#261

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 13.01.2013 20:33
von 94 | 10.792 Beiträge

Keinen Bezug zum Vorbeitrag! Oder doch?


Quelle: http://www.inventati.org/ali/index.php?o...te-wird-gemacht


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#262

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 13.01.2013 21:01
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #260
Zitat von Polter im Beitrag #248
Und Polen haben den 8. Mai 1945 - hoffentlich bemerken alle User meinen Kunstgriff um auf Thema zurüch zukommen - auch gefeiert:

Die polnische Flagge wehte neben der Flagge der Sowjetunion auf dem Brandenburger Tor. Als Flagge eines Siegers !!
Warum wohl? Eine nicht unbedeutende Anzahl polnischer Soldaten hat mit den Soldaten der Roten Armee am Sturm auf Berlin teilgenommen.
Bilder zeigen sie in Siegerpose und beim Feiern. Auch sie haben mitgeholfen auf ihrem Weg nach Berlin, daß nach Deutschland verschleppte Polen und auch polnische Juden befreit wurden.

Als Ergänzung, wenn es sachlich im Thema weitergehen soll.


Die Frage ist nur handelte es sich um polnische Staatsbuerger oder um Sowjetsoldaten in polnischen Uniformen?



Polen haben im WK2 in verschiedenen Armeen gekämpft. So war auch die I. Kosciuszko-Division beim Endkampf in Berlin beteiligt. Die Befehlsgewalt lag bei sowjetischen Offizieren und polnischen Kommunisten.
http://www.ww2.pl/Die,polnische,Armee,an...stfront,37.html

Der link ist auch aufschlußreich, da wird dargelegt wie die Sowjetunion die Polen beim Warschauer Aufstand verraten hat:
http://www.ww2.pl/Der,Warschauer,Aufstand,126.html

Eine Reflexion zum Jahrestag

Polnische Soldaten wurden zu den Siegesparaden, die 1945 in Moskau und London stattfanden, nicht eingeladen, was bewies, daß die Großmächte Polen eher als Objekt in den Beziehungen untereinander und weniger als Partner behandelten.
http://www.ww2.pl/Eine,Reflexion,zum,Jahrestag,131.html


zuletzt bearbeitet 13.01.2013 21:09 | nach oben springen

#263

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 13.01.2013 22:30
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Polter im Beitrag #249
Unterzeichnet zu Berlin, am 8. Mai 1945

Die Unterzeichnung zu Bärlin verzögerte sich mehrere Stunden und fand dann tatsächlich erst am 9. Mai statt. Am 8. Mai fand somit keine Unterzeichnung statt, weder im Westen noch im Osten. Einen Krieg zu beenden ist in der Tat schwieriger als ihn zu beginnen.

Zitat von Polter im Beitrag #249
Allein maßgebend sind die englische und die russische Fassung.

Das ist auch besser so, denn weder der Ort noch das Datum stimmen in dem deutschen Dokument. Klingt sicher nach Korinthenka...., aber bei einem Dokument solcher Tragweite ist das schon etwas verwunderlich. Nu, im Gegenzug war dann Schabowski wieder einen Tag zu früh dran mt dem Entwurf der Reiseregelung...

Die Kapitulation der Japaner auf der Missouri lief da schon etwas geordneter ab.

Ari

Angefügte Bilder:
Surrender Deck USS Missouri.jpg

Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#264

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 13.01.2013 23:39
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #253
Zitat von glasi im Beitrag #252
Zitat von schulzi im Beitrag #250
das soldaten der polnischen armee beim sturm auf berlin dabei waren ist mir bekannt, mich würde aber interessiren wieso die deutschen truppen in norwegen erst nach der potsdamer konferenz entwaffnet worden hatten sie einen sonderstatus würde mich über sachdienliche hineise sehr freuen . danke frank

Es nannte sich Oparation Unthinkable. Ich hoffe ich habe das richtig geschrieben. Es ging darum die US und britischen Truppen mit 100000 Soldaten der Wehrmacht zu verstärken. Um gegen einen Krieg gegen die UDSSR sich zu verstärken. Gut. Es hat nie stadtgefunden. Aber ist das nicht pervers. Gerade ist der größte Krieg der Menscheit zu Ende, da wird schon der nächste geplannt.


