#461

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 09:53
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #459
Neuzeitliche Graffiti waren damals nirgends Mode außerhalb gewisser Schwarzenghettos in den USA.

Aber Wandschmierereien gab es in der DDR sehr wohl, und sicherlich nicht nur dort. Die gibts solange die Menschheit schreiben kann.

Schwarzfahren hat in der DDR 10 Mark Strafe gekostet und wurde massenhaft betrieben.
Mit der "Zahlbox" war es zu einfach, ohne Bezahlung einen Fahrschein zu ziehen.

Bist Du weg, als es noch Schaffner gab?

Schaffner--die sind mir aus der Kindenheit auch noch bekannt.


nach oben springen

#462

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 11:09
von bürger der ddr | 3.642 Beiträge

Ja, es gibt Dinge die ich vermisse. So auch der menschliche Zusammenhalt (auch wenn er aus jahrelangen Tauschgeschäften resultierte) oder ich vermissen auch eine einheitliche Krankenkasse. Bei den Krankenkassen sind die Leistungen irgendwie fast identisch und die Beiträge sind auf ähnlichem Niveau, nur werden durch verschiedene Unternehmen mit Vorständen etc. die Kosten hoch getrieben.
Bei dem Thema Betrügereien, da macht die Möglichkeit den Umfang aus. Ich habe nicht vergessen das es einen Schwarzmarkt für KFZ gab und das der Spruch "Für einen neuen hab ich das Geld, für einen Gebrauchten reicht es nicht" bittere Wahrheit war. Wie wurde mit schrottigen Trabbis noch richtig Geld gemacht, manch einer hat nur für die Papiere ein kleines Vermögen gelöhnt.

Man sollte sich überlegen was man wirklich vermisst und versuchen das was man vermisst zu hinterfragen.

War es wirklich so, oder schönt meine Erinnerung die Zeit?
Was war der Preis dafür?
Würde ich das heute auch noch so sehen?

Ich möchte mich hüten die DDR schön zu färben, nur sollte man sie auch nicht verteufeln.

Was ich wirklich vermisse, das ist eine soziale Gerechtigkeit. Auf dem Sektor bauen wir immer mehr ab. Diese BRD ist nicht mehr mit der BRD aus dem Jahr 1990 zu vergleichen.



Larissa, DoreHolm und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#463

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 11:20
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Schaffner waren normal, erst mit dieser Geldbox umgehängt, später saßen sie dann in der Straßenbahn in diesen
Kabäuschen, gleich am Einstieg.
Erst danach dann kamen die Zahlboxen, die mindestens 2x schnell gezogen wurden, damit das (zu wenige) Geld nicht
nachgezählt werden konnte und gleich nach unten fiel.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
nach oben springen

#464

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 11:34
von Heckenhaus | 5.158 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #462

[...] Ich möchte mich hüten die DDR schön zu färben, nur sollte man sie auch nicht verteufeln.

Was ich wirklich vermisse, das ist eine soziale Gerechtigkeit. Auf dem Sektor bauen wir immer mehr ab. Diese BRD ist nicht mehr mit der BRD aus dem Jahr 1990 zu vergleichen.


Da stimme ich zu und ergänze damit, daß auch die persönliche Sicherheit damals weit größer war.
Ich kann mich nicht erinnern, daß zu DDR-Zeiten Unsicherheit der Wegbegleiter war, kam man spät nachts zu Fuß nach Hause.
Weder auf der Straße noch im ÖPNV machte man sich Gedanken, hinter der nächsten Ecke könnte jemand lauern oder irgend eine Gang
hat gerade Langeweile.
Wer Berlin-Ost kennt der kennt auch den S-Bhf. Storkower Straße (ehem. Zentralviehof), wo dann 1976/77 die Fußgängerbrücke bis zur
Eldenaer Straße gebaut wurde, 505 m lang. Die konnte man nachts benutzen, was ich aus eigener Erfahrung sagen kann.
Heute gibt es sie nicht mehr, aber wer würde heute dort ohne Furcht rübergehen ?
Hier ein Foto aus ihren letzten Tagen

http://berlineur.de/wp-content/images/0509/LangerJammer1.jpg


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
nach oben springen

#465

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 11:52
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #459
Neuzeitliche Graffiti waren damals nirgends Mode außerhalb gewisser Schwarzenghettos in den USA.

Aber Wandschmierereien gab es in der DDR sehr wohl, und sicherlich nicht nur dort. Die gibts solange die Menschheit schreiben kann.

Schwarzfahren hat in der DDR 10 Mark Strafe gekostet und wurde massenhaft betrieben.
Mit der "Zahlbox" war es zu einfach, ohne Bezahlung einen Fahrschein zu ziehen.

Bist Du weg, als es noch Schaffner gab?

In meiner Kindheit ( 50er Jahre )kann ich mich bei den Erfurter Verkehrsbetrieben an Schaffner erinnern. Die hatten immer vor der Brust diese Münzröhren mit der Taste unten, wo sie das Wechselgeld herausholten. Dieses Gerät hat mir als Kind stets so imponiert.
Ob die 1965 noch waren , mmhh ich weiss es nicht genau. Ich glaube sie waren schon wegrationalisiert


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
damals wars und Freienhagener haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#466

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 12:05
von Sperrbrecher | 1.663 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #455
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #453
Zitat von damals wars im Beitrag #452
Die Monatskarte kostete 4 Mark, und war mit Lichtbild versehen.

Auf welchen Dorf ?

In Dresden kostete sie 15 Mark.



Na wo hast denn Du gelebt? Ich kann zwar den regulären Preis eine Monatskarte in Leipzig zwar nicht benennen. Als Lehrling bekam ich die Monatskarte mit Bezuschußung von Betrieb für 5,- Mark. (2 Linien und es ging bis nach Schkeuditz)
Micha


In Dresden kostete die Monatsnetzkarte in den 50er, 60er Jahren 15 Mark, für Lehrlinge 7,50 Mark.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


nach oben springen

#467

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 12:40
von Larissa | 834 Beiträge

Es sind ja Erinnerungen an das Leben auch dabei. Bei Euch sicher auch, also meine, nicht nur Fakten zu dem System.

Den Kaesesalat vom Leipschger HO.
Und ob die dicke gewuerzte Leipschger Bratwurst noch so schmeckt wie damals, bezweifel ich.
Den gruenen Pfeil.
Die Zufriedenheit, mit dem was man hatte. Aber das ist wie schon gesagt hier, eine Zeiterscheinungen ueberall in der Welt.
Ganz besonders vermisse ich meine langjahrige, (30 Jahre) Leipziger Freundin, die plötzlich verstarb vor einiger Zeit.

Mannomann! was haben wir nach der Wende und nach meiner Rueckkehr die Ost- und Westmarkte unsicher gemacht und alles mitgenommen und endlich gemeinsam die kleinen Freuden des Lebens geteilt, in Leipzig und anderen Staedten. In Bremen auf dem Weihnachtsmarkt, es gibt den historischen alten Markt, da sagte sie sofort, ich will alles probieren was es zu Essen gibt! Sie wog nur 55 kg. Was die in sich hineingefuttert hat, ich kanns bis heute nicht verstehenn. Ganz am Ende, wo wir beide kurz vor dem Platzen waren, sagte sie 'oh, schau mal, gebratene Camembert mit Preiselbeeren'. Oh je, das habe ich noch nie gegessen, konnte nur noch zusehen, wie sie futterte....... Ja, es gibt einiges was man im Zusammenhang vermisst. Vieles sicher nicht.
Larissa
....................


"Keine Jagd ist so wie die Jagd auf Menschen und die, die lange genug Menschen gejagt haben, die Spaß daran hatten, interessieren sich nie wieder für etwas anderes." — Hemingway
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#468

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 13:12
von Pit 59 | 10.164 Beiträge

Den gruenen Pfeil.

Den gibts aber noch Larissa. Ich vermisse am meisten meine Mutter,leider viel zu früh gestorben 1975.


Larissa hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#469

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 13:21
von Larissa | 834 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #468
Den gruenen Pfeil.

Den gibts aber noch Larissa. Ich vermisse am meisten meine Mutter,leider viel zu früh gestorben 1975.


Einen einzigen Gruenen gibt es in Wilhelmshaven, habe ich gesehen. Und einen wenn man kommt von der Faehre auf Weser-Ems Seite, ist aber da wo sehr wenig gebraucht wird. Koennten mehrere an anderen Stellen sein.

Das tut mir leid mit Deiner Mama @Pit 59 . Aber uns bleibt die Erinnerung, und die kann uns keiner nehmen.
Im Zuge der Grenze denke ich gab es da auf beiden Seiten viel Trauer, wenn das Volk nicht zueinander konnte.
Ich vermisse auch meine Freundin wahnsinnig. Wir waren immer, trotz Grenze, einander sehr nahe. Damals wurde in den Anfangen mir nahegelegt, sie nicht mehr zu kontaktieren. Dagegen habe ich mich gewehrt mit meinem Dickkopf. Aber die anderen waren zunaechst staerker. Leider haben wir nach der grossen Freiheit bei ihrem plötzlichen Tod nicht mehr viel Zeit erleben konnen miteinander.
Es kommt durch den Verlust hinzu, dass wir das alles, also ich jedenfalls, es erlebe wie in einer anderen Welt nach den Veränderungen. So mit meinem 2. Mann, es war noch Sowjetunion und dann ploetzlich war es das nicht mehr. Und das macht das Geschehen um seinen Tod und den Verlust noch schwerer und ich fuehle es ist noch weiter weg als normal.
Liebe Gruesse, Larissa

.........


"Keine Jagd ist so wie die Jagd auf Menschen und die, die lange genug Menschen gejagt haben, die Spaß daran hatten, interessieren sich nie wieder für etwas anderes." — Hemingway
Pit 59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.12.2015 13:35 | nach oben springen

#470

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 13:32
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag,

Anfang der 1990er Jahre, verbrachten wir einige Tage in der thüringischen (oder sagt man : Thüringer, da war etwas mit geographischen Namen welche auf -er auslaufen).

Wir gingen langsam zu einer Haltestelle der Tram. Wir waren noch einige Meter entfernt, als der Zug abfuhr. Nun war das nicht schlimm, wir hatten Zeit. Ein Mann sagte in Dialekt ( es sollte der ortsübliche Dialekt gewesen sein;;;) sehr vorwurfsvoll, dass wir uns hätten beeilen sollen. Es klang so wie Mrs Rees in der Schule, wenn meine Antworten nicht gut waren.

Wir müssten jetzt warten, und das hätten wir vermeiden können, sagte der Mann noch und schüttelte den Kopf.

Im Hotel lächelte man und sagte, dass in der D.D.R. mehr kollektive Verantwortlichkeit existiert habe.

Ein anderes Konzept, jenseits von Egoismus ?

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


Larissa hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#471

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 13:39
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #465
In meiner Kindheit ( 50er Jahre )kann ich mich bei den Erfurter Verkehrsbetrieben an Schaffner erinnern. Die hatten immer vor der Brust diese Münzröhren mit der Taste unten, wo sie das Wechselgeld herausholten. Dieses Gerät hat mir als Kind stets so imponiert.
Ob die 1965 noch waren , mmhh ich weiss es nicht genau. Ich glaube sie waren schon wegrationalisiert
Ich (Jahrgang 1959) kann mich auch noch gut an die Schaffneronkel- und Tanten mit den Röhrenbiestern in Bussen und Straßenbahnen erinnern.

In Halle (Saale) erfolgte die Umstellung auf Zahlboxen ab Mai 1963 bis August 1964. Ab 01. September '64 gab es auf den innerstädtischen Linien keine Schaffner mehr. Im Überlandverkehr kamen sie weiterhin zum Einsatz.

http://www.strassenbahn-halle.de/info/geschichte/halle.php
https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Halle_(Saale)

Der Fahrpreis betrug 15 DDR-Pfennige, bei Zahlung mit Sichtkarte (Karte mit 8 abreißbaren Einzelscheinen für 1,00 DDR-Mark) nur 12,5 DDR-Pfennige. Man kann sich denken, dass da gewaltig subventioniert werden musste.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


nach oben springen

#472

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 14:03
von Commander | 1.059 Beiträge

In meiner Kindheit ( 50er Jahre )kann ich mich bei den Erfurter Verkehrsbetrieben an Schaffner erinnern. Die hatten immer vor der Brust diese Münzröhren mit der Taste unten, wo sie das Wechselgeld herausholten. Dieses Gerät hat mir als Kind stets so imponiert.
Ob die 1965 noch waren , mmhh ich weiss es nicht genau. Ich glaube sie waren schon wegrationalisiert[/quote]

Ja Gert,der gute alte "Galoppwechsler".Den gab es bei uns bis Anf.der70iger.


Und dann die "Bibel",die Fahrscheinmappe.Hatten wir bis zum Schluß,als Ersatz,wenn der Drucker mal ausgefallen ist.


Lang,lang ist`s her.



Schönen Tag,Gruß C.



Gert und Freienhagener haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.12.2015 14:10 | nach oben springen

#473

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 14:08
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von Commander im Beitrag #472
In meiner Kindheit ( 50er Jahre )kann ich mich bei den Erfurter Verkehrsbetrieben an Schaffner erinnern. Die hatten immer vor der Brust diese Münzröhren mit der Taste unten, wo sie das Wechselgeld herausholten. Dieses Gerät hat mir als Kind stets so imponiert.
Ob die 1965 noch waren , mmhh ich weiss es nicht genau. Ich glaube sie waren schon wegrationalisiert


Ja Gert,der gute alte "Galoppwechsler".Den gab es bei uns bis Anf.der70iger.


Und dann die "Bibel",die Fahrscheinmappe.Hatten wir bis zum Schluß,als Ersatz,wenn der Drucker mal ausgefallen ist.


Lang.lang ist`s her.



Schönen Tag,Gruß C.
[/quote]
danke für die Fotos,@Commander ja genau diese Dinger sind es gewesen, ich fand sie damals als Kind sehr interessant


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Commander hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#474

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 14:18
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Commander im Beitrag #472

[...]
Und dann die "Bibel",die Fahrscheinmappe.Hatten wir bis zum Schluß,als Ersatz,wenn der Drucker mal ausgefallen ist.
[...]
Lang,lang ist`s her.



Schönen Tag,Gruß C.



Ich habe erfahren, dass die D.D.R.-Verkehrsunternehmen, auch die Eisenbahn, Setright ticket machines gekauft haben. Man sagte mir, einzelne Betriebe haben Ersatzteil selber gefertigt ( Zahnräder gegossen ??)
Stringer49

Nachtrag (vergessen): Bei Sbahnen sollen Fahrkarten im Zug verkauft worden sein mit Setrights ( Halle/S ?)


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


zuletzt bearbeitet 01.12.2015 14:19 | nach oben springen

#475

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 14:23
von Commander | 1.059 Beiträge

Und hier noch der "Knopfsammler".Hat mich in der Leipziger S-Bahn mal 5.- Mark gekostet.Hatte für 3 Personen gezogen,natürlich ohne Geld u.das wurde beobachtet.



Lutze und Freienhagener haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#476

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 14:30
von Commander | 1.059 Beiträge

Ich habe erfahren, dass die D.D.R.-Verkehrsunternehmen, auch die Eisenbahn, Setright ticket machines gekauft haben. Man sagte mir, einzelne Betriebe haben Ersatzteil selber gefertigt ( Zahnräder gegossen ??)
Stringer49


Der "Setrigth"-Drucker war in der ganzen DDR verbreitet.Man konnte ihn elektrisch betreiben o.mit einer Handkurbel.Es waren sehr zuverlässige Geräte.Selbst reparieren war schon möglich,aber ob wir selber Teile dafür hergestellt haben,weiß ich nicht.
Ende der 80iger kamen dann elektronische Drucker öfter zum Einsatz.Der "Fabus" war eine DDR-Entwicklung,ich habe ihn aber nicht mehr benutzt.

Gruß C.



nach oben springen

#477

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 14:33
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Commander im Beitrag #475
Und hier noch der "Knopfsammler".Hat mich in der Leipziger S-Bahn mal 5.- Mark gekostet.Hatte für 3 Personen gezogen,natürlich ohne Geld u.das wurde beobachtet.



Na selber Schuld, etwas nachdenken kann hilfreich sein. Ist nicht böse gemeint. Bei den Dingern war es doch üblich, also bei mir, kein Geld rein,
6 mal am Hebelchen ziehen. Fahrschein 1 behalten und von 2-6 wegwerfen, das Sichtfenster war leer, keine Schanze für den Kontrolleur.
Micha


Commander hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#478

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 14:34
von Harsberg | 3.248 Beiträge

"Setrigth"-Drucker


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
Commander hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#479

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 14:37
von 1941ziger | 1.002 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #468
Den gruenen Pfeil.



Darf der noch so genannt werden, muss das jetzt nicht heißen Pfeile, Pfeilinnen und sonstige........
den Schwachsinn würde ich heute und hier gern vermissen.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
DoreHolm und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#480

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 01.12.2015 15:17
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #465
Zitat von Freienhagener im Beitrag #459
Neuzeitliche Graffiti waren damals nirgends Mode außerhalb gewisser Schwarzenghettos in den USA.

Aber Wandschmierereien gab es in der DDR sehr wohl, und sicherlich nicht nur dort. Die gibts solange die Menschheit schreiben kann.

Schwarzfahren hat in der DDR 10 Mark Strafe gekostet und wurde massenhaft betrieben.
Mit der "Zahlbox" war es zu einfach, ohne Bezahlung einen Fahrschein zu ziehen.

Bist Du weg, als es noch Schaffner gab?

In meiner Kindheit ( 50er Jahre )kann ich mich bei den Erfurter Verkehrsbetrieben an Schaffner erinnern. Die hatten immer vor der Brust diese Münzröhren mit der Taste unten, wo sie das Wechselgeld herausholten. Dieses Gerät hat mir als Kind stets so imponiert.
Ob die 1965 noch waren , mmhh ich weiss es nicht genau. Ich glaube sie waren schon wegrationalisiert


Auf Kreta habe ich diese Art des Kassierens auch dieses Jahr noch erlebt, mehrfach. Die leisten sich (noch) solche Extra-Kosten.



nach oben springen



Besucher
5 Mitglieder und 24 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 149 Gäste und 25 Mitglieder, gestern 3617 Gäste und 188 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558746 Beiträge.

Heute waren 25 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen