#21

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 29.12.2012 20:02
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #16
@Harra318

eine Antwort auf Deine Frage an mich findest Du in diesem Beitrag von mir: Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden

Ansonsten, hättest Du gerne eine philosophische, geschichtsphilosophische, psychologische, soziale, kulturelle, politische oder rechtliche Definition? Im heteronomischen oder deterministischen Kontex?
Gar eine die mehr in die Vulgärpopulistik abdriftet oder die welche durch den Mainstream bedient wird.
Du darfst es Dir wünschen, ob ich es dann erfülle...... da kommt dann meine Freiheit zur Entscheidung ins Spiel......

Zu DDR Zeiten habe ich mich ziemlich ausführlich mit dem Begriff "Freiheit" beschäftigt, streckenweise auch beruflich bedingt..........
In Nachwendezeiten habe ich die Publikationen zum Thema gelesen welche in der DDR nur unter schwierigen Bedingungen zu bekommen waren.


Gruß
Nostalgiker


Oje, jetzt legst du aber mit Begrifflichkeiten los, mit meinem einem niederen Examen bekomme ich da ja schon das Flattern, eine Intelligenzbestie, Hilfe!

Drum habe ich es lieber bürgerlich verständlich definiert, sich frei fühlen, also mein gegenständliches Gefühl, reicht eigentlich schon aus um Freiheit, für sich persönlich, verstehen, zu fühlen und genießen zu können.


zuletzt bearbeitet 29.12.2012 20:03 | nach oben springen

#22

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 29.12.2012 20:03
von Harra318 | 2.514 Beiträge

da hattest Du die für blinde


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#23

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 29.12.2012 20:26
von Jackson | 102 Beiträge

Man könnte noch mehr aufzählen. Klopfe diese Punkte mal ab im Hinblick auf "Leben in der DDR". Da kommen ne Menge Antworten "negativ"
Siehst du und das ist für mich das Gegenteil von Freiheit.
Daher ist und war das Leben für mich vom ersten Tag an in der Bundesrepublik von Freiheit begleitet. Dieses Gefühl hatte ich in der DDR absolut nicht.

[/quote]

Ich hoffe nur für dich, das du niemals in die Verlegenheit kommst, Alt zu werden, in irgendeiner Art Gesundheitliche Schäden zu erlangen und aus diesen oder anderen Gründen dich in der ALG II Spirale zu verfangen, dann kannst du weiter von der Freiheit träumen und versuchen sie zu leben.
Evtl. stellen sich da andere Gefühle ein.



zuletzt bearbeitet 29.12.2012 20:26 | nach oben springen

#24

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 29.12.2012 20:29
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #17


Wenn es aber darauf ankommt, habe ich die Freiheit:

1) das eigene Land zu verlassen, auf Antrag in der DDR möglich und praktiziert
2) ein Arbeitsverhältnis aufzulösen, wurde in der DDR tagtäglich praktiziert
3) zu Studieren was ich möchte, ( natürlich außer numerus clausus ) war in der DDR möglich und wurde praktiziert
4) Berufe zu ergreifen, die mich interessieren, war in der DDR möglich und wurde praktiziert
5) eine Wohnung zu wechseln nach Belieben und Gefallen, war in der DDR möglich und wurde praktiziert
6) mich politisch zu engagieren auch gegen die offizielle Regierungspolitik, erster Teil war möglich und erwünscht,
7) neue Parteien zu gründen, wozu, es gab doch genug
8) Vereine zu gründen war in der DDR möglich
9) zu Demonstrieren gegen die Politik des Staates oder gegen andere Dinge die da passieren war möglich, nur die Konsequenzen.....
10) den Staat verklagen, wenn ich glaube im Unrecht zu sein bis zum BGH in der DDR nannte sich dies Eingabenpolitik

Man könnte noch mehr aufzählen. Klopfe diese Punkte mal ab im Hinblick auf "Leben in der DDR". Da kommen ne Menge Antworten "negativ"
Siehst du und das ist für mich das Gegenteil von Freiheit.
Daher ist und war das Leben für mich vom ersten Tag an in der Bundesrepublik von Freiheit begleitet. Dieses Gefühl hatte ich in der DDR absolut nicht.




