#161

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 22:51
von Gert | 12.354 Beiträge

zitat ddr bürger

Auch sehe ich es ähnlich wie "passport", die Staatsdiener im Lande und an der grenze haben menschlich reagiert und es kam zu keinem Blutvergießen. Wären diese Leute wirklich so "verhetzt" und unmenschlich erzogen wäre es möglicherweise nicht unblutig abgegangen. Das waren aber systemtreue Staatsdiener....

Nun ich würde eher sagen, sie haben pragmatisch reagiert. Ich habe noch die Lifebilder im Kopf von diesem Abend an der Mauer. Zunächst wirkten die PKE sehr unsicher und verwirrt. Sie sind einfach mit der Situation nicht fertig geworden auf der einen Seite eine wachsende Menschenmenge, die gegen den Schlagbaum drückt. Auf der anderen Seite eine nicht funktionierende Befehlskette. Denn wie später herauskam, haben sie überhaupt keine Befehle erhalten. So haben sie an einem bestimmten Punkt eigenmächtig gehandelt, im Interesse ihres eigenen Lebens, was ja irgendwie verständlich ist. Denn jede gewaltsame Lösung hätten sie sicher nicht lebend überstanden. Der point of no return war überschritten. Das man das nachträglich als Akt von Menschlichkeit "verkauft" ist nur zu verständlich, denn jeder möchte möglichst in einem guten Licht erscheinen, quasi der Held sein.
Quintessenz : sie waren so "verhetzt", sie waren systemtreue Staatsdiener deswegen haben sie lange Zeit mangels klarer Befehlslage dem Druck der Massen widerstanden. Erst als es brenzlich für sie selbst wurde, gaben sie nach und dann auch nur unter Anwendung von Tricks ( Ausweise ungültig stempeln= Wiedereinreise nicht mehr erlaubt )


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#162

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 22:52
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #160
Zitat von Harra318 im Beitrag #158
[quote=passport|p223224]Hier nochmals eine Einschätzung der Lage am 09.10.11.1989 im Buch "Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS"


Ja,ja nach so vielen Jahren kann man schreiben……………., und ihr vom MfS war die Gutmenschen ( ???? )….. .. Aber es war die innerliche Schwäche der Deutschen Demokratischen Republik die zum kapitulieren aufgerufen hat. Es war auch der einzigste Aufstand in der deutschen Geschichte der gelungen ist.
Das Schicksal der DDR war schon viel eher besiegelt, ihr habt es nur nicht gewusst,(wolltet es nicht wahrhaben)ihr Betonköpfe.Aber jetzt jammern.....

Harra 318




Es gab schon mehrere gelungene Aufstände in der deutschen Geschichte Harra

Les mal gründlich nach,ich meine nicht den Bauernkrieg

und das in diesem Ausmaß, dass die Kommunisten heute noch an diesem Tag denken???????
Es war doch gerade so als hätte man den Kommunisten die Beine amputiert !!!! Oder warum das Geschrei ????
Harra 318


nach oben springen

#163

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:02
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #147
von Schuddelkind

Hätten die Russen weiter hinter ihnen gestanden, hätten sie ohne mit der Wimper zu zucken ihre eigene Bevölkerung zusammengeschossen


Schuddelkind, Behauptungen aufstellen kann jeder. Woher willst Du das Wissen. Ich kannte damals hunderte MA des MfS. Keiner, aber auch keiner war bereit mit der Waffe gegen das eigene Volk vorzugehen. Darin drückt sich auch das humanistische Gedankengut aus was uns DDR-Bürger auszeichnet.

passport


@passport,

Deine Aussage stellt Dir niemand in Frage. Aber auch ich bin mir sicher, das es (extrem) feige Hardliner gab, die nur auf Grund des Wissens, das die Sowjetunion, der berüchtigte "Russe" nicht mehr wie einst am 17.Juni 1953 hinter ihnen stand, am liebsten, so wie @Schuddelkind es formuliert, dazwischengeschossen hätten. Ich kenne wenigsten zwei von dieser Sorte, wo ich der festen Überzeugung bin, sie hätten es getan. Dem Einen muß ich zumindest charackterlich zugestehen, er hat bis zu seinem letzten Atemzug dazu gestanden. Der andere ist in meinen Augen das geborene Verräterschwein pur. Ein Verräterschwein deshalb, weil er, wie er dann die Felle schwimmen sah, ganz schnell die Fronten wechselte und ohne Skrupel seine ehemaligen potentiellen Mitkämpfer oder Genossen, veriert und 1- A in die Pfanne haute. Du, ihr wißt, wellches Klientel ich meine. Die Bezeichnung Wendehals erscheint mir da total verharmlost, klingt nach Kuschelpädagogik. Verräterschwein höhrt sich da echt besser und vor allen Dingen treffender an. Ich will mir ja nichts über den s. g. Hals reden, aber vermutlich waren die Vorfahren auch schon nicht besser, als es galt, die eigene dunkelbraune Vergangenheit zu verharmlosen, zu leugnen und anderen in die Schuhe zu schieben. Mein Spezi- Wort dafür kennt ihr: SCHEISSHAUSFLIEGEN.

Und übrings. Wer zweifelt, von wem ich rede, schreibe. Es war nach der Wende plötzlich ein Arbeitskollege von mir. Konnte sich bestens artikulieren, verkaufen. Aber die Welt ist nun mal klein. Und der liebe Gott, ob man nun an ihn glaubt oder nicht, ist doch manchmal auch knallhart und gerecht. Denkt von mir, was ihr wollt. Er hat diesen miesen kleinen Sünder vorzeitig geholt. Hart und gerecht ihn hoffentlich in die finsterste Hölle, in`s hell lodernste Fegefeuer verfrachtet!

Und übrings, @Schuddelkind, der große Bruder, die Sowjetunion war zum Zeitpunkt der Wende selbst pleite. Ihre jahrzehntelang ausgequetschten Verbündeten, allen voran die DDR waren ausgeblutet. Für mich ein gewichtiger Grund der Zurückhaltung...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 28.12.2012 23:04 | nach oben springen

#164

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:10
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Erstaunlich, daß so einige hier nicht richtig damit klarzukommen scheinen, daß nicht nur seitens der Demonstranten, sondern auch seitens der Machtorgane besonnen reagiert wurde. Fast könnte man den Eindruck haben, ein paar Tote, natürlich bei den Demonstranten, wäre für ihre Argumentation hilfreich gewesen. So muß mitunter der Korkenzieher in der Argumentation herhalten, damit die bewaffneten Machtorgane ja nicht zu human wegkommen. Ganz einfach den simplen Aspekt anerkennen, daß es auch für diese Leute eine unheimlich hohe Hürde gewesen wäre, auf Unbewaffnete zu schießen, die Forderungen stellten, die für nicht Wenige auf der anderen Seite zumindest nachvollziehbar waren und die nicht als wilder brüllender Mob, sondern als disziplinierte Masse auftraten. Dieser Fakt wird nich mehr wegzudiskutieren sein, egal welche Motive den Machtorganen für ihr (Nicht)handeln zugebilligt oder unterstellt werden.



passport, Schmiernippel und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#165

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:11
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #161
zitat ddr bürger

Auch sehe ich es ähnlich wie "passport", die Staatsdiener im Lande und an der grenze haben menschlich reagiert und es kam zu keinem Blutvergießen. Wären diese Leute wirklich so "verhetzt" und unmenschlich erzogen wäre es möglicherweise nicht unblutig abgegangen. Das waren aber systemtreue Staatsdiener....

Nun ich würde eher sagen, sie haben pragmatisch reagiert. Ich habe noch die Lifebilder im Kopf von diesem Abend an der Mauer. Zunächst wirkten die PKE sehr unsicher und verwirrt. Sie sind einfach mit der Situation nicht fertig geworden auf der einen Seite eine wachsende Menschenmenge, die gegen den Schlagbaum drückt. Auf der anderen Seite eine nicht funktionierende Befehlskette. Denn wie später herauskam, haben sie überhaupt keine Befehle erhalten. So haben sie an einem bestimmten Punkt eigenmächtig gehandelt, im Interesse ihres eigenen Lebens, was ja irgendwie verständlich ist. Denn jede gewaltsame Lösung hätten sie sicher nicht lebend überstanden. Der point of no return war überschritten. Das man das nachträglich als Akt von Menschlichkeit "verkauft" ist nur zu verständlich, denn jeder möchte möglichst in einem guten Licht erscheinen, quasi der Held sein.
Quintessenz : sie waren so "verhetzt", sie waren systemtreue Staatsdiener deswegen haben sie lange Zeit mangels klarer Befehlslage dem Druck der Massen widerstanden. Erst als es brenzlich für sie selbst wurde, gaben sie nach und dann auch nur unter Anwendung von Tricks ( Ausweise ungültig stempeln= Wiedereinreise nicht mehr erlaubt )




Es mag ja,an vielen was dran sein---aber es ist immer wunderlich und erstaunlich.Wie manche die weit ab vom Geschehen und den Ereignissen und sicher mit Pantoffeln vor den Fernseher gesessen haben.Mit einen mal,hier so einen Zeitzeugenbericht hin schmettern obwohl sie garnicht am Ort des Geschehens waren.


nach oben springen

#166

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:14
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #165
Zitat von Gert im Beitrag #161
zitat ddr bürger

Auch sehe ich es ähnlich wie "passport", die Staatsdiener im Lande und an der grenze haben menschlich reagiert und es kam zu keinem Blutvergießen. Wären diese Leute wirklich so "verhetzt" und unmenschlich erzogen wäre es möglicherweise nicht unblutig abgegangen. Das waren aber systemtreue Staatsdiener....

Nun ich würde eher sagen, sie haben pragmatisch reagiert. Ich habe noch die Lifebilder im Kopf von diesem Abend an der Mauer. Zunächst wirkten die PKE sehr unsicher und verwirrt. Sie sind einfach mit der Situation nicht fertig geworden auf der einen Seite eine wachsende Menschenmenge, die gegen den Schlagbaum drückt. Auf der anderen Seite eine nicht funktionierende Befehlskette. Denn wie später herauskam, haben sie überhaupt keine Befehle erhalten. So haben sie an einem bestimmten Punkt eigenmächtig gehandelt, im Interesse ihres eigenen Lebens, was ja irgendwie verständlich ist. Denn jede gewaltsame Lösung hätten sie sicher nicht lebend überstanden. Der point of no return war überschritten. Das man das nachträglich als Akt von Menschlichkeit "verkauft" ist nur zu verständlich, denn jeder möchte möglichst in einem guten Licht erscheinen, quasi der Held sein.
Quintessenz : sie waren so "verhetzt", sie waren systemtreue Staatsdiener deswegen haben sie lange Zeit mangels klarer Befehlslage dem Druck der Massen widerstanden. Erst als es brenzlich für sie selbst wurde, gaben sie nach und dann auch nur unter Anwendung von Tricks ( Ausweise ungültig stempeln= Wiedereinreise nicht mehr erlaubt )




Es mag ja,an vielen was dran sein---aber es ist immer wunderlich und erstaunlich.Wie manche die weit ab vom Geschehen und den Ereignissen und sicher mit Pantoffeln vor den Fernseher gesessen haben.Mit einen mal,hier so einen Zeitzeugenbericht hin schmettern obwohl sie garnicht am Ort des Geschehens waren.



@Rostocker, jetzt kann ich auch dir das erste mal Recht geben
Harra 318


nach oben springen

#167

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:16
von ddr-bürger (gelöscht)
avatar

@gert
ja am 09.11. war alles zu spät, da gebe ich Dir recht und wenn man waffen eingesetzt hätte- das wäre ein nicht zu verantwortendes Blutbad geworden.

Mir ging es um die Demos im Vorfeld (siehe #133).

Ist eigentlich auch müßig zu sagen wann und zu welchem Anlaß, mir ging es auch darum zu zeigen "Die Welt ist nicht nur Schwarz oder Weiß, sondern auch Grau".

Zugegeben das fällt mir auch schwer, in der anderen Richtung....

Aber irgendwann wird es sich zeigen ob der Soz. noch eine Chance hat. "Wir werden sehen sprach der Blinde..."


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#168

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:16
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #165
Zitat von Gert im Beitrag #161
zitat ddr bürger

Auch sehe ich es ähnlich wie "passport", die Staatsdiener im Lande und an der grenze haben menschlich reagiert und es kam zu keinem Blutvergießen. Wären diese Leute wirklich so "verhetzt" und unmenschlich erzogen wäre es möglicherweise nicht unblutig abgegangen. Das waren aber systemtreue Staatsdiener....

Nun ich würde eher sagen, sie haben pragmatisch reagiert. Ich habe noch die Lifebilder im Kopf von diesem Abend an der Mauer. Zunächst wirkten die PKE sehr unsicher und verwirrt. Sie sind einfach mit der Situation nicht fertig geworden auf der einen Seite eine wachsende Menschenmenge, die gegen den Schlagbaum drückt. Auf der anderen Seite eine nicht funktionierende Befehlskette. Denn wie später herauskam, haben sie überhaupt keine Befehle erhalten. So haben sie an einem bestimmten Punkt eigenmächtig gehandelt, im Interesse ihres eigenen Lebens, was ja irgendwie verständlich ist. Denn jede gewaltsame Lösung hätten sie sicher nicht lebend überstanden. Der point of no return war überschritten. Das man das nachträglich als Akt von Menschlichkeit "verkauft" ist nur zu verständlich, denn jeder möchte möglichst in einem guten Licht erscheinen, quasi der Held sein.
Quintessenz : sie waren so "verhetzt", sie waren systemtreue Staatsdiener deswegen haben sie lange Zeit mangels klarer Befehlslage dem Druck der Massen widerstanden. Erst als es brenzlich für sie selbst wurde, gaben sie nach und dann auch nur unter Anwendung von Tricks ( Ausweise ungültig stempeln= Wiedereinreise nicht mehr erlaubt )




Es mag ja,an vielen was dran sein---aber es ist immer wunderlich und erstaunlich.Wie manche die weit ab vom Geschehen und den Ereignissen und sicher mit Pantoffeln vor den Fernseher gesessen haben.Mit einen mal,hier so einen Zeitzeugenbericht hin schmettern obwohl sie garnicht am Ort des Geschehens waren.




Warst du persönlich dabei ? Dann korrigiere meinen Post, wenn da Fehler drin sind. Aber offenbar hast du das Geschehen auch nur im Pantoffelkino verfolgt. Nun gibst du dich als Experte aus, weil du immer noch nicht wahr haben willst was nicht wahr sein durfte und da muss man mal ein bischen Zweifel in die Suppe streuen. Vielleicht verdirbst doch noch das Eintopfgericht.


edit inhaltlicher Fehler


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 28.12.2012 23:19 | nach oben springen

#169

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:17
von SCORN | 1.456 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #164
Dieser Fakt wird nich mehr wegzudiskutieren sein, egal welche Motive den Machtorganen für ihr (Nicht)handeln zugebilligt oder unterstellt werden.


Nenne es ganz einfach Verantwortungsbewustsein und Realitätssinn! Dieser Fakt ist "Fakt" wird aber, da er nicht in das Geschichtsbild passt, in abrede gestellt!

SCORN


passport, DoreHolm und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#170

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:17
von josy95 | 4.915 Beiträge

[quote=DoreHolm|p223245]Erstaunlich, daß so einige hier nicht richtig damit klarzukommen scheinen, daß nicht nur seitens der Demonstranten, sondern auch seitens der Machtorgane besonnen reagiert wurde. Fast könnte man den Eindruck haben, ein paar Tote, natürlich bei den Demonstranten, wäre für ihre Argumentation hilfreich gewesen. So muß mitunter der Korkenzieher in der Argumentation herhalten, damit die bewaffneten Machtorgane ja nicht zu human wegkommen. Ganz einfach den simplen Aspekt anerkennen, daß es auch für diese Leute eine unheimlich hohe Hürde gewesen wäre, auf Unbewaffnete zu schießen, die Forderungen stellten, die für nicht Wenige auf der anderen Seite zumindest nachvollziehbar waren und die nicht als wilder brüllender Mob, sondern als disziplinierte Masse auftraten. Dieser Fakt wird nich mehr wegzudiskutieren sein, egal welche Motive den Machtorganen für ihr (Nicht)handeln zugebilligt oder unterstellt werden. [/quote

@DoreHolm, das ist soweit richtig eingeschätzt, interpretiert. Ich sage aber auch, bezogen auf meinen vorhergehenden Beitrag hier, es ist auch ein Glück der Geschichte, der Situation, das die Besonnenen in der augenscheinlich deutlichen Überzahl waren, die Unbelehrbaren, die Hardliner und Scheißhausfliegen (m. Rede) in der Minderheit...

Und damit gilt auch der Dank eben diesen Besonnenen, das historisch einmalig in einer derartigen Situation kein Schuß fiel, kein Blut floss, kein Leben sinnlos geopfert wurde....!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 28.12.2012 23:18 | nach oben springen

#171

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:20
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #163
Zitat von passport im Beitrag #147
von Schuddelkind

Hätten die Russen weiter hinter ihnen gestanden, hätten sie ohne mit der Wimper zu zucken ihre eigene Bevölkerung zusammengeschossen


Schuddelkind, Behauptungen aufstellen kann jeder. Woher willst Du das Wissen. Ich kannte damals hunderte MA des MfS. Keiner, aber auch keiner war bereit mit der Waffe gegen das eigene Volk vorzugehen. Darin drückt sich auch das humanistische Gedankengut aus was uns DDR-Bürger auszeichnet.

