#61

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 31.12.2012 16:32
von ddr-bürger (gelöscht)
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Möchte nur kurz allen hier "Alles Gute für 2013" wünschen. Unabhängig welche Gesellschaftsform sie favorisieren.

Wichtig und gut ist ein sauberer Austausch ohne persönliche oder beleidigende Angriffe. Von diesem Austausch gewinnen alle, auch wenn ich dadurch besser weiß was ich nicht will, oder das mir auch neue Argumente einfallen, oder das manche Reaktion zum Denken anregt.

Nochmals alles Gute und im persönlichen Leben viel Glück!

ich wetze schon die gedanklichen Messer....


Vorwendezeittouri, exgakl, silberfuchs60, Damals87, Schmiernippel und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#62

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 01.01.2013 17:43
von StabsfeldKoenig | 2.656 Beiträge

Zitat von Anton im Beitrag #59
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #24

3) zu Studieren was ich möchte, ( natürlich außer numerus clausus ) war in der DDR möglich und wurde praktiziert
4) Berufe zu ergreifen, die mich interessieren, war in der DDR möglich und wurde praktiziert

Die Behauptungen in rot empfinde ich realitätsfremd und auch anmaßend. In der Praxis wurde in der DDR im krassen Gegensatz dazu gehandelt und entschieden. Mir wurde mit einem Zensurenspiegel von 1,7 der Zugang zu Abitur und Studium aus politisch-ideologischen Gründen verwehrt. Grund war wohl mein christliches Elternhaus und die Nichtteilnahme an der Jugendweihe.

Anschließend durfte ich mich um eine Lehrstelle bewerben, wobei mir im Bewerbungsgespräch indirekt angeraten wurde, mich für einen 'Ehrendienst bei der NVA' für 3 Jahre zu verpflichten. Würde ich diese Verpflichtung nicht abgeben, wären meine Chancen auf einen Ausbildungsplatz in diesem Betrieb sehr gering. Mitschülern meiner Schulklasse, die sich zur selben Zeit um einen Ausbildungsplatz in verschiedenen Firmen bewarben, bekamen das Gleiche zu hören.
In der Konsequenz ergaben sich viele diesem Druck und unterschrieben die Verpflichtung, um dann nach Ausbildungsbeginn wieder abzukohlen und alles zu widerrufen. Im Anschluss gab es dann noch unangenehme Gespräche im Betrieb und WKK.
Ein kleiner Ausschnitt des 'freiheitheitlichen' DDR-Alltags zu Beginn der 80iger Jahre.

P.S. Ich bekam meine Lehrstelle auch ohne Verpflichtung und Vitamin B. Manchmal zahlt es sich eben aus, gelassen zu bleiben.




Meine Lehrstelle habe ich ganz nach Wunsch bekommen, ohne irgendwelche Verpflichtungen/Verrenkungen. Mit einer zweier-schnitt auf dem Zeugniss (sowohl in der 9., welches man der Bewerbung beifügte, als auch zum abschluß der10. Klasse). Ich war ein ganz normaler Schüler (FDJ-Mitglied, sonst keine weiteren Mitgliedschaften), als Lehrling auch noch im FDGB. Zu "unerwünschten Institutionen" (Kirche, Westverwandschaft) hatte ich keine Verbindungen.



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#63

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 01.01.2013 18:22
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #10
Für mich war die BRD Ausland. Und selbst nach dem Anschluß der DDR ist mir das "System Deutschland" fremd geblieben. Man hatte sich gefälligst dem Grundgesetz zu unterwerfen. Die Hurra- Deutschland- Euphorie Anfang der 90er war für mich unheimlich.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut. Diese Ausage macht mich sehr traurig..Was so 40 Jahre Teilung ausmachen können.



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#64

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 01.01.2013 22:52
von DoreHolm | 7.714 Beiträge

Zitat von glasi im Beitrag #63
Zitat von utkieker im Beitrag #10
Für mich war die BRD Ausland. Und selbst nach dem Anschluß der DDR ist mir das "System Deutschland" fremd geblieben. Man hatte sich gefälligst dem Grundgesetz zu unterwerfen. Die Hurra- Deutschland- Euphorie Anfang der 90er war für mich unheimlich.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut. Diese Ausage macht mich sehr traurig..Was so 40 Jahre Teilung ausmachen können.


Bin Jahrgang 47 und muß gestehen, daß ich auch noch etwas Schwierigkeiten damit habe, mich mit dieser jetzigen Bundesregierung zu identifizieren. Nicht Deutschland als solches, das war für mich immer, also auch vor der Wende, eine nationale Einheit, also die gleiche nationalität der Bürger. Aber aus Bonn bzw. seit dem Regierungssitz in berlin fühle ich michj manchmal etwas fremdbestimmt. Liegt wohl darin, daß mir die jetzigen Politiker noch weniger als Vorbilder dienen können als damals und vor allem in der ersten jahren nach der Wende mehr oder weniger offen und immer mal wieder
durchblicken lassen, daß unsere Leistungen und unser fachliches Können wenig taugt.