@Gert, na und nun?

- zu Punkt 7 las ich Heute in der Zeitung das der Gründungsantrag einer Partei vom BGH abgelehnt wurde. Diese "Partei" wollte den Sex mit Tieren legalisieren. Allzuweit scheint es mit der grenzenlosen Freiheit in der BRD auch nicht zu sein..... -


@Grenzwolf62,

da Du den Freiheitsbegriff rein auf Dein persönliches subjektives fühlen beschränkst, vielleicht noch Situationsbedingt kann ich Dein Verständnis dafür was für dich 'Freiheit' ist durchaus nachvollziehen.
Sehr viele Augenblicksituationen in der DDR von mir erlebt fallen auch unter diese Gefühl "frei zu sein".

Auch in der Gegenwart gibt es viele Situationen in denen ich das Gefühl der 'Freiheit' habe......, allerdings nicht am Frühstücksbuffet im Hotel......

Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten habe ich durchaus einige "Freiheiten" welche ich mir leisten kann andererseits habe ich im Lohnabhängigkeitsverhältnis drastische Einschränkungen und Zugeständnisse zu akzeptieren. Nehme ich mir die "Freiheit" dieses nicht zu machen schränke ich mir andere "Freiheiten" durch Beraubung der finanziellen Grundlagen ein.......

Heute muß ich abwägen ob ich mir die "Freiheit" leiste materielle Einbußen hinzunehmen wenn ich mich dem Tanz ums goldene Kalb entziehe, in der DDR mußte ich abwägen ob ich bereit bin/war im Namen meiner persönliche Vorstellung von "Freiheit" drastische Einschränkungen in meiner allgemeinen Lebenssituation hinzunehmen.
Was ist nun besser?
Ausgegrenzt zu sein und von der "Freiheit" nicht partizipieren zu können, einfach weil die materielle Grundlage dafür fehlt oder ausgegrenzt zu sein weil ich mit offizieller Partei- und Staatsideologie nichts am Hut habe......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

zuletzt bearbeitet 29.12.2012 20:30 | nach oben springen

#25

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 29.12.2012 21:09
von utkieker | 2.927 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #17
[quote=DoreHolm|p223310][rot][quote=Gert|p223308]
DoreHolm der Begriff Freiheit ist nicht mit Gesetzlosigkeit oder Anarchie gleich zusetzen. Wir stehen alle täglich in Abhängigkeit von irgendwas und irgendwem. Für mich ist das aber keine Unfreiheit, sondern eine notwendige Relation in einer Gesellschaft, die jeder hat und das nicht nur natürliche Personen sondern auch Firmen, Institutionen usw. Wenn es aber darauf ankommt, habe ich die Freiheit:
1) das eigene Land zu verlassen,
2) ein Arbeitsverhältnis aufzulösen,
3) zu Studieren was ich möchte, ( natürlich außer numerus clausus )
4) Berufe zu ergreifen, die mich interessieren,
5) eine Wohnung zu wechseln nach Belieben und Gefallen,
6) mich politisch zu engagieren auch gegen die offizielle Regierungspolitik,
7) neue Parteien zu gründen,
8) Vereine zu gründen
9) zu Demonstrieren gegen die Politik des Staates oder gegen andere Dinge die da passieren
10) den Staat verklagen, wenn ich glaube im Unrecht zu sein bis zum BGH

Man könnte noch mehr aufzählen. Klopfe diese Punkte mal ab im Hinblick auf "Leben in der DDR". Da kommen ne Menge Antworten "negativ"
Siehst du und das ist für mich das Gegenteil von Freiheit.
Daher ist und war das Leben für mich vom ersten Tag an in der Bundesrepublik von Freiheit begleitet. Dieses Gefühl hatte ich in der DDR absolut nicht.




