch die "fliegende Wahlurne" auf die Kompanie. Da keine Lage war, holten wir die Schicht mit Hilfe eines zeitweiligen Einsatzes des A-Zuges kurz rein und alle konnten nochmal wählen. Wäre eine Lage gewesen, wäre ich mit den Leuten der fliegenden Wahlurne auf dem LO auch in den Abschnitt gefahren (das waren 3 Wahlhelfer, glaube ich - einen hatte ich sogar mal festgenommen, da er ohne Ausweis im Schutzstreifen unterwegs war). Ungewöhnlich - ja, Grenzerlatein - kann sein, aber im Bereich des Möglichen - unbedingt. Die Wahl war Politikum Nummer 1 und auch Wettbewerb.

Zitat von 94 im Beitrag #6
... Hatten die bewaffneten Organe eigentliche eigene Wahlkreise/-lokale auch? ...


Vielleicht die größeren Objekte - die könnten eigene Wahllokale gehabt haben, das weiß ich nicht. Aber Regiement abwärts wählte in den öffentlichen Wahllokalen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 15.01.2013 14:53 | nach oben springen

#8

RE: Boykott der DDR-Wahlen

in Leben in der DDR 16.01.2013 15:11
von der glatte | 1.356 Beiträge

Da fällt mir meine kuriose Wahlgeschichte von 1989 ein. Passt aber wunderbar zum Thema glaube ich.

Der freundliche Herr aus unserem Hause, welcher immer die Wahlkarten an die Tür brachte, hatte 1989 nur eine Wahlkarte für meine Frau und ich ging leer aus. Er war damit vollkommen überfordert und blätterte immer und immer wieder die restlichen Wahlkarten durch. "Ich kann das nicht verstehen..." sagte er immer wieder. "Ich frage da aber gleich nach wo Ihre Karte ist" und ich antwortete "Ja, machen Sie das"

Es vergingen die Tage nichts passierte. Da ich ja auch ein Recht hatte zur Wahl zu gehen, fragte ich im Rathaus selbst nach meiner Karte. Dort bekam ich die Auskunft, dass die Karte noch kommen wird, man hat das jetzt notiert und ich sollte abwarten. Und das machte ich auch. Der Wahlsonntag kam heran und ich hatte noch immer keine Karte zur Wahl bekommen.

Also bin ich mit Frau und Kind wie ein mustergültiger Bürger zur Schule gepilgert, in der auch das Wahllokal war. Eine Gruppe von Jungen Pionieren empfing uns mit dem Lied "Du hast ja ein Ziel vor den Augen" und das hatte ich ja auch. Ich wollte zur Wahl! Ich musste dann noch etwas warten, weil man gerade einen Erstwähler begrüßen musste. Dann ging ich an den ersten Tisch und sagte laut "Ich habe keine Karte bekommen, was jetzt!?" Augenblicklich wurde es im Raum still und nur die Uhr an der Wand rief ein "Klack" als der große Zeiger einen Sprung machte in die versammelte Gruppe. Alle Beisitzer und Wahlhelfer umringten mich, den Exoten, um zu wissen was los ist. Einer ergriff das Wort und fragte mich: "Aber DDR-Bürger sind Sie, kann ich mal den Ausweis sehen?" Na klar hatte ich den Auswes dabei. Er zog mich an seinen Tisch und dann wurde im Wahlbuch gesucht und mein Name war schnell gefunden und tatsächlich auch vermerkt. Ich war also noch da!

"Ja, dass kann ich mir gar nicht erklären, warum Sie keine Wahlkarte bekommen haben? Ich stelle ihnen einen Ersatzwahlschein aus und dann können Sie gleich zur Wahl schreiten. Entschuldigen Sie bitte!" "Kein Problem" sagte ich.
Kurz darauf durfte ich meinen gefalteten Zettel einwerfen und meine Wahl 1989 war erledigt. So dachte aber nur ich! Denn nun ging es erst richtig los.

