#21

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 01:10
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #20
Zitat von Rostocker im Beitrag #18
Zitat von Harra318 im Beitrag #17
Ich
Zitat von simsonS51 im Beitrag #16
[quote=Jackson|p222827]Spät Abends oder Nachts durch die Straßen der Stadt zu laufen, ohne mich laufend umsehen zu müssen oder mir entgegen kommende Gruppen argwöhnisch im Auge zu behalten.




zu DDR Zeiten so spät durch die Straßen der Stadt zu laufen, brachte meistens den argwöhnischen Blick einer VP Toniwagenbesatzung mit sich. Wohin wollen "wir" denn noch so spät? Bürger! so jedenfalls meine Erfahrung die ich des öfteren damals gemacht habe.



dazu waren die "Bullen" gar nicht berechtigt dies zu fragen, auch solche Zonenmanieren.
Harra 318


Naja Harra 318---Mir waren die Bullen zu DDR Zeit mehr vertraulicher--wie heute-selbst der ABV.Wenn man sich heut zu Tage umschaut---Ältere Bürger heute nach 23 Uhr unterwegs auf der Straße.Was für eine Seltenheit:Man muss auch feststellen.wenn man sich so umschaut--immer mehr Elternteile bringen heut zu Tage ihre Kinder selber zu Schule.Und warum--es ist eine Frage der Sicherheit und Angst.Zu DDR Zeit durfte ich mit 7-8 Jahren alleine zu Schule gehe--heute in den überwiegenden Fällen garnicht mehr möglich--Dank der großen Freiheit.Und Harra 318--Dein Rot markiertes ist halt lächerlich und dazu Dein Kommentar.Aber ich nehme an--Dich hat man schon mit Zonenmanier--als Zögling brav zu Schule jeden Tag gebracht.[/q]

Sorry, aber das ist irgendwie blöde Anmache...
Meine Omi wurde 1987 gegen 23:00 Uhr auf dem Weg vom Sangerhäuser HBF zu ihrer Wohnung, brutal überfallen mit geplanter Vergewaltigung. Sie war sehr schlank und und der Täter dachte...es handelt sich um eine junge Frau. Als er sie von hinten niederschlug und sah...die Dame ist über 70...überkamen ihm üble Aggressionen...8 Wochen KH- Aufenthalt...Schambeinbruch...diverse Rippenbrüche und Hämatome auf dem Schädel...die mich erschauern ließen. Ein Wiederholungstäter!! Da hätte man sich einen vorsorglichen ABV gewünscht. Verbrechen gab es Hüben wie Drüben...es wurde nur nicht publik gemacht!!


sorry aber..... wir reden nicht über einzelne straftaten die es auch in der ddr gab !!! das hat auch keiner behauptet !!! ich empfinde mitleid mit jedem opfer dem so was passiert ist !! dennoch lebten wir in der ddr sicherer als heut zu tage , oder ??? das war die botschaft ???



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#22

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 01:17
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #21
[quote=Grenzverletzerin|p222858][quote=Rostocker|p222855]

sorry aber..... wir reden nicht über einzelne straftaten die es auch in der ddr gab !!! das hat auch keiner behauptet !!! ich empfinde mitleid mit jedem opfer dem so was passiert ist !! dennoch lebten wir in der ddr sicherer als heut zu tage , oder ??? das war die botschaft ???


Das erinnert mich genau an den Auspruch meiner Großeltern in Bezug auf die Thematik: " Sowas hat es bei Adolf nicht gegeben"............................................................................................................................................................


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#23

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 01:27
von Grenzverletzerin (gelöscht)
avatar

Zitat von frank im Beitrag #21
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #20
Zitat von Rostocker im Beitrag #18
Zitat von Harra318 im Beitrag #17
Ich
Zitat von simsonS51 im Beitrag #16
[quote=Jackson|p222827]Spät Abends oder Nachts durch die Straßen der Stadt zu laufen, ohne mich laufend umsehen zu müssen oder mir entgegen kommende Gruppen argwöhnisch im Auge zu behalten.




zu DDR Zeiten so spät durch die Straßen der Stadt zu laufen, brachte meistens den argwöhnischen Blick einer VP Toniwagenbesatzung mit sich. Wohin wollen "wir" denn noch so spät? Bürger! so jedenfalls meine Erfahrung die ich des öfteren damals gemacht habe.



dazu waren die "Bullen" gar nicht berechtigt dies zu fragen, auch solche Zonenmanieren.
Harra 318


