#41

RE: Kinder beantragen Stasi-Akten der Eltern

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2013 20:37
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #37
GW,

bei der Einsicht in die Akten darfst Du aber nicht vergessen, dass Du nur das zu lesen bekommst, was die Behörde möchte.
Ich habe dies selbst schon erlebt. Ein Bekannter bekam bestimmte Unterlagen. Obwohl er sich schon einige Zeit mit dem Thema beschäftigte, war er bei bestimmten Fragen überfordert. Da ging es um bestimmte Formulare, Abkürzungen und verschiedene andere Zusammenhänge.

Für mich ist dies nichts anderes als eine Arbeitsplatzsicherungsmaßnahme der BStU und das man in der heutigen Geschichte von anderen Problemen und eigenen Problemen ablenken kann.




http://www.bstu.bund.de/DE/Bundesbeauftr.../stug_node.html

http://www.bstu.bund.de/DE/Bundesbeauftr...84218bodyText16


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#42

RE: Kinder beantragen Stasi-Akten der Eltern

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2013 20:39
von Alfred | 6.854 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #40
Zitat von Alfred im Beitrag #33
Da wird aber der Sohnemann staunen, wenn man ihm einen blauen oder orangenen Aktendeckel auf dem Tisch legt. Und wenn dann alle Seiten weg sind, wird es richtig spannend.....


Na bei einem leeren Aktendeckel gibts eher einen schlanken Dreizeiler.
Bei einer Antragstellung stehen die Chancen grundsätzlich 50 zu 50, dass eine Akte vorhanden ist.



TH,

sicher ?


zuletzt bearbeitet 14.01.2013 20:40 | nach oben springen

#43

RE: Kinder beantragen Stasi-Akten der Eltern

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 14.01.2013 21:02
von Ex-Huf (gelöscht)
avatar

Ungeachtet zuvor beschriebener Meinungen vertrete ich folgenden Standpunkt:
Wer als Bürger der ehem. DDR vom o.a. Grundthema berührt war, wie ich, hat die Akteneinsicht selbst beantragt.
An anderer Stelle habe ich vor einigen Wochen beschrieben, dass ich meine Akte in Kopie erhalten habe, wobei ich auch davon ausgehe, dass nur "bestimmte Anteile" aufgefunden und übersandt wurden?
Dessen ungeachtet haben mich meine Tochter und ihr Freund, beide Jahrgang 1990, gefragt, ob ich ihnen jene überlassenen Kopien im Zusammenhang erklären könnte...
Das hat mich ehrlich gesagt auch überrascht. Naja, wir haben manches besprochen und aus heutiger Sicht erklärt, vieles war verständlicherweise sehr persönlich.
Damit möchte ich ausdrücken, dass ich viel lieber zu meinen Lebzeiten meinen Kindern die Umstände der damaligen Zeit erklären wollte, als es späteren Zeiten nur in Schriftform zu überlassen. Denn so habe ich es mit den Unterlagen meines Vaters erlebt, der seit 1943 in russischer Gefangenschaft mit Bleistift seine Abkehr vom Faschismus in einem Antifa-Lager aufgeschrieben hat. Er war drei Monate vor meiner Geburt plötzlich verstorben.
Ich habe ihn nie gekannt.

Aus meiner persönlichen Situation heraus kann ich auch nicht erkennen, warum sich hier User in herabwürdigender Form über o.a. Thema äußern? Ich wünschte allen Beteiligten ein langes Leben in eigener Unschuld. Null Zynismus!

Ex-Huf


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#44

RE: Kinder beantragen Stasi-Akten der Eltern

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.01.2013 18:08
von PF75 | 3.294 Beiträge

Ist vieleicht nicht ganz das Thema,in unserem Landtag hatten sch CDU und SPD darauf geeinigt das sie die Leute der Untersuchungskommission für Abgeordnete stellen und die Dame von Außenstelle der Bstu nicht mehr "mitspielen " lassen,da hat sie sich aufgeregt weil ja nur sie bzw. ihre Behörde in der Lage ist die Akten richtig zu lesen(oder sollte man interpretieren sagen).


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#45

RE: Kinder beantragen Stasi-Akten der Eltern

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.02.2013 14:06
von Mecklenburgische_Franke | 6 Beiträge

Hallo,

ich bin zwar eigentlich nur Mitlesender, da ich bezüglich meines Verwandten, der an der Grenze als BS gedient hatte, noch nicht weiter gekommen bin. Als Familienforscher interessieren mich die "Stasi-Akten" grundsätzlich.

Im konkreten Fall geht es hier sogar, darum die Wahrheit heraus zu finden, da eine Mutter ihrer Tochter eine komplett andere Lebensgeschichte auftischt, als die Aktenlagen ergeben. Wir haben jetzt bereits Akten des Jugendamtes, der VOPO, der Kreismeldekartei und eben auch der Stasi eingesehen, ein Teil liegt hier auch als Kopie zu Hause rum.

In einem anderen Fall geht es darum, das ein Vorfahre meiner Frau angeblich von den Russen ermordet worden sein soll, nachdem er mit diesen krumme GEschäfte in größerer Ordnung gedreht hat. Jedoch weiß niemand etwas genaueres, zu den Brüdern und SChwestern desjenigen besteht keine Kontakt. Hier haben ebenfalls die Stasiakten insoweit Klarheit gebracht, das man jetzt weiß was vorgefallen war und
das meine Frau nun weiß, was mit demjenigen nach dem Tode geschah.

Und das für meine Frau wichtigste ist, durch die Stasiakten mit nachfolgender Anforderung der Jugendamtsakten weiß sie jetzt wenigstens wie ihr Vater heisst, wo er damals wohnte usw.
Ihre eigene Mutter hatte ihr den Namen nicht genannt.

Am besten fand ich, das ich selbst und meine Eltern eine Akte haben, obwohl wir nur einmal bei unserer Ostverwandtschaft waren, da war ich 11 Jahre!

Ich als Wessi kann mich mit der Spitzelproblematik nicht auseinander setzen, da ich sie nicht selbst erlebt habe, kann mir aber vorstellen, welche Wut in manchen Menschen hochsteigen muß, wenn nahe Menschen jeden Satz evtl. meldeten.

Meiner Familie haben die Unterlagen mehr Wissen ermöglicht, als irgendwelche Wutaussbrüche erzeugt. Hätten der Vater und die Mutter


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