passport


@passport,

Deine Aussage stellt Dir niemand in Frage. Aber auch ich bin mir sicher, das es (extrem) feige Hardliner gab, die nur auf Grund des Wissens, das die Sowjetunion, der berüchtigte "Russe" nicht mehr wie einst am 17.Juni 1953 hinter ihnen stand, am liebsten, so wie @Schuddelkind es formuliert, dazwischengeschossen hätten. Ich kenne wenigsten zwei von dieser Sorte, wo ich der festen Überzeugung bin, sie hätten es getan. Dem Einen muß ich zumindest charackterlich zugestehen, er hat bis zu seinem letzten Atemzug dazu gestanden. Der andere ist in meinen Augen das geborene Verräterschwein pur. Ein Verräterschwein deshalb, weil er, wie er dann die Felle schwimmen sah, ganz schnell die Fronten wechselte und ohne Skrupel seine ehemaligen potentiellen Mitkämpfer oder Genossen, veriert und 1- A in die Pfanne haute. Du, ihr wißt, wellches Klientel ich meine. Die Bezeichnung Wendehals erscheint mir da total verharmlost, klingt nach Kuschelpädagogik. Verräterschwein höhrt sich da echt besser und vor allen Dingen treffender an. Ich will mir ja nichts über den s. g. Hals reden, aber vermutlich waren die Vorfahren auch schon nicht besser, als es galt, die eigene dunkelbraune Vergangenheit zu verharmlosen, zu leugnen und anderen in die Schuhe zu schieben. Mein Spezi- Wort dafür kennt ihr: SCHEISSHAUSFLIEGEN.

Und übrings. Wer zweifelt, von wem ich rede, schreibe. Es war nach der Wende plötzlich ein Arbeitskollege von mir. Konnte sich bestens artikulieren, verkaufen. Aber die Welt ist nun mal klein. Und der liebe Gott, ob man nun an ihn glaubt oder nicht, ist doch manchmal auch knallhart und gerecht. Denkt von mir, was ihr wollt. Er hat diesen miesen kleinen Sünder vorzeitig geholt. Hart und gerecht ihn hoffentlich in die finsterste Hölle, in`s hell lodernste Fegefeuer verfrachtet!

Und übrings, @Schuddelkind, der große Bruder, die Sowjetunion war zum Zeitpunkt der Wende selbst pleite. Ihre jahrzehntelang ausgequetschten Verbündeten, allen voran die DDR waren ausgeblutet. Für mich ein gewichtiger Grund der Zurückhaltung...


josy95



Ja, die gab es und es hat zum Glück keiner von denen damals an einer Verantwortungsstelle gestanden, wo er den Befehl dazu geben konnte. Wäre auch die Frage, ob dieser Befehl befolgt worden wäre, was ich bezweifeln möchte.
Bezüglich der Zurückhaltung der SU kann man von Glück reden, daß zum Einen nicht ein Charakter wie Breshnew an der Macht war, zum Anderen eben wie schon gesagt, die SU selbst mit ihren inneren Problemen zu tun hatte. Ebenfalls von Glück kann man reden, daß nicht versucht wurde, durch "Aktivitäten" im Ausland von diesen inneren Problemen abzulenken. Wird ja immer mal wieder bei größeren inneren Problemen so gemacht. Da ist das Volk wieder mal eine Weile ruhig



nach oben springen

#172

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:29
von ddr-bürger (gelöscht)
avatar

@josy
"Scheißhausfliegen" sind Menschen, die es in jedem System gibt und geben wird, die gab es in der DDR, die gibt es in der BRD und die wird es in der Zukunft geben. Mit den "Wendehälsen" habe ich auch ein Problem.
Wie kann ein Parteisekretär in die Personalabteilung eines kap. Großbetriebes kommen (selber erlebt)? Der Politjob war bekannt, wenn Du die Typen (mit recht) so verabscheust, was ist mit der Firmenleitung die einen solchen Wendehals (trotz Kenntnis) in eine so brisante Position bringt?
Wie kann ein Abt.Leiter der Mitarbeiter in die Kampfgruppe nötigen wollte in die Geschäftsführung kommen?

Da sind doch wohl zwei Seiten beteiligt, der "Gewendete" und der kap. "Protegee" des "Kaders".

Warum nur den einen beschimpfen, soviel aus meiner Erfahrung.


nach oben springen

#173

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:45
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #168
Zitat von Rostocker im Beitrag #165
Zitat von Gert im Beitrag #161
zitat ddr bürger

Auch sehe ich es ähnlich wie "passport", die Staatsdiener im Lande und an der grenze haben menschlich reagiert und es kam zu keinem Blutvergießen. Wären diese Leute wirklich so "verhetzt" und unmenschlich erzogen wäre es möglicherweise nicht unblutig abgegangen. Das waren aber systemtreue Staatsdiener....