Hat mein Vater in seinen Erzählunge auch beschrieben. Er war in Norwegen in britischer Gefangenschaft. Die meisten seiner Kameraden hatten aber keinen Bock auf einen weiteren Waffengang.
Hatte vor einigen Jahren mal einen Fernsehbericht gegeben über einen Außenposten der Wehrmacht. Eine Wetterstation auf einer Insel irgendwo hoch im Norden. Die haben ein paar Wochen darauf gewartet, bis dann endlich ein britisches Boot vorbeikam und sie aus ihrer Hängepartie erlöste.

Es ging meinem Großvater genauso. Er war ebenfalls gegen Kriegsende in Norwegen.Sechs Jahre Krieg waren einfach genug.



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#265

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 18:13
von Schreiberer | 210 Beiträge

Zitat von Polter im Beitrag #186
Zitat von Schreiberer im Beitrag #185
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #1
8 Mai 1945 - Ein Tag der Befreiung oder errichteten die Sowjets eine neue brutale Diktatur auf den Truemmern der Alten? Massenvergewaltigungen, tausende von deutschen Maennern, Frauen und Kinder als Zwangsarbeiter in die Sowjetunion verschleppt oder zu Tode gequaelt und verhungern gelassen in Lagern und Gefaengnissen die die Sowjets von den Nazis uebernahmen. Verhalten sich so "Befreier"?




[/b]Hallo heißes Thema und ich denke Du hast nichts falsches geschrieben. Meine Oma kam aus Ostpreussen und wenn sie das Wort Russen hörte , wurde sie ganz ruhig . Ich weiß auch warum....

Mfg der Schreiberer







Warum war sie ganz ruhig?
Vielleicht, weil sie der Goebbels-Propaganda glaubte ? Oder weil sie die Wahrheit kannte ?
Wenn ich mich an die Gespräche meiner Eltern und Großeltern erinnere, dann fragten die sich früher oder später in allen Gesprächen: Wer soll das mal alles bezahlen?

[b]Polter das nehme ich sehr persönlich und finde es eine absolute Frechheit von Dir, solch einen Mist zu schreiben. Meine Großeltern waren keine Nazis und ich bin auch keiner !!!!


zuletzt bearbeitet 14.01.2013 18:20 | nach oben springen

#266

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 19:06
von Gelöschtes Mitglied
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Für über elf Millionen deutsche Männer und nicht wenige Frauen begann mit dem Kriegsende auch die Leidenszeit der Kriegsgefangenschaft.* Dieses Schicksal fiel allerdings je nach Gewahrsamsstaat recht unterschiedlich aus.* Ein großer Teil der deutschen Kriegsgefangenen war* bereits vor dem 8. Mai in Gefangenschaft geraten, doch dieser Tag bedeutete auch für sie einen dramatischen Einschnitt.* Bis dahin behandelten Amerikaner, Briten und Franzosen ihre Gefangenen in der Regel anständig, weil sie wollten, daß auch ihre eigenen Soldaten im Feindgewahrsam so behandelt würden.* Dieser "Schutz" für die deutschen Gefangenen war mit der Kapitulation bei den meisten Siegermächten aber abrupt beendet.
Der amerikanische Oberbefehlshaber Eisenhower entzog den über drei Millionen deutschen Kriegsgefangenen, die mit der Kapitulation im Reichsgebiet in amerikanische und britische Gefangenschaft geraten waren, per Befehl den Schutzstatus als "Kriegsgefangene", den sie nach dem Kriegsvölkerrecht bis dahin genossen hatten.* Auch Sowjets und Franzosen ließen nach der deutschen Kapitulation zunächst alle bisher geübten Rücksichtnahmen fallen - es kam in der Folge zu einem Massensterben unter den deutschen Kriegsgefangenen.* So sind nach dem 8. Mai 1945 etwa 1,5 Millionen deutsche Kriegsgefangene in amerikanischer, französischer, sowjetischer und jugoslawischer Kriegsgefangenschaft umgekommen.
Ab dem 8. Mai 1945 wurden die deutschen und italienischen Gefangenen in den USA, in Kanada, Italien, in der Tschechoslowakei und England, die bis dahin nach den Bestimmungen des Kriegsvölkerrechts ernährt worden waren, von einem Tag auf den anderen auf stark gekürzte Rationen gesetzt.* Die Kriegsgefangenen im Reichsgebiet, denen Eisenhower ihren völkerrechtlichen Schutzstatus entzogen hatte, wurden auf eingezäunten Feldern und Wiesen unter freiem Himmel zusammengepfercht.* Sie erhielten in den ersten Tagen nach der Kapitulation in den meisten Lagern weder Wasser noch Verpflegung.* Selbst die Verwundeten und Kranken lagerten schutzlos bei Regen, Wind und Kälte auf nackter, schlammiger Erde.* Es fehlte zunächst jede ärztliche Versorgung.* Tausende Männer in diesen Gefangenenverhauen hatten nicht einmal improvisierte Toiletten.* Durchfallkranke Soldaten starben an Entkräftung oft dort, wo sie ihre Notdurft verrichteten.
Amerikanische und französische Wachmannschaften schossen von außen wahllos in die Lager.* Es kam in der Anfangszeit zu Brutalitäten, die die deutschen Gefangenen von ihren US-Bewachern nicht erwartet hatten, bis hin zum Überrollen von schlafenden Kriegsgefangenen mit Jeeps und Planierraupen

