#141

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 23:09
von Pitti53 | 8.786 Beiträge

Zitat von Ex-Huf im Beitrag #136
Ungeachtet der zweifellosen Tragödien, die der deutsche Nationalsozialismus in der Welt verursacht hat, und wofür das deutsche Volk über 40 Jahre auch gegenüber ("trittbrettfahrenden") Staaten gebüßt hat, sei es auch einmal an der Zeit, daran deutlich zu erinnern, dass das deutsche Volk in Frieden und Freiheit wieder zu einander gefunden hat. Und heute in friedlicher Eintracht mit seinen Nachbarn lebt.
Außerdem leistet D einen erheblichen Friedensbeitrag an vielen Orten der Welt.

@Larissa, auch wenn ich mir den Zorn des gesamten Forums aufhalse, Deine teilweise in der Diskussion gewählte wiederholt angewendete Fäkalsprache veranlasst mich wirklich, über Deine selbsterkorene Rolle als wahrhaftige Kämpferin für sonstwas nachzudenken!

Hier wurden schon User für weitaus weniger angewendete Ausdrücke gesperrt, aber vermutlich stimmt Deine hier geäußerte Grundhaltung als gelernte "Doppelagentin".

Ex-Huf


Reg dich mal wieder ab

Es gibt KEINEN Grund fürdie Admins einzugreifen,auch wenn du es noch so oft forderst!


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#142

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 23:11
von Pitti53 | 8.786 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #140
Zitat von DoreHolm im Beitrag #138
Larissa, ich kann Dir da voll zustimmen. Wichtig ist, daß das deutsche Volk seine Lektion gelernt hat und alles tut, damit sich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie durch Nazi-Deutschland und seine Verbündeten verantwortet, nie wieder widerholen kann. Da haben sich die durch D überfallen Ländern viel schwerer getan, sich mit eigenen Kollaborateuren auseinanderzusetzen, durch die eigene Landsleute, insbes. Juden, nur zu bereitwillig an´s Messer geliefert wurden. Gleichstellung unserer Bürger, die 1945 noch Kinder oder gar nicht geboren waren, durch das Ausland mit den Nazis muß durch unsere Politiker ganz energisch und klar begegnet werden. Wir könnten auch auf die Franzosen böse sein, weil Napoleons Truppen auch hier gehaust, geplündert, vergewaltigt und auch gemordet hatten. Aber die Franzosen sind auch noch stolz auf ihn. Oder die Briten mit ihrer Unterdrückung in den Kolonien, z.B. Niederschlages des Burenaufstandes in SA, Boxeraufstand in China oder Grausamkeiten in Indien und anderswo. Da können sich wohl wirklich alle Völker an die eigene Nase fassen, die haben alle ihre Leichen im Keller und da lenkt es sich schön davon ab, auf einen gemeinsamen Buhmann zeigen zu können. Ich will hier nichts relativieren, Nazi-Deutschland hat hier alles übertroffen. Es liegt natürlich auch an unseren Landsleuten selbst, wie wir durch das Ausland gesehen werden, je nachdem wie wir uns selbst im Ausland verhalten. Laute Engländer, aufdringliche Holländer, rücksichtslose Russen und überhebliche Deutsche sind so Stereotypen.
ExHuf, die Wortwahl von Larissa würde ich nicht auf die Goldwage legen. Sie hat lange Zeit in einem Milieu gearbeitet, in dem feine Umgangsformen nicht immer angebracht waren. Sie sagt es etwas drastisch, aber nicht primitiv-vulgär und als Mann müßtest Du das aushalten können. Warst doch auch mal bei der Fahne.



OH Mann wat bis du fürn Schleimer, dat hältst ja im Kopp nit aus ?




Und du Gert bist ein Nichtversteher(gibts dieses Wort überhaupt?)


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#143

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 23:16
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ich denke nicht das Huf die Balls meint, eher dass was Joss Stone in ihrem Lied der Zensur Willen als Mr. Wankerman besingt.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 09.01.2013 23:17 | nach oben springen

#144

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 23:18
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #142
Zitat von Gert im Beitrag #140
Zitat von DoreHolm im Beitrag #138
Larissa, ich kann Dir da voll zustimmen. Wichtig ist, daß das deutsche Volk seine Lektion gelernt hat und alles tut, damit sich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie durch Nazi-Deutschland und seine Verbündeten verantwortet, nie wieder widerholen kann. Da haben sich die durch D überfallen Ländern viel schwerer getan, sich mit eigenen Kollaborateuren auseinanderzusetzen, durch die eigene Landsleute, insbes. Juden, nur zu bereitwillig an´s Messer geliefert wurden. Gleichstellung unserer Bürger, die 1945 noch Kinder oder gar nicht geboren waren, durch das Ausland mit den Nazis muß durch unsere Politiker ganz energisch und klar begegnet werden. Wir könnten auch auf die Franzosen böse sein, weil Napoleons Truppen auch hier gehaust, geplündert, vergewaltigt und auch gemordet hatten. Aber die Franzosen sind auch noch stolz auf ihn. Oder die Briten mit ihrer Unterdrückung in den Kolonien, z.B. Niederschlages des Burenaufstandes in SA, Boxeraufstand in China oder Grausamkeiten in Indien und anderswo. Da können sich wohl wirklich alle Völker an die eigene Nase fassen, die haben alle ihre Leichen im Keller und da lenkt es sich schön davon ab, auf einen gemeinsamen Buhmann zeigen zu können. Ich will hier nichts relativieren, Nazi-Deutschland hat hier alles übertroffen. Es liegt natürlich auch an unseren Landsleuten selbst, wie wir durch das Ausland gesehen werden, je nachdem wie wir uns selbst im Ausland verhalten. Laute Engländer, aufdringliche Holländer, rücksichtslose Russen und überhebliche Deutsche sind so Stereotypen.
ExHuf, die Wortwahl von Larissa würde ich nicht auf die Goldwage legen. Sie hat lange Zeit in einem Milieu gearbeitet, in dem feine Umgangsformen nicht immer angebracht waren. Sie sagt es etwas drastisch, aber nicht primitiv-vulgär und als Mann müßtest Du das aushalten können. Warst doch auch mal bei der Fahne.



OH Mann wat bis du fürn Schleimer, dat hältst ja im Kopp nit aus ?




Und du Gert bist ein Nichtversteher(gibts dieses Wort überhaupt?)


Gert, ich kanns ertragen. Ich habe noch nie geschleimt. Das ist meine eigene Ansicht. Wenn ich meine, diese nicht aus irgendeinem Grund sagen zu können, dann widerstrebt es mir, jemandem nach dem Mund zu reden. Dann sage ich lieber gar nichts oder, wenn unbedingt eine Stellungnahme von mir erwartet wird, dann relativiere ich, aber stimme nie ein in eine Melodie, die nicht die Meine ist.