Als ich mit Frau und Kind nach einem anschließenden Spaziergang unser Wohnhaus betrat, ging die Tür vom Nachbarn auf und er fragte mich, ob ich schon Wählen war? "Ja, warum?" fragte ich. "Na, da haben zwei Herren nach Ihnen gefragt, ob sie eventuell verreist währen und deshalb noch nicht bei der Wahl waren."

Das war so ca. 14:30 Uhr und nun ging es praktisch los. Als wir in der Sechsten ohne Fahrstuhl angekommen waren, klingelte drinnen schon mein Telefon. Ich schnell aufgeschlossen und ran an das Telefon. Dran war eine Frauenstimme, die mich fragte ob ich den ein Problem mit ihr besprechen wolle. "Was für ein Problem den?" fragte ich. "Ja, wenn man mit etwas unzufrieden ist, darüber kann man doch sprechen, aber einfach nicht zur Wahl gehen, ist ja auch keine Lösung." Ach daher wehte der Wind. Nachdem ich ihr die ganze Geschichte mit der fehlenden Wahlkarte und meinem doch erfolgten Wahlgang berichtet hatte, war sie erfreut und wünschte mir noch einen schönen Sonntag. Doch der kam nicht, denn inzwischen hatte es unten geklingelt. meine Frau drückte auf den Summer und öffnete, eine Wechsesprechanlage gab es bei und im Hause 5+1 nicht. Kurze Zeit später standen zwei Frauen außer Puste an der Wohnungstür und ich erklärte alles nochmals von vorn. Die zogen dann gleich wieder freudig ab und ich holte mir ein Bier. 10-Minuten später ein Anruf und fast gleichzeitig ein Klingeln an der Haustür. "Ist für dich, ich übernehme den Anruf", sagte meine Frau und trank mein Bierglas leer. Ich zur Tür und da hörte ich schon das Schnaufen eines älteren Herren. "Herr Graff ich muss mit Ihnen sprechen." Ich bat den Herren herein. Er holte nochmals tief Luft und begann seinen Monolog.
"Herr Graff, unzufriedene Menschen nützen doch dem Staate nichts, wir sind doch alle daran interessiert, dass ein jeder Glücklich und Zufrieden in unserer Republik leben kann. Natürlich alles ist noch nicht da wo es im Prinzip hin soll......." Ich ließ mir Zeit, lehnte mich zurück und er redete und redete kam aber auch bald zum Schluss. "...und damit möchte ich sie bitten noch gleich ihr Wahllokal aufzusuchen um ihre Stimme abzugeben."

Nun war es an mir den Herren aufzuklären. Der war dann fast schon sauer weil ich ihm so lange quatschen ließ. Inzwischen klingelte noch einmal das Telefon und meine Frau klärte den Anrufer auf. Kurz und gut ich sehnte die Zeit bis 18:00 Uhr heran, damit dort am Wahllokal endlich die Türen geschlossen wurden. Sicherlich hatte man durch das Durcheinander mit der fehlenden Wahlkarte, mich als Wähler nicht abgehakt und das bekam ich nun zu spüren. Es klingelte noch zweimal an diesem Abend. Ein Anruf zum alten Thema "Wahl" und warum ich nicht dorthin gehen wolle. Der Zweite Anruf war dann Gott sei Dank meine Schwiegermutter.

Dann war endlich Ruhe. Ich dachte zwar es kommt da doch noch etwas nach, aber es blieb still. Die hatten anscheinend ganz andere Probleme

Soweit meine Erlebnisse zur letzten Wahl 1989 und da hieß es immer in der DDR fehlten überall die Leute! Ha, ha, ha!!!

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#9

RE: Boykott der DDR-Wahlen

in Leben in der DDR 16.01.2013 17:00
von furry | 3.580 Beiträge

Da konnte doch sicher Dein Wahllokal mit 100,001% abrechnen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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