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#65

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2013 08:27
von ddr-bürger (gelöscht)
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Zu dem Thema "Wahl des Wohnsitzes" in der DDR möchte ich anmerken, den Wohnsitz innerhalb des Landes konnte man frei wählen (außer Grenz- bzw. Sperrgebiet). Das Problem war nur der zugehörige Wohnraum. Wenn ich mich recht entsinne ging alles über die Abt. Wohnraumlenkung des Rat des Kreises oder Rat der Stadt. Ich glaube selbst von privat zu privat war das problematisch, weiß das aber nicht genau, habe aber immer privat gewohnt.

Das kann ich aber heute nicht als Vorteil bewerten, da heute finanzielle Grenzen in der Wahl des Wohnsitzes herrschen (egal ob freiheitlich oder nicht). Ein ganz krasser Einschnitt ist natürlich der wahl des Wohnsitzes bei H4. Somit betrachte ich disen Punkt als "gegenstandslos".


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#66

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 09:42
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #56
Zitat von damals wars im Beitrag #52
Die Freiheit ist da zu Ende, wo das Jobcenter anfängt.


Da ist was dran.Kenne persönlich einen Fall.Jemand aus meiner Nachbarschaft wollte ein Wochenende zu seiner Mutter nach Thüringen fahren.Man sagte zu ihm,er hat sich gefälligs abzumelden.Der man ist Hartz4 Empfänger,bei den darf nicht mal bekannt werden--wenn er sich das Geld für die Fahrt von Jemanden pumpt.Denn dann stehen Kürzungen im Haus.Wenn man den was von Freiheit erzählt--ist das wie ein Schlag ins Gesicht. Nun frage ich mal ganz blöd--kann man das auch als Freiheit bezeichnen.Naja er gehört nicht zu der Schicht--die sich vor Ämtern nicht nackig machen brauchen



Was ist das für eine Freiheit wo Menschen wie Hunde an den Suppenküchen um Essen betteln müssen ?!


MfG
Jawa350
passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#67

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 10:46
von Gert | 12.368 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
Zitat von glasi im Beitrag #63
Zitat von utkieker im Beitrag #10
Für mich war die BRD Ausland. Und selbst nach dem Anschluß der DDR ist mir das "System Deutschland" fremd geblieben. Man hatte sich gefälligst dem Grundgesetz zu unterwerfen. Die Hurra- Deutschland- Euphorie Anfang der 90er war für mich unheimlich.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut. Diese Ausage macht mich sehr traurig..Was so 40 Jahre Teilung ausmachen können.


Bin Jahrgang 47 und muß gestehen, daß ich auch noch etwas Schwierigkeiten damit habe, mich mit dieser jetzigen Bundesregierung zu identifizieren. Nicht Deutschland als solches, das war für mich immer, also auch vor der Wende, eine nationale Einheit, also die gleiche nationalität der Bürger. Aber aus Bonn bzw. seit dem Regierungssitz in berlin fühle ich michj manchmal etwas fremdbestimmt. Liegt wohl darin, daß mir die jetzigen Politiker noch weniger als Vorbilder dienen können als damals und vor allem in der ersten jahren nach der Wende mehr oder weniger offen und immer mal wieder
durchblicken lassen, daß unsere Leistungen und unser fachliches Können wenig taugt.



DoreHolm Ich habe natürlich keinen Einfluss auf deine Gefühlslage und ich möchte ihn auch nicht haben.
Aber halten wir uns doch mal an die Realität und da bin ich verblüfft, wie du vielleicht verstehen kannst.

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )

Rein objektiv gesehen müssten wir Alt Bundis uns fremdbestimmt vorkommen, tue ich aber nicht, weil mich die Herkunft der Regierung nicht interessiert, sondern das was sie leistet. Da macht sie natürlich auch Fehler, aber keine Fehler der Natur, dass sie an den Interessen eines ganzen Volkes vorbei regiert, wie wir das so schön in der Vergangenheit in D vorgeführt bekommen haben.
Dies ist vielleicht mal ein schönes Beispiel, wie hier im Forum von einer ganzen Reihe von Leuten an den Realitäten vorbei geschrieben wird, Hauptsache die Regierungen und seine Leistungen werden in den Dreck getreten.


edit Fähler


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 03.01.2013 10:48 | nach oben springen

#68

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 11:12
von exgakl | 7.238 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #67
Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
Zitat von glasi im Beitrag #63
Zitat von utkieker im Beitrag #10
Für mich war die BRD Ausland. Und selbst nach dem Anschluß der DDR ist mir das "System Deutschland" fremd geblieben. Man hatte sich gefälligst dem Grundgesetz zu unterwerfen. Die Hurra- Deutschland- Euphorie Anfang der 90er war für mich unheimlich.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut. Diese Ausage macht mich sehr traurig..Was so 40 Jahre Teilung ausmachen können.


Bin Jahrgang 47 und muß gestehen, daß ich auch noch etwas Schwierigkeiten damit habe, mich mit dieser jetzigen Bundesregierung zu identifizieren. Nicht Deutschland als solches, das war für mich immer, also auch vor der Wende, eine nationale Einheit, also die gleiche nationalität der Bürger. Aber aus Bonn bzw. seit dem Regierungssitz in berlin fühle ich michj manchmal etwas fremdbestimmt. Liegt wohl darin, daß mir die jetzigen Politiker noch weniger als Vorbilder dienen können als damals und vor allem in der ersten jahren nach der Wende mehr oder weniger offen und immer mal wieder
durchblicken lassen, daß unsere Leistungen und unser fachliches Können wenig taugt.



DoreHolm Ich habe natürlich keinen Einfluss auf deine Gefühlslage und ich möchte ihn auch nicht haben.
Aber halten wir uns doch mal an die Realität und da bin ich verblüfft, wie du vielleicht verstehen kannst.

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )

Rein objektiv gesehen müssten wir Alt Bundis uns fremdbestimmt vorkommen, tue ich aber nicht, weil mich die Herkunft der Regierung nicht interessiert, sondern das was sie leistet. Da macht sie natürlich auch Fehler, aber keine Fehler der Natur, dass sie an den Interessen eines ganzen Volkes vorbei regiert, wie wir das so schön in der Vergangenheit in D vorgeführt bekommen haben.
Dies ist vielleicht mal ein schönes Beispiel, wie hier im Forum von einer ganzen Reihe von Leuten an den Realitäten vorbei geschrieben wird, Hauptsache die Regierungen und seine Leistungen werden in den Dreck getreten.


edit Fähler


Gesundes Neues Gert.... Deine 3 Aufzählung einfach Spitzen, jetzt kannst Du Dich endlich wieder ein bissel zu Hause fühlen

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 11:21
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #67
Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
Zitat von glasi im Beitrag #63
Zitat von utkieker im Beitrag #10
Für mich war die BRD Ausland. Und selbst nach dem Anschluß der DDR ist mir das "System Deutschland" fremd geblieben. Man hatte sich gefälligst dem Grundgesetz zu unterwerfen. Die Hurra- Deutschland- Euphorie Anfang der 90er war für mich unheimlich.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut. Diese Ausage macht mich sehr traurig..Was so 40 Jahre Teilung ausmachen können.


Bin Jahrgang 47 und muß gestehen, daß ich auch noch etwas Schwierigkeiten damit habe, mich mit dieser jetzigen Bundesregierung zu identifizieren. Nicht Deutschland als solches, das war für mich immer, also auch vor der Wende, eine nationale Einheit, also die gleiche nationalität der Bürger. Aber aus Bonn bzw. seit dem Regierungssitz in berlin fühle ich michj manchmal etwas fremdbestimmt. Liegt wohl darin, daß mir die jetzigen Politiker noch weniger als Vorbilder dienen können als damals und vor allem in der ersten jahren nach der Wende mehr oder weniger offen und immer mal wieder
durchblicken lassen, daß unsere Leistungen und unser fachliches Können wenig taugt.



DoreHolm Ich habe natürlich keinen Einfluss auf deine Gefühlslage und ich möchte ihn auch nicht haben.
Aber halten wir uns doch mal an die Realität und da bin ich verblüfft, wie du vielleicht verstehen kannst.

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )

Rein objektiv gesehen müssten wir Alt Bundis uns fremdbestimmt vorkommen, tue ich aber nicht, weil mich die Herkunft der Regierung nicht interessiert, sondern das was sie leistet. Da macht sie natürlich auch Fehler, aber keine Fehler der Natur, dass sie an den Interessen eines ganzen Volkes vorbei regiert, wie wir das so schön in der Vergangenheit in D vorgeführt bekommen haben.
Dies ist vielleicht mal ein schönes Beispiel, wie hier im Forum von einer ganzen Reihe von Leuten an den Realitäten vorbei geschrieben wird, Hauptsache die Regierungen und seine Leistungen werden in den Dreck getreten.


edit Fähler


Keiner zieht die Leistungen unserer Quotenossis in der Regierungsspitze in den Dreck, innerhalb der vorgegebenen Qualität einer hochverschuldeten, klientelbestimmten und kapitalbeherrschten Demokratie holen die schon noch das Beste raus und von den deutlich besser bezahlten sog. Wirtschaftseliten traue ich keinem die Konsenzfähigkeit der Bundeskanzlerin zu auch wenn sie mit ihrem jämmerlichen Einkommen laut Schröder die Preise versaut.



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#70

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 11:35
von Gert | 12.368 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #69
Zitat von Gert im Beitrag #67
Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
Zitat von glasi im Beitrag #63
Zitat von utkieker im Beitrag #10
Für mich war die BRD Ausland. Und selbst nach dem Anschluß der DDR ist mir das "System Deutschland" fremd geblieben. Man hatte sich gefälligst dem Grundgesetz zu unterwerfen. Die Hurra- Deutschland- Euphorie Anfang der 90er war für mich unheimlich.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut. Diese Ausage macht mich sehr traurig..Was so 40 Jahre Teilung ausmachen können.


Bin Jahrgang 47 und muß gestehen, daß ich auch noch etwas Schwierigkeiten damit habe, mich mit dieser jetzigen Bundesregierung zu identifizieren. Nicht Deutschland als solches, das war für mich immer, also auch vor der Wende, eine nationale Einheit, also die gleiche nationalität der Bürger. Aber aus Bonn bzw. seit dem Regierungssitz in berlin fühle ich michj manchmal etwas fremdbestimmt. Liegt wohl darin, daß mir die jetzigen Politiker noch weniger als Vorbilder dienen können als damals und vor allem in der ersten jahren nach der Wende mehr oder weniger offen und immer mal wieder
durchblicken lassen, daß unsere Leistungen und unser fachliches Können wenig taugt.



DoreHolm Ich habe natürlich keinen Einfluss auf deine Gefühlslage und ich möchte ihn auch nicht haben.
Aber halten wir uns doch mal an die Realität und da bin ich verblüfft, wie du vielleicht verstehen kannst.

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )

Rein objektiv gesehen müssten wir Alt Bundis uns fremdbestimmt vorkommen, tue ich aber nicht, weil mich die Herkunft der Regierung nicht interessiert, sondern das was sie leistet. Da macht sie natürlich auch Fehler, aber keine Fehler der Natur, dass sie an den Interessen eines ganzen Volkes vorbei regiert, wie wir das so schön in der Vergangenheit in D vorgeführt bekommen haben.
Dies ist vielleicht mal ein schönes Beispiel, wie hier im Forum von einer ganzen Reihe von Leuten an den Realitäten vorbei geschrieben wird, Hauptsache die Regierungen und seine Leistungen werden in den Dreck getreten.


edit Fähler


Keiner zieht die Leistungen unserer Quotenossis in der Regierungsspitze in den Dreck, innerhalb der vorgegebenen Qualität einer hochverschuldeten, klientelbestimmten und kapitalbeherrschten Demokratie holen die schon noch das Beste raus und von den deutlich besser bezahlten sog. Wirtschaftseliten traue ich keinem die Konsenzfähigkeit der Bundeskanzlerin zu auch wenn sie mit ihrem jämmerlichen Einkommen laut Schröder die Preise versaut.



Hackl, du merkst es wahrscheinlich schon nicht mehr, so bist du von den Scheuklappen im Sehen behindert. Quotenossi z.B. ist auch schon wieder eine sehr abwertende Ausdrucksweise, zumindest aus meiner Sicht. Immerhin sind sie gewählt und zwar vom ganzen deutschen Volk und nicht nach Quoten delegiert oder ähnliches.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#71

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 12:07
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #70
Zitat von Hackel39 im Beitrag #69
Zitat von Gert im Beitrag #67
Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
Zitat von glasi im Beitrag #63
Zitat von utkieker im Beitrag #10
Für mich war die BRD Ausland. Und selbst nach dem Anschluß der DDR ist mir das "System Deutschland" fremd geblieben. Man hatte sich gefälligst dem Grundgesetz zu unterwerfen. Die Hurra- Deutschland- Euphorie Anfang der 90er war für mich unheimlich.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut. Diese Ausage macht mich sehr traurig..Was so 40 Jahre Teilung ausmachen können.


Bin Jahrgang 47 und muß gestehen, daß ich auch noch etwas Schwierigkeiten damit habe, mich mit dieser jetzigen Bundesregierung zu identifizieren. Nicht Deutschland als solches, das war für mich immer, also auch vor der Wende, eine nationale Einheit, also die gleiche nationalität der Bürger. Aber aus Bonn bzw. seit dem Regierungssitz in berlin fühle ich michj manchmal etwas fremdbestimmt. Liegt wohl darin, daß mir die jetzigen Politiker noch weniger als Vorbilder dienen können als damals und vor allem in der ersten jahren nach der Wende mehr oder weniger offen und immer mal wieder
durchblicken lassen, daß unsere Leistungen und unser fachliches Können wenig taugt.



DoreHolm Ich habe natürlich keinen Einfluss auf deine Gefühlslage und ich möchte ihn auch nicht haben.
Aber halten wir uns doch mal an die Realität und da bin ich verblüfft, wie du vielleicht verstehen kannst.