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#145

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 23:42
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #142
Zitat von Gert im Beitrag #140
Zitat von DoreHolm im Beitrag #138
Larissa, ich kann Dir da voll zustimmen. Wichtig ist, daß das deutsche Volk seine Lektion gelernt hat und alles tut, damit sich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie durch Nazi-Deutschland und seine Verbündeten verantwortet, nie wieder widerholen kann. Da haben sich die durch D überfallen Ländern viel schwerer getan, sich mit eigenen Kollaborateuren auseinanderzusetzen, durch die eigene Landsleute, insbes. Juden, nur zu bereitwillig an´s Messer geliefert wurden. Gleichstellung unserer Bürger, die 1945 noch Kinder oder gar nicht geboren waren, durch das Ausland mit den Nazis muß durch unsere Politiker ganz energisch und klar begegnet werden. Wir könnten auch auf die Franzosen böse sein, weil Napoleons Truppen auch hier gehaust, geplündert, vergewaltigt und auch gemordet hatten. Aber die Franzosen sind auch noch stolz auf ihn. Oder die Briten mit ihrer Unterdrückung in den Kolonien, z.B. Niederschlages des Burenaufstandes in SA, Boxeraufstand in China oder Grausamkeiten in Indien und anderswo. Da können sich wohl wirklich alle Völker an die eigene Nase fassen, die haben alle ihre Leichen im Keller und da lenkt es sich schön davon ab, auf einen gemeinsamen Buhmann zeigen zu können. Ich will hier nichts relativieren, Nazi-Deutschland hat hier alles übertroffen. Es liegt natürlich auch an unseren Landsleuten selbst, wie wir durch das Ausland gesehen werden, je nachdem wie wir uns selbst im Ausland verhalten. Laute Engländer, aufdringliche Holländer, rücksichtslose Russen und überhebliche Deutsche sind so Stereotypen.
ExHuf, die Wortwahl von Larissa würde ich nicht auf die Goldwage legen. Sie hat lange Zeit in einem Milieu gearbeitet, in dem feine Umgangsformen nicht immer angebracht waren. Sie sagt es etwas drastisch, aber nicht primitiv-vulgär und als Mann müßtest Du das aushalten können. Warst doch auch mal bei der Fahne.



OH Mann wat bis du fürn Schleimer, dat hältst ja im Kopp nit aus ?




Und du Gert bist ein Nichtversteher(gibts dieses Wort überhaupt?)


Ja, das gibt es, seit soeben! Gentlemen, please I am so sorry, ich verbeuge mich zutiefst, dass ich Euch mit den Politikern ohne Eiern erschreckt habe. Zurueck zum katholischen Klosterleben. Ich wuerde am liebsten ein paar russiche Schimpfwoerter mit einfuegen, die meisten sind mehr als primitiv-vulgaer, aber nein, ich kann mich auch very ladylike benehmen (wenn es denn sein muss). Ein Schleimer? was ist denn das nun schon wieder, und dann persoenlich ausgesprochen? Da finde ich die Politiker ohne Eier doch lebensnaher. exHuf, bitte beschweren ueber Gert. Schnecken sind Schleimer. Ekelig. Meine Tochter sagt, das ist eine Beleidigung und, dass der so angesprochene nicht very amused sein duerfte. Gert, was hast Du fur ein Problem mit dem Kopf? Abschneiden und unter dem Arm tragen, das hilft gegen die Schmerzen, fuer eine Weile wenigstens. Ich werde nie wieder von Eiern reden, aber fuer alles andere kann ich keine Gewaehr uebernehmen. Wir koennen noch so schwierige und interessante Gespraeche fuehren, es reicht ein Spielverderber, um den ganzen Laden hochgehen zu lassen. Befreien wir uns von den armen Eiern und gehen zuruck zu dem Thema. Ja, FeliksD, das ist alles normal solche Ausdruecke in so einem Lied. Da regt sich kein Mensch darueber auf. Es kommt eben darauf an, wer was von sich gibt.


zuletzt bearbeitet 10.01.2013 00:05 | nach oben springen

#146

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 09.01.2013 23:49
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zu Eiern und Politikern fällt mir das ein..........




Too many slaves in this world
Die by torture and pain
Too many people do not see
They're killing themselves - going insane

Too many people do not know
Bondage is over the human race
They believe slaves always lose
And this fear keeps them down

Watch the damned (God bless ya)
They're gonna break their chains (hey)
No, you can't stop them (God bless ya)
They're coming to get you
And then you'll get your

Balls to the wall, man
Balls to the wall
You'll get your balls to the wall, man
Balls to the wall - balls to the wall

You may screw their brains
You may sacrifice them, too
You may mortify their flesh
You may rape them all

One day the tortured stand up
And revolt against the evil
They make you drink your blood
And tear yourself to pieces

You better watch the damned (God bless ya)
They're gonna break their chains (hey)
No, you can't stop them (God bless ya)
They're coming to get you
And then you'll get your

Balls to the wall, man
Balls to the wall
You'll get your balls to the wall, man
Balls to the wall - balls to the wall

Come on man, let's stand up all over the world
Let's plug a bomb in everyone's arse
If they don't keep us alive - we're gonna fight for the right

Build a wall with the bodies of the dead - and you're saved
Make the world scared - come on, show me the sign of victory
Sign of victory - sign of victory


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#147

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 00:19
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Es ging im WK2 nicht darum den Nationalsozialismus auszuschalten, sondern Deutschland als die führende Wirtschaftsmacht Europas zu zerstören.

»Germany is an occupied country and it will stay that way...« – »Deutschland ist ein besetztes Land, und das wird es bleiben
Barack Obama bei seinem Antrittsbesuch 2009 in Rammstein vor US-Soldaten.

"Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen ...Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung (Reeducation) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit."
Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagandist nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm

"Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: daß der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde".
Eugen Gerstenmaier, Bundestagspräsident ab 1954, während des Krieges Mitglied der "Bekennenden Kirche" im "Widerstand"

Stauffenbergs Scheitern im Spiegel der angloamerikanischen Geopolitik
http://www.chronos-medien.de/stauffenberg.html

Die NATO wurde gegründet, um die Sowjetunion draussen, die USA drinnen und Deutschland unten zu halten.

Die Wiedervereinigung Deutschlands gab es nur für den Preis des Verzichts auf die D-Mark und somit die Aufgabe einer nationalen Währung die wirtschaftliche Erfolge und Einfluß sicherte.

Also ich persönlich, sehe keinen Grund zu Befreiungsfeierlichkeiten.


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#148

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 00:28
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #147
Es ging im WK2 nicht darum den Nationalsozialismus auszuschalten, sondern Deutschland als die führende Wirtschaftsmacht Europas zu zerstören.

»Germany is an occupied country and it will stay that way...« – »Deutschland ist ein besetztes Land, und das wird es bleiben
Barack Obama bei seinem Antrittsbesuch 2009 in Rammstein vor US-Soldaten.

"Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen ...Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung (Reeducation) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit."
Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagandist nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm

"Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: daß der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde".
Eugen Gerstenmaier, Bundestagspräsident ab 1954, während des Krieges Mitglied der "Bekennenden Kirche" im "Widerstand"

Stauffenbergs Scheitern im Spiegel der angloamerikanischen Geopolitik
http://www.chronos-medien.de/stauffenberg.html

Die NATO wurde gegründet, um die Sowjetunion draussen, die USA drinnen und Deutschland unten zu halten.

Die Wiedervereinigung Deutschlands gab es nur für den Preis des Verzichts auf die D-Mark und somit die Aufgabe einer nationalen Währung die wirtschaftliche Erfolge und Einfluß sicherte.

Also ich persönlich, sehe keinen Grund zu Befreiungsfeierlichkeiten.


Sorry, Eisenacher.........
"In rechtsextremen Kreisen wird Delmer bis heute immer wieder unter Berufung auf die Memoiren von Friedrich Grimm ein Zitat zugeschrieben, in dem ein namenloser Brite die angeblich bewusste Lancierung falscher Greuelmeldungen und -berichte über das nationalsozialistische Deutschland einräumt.[9] Da sich niemals ein Beleg für die Richtigkeit dieser Unterstellung gefunden hat und Grimm in einem anderen Buch dieselbe Äußerung einer anderen Person, einem Franzosen, zuschreibt,[10] wird das angebliche „Zitat“ Grimms in der historischen Forschung als unglaubwürdig gewertet."
Soviel dazu.........


Intellektuelle spielen Telecaster
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#149

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 00:37
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #131
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo



"Zur falschen Zeit am falschen Ort"sind die meisten Mörder!

Ein Glück, das Deutschland 1945 von dieser SS- Mörderbande befreit wurde.