Tame birds sing of freedom, Wild birds fly! Zahme Vögel singen von Freiheit, wilde Vögel fliegen!

Freiheit ist kein Weihnachtsgeschenk, wo der Staat nach gut Dünken, mir etwas davon zukommen lässt.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#26

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 29.12.2012 21:16
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #17
Zitat von DoreHolm im Beitrag #8
Zitat von Gert im Beitrag #6
@DoreHolm, du hast nichts verstanden, wenn du so ein hohes Gut wie Freiheit als Gummibegriff bezeichnest. Dann wirst du das auch niemals schätzen lernen.





Na klar weiß jeder zu schätzen, wenn er sich "frei" fühlt. Ich mit eingeschlossen. Da habe ich auch meine Definition dazu. Nur leider ist es so, daß die Freiheit des Einen nicht automatisch auch die Freiheit des Anderen ist. Das geht schon im ganz Kleinen los. Vergleich mal, was sich z.B. ein Vermieter und ein Mieter unter Freiheit vorstellen, Autofahrer haben da unterschiedliche Vorstellungen. Sieh mal in das Thema über privaten Waffenbesitz. Der Freiheitsbegriff der Führungsriege von Großunternehmen, ob Industrie, Banken, Versicherungen, Maklern ist ganz sicher ein deutlich anderer als der von abhängig Beschäftigten. So lange dieser Begriff dermaßen vielseitig ausgelegt und definiert werden kann, kann ich ihn leider nur als Gummibegriff bezeichnen. Da kann ich mich am ehesten mit der Definition Hegels anfreunden, daß Freiheit die Einsicht in die Notwendigkeit ist.



DoreHolm der Begriff Freiheit ist nicht mit Gesetzlosigkeit oder Anarchie gleich zusetzen. Wir stehen alle täglich in Abhängigkeit von irgendwas und irgendwem. Für mich ist das aber keine Unfreiheit, sondern eine notwendige Relation in einer Gesellschaft, die jeder hat und das nicht nur natürliche Personen sondern auch Firmen, Institutionen usw. Wenn es aber darauf ankommt, habe ich die Freiheit:
1) das eigene Land zu verlassen,
2) ein Arbeitsverhältnis aufzulösen,
3) zu Studieren was ich möchte, ( natürlich außer numerus clausus )
4) Berufe zu ergreifen, die mich interessieren,
5) eine Wohnung zu wechseln nach Belieben und Gefallen,
6) mich politisch zu engagieren auch gegen die offizielle Regierungspolitik,
7) neue Parteien zu gründen,
8) Vereine zu gründen
9) zu Demonstrieren gegen die Politik des Staates oder gegen andere Dinge die da passieren
10) den Staat verklagen, wenn ich glaube im Unrecht zu sein bis zum BGH

Man könnte noch mehr aufzählen. Klopfe diese Punkte mal ab im Hinblick auf "Leben in der DDR". Da kommen ne Menge Antworten "negativ"
Siehst du und das ist für mich das Gegenteil von Freiheit.
Daher ist und war das Leben für mich vom ersten Tag an in der Bundesrepublik von Freiheit begleitet. Dieses Gefühl hatte ich in der DDR absolut nicht.



Gert, siehst Du, das entspricht schon etwas eher meiner Definition der Einsicht in die Notwendigkeit. Die Punkte 1. - 10. sind alle o.k., soweit man es sich leisten kann, sie wahrzunehmen. Da sind Punkte dabei, da gebe ich Dir Recht, daß man das tun konnte wenn man es denn nur wollte und es Sinn machte, dies zu tun. Da werden einem keine Steine in den Weg gelegt (z.B. 1., 5.). Bei den anderen Punkten relativiert sich die Freiheit schon etwas, da man es sich leisten können muß und auch wie weit man gehen konnte ohne in´s Visier irgendeiner Behörde zu geraten. Und was Pkt. 10 betrifft: Auch in der DDR wurde Ende der 80er ein längst überfälliges Gesetz beschlossen, nach dem der Bürger gegen Behördenentscheidungen klagen konnte.