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )

Rein objektiv gesehen müssten wir Alt Bundis uns fremdbestimmt vorkommen, tue ich aber nicht, weil mich die Herkunft der Regierung nicht interessiert, sondern das was sie leistet. Da macht sie natürlich auch Fehler, aber keine Fehler der Natur, dass sie an den Interessen eines ganzen Volkes vorbei regiert, wie wir das so schön in der Vergangenheit in D vorgeführt bekommen haben.
Dies ist vielleicht mal ein schönes Beispiel, wie hier im Forum von einer ganzen Reihe von Leuten an den Realitäten vorbei geschrieben wird, Hauptsache die Regierungen und seine Leistungen werden in den Dreck getreten.


edit Fähler


Keiner zieht die Leistungen unserer Quotenossis in der Regierungsspitze in den Dreck, innerhalb der vorgegebenen Qualität einer hochverschuldeten, klientelbestimmten und kapitalbeherrschten Demokratie holen die schon noch das Beste raus und von den deutlich besser bezahlten sog. Wirtschaftseliten traue ich keinem die Konsenzfähigkeit der Bundeskanzlerin zu auch wenn sie mit ihrem jämmerlichen Einkommen laut Schröder die Preise versaut.



Hackl, du merkst es wahrscheinlich schon nicht mehr, so bist du von den Scheuklappen im Sehen behindert. Quotenossi z.B. ist auch schon wieder eine sehr abwertende Ausdrucksweise, zumindest aus meiner Sicht. Immerhin sind sie gewählt und zwar vom ganzen deutschen Volk und nicht nach Quoten delegiert oder ähnliches.




Sei nicht so dünnhäutig Gert.
Alle, die Angie ins Amt geholfen haben wissen, daß es für die CDU gefährlich werden könnte, wenn sich der potentielle ostdeutsche Wähler unterrepräsentiert fühlt.
Solche symbolischen Akte sind Balsam auf die geschundene Seele, aber viel wichtiger ist doch, was diese Kanzlerin für die Angleichnug des Ostens an den Westen zu tun im Stande ist und das geht gegen Null.
Dr. Merkel ist die Ärztin, die ihren Patienten mit dem gebrochenen Arm Morphium eintrichtert, weil sie sich die Operation nicht zu traut.
Bitte Gert, tu mir den Gefallen und sieh Dich mal ohne Scheuklappen in der ostdeutschen Fläche außerhalb der Großstädte um, dann weißt Du was ich meine.



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#72

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 12:09
von Rostocker | 7.736 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #70
Zitat von Hackel39 im Beitrag #69
Zitat von Gert im Beitrag #67
Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
Zitat von glasi im Beitrag #63
Zitat von utkieker im Beitrag #10
Für mich war die BRD Ausland. Und selbst nach dem Anschluß der DDR ist mir das "System Deutschland" fremd geblieben. Man hatte sich gefälligst dem Grundgesetz zu unterwerfen. Die Hurra- Deutschland- Euphorie Anfang der 90er war für mich unheimlich.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut. Diese Ausage macht mich sehr traurig..Was so 40 Jahre Teilung ausmachen können.


Bin Jahrgang 47 und muß gestehen, daß ich auch noch etwas Schwierigkeiten damit habe, mich mit dieser jetzigen Bundesregierung zu identifizieren. Nicht Deutschland als solches, das war für mich immer, also auch vor der Wende, eine nationale Einheit, also die gleiche nationalität der Bürger. Aber aus Bonn bzw. seit dem Regierungssitz in berlin fühle ich michj manchmal etwas fremdbestimmt. Liegt wohl darin, daß mir die jetzigen Politiker noch weniger als Vorbilder dienen können als damals und vor allem in der ersten jahren nach der Wende mehr oder weniger offen und immer mal wieder
durchblicken lassen, daß unsere Leistungen und unser fachliches Können wenig taugt.



DoreHolm Ich habe natürlich keinen Einfluss auf deine Gefühlslage und ich möchte ihn auch nicht haben.
Aber halten wir uns doch mal an die Realität und da bin ich verblüfft, wie du vielleicht verstehen kannst.

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )

Rein objektiv gesehen müssten wir Alt Bundis uns fremdbestimmt vorkommen, tue ich aber nicht, weil mich die Herkunft der Regierung nicht interessiert, sondern das was sie leistet. Da macht sie natürlich auch Fehler, aber keine Fehler der Natur, dass sie an den Interessen eines ganzen Volkes vorbei regiert, wie wir das so schön in der Vergangenheit in D vorgeführt bekommen haben.
Dies ist vielleicht mal ein schönes Beispiel, wie hier im Forum von einer ganzen Reihe von Leuten an den Realitäten vorbei geschrieben wird, Hauptsache die Regierungen und seine Leistungen werden in den Dreck getreten.


edit Fähler


Keiner zieht die Leistungen unserer Quotenossis in der Regierungsspitze in den Dreck, innerhalb der vorgegebenen Qualität einer hochverschuldeten, klientelbestimmten und kapitalbeherrschten Demokratie holen die schon noch das Beste raus und von den deutlich besser bezahlten sog. Wirtschaftseliten traue ich keinem die Konsenzfähigkeit der Bundeskanzlerin zu auch wenn sie mit ihrem jämmerlichen Einkommen laut Schröder die Preise versaut.