Nun mal langsam mit die Pferdchen.
Ich leiste mir schon immer eine eigene Meinung und für mich ist das ein gutes Gefühl.
Meine Meinung zur Waffen-SS ist folgende:
Das waren in der Mehrheit einfach Elitesoldaten die, ich strapazier mal den Ausdruck, heldenhaft kämpften und das im echten Kriegsgetümmel, nicht wie ihre auch schwarz uniformierten Kameraden in Auschwitz am Ofen.
Sehr viele davon waren im einfachen Soldatenrang, also nicht Haupt- und Obersturmbannführer.
Viele waren wirklich politisch propagandistisch involviert, also fehlgeleitet und Werkzeuge der faschistischen Doktrin, wer sich aber aufschwingen möchte aus seiner eigenen politisch propagantistischen Fehlleitung, z.B. Offizier der GT oder schärfster Posten der GT, also auch ein Werkzeug, eine verachtende Wertung gegenüber diesen Soldaten abzugeben, der sollte erst einmal kurz über sein, ehemaliges, eigenes Sein nachdenken.


zuletzt bearbeitet 10.01.2013 00:46 | nach oben springen

#150

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 00:51
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #148
Zitat von Eisenacher im Beitrag #147
Es ging im WK2 nicht darum den Nationalsozialismus auszuschalten, sondern Deutschland als die führende Wirtschaftsmacht Europas zu zerstören.

»Germany is an occupied country and it will stay that way...« – »Deutschland ist ein besetztes Land, und das wird es bleiben
Barack Obama bei seinem Antrittsbesuch 2009 in Rammstein vor US-Soldaten.

"Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen ...Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung (Reeducation) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit."
Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagandist nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm

"Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: daß der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde".
Eugen Gerstenmaier, Bundestagspräsident ab 1954, während des Krieges Mitglied der "Bekennenden Kirche" im "Widerstand"

Stauffenbergs Scheitern im Spiegel der angloamerikanischen Geopolitik
http://www.chronos-medien.de/stauffenberg.html

Die NATO wurde gegründet, um die Sowjetunion draussen, die USA drinnen und Deutschland unten zu halten.

Die Wiedervereinigung Deutschlands gab es nur für den Preis des Verzichts auf die D-Mark und somit die Aufgabe einer nationalen Währung die wirtschaftliche Erfolge und Einfluß sicherte.

Also ich persönlich, sehe keinen Grund zu Befreiungsfeierlichkeiten.


Sorry, Eisenacher.........
"In rechtsextremen Kreisen wird Delmer bis heute immer wieder unter Berufung auf die Memoiren von Friedrich Grimm ein Zitat zugeschrieben, in dem ein namenloser Brite die angeblich bewusste Lancierung falscher Greuelmeldungen und -berichte über das nationalsozialistische Deutschland einräumt.[9] Da sich niemals ein Beleg für die Richtigkeit dieser Unterstellung gefunden hat und Grimm in einem anderen Buch dieselbe Äußerung einer anderen Person, einem Franzosen, zuschreibt,[10] wird das angebliche „Zitat“ Grimms in der historischen Forschung als unglaubwürdig gewertet."
Soviel dazu.........


Mach Dir nichts daraus. Hier kannst Du im Spiegel nachlesen , was für ein Früchtchen Sefton Delmer war.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45124288.html


zuletzt bearbeitet 10.01.2013 00:52 | nach oben springen

#151

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 00:54
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #149
Zitat von damals wars im Beitrag #131
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo



"Zur falschen Zeit am falschen Ort"sind die meisten Mörder!

Ein Glück, das Deutschland 1945 von dieser SS- Mörderbande befreit wurde.


Nun mal langsam mit die Pferdchen.
Ich leiste mir schon immer eine eigene Meinung und für mich ist das ein gutes Gefühl.
Meine Meinung zur Waffen-SS ist folgende:
Das waren in der Mehrheit einfach Elitesoldaten die, ich strapazier mal den Ausdruck, heldenhaft kämpften und das im echten Kriegsgetümmel, nicht wie ihre auch schwarz uniformierten Kameraden in Auschwitz am Ofen.
Sehr viele davon waren im einfachen Soldatenrang, also nicht Haupt- und Obersturmbannführer.
Viele waren wirklich politisch propagandistisch involviert, also fehlgeleitet, wer sich aber aufschwingen möchte aus seiner eigenen politisch propagantistischen Fehlleitung, z.B. Offizier der GT oder schärfster Posten der GT, also auch ein Werkzeug, eine verachtende Wertung gegenüber diesen Soldaten abzugeben, der sollte erst einmal kurz uber sein, ehemaliges, eigenes Sein nachdenken.



Hallo Grenzwolf,
die Waffen-SS waren keine Elitesoldaten, sondern die Weltanschaungskrieger, die sich Hitler und Konsorten gewünscht bzw. gefodert haben. Und so haben sie sich auch verhalten! Waren ja auch an genügend Kriegsverbrechen beteilgt. Klar haben die fanatisch gekämpft, aber aus ideologischen Gründen. Eilitetruppen waren sie nur, weil ihnen die beste Ausrüstung zur Verfügung gestellt wurde und weil weil sie ohne Rücksicht auf Verluste gekämpft haben. Im militärischen Sinne oft auch unsinnig! Und wenn man dann noch in Rechnung stellt, das viele von denen wussten, was ihnen blüht, wenn sie in Gefangenschaft geraten, erklärt das auch, warum sie so fanatisch gekämpft haben. Für mich ist das keine Ruhmestat!


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 10.01.2013 00:58 | nach oben springen

#152

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 00:59
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #151
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #149
Zitat von damals wars im Beitrag #131
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo



"Zur falschen Zeit am falschen Ort"sind die meisten Mörder!

Ein Glück, das Deutschland 1945 von dieser SS- Mörderbande befreit wurde.


Nun mal langsam mit die Pferdchen.
Ich leiste mir schon immer eine eigene Meinung und für mich ist das ein gutes Gefühl.
Meine Meinung zur Waffen-SS ist folgende:
Das waren in der Mehrheit einfach Elitesoldaten die, ich strapazier mal den Ausdruck, heldenhaft kämpften und das im echten Kriegsgetümmel, nicht wie ihre auch schwarz uniformierten Kameraden in Auschwitz am Ofen.
Sehr viele davon waren im einfachen Soldatenrang, also nicht Haupt- und Obersturmbannführer.
Viele waren wirklich politisch propagandistisch involviert, also fehlgeleitet, wer sich aber aufschwingen möchte aus seiner eigenen politisch propagantistischen Fehlleitung, z.B. Offizier der GT oder schärfster Posten der GT, also auch ein Werkzeug, eine verachtende Wertung gegenüber diesen Soldaten abzugeben, der sollte erst einmal kurz uber sein, ehemaliges, eigenes Sein nachdenken.



Hallo Grenzwolf,
die Waffen-SS waren keine Elitesoldaten, sondern die Weltanschaungskrieger, die sich Hitler und Konsorten gewünscht bzw. gefodert haben. Und so haben sie sich auch verhalten! Waren ja auch an genügend Kriegsverbrechen beteilgt. Klar haben die fanatisch gekämpft, aber aus ideologischen Gründen. Eilitetruppen waren sie nur, weil ihnen die beste Ausrüstung zur Verfügung gestellt wurde und weil weil sir ohne Rücksicht auf Verluste gekämpft haben. Im militärischen Sinne oft auch unsinnig! Und wenn man dann noch in Rechnung stellt, das viele von denen wussten, was ihnen blüht, wenn sie in Gefangenschaft geraten, erklärt das auch, warum sie so fanatisch gekämpft haben. Für mich ist das keine Ruhmestat!


Schuddel, ein Weltanschauungskrieger war ich dann zwangsläufig wohl am mir zugeteiltem Platz im Kampf der Systheme auch.
Ihr Westdeutschen kennt keine erlebte Diktatur und wie Menschen in einer solchen funktionieren.


zuletzt bearbeitet 10.01.2013 01:05 | nach oben springen

#153

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 01:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #149
Zitat von damals wars im Beitrag #131
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo



"Zur falschen Zeit am falschen Ort"sind die meisten Mörder!

Ein Glück, das Deutschland 1945 von dieser SS- Mörderbande befreit wurde.


Nun mal langsam mit die Pferdchen.
Ich leiste mir schon immer eine eigene Meinung und für mich ist das ein gutes Gefühl.
Meine Meinung zur Waffen-SS ist folgende:
Das waren in der Mehrheit einfach Elitesoldaten die, ich strapazier mal den Ausdruck, heldenhaft kämpften und das im echten Kriegsgetümmel, nicht wie ihre auch schwarz uniformierten Kameraden in Auschwitz am Ofen.
Sehr viele davon waren im einfachen Soldatenrang, also nicht Haupt- und Obersturmbannführer.
Viele waren wirklich politisch propagandistisch involviert, also fehlgeleitet und Werkzeuge der faschistischen Doktrin, wer sich aber aufschwingen möchte aus seiner eigenen politisch propagantistischen Fehlleitung, z.B. Offizier der GT oder schärfster Posten der GT, also auch ein Werkzeug, eine verachtende Wertung gegenüber diesen Soldaten abzugeben, der sollte erst einmal kurz über sein, ehemaliges, eigenes Sein nachdenken.




So gehen die Meinungen unentwegt auseinander, selbst zur Waffen SS. Ich hatte diese Erinnerung vor einigen Stunden geschrieben, bevor ich hier angeklagt wurde, nun stelle ich diese ein:

Mein Vater, SS Mann, versuchte Ende 1944 von Berlin aus zu entkommen und geriet in Frankreich in US- Gefangenschaft. Auch wenn er Nazi war, seine Geschichten entsprachen der Wahrheit, ich hoerte von alten Maenner spaeter aehnliches. Die gefangenen Deutschen wurden in Zuegen Richtung Kanalkueste verfrachtet, Richtung England. Als diese Zuege auf den Bahnhoefen in Frankreich halten mussten, schlugen die Franzosen mit allem was sie hatten auf die Deutschen Soldaten in den Waggons, stachen mit grossen Feldforken und schlugen mit Aexten und sonstigen Gegenstaenden zu. Es wurde so schlimm, dass die Amis beschlossen, dass die Zuege die Bahnhoefe nur noch schleichend durchfuhren ohne anzuhalten. Er erzaehlte, dass sie eine Einstellung hatten, dass sie kaum noch etwas zu verlieren haetten und sie raechten sich, indem sie den Faekalieneimer aus dem Waggon schmissen, immer wenn sie langsam durch einen franzosischen Bahnhof fuhren. Sie erfreuten sich am Geschrei der Menschen und Geklackere des Eimers, der sich ueber die Bahnsteige und Menschen verteilte, eine Freude, die nur von sehr kurzer Dauer war, denn, sie hungerten, bekamen nicht einmal Wasser zu trinken.
Nach Ankunft und Vernehmungen In England wurde er von den Amis uebernommen und nach Camp Alice in Alabama ueberfuehrt. Er musste auf den Erdnuss- und Baumwollfelder mit den Schwarzen arbeiten. Er sagte, er haette nur noch Hunger gehabt und sich nach dem Essen seiner Mutter gesehnt (meine russische Oma). Im Lager hoerten sie Nachrichten ueber die Fluechtlinge in Deutschland, und wusste noch nicht, dass meine Oma, selbst russischer Abstammung, von der Roten Armee nach Sibirien verschleppt worden war, und, dass sein einziger Bruder gefallen war. Die polnischen Nachbarn hatten den Russen gesagt, sie waere Deutsche. Mein Grossvater als Dorfgendarm hat den Trek der Dorfbewohner nach Westen gefuehrt. Mein Vater hat spaeter nie Erdnuesse gegessen, er sagte, er haette sich davor so geekelt, aber andererseits immer Hunger gehabt, diese wurden gruen gepflueckt und die POWs bekamen heftigen Durchfall davon. Diese bekamen keine Handschuhe fuer das Baumwollpfluecken, die Schwarzen wickelten sich immer kleine Lappen um die Finger. Baumwollpfluecken kann aeusserst schmerzhaft sein, da die aufgeplatzte Huelle/Schale sehr hart ist und die Finger blutig werden. Sie wurden auch von den US Waertern mit Peitschen vertrimmt, weil sie mit den Schwarzen sprachen, was sie aber weiterhin nicht davon abhielten. Dafuer wurden ihnen gesagt, sie wuerden genau wie die Schwarzen behandelt. Ich erinnere mich genau, dass er erzaehlte, dass am 8.5. sie, entgegen sonstigen Gepflogenheiten, keine Essenszuteilungen bekamen. Die Amerikaner waren unschluessig, darueber was zu machen mit diesen Deutschen, die praktisch Gaeste hinterm Stacheldraht waren und versorgt werden mussten. Die Amerikaner haben schnell angefangen, diese POWs nach Europa zu verschiffen, weil sie selbst genug Probleme hatten.
Er war handwerklich sehr geschickt und erzaehlte, sie haetten Spielzeug fuer die schwarzen Kinder gebastelt und dass sie von denen auch in ihre armseligen Huetten zum Essen eingeladen wurden, wo sie dann verbotenerweise hingingen. Entlaufen konnten sie nicht. Camp Alice war in einem Sumpfgebiet, ein Entkommen unmoeglich, vor allem vor den giftigen Schlangen und Spinnen wurde gewarnt. Er sagte solch verkommene Huetten der Schwarzen haette er nie vorher gegessen; es gab Gruenkohl ohne Gewuerz und Mais, trotzdem war das Essen heiss und reichlich. Nie zuvor habe er Menschen gesehen, die in so unglaublicher Armut gelebt haetten, keine Schuhe trugen und in Lumpen herumliefen und auch Angst vor den Weissen hatten. Das erlebte er als Nazi. Ich frage mich heute noch, warum er Nazi geworden ist. Er muss ein Herz gehabt haben. Eine Freude wwar es fuer ihn, als die kleinen Schwarzen, sich so ueber das gebastelte Spielzeug freuten. Er redete von grossen schwarzen leuchtenden Augen der Kinder.
Er wurde Ende 1945 wieder in die Obhut der Englaender uebergeben und nach England zurueckgeschickt und war bis 1956 in England interniert, hatte in der Zwischenzeit meine Mutter kennengelernt. Die Camps musste man sich so vorstellen, dass diese offen waren, es gab wie in Alabama auch kein Entkommen von der Insel, und die POWs gingen tagsueber zur Arbeit, die Englaender hatten sich sehr schnell dieser Maenner angenommen und nutzten ihre Arbeitskraft. Abends ging es zuruck ins Camp. Er durfte noch nicht nach Deutschland zurueck, wie viele seiner Kameraden in den englischen Camps, die Beginn 1950 nach Deutschland zurueckgingen.
Er war ein sehr geschickter und sehr intelligenter Mann, sprach deutsch, polnisch, russisch und wenige Jahre spaeter fliessend englisch. Nach all diesen Verlusten blieb er trotzdem der nationsozialistischen Einstellung treu. Er vernneinte die Judenvernichtung, bzw. dass es so durchgefuehrt wurde, und stellte dieses als Luege da, obwohl er auf der anderen Seite ueber die 'gelben Sterne' erzaehlte Sichtlich war er ein geblendeter seiner Zeit, der dann fuer das elende Ende seiner Mutter in Russland und den Tod des Bruders und den Verlust seiner Heimat allein den Russen und Amis anlastete, niemals der Nazi Diktatur. Er schimpfte auch spaeter ueber die Russen wegen Stalingrad, sie waeren es, die so viele hunderttausende Deutsche getoetet haetten, er schimpfte auch auf die Englaender und Amerikaner, die Deutschland bombardiert und die Dresden in Schutt und Asche gelegt hatten, obwohl die Stadt voller Fluechtlinge war. Teilweise hatte er Recht.
Nein, er in Alabama damals am 8. Mai 1945, meilenweit von Zuhause fort und einem ungewissen Schicksal entgegengehend, hat diesen Tag sicher nicht als Befreiung gesehen. Er hat es als Schande, als Prestigeverlust gesehen, als Schmach, dass Deutschland den Krieg verloren hatte. Und gab allen anderen die Schuld. In der deutschen Familie blieben die Fotos von ihm in SS Uniform unter Verschluss.
Er blieb Hitler und seinem eigenen Tun und Denken loyal bis ins Grab.


frank und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.01.2013 01:17 | nach oben springen

#154

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 01:12
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #152
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #151
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #149
Zitat von damals wars im Beitrag #131
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo



"Zur falschen Zeit am falschen Ort"sind die meisten Mörder!

Ein Glück, das Deutschland 1945 von dieser SS- Mörderbande befreit wurde.


Nun mal langsam mit die Pferdchen.
Ich leiste mir schon immer eine eigene Meinung und für mich ist das ein gutes Gefühl.
Meine Meinung zur Waffen-SS ist folgende:
Das waren in der Mehrheit einfach Elitesoldaten die, ich strapazier mal den Ausdruck, heldenhaft kämpften und das im echten Kriegsgetümmel, nicht wie ihre auch schwarz uniformierten Kameraden in Auschwitz am Ofen.
Sehr viele davon waren im einfachen Soldatenrang, also nicht Haupt- und Obersturmbannführer.
Viele waren wirklich politisch propagandistisch involviert, also fehlgeleitet, wer sich aber aufschwingen möchte aus seiner eigenen politisch propagantistischen Fehlleitung, z.B. Offizier der GT oder schärfster Posten der GT, also auch ein Werkzeug, eine verachtende Wertung gegenüber diesen Soldaten abzugeben, der sollte erst einmal kurz uber sein, ehemaliges, eigenes Sein nachdenken.



Hallo Grenzwolf,
die Waffen-SS waren keine Elitesoldaten, sondern die Weltanschaungskrieger, die sich Hitler und Konsorten gewünscht bzw. gefodert haben. Und so haben sie sich auch verhalten! Waren ja auch an genügend Kriegsverbrechen beteilgt. Klar haben die fanatisch gekämpft, aber aus ideologischen Gründen. Eilitetruppen waren sie nur, weil ihnen die beste Ausrüstung zur Verfügung gestellt wurde und weil weil sir ohne Rücksicht auf Verluste gekämpft haben. Im militärischen Sinne oft auch unsinnig! Und wenn man dann noch in Rechnung stellt, das viele von denen wussten, was ihnen blüht, wenn sie in Gefangenschaft geraten, erklärt das auch, warum sie so fanatisch gekämpft haben. Für mich ist das keine Ruhmestat!


Schuddel, ein Weltanschauungskrieger war ich dann zwangsläufig wohl auch.
Ihr Westdeutschen kennt keine erlebte Diktatur und wie Menschen in einer solchen funktionieren.



Hmmm, kannste recht mit haben. Ich habe keine Diktatur kennengelernt und bin auch nicht scharf drauf! Aber um es mal so zu sagen: "Yes, there are two paths you can go by, but in the long run
There's still time to change the road you're on."
Ich spreche jetzt nur für mich, aber ich würde mich nie für eine Weltanschaung einspannen lassen!


Intellektuelle spielen Telecaster
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#155

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 01:14
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Larissa im Beitrag #153
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #149
Zitat von damals wars im Beitrag #131
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo



"Zur falschen Zeit am falschen Ort"sind die meisten Mörder!

Ein Glück, das Deutschland 1945 von dieser SS- Mörderbande befreit wurde.


Nun mal langsam mit die Pferdchen.
Ich leiste mir schon immer eine eigene Meinung und für mich ist das ein gutes Gefühl.
Meine Meinung zur Waffen-SS ist folgende:
Das waren in der Mehrheit einfach Elitesoldaten die, ich strapazier mal den Ausdruck, heldenhaft kämpften und das im echten Kriegsgetümmel, nicht wie ihre auch schwarz uniformierten Kameraden in Auschwitz am Ofen.
Sehr viele davon waren im einfachen Soldatenrang, also nicht Haupt- und Obersturmbannführer.
Viele waren wirklich politisch propagandistisch involviert, also fehlgeleitet und Werkzeuge der faschistischen Doktrin, wer sich aber aufschwingen möchte aus seiner eigenen politisch propagantistischen Fehlleitung, z.B. Offizier der GT oder schärfster Posten der GT, also auch ein Werkzeug, eine verachtende Wertung gegenüber diesen Soldaten abzugeben, der sollte erst einmal kurz über sein, ehemaliges, eigenes Sein nachdenken.




So gehen die Meinungen unentwegt auseinander, selbst zur Waffen SS. Ich hatte diese Erinnerung vor einigen Stunden geschrieben, bevor ich hier angeklagt wurde, nun stelle ich diese ein:

Mein Vater, SS Mann, versuchte Ende 1944 von Berlin aus zu entkommen und geriet in Frankreich in US- Gefangenschaft. Auch wenn er Nazi war, seine Geschichten entsprachen der Wahrheit, ich hoerte von alten Maenner spaeter aehnliches. Die gefangenen Deutschen wurden in Zuegen Richtung Kanalkueste verfrachtet, Richtung England. Als diese Zuege auf den Bahnhoefen in Frankreich halten mussten, schlugen die Franzosen mit allem was sie hatten auf die Deutschen Soldaten in den Waggons, stachen mit grossen Feldforken und schlugen mit Aexten und sonstigen Gegenstaenden zu. Es wurde so schlimm, dass die Amis beschlossen, dass die Zuege die Bahnhoefe nur noch schleichend durchfuhren ohne anzuhalten. Er erzaehlte, dass sie eine Einstellung hatten, dass sie kaum noch etwas zu verlieren haetten und sie raechten sich, indem sie den Faekalieneimer aus dem Waggon schmissen, immer wenn sie langsam durch einen franzosischen Bahnhof fuhren. Sie erfreuten sich am Geschrei der Menschen und Geklackere des Eimers, der sich ueber die Bahnsteige und Menschen verteilte, eine Freude, die nur von sehr kurzer Dauer war, denn, sie hungerten, bekamen nicht einmal Wasser zu trinken.
Nach Ankunft und Vernehmungen In England wurde er von den Amis uebernommen und nach Camp Alice in Alabama ueberfuehrt. Er musste auf den Erdnuss- und Baumwollfelder mit den Schwarzen arbeiten. Er sagte, er haette nur noch Hunger gehabt und sich nach dem Essen seiner Mutter gesehnt (meine russische Oma). Im Lager hoerten sie Nachrichten ueber die Fluechtlinge in Deutschland, und wusste noch nicht, dass meine Oma, selbst russischer Abstammung, von der Roten Armee nach Sibirien verschleppt worden war, und, dass sein einziger Bruder gefallen war. Die polnischen Nachbarn hatten den Russen gesagt, sie waere Deutsche. Mein Grossvater als Dorfgendarm hat den Trek der Dorfbewohner nach Westen gefuehrt. Mein Vater hat spaeter nie Erdnuesse gegessen, er sagte, er haette sich davor so geekelt, aber andererseits immer Hunger gehabt, diese wurden gruen gepflueckt und die POWs bekamen heftigen Durchfall davon. Diese bekamen keine Handschuhe fuer das Baumwollpfluecken, die Schwarzen wickelten sich immer kleine Lappen um die Finger. Baumwollpfluecken kann aeusserst schmerzhaft sein, da die aufgeplatzte Huelle/Schale sehr hart ist und die Finger blutig werden. Sie wurden auch von den US Waertern mit Peitschen vertrimmt, weil sie mit den Schwarzen sprachen, was sie aber weiterhin nicht davon abhielten. Dafuer wurden ihnen gesagt, sie wuerden genau wie die Schwarzen behandelt. Ich erinnere mich genau, dass er erzaehlte, dass am 8.5. sie, entgegen sonstigen Gepflogenheiten, keine Essenszuteilungen bekamen. Die Amerikaner waren unschluessig, darueber was zu machen mit diesen Deutschen, die praktisch Gaeste hinterm Stacheldraht waren und versorgt werden mussten. Die Amerikaner haben schnell angefangen, diese POWs nach Europa zu verschiffen, weil sie selbst genug Probleme hatten.
Er war handwerklich sehr geschickt und erzaehlte, sie haetten Spielzeug fuer die schwarzen Kinder gebastelt und dass sie von denen auch in ihre armseligen Huetten zum Essen eingeladen wurden, wo sie dann verbotenerweise hingingen. Entlaufen konnten sie nicht. Camp Alice war in einem Sumpfgebiet, ein Entkommen unmoeglich, vor allem vor den giftigen Schlangen und Spinnen wurde gewarnt. Er sagte solch verkommene Huetten der Schwarzen haette er nie vorher gegessen; es gab Gruenkohl ohne Gewuerz und Mais, trotzdem war das Essen heiss und reichlich. Nie zuvor habe er Menschen gesehen, die in so unglaublicher Armut gelebt haetten, keine Schuhe trugen und in Lumpen herumliefen und auch Angst vor den Weissen hatten. Das erlebte er als Nazi. Ich frage mich heute noch, warum er Nazi geworden ist. Er muss ein Herz gehabt haben. Eine Freude wwar es fuer ihn, als die kleinen Schwarzen, sich so ueber das gebastelte Spielzeug freuten. Er redete von grossen schwarzen leuchtenden Augen der Kinder.
Er wurde Ende 1945 wieder in die Obhut der Englaender uebergeben und nach England zurueckgeschickt und war bis 1956 in England interniert, hatte in der Zwischenzeit meine Mutter kennengelernt. Die Camps musste man sich so vorstellen, dass diese offen waren, es gab wie in Alabama auch kein Entkommen von der Insel, und die POWs gingen tagsueber zur Arbeit, die Englaender hatten sich sehr schnell dieser Maenner angenommen und nutzten ihre Arbeitskraft. Abends ging es zuruck ins Camp. Er durfte noch nicht nach Deutschland zurueck, wie viele seiner Kameraden in den englischen Camps, die Beginn 1950 nach Deutschland zurueckgingen.
Er war ein sehr geschickter und sehr intelligenter Mann, sprach deutsch, polnisch, russisch und wenige Jahre spaeter fliessend englisch. Nach all diesen Verlusten blieb er trotzdem der nationsozialistischen Einstellung treu. Er vernneinte die Judenvernichtung, stellte diese als Luege da. Sichtlich war er trotzdem ein sehr geblendeter Mann, der dann fuer das elende Ende seiner Mutter in Russland und den Tod des Bruders und den Verlust seiner Heimat allein den Russen und Amis anlastete, niemals der Nazi Diktatur. Er schimpfte auch spaeter ueber die Russen wegen Stalingrad, sie waeren es, die so viele hunderttausende Deutsche getoetet haetten, er schimpfte auch auf die Englaender und Amerikaner, die Deutschland bombardiert und die Dresden in Schutt und Asche gelegt hatten, obwohl die Stadt voller Fluechtlinge war. Teilweise hatte er Recht.
Nein, er in Alabama damals am 8. Mai 1945, meilenweit von Zuhause fort und einem ungewissen Schicksal entgegengehend, hat diesen Tag sicher nicht als Befreiung gesehen. Er hat es als Schande, als Prestigeverlust gesehen, als Schmach, dass Deutschland den Krieg verloren hatte. Und gab allen anderen die Schuld. In der deutschen Familie blieben die Fotos von ihm in SS Uniform unter Verschluss. Er blieb Hitler und seinem eigenen Tun und Denken loyal bis ins Grab.



Larissa, mein armer Vater kam vom stalingrader Kessel als einer der wenigen Überlebenden in Gefangenschaft und das bis 1953.
Als relativ alter Vater war er für mich bis ins hohe Alter (seines) eine Respekts- und Erziehungsperson.
Die Erlebnisse seines Lebens ließen ihn aber recht hart werden von der Seele her, aber viele Menschen werden wohl solche Härten auch nicht erleben müssen.
Wenn ich ans Grab gehe dann verbeuge ich mich tief.
Was wissen wir nachgeborenen schon vom echten Schmerz der vom Krieg heimgesuchten Menschen.


zuletzt bearbeitet 10.01.2013 01:20 | nach oben springen

#156

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 01:25
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #154
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #152
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #151
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #149
Zitat von damals wars im Beitrag #131
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo



"Zur falschen Zeit am falschen Ort"sind die meisten Mörder!

Ein Glück, das Deutschland 1945 von dieser SS- Mörderbande befreit wurde.


Nun mal langsam mit die Pferdchen.
Ich leiste mir schon immer eine eigene Meinung und für mich ist das ein gutes Gefühl.
Meine Meinung zur Waffen-SS ist folgende:
Das waren in der Mehrheit einfach Elitesoldaten die, ich strapazier mal den Ausdruck, heldenhaft kämpften und das im echten Kriegsgetümmel, nicht wie ihre auch schwarz uniformierten Kameraden in Auschwitz am Ofen.
Sehr viele davon waren im einfachen Soldatenrang, also nicht Haupt- und Obersturmbannführer.
Viele waren wirklich politisch propagandistisch involviert, also fehlgeleitet, wer sich aber aufschwingen möchte aus seiner eigenen politisch propagantistischen Fehlleitung, z.B. Offizier der GT oder schärfster Posten der GT, also auch ein Werkzeug, eine verachtende Wertung gegenüber diesen Soldaten abzugeben, der sollte erst einmal kurz uber sein, ehemaliges, eigenes Sein nachdenken.



Hallo Grenzwolf,
die Waffen-SS waren keine Elitesoldaten, sondern die Weltanschaungskrieger, die sich Hitler und Konsorten gewünscht bzw. gefodert haben. Und so haben sie sich auch verhalten! Waren ja auch an genügend Kriegsverbrechen beteilgt. Klar haben die fanatisch gekämpft, aber aus ideologischen Gründen. Eilitetruppen waren sie nur, weil ihnen die beste Ausrüstung zur Verfügung gestellt wurde und weil weil sir ohne Rücksicht auf Verluste gekämpft haben. Im militärischen Sinne oft auch unsinnig! Und wenn man dann noch in Rechnung stellt, das viele von denen wussten, was ihnen blüht, wenn sie in Gefangenschaft geraten, erklärt das auch, warum sie so fanatisch gekämpft haben. Für mich ist das keine Ruhmestat!


Schuddel, ein Weltanschauungskrieger war ich dann zwangsläufig wohl auch.
Ihr Westdeutschen kennt keine erlebte Diktatur und wie Menschen in einer solchen funktionieren.



Hmmm, kannste recht mit haben. Ich habe keine Diktatur kennengelernt und bin auch nicht scharf drauf! Aber um es mal so zu sagen: "Yes, there are two paths you can go by, but in the long run
There's still time to change the road you're on."
Ich spreche jetzt nur für mich, aber ich würde mich nie für eine Weltanschaung einspannen lassen!


Das ist naives Denken. In der Regel bleibt Dir im Ernstfall nur die Wahl: Kugel von hinten oder von vorne.


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#157

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 01:27
von Gelöschtes Mitglied
avatar

von Grenzwolf62: Larissa, mein armer Vater kam vom stalingrader Kessel als einer der wenigen Überlebenden in Gefangenschaft und das bis 1953.
Als relativ alter Vater war er für mich bis ins hohe Alter (seines) eine Respekts- und Erziehungsperson.
Die Erlebnisse seines Lebens ließen ihn aber recht hart werden von der Seele her, aber viele Menschen werden wohl solche Härten auch nicht erleben müssen.

[/quote]

Das ist richtig Grenzwolf, diese Erlebnisse haben das weitere Leben dieser Maenner bestimmt. Das Leid in Stalingrad kann nicht in Worte gefasst werden. Mein Vater benahm sich mir sehr schlimm gegenueber, schon als kleines Maedchen musste ich vor ihm strammstehen. Immer habe ich versucht ihn und das fuerchterliche Schicksal zu verstehen, von dem ich viel mit anhoeren musste in der Familie. Er lebte in diesem Hass, auch sein seelischer Zustand war nicht mehr zu kitten. Geliebt hat er mich nicht und ich ihn auch nicht, nach seinem Tod war es keine Freude und keine Trauer, es war einfach nichts da, aber respektiert habe ich ihn. Er hat es nur nicht verstanden. Dennoch, so wie Du sagst, viele Menschen haben keine Ahnung von solchen erlebten Haerten und befassen sich auch ungerne damit.


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#158

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 01:28
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #153
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #149
Zitat von damals wars im Beitrag #131
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo



"Zur falschen Zeit am falschen Ort"sind die meisten Mörder!

Ein Glück, das Deutschland 1945 von dieser SS- Mörderbande befreit wurde.


Nun mal langsam mit die Pferdchen.
Ich leiste mir schon immer eine eigene Meinung und für mich ist das ein gutes Gefühl.
Meine Meinung zur Waffen-SS ist folgende:
Das waren in der Mehrheit einfach Elitesoldaten die, ich strapazier mal den Ausdruck, heldenhaft kämpften und das im echten Kriegsgetümmel, nicht wie ihre auch schwarz uniformierten Kameraden in Auschwitz am Ofen.
Sehr viele davon waren im einfachen Soldatenrang, also nicht Haupt- und Obersturmbannführer.
Viele waren wirklich politisch propagandistisch involviert, also fehlgeleitet und Werkzeuge der faschistischen Doktrin, wer sich aber aufschwingen möchte aus seiner eigenen politisch propagantistischen Fehlleitung, z.B. Offizier der GT oder schärfster Posten der GT, also auch ein Werkzeug, eine verachtende Wertung gegenüber diesen Soldaten abzugeben, der sollte erst einmal kurz über sein, ehemaliges, eigenes Sein nachdenken.




So gehen die Meinungen unentwegt auseinander, selbst zur Waffen SS. Ich hatte diese Erinnerung vor einigen Stunden geschrieben, bevor ich hier angeklagt wurde, nun stelle ich diese ein:

Mein Vater, SS Mann, versuchte Ende 1944 von Berlin aus zu entkommen und geriet in Frankreich in US- Gefangenschaft. Auch wenn er Nazi war, seine Geschichten entsprachen der Wahrheit, ich hoerte von alten Maenner spaeter aehnliches. Die gefangenen Deutschen wurden in Zuegen Richtung Kanalkueste verfrachtet, Richtung England. Als diese Zuege auf den Bahnhoefen in Frankreich halten mussten, schlugen die Franzosen mit allem was sie hatten auf die Deutschen Soldaten in den Waggons, stachen mit grossen Feldforken und schlugen mit Aexten und sonstigen Gegenstaenden zu. Es wurde so schlimm, dass die Amis beschlossen, dass die Zuege die Bahnhoefe nur noch schleichend durchfuhren ohne anzuhalten. Er erzaehlte, dass sie eine Einstellung hatten, dass sie kaum noch etwas zu verlieren haetten und sie raechten sich, indem sie den Faekalieneimer aus dem Waggon schmissen, immer wenn sie langsam durch einen franzosischen Bahnhof fuhren. Sie erfreuten sich am Geschrei der Menschen und Geklackere des Eimers, der sich ueber die Bahnsteige und Menschen verteilte, eine Freude, die nur von sehr kurzer Dauer war, denn, sie hungerten, bekamen nicht einmal Wasser zu trinken.
Nach Ankunft und Vernehmungen In England wurde er von den Amis uebernommen und nach Camp Alice in Alabama ueberfuehrt. Er musste auf den Erdnuss- und Baumwollfelder mit den Schwarzen arbeiten. Er sagte, er haette nur noch Hunger gehabt und sich nach dem Essen seiner Mutter gesehnt (meine russische Oma). Im Lager hoerten sie Nachrichten ueber die Fluechtlinge in Deutschland, und wusste noch nicht, dass meine Oma, selbst russischer Abstammung, von der Roten Armee nach Sibirien verschleppt worden war, und, dass sein einziger Bruder gefallen war. Die polnischen Nachbarn hatten den Russen gesagt, sie waere Deutsche. Mein Grossvater als Dorfgendarm hat den Trek der Dorfbewohner nach Westen gefuehrt. Mein Vater hat spaeter nie Erdnuesse gegessen, er sagte, er haette sich davor so geekelt, aber andererseits immer Hunger gehabt, diese wurden gruen gepflueckt und die POWs bekamen heftigen Durchfall davon. Diese bekamen keine Handschuhe fuer das Baumwollpfluecken, die Schwarzen wickelten sich immer kleine Lappen um die Finger. Baumwollpfluecken kann aeusserst schmerzhaft sein, da die aufgeplatzte Huelle/Schale sehr hart ist und die Finger blutig werden. Sie wurden auch von den US Waertern mit Peitschen vertrimmt, weil sie mit den Schwarzen sprachen, was sie aber weiterhin nicht davon abhielten. Dafuer wurden ihnen gesagt, sie wuerden genau wie die Schwarzen behandelt. Ich erinnere mich genau, dass er erzaehlte, dass am 8.5. sie, entgegen sonstigen Gepflogenheiten, keine Essenszuteilungen bekamen. Die Amerikaner waren unschluessig, darueber was zu machen mit diesen Deutschen, die praktisch Gaeste hinterm Stacheldraht waren und versorgt werden mussten. Die Amerikaner haben schnell angefangen, diese POWs nach Europa zu verschiffen, weil sie selbst genug Probleme hatten.
Er war handwerklich sehr geschickt und erzaehlte, sie haetten Spielzeug fuer die schwarzen Kinder gebastelt und dass sie von denen auch in ihre armseligen Huetten zum Essen eingeladen wurden, wo sie dann verbotenerweise hingingen. Entlaufen konnten sie nicht. Camp Alice war in einem Sumpfgebiet, ein Entkommen unmoeglich, vor allem vor den giftigen Schlangen und Spinnen wurde gewarnt. Er sagte solch verkommene Huetten der Schwarzen haette er nie vorher gegessen; es gab Gruenkohl ohne Gewuerz und Mais, trotzdem war das Essen heiss und reichlich. Nie zuvor habe er Menschen gesehen, die in so unglaublicher Armut gelebt haetten, keine Schuhe trugen und in Lumpen herumliefen und auch Angst vor den Weissen hatten. Das erlebte er als Nazi. Ich frage mich heute noch, warum er Nazi geworden ist. Er muss ein Herz gehabt haben. Eine Freude wwar es fuer ihn, als die kleinen Schwarzen, sich so ueber das gebastelte Spielzeug freuten. Er redete von grossen schwarzen leuchtenden Augen der Kinder.
Er wurde Ende 1945 wieder in die Obhut der Englaender uebergeben und nach England zurueckgeschickt und war bis 1956 in England interniert, hatte in der Zwischenzeit meine Mutter kennengelernt. Die Camps musste man sich so vorstellen, dass diese offen waren, es gab wie in Alabama auch kein Entkommen von der Insel, und die POWs gingen tagsueber zur Arbeit, die Englaender hatten sich sehr schnell dieser Maenner angenommen und nutzten ihre Arbeitskraft. Abends ging es zuruck ins Camp. Er durfte noch nicht nach Deutschland zurueck, wie viele seiner Kameraden in den englischen Camps, die Beginn 1950 nach Deutschland zurueckgingen.
Er war ein sehr geschickter und sehr intelligenter Mann, sprach deutsch, polnisch, russisch und wenige Jahre spaeter fliessend englisch. Nach all diesen Verlusten blieb er trotzdem der nationsozialistischen Einstellung treu. Er vernneinte die Judenvernichtung, bzw. dass es so durchgefuehrt wurde, und stellte dieses als Luege da, obwohl er auf der anderen Seite ueber die 'gelben Sterne' erzaehlte Sichtlich war er ein geblendeter seiner Zeit, der dann fuer das elende Ende seiner Mutter in Russland und den Tod des Bruders und den Verlust seiner Heimat allein den Russen und Amis anlastete, niemals der Nazi Diktatur. Er schimpfte auch spaeter ueber die Russen wegen Stalingrad, sie waeren es, die so viele hunderttausende Deutsche getoetet haetten, er schimpfte auch auf die Englaender und Amerikaner, die Deutschland bombardiert und die Dresden in Schutt und Asche gelegt hatten, obwohl die Stadt voller Fluechtlinge war. Teilweise hatte er Recht.
Nein, er in Alabama damals am 8. Mai 1945, meilenweit von Zuhause fort und einem ungewissen Schicksal entgegengehend, hat diesen Tag sicher nicht als Befreiung gesehen. Er hat es als Schande, als Prestigeverlust gesehen, als Schmach, dass Deutschland den Krieg verloren hatte. Und gab allen anderen die Schuld. In der deutschen Familie blieben die Fotos von ihm in SS Uniform unter Verschluss.
Er blieb Hitler und seinem eigenen Tun und Denken loyal bis ins Grab.


Tja Larissa, es wird wohl für uns alle immer ein Rätsel bleiben, was in diesen Menschen vorging. Waren sie ein Produkt ihrer Erziehung oder ihrer Umwelt? Warum konnten sie nicht sagen" Es war der falsche Weg"? Vielleicht muss man zu der Zeit aufgewachsen sein. Einer meiner Großväter war auch so ein "Brauner Sack". Ich weiß nur, das er früh in der SA war. Später muss er aber bei den Totenkopfverbänden oder der Waffen-SS gewesen sein. Genaues konnte ich nie herausfinden. War es am Ende eine "verführte Generation"?


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#159

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 01:32
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #156
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #154
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #152
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #151
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #149
Zitat von damals wars im Beitrag #131
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #128
Auch die Amerikaner trugen nicht immer Glacehandschuhe http://www.youtube.com/watch?v=yZo5oZOu9Zo



"Zur falschen Zeit am falschen Ort"sind die meisten Mörder!

Ein Glück, das Deutschland 1945 von dieser SS- Mörderbande befreit wurde.


Nun mal langsam mit die Pferdchen.
Ich leiste mir schon immer eine eigene Meinung und für mich ist das ein gutes Gefühl.
Meine Meinung zur Waffen-SS ist folgende:
Das waren in der Mehrheit einfach Elitesoldaten die, ich strapazier mal den Ausdruck, heldenhaft kämpften und das im echten Kriegsgetümmel, nicht wie ihre auch schwarz uniformierten Kameraden in Auschwitz am Ofen.
Sehr viele davon waren im einfachen Soldatenrang, also nicht Haupt- und Obersturmbannführer.
Viele waren wirklich politisch propagandistisch involviert, also fehlgeleitet, wer sich aber aufschwingen möchte aus seiner eigenen politisch propagantistischen Fehlleitung, z.B. Offizier der GT oder schärfster Posten der GT, also auch ein Werkzeug, eine verachtende Wertung gegenüber diesen Soldaten abzugeben, der sollte erst einmal kurz uber sein, ehemaliges, eigenes Sein nachdenken.



Hallo Grenzwolf,
die Waffen-SS waren keine Elitesoldaten, sondern die Weltanschaungskrieger, die sich Hitler und Konsorten gewünscht bzw. gefodert haben. Und so haben sie sich auch verhalten! Waren ja auch an genügend Kriegsverbrechen beteilgt. Klar haben die fanatisch gekämpft, aber aus ideologischen Gründen. Eilitetruppen waren sie nur, weil ihnen die beste Ausrüstung zur Verfügung gestellt wurde und weil weil sir ohne Rücksicht auf Verluste gekämpft haben. Im militärischen Sinne oft auch unsinnig! Und wenn man dann noch in Rechnung stellt, das viele von denen wussten, was ihnen blüht, wenn sie in Gefangenschaft geraten, erklärt das auch, warum sie so fanatisch gekämpft haben. Für mich ist das keine Ruhmestat!


Schuddel, ein Weltanschauungskrieger war ich dann zwangsläufig wohl auch.
Ihr Westdeutschen kennt keine erlebte Diktatur und wie Menschen in einer solchen funktionieren.



Hmmm, kannste recht mit haben. Ich habe keine Diktatur kennengelernt und bin auch nicht scharf drauf! Aber um es mal so zu sagen: "Yes, there are two paths you can go by, but in the long run
There's still time to change the road you're on."
Ich spreche jetzt nur für mich, aber ich würde mich nie für eine Weltanschaung einspannen lassen!


Das ist naives Denken. In der Regel bleibt Dir im Ernstfall nur die Wahl: Kugel von hinten oder von vorne.


Tja, dann ist es so! Ich hab kein Problem damit. Ich hab den Arsch in der Hose, für meine Überzeugung draufzugehen.


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 10.01.2013 01:33 | nach oben springen

#160

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 10.01.2013 01:35
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Larissa im Beitrag #157


von Grenzwolf62: Larissa, mein armer Vater kam vom stalingrader Kessel als einer der wenigen Überlebenden in Gefangenschaft und das bis 1953.
Als relativ alter Vater war er für mich bis ins hohe Alter (seines) eine Respekts- und Erziehungsperson.
Die Erlebnisse seines Lebens ließen ihn aber recht hart werden von der Seele her, aber viele Menschen werden wohl solche Härten auch nicht erleben müssen.




Das ist richtig Grenzwolf, diese Erlebnisse haben das weitere Leben dieser Maenner bestimmt. Das Leid in Stalingrad kann nicht in Worte gefasst werden. Mein Vater benahm sich mir sehr schlimm gegenueber, schon als kleines Maedchen musste ich vor ihm strammstehen. Immer habe ich versucht ihn und das fuerchterliche Schicksal zu verstehen, von dem ich viel mit anhoeren musste in der Familie. Er lebte in diesem Hass, auch sein seelischer Zustand war nicht mehr zu kitten. Geliebt hat er mich nicht und ich ihn auch nicht, nach seinem Tod war es keine Freude und keine Trauer, es war einfach nichts da, aber respektiert habe ich ihn. Er hat es nur nicht verstanden. Dennoch, so wie Du sagst, viele Menschen haben keine Ahnung von solchen erlebten Haerten und befassen sich auch ungerne damit.[/quote]

Hast du ihn trotzdem geliebt deinen Vater?


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