Mögen solche Zeiten nie wieder kommen.ratata

Ps:Habe diesen Beitrag vom fast gleichen Thema herkopiert


Schreiberer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.01.2013 19:08 | nach oben springen

#267

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 19:08
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #1
8 Mai 1945 - Ein Tag der Befreiung oder errichteten die Sowjets eine neue brutale Diktatur auf den Truemmern der Alten? Massenvergewaltigungen, tausende von deutschen Maennern, Frauen und Kinder als Zwangsarbeiter in die Sowjetunion verschleppt oder zu Tode gequaelt und verhungern gelassen in Lagern und Gefaengnissen die die Sowjets von den Nazis uebernahmen. Verhalten sich so "Befreier"?




Die Russen traten als Befreier sich anders auf als die Amis weshalb die meisten Deutschen es vorzogen von den Amis befreit,bzw in Gefangenschaft zu gehen. Der Russische Soldat hatte vor allem eins im Kopf...Rache..Rache gegen diese Deutschen.Wundert das bei dem
was die Nazis den Russen angetan haben ? Die Greueltaten sind doch bekannt.



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#268

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 20:49
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Zermatt im Beitrag #267
[quote=Wanderer zwischen 2 Welten|p224398]8 Mai 1945 - Ein Tag der Befreiung oder errichteten die Sowjets eine neue brutale Diktatur auf den Truemmern der Alten? Massenvergewaltigungen, tausende von deutschen Maennern, Frauen und Kinder als Zwangsarbeiter in die Sowjetunion verschleppt oder zu Tode gequaelt und verhungern gelassen in Lagern und Gefaengnissen die die Sowjets von den Nazis uebernahmen. Verhalten sich so "Befreier"?

Die Russen traten als Befreier sich anders auf als die Amis weshalb die meisten Deutschen es vorzogen von den Amis befreit,bzw in Gefangenschaft zu gehen. Der Russische Soldat hatte vor allem eins im Kopf...Rache..Rache gegen diese Deutschen.Wundert das bei dem
was die Nazis den Russen angetan haben ? Die Greueltaten sind doch bekannt.


Ich hatte soeben Besuch. Was der Herr u.a. sagte, war, dass: 'es doch nicht schlimm waere, dass mein Vater SS Mann war, das waeren mutige und loyale Maenner gewesen, und dass es eine Schweinerei waere, dass es nach dem Krieg kam bei diesen Mannern zu einem Urteil und Gefaengnis.
Er hat auch gesagt, dass die Oefen in Dachau erst nach dem Krieg gebaut worden sind, wahrscheinlich auch alle anderen in den KZs.'
Er sagte auch, dass Deutschland "nie befreit wurde" sondern eine Besatzungsmacht bis heute ist, und dass es keinen Friedensvertrag gaebe, weil das besetzte Deutschland nicht als eins angesehen wurde, auch nicht nach der Wiedervereinigung. Er gab mir eine Karte mit folgendem Wortlaut: Nicht alles darf gesagt werden in Deutschland. (Jenninger) und dass Deutschland von Tuerken unterwandert ist. Er redete in nicht sehr guter Manier ueber die Israelis. In welche Ecke stelle ich diesen rechtschaffenen Mann.................