Naja Harra 318---Mir waren die Bullen zu DDR Zeit mehr vertraulicher--wie heute-selbst der ABV.Wenn man sich heut zu Tage umschaut---Ältere Bürger heute nach 23 Uhr unterwegs auf der Straße.Was für eine Seltenheit:Man muss auch feststellen.wenn man sich so umschaut--immer mehr Elternteile bringen heut zu Tage ihre Kinder selber zu Schule.Und warum--es ist eine Frage der Sicherheit und Angst.Zu DDR Zeit durfte ich mit 7-8 Jahren alleine zu Schule gehe--heute in den überwiegenden Fällen garnicht mehr möglich--Dank der großen Freiheit.Und Harra 318--Dein Rot markiertes ist halt lächerlich und dazu Dein Kommentar.Aber ich nehme an--Dich hat man schon mit Zonenmanier--als Zögling brav zu Schule jeden Tag gebracht.[/q]

Sorry, aber das ist irgendwie blöde Anmache...
Meine Omi wurde 1987 gegen 23:00 Uhr auf dem Weg vom Sangerhäuser HBF zu ihrer Wohnung, brutal überfallen mit geplanter Vergewaltigung. Sie war sehr schlank und und der Täter dachte...es handelt sich um eine junge Frau. Als er sie von hinten niederschlug und sah...die Dame ist über 70...überkamen ihm üble Aggressionen...8 Wochen KH- Aufenthalt...Schambeinbruch...diverse Rippenbrüche und Hämatome auf dem Schädel...die mich erschauern ließen. Ein Wiederholungstäter!! Da hätte man sich einen vorsorglichen ABV gewünscht. Verbrechen gab es Hüben wie Drüben...es wurde nur nicht publik gemacht!!


sorry aber..... wir reden nicht über einzelne straftaten die es auch in der ddr gab !!! das hat auch keiner behauptet !!! ich empfinde mitleid mit jedem opfer dem so was passiert ist !! dennoch lebten wir in der ddr sicherer als heut zu tage , oder ??? das war die botschaft ???


Das wäre ein Fall für die Statistiker...aber leider kann man die Vertuschungsquote nicht real einkalkulieren...ergo: statistisch nicht erfassbar! "Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast."


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#24

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 01:34
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #7
... Wie heißt es nicht so schön in einem Lied (ich glaube, es war "Die erste allgemeine Verunsicherung"): .... die gabentische werden immer bunter und am Mittwoch kommt die Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder...
...

Nee, das ist aus "Bruttosozialprodukt" von "Geier Sturzflug" (1983) - (sorry, musste ich erst mal loswerden) ...

Was fehlt mir? Ich würde, wenn ich das erste nehme, was mir einfällt, nicht von einem Fehlen aus damaliger Zeit sprechen, sondern von etwas, was es heute zuviel gibt. Es ist dieser permanenete Druck auf die Menschen, der aus allen möglichen Richtungen auf sie ausgeübt wird, wobei man nicht müde wird zu betonen, dass die Menschen jederzeit die freie Wahl haben. Einiges klang hier schon an, unter anderem mit dem o.a. Konsumterror. Die Werbung trommelt auf einen ein: Vergleichen Sie die Tarife - bei Gott, und was man inzwischen alles vergleichen soll und was für eine Lebenszeit dabei draufgeht, von den Nerven ganz zu schweigen. Versicherungen führen auf Entscheidung der Politik Unisex-Tarife ein. Ganze Lawinen von Finanzberatern von Banken und Versicherungsunternehmen schwärmen wieder aus, um ihre Kunden zunächst zu verunsichern, damit sie auch ja das nächste Scheißprodukt von Lebensversicherung oder was weiß ich kaufen. Ratgeber brüllen einen permanent an, man soll abnehmen, Sport treiben, die Haut pflegen, permantent zum Arzt gehen, nicht zu dünn werden, nicht zuviel Sport treiben, die Haut nicht mit den falschen Mitteln pflegen und so weiter. Ernährungs- und Erziehungsratgeber entziehen vielen Menschen bereits komplett die eigene Urteilskraft und sind doch nicht mehr wert als Glaskugeln für die Zukunftsprognose. Ökologische Besserwisser verurteilen einen wegen Fleischgenuss, nicht wegen der armen Tiere, sondern wegen der CO2-Bilanz bei der Tierhaltung. Und ... Und ... Und ... Und das alles bei einem Volk, das so kotzelend besserwisserisch ist, wie das unsere! Es ist inzwischen fast egal, worüber man sprechen will, es findet sich immer jemand, der es anders und natürlich besser weiß. Selbst ein Gespräch über Bücher, welches sich also zunächst den Inhalten von Literatur hinwenden soll, endet abrupt bei der Ökobilanz der Papierherstellung. Und das kommt im gleichen Brustton der Überzeugung, in dem ich einst die Vorzüge des Sozialismus pries. Ich denke aber, bei mir war das Abschalten leichter, zumindest lese ich u.a. in diesem Forum genug darüber. Heute prasselt es permament von allen Seiten und ohne Unterlass auf uns nieder und leider nicht nur von denen, die Geld dafür kriegen, sondern auch von denen, die meinen, es verstanden zu haben.