Hackl, du merkst es wahrscheinlich schon nicht mehr, so bist du von den Scheuklappen im Sehen behindert. Quotenossi z.B. ist auch schon wieder eine sehr abwertende Ausdrucksweise, zumindest aus meiner Sicht. Immerhin sind sie gewählt und zwar vom ganzen deutschen Volk und nicht nach Quoten delegiert oder ähnliches.




Donnerwetter--Nun kommen sicherlich Wahlergebnisse wie zu DDR-Zeiten zurück----99,99%


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#73

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 16:56
von PF75 | 3.294 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #70
Zitat von Hackel39 im Beitrag #69
Zitat von Gert im Beitrag #67
Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
Zitat von glasi im Beitrag #63
Zitat von utkieker im Beitrag #10
Für mich war die BRD Ausland. Und selbst nach dem Anschluß der DDR ist mir das "System Deutschland" fremd geblieben. Man hatte sich gefälligst dem Grundgesetz zu unterwerfen. Die Hurra- Deutschland- Euphorie Anfang der 90er war für mich unheimlich.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut. Diese Ausage macht mich sehr traurig..Was so 40 Jahre Teilung ausmachen können.


Bin Jahrgang 47 und muß gestehen, daß ich auch noch etwas Schwierigkeiten damit habe, mich mit dieser jetzigen Bundesregierung zu identifizieren. Nicht Deutschland als solches, das war für mich immer, also auch vor der Wende, eine nationale Einheit, also die gleiche nationalität der Bürger. Aber aus Bonn bzw. seit dem Regierungssitz in berlin fühle ich michj manchmal etwas fremdbestimmt. Liegt wohl darin, daß mir die jetzigen Politiker noch weniger als Vorbilder dienen können als damals und vor allem in der ersten jahren nach der Wende mehr oder weniger offen und immer mal wieder
durchblicken lassen, daß unsere Leistungen und unser fachliches Können wenig taugt.



DoreHolm Ich habe natürlich keinen Einfluss auf deine Gefühlslage und ich möchte ihn auch nicht haben.
Aber halten wir uns doch mal an die Realität und da bin ich verblüfft, wie du vielleicht verstehen kannst.

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )

Rein objektiv gesehen müssten wir Alt Bundis uns fremdbestimmt vorkommen, tue ich aber nicht, weil mich die Herkunft der Regierung nicht interessiert, sondern das was sie leistet. Da macht sie natürlich auch Fehler, aber keine Fehler der Natur, dass sie an den Interessen eines ganzen Volkes vorbei regiert, wie wir das so schön in der Vergangenheit in D vorgeführt bekommen haben.
Dies ist vielleicht mal ein schönes Beispiel, wie hier im Forum von einer ganzen Reihe von Leuten an den Realitäten vorbei geschrieben wird, Hauptsache die Regierungen und seine Leistungen werden in den Dreck getreten.


edit Fähler


Keiner zieht die Leistungen unserer Quotenossis in der Regierungsspitze in den Dreck, innerhalb der vorgegebenen Qualität einer hochverschuldeten, klientelbestimmten und kapitalbeherrschten Demokratie holen die schon noch das Beste raus und von den deutlich besser bezahlten sog. Wirtschaftseliten traue ich keinem die Konsenzfähigkeit der Bundeskanzlerin zu auch wenn sie mit ihrem jämmerlichen Einkommen laut Schröder die Preise versaut.



Hackl, du merkst es wahrscheinlich schon nicht mehr, so bist du von den Scheuklappen im Sehen behindert. Quotenossi z.B. ist auch schon wieder eine sehr abwertende Ausdrucksweise, zumindest aus meiner Sicht. Immerhin sind sie gewählt und zwar vom ganzen deutschen Volk und nicht nach Quoten delegiert oder ähnliches.





Seid wann kann ich den Kanzler bzw.Kanzlerin wählen ?
Den bestimmen doch die Parteien die die meisten Stimmen bekommen haben über eine "Wahl" im Bundestag und bei ca 40% Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von ca 60%(oder wieviel interessieren sich für diese Veranstaltung?) kann man ja wahrlich nicht vom "ganzen deutschen Volk " sprechen.


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#74

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 17:14
von damals wars | 12.219 Beiträge

Auch der Bundespräsident wird nicht vom Volk gewählt.
Und als es darum ging, eine neue Verfassung für Deutschland zu erarbeiten, hatte man Angst vor den Ideen aus der Deutschen Demokratischen Republik, und verweigerte sich dem Ansinnen.
Rupert Scholz war da einer der Antagonisten.
Soviel Demokratie war dann doch zu viel.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#75

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 17:18
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #67

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )



Mein lieber Gert,

irgendwie spricht das ja für die hervorragende Qualität der Ossis. Und da es sich ausnahmslos um Personen handelt, welche ihre Erziehung und gesellschaftliche Entwicklung in der DDR nahmen, muss das doch nachdenklich stimmen .

Spaß beiseite .