So, ich habe einige Army Dokumente alte von Berlin 1959 von meinem Mann gefunden, z.B. Movement Orders der US Army, Putewka,nur in englisch, franzoesisch und russisch zugleich steht es auf dem Papier. "The Key to Peace" steht auf einem Dokument. Ja, es wurde schon immer das Wort Peace, Mir, Frieden - missbraucht.
Habe auch sehr alte Berlin und DDR Fotos gefunden und werde diese einstellen, wenn ich mich ein bisschen erholt habe.
Gruss, Larissa


zuletzt bearbeitet 14.01.2013 20:56 | nach oben springen

#269

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 20:51
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #253

Hatte vor einigen Jahren mal einen Fernsehbericht gegeben über einen Außenposten der Wehrmacht. Eine Wetterstation auf einer Insel irgendwo hoch im Norden. Die haben ein paar Wochen darauf gewartet, bis dann endlich ein britisches Boot vorbeikam und sie aus ihrer Hängepartie erlöste.


Es waren sogar knapp 4 Monate. Am 4. September 1945 wurde dieser Marinewettertrupp von einem norwegischen Schiff evakuiert. Überreste der Wetterstation waren noch viele Jahrzehnte später vorhanden und wurden 2004 von ehemaligen Angehörigen besichtigt. Seit Januar 2010 darf das Areal der Anlage nicht mehr betreten werden und gehört zu den "historischen Stätten" Norwegens.
http://einestages.spiegel.de/external/Sh...l#featuredEntry
http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_Haudegen

Noch extremer war es auf japanischer Seite mit den sog. Holdout, isoliert im Dschungel oder auf Inseln im pazifischen Raum lebende japanische Soldaten, die jahrelang gegen US-Truppen oder die einheimische Polizei weiterkämpften, die in den fünfziger Jahren nichts vom Kriegsende wussten und sich erst 1974 auf Befehl ihres ehem. Kommandeurs ergaben.


zuletzt bearbeitet 14.01.2013 21:01 | nach oben springen

#270

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 21:21
von Schuddelkind | 3.515 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #268
Zitat von Zermatt im Beitrag #267
[quote=Wanderer zwischen 2 Welten|p224398]8 Mai 1945 - Ein Tag der Befreiung oder errichteten die Sowjets eine neue brutale Diktatur auf den Truemmern der Alten? Massenvergewaltigungen, tausende von deutschen Maennern, Frauen und Kinder als Zwangsarbeiter in die Sowjetunion verschleppt oder zu Tode gequaelt und verhungern gelassen in Lagern und Gefaengnissen die die Sowjets von den Nazis uebernahmen. Verhalten sich so "Befreier"?

Die Russen traten als Befreier sich anders auf als die Amis weshalb die meisten Deutschen es vorzogen von den Amis befreit,bzw in Gefangenschaft zu gehen. Der Russische Soldat hatte vor allem eins im Kopf...Rache..Rache gegen diese Deutschen.Wundert das bei dem
was die Nazis den Russen angetan haben ? Die Greueltaten sind doch bekannt.


Ich hatte soeben Besuch. Was der Herr u.a. sagte, war, dass: 'es doch nicht schlimm waere, dass mein Vater SS Mann war, das waeren mutige und loyale Maenner gewesen, und dass es eine Schweinerei waere, dass es nach dem Krieg kam bei diesen Mannern zu einem Urteil und Gefaengnis.
Er hat auch gesagt, dass die Oefen in Dachau erst nach dem Krieg gebaut worden sind, wahrscheinlich auch alle anderen in den KZs.'
Er sagte auch, dass Deutschland "nie befreit wurde" sondern eine Besatzungsmacht bis heute ist, und dass es keinen Friedensvertrag gaebe, weil das besetzte Deutschland nicht als eins angesehen wurde, auch nicht nach der Wiedervereinigung. Er gab mir eine Karte mit folgendem Wortlaut: Nicht alles darf gesagt werden in Deutschland. (Jenninger) und dass Deutschland von Tuerken unterwandert ist. Er redete in nicht sehr guter Manier ueber die Israelis. In welche Ecke stelle ich diesen rechtschaffenen Mann.................