Nun ich würde eher sagen, sie haben pragmatisch reagiert. Ich habe noch die Lifebilder im Kopf von diesem Abend an der Mauer. Zunächst wirkten die PKE sehr unsicher und verwirrt. Sie sind einfach mit der Situation nicht fertig geworden auf der einen Seite eine wachsende Menschenmenge, die gegen den Schlagbaum drückt. Auf der anderen Seite eine nicht funktionierende Befehlskette. Denn wie später herauskam, haben sie überhaupt keine Befehle erhalten. So haben sie an einem bestimmten Punkt eigenmächtig gehandelt, im Interesse ihres eigenen Lebens, was ja irgendwie verständlich ist. Denn jede gewaltsame Lösung hätten sie sicher nicht lebend überstanden. Der point of no return war überschritten. Das man das nachträglich als Akt von Menschlichkeit "verkauft" ist nur zu verständlich, denn jeder möchte möglichst in einem guten Licht erscheinen, quasi der Held sein.
Quintessenz : sie waren so "verhetzt", sie waren systemtreue Staatsdiener deswegen haben sie lange Zeit mangels klarer Befehlslage dem Druck der Massen widerstanden. Erst als es brenzlich für sie selbst wurde, gaben sie nach und dann auch nur unter Anwendung von Tricks ( Ausweise ungültig stempeln= Wiedereinreise nicht mehr erlaubt )




Es mag ja,an vielen was dran sein---aber es ist immer wunderlich und erstaunlich.Wie manche die weit ab vom Geschehen und den Ereignissen und sicher mit Pantoffeln vor den Fernseher gesessen haben.Mit einen mal,hier so einen Zeitzeugenbericht hin schmettern obwohl sie garnicht am Ort des Geschehens waren.




Warst du persönlich dabei ? Dann korrigiere meinen Post, wenn da Fehler drin sind. Aber offenbar hast du das Geschehen auch nur im Pantoffelkino verfolgt. Nun gibst du dich als Experte aus, weil du immer noch nicht wahr haben willst was nicht wahr sein durfte und da muss man mal ein bischen Zweifel in die Suppe streuen. Vielleicht verdirbst doch noch das Eintopfgericht.


edit inhaltlicher Fehler


Ja Gert,da muss ich dich mal aufklären.Im Pantoffelkino war ich nun nicht,das hatte am Tag der Demo in Halberstadt geschlossen.Aber an der Demo nahm ich ohne Pantoffeln dran teil und ne Woche später gab es noch ne Demo in Blankenburg wozu auch die Kirche geöffnet wurde.Und mit den Eintopf,den gab es dann von den GT als es zu Demo Richtung Brocken ging.Wo dann die Öffnung des militärischen Sperrbereiches erzwungen wurde.
Aber das alles hat nichts mit einen Experten zu tun.


nach oben springen

#174

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:47
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #172
@josy
"Scheißhausfliegen" sind Menschen, die es in jedem System gibt und geben wird, die gab es in der DDR, die gibt es in der BRD und die wird es in der Zukunft geben. Mit den "Wendehälsen" habe ich auch ein Problem.
Wie kann ein Parteisekretär in die Personalabteilung eines kap. Großbetriebes kommen (selber erlebt)? Der Politjob war bekannt, wenn Du die Typen (mit recht) so verabscheust, was ist mit der Firmenleitung die einen solchen Wendehals (trotz Kenntnis) in eine so brisante Position bringt?
Wie kann ein Abt.Leiter der Mitarbeiter in die Kampfgruppe nötigen wollte in die Geschäftsführung kommen?

Da sind doch wohl zwei Seiten beteiligt, der "Gewendete" und der kap. "Protegee" des "Kaders".

Warum nur den einen beschimpfen, soviel aus meiner Erfahrung.




...weil ich im Moment nur den "Einen" sehe, da wir hier auch über die DDR und konkret deren Untergang mit allen positiven und negativen Facetten diskutieren.

Es liegt vermutlich in der deutschen Mentalität begründet, das man sich extrem schwer tut, diese besagten Scheißhausfliegen ein für alle mal auszumerzen. Sowas hat historisch bewiesen durchaus seinen positiven Effekt, Nachahmungstäter, Trittbrettfahrer zumindest für eine Weile abzuschrecken, auf Distanz zu halten.

Früher sprach man eher von Vaterlandsverrätern und hatte für diese Personen eine bestimmte, wenn auch harte, aber doch gerechte Strafe im Strafgesetzbuch, in der Rechtssprechung...