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#27

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 29.12.2012 21:21
von frank | 1.753 Beiträge

was heißt den für einen menschen 'freiheit' ?? das er das machen kann was er will ?? oder das es ihm besser geht als sein nachbar ?? besser reisen , besser jobben , größeres auto , jacht ect.
ist das die so genannte freiheit ?? für manche ja !! für mich nein!!!: ein armseliges leben in dem kein platz ist für 'nachbarn' !!!



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 29.12.2012 22:10
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #27
was heißt den für einen menschen 'freiheit' ?? das er das machen kann was er will ?? oder das es ihm besser geht als sein nachbar ?? besser reisen , besser jobben , größeres auto , jacht ect.
ist das die so genannte freiheit ?? für manche ja !! für mich nein!!!: ein armseliges leben in dem kein platz ist für 'nachbarn' !!!





Frank fehlen dir etwa die netten Nachbarn von früher, die alles über dich wussten, die das manchmal sogar aufschrieben ?
Auf die kann ich verzichten!


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#29

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 29.12.2012 22:13
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #26
Zitat von Gert im Beitrag #17
Zitat von DoreHolm im Beitrag #8
Zitat von Gert im Beitrag #6
@DoreHolm, du hast nichts verstanden, wenn du so ein hohes Gut wie Freiheit als Gummibegriff bezeichnest. Dann wirst du das auch niemals schätzen lernen.





Na klar weiß jeder zu schätzen, wenn er sich "frei" fühlt. Ich mit eingeschlossen. Da habe ich auch meine Definition dazu. Nur leider ist es so, daß die Freiheit des Einen nicht automatisch auch die Freiheit des Anderen ist. Das geht schon im ganz Kleinen los. Vergleich mal, was sich z.B. ein Vermieter und ein Mieter unter Freiheit vorstellen, Autofahrer haben da unterschiedliche Vorstellungen. Sieh mal in das Thema über privaten Waffenbesitz. Der Freiheitsbegriff der Führungsriege von Großunternehmen, ob Industrie, Banken, Versicherungen, Maklern ist ganz sicher ein deutlich anderer als der von abhängig Beschäftigten. So lange dieser Begriff dermaßen vielseitig ausgelegt und definiert werden kann, kann ich ihn leider nur als Gummibegriff bezeichnen. Da kann ich mich am ehesten mit der Definition Hegels anfreunden, daß Freiheit die Einsicht in die Notwendigkeit ist.



DoreHolm der Begriff Freiheit ist nicht mit Gesetzlosigkeit oder Anarchie gleich zusetzen. Wir stehen alle täglich in Abhängigkeit von irgendwas und irgendwem. Für mich ist das aber keine Unfreiheit, sondern eine notwendige Relation in einer Gesellschaft, die jeder hat und das nicht nur natürliche Personen sondern auch Firmen, Institutionen usw. Wenn es aber darauf ankommt, habe ich die Freiheit:
1) das eigene Land zu verlassen,
2) ein Arbeitsverhältnis aufzulösen,
3) zu Studieren was ich möchte, ( natürlich außer numerus clausus )
4) Berufe zu ergreifen, die mich interessieren,
5) eine Wohnung zu wechseln nach Belieben und Gefallen,
6) mich politisch zu engagieren auch gegen die offizielle Regierungspolitik,
7) neue Parteien zu gründen,
8) Vereine zu gründen
9) zu Demonstrieren gegen die Politik des Staates oder gegen andere Dinge die da passieren
10) den Staat verklagen, wenn ich glaube im Unrecht zu sein bis zum BGH

Man könnte noch mehr aufzählen. Klopfe diese Punkte mal ab im Hinblick auf "Leben in der DDR". Da kommen ne Menge Antworten "negativ"
Siehst du und das ist für mich das Gegenteil von Freiheit.
Daher ist und war das Leben für mich vom ersten Tag an in der Bundesrepublik von Freiheit begleitet. Dieses Gefühl hatte ich in der DDR absolut nicht.