In einem Satz: Mir fehlt die Abwesenheit von Marktschreiern.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


furry, Jawa 350, DoreHolm, Eisenacher, PF75, Damals87, Hackel39, Büdinger, Lefti und Grenzkind1978 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.12.2012 01:36 | nach oben springen

#25

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 02:03
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #21
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #20
Zitat von Rostocker im Beitrag #18
Zitat von Harra318 im Beitrag #17
Ich
Zitat von simsonS51 im Beitrag #16
[quote=Jackson|p222827]Spät Abends oder Nachts durch die Straßen der Stadt zu laufen, ohne mich laufend umsehen zu müssen oder mir entgegen kommende Gruppen argwöhnisch im Auge zu behalten.




zu DDR Zeiten so spät durch die Straßen der Stadt zu laufen, brachte meistens den argwöhnischen Blick einer VP Toniwagenbesatzung mit sich. Wohin wollen "wir" denn noch so spät? Bürger! so jedenfalls meine Erfahrung die ich des öfteren damals gemacht habe.



dazu waren die "Bullen" gar nicht berechtigt dies zu fragen, auch solche Zonenmanieren.
Harra 318


Naja Harra 318---Mir waren die Bullen zu DDR Zeit mehr vertraulicher--wie heute-selbst der ABV.Wenn man sich heut zu Tage umschaut---Ältere Bürger heute nach 23 Uhr unterwegs auf der Straße.Was für eine Seltenheit:Man muss auch feststellen.wenn man sich so umschaut--immer mehr Elternteile bringen heut zu Tage ihre Kinder selber zu Schule.Und warum--es ist eine Frage der Sicherheit und Angst.Zu DDR Zeit durfte ich mit 7-8 Jahren alleine zu Schule gehe--heute in den überwiegenden Fällen garnicht mehr möglich--Dank der großen Freiheit.Und Harra 318--Dein Rot markiertes ist halt lächerlich und dazu Dein Kommentar.Aber ich nehme an--Dich hat man schon mit Zonenmanier--als Zögling brav zu Schule jeden Tag gebracht.[/q]

Sorry, aber das ist irgendwie blöde Anmache...
Meine Omi wurde 1987 gegen 23:00 Uhr auf dem Weg vom Sangerhäuser HBF zu ihrer Wohnung, brutal überfallen mit geplanter Vergewaltigung. Sie war sehr schlank und und der Täter dachte...es handelt sich um eine junge Frau. Als er sie von hinten niederschlug und sah...die Dame ist über 70...überkamen ihm üble Aggressionen...8 Wochen KH- Aufenthalt...Schambeinbruch...diverse Rippenbrüche und Hämatome auf dem Schädel...die mich erschauern ließen. Ein Wiederholungstäter!! Da hätte man sich einen vorsorglichen ABV gewünscht. Verbrechen gab es Hüben wie Drüben...es wurde nur nicht publik gemacht!!


sorry aber..... wir reden nicht über einzelne straftaten die es auch in der ddr gab !!! das hat auch keiner behauptet !!! ich empfinde mitleid mit jedem opfer dem so was passiert ist !! dennoch lebten wir in der ddr sicherer als heut zu tage , oder ??? das war die botschaft ???


Subjektive Beurteilung? Dazu mal von hier http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files...94-04-a-202.pdf
Daraus: "Überhaupt war die DunkeKeldkriminalität in der Ex-DDR nach den Umfragen
der Kollegen offenbar höher als man sich das bislang vorstellte. Strukturell
gab es keinen Unterschied zwischen Ost und West, wohl aber im einzelnen im
Westen höhere Raten, so beim Einbruch, beim Raub und beim Kf z-Diebstahl.
Der Fahrraddiebstahl war so gut wie identisch. Berliner Kollegen konnten für
die früheren Jahre an die Materialien der streng geheimen, nur intern geführten
Kriminalstatistik herankommen. Während die DDR offiziell in ihren statistischen
Jahrbüchern, wenn sie überhaupt Zahlen auswies, ein Kriminalitätsbild
zeichnete, das nur ein Zehntel der Kriminalität der alten Bundesrepublik
betrug, lassen die internen Zahlen bei entsprechender (nicht vollständig möglicher)
Umrechnung auf Westkriterien erkennen, daß der wahrscheinliche
Wert mindestens ein Drittel betrug. Angesichts der ökonomischen Lage der
DDR und angesichts der Kontrollstruktur sowie der vielen engen Einbindungen
der (vor allem jüngeren Teile der) Bevölkerung in kollektive Freizeitveranstaltungen
erscheint dies nicht unrealistisch.
Die Kriminalitätsfurcht in den neuen Bundesländern war schon 1991
extrem ausgeprägt: Sie lag nach unseren Untersuchungen höher als beispielsweise
die Kriminalitätsfurcht der Bevölkerung von New York. Mindestens
fünf Entwicklungen wirkten zusammen: Zunächst fielen mit der Wende Manipulationen
der Statistik weg. Sodann wurden nach den westlichen Strafrechtskriterien
Zigtausende von Bagatelltaten als Straftaten eingestuft und damit
konsequent in der PKS aufgeführt, während sie vorher als eigene nichtstraf -
rechtliche Kategorie der „Verfehlung" gegolten hatten und völlig konsequent
in der Kriminalstatistik der DDR nicht auftauchten. Weiter wurden plötzlich
die wesentlichen Straftaten in der nunmehr freien Presse reichlich berichtet,
von der Sensationsmache der Boulevardpresse bei Tötungsdelikten und anderen
spektakulären Denkten ganz zu schweigen. Bis dahin wurde also nicht das
Erscheinungsbild der Kriminalität geändert, sondern lediglich das off entlich
wirksame Berichts- oder Nachrichtenbild über Kriminalität. Erst dann geht es
darum, sozusagen echte Entwicklungen in den Blick zu nehmen. Als vierte
Entwicklung kam die aus den alten Bundesländern einerseits und aus den osteuropäischen
Staaten importierte Kriminalität hinzu. Und erst in fünfter Linie
spielt(e) die neue hausgemachte Kriminalität eine Rolle, die sich nunmehr
stärker entwickelt: mehr Gelegenheiten und Versuchungen, weniger Kontrolle
und geringer werdende moralische Hemmschwellen kommen zusammen, um
von anderen Einflüssen wie Armut und Randständigkeit einerseits oder Wendegewinner-
Mentalität im Wirtschaftsbereich andererseits zunächst einmal
zuschweigen."


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#26

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 02:27
von frank | 1.753 Beiträge

was will man mir damit sagen !?? in der ddr war das leben da draußen genauso gefährlich wie heute ??? ich und viele andere ehemalige ddr - bürger sehen das anderst !!!



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#27

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 02:37
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #26
was will man mir damit sagen !?? in der ddr war das leben da draußen genauso gefährlich wie heute ??? ich und viele andere ehemalige ddr - bürger sehen das anderst !!!


Jedem seine Scheuklappen..........ändert aber nix an den Tatsachen !


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#28

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 02:42
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #27
Zitat von frank im Beitrag #26
was will man mir damit sagen !?? in der ddr war das leben da draußen genauso gefährlich wie heute ??? ich und viele andere ehemalige ddr - bürger sehen das anderst !!!


Jedem seine Scheuklappen..........ändert aber nix an den Tatsachen !


wohl war !!! deine
'vorfahren' werden wohl recht haben oder ???



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#29

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 02:49
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #28
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #27
Zitat von frank im Beitrag #26
was will man mir damit sagen !?? in der ddr war das leben da draußen genauso gefährlich wie heute ??? ich und viele andere ehemalige ddr - bürger sehen das anderst !!!


Jedem seine Scheuklappen..........ändert aber nix an den Tatsachen !


wohl war !!! deine
'vorfahren' werden wohl recht haben oder ???


Sowohl die Welt meiner "Vorfahren" als auch deine sind untergegangen........und das ist gut so !!!


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#30

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 03:01
von S51 | 3.733 Beiträge

Mit dem "untergegangen" bin ich mir gar nicht so sicher.
Es haben sich ein paar Vorzeichen geändert. War früher der Sozialismus schick und schön, ist es jetzt die Freiheit. Oder, was man eben dem, der und sich als Freiheit zugesteht. Es haben sich Gesetze und in vielen Fällen auch die Praxis von deren Durchsetzung geändert. Vieles zum Guten aber manches eben nicht. Was mir heute fehlt, das ist der Spielraum, wie zu DDR-Zeiten auch "Gnade vor Recht" ergehen lassen zu können. In meinen Augen ist damit ein bischen Menschlichkeit verloren gegangen. Wobei ich mir im Klaren darüber bin, das dies relativ ist. Weil es damals eben auch willkürlich enden konnte, eigentlich war.
Was ich noch vermisse, mehr und mehr? Die Einfachheit des täglichen Lebens. OK, einfach war es damals auch nicht. Aber was wir damals als Zivilgesetzbuch hatten, würde umfangmäßig heute noch nicht mal für das Inhaltsverzeichnis eines Vorwortes genügen...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#31