Ich bin so etwa im Alter der benannten hochkarätigen Ossis und es ist schon komisch, dass, wenn ich die ehemalige Grenze überschreite, immer noch das Gefühl habe, das Territorium der DDR zu verlassen und mich in den "Westen" zu begeben. Unterschwellig warte ich sogar auf die Pass- und Zollkontrolle .

Na ja, das ist aber eine ganz typische Geisteshaltung eines langjährigen DDR-Bürgers . Meine Kinder können das schon gar nicht mehr verstehen .

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#76

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 17:21
von Marder | 1.413 Beiträge

Hallo Ecki,

"Ich bin so etwa im Alter der benannten hochkarätigen Ossis und es ist schon komisch, dass, wenn ich die ehemalige Grenze überschreite, immer noch das Gefühl habe, das Territorium der DDR zu verlassen und mich in den "Westen" zu begeben. Unterschwellig warte ich sogar auf die Pass- und Zollkontrolle . "

Hattest Du damit zu Grenzzeiten ( vor 1989) schon regelmäßig Erfahrung, dass du damit so ein beklemmendes Gefühl verbindest???

MfG Marder

,


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#77

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 17:34
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Könnte eine posttraumatische Belastungsstörung sein, da könnte es mit einer Opferrente klappen.


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#78

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 18:18
von Gert | 12.368 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #71
Zitat von Gert im Beitrag #70
Zitat von Hackel39 im Beitrag #69
Zitat von Gert im Beitrag #67
Zitat von DoreHolm im Beitrag #64
Zitat von glasi im Beitrag #63
Zitat von utkieker im Beitrag #10
Für mich war die BRD Ausland. Und selbst nach dem Anschluß der DDR ist mir das "System Deutschland" fremd geblieben. Man hatte sich gefälligst dem Grundgesetz zu unterwerfen. Die Hurra- Deutschland- Euphorie Anfang der 90er war für mich unheimlich.

Gruß Hartmut!

Hallo Hartmut. Diese Ausage macht mich sehr traurig..Was so 40 Jahre Teilung ausmachen können.


Bin Jahrgang 47 und muß gestehen, daß ich auch noch etwas Schwierigkeiten damit habe, mich mit dieser jetzigen Bundesregierung zu identifizieren. Nicht Deutschland als solches, das war für mich immer, also auch vor der Wende, eine nationale Einheit, also die gleiche nationalität der Bürger. Aber aus Bonn bzw. seit dem Regierungssitz in berlin fühle ich michj manchmal etwas fremdbestimmt. Liegt wohl darin, daß mir die jetzigen Politiker noch weniger als Vorbilder dienen können als damals und vor allem in der ersten jahren nach der Wende mehr oder weniger offen und immer mal wieder
durchblicken lassen, daß unsere Leistungen und unser fachliches Können wenig taugt.



DoreHolm Ich habe natürlich keinen Einfluss auf deine Gefühlslage und ich möchte ihn auch nicht haben.
Aber halten wir uns doch mal an die Realität und da bin ich verblüfft, wie du vielleicht verstehen kannst.

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )

Rein objektiv gesehen müssten wir Alt Bundis uns fremdbestimmt vorkommen, tue ich aber nicht, weil mich die Herkunft der Regierung nicht interessiert, sondern das was sie leistet. Da macht sie natürlich auch Fehler, aber keine Fehler der Natur, dass sie an den Interessen eines ganzen Volkes vorbei regiert, wie wir das so schön in der Vergangenheit in D vorgeführt bekommen haben.
Dies ist vielleicht mal ein schönes Beispiel, wie hier im Forum von einer ganzen Reihe von Leuten an den Realitäten vorbei geschrieben wird, Hauptsache die Regierungen und seine Leistungen werden in den Dreck getreten.


edit Fähler


Keiner zieht die Leistungen unserer Quotenossis in der Regierungsspitze in den Dreck, innerhalb der vorgegebenen Qualität einer hochverschuldeten, klientelbestimmten und kapitalbeherrschten Demokratie holen die schon noch das Beste raus und von den deutlich besser bezahlten sog. Wirtschaftseliten traue ich keinem die Konsenzfähigkeit der Bundeskanzlerin zu auch wenn sie mit ihrem jämmerlichen Einkommen laut Schröder die Preise versaut.



Hackl, du merkst es wahrscheinlich schon nicht mehr, so bist du von den Scheuklappen im Sehen behindert. Quotenossi z.B. ist auch schon wieder eine sehr abwertende Ausdrucksweise, zumindest aus meiner Sicht. Immerhin sind sie gewählt und zwar vom ganzen deutschen Volk und nicht nach Quoten delegiert oder ähnliches.




Sei nicht so dünnhäutig Gert.
Alle, die Angie ins Amt geholfen haben wissen, daß es für die CDU gefährlich werden könnte, wenn sich der potentielle ostdeutsche Wähler unterrepräsentiert fühlt.
Solche symbolischen Akte sind Balsam auf die geschundene Seele, aber viel wichtiger ist doch, was diese Kanzlerin für die Angleichnug des Ostens an den Westen zu tun im Stande ist und das geht gegen Null.
Dr. Merkel ist die Ärztin, die ihren Patienten mit dem gebrochenen Arm Morphium eintrichtert, weil sie sich die Operation nicht zu traut.
Bitte Gert, tu mir den Gefallen und sieh Dich mal ohne Scheuklappen in der ostdeutschen Fläche außerhalb der Großstädte um, dann weißt Du was ich meine.



Ja Hackl ich habe bisher nur blühende Landschaften gesehen und die dazugehörige neue Infrastruktur, alles vom feinsten und neuester Bauart, da gibt es eine Reihe Gebiete im alten Bundesgebiet die gerne so etwas hätten. Und dafür habe wir uns auch alle schön mit 2 Billionen und mehr verschuldet. Du musst irgendetwas in diesem Lande verwechseln oder fährst du mit deiner Eisenbahn außerhalb Deutschlands umher, wo du solche Bilder siehst ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#79

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 18:48
von Gert | 12.368 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #75
Zitat von Gert im Beitrag #67

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )



Mein lieber Gert,

irgendwie spricht das ja für die hervorragende Qualität der Ossis. Und da es sich ausnahmslos um Personen handelt, welche ihre Erziehung und gesellschaftliche Entwicklung in der DDR nahmen, muss das doch nachdenklich stimmen .

Spaß beiseite .

Ich bin so etwa im Alter der benannten hochkarätigen Ossis und es ist schon komisch, dass, wenn ich die ehemalige Grenze überschreite, immer noch das Gefühl habe, das Territorium der DDR zu verlassen und mich in den "Westen" zu begeben. Unterschwellig warte ich sogar auf die Pass- und Zollkontrolle .

Na ja, das ist aber eine ganz typische Geisteshaltung eines langjährigen DDR-Bürgers . Meine Kinder können das schon gar nicht mehr verstehen .

Liebe Grüße

Ecki




Das kann ich dir nachfühlen, wenn ich Thüringen verlasse und bei Wartha rausfahre , so weiss ich genau, wo früher der Strich war. Auch wenn die alte Grenzstruktur, d.h. der Kahlschlag im Gelände, nicht mehr sichtbar ist. Es ist erstaunlich wie schnell die Natur sich das zurückgeholt hat.
Meine ersten Reisen nach der Flucht 1965 waren 1973 und da war es noch die Hardcore Abfertigung, vor allem der Zoll war einfach so, dass es keinen Spass mehr gemacht hat. In den 80ern wurde das immer lässiger und erträglicher. Ich hatte aber immer die Vereinbarung, dass ich in Herleshausen an der Raststation in die Telefonzelle ging und kurz die Eltern in Erfurt anrief, dass ich übern Strich bin.
1989 Weihnachten konnte ich das erste Mal ohne Visum einreisen udn der Mensch von der PKE war sch..freundlich, so wie ich das nie zuvor gesehen hatte. Er guckte auch nur kurz in den Pass und gab ihn sofort zurück. Da traute ich mich was und fragte ihn, warum sie nicht früher schon so entspannt und freundlich waren. Seine Antwort: Nu joa, de Zeiden hamssch ement geändert und lachte. So einfach ist das, wenn Kommunismus abwesend ist.


.
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Mahatma Gandhi
linamax, josy95 und glasi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#80

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2013 23:53
von DoreHolm | 7.714 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #75
Zitat von Gert im Beitrag #67

Nr.1 im Staat ex DDR Bürger ( Präsident )
Nr.2 im Staat Stellvertreter ex DDR Bürger (stellv. Parlamentspräsident )
Nr.3 im Staat ex DDR Bürgerin ( Bundeskanzlerin )



Mein lieber Gert,

irgendwie spricht das ja für die hervorragende Qualität der Ossis. Und da es sich ausnahmslos um Personen handelt, welche ihre Erziehung und gesellschaftliche Entwicklung in der DDR nahmen, muss das doch nachdenklich stimmen .

Spaß beiseite .

Ich bin so etwa im Alter der benannten hochkarätigen Ossis und es ist schon komisch, dass, wenn ich die ehemalige Grenze überschreite, immer noch das Gefühl habe, das Territorium der DDR zu verlassen und mich in den "Westen" zu begeben. Unterschwellig warte ich sogar auf die Pass- und Zollkontrolle .

Na ja, das ist aber eine ganz typische Geisteshaltung eines langjährigen DDR-Bürgers . Meine Kinder können das schon gar nicht mehr verstehen .

Liebe Grüße

Ecki




Es wird zwar mit der Zeit weniger, aber ich nehme immer noch bewußt wahr, wenn ich von einem Neu- in ein Altbundesland fahre. Auch wenn man sonst, wie im Auto eben noch möglich, vor sich hindöst, im Bereich der ehemaligen Grenze wird man schon munter und schaut, wo sie denn genau gewesen ist, die Grenze.



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