Gert, siehst Du, das entspricht schon etwas eher meiner Definition der Einsicht in die Notwendigkeit. Die Punkte 1. - 10. sind alle o.k., soweit man es sich leisten kann, sie wahrzunehmen. Da sind Punkte dabei, da gebe ich Dir Recht, daß man das tun konnte wenn man es denn nur wollte und es Sinn machte, dies zu tun. Da werden einem keine Steine in den Weg gelegt (z.B. 1., 5.). Bei den anderen Punkten relativiert sich die Freiheit schon etwas, da man es sich leisten können muß und auch wie weit man gehen konnte ohne in´s Visier irgendeiner Behörde zu geraten. Und was Pkt. 10 betrifft: Auch in der DDR wurde Ende der 80er ein längst überfälliges Gesetz beschlossen, nach dem der Bürger gegen Behördenentscheidungen klagen konnte.


edit
habe meinen Post zu 10) korrigiert, da ich etwas inhaltlich verdreht habe. wenn ich glaube im Unrecht... ersetzt durch " wenn ich glaube, dass mir Unrecht widerfährt...."


.
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#30

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 08:51
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Freiheit,heisst für mich,das ich mich ins Auto setzen kann,egal welche Uhrzeit,und kann dahin Fahren wo ich eben will. Ich muss da keinen Wichtigtuer in Uniform Fragen oder gar Betteln.Nein,einfach so.

Jetzt kann wieder einer sagen,das kann sich aber nicht jeder leisten.Auch zu DDR Zeiten konnte sich nicht jeder alles leisten,und der mit viel Geld wurde wieder von dem in Uniform eingeschränkt.

Gruß aus Thüringen


glasi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 09:40
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #30
Freiheit,heisst für mich,das ich mich ins Auto setzen kann,egal welche Uhrzeit,und kann dahin Fahren wo ich eben will. Ich muss da keinen Wichtigtuer in Uniform Fragen oder gar Betteln.Nein,einfach so.


Jetzt kann wieder einer sagen,das kann sich aber nicht jeder leisten.Auch zu DDR Zeiten konnte sich nicht jeder alles leisten,und der mit viel Geld wurde wieder von dem in Uniform eingeschränkt.

Gruß aus Thüringen


Hab zwar schon meine Definition von Freiheit mal gesagt (Hegel), und dieser Punkt ist zwar nicht das entscheidende Kriterium, aber eines der Wichtigen. Mir ging es noch viele Jahre nach der Maueröffnung immer so, wenn ich, zumeist dienstlich als Außendienstmitarbeiter von Kunde zu Kunde, immer mal über die ehemalige Grenze fuhr. Einfach so, ohne daß sich jemand dafür interessierte, zumeist auch ohne die Geschwindigkeit drosseln zu müssen und zunehmend weniger warzunehmen, wo war sie denn nun gleich, die ehemalige Grenze ? Als Insider erkann man je dann zumeist, wo sie verlaufen sein muß, aber die Natur und die Neu-Bebauungen holen sich alles wieder zurück.



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#32

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 09:46
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Jackson im Beitrag #23
Man könnte noch mehr aufzählen. Klopfe diese Punkte mal ab im Hinblick auf "Leben in der DDR". Da kommen ne Menge Antworten "negativ"
Siehst du und das ist für mich das Gegenteil von Freiheit.
Daher ist und war das Leben für mich vom ersten Tag an in der Bundesrepublik von Freiheit begleitet. Dieses Gefühl hatte ich in der DDR absolut nicht.




Ich hoffe nur für dich, das du niemals in die Verlegenheit kommst, Alt zu werden, in irgendeiner Art Gesundheitliche Schäden zu erlangen und aus diesen oder anderen Gründen dich in der ALG II Spirale zu verfangen, dann kannst du weiter von der Freiheit träumen und versuchen sie zu leben.
Evtl. stellen sich da andere Gefühle ein.

[/quote]

@Jackson, wenn du mein Profil vor deinem Post mal angeschaut hättest, hättest du das bestimmt nicht so aufgeschrieben. Also reine Dampfplauderei deine hier geäußerten Hoffnungen und Vermutungen.
Ich bin alt und ich bin Rentner. Und es geht mir verdammt gut als Rentner. Warum ? weil ich im Leben nicht herumgeeiert habe, sondern mir Gedanken auch für die Zeit nach dem Arbeitsleben gemacht habe, sprich Vorsorge getroffen. Ich bin frei!


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#33

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 09:59
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #24
Zitat von Gert im Beitrag #17


Wenn es aber darauf ankommt, habe ich die Freiheit:

1) das eigene Land zu verlassen, auf Antrag in der DDR möglich und praktiziert
2) ein Arbeitsverhältnis aufzulösen, wurde in der DDR tagtäglich praktiziert
3) zu Studieren was ich möchte, ( natürlich außer numerus clausus ) war in der DDR möglich und wurde praktiziert
4) Berufe zu ergreifen, die mich interessieren, war in der DDR möglich und wurde praktiziert
5) eine Wohnung zu wechseln nach Belieben und Gefallen, war in der DDR möglich und wurde praktiziert
6) mich politisch zu engagieren auch gegen die offizielle Regierungspolitik, erster Teil war möglich und erwünscht,
7) neue Parteien zu gründen, wozu, es gab doch genug
8) Vereine zu gründen war in der DDR möglich
9) zu Demonstrieren gegen die Politik des Staates oder gegen andere Dinge die da passieren war möglich, nur die Konsequenzen.....
10) den Staat verklagen, wenn ich glaube im Unrecht zu sein bis zum BGH in der DDR nannte sich dies Eingabenpolitik

Man könnte noch mehr aufzählen. Klopfe diese Punkte mal ab im Hinblick auf "Leben in der DDR". Da kommen ne Menge Antworten "negativ"
Siehst du und das ist für mich das Gegenteil von Freiheit.
Daher ist und war das Leben für mich vom ersten Tag an in der Bundesrepublik von Freiheit begleitet. Dieses Gefühl hatte ich in der DDR absolut nicht.




@Gert, na und nun?

- zu Punkt 7 las ich Heute in der Zeitung das der Gründungsantrag einer Partei vom BGH abgelehnt wurde. Diese "Partei" wollte den Sex mit Tieren legalisieren. Allzuweit scheint es mit der grenzenlosen Freiheit in der BRD auch nicht zu sein..... -[quote]




also, du musst in einer anderen DDR gelebt haben, als ich. Zu Punkt 3 möchte ich nur sagen, die DDR ermöglichte mir nicht nur kein Studium, nein sie blockte mich schon vorher ab, indem ich nach 8 Schuljahren die Grundschule verlassen durfte. An den Schulnoten lag es nicht, da wäre ich mit Kusshand in der BRD auf einem Gymnasium aufgenommen worden.

Deine Bemerkung zu Punkt 7 kann ich nur so kommentieren : wenn ich unhöflich wäre, würde ich sagen "du hast sie doch nicht mehr alle......".
Weil ich aber nicht unhöflich sein will, sage zu Recht ist eine solche Parteiengründung abgelehnt worden. Die Freiheit hat Grenzen und hier werden Grenzen überschritten. Damit meine ich ganz und gar nicht die sexuelle Selbstbestimmung von Tieren.



edit Fähler


.
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Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 30.12.2012 10:57 | nach oben springen

#34

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 10:22
von eisenringtheo | 9.188 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #30
Freiheit,heisst für mich,das ich mich ins Auto setzen kann,egal welche Uhrzeit,und kann dahin Fahren wo ich eben will. Ich muss da keinen Wichtigtuer in Uniform Fragen oder gar Betteln.Nein,einfach so.

Jetzt kann wieder einer sagen,das kann sich aber nicht jeder leisten.Auch zu DDR Zeiten konnte sich nicht jeder alles leisten,und der mit viel Geld wurde wieder von dem in Uniform eingeschränkt.

Gruß aus Thüringen


Das ist die (Fort-)bewegungsfreiheit. Die war in der DDR stark eingeschränkt. Es gibt aber auch noch andere Aspekte der Freiheit. Je nachdem, welcher Aspekt wichtig ist, kann man bei einem Vergleich DDR-BRD zu einer anderen persönlichen Wertung kommen.
Theo


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 10:50
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Na ich hoffe ihr seid alle im vereinigten Deutschland angekommen..für mich hat sich ja nichts verändert.



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#36

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 11:32
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Zermatt im Beitrag #35
Na ich hoffe ihr seid alle im vereinigten Deutschland angekommen..für mich hat sich ja nichts verändert.


Da hab ich bei Einigen so meine Zweifel........


Intellektuelle spielen Telecaster
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 12:04
von Gelöschtes Mitglied
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Mal eine provozierende Frage, hattet ihr alle beim Gau(c)kler Unterricht ??? Bei dem ist auch jedes zweite Wort, das Wort "Freiheit" - wie bei einer LP, die einen Sprung hat.
Ihr könnt euch hier noch so sehr darüber streiten, was "Freiheit" bedeutet - ihr werdet nie auf einen einheitlichen Nenner kommen, denn
jeder wird aus seiner subjektiven Sicht diesen Begriff definieren, obwohl die wissenschaftliche Erklärung recht eindeutig ist. Aber wie sagte es schon der alte Preußen-Fritz: "Je suis en quelque façon le pape des luthériens et des ..." (den hier mus ein jeder nach Seiner Fasson Selich werden! ...)

Vierkrug


silberfuchs60 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.12.2012 12:04 | nach oben springen

#38

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 12:09
von SEG15D | 1.128 Beiträge

Zitat von Zermatt im Beitrag #35
Na ich hoffe ihr seid alle im vereinigten Deutschland angekommen..für mich hat sich ja nichts verändert.


Ankommen?
Setzt wohl eine Reise voraus...Ich hatte keine gebucht und bin immer noch Thüringer.
Und für die genannten Definitionen von Freiheit war ich definitiv damals nicht auf der Straße!
Ich glaube, das ging damals vielen anderen genauso....

SEG15D



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#39

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 17:00
von Fritze (gelöscht)
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Mir fällt da nur ein ,daß Leute sich eine Küche für 25000Euro kaufen,obwohl sie weder kochen können noch es wirklich wollen.


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#40

RE: Leben in der BRD nach der DDR

in Leben in der DDR 30.12.2012 17:18
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #37
Mal eine provozierende Frage, hattet ihr alle beim Gau(c)kler Unterricht ??? Bei dem ist auch jedes zweite Wort, das Wort "Freiheit" - wie bei einer LP, die einen Sprung hat.
Ihr könnt euch hier noch so sehr darüber streiten, was "Freiheit" bedeutet - ihr werdet nie auf einen einheitlichen Nenner kommen, denn
jeder wird aus seiner subjektiven Sicht diesen Begriff definieren, obwohl die wissenschaftliche Erklärung recht eindeutig ist. Aber wie sagte es schon der alte Preußen-Fritz: "Je suis en quelque façon le pape des luthériens et des ..." (den hier mus ein jeder nach Seiner Fasson Selich werden! ...)

Vierkrug


Warum kann man nicht einfach Meinungen und Empfindungen von Menschen unkommentiert akzeptieren?
Ich brauche doch keinen Gauck um mit mir auszumachen ob ich mich jetzt freier fühle als damals in der DDR.
Und wenn man dieses Fühlen zum Ausdruck bringt wird man oft sofort als nicht ganz Herr seiner Sinne deklariert.
Es gibt sehr sehr viele ehemalige DDR-Bürger die sehr zufrieden mit dem neuen Leben sind, die aus eigener Kraft etwas erreicht haben und Stolz darauf sind.
Muss den jeder in den angesagten Heulchor einstimmen?


GKUS64 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.12.2012 18:56 | nach oben springen


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