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 08:37
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #30
...Was ich noch vermisse, mehr und mehr? Die Einfachheit des täglichen Lebens.
Mein lieber S51,

dem stimme ich zu. Wobei, das begreift nur ein gelernter DDR-Bürger. Nehmen wir z. B. mal Weihnachten. Das war wirklich ein Höhepunkt, weil es Dinge gab, welche sonst nur sehr schwer erhältlich waren und die man das ganze Jahr über "gehortet" hat. Welche Freude löste die Smalcalda-Bohrmaschine für Vater aus, was war es doch für ein Genuss, einmal vom rohen Schinken zu kosten! Und die Augen meiner Tochter glänzten richtig, wenn es mir gelang, eine Flasche Tomatenketchup zu ergattern.

Heute gibt es immer alles, dadurch wird das Leben aber auch flacher und das Freuden-Level erheblich höher.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#32

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 10:02
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #31
Zitat von S51 im Beitrag #30
...Was ich noch vermisse, mehr und mehr? Die Einfachheit des täglichen Lebens.
Mein lieber S51,

dem stimme ich zu. Wobei, das begreift nur ein gelernter DDR-Bürger. Nehmen wir z. B. mal Weihnachten. Das war wirklich ein Höhepunkt, weil es Dinge gab, welche sonst nur sehr schwer erhältlich waren und die man das ganze Jahr über "gehortet" hat. Welche Freude löste die Smalcalda-Bohrmaschine für Vater aus, was war es doch für ein Genuss, einmal vom rohen Schinken zu kosten! Und die Augen meiner Tochter glänzten richtig, wenn es mir gelang, eine Flasche Tomatenketchup zu ergattern.

Heute gibt es immer alles, dadurch wird das Leben aber auch flacher und das Freuden-Level erheblich höher.

Liebe Grüße

Ecki
Hallo Ecki
Also ich habe lieber immer alles als wie nur einmal im Jahr . Das sagt dir auch ein gelernter DDR- Bürger .



Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 10:23
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #32
Zitat von Ecki im Beitrag #31
Zitat von S51 im Beitrag #30
...Was ich noch vermisse, mehr und mehr? Die Einfachheit des täglichen Lebens.
Mein lieber S51,

dem stimme ich zu. Wobei, das begreift nur ein gelernter DDR-Bürger. Nehmen wir z. B. mal Weihnachten. Das war wirklich ein Höhepunkt, weil es Dinge gab, welche sonst nur sehr schwer erhältlich waren und die man das ganze Jahr über "gehortet" hat. Welche Freude löste die Smalcalda-Bohrmaschine für Vater aus, was war es doch für ein Genuss, einmal vom rohen Schinken zu kosten! Und die Augen meiner Tochter glänzten richtig, wenn es mir gelang, eine Flasche Tomatenketchup zu ergattern.

Heute gibt es immer alles, dadurch wird das Leben aber auch flacher und das Freuden-Level erheblich höher.

Liebe Grüße

Ecki
Hallo Ecki
Also ich habe lieber immer alles als wie nur einmal im Jahr . Das sagt dir auch ein gelernter DDR- Bürger .






@Linemax, da möchtest Du also auch wohnungslos werden und im Freien Schlafen oder an einer Suppenküche anstehen?

Mensch mach die Augen auf !!!


MfG
Jawa350
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#34

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 10:38
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von Jawa 350 im Beitrag #33
Zitat von linamax im Beitrag #32
Zitat von Ecki im Beitrag #31
Zitat von S51 im Beitrag #30
...Was ich noch vermisse, mehr und mehr? Die Einfachheit des täglichen Lebens.
Mein lieber S51,

dem stimme ich zu. Wobei, das begreift nur ein gelernter DDR-Bürger. Nehmen wir z. B. mal Weihnachten. Das war wirklich ein Höhepunkt, weil es Dinge gab, welche sonst nur sehr schwer erhältlich waren und die man das ganze Jahr über "gehortet" hat. Welche Freude löste die Smalcalda-Bohrmaschine für Vater aus, was war es doch für ein Genuss, einmal vom rohen Schinken zu kosten! Und die Augen meiner Tochter glänzten richtig, wenn es mir gelang, eine Flasche Tomatenketchup zu ergattern.

Heute gibt es immer alles, dadurch wird das Leben aber auch flacher und das Freuden-Level erheblich höher.

Liebe Grüße

Ecki
Hallo Ecki
Also ich habe lieber immer alles als wie nur einmal im Jahr . Das sagt dir auch ein gelernter DDR- Bürger .






@Linemax, da möchtest Du also auch wohnungslos werden und im Freien Schlafen oder an einer Suppenküche anstehen?

Mensch mach die Augen auf !!!


Hallo Jawa 350
Sag mal was hat das eine mit dem andern zu tun .Kläre mich doch mal auf .


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 10:41
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #31
Zitat von S51 im Beitrag #30
...Was ich noch vermisse, mehr und mehr? Die Einfachheit des täglichen Lebens.
Mein lieber S51,

dem stimme ich zu. Wobei, das begreift nur ein gelernter DDR-Bürger. Nehmen wir z. B. mal Weihnachten. Das war wirklich ein Höhepunkt, weil es Dinge gab, welche sonst nur sehr schwer erhältlich waren und die man das ganze Jahr über "gehortet" hat. Welche Freude löste die Smalcalda-Bohrmaschine für Vater aus, was war es doch für ein Genuss, einmal vom rohen Schinken zu kosten! Und die Augen meiner Tochter glänzten richtig, wenn es mir gelang, eine Flasche Tomatenketchup zu ergattern.

Heute gibt es immer alles, dadurch wird das Leben aber auch flacher und das Freuden-Level erheblich höher.

Liebe Grüße

Ecki






@ Ecki erst mal die Frage, was zeichnet einen gelernten DDR Bürger aus und wie lange muss er lernen um als solcher benannt zu werden ? Dieser Begriff geistert hier durch viele Posts. Muss man vor diesem Begriff vor Ehrfurcht erstarren ? Ich jedenfalls war nicht stolz DDR Bürger zu sein.
Für mich ist dieser Begriff gequirlte Sch...
Auf die von dir und anderen hier beschriebenen Mängel und Versorgungsengpässe konnte ich nach meiner Flucht gern verzichten und kann es auch heute noch. Wenn ich, wie mein Vater es tat, Weihnachten 2 Krücken von Weihnachtsbäumen kaufen musste um einen halbwegs brauchbaren zusammenzubasteln, so zeugt das von einer Staats- und Wirtschaftsführung, der man nur die totale Unfähigkeit bescheinigen kann. Nicht einmal Weihnachtsbäume konnten sie.Das von mir beschriebene Beispiel kann man spielend bis an die Millionengrenze hochrechnen. Ich habe über viele Jahre Besuchsreisen nach meiner Flucht die elenden Basteleien, die ständigen Klagen was mal wieder nicht zu kaufen ist, das organisieren von irgendwelchen Dingen, auch mit DM, die dann meistens Wunder bewirkten, mir angehört.Das alles mit dem permanenten Bewusstsein unterlegt, das man diesem schlechten Lebensgefühl nicht auf legalem Wege ausweichen kann.
Da ziehe ich es vor, fortwährend von Werbung für irgendwelche Produkte berieselt zu werden. Ich kann die Ohren auf Durchzug schalten, ich muss den ganzen Plunder ja nicht kaufen. Das ist wesentlich nervenschonender, als Tag für Tag mit dem Mangel konfrontiert zu sein.

Schönen Feiertag noch


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 11:08
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Was vermisst man mit dem Untergang der DDR,
Darauf könnten eigentlich nur diese Antworten,wie ich , wie Millionen die hier im Osten geblieben sind . Den schlechteren Wohlstand genießen ,
Diese Leute , die hier im Osten leben und schreiben, was sie vermissen , verstehe ich noch , aber euch die nach der Wende der ehemaligen DDR den Rücken gedreht habt und noch am allermeisten hier : DDR , HURA schreien , Euch verstehe ich nicht
. ratata


Mike59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.12.2012 11:13 | nach oben springen

#37

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 13:19
von simsonS51 | 41 Beiträge

Ich vermisse diese schei.. DDR nicht eine einzige Minute.Ich war 20 als diese unterging und ich habe sie nur von der negativen Seite kennen gelernt.Kriminalität gab und gibt es überall zu Genüge, nur die DDR wusste es zu vertuschen durch ständige Kontrolle der Medien und Maulkorb für die Bürger gelang eben nichts an die breite Öffentlichkeit.Aber was sich im eigenen Wohnort ereignete machte die Runde Suizid, Vergewaltigung, Vandalismus auch Mord usw. war auch überall in der DDR an der Tagesordnung.Nur die Stasi wusste davon und verliert bis heute kein Wort darüber, anscheinend waren die wenigen hier Angemeldeten nur Hausmeister und Küchenhilfen.


Harra318, Gert und linamax haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 13:34
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Zitat von simsonS51 im Beitrag #37
Ich vermisse diese schei.. DDR nicht eine einzige Minute.Ich war 20 als diese unterging und ich habe sie nur von der negativen Seite kennen gelernt.Kriminalität gab und gibt es überall zu Genüge, nur die DDR wusste es zu vertuschen durch ständige Kontrolle der Medien und Maulkorb für die Bürger gelang eben nichts an die breite Öffentlichkeit.Aber was sich im eigenen Wohnort ereignete machte die Runde Suizid, Vergewaltigung, Vandalismus auch Mord usw. war auch überall in der DDR an der Tagesordnung.Nur die Stasi wusste davon und verliert bis heute kein Wort darüber, anscheinend waren die wenigen hier Angemeldeten nur Hausmeister und Küchenhilfen.


Was schreibste denn für einen Mist ?! Wenn Du daran glaubst ist alles zu spät.


MfG
Jawa350
DoreHolm, frank und jecki09 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 13:35
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #25
Zitat von frank im Beitrag #21
Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #20
Zitat von Rostocker im Beitrag #18
Zitat von Harra318 im Beitrag #17
Ich
Zitat von simsonS51 im Beitrag #16
[quote=Jackson|p222827]Spät Abends oder Nachts durch die Straßen der Stadt zu laufen, ohne mich laufend umsehen zu müssen oder mir entgegen kommende Gruppen argwöhnisch im Auge zu behalten.




zu DDR Zeiten so spät durch die Straßen der Stadt zu laufen, brachte meistens den argwöhnischen Blick einer VP Toniwagenbesatzung mit sich. Wohin wollen "wir" denn noch so spät? Bürger! so jedenfalls meine Erfahrung die ich des öfteren damals gemacht habe.



dazu waren die "Bullen" gar nicht berechtigt dies zu fragen, auch solche Zonenmanieren.
Harra 318


Naja Harra 318---Mir waren die Bullen zu DDR Zeit mehr vertraulicher--wie heute-selbst der ABV.Wenn man sich heut zu Tage umschaut---Ältere Bürger heute nach 23 Uhr unterwegs auf der Straße.Was für eine Seltenheit:Man muss auch feststellen.wenn man sich so umschaut--immer mehr Elternteile bringen heut zu Tage ihre Kinder selber zu Schule.Und warum--es ist eine Frage der Sicherheit und Angst.Zu DDR Zeit durfte ich mit 7-8 Jahren alleine zu Schule gehe--heute in den überwiegenden Fällen garnicht mehr möglich--Dank der großen Freiheit.Und Harra 318--Dein Rot markiertes ist halt lächerlich und dazu Dein Kommentar.Aber ich nehme an--Dich hat man schon mit Zonenmanier--als Zögling brav zu Schule jeden Tag gebracht.[/q]

Sorry, aber das ist irgendwie blöde Anmache...
Meine Omi wurde 1987 gegen 23:00 Uhr auf dem Weg vom Sangerhäuser HBF zu ihrer Wohnung, brutal überfallen mit geplanter Vergewaltigung. Sie war sehr schlank und und der Täter dachte...es handelt sich um eine junge Frau. Als er sie von hinten niederschlug und sah...die Dame ist über 70...überkamen ihm üble Aggressionen...8 Wochen KH- Aufenthalt...Schambeinbruch...diverse Rippenbrüche und Hämatome auf dem Schädel...die mich erschauern ließen. Ein Wiederholungstäter!! Da hätte man sich einen vorsorglichen ABV gewünscht. Verbrechen gab es Hüben wie Drüben...es wurde nur nicht publik gemacht!!


sorry aber..... wir reden nicht über einzelne straftaten die es auch in der ddr gab !!! das hat auch keiner behauptet !!! ich empfinde mitleid mit jedem opfer dem so was passiert ist !! dennoch lebten wir in der ddr sicherer als heut zu tage , oder ??? das war die botschaft ???


Subjektive Beurteilung? Dazu mal von hier http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files...94-04-a-202.pdf
Daraus: "Überhaupt war die DunkeKeldkriminalität in der Ex-DDR nach den Umfragen
der Kollegen offenbar höher als man sich das bislang vorstellte. Strukturell
gab es keinen Unterschied zwischen Ost und West, wohl aber im einzelnen im
Westen höhere Raten, so beim Einbruch, beim Raub und beim Kf z-Diebstahl.
Der Fahrraddiebstahl war so gut wie identisch. Berliner Kollegen konnten für
die früheren Jahre an die Materialien der streng geheimen, nur intern geführten
Kriminalstatistik herankommen. Während die DDR offiziell in ihren statistischen
Jahrbüchern, wenn sie überhaupt Zahlen auswies, ein Kriminalitätsbild
zeichnete, das nur ein Zehntel der Kriminalität der alten Bundesrepublik
betrug, lassen die internen Zahlen bei entsprechender (nicht vollständig möglicher)
Umrechnung auf Westkriterien erkennen, daß der wahrscheinliche
Wert mindestens ein Drittel betrug.
Angesichts der ökonomischen Lage der
DDR und angesichts der Kontrollstruktur sowie der vielen engen Einbindungen
der (vor allem jüngeren Teile der) Bevölkerung in kollektive Freizeitveranstaltungen
erscheint dies nicht unrealistisch.
Die Kriminalitätsfurcht in den neuen Bundesländern war schon 1991
extrem ausgeprägt: Sie lag nach unseren Untersuchungen höher als beispielsweise
die Kriminalitätsfurcht der Bevölkerung von New York. Mindestens
fünf Entwicklungen wirkten zusammen: Zunächst fielen mit der Wende Manipulationen
der Statistik weg. Sodann wurden nach den westlichen Strafrechtskriterien
Zigtausende von Bagatelltaten als Straftaten eingestuft und damit
konsequent in der PKS aufgeführt, während sie vorher als eigene nichtstraf -
rechtliche Kategorie der „Verfehlung" gegolten hatten und völlig konsequent
in der Kriminalstatistik der DDR nicht auftauchten. Weiter wurden plötzlich
die wesentlichen Straftaten in der nunmehr freien Presse reichlich berichtet,
von der Sensationsmache der Boulevardpresse bei Tötungsdelikten und anderen
spektakulären Denkten ganz zu schweigen. Bis dahin wurde also nicht das
Erscheinungsbild der Kriminalität geändert, sondern lediglich das off entlich
wirksame Berichts- oder Nachrichtenbild über Kriminalität. Erst dann geht es
darum, sozusagen echte Entwicklungen in den Blick zu nehmen. Als vierte
Entwicklung kam die aus den alten Bundesländern einerseits und aus den osteuropäischen
Staaten importierte Kriminalität hinzu. Und erst in fünfter Linie
spielt(e) die neue hausgemachte Kriminalität eine Rolle, die sich nunmehr
stärker entwickelt: mehr Gelegenheiten und Versuchungen, weniger Kontrolle
und geringer werdende moralische Hemmschwellen kommen zusammen, um
von anderen Einflüssen wie Armut und Randständigkeit einerseits oder Wendegewinner-
Mentalität im Wirtschaftsbereich andererseits zunächst einmal
zuschweigen."


Ach, wäre das schön, wenn die jetzige Kriminalitätsrate auf eben dieses eine Drittel zurückginge und dies auch in der alltäglichen Wahrnehmung durch eigenes Erleben und die Medien zum Ausdruck käme. Die Menschne würden sich fast wieder in DDR-Verhältnisse zurückversetzt fühlen.



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Was vermisst man mit dem Untergang der DDR?

in Leben in der DDR 26.12.2012 14:46
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von simsonS51 im Beitrag #37
Ich vermisse diese schei.. DDR nicht eine einzige Minute.Ich war 20 als diese unterging und ich habe sie nur von der negativen Seite kennen gelernt.Kriminalität gab und gibt es überall zu Genüge, nur die DDR wusste es zu vertuschen durch ständige Kontrolle der Medien und Maulkorb für die Bürger gelang eben nichts an die breite Öffentlichkeit.Aber was sich im eigenen Wohnort ereignete machte die Runde Suizid, Vergewaltigung, Vandalismus auch Mord usw. war auch überall in der DDR an der Tagesordnung.Nur die Stasi wusste davon und verliert bis heute kein Wort darüber, anscheinend waren die wenigen hier Angemeldeten nur Hausmeister und Küchenhilfen.



Hallo,

Du solltest dich vielleicht mal informieren, bevor Du was schreibst.
"Mord usw. war auch überall in der DDR an der Tagesordnung" ?

Wie kommst Du denn auf diese Idee ? Jeder Mord ist einer zu viel. Aber an der Tagesordnung war dies noch lange nicht. Von 1978 bis 1987 gab es in der DDR insgesamt 1.363 Tötungen durch "fremde Hand". Sprich in 10 Jahren. Die meisten im Jahr 1981, da waren es 175 Fälle.
Und was soll der Schwenk zum MfS ? Denkst Du den Mitarbeitern des MfS wurde da jeden Tag eine Statistik vorgelegt ? Da liegst Du aber falsch.

Wenn Du dich SACHLICH zu der Problematik informieren möchtest, kann ich das Buch " Die Kriminalpolizei im Ostteil Berlins (1945 - 1990 )" empfehlen. Erschienen im Verlag Dr. Köster Berlin ISBN : 978-3-89574-765-6


zuletzt bearbeitet 26.12.2012 14:47 | nach oben springen



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