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#271

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 22:00
von Schuddelkind | 3.515 Beiträge

Ich finde, Weizsäcker hat es in seiner Rede 1985 schön auf den Punkt gebracht : "Und dennoch wurde von Tag zu Tag klarer, was es heute für uns alle gemeinsam zu sagen gilt: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Niemand wird um dieser Befreiung willen vergessen, welche schweren Leiden für viele Menschen mit dem 8. Mai erst begannen und danach folgten. Aber wir dürfen nicht im Ende des Krieges die Ursache für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen. Sie liegt vielmehr in seinem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Krieg führte. Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen.Wir haben wahrlich keinen Grund, uns am heutigen Tag an Siegesfesten zu beteiligen. Aber wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft barg.Der 8. Mai ist ein Tag der Erinnerung. Erinnern heißt, eines Geschehens so ehrlich und rein zu gedenken, daß es zu einem Teil des eigenen Innern wird. Das stellt große Anforderungen an unsere Wahrhaftigkeit.Wir gedenken heute in Trauer aller Toten des Krieges und der Gewaltherrschaft. Wir gedenken insbesondere der sechs Millionen Juden, die in deutschen Konzentrationslagern ermordet wurden. Wir gedenken aller Völker, die im Krieg gelitten haben, vor allem der unsäglich vielen Bürger der Sowjetunion und der Polen, die ihr Leben verloren haben. Als Deutsche gedenken wir in Trauer der eigenen Landsleute, die als Soldaten, bei den Fliegerangriffen in der Heimat, in Gefangenschaft und bei der Vertreibung ums Leben gekommen sind. Wir gedenken der ermordeten Sinti und Roma, der getöteten Homosexuellen, der umgebrachten Geisteskranken, der Menschen, die um ihrer religiösen oder politischen Überzeugung willen sterben mußten. Wir gedenken der erschossenen Geiseln. Wir denken an die Opfer des Widerstandes in allen von uns besetzten Staaten. Als Deutsche ehren wir das Andenken der Opfer des deutschen Widerstandes, des bürgerlichen, des militärischen und glaubensbegründeten, des Widerstandes in der Arbeiterschaft und bei Gewerkschaften, des Widerstandes der Kommunisten. Wir gedenken derer, die nicht aktiv Widerstand leisteten, aber eher den Tod hinnahmen, als ihr Gewissen zu beugen. "


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#272

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 22:22
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Larissa im Beitrag #268


Ich hatte soeben Besuch. Was der Herr u.a. sagte, war, dass: 'es doch nicht schlimm waere, dass mein Vater SS Mann war, das waeren mutige und loyale Maenner gewesen, und dass es eine Schweinerei waere, dass es nach dem Krieg kam bei diesen Mannern zu einem Urteil und Gefaengnis.
Er hat auch gesagt, dass die Oefen in Dachau erst nach dem Krieg gebaut worden sind, wahrscheinlich auch alle anderen in den KZs.'
Er sagte auch, dass Deutschland "nie befreit wurde" sondern eine Besatzungsmacht bis heute ist, und dass es keinen Friedensvertrag gaebe, weil das besetzte Deutschland nicht als eins angesehen wurde, auch nicht nach der Wiedervereinigung. Er gab mir eine Karte mit folgendem Wortlaut: Nicht alles darf gesagt werden in Deutschland. (Jenninger) und dass Deutschland von Tuerken unterwandert ist. Er redete in nicht sehr guter Manier ueber die Israelis. In welche Ecke stelle ich diesen rechtschaffenen Mann.................






Rot: Wo immer der Mann auch politisch stehen mag, aber mit dieser Aussage trifft er den Nagel auf den Kopf. Das vereinte Deutschland hat keinen Friedensvertrag, keine rechtskraeftige Verfassung und ist auch kein Staat im Sinne des Voelkerrechts sondern ein wirtschaftlicher Zusammenschluss von deutschen Gebieten. Deutschland ist nach wie vor ein besetztes Land.


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#273

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 22:31
von Schuddelkind | 3.515 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #272
Zitat von Larissa im Beitrag #268


Ich hatte soeben Besuch. Was der Herr u.a. sagte, war, dass: 'es doch nicht schlimm waere, dass mein Vater SS Mann war, das waeren mutige und loyale Maenner gewesen, und dass es eine Schweinerei waere, dass es nach dem Krieg kam bei diesen Mannern zu einem Urteil und Gefaengnis.
Er hat auch gesagt, dass die Oefen in Dachau erst nach dem Krieg gebaut worden sind, wahrscheinlich auch alle anderen in den KZs.'
Er sagte auch, dass Deutschland "nie befreit wurde" sondern eine Besatzungsmacht bis heute ist, und dass es keinen Friedensvertrag gaebe, weil das besetzte Deutschland nicht als eins angesehen wurde, auch nicht nach der Wiedervereinigung. Er gab mir eine Karte mit folgendem Wortlaut: Nicht alles darf gesagt werden in Deutschland. (Jenninger) und dass Deutschland von Tuerken unterwandert ist. Er redete in nicht sehr guter Manier ueber die Israelis. In welche Ecke stelle ich diesen rechtschaffenen Mann.................