Auch wenn ich kein Verfechter gar der Todesstrafe bin, aber einiges wurde schon 1945, sogar mit Duldung der Siegermächte verpasst, die nächste historische Chance diesbezüglich wurde 1989 bzw. 1990 verpasst. Wir sehen und erfahren es aber auch hier in unserem Forum, wie extrem schwer es ist Geschichte eins zu eins aufzuarbeiten und die wahren Täter zu überführen...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 28.12.2012 23:49 | nach oben springen

#175

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 28.12.2012 23:50
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #172
@josy
"Scheißhausfliegen" sind Menschen, die es in jedem System gibt und geben wird, die gab es in der DDR, die gibt es in der BRD und die wird es in der Zukunft geben. Mit den "Wendehälsen" habe ich auch ein Problem.
Wie kann ein Parteisekretär in die Personalabteilung eines kap. Großbetriebes kommen (selber erlebt)? Der Politjob war bekannt, wenn Du die Typen (mit recht) so verabscheust, was ist mit der Firmenleitung die einen solchen Wendehals (trotz Kenntnis) in eine so brisante Position bringt?
Wie kann ein Abt.Leiter der Mitarbeiter in die Kampfgruppe nötigen wollte in die Geschäftsführung kommen?

Da sind doch wohl zwei Seiten beteiligt, der "Gewendete" und der kap. "Protegee" des "Kaders".

Warum nur den einen beschimpfen, soviel aus meiner Erfahrung.




Ja, so ist das nun mal. Ebenso wie nach 45 qualifizierte und fähige Leute aus Wehrmacht, Polizei, Geheimdienst und den zivilen Einrichtungen nach einer Pro-forma-Entnazifizierung hüben wie drüben übernommen wurden, wenn sie nur ihren bisherigen Ideologien zumindest nach Außen hin abschwören, ist das auch nach 89 so gewesen. Dem neuen Dienstherrn ist wichtig, daß dieser "Ehemalige" für ihn von Nutzen ist und seine bisherigen Aktivitäten im alten Reich abgelegt hat, nichts Anderes. Natürlich finde ich es auch sehr merkwürdig, wenn ein zumal hauptamtlicher Funktionär der SED in einem Bereich landet, der ideologisch geprägt ist, aber das ist eben Ansichtssache des neuen Brötchengebers. Für einen Personalchef sind die politischen Einstellungen und Aktivitäten eines Bewerbers außerhalb des Betriebes zwar nicht unwichtig, aber nicht das Einzige und Wichtigste. Viel wichtiger ist den Personalchefs, ob sich der Bewerber gewerkschaftlich engagiert.
Mit dieser sehr pragmatischen Herangehensweise von Untermehmern, also Risiko-Nutzenseinschätzung, scheinen viele DDR-Kritiker nicht klarzukommen. Zu sehen, daß der Genosse XYZ einen guten Job hat, weil er fachlich eben etwas kann (was natürlich in Abrede gestellt wird) und selbst von Hartz 4 leben zu müssen, das ist schon frustrierend und da wird schnell mal der Begriff von den Seilschaften hervorgeholt.



nach oben springen

#176

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 29.12.2012 00:37
von josy95 | 4.915 Beiträge

@DoreHolm, es spielt eben die Skrupellosigkeit vieler dieser ehemaligen, sagen wir mal Funktionäre, oder besser nicht gerade kleinen Leuchten eine gewichtige Rolle. Besonders im Betrachtungs- und Weltbild des ehrlchen kleinen Mannes, der, vielleicht noch kleines SED- Mitglied gewesen, gerade deshalb und unter Vorhaltung dieser Mitgliedschaft seiner Exeistenz beraubt wurde, . nicht unüblich, oft unter dem aktiven Mitwirken "Ehemaliger"...

Es sind einigen auch bestimmte Fähig- und Fertigkeiten nicht abzusprechen. Eine besondere Fähig- und Fertigkeit ist in meinen Augen jedoch die aalglatte Skrupellosigkeit. Ein guter Baustein, ein gutes Element für die Ellenbogengesellschaft...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 29.12.2012 00:39 | nach oben springen

#177

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 29.12.2012 01:00
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #141
Zitat von ddr-bürger im Beitrag #133
Ich habe ja schon einiges hier geschrieben was ich vermisse. ganz ketzerisch könnte ich jetzt schreiben- ich vermisse die Vernunft der Leitung von Einsatzkräften der bewaffneten Organe....
Ich befürworte nicht die Gewalt und Übergriffe, mit der recht gewagten und ketzerischen Bemerkung möchte ich nur ein Denkanstoß geben. Bisher wurde immer wieder die Gewalt und Unterdrückung des eigenen Volkes betont, aber wo ist die Relation bei solchen Polizeieinsätzen?

Um so schlechter es dem Durchschnitt der Bevölkerung geht, je größer die Unzufriedenheit wird um so stärker wird der Drang nach Veränderung. Diese Erkenntnis führt zum Verleugnen der Alternative Soz. und man versucht die Vergangenheit zu deformieren. So auch wenn die alten Filmaufnahmen vom Herbst 1989 ausgegraben werden, um zu zeigen wie brutal die "Schergen" zugeschlagen haben. Diese Dokumente zeigen den Charakter des Staates besser als man glaubt. Da ging es um die Stürzung eines Systems, man vergleiche die Filme mit den Castortransporten, mit Stuttgart 21 wo es um wirtschaftliche Interessen geht und kein System in Gefahr war.
Wie konnte in einem Polizeistaat und Diktatur eine friedliche "Wende" mit Sturz des systems duchgeführt werden? Wenn das system und seine Diener so Menschen verachtend gewesen wäre hätte es die "Wende" nie gegeben.
Ist das nicht auch ein Maßstab der angelegt werden sollte, wenn eine Diktatur und polizeistaat sich freidlich zerschlagen ließ, wie bezeichnet man dann den jetzigen Staat?

Hier wird doch immer wieder erwähnt, wie gut die Polizei, das MfS und NVA ausgebildet und idiologisch auf den Staat eingeschworen war. Warum hat man auf weiteren einsatz von gewalt verzichtet? Entspricht das einer totalitären Diktatur?



Ganz einfach, sie hatten keine Alternative. Der SED-Führung war klar, das sie kurz vor dem Staatsbankrott standen, der große Bruder hatte sich abgewandt und die schützende Hand zurückgezogen, die übrigen Ostblockländer befanden sich auch in der Auflösung, was sollten sie da machen? Nach der Chinesischen Methode alles plattwalzen? Damit hätten sie sich in der Weltöffentlichkeit dermaßen selbst diskreditiert, das der Schaden nicht wieder gutzumachen gewesen wäre. Und der Geldhahn wäre ihnen endgültig zugedreht worden.
Hätten die Russen weiter hinter ihnen gestanden, hätten sie ohne mit der Wimper zu zucken ihre eigene Bevölkerung zusammengeschossen.


hatte es schon mal in einem beitrag 'gebracht' : es gab ein angebot damals vom 'kommandierenden' der SU für die region um leipzig an E. Krenz zur 'unterstützung' , die dieser mit den worten abgelehnt hat : 'wir schießen nicht auf unsere eigenen bürger' !!! na sowas von totalidär ???



nach oben springen

#178

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 29.12.2012 01:21
von Alfred | 6.848 Beiträge

Frank,

Du schreibst :" hatte es schon mal in einem beitrag 'gebracht' : es gab ein angebot damals vom 'kommandierenden' der SU für die region um leipzig an E. Krenz zur 'unterstützung' , die dieser mit den worten abgelehnt hat : 'wir schießen nicht auf unsere eigenen bürger' !!! na sowas von totalidär ?"

Wer sagt dies oder wer schreibt dies ? Ich habe dies bis heute nicht gelesen ?


nach oben springen

#179

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 29.12.2012 01:33
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #178
Frank,

Du schreibst :" hatte es schon mal in einem beitrag 'gebracht' : es gab ein angebot damals vom 'kommandierenden' der SU für die region um leipzig an E. Krenz zur 'unterstützung' , die dieser mit den worten abgelehnt hat : 'wir schießen nicht auf unsere eigenen bürger' !!! na sowas von totalidär ?"

Wer sagt dies oder wer schreibt dies ? Ich habe dies bis heute nicht gelesen ?


ja hatten wir ja schon mal ! aber um politbüromitglieder turnten auch einige der HA-PS rum und solche insider - info's kommen dann auch in der hauptabteilung in berlin an , irgendwie ! ich glaube dies , weil ich 'ihn so einschätze und jahrelang auch so beobachten konnte ! dazu muß man nicht unmittelbar persönlicher 'begleiter' von ihm gewesen sein !! wäre natürlich schön einen 'hier' zu finden der dies offiziell bestätigen kann !!!



nach oben springen

#180

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 29.12.2012 09:17
von Alfred | 6.848 Beiträge

Hier mal ein Bilddokument zum Oktober 1989.

http://www.youtube.com/watch?v=eKXRxj9jnv4


nach oben springen



Besucher
3 Mitglieder und 35 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Andre Lambert
Besucherzähler
Heute waren 517 Gäste und 27 Mitglieder, gestern 3660 Gäste und 197 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14371 Themen und 558178 Beiträge.

Heute waren 27 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen