#1

Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 11:39
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

anlässlich des heutigen 3. Advents erlaube ich mir höflich einen weiteren Auszug aus meinem großen Romanwerk, und zwar speziell den Weihnachtsbaum in der DDR betreffend, der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen:
.
Am 24. Dezember vormittags wurde der Weihnachtsbaum, meist eine Kiefer, im Wohnzimmer aufgestellt. Damals züchtete man Weihnachtsbäume nicht wie heute sondern es handelte sich um Bäume aus dem Forst, welche den zu stellenden Anforderungen an einen Waldbaum nicht gerecht wurden. Das hatte zur Folge, dass die Bäume erheblich vom Idealbild eines Weihnachtsbaumes abwichen. Sie waren krumm gewachsen, es fehlten Äste oder untere Äste waren kürzer als obere. Deshalb war es in der Regel so, dass Vater einen Baum mit nach Hause brachte, Mutter entsetzt über diesen war, Vater einen neuen Baum holte und durch Manipulationen an den beiden Bäumen, z. B. Entfernung von Ästen aus dem einen und Einsetzen in den anderen sowie geradebiegen des Stammes, ein einigermaßen akzeptables Exemplar entstand. Dann wurde der Baum aufgestellt, mit Wachskerzen bestückt und mit viel Lametta, Glaskugeln unterschiedlicher Farbe und Strohsternen versehen. Lametta bestand aus Metallstreifen, welche über die Äste gelegt wurden. Es gab zwei Lamettaarten: Lametta aus Aluminium und Lametta aus einer Zinn-Blei-Legierung. In der DDR war nur ersteres zu kaufen. Man bekam dieses Lametta nie richtig glatt, so dass es zerknittert, verdreht und knäuelartig am Baum hing. Dieses Lametta wurde scherzhaft auch als „Sauerkraut“ bezeichnet. Lametta aus einer Zinn-Blei-Legierung war entweder aus der Zeit vor der DDR oder aus dem „Westen“. Wir hatten derartiges Lametta, woher, kann ich nicht sagen, und hüteten es wie einen Schatz. Nach dem Abschmücken des Weihnachtsbaumes wurde es sorgfältig zusammengelegt, verpackt und für das kommende Weihnachtsfest aufbewahrt. Beim Entpacken des Lamettas wurde jeder Lamettastreifen mit dem Bügeleisen wieder akkurat glattgebügelt.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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zuletzt bearbeitet 16.12.2012 11:41 | nach oben springen

#2

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 12:13
von Gelöschtes Mitglied
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Ecki ,du hast die Weihnachtskugeln vergessen .

Da wohnte ich doch im Haus der Schwiegereltern : Das nächste Weihnachten ,haben wir unseren eigenen Tannenbaum nahmen wir uns vor.
Mit dem Baum , ala, deiner Geschichte Ecki ,
Wir haben keine Weihnachtskugeln , es war das jahr 1971 . Aber im nächsten Jahr haben wir eigene Weihnachtskugeln, dann kam 1976 , so nun brauchen wir eigene Weihnachtskugeln und es gab keine !. Hier im BZ .MD , na ja , wir haben ja einen Ferienplatz im Erzgebirge. ,
Da gab es in dem Ort lt. Info . des FDGB-Platzvermieters eine DROGERIE und der Inhaber verkauft so etwas. Meine Fam. also hin , Weihnachtskugeln hab ich nicht , aber einen Nußknacker können sie haben .
Nehmen wir den Nußknacker, 25 Mark hingeblättert ,im Hochsommer.
Es kam der Herbst und die Vorweihnachtszeit , aber keine Weihnachtskugeln,
Damals kam dann in allen Fuhrparks ,der mir bekannten Betriebe , die Aktion zu den Feiertagen , BERLIN wir fahren nach BERLIN , da gab es doch alles was wir Dorfjacken nicht bekamen . Wer betrieblich in Ost- Berlin zu tun hatte ,schickte seine Fahrzeuge zum Weihnachtseinkauf dort hin.
Ich kenne heute noch den Anlaufpunkt unserer Verkaufsstelle in nähe des jüdischen Friedhofes- Berlin- Weißensee . Dort gab es die seit Jahren gesuchten Weihnachtskugeln ,
Frohe und ruhige Weihnachten 2012 . ratata


zuletzt bearbeitet 16.12.2012 12:15 | nach oben springen

#3

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 15:49
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #1
Meine Lieben,

anlässlich des heutigen 3. Advents erlaube ich mir höflich einen weiteren Auszug aus meinem großen Romanwerk, und zwar speziell den Weihnachtsbaum in der DDR betreffend, der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen:
.
Am 24. Dezember vormittags wurde der Weihnachtsbaum, meist eine Kiefer, im Wohnzimmer aufgestellt. Damals züchtete man Weihnachtsbäume nicht wie heute sondern es handelte sich um Bäume aus dem Forst, welche den zu stellenden Anforderungen an einen Waldbaum nicht gerecht wurden. Das hatte zur Folge, dass die Bäume erheblich vom Idealbild eines Weihnachtsbaumes abwichen. Sie waren krumm gewachsen, es fehlten Äste oder untere Äste waren kürzer als obere. Deshalb war es in der Regel so, dass Vater einen Baum mit nach Hause brachte, Mutter entsetzt über diesen war, Vater einen neuen Baum holte und durch Manipulationen an den beiden Bäumen, z. B. Entfernung von Ästen aus dem einen und Einsetzen in den anderen sowie geradebiegen des Stammes, ein einigermaßen akzeptables Exemplar entstand. Dann wurde der Baum aufgestellt, mit Wachskerzen bestückt und mit viel Lametta, Glaskugeln unterschiedlicher Farbe und Strohsternen versehen. Lametta bestand aus Metallstreifen, welche über die Äste gelegt wurden. Es gab zwei Lamettaarten: Lametta aus Aluminium und Lametta aus einer Zinn-Blei-Legierung. In der DDR war nur ersteres zu kaufen. Man bekam dieses Lametta nie richtig glatt, so dass es zerknittert, verdreht und knäuelartig am Baum hing. Dieses Lametta wurde scherzhaft auch als „Sauerkraut“ bezeichnet. Lametta aus einer Zinn-Blei-Legierung war entweder aus der Zeit vor der DDR oder aus dem „Westen“. Wir hatten derartiges Lametta, woher, kann ich nicht sagen, und hüteten es wie einen Schatz. Nach dem Abschmücken des Weihnachtsbaumes wurde es sorgfältig zusammengelegt, verpackt und für das kommende Weihnachtsfest aufbewahrt. Beim Entpacken des Lamettas wurde jeder Lamettastreifen mit dem Bügeleisen wieder akkurat glattgebügelt.

Liebe Grüße

Ecki


Genau so kenne ick dat ooch. Aus zwei Bäume wurde mit Holzbohrer und Berliner Kaltleim ein Baum gezaubert. War der Baum fertig und ansehnlich, durften wir Kinder diesen schmücken. Die Farben der Kugeln wurden von Jahr zu Jahr geändert. Mal war der Baum mit roten im folgenden Jahr mit Bunten und mal nur mit Goldfarbenen. Die Kugeln waren uralt und ich glaube, dass schon meine Urgroßeltern ihren Boom damit geschmückt haben. Dat Bleilametta wurde sorgsam von Jahr zu Jahr sorgsam Faden für Faden beim "Abschmücken" eingesammelt.
Am "Heiligabend" mußten wir Kinder aus dem Wohnzimmer...............Punkt 18:00 Uhr war Bescherung. Vom Plattenspieler "Mister Hit" duddelte Weihnachtsmusik und Räuchermännchen verbreiteten einen Duft, welcher die Weihnachtsstimmung noch mehr anhob. gegen 19:00 Uhr (nach dem Sandmännchen) gab es selbstgemachten Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen und Bouletten.
Vater hatte, derweil wir Kinder den Baum schmückten die Gans oder Ente aufgetaut, mit Äpfeln und anderen Zutaten gefüllt. Am ersten Weihnachtsfeiertag fing Vater schon morgens um Sechs an, das Flügeltier zu braten. Dazu wurde ein sau schwerer Bräter verwendet, welcher mir noch heute gute Dienste leitet. Mutter schälte Kartoffeln und Vater bereitete den Grün- und Rotkohl zu.
So gegen 11:00 Uhr am ersten Feiertag wurde der Feiertagstisch gedeckt.............natürlich nur mit dem guten Geschirr. Das zerteilen des Federvieh war die Aufgabe von Vatern. Mutter bereitete vorher noch Bratäpfel vor, welche im Bratensaft des Federtiers rundum angeschmort wurden. Klösse wurden auch selber gemacht...........und diese Klösse mußten die angerösteten Weisbrotkrümmel enthalten.

Heute ist leider alles Geschichte. Als meine Kinder noch klein waren, habe ich versucht dieses Gefühl von Weihnachten zu vermitteln. Leider hat heute die moderne Technik auch die Weihnachtszeit zerstört.............da klingelt dass Handy, zum Mittag muß unbedingt durch die Enkelkinder das "Ballerspiel" an der PS II (oder wie dat Ding heißt) gespielt werden. Über allem liegt irgendwie eine gewisse Nervosität und Unruhe. Es fehlen nur noch Fertiggerichte vom Hauslieferdienst............und Weihnachten kann für mich ausfallen.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#4

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 16:17
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

@ Ecki.

Das war nicht nur so bei Euch in der DDR, sondern auch bei uns im alten Westen so. In den spaeten 70iger/Anfang der 80iger Jahre habe ich immer einen "Abfallbaum" , meistens eine Kiefer, vom Weihnachtsmarkt geholt. Der eihnachtsmarkt ging immer Mitte Dezember zu Ende und die Baeume die als Schmuck aufgestellt wurden wurden dann von der Gemeinde wieder eingesammelt und auf dem staedtischen Bauhof zwischengelagert. Wenn man da jemand kannte konnte man da rein gehen und sich holen was man wollte. Weiss nicht wieviel Betrunkene oder Hunde an die Baeume gepisst haben waehrend sie im Stadtgebiet zur Zier rumstanden, oder was sonst alles mit denen gemacht wurde, aber wir hatten damals immer einen schoenen und kostenlosen Weihnachtsbaum gehabt. Und die Nadeln haben laenger gehalten als bei den Baeumen die man im Handel kaufte.


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#5

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 17:00
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #4
@ Ecki.

Das war nicht nur so bei Euch in der DDR, sondern auch bei uns im alten Westen so. In den spaeten 70iger/Anfang der 80iger Jahre habe ich immer einen "Abfallbaum" , meistens eine Kiefer, vom Weihnachtsmarkt geholt. Der eihnachtsmarkt ging immer Mitte Dezember zu Ende und die Baeume die als Schmuck aufgestellt wurden wurden dann von der Gemeinde wieder eingesammelt und auf dem staedtischen Bauhof zwischengelagert. Wenn man da jemand kannte konnte man da rein gehen und sich holen was man wollte. Weiss nicht wieviel Betrunkene oder Hunde an die Baeume gepisst haben waehrend sie im Stadtgebiet zur Zier rumstanden, oder was sonst alles mit denen gemacht wurde, aber wir hatten damals immer einen schoenen und kostenlosen Weihnachtsbaum gehabt. Und die Nadeln haben laenger gehalten als bei den Baeumen die man im Handel kaufte.


............so so, dann gab es in den gebrauchten Bundesländern bei bestimmten Sachen auch eine Mangelwirtschaft.

Als ich noch an der "grünen" Grenze war, wurde das Problem "Weihnachtsbaum" relativ einfach gelöst. Ausgestattet mit einem Motorkettenberechtigungsschein,einer Benzinkettensäge, drei befohlenen Soldaten und einem LO 2002 wurde in einer Schonung im Schutzstreifen (lag in diesem Raum außerhalb vom 500 Meter) - sehr zum Verdruss des Revierförsters - die schönsten und prächtigsten Blautannen oder Grüntannen abgeholzt. Es waren in der Regel so um die dreißig Stück. Mit diesen Beutestücken wurde die Kompanie und die die nicht kasernierten Berufssoldaten versorgt.


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#6

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 17:08
von josy95 | 4.915 Beiträge

...ein Weihnachtsbaum wurde traditionell immer ge*laut!

Hängt vermutlich mit den hier in dieser Gegend weit verbreiteten Wilddiebgenen zusammen..., man muß ja nicht gleich ein Viech abknallen, ein Weihnachtsbaum ist doch auch eine schöne Trophäe!

In den 80- er Jahren (ich hatte es in einem anderen Thread schon mal beschrieben) waren bei uns auf Arbeit die Güterzugschichten gen Oberharz immer sehr begeehrt. Denn da gab es keine Problerme bei einem außerplanmäßigem Halt. Das Objekt der Begierde wurde meißt schon im Herbst ausgesucht und irrgendwie gekennzeichnet. Nach Möglichkeit natürlich so, das die Kollegen das nicht mitbekamen. Denn es ist nicht ganz so einfach, von einer fahrenden Lok (auch wenn wir bei der Harzquerbahn nur max. 30 km/h fahren durften), einen schickes Bäumchen zu erspähen! Wenn dann in der Vorweihnachtszeit noch Eis und Schnee dazukamen - ein fast aussichtsloses Unternehmen, noch was brauchbares zu finden! Und die "lieben" kollegen, besonders die, die bei Zeiten zu faul waren, was "vorzubestellen" wußten nur zu gut, ein vorherausgewähltes Bäumchen zu klauen und das Zeichen, z. Bsp. einen Putzlappen in den danebnenstehenden Baum zu hängen, was aber meißtens dann eine richtige Krücke war. Und manch einer merkte es erst zu Haus, wenn Schnee und Eis abgetaut war...und besscheerte ihm dann einen mittelschweren Familienkrach.

Egal. Von den beiden Weihnachtsbäumen, unter denen meine beiden Kinder ihr erstes Weihnachtsfest verbracht haben, haben wir damals den unteren Teil des Stammes zu einem langstieligem Quirl verarbeitet (das hatte hier im Harzso Tradition, diese Teile wurden damals von den Hausfrauen gern als Quierle für die s. g. große Kochwäsche benutzt, die ja damals meißt noch in Waschkesseln gekocht wurde).Auch wenn meine Frau 1986 schon eine gute Foron- Waschmaschine hatte und auf diese konventionelle und Mühsehlige Art und Weise keine große Wäsche mehr waschen mußte, diese Quirle waren dann ein schönes Dekostück und müßten irgendwie bis heute überlebt haben. Muß mal auf dem Boden schauen, wo die abgeblieben sind.

Auch wurden ein paar Tannnadeln aufgehoben und im Fotoalbum der Kinder mit "verarbeitet". Es ist eine von den vielen schönen Erinnerungen. Manchmal werde ich beim Betrachten etwas sentimental und würde mir gern nur für ein paar Sekunden diese schöne Zeit der (kleinen) Kiddis zurückwünschen. Dieser unvergessliche Blick in gluhe und sich freuende, glückliche Kinderaugen. Vom neugierigen Baby und Kleinkind, was sich allein am Kerzenlicht erfreute, dann die etwas älteren Kiddis, die, wie man einst selbst als Kind, die Bescheerung nicht abwarten können, die erwartungsvoll und mit strahlenden Augen dann ihre Geschenke auspackten und sich über manchen, für heutige Verhältnisse vielleicht bescheiden anmutenden, meißt jedoch langgehegten Wunsch, der nun endlich in Erfüllung ging, riesig und noch echt freuten! Man vermißt die Famillienangehöhrigen,Freunde und Bekannte, die leider nicht mehr unter uns weilen. Es geht aber auch der Blick zu eigenen Versäumnissen, Fehlern aber auch teils herben Enttäuschungen, die man von anderen Menschen erfahren mußte. Enttäuschungen, die um so schwerer wiegen, wenn sie von Menschen gemacht sind, die man einst liebte, verehrte und die dem schnellen Wandel besonders dieser heutigen Zeit hemmungslos folgend, nur materielle Dinge noch im Kopf zu haben scheinen. Statt froh und glücklich über das Erreichte zu sein, darüber das man sein eigenes Leben und das seiner Kiddis im Frieden verbringen konnte, wird so Vieles Zwischenmenschliche mit einem Wisch vom Tisch gekehrt.

Auch das sollte man nicht vergessen und gerade zu Weihnachten über Glück und Frieden einmal nachdenken!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#7

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 18:05
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich im Beitrag #3
... So gegen 11:00 Uhr am ersten Feiertag wurde der Feiertagstisch gedeckt.............natürlich nur mit dem guten Geschirr. Das zerteilen des Federvieh war die Aufgabe von Vatern. Mutter bereitete vorher noch Bratäpfel vor, welche im Bratensaft des Federtiers rundum angeschmort wurden. Klösse wurden auch selber gemacht...........und diese Klösse mußten die angerösteten Weisbrotkrümmel enthalten.
Mein lieber Stabsfähnrich,

wie bei uns. Außer, dass Mutter allein die Zubereitung des Federviehs oblag und Vater und meine Wenigkeit von 10 bis 12 Uhr "Zwischen Frühstück und Gänsebraten" mit der Ebert und dem Quermann anguckten. Gegessen wurde dann pünktlich 12 Uhr.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#8

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 18:11
von Mike59 | 7.977 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #7
Zitat von Stabsfähnrich im Beitrag #3
... So gegen 11:00 Uhr am ersten Feiertag wurde der Feiertagstisch gedeckt.............natürlich nur mit dem guten Geschirr. Das zerteilen des Federvieh war die Aufgabe von Vatern. Mutter bereitete vorher noch Bratäpfel vor, welche im Bratensaft des Federtiers rundum angeschmort wurden. Klösse wurden auch selber gemacht...........und diese Klösse mußten die angerösteten Weisbrotkrümmel enthalten.
Mein lieber Stabsfähnrich,

wie bei uns. Außer, dass Mutter allein die Zubereitung des Federviehs oblag und Vater und meine Wenigkeit von 10 bis 12 Uhr "Zwischen Frühstück und Gänsebraten" mit der Ebert und dem Quermann anguckten. Gegessen wurde dann pünktlich 12 Uhr.

Liebe Grüße

Ecki





Lief der Quermann nicht auch im Radio? Feiertag ohne Klösse gab es nicht - aber bei uns gab es eher Kaninchen.

Mike59


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#9

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 18:16
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #6
Enttäuschungen, die um so schwerer wiegen, wenn sie von Menschen gemacht sind, die man einst liebte, verehrte und die dem schnellen Wandel besonders dieser heutigen Zeit hemmungslos folgend, nur materielle Dinge noch im Kopf zu haben scheinen. Statt froh und glücklich über das Erreichte zu sein, darüber das man sein eigenes Leben und das seiner Kiddis im Frieden verbringen konnte, wird so Vieles Zwischenmenschliche mit einem Wisch vom Tisch gekehrt. [josy95
Mein lieber josy95,

in tiefen DDR-Zeiten hat mir mal jemand gesagt "Wenn du nicht haben kannst was du liebst musst du lieben was du hast". Daran habe ich mich immer gehalten und bin eigentlich glücklich.

Aber das ist heutzutage völlig out.

Liebe Grüße

Ecki


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#10

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 19:35
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Aus Zwei mach Ein bezüglich Weihnachtsbaum war auch bei uns üblich. Ehe sich heute mein Eheweib für einen Baum entscheidet, einfach nervend. Da muß ich erst alle Fichtenhaufen drei mal umstapeln, ehe sie mit einem zufrieden ist. Gut, ist etwas übertrieben, aber die Richtung stimmt so etwa.
Mein Schwiegervater, so erzählte sie, hat sogar aus einem richtigen Besenstiel einen Weihnachtsbaum gemacht. Kiefer hatten wir nur ein Mal, aber hat uns nicht zugesagt. Als Lametta immer das aus Alu. Finde ich heute, obwohl wie heute Stanniol verwenden, immer noch besser als das aus den Alu-beschichteten starren Plastestreifen oder Kunstwatte. Das Stanniol-Lametta (Stanniol, von "Stannum" lat. f. Zinn, chem.Zeichen Sn) wird auch heute noch nach jedem Abschmücken Streifen für Streifen abgenommen und säuberlich abgelegt. Um so leichter ist es dann, beim nächsten Weihnachten dieses wieder Streifen für Streifen aufzunehmen und an die Zweige zu hängen. Ich darf das nicht einfach so draufschmeißen.
Mittags am 24. gabs meisten Nudelsuppe mit Geflügelklein. Der Festbraten kam damals bei meinen Eltern dann am 1. Feiertag. Meine Frau macht am Feiertag immer Karpfen. Diesmal gibt es Lachs.



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#11

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 20:11
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich im Beitrag #5
Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #4
@ Ecki.

Das war nicht nur so bei Euch in der DDR, sondern auch bei uns im alten Westen so. In den spaeten 70iger/Anfang der 80iger Jahre habe ich immer einen "Abfallbaum" , meistens eine Kiefer, vom Weihnachtsmarkt geholt. Der eihnachtsmarkt ging immer Mitte Dezember zu Ende und die Baeume die als Schmuck aufgestellt wurden wurden dann von der Gemeinde wieder eingesammelt und auf dem staedtischen Bauhof zwischengelagert. Wenn man da jemand kannte konnte man da rein gehen und sich holen was man wollte. Weiss nicht wieviel Betrunkene oder Hunde an die Baeume gepisst haben waehrend sie im Stadtgebiet zur Zier rumstanden, oder was sonst alles mit denen gemacht wurde, aber wir hatten damals immer einen schoenen und kostenlosen Weihnachtsbaum gehabt. Und die Nadeln haben laenger gehalten als bei den Baeumen die man im Handel kaufte.


............so so, dann gab es in den gebrauchten Bundesländern bei bestimmten Sachen auch eine Mangelwirtschaft.

Als ich noch an der "grünen" Grenze war, wurde das Problem "Weihnachtsbaum" relativ einfach gelöst. Ausgestattet mit einem Motorkettenberechtigungsschein,einer Benzinkettensäge, drei befohlenen Soldaten und einem LO 2002 wurde in einer Schonung im Schutzstreifen (lag in diesem Raum außerhalb vom 500 Meter) - sehr zum Verdruss des Revierförsters - die schönsten und prächtigsten Blautannen oder Grüntannen abgeholzt. Es waren in der Regel so um die dreißig Stück. Mit diesen Beutestücken wurde die Kompanie und die die nicht kasernierten Berufssoldaten versorgt.



Nein, eine Mangelwirtschaft gab es bei Weihnachtsbaeumen nicht. Man konnte immer mehr als genug kaufen. Aber warum soll man Geld ausgeben wenn man ein Produkt von mindestens der gleichen Qualitaet umsonst bekommen kann?


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#12

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 16.12.2012 20:22
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Damit wir uns richtig verstehen, ich will die alten Zeiten nicht wiederhaben, aber heute ist für mich Weihnachten nicht mehr das Weihnachten, wie wir es früher kannten und uns selbst organisierten.
Schon ab Ende November wurde nach einem Baum ausgeschaut. Bis Mitte Dezember musste der da sein, sonst gab es ein Problem. Einmal wurden auch zwei Kiefern zusammengetackert. Sah gar nicht so schlecht aus.
Wal- und Haselnüsse sowie Äpfel hatten wir selbst. Alles andere wurde gesammelt, hier eine Apfelsine, da eine Packung Dominosteine, dort ein paar verschiedene Pfefferkuchen usw.
Zu Weihnachten selbst wurde eine große Navel-Apfelsine andächtig geschlachtet und in vier Teile zerlegt. Da gab es große Kinderaugen. 5 große Apfelsinen über das ganze Fest waren da schon viel. Und wie das duftete! Heute riecht das keiner mehr so intensiv. Außerdem war es bei uns üblich, dass auf dem gußeisernen Etagenofen immer ein paar Bratäpfel schmurgelten. Ein Genuß! Und wenn im kleinen Westpaket, das die Oma erhalten hatte und mit den Enkeln teilte, noch ein Marzipanbrot aus Lübeck und 2 Tafeln Sarottimor-Schokolade lagen, war das Leben so was von in Ordnung!
Heute kann lediglich das Problem auftreten, wenn man Heiligabend früh bei EDEKA noch ein Marzipanbrot kaufen will, dass man keins mehr bekommt, weil das Weihnachtssortiment bereits entfernt wurde. Ostern ist ja nicht mehr weit!



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#13

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 17.12.2012 00:05
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Ecki im Beitrag #9
Zitat von josy95 im Beitrag #6
Enttäuschungen, die um so schwerer wiegen, wenn sie von Menschen gemacht sind, die man einst liebte, verehrte und die dem schnellen Wandel besonders dieser heutigen Zeit hemmungslos folgend, nur materielle Dinge noch im Kopf zu haben scheinen. Statt froh und glücklich über das Erreichte zu sein, darüber das man sein eigenes Leben und das seiner Kiddis im Frieden verbringen konnte, wird so Vieles Zwischenmenschliche mit einem Wisch vom Tisch gekehrt. [josy95
Mein lieber josy95,

in tiefen DDR-Zeiten hat mir mal jemand gesagt "Wenn du nicht haben kannst was du liebst musst du lieben was du hast". Daran habe ich mich immer gehalten und bin eigentlich glücklich.

Aber das ist heutzutage völlig out.

Liebe Grüße

Ecki






@Ecki, nichts für ungut. Wichtig ist das (heilige) Produkt aus Beziehungen, Ehen: Die Kinder! Oft vergessen, mit ihren Sorgen und Nöten allein gelassen, zwischen die Fronten getrieben. Ein schlimmes, ganz schlimmes (neumodernes) Kapitel...!

Und: Ein richtiges "Seufzerle" zu diesem Thema ist aber erlaubt, oder?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#14

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 18.12.2012 17:49
von josy95 | 4.915 Beiträge

---es ist vollbracht! Wie in alten Zeiten...!

Mein Bäumchen ist da!

Frisch aus dem NP, ...die haben dieses Jahr wirklich klasse Bäume!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#15

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 18.12.2012 18:22
von utkieker | 2.924 Beiträge

Geht Tannen klauen, geht Tannen klauen, geht in den Wald und holt 'n Baum.......

Frohes Fest schon mal
Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 18.12.2012 18:23 | nach oben springen

#16

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 18.12.2012 19:37
von damals wars | 12.186 Beiträge

Meine Oma bekam Mitte der Achtziger von ihrer Freundin aus der Sowjetunion (Offziersfrau
) den ersten künstlichen Weihnachtsbaum.
Als Rentnerin war sie sehr froh, das das Problem Weihnachtsbaum für sie erledigt war.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#17

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 18.12.2012 19:40
von mannomann14 | 625 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #14
---es ist vollbracht! Wie in alten Zeiten...!

Mein Bäumchen ist da!

Frisch aus dem NP, ...die haben dieses Jahr wirklich klasse Bäume!


josy95

josy95, da isser aber doch am 24. nicht mehr frisch,den hohle ich erst am Sonntag.
gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
josy95 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 18.12.2012 19:41
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #15
Geht Tannen klauen, geht Tannen klauen, geht in den Wald und holt 'n Baum.......

Frohes Fest schon mal
Gruß Hartmut!


...........ist dies jetzt eine Aufforderung zum begehen einer Straftat? Hartmut ich bin enttäuscht.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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www.grenzradio911.info
utkieker und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 18.12.2012 19:51
von Ecki | 408 Beiträge

Meine Lieben,

es war ja in der Deutschen Demokratischen Republik so, dass im Regelfall die Form der Weihnachtsbäume vom gerade gewachsenen Idealbild doch sehr abwich. Man kann es auch so formulieren, dass diese eher dem (leider verstorbenen) Dirk Bach als dem Arnold Schwarzenegger ähnelten. Zudem waren sie mit vielen unterschiedlich bunten und verschieden großen Glaskugeln sowie dem schon erwähnten Aluminium-Sauerkraut-Lametta in mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen behängt. - Wie war ich doch beeindruckt, als ich zum ersten mal im großen Vorzimmer einer bundesdeutschen Rechtsanwaltskanzlei einen wahrhaft freiheitlich-marktwirtschaftlichen Weihnachtsbaum sah: Riesig, das Wachstum völlig ohne jeglichen Fehl und Tadel, behängt mit güldenen Kugel, von denen alle gleich waren, dazu riesige rote Schleifen, von denen die eine von der anderen nicht zu unterscheiden war. Und der ganze Behang ganz akkurat ausgerichtet, die vertikalen und horizontalen Abstände zentimetergenau.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


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#20

RE: Weihnachten in der DDR, hier speziell der Weihnachtsbaum

in Leben in der DDR 18.12.2012 22:51
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich im Beitrag #18
[quote=utkieker|p222025]Geht Tannen klauen, geht Tannen klauen, geht in den Wald und holt 'n Baum.......

Frohes Fest schon mal
Gruß Hartmut!


...........ist dies jetzt eine Aufforderung zum begehen einer Straftat? Hartmut ich bin enttäuscht. [/quote

@Stabsfähnrich, Du sprichst mir aus der Seele! Vor dem Hintergrund politisch kleingeredeter , jedoch massiver Umweltzerstörung besonders bei den Produzenten und Lieferanten für unsere Wohlstandsgesellschaft, aber auch hier im Ländle selbst, wo u. a. ganze Wälder nach neuesten biologischen Selbsterkenntnissen u. a. dem Borkenkäfer und anderen gefräßigen Schädlingen in Größenordnungen natürlich gesetzlich lergitimiert zum Fraß vorgeworfen werden, kann ich total erschüttert auf Deine Nachfrage nur antworten:


Ich auch. Total. Vollständig. Unwiderruflich....!

Wo bleiben nur die Büttel, die unerschütterlichen Vollstrecker deutscher Rechtsbürokratie, deutschem Politpoppulismus Anno 2012 ff.?


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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