Rot: Wo immer der Mann auch politisch stehen mag, aber mit dieser Aussage trifft er den Nagel auf den Kopf. Das vereinte Deutschland hat keinen Friedensvertrag, keine rechtskraeftige Verfassung und ist auch kein Staat im Sinne des Voelkerrechts sondern ein wirtschaftlicher Zusammenschluss von deutschen Gebieten. Deutschland ist nach wie vor ein besetztes Land.


Man kann aber auch sagen, der Typ hat einen an der Klatsche und ist ein Ka**-Nazi!!! Herr, schmeiß Hirn vom Himmel............


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zuletzt bearbeitet 14.01.2013 22:34 | nach oben springen

#274

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 22:37
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #271
Ich finde, Weizsäcker hat es in seiner Rede 1985 schön auf den Punkt gebracht : "Und dennoch wurde von Tag zu Tag klarer, was es heute für uns alle gemeinsam zu sagen gilt: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Niemand wird um dieser Befreiung willen vergessen, welche schweren Leiden für viele Menschen mit dem 8. Mai erst begannen und danach folgten. Aber wir dürfen nicht im Ende des Krieges die Ursache für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen. Sie liegt vielmehr in seinem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Krieg führte. Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen.Wir haben wahrlich keinen Grund, uns am heutigen Tag an Siegesfesten zu beteiligen.


Weizsaecker hat wie alle etablierten Politiker viel, zuviel, Quatsch gequasselt.Wer hat denn den Grundstein fuer Hitlers kometenhaften politischen Aufstieg und die daraus resultierende "Machtuebernahme" am 30.1.33 gelegt? Nicht die Nazipartei, nicht das deutsche Volk, sondern unsere Kriegsgegner aus dem 1. Weltkrieg durch unmenschliche Auflagen die im Versailler Vertrag dem deutschen Volk aufgezwungen wurden.
Wir koennen zwar alle froh sein das die Nazidiktatur am 8. Mai 45 zu Ende ging, aber eine Befreiung war es nicht und wer diesen Tag als Sieg feiert ist kein Freund von mir, um es mal milde und diplomatisch auszudruecken.


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#275

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 14.01.2013 22:43
von Schuddelkind | 3.515 Beiträge

Hier ein auch sehr, sehr lesenswerter Artikel, den ich nur empfehlen kann: http://labournet.de/diskussion/rechten/allg/8maikloenne.html.


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#276

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 00:09
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Schuddelkind im Beitrag #270
Zitat von Larissa im Beitrag #268
Zitat von Zermatt im Beitrag #267
[quote=Wanderer zwischen 2 Welten|p224398]8 Mai 1945 - Ein Tag der Befreiung oder errichteten die Sowjets eine neue brutale Diktatur auf den Truemmern der Alten? Massenvergewaltigungen, tausende von deutschen Maennern, Frauen und Kinder als Zwangsarbeiter in die Sowjetunion verschleppt oder zu Tode gequaelt und verhungern gelassen in Lagern und Gefaengnissen die die Sowjets von den Nazis uebernahmen. Verhalten sich so "Befreier"?

Die Russen traten als Befreier sich anders auf als die Amis weshalb die meisten Deutschen es vorzogen von den Amis befreit,bzw in Gefangenschaft zu gehen. Der Russische Soldat hatte vor allem eins im Kopf...Rache..Rache gegen diese Deutschen.Wundert das bei dem
was die Nazis den Russen angetan haben ? Die Greueltaten sind doch bekannt.


Ich hatte soeben Besuch. Was der Herr u.a. sagte, war, dass: 'es doch nicht schlimm waere, dass mein Vater SS Mann war, das waeren mutige und loyale Maenner gewesen, und dass es eine Schweinerei waere, dass es nach dem Krieg kam bei diesen Mannern zu einem Urteil und Gefaengnis.
Er hat auch gesagt, dass die Oefen in Dachau erst nach dem Krieg gebaut worden sind, wahrscheinlich auch alle anderen in den KZs.'
Er sagte auch, dass Deutschland "nie befreit wurde" sondern eine Besatzungsmacht bis heute ist, und dass es keinen Friedensvertrag gaebe, weil das besetzte Deutschland nicht als eins angesehen wurde, auch nicht nach der Wiedervereinigung. Er gab mir eine Karte mit folgendem Wortlaut: Nicht alles darf gesagt werden in Deutschland. (Jenninger) und dass Deutschland von Tuerken unterwandert ist. Er redete in nicht sehr guter Manier ueber die Israelis. In welche Ecke stelle ich diesen rechtschaffenen Mann.................


Mensch Larrissa, du kanst ja Besuch haben.................!



'Besuch' irgendwie ist das nicht richtig ausgedrueckt von mir. Ehemaliger Beamter der Stadt- und Gemeindeverwaltung, 75 Jahre alt.
Eigenartig ist doch, dass diese Leute immer gute Posten inne hatten oder haben oftmals. Meine Frage an ihn waere, die ich NICHT gestellt habe, was er glaubt wer Schuld an dem Dilemma und dem besetzten Deutschland hatte bei Kriegsende.


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#277

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 04:21
von schulzi | 1.761 Beiträge

#272 erkläre mir bitte wieso deutschland keinen friedensvertrag haben soll. die ddr hatte einen mit der udssr 1955 und die brd mit den westallirten .1990 bekammen die damals zwei deutschen staaten in den 2+4 vertrag die volle suverenität zurück sprich den sogenannten friedensvertrag sollte ich mich irren bitte ich mich zu berichtien. frank


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#278

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 04:52
von damals wars | 12.179 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #274


Wer hat denn den Grundstein fuer Hitlers kometenhaften politischen Aufstieg und die daraus resultierende "Machtuebernahme" am 30.1.33 gelegt? Nicht die Nazipartei, nicht das deutsche Volk, sondern unsere Kriegsgegner aus dem 1. Weltkrieg durch unmenschliche Auflagen die im Versailler Vertrag dem deutschen Volk aufgezwungen wurden.
Wir koennen zwar alle froh sein das die Nazidiktatur am 8. Mai 45 zu Ende ging, aber eine Befreiung war es nicht und wer diesen Tag als Sieg feiert ist kein Freund von mir, um es mal milde und diplomatisch auszudruecken.


Ich feiere auch ohne Deine Erlaubnis.

Und wenn Du schon in die Geschichte zurückgehst, dann doch bitte bis 1870.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Fra...B6sischer_Krieg

Die Niederlage, die Kaiserproklamation in Versailles,
"die Reparationen" (5 Milliarden)
sowie die Eingliederung des Elsass und Teilen Lothringens ins Deutsche Reich führten zum französischen Revanchismus.
Die Rechnung bekam man 1919 präsentiert. Versailles führte zu Versailles!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#279

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 05:06
von damals wars | 12.179 Beiträge

[quote=ratata|p225884]

Der amerikanische Oberbefehlshaber Eisenhower entzog den über drei Millionen deutschen Kriegsgefangenen, die mit der Kapitulation im Reichsgebiet in amerikanische und britische Gefangenschaft geraten waren, per Befehl den Schutzstatus als "Kriegsgefangene", den sie nach dem Kriegsvölkerrecht bis dahin genossen hatten.*

So hatte es zuvor Deutschland bei den polnischen Kriegsgefangenen gemacht (es gab ja keinen polnischen Staat mehr), und bei den italienischen Kriegsgefangenen (den Batoglios).

Wer hat erfunden?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#280

RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?

in Leben in der DDR 15.01.2013 07:40
von Gelöschtes Mitglied
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Zu den Ermordungen von Deutschen in polnischen Besatzungsgebieten im September 1939: "Diese Übergriffe geschahen während der Panik der ersten Kriegstage unter den Bedingungen einer sich durch Rückzug und Räumung auflösenden Ordnung und des dabei herrschenden Erregungszustandes, nicht als geplante, mit kaltem Blut unternommene Ausrottungsmaßnahme."

Tatsachen

Ereignishintergrund
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden im Versailler Vertrag umfangreiche Gebiete des Deutschen Reiches an Polen übertragen. In diesen Gebieten lebten daher ab 1919 viele Deutsche unter polnischer Herrschaft. Polnischer Haß gegen diese Bevölkerungsgruppe zeigte sich schon Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg. Erste Morde an Deutschen geschahen während des sog. "dritten polnischen Aufstands" in Oberschlesien im Mai und Juni 1921.(1) Am 15. Mai 1927 gab es ein Pogrom in Rybnik.(2) Ab April / Mai 1939 wurden regelmäßig Überfälle und Angriffe auf Wohngebiete und Einwohner der deutschen Minderheit in polnisch besetzten Gebieten verzeichnet.(3) Mehrere Monate vor Beginn des deutschen Angriffs gegen Polen am 1. September 1939 wurde in Rundfunk und Presse Polens verkündet, "daß im Kriegsfalle kein einheimischer Feind lebend entrinnen wird". Noch vor dem Krieg wurden zwei große polnische Konzentrationslager eingerichtet, worin die Opfer der geplanten Jagd auf die deutsche Minderheit (Polowanie na Niemcow) eingewiesen werden sollten.(4)



Deutsche Opfer des Bromberger Blutsonntags, 03.09.1939



Jagd auf Deutsche
Die Jagd begann am 1. September 1939. Ihr Hauptzentrum war der Raum um die Stadt Bromberg (Bromberger Blutsonntag), wo deutsche Einwohner von Polen bestialisch ermordet wurden.(5) Andere Verfolgungsgebiete waren das polnische Industriegebiet in und um Lodz, Ortschaften entlang der neuen Grenze zu Deutschland sowie der sog. Korridor zwischen Danzig und Ostpreußen. Die Verbrechen dieser Verfolgung bestanden aus wahllosen Tötungen und gezielter Verschleppung der deutschen Führungsschichten.(6)

Massenmorde
In Dörfern des westlichen Grenzgebiets wurde bis zur Hälfte der deutschen Bevölkerung umgebracht. Von polnischer Seite werden heute nur insgesamt 3.841 Opfer für möglich gehalten. Doch sind alleine 5.490 Tote und Vermißte dokumentarisch belegt. Die Gesamtopferzahl liegt vermutlich bei mehr als 6.000 Toten.(7)

Verschleppungen
Die Verschleppungen begannen am 1. September mit Verhaftungen anhand von lange zuvor durch polnische Behörden erarbeiteten Jagdlisten.(8) Die Verhaftungen geschahen ohne richterliche Legitimation wegen "Spionage" oder "subversiver Tätigkeit". Für die Vorwürfe wurde kein Beweis geführt, es war eine formelhafte Pauschal- Floskel. Die verschleppten Deutschen wurden nach Ostpolen auf Fußmärsche geschickt. Wer nicht weiterkonnte, wurde totgeschlagen. Zum Beispiel wurden von den 700 verhafteten Deutschen des Kreises Obornik nachweislich 231 während des Marsches getötet.(9)

Täter
Die Täter dieser Verbrechen waren vor allem polnisches Militär, Polizei und paramilitärische Jugendeinheiten. Gewaltsame Übergriffe von polnischen Zivilpersonen gegen Deutsche waren selten, kamen aber auch vor, meist in Verbindung mit Aktionen von Behörden oder Organisationen.(10) Das Zitat aus oben genannter Quelle legt nahe, bei den deutschen Toten polnischer Massaker des September 1939 habe es sich um einige verirrte Opfer des berechtigten polnischen Zorns über den deutschen Angriff gehandelt. Gewissermaßen eine entschuldbare Tötung im Affekt aus "Panik" und "Erregung".
Diese Ansicht ist abwegig und historisch falsch. Insgesamt vier Fakten widersprechen dem:

Zeitablauf / Ereignisrahmen
Da die ersten gezielten und geplanten Überfälle von Polen gegen die deutsche Minderheit bis in das Jahr 1921 zurückreichen und sich schon ein halbes Jahr vor Kriegsbeginn häuften, sind die Massaker des September 1939 Symptom und kein Sonderfall. Dies bestätigt auch die polnische Medienkampagne Monate vor Kriegsbeginn. Für die angebliche spontane Rache fehlt also die isolierte

Bei der Nachforschung woher wohl meine Urgroßeltern stammen könnten , bin ich auf Dokumentationen im Internet gestoßen , die mir sagten , ganz Unschuldig waren die Nachbarstaaten vor Ausbruch des 2 Weltkrieges wohl auch nicht . ratata


Wanderer zwischen 2 Welten hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.01.2013 07:41 | nach oben springen



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