#161

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 27.12.2012 11:20
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #160
@grenzwolf

In einem hast Du recht, ich weiß nicht wie es heute in der DDR aussähe. Auch war der Einfluß von der SU in vielen Dingen "erdrückend". Eigentlich steht die DDR für eine Idee.
Leider war der Staat wirklich mit vielen Fehlern behaftet, das sehe ich doch selber. Für mich ist es aber nach wie vor das "kleinere Übel" als die BRD. Schade das es für Begriffe wie Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit keinen maßstab gibt wie in der Physik. Diese Begriffe sind subjektiv und auch leicht zu mißbrauchen. Für jeden hier spielen doch persönliche Erfahrungen eine große Rolle. Ich habe in der DDR weniger schlechte Erfahrungen gemacht als in der BRD.

Ich kann deine Erfahrungen verstehen, Du hast das Gefühl hier besser und freier zu leben. Aber was ist mit den Leuten die für 8 € in rollender Woche ihre Haut zu Markte tragen? Das sind keine unqualifizierten Leute, das sind Facharbeiter. Hier in Thüringen kein Einzelfall. Ich habe mit Absicht nicht von den Extremfällen mit 5,5 € geschrieben. Was bleibt für die übrig? Dann das Thema Zeitarbeit, wer fragt nach den physisch und psychischen Belastungen, ständig in andere Arbeitssituationen, in den Firmen der weiße Neger (soll nicht rassistisch ankommen) auf den die Festangestellten herabschauen, selbst die Diakonie (die Nächstenliebe zelebrieren) stellt über eigene Zeitarbeit ein. Wie viele Beispiele braucht es noch? Sind das alles Verlierer?

Das meinte ich auch mit Diktatur des Geldes und des Marktes. Diese Leute werden immer mehr, die Bedingungen werden immer mieser.

Die Zeit das es nur schlecht ausgebildete Arbeitskräfte traf ist vorbei. In dem Maß wie es auch besser "geschulte" Leute trift wird auch der Unmut wachsen.

Ich weine der vergebenen Chance hinterher.

Ich versuche auch die "Welt" aus deiner Sicht zu sehen, mir ist bewußt das jeder seinen Preis zahlt. Leider wird das Thema sehr persönlich aufgegriffen, es polarisiert ja auch total.


Ich kann dich schon verstehen, auch hier liegt vieles im Argen.
Das absolute Glück für alle ist ein leider ein Traum, die Realität ist eine andere.


silberfuchs60 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#162

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 28.12.2012 04:44
von student | 89 Beiträge

@ ddr-bürger, wenn Du schreibst, daß Du einer vergebenen Chance hinterherweinst, dann möchte ich dem entgegenhalten, daß der Sozialismus nie eine Chance war. Aus meiner Sicht war es eine Frühgeburt, der von Anfang an viel zu viel abverlangt wurde, so daß ihr bedauerliches Ende sicher eine Art von Notwehr ihrer selbst war. Man kann auch mit der begeisterndsten Idee nicht die objektiv notwendigen Voraussetzungen für einen gesellschaftlichen Fortschritt außer Kraft setzen. Marx und Engels haben sich wohlwollend kritisch mit den praktischen Experimenten der utopischen Sozialisten auseinandergesetzt, und wenn Lenin ein bißchen mehr Marx und ein bißchen weniger die deutsche Waffen- und Munitionsbeschaffungs-Anstalt (Wumba) studiert hätte, dann wäre es vielleicht gar nicht dazu gekommen, daß auf höherer Ebene genau die gescheiterten Experimente des 19.Jahrhunderts wiederholt worden wären. Die DDR war ja gerade ein Musterbeispiel für die Überzeugung, daß man mit den richtigen Befehlen an die Massen alles erreichen kann. Eine Weile geht das gut, aber auch die DDR ist letztendlich außer an ihrem altertümlich-feudalen politischen System an der Unfähigkeit zugrundegegangen, im Wettbewerb mit dem Kapitalismus zu bestehen. An unserer Grenze wären Volkspolizei und Zoll genauso gemütlich auf und ab spaziert wie auf der Gegenseite, wenn unser System diese entscheidende Attraktivität tatsächlich gehabt hätte. Daß die Verhältnisse sich jetzt so dramatisch entwickeln, liegt doch nur daran, daß der Kapitalismus seit 1917 daran gehindert war, sich seinem eigentlichen Wesen nach zu entwickeln, und so erleben wir in einer einzigen Generation das, was sich unter anderen Umständen vielleicht über einen viel längeren Zeitraum hingezogen hätte. Ich bin ein großer Fan von Friedrich Engels, das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber er hat in seinem "Anti-Dühring" die Dühringsche Vorstellung von einer Wirtschaftskommune der Lächerlichkeit preisgegeben, und diese Wirtschaftskommune ist ein getreues Abbild des realen Sozialismus der DDR. Engels urteilt abschließend über solche Phantasien: "Unzurechnungsfähigkeit aus Größenwahn", und mehr muß man über die DDR leider auch nicht sagen. In jedem System gibt es diejenigen, die an diesem System partizipieren und die, die es nicht können. In der von Dir beschriebenen Tatsache, daß immer mehr Menschen zu denen gehören, die nicht partizipieren können, sehe ich auch die Chance, daß sich alle Gegensätze so weit polarisieren, daß wirkliche Veränderungen unvermeidlich sind, und zwar objektiv, und nicht deshalb, weil irgendjemand es irgendwann aufgeschrieben hat. Allerdings fürchte ich mit Blick auf die anstehenden Bundestagswahlen, daß sich die Mehzahl der Wähler wieder nach der Definition des Wahnsinns verhält: Immer die gleichen zu wählen und davon Veränderungen zu erwarten.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#163

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 31.12.2012 11:50
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #146
Zitat von Alfred im Beitrag #145
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #143
Zitat von Eisenacher im Beitrag #141
Wenn der Fisch richtig fett in den Haken gebissen hat, kannst Du ihm auch ordentlich die Schuppen über die Flossen ziehen.
3-7% plus Märchensteuer ist beim Hauskauf gesetzlich zulässig, bei Vermietung 2 Monatskaltmieten Courtage.
Wenn die Courtage wegfällt bedeutet das, in der Regel , das die Immoblase geplatzt ist oder das Objekt in der Kategorie Schrott seinen Platz hat.


Die 7% kannst du getrost vergessen.
Maximal 3,5 oder halt die 2 Kaltmieten.
Eventuell ist es ja in Polen anders, hier ist das usus.




Ich kenne auch Makler in Deutschland die zwischen 6 und 7 % Provision erhalten.
Gehören ja immer wenigstens zwei dazu. Mich stört dies nicht.


Vordern kann man das nicht, erhalten ja, kommt auf den Auftraggeber an was er bereit ist zu bezahlen, der Makler ist aber dabei sicherlich nicht der "böse".



Tut mir leid, daß alles ein wenig in eine Maklerdiskussion abgedriftet ist.
Ursprünglich stellte Josy ja fest, daß momentan keine Partei für ihn wählbar sei, woraufhin ich ihn auf eine Nischenpartei namens "Partei der Vernunft" hinwies.
Einen Vertreter dieser Partei schrieb ich an, um die Problematik der eigentlich nicht wirklich leistungsbezogener Tabellenhonorare zu klären, eben wie diese Partei des marktwirtschaftlichen Urvertrauens genau damit umzugehen gedenkt.
Die Antwort des Maklers, der er zufällig war kam zugegeben unverzüglich- alle Achtung- aber die Botschaft war eben auch, daß er abstritt, daß diese Machanismen noch wirksam sind, daß man eben alles verhandeln konnte aber nur wenn man frech genug ist.
Was ich (und vielleicht auch Josy) aber nun erwartet, sind klare Antworten, ein Bekenntnis zur echten Leistungsgesellschaft und eben hier entscheidet man sich im Zweifelsfall für die jeweilige Klientel.
Aber mal was anderes- Ist diese Kultur der Tabellenhonorare, wie sie auch Architekten, Gutachter, Anwälte usw. verteidigen, nicht eigentlich auch bloß Diktatur und Kommandowirtschaft- versteckt man sich gar hinter diesen Tabellen, weil man weiß, daß man in Wirklichkeit diese Einkommen gar nicht wert ist, die mitunter daraus resultieren (mein Beispiel Insolvenzverwalter Karstatt/ Treuhandabwickler).
Will man mit dieser Kommandowirtschaft gar mit Gewalt Arbeitsplätze schaffen, die eine funktionierende Marktwirtschaft mit leistungsbezogenen Gehältern gar nicht mehr hergibt, so wie manche Tunschelposten im Chemiekombinat von Buna 1985 der Vollbeschäftigung wegen ohne Leistungsbezug waren ?
Wie widerspüchlich das bezogen auf den Makler ist zeigt ja schon die Unterscheidung der Rechtmäßigkeit (aus meiner Sicht) zwei Monatsmieten für eine Vermietung zu berechnen, die ich selbst nicht zustande gebracht habe und der Unrechtmäßigkeit für den gleichen Arbeitsaufwand des Immobilienverkaufs das 20fache in Rechnung zu stellen.
In einem wie im anderen Fall hat man zwei Parteien zusammen zubringen und beiderseits annehmbare Verträge vorzulegen.
Ich wollte nur noch mal abschließend klären, daß auch Makler ein ehrenwerter Beruf ist, dessen Verdienst es ist, auf Grund von Marktkenntnissen zur Preisbildung im Immobiliengeschäft beizutragen.
Daß Parteien nun glauben, sich derer Interessen annehmen zu müssen, ist eine Schwäche des Staatswesens das somit eingesteht, ohne Eingriffe keine funktionierende Marktwirtschaft am Laufen zu behalten und je unverschämter einzelne Akteure am Markt agieren, umso dramatischer müssen diese Eingriffe dann sein.
Die können auch im Sozialismus enden.



nach oben springen

#164

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 31.12.2012 14:33
von Fritze (gelöscht)
avatar

Sehr schön Hackel ! Jetzt weiss ich auch ,worauf ich nicht reinfalle , sollte ich in neuen Jahr die Dienste dieser "ehrenwerten Zunft " benötigen.

Gewisse Objekte werden sogar provisionsfrei angeboten. Wer bezahlt da eigentlich ? Oder wird dies aus werbetechnischen Gründen kostenfrei erledigt ?
Und wie begründen sie den Unterschied zwischen 3,75% und 7,50 % ? Welches ja ein Unterschied von fast 100% ist .


nach oben springen

#165

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 31.12.2012 15:50
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Fritze im Beitrag #164
Sehr schön Hackel ! Jetzt weiss ich auch ,worauf ich nicht reinfalle , sollte ich in neuen Jahr die Dienste dieser "ehrenwerten Zunft " benötigen.

Gewisse Objekte werden sogar provisionsfrei angeboten. Wer bezahlt da eigentlich ? Oder wird dies aus werbetechnischen Gründen kostenfrei erledigt ?
Und wie begründen sie den Unterschied zwischen 3,75% und 7,50 % ? Welches ja ein Unterschied von fast 100% ist .


Falls du die Dienste eines Vertreters der "ehrenwerten Zunft" in Anspruch nehmen möchtest, der dir die Arbeit abnimmt selbst nach einem Grundstück oder einer Immobilie zu suchen und dir die offerriert die dir in Lage, Größe und Preis angemessen erscheint, dann wird er dir vorab seine Provision nennen die du nach Erfolg seiner Bemühungen freudig an ihn zahlen darfst
Falls dir die Höhe dieser Provision nicht schmeckt sag einfach "leck mich am Allerwertesten" und das Ding ist auf gut marktwirtschaftliche Art erledigt.
Bei die für den Käufer/Mieter provisionsfreien Deals, macht der "ehrenwerte Vermittler" das mit dem Veräußerer aus, hier musst du aber halt selbst laufen und suchen und an den Makler herantreten um zu schauen was sich im Pool befindet.
Übrigens wird vor Erteilung der Erlaubnis zum Makeln von Amts wegen auf die "Ehrenhaftigkeit" des Vermittlers geachtet, also ein polizeiliches Führungszeugnis, die steuerliche Unbedenklichkeitserklärung u.ä. angefordert
Da sich in jeder Branche auch unehrenhafte schwarze Schafe tummeln, lass dir diese Erlaubnis zeigen und du bist auf der sicheren Seite.


Gert, exgakl und Eisenacher haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.12.2012 16:08 | nach oben springen

#166

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 31.12.2012 16:48
von Vorwendezeittouri | 142 Beiträge

Ne absolute Mehrheit der SPD bei der Bundestagswahl 2013 würde mir pers. schon genügen, ist aber leider nur ein Wunschtraum.


"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!" (Fehlfarben, 1980)
nach oben springen

#167

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 31.12.2012 17:19
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Vorwendezeittouri im Beitrag #166
Ne absolute Mehrheit der SPD bei der Bundestagswahl 2013 würde mir pers. schon genügen, ist aber leider nur ein Wunschtraum.



und was dann?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#168

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 31.12.2012 17:24
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #164
Sehr schön Hackel ! Jetzt weiss ich auch ,worauf ich nicht reinfalle , sollte ich in neuen Jahr die Dienste dieser "ehrenwerten Zunft " benötigen.

Gewisse Objekte werden sogar provisionsfrei angeboten. Wer bezahlt da eigentlich ? Oder wird dies aus werbetechnischen Gründen kostenfrei erledigt ?
Und wie begründen sie den Unterschied zwischen 3,75% und 7,50 % ? Welches ja ein Unterschied von fast 100% ist .


Ich habe auch schon "provisionsfrei" gekauft aus einer Konkursmasse.
Zwar hatte ich nun keinen Makler "auf der Schippe" mußte aber der höheren Absicherung des Eigentümerübergangs horrende Notarkosten zahlen, verteilt über fast drei (!) Jahre bis der Vorgang abgeschlossen war.
Provisionsfrei können Objekte aus Bankenverwertung oder schwer verkäufliche Immobilien sein, an denen selbst Makler schon verzweifelt sind.
Die Provision können sich auch Käufer und Verkäufer teilen.
Was aber die eigentliche Sauerei ist, das ist die Nichtabsetzbarkeit der Courtage als Werbungskosten, die ist steuerlich gleich behandelt wie der Kaufpreis obwohl es eigentlich eine explizite Dienstleistung ist und eben auch daß der Staat hier inzwischen fast schon genauso zulangt wie beim Benzin, siehe Grunderwerbsteuer, Notargebühr, Mwst. auf Maklerrechnung usw. - da sind wir schon bei fast 10 % wenn das so weiter geht.



nach oben springen

#169

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 31.12.2012 17:49
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Hackel39 im Beitrag #168
Zitat von Fritze im Beitrag #164
Sehr schön Hackel ! Jetzt weiss ich auch ,worauf ich nicht reinfalle , sollte ich in neuen Jahr die Dienste dieser "ehrenwerten Zunft " benötigen.

Gewisse Objekte werden sogar provisionsfrei angeboten. Wer bezahlt da eigentlich ? Oder wird dies aus werbetechnischen Gründen kostenfrei erledigt ?
Und wie begründen sie den Unterschied zwischen 3,75% und 7,50 % ? Welches ja ein Unterschied von fast 100% ist .


Ich habe auch schon "provisionsfrei" gekauft aus einer Konkursmasse.
Zwar hatte ich nun keinen Makler "auf der Schippe" mußte aber der höheren Absicherung des Eigentümerübergangs horrende Notarkosten zahlen, verteilt über fast drei (!) Jahre bis der Vorgang abgeschlossen war.
Provisionsfrei können Objekte aus Bankenverwertung oder schwer verkäufliche Immobilien sein, an denen selbst Makler schon verzweifelt sind.
Die Provision können sich auch Käufer und Verkäufer teilen.
Was aber die eigentliche Sauerei ist, das ist die Nichtabsetzbarkeit der Courtage als Werbungskosten, die ist steuerlich gleich behandelt wie der Kaufpreis obwohl es eigentlich eine explizite Dienstleistung ist und eben auch daß der Staat hier inzwischen fast schon genauso zulangt wie beim Benzin, siehe Grunderwerbsteuer, Notargebühr, Mwst. auf Maklerrechnung usw. - da sind wir schon bei fast 10 % wenn das so weiter geht.



Ist aber nun irgendwie Schimpfen auf hohem Niveau, die nicht so üppig am gesamtgesellschaftlichem Reichtum Teilhabenden werden denken na die haben aber Sorgen


exgakl hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.12.2012 18:03 | nach oben springen

#170

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 31.12.2012 18:05
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #167
Zitat von Vorwendezeittouri im Beitrag #166
Ne absolute Mehrheit der SPD bei der Bundestagswahl 2013 würde mir pers. schon genügen, ist aber leider nur ein Wunschtraum.



und was dann?


der 'scheißhaufen' bleibt der selbe ! nur die fliegen wechsel'n !!



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#171

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 31.12.2012 21:01
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #123

Nie in Leben fährst Du mit der Mappe voller Exposees auf dem Gepäckträger per Fahrrad zu Deinen Kunden, genau das ist gemeint, sofern Du mit Kunden zu tun hast, womöglich auch weder zum Rendevouz noch mit zwei Einkaufsbeuteln am Lenker zum Edeka, obwohl all das praktikabel wäre.
Falls doch, dann alle Achtung für Deine exotische und gleichzeitig effiziente Lebensweise.
Auto und Prestige gehören zusammen wie Sozialismus und Diktatur.
Jeder der meint, ohne Auto zurecht zu kommen wird oft mitleidig belächelt und jeder, der meint im sozialistischen Alltag nichts von einer Diktatur gemerkt zu haben, ebenfalls.
Beide Spezies hat es gegeben und beide sind in der Gesamtbilanz nicht unbedingt Verlierer oder Ignoranten.


Auto und Prestige?

Denke mal historisch, in der "Bücherstadt Leipzig", die dort ja die gesamte Produktkette vereinigte wurde vor 110, 90 oder 80 Jahren schlicht zu fuß alles abgewickelt, und längst nicht jder der aus Berlin, Frankfurt oder Dresden dorthin geschäftlich kam mietete am Bahnhof deshalb zur Repränsentation eine Pferdedroschke oder eine Auto-Droschke. Bimmel oder zu Fuß...

Oder anders, Repräsentieren unterliegt auch dem Zeitgeist....



nach oben springen

#172

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 31.12.2012 21:56
von damals wars | 12.186 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #167
Zitat von Vorwendezeittouri im Beitrag #166
Ne absolute Mehrheit der SPD bei der Bundestagswahl 2013 würde mir pers. schon genügen, ist aber leider nur ein Wunschtraum.



und was dann?


Tschüß Mutti!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#173

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 01.01.2013 12:40
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #169
Zitat von Hackel39 im Beitrag #168
Zitat von Fritze im Beitrag #164
Sehr schön Hackel ! Jetzt weiss ich auch ,worauf ich nicht reinfalle , sollte ich in neuen Jahr die Dienste dieser "ehrenwerten Zunft " benötigen.

Gewisse Objekte werden sogar provisionsfrei angeboten. Wer bezahlt da eigentlich ? Oder wird dies aus werbetechnischen Gründen kostenfrei erledigt ?
Und wie begründen sie den Unterschied zwischen 3,75% und 7,50 % ? Welches ja ein Unterschied von fast 100% ist .


Ich habe auch schon "provisionsfrei" gekauft aus einer Konkursmasse.
Zwar hatte ich nun keinen Makler "auf der Schippe" mußte aber der höheren Absicherung des Eigentümerübergangs horrende Notarkosten zahlen, verteilt über fast drei (!) Jahre bis der Vorgang abgeschlossen war.
Provisionsfrei können Objekte aus Bankenverwertung oder schwer verkäufliche Immobilien sein, an denen selbst Makler schon verzweifelt sind.
Die Provision können sich auch Käufer und Verkäufer teilen.
Was aber die eigentliche Sauerei ist, das ist die Nichtabsetzbarkeit der Courtage als Werbungskosten, die ist steuerlich gleich behandelt wie der Kaufpreis obwohl es eigentlich eine explizite Dienstleistung ist und eben auch daß der Staat hier inzwischen fast schon genauso zulangt wie beim Benzin, siehe Grunderwerbsteuer, Notargebühr, Mwst. auf Maklerrechnung usw. - da sind wir schon bei fast 10 % wenn das so weiter geht.



Ist aber nun irgendwie Schimpfen auf hohem Niveau, die nicht so üppig am gesamtgesellschaftlichem Reichtum Teilhabenden werden denken na die haben aber Sorgen



Nein Grenzwolf, es ist schlichweg eine permanente Analyse der Unzulänglichkeiten des Systems, das uns einzureden versucht, das es eine funktionierende Marktwirtschaft ist, die sich selbst heilt, eben keine Diktatur.
Nun hängt sich aber der Staat aber doch überall hinein, mitunter ohne daß selbst die Beteiligten das merken, also durchschlag Du bitte diesen Gordischen Knoten, warum auf die Courtage eine Mehrwertsteuer zu zahlen ist, da die Courtage ja steuerlich gleichberechtigt mit dem Kaufpreis behandelt wird.
Es gibt hunderte solcher Webfehler, die trotz des Wissens darum von staatlicher Seite nicht beseitigt werden (siehe auch kalte Progression...die geht man nun wohl auch endlich an, nachdem man jahrzehntelang seine Bürger abgezockt hat bis es die Gerichte geklärt haben...)
Soll ich Dir sagen, was meine Einsprüche beim Finanzamt dann regelmäßig nach sich ziehen ?
Die sagen, ich soll dagegen klagen, sie können sich der Gesetzeslage wegen dem nicht entziehen, sehe ich ja auch ein aber die haben dann gefälligst in Zukunft von Amts wegen aktiv zu werden.
Das ist ja fast so wie der Polizist, der im fremden Revier Straftaten toleriert oder diese im eigenem Revier außerhalb seiner Arbeitszeit ignoriert.
Diesen Unzulänglichkeiten begegnet die einheitsdeutsche Regierung genauso wie das Politbüro den Webfehlern der sozialistischen Kommandowirtschaft begegnet ist, nämlich mit einer gesunden Mischung aus Ignoranz, Passivität und Ratlosigkeit.



nach oben springen

#174

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 23.04.2013 12:46
von babeuf | 14 Beiträge

Pour un communiste français de la vieille école, la RDA ressemble au pays de DDR-burger…

For a French communist (“old school”), the GDR looks like the nation of DDR-burger…


nach oben springen

#175

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 23.04.2013 14:27
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von babeuf im Beitrag #174
Pour un communiste français de la vieille école, la RDA ressemble au pays de DDR-burger…

For a French communist (“old school”), the GDR looks like the nation of DDR-burger…




Qu'est ce que tu veux dire avec ca? Je ne comprends pas....

Was möchtest du damit sagen, ich verstehe nicht ....


nach oben springen

#176

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 23.04.2013 14:28
von Barbara (gelöscht)
avatar

Oh ist das ein toller Thread, da werde ich ganz viele Fragen zu stellen, dazu muss ich ihn aber erstmal ganz in Ruhe lesen....


nach oben springen

#177

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 23.04.2013 15:39
von utkieker | 2.925 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #176
Oh ist das ein toller Thread, da werde ich ganz viele Fragen zu stellen, dazu muss ich ihn aber erstmal ganz in Ruhe lesen....

Hallo Barbara,

ich bitte darum!

Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
nach oben springen

#178

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 23.04.2013 15:41
von babeuf | 14 Beiträge

Für Ein französischer Kommunist („alten Schule“), die DDR ähneln vaterland von DDR-burger…
ODER
Die DDR von DDR-burger passt zu mir.


zuletzt bearbeitet 23.04.2013 16:12 | nach oben springen

#179

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 23.04.2013 18:41
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #160
@grenzwolf



Ich kann deine Erfahrungen verstehen, Du hast das Gefühl hier besser und freier zu leben. Aber was ist mit den Leuten die für 8 € in rollender Woche ihre Haut zu Markte tragen? Das sind keine unqualifizierten Leute, das sind Facharbeiter. Hier in Thüringen kein Einzelfall. Ich habe mit Absicht nicht von den Extremfällen mit 5,5 € geschrieben. Was bleibt für die übrig? Dann das Thema Zeitarbeit, wer fragt nach den physisch und psychischen Belastungen, ständig in andere Arbeitssituationen, in den Firmen der weiße Neger (soll nicht rassistisch ankommen) auf den die Festangestellten herabschauen, selbst die Diakonie (die Nächstenliebe zelebrieren) stellt über eigene Zeitarbeit ein. Wie viele Beispiele braucht es noch? Sind das alles Verlierer?

Das meinte ich auch mit Diktatur des Geldes und des Marktes. Diese Leute werden immer mehr, die Bedingungen werden immer mieser.

Die Zeit das es nur schlecht ausgebildete Arbeitskräfte traf ist vorbei. In dem Maß wie es auch besser "geschulte" Leute trift wird auch der Unmut wachsen.

Ich weine der vergebenen Chance hinterher.

Ich versuche auch die "Welt" aus deiner Sicht zu sehen, mir ist bewußt das jeder seinen Preis zahlt. Leider wird das Thema sehr persönlich aufgegriffen, es polarisiert ja auch total.


Die Perversion geht aber dann auch noch ins Quadrat, wenn man die 7500 Euro Rekordbonus für die VW- Werker heranzieht, um damit zu dokumentieren, daß die Arbeiterklasse am Gewinn partizipiert.
Diese 7500 Euro haben genau diese Leiharbeiter erwirtschaftet, es ist eine Mischkalkulation der erbärmlichsten Art, die Montagehalle wird zum Casino.
Jeder der dabei bleibt, reiht sich in eine Arbeiteraristokratie ein, die keinesfalls Alltag am Wirtschaftsstandort Deutschland ist, sondern ähnlich den "Aktivisten" im Kombinat nur eine Minderheit, eine Edelkulisse.
Ich habe das selbst bei der DB bis 2005 mitmachen dürfen.
Da war die größte Anzahl der Streckendienstpersonale in der Lohngruppe E 8 Stufe 3 eingestuft und war fast immer gleich oder besser qualifiziert als die Lokführer aus der E 9 mit knapp 3000 Euro mehr im Jahr.
Dann kam BeSiTv (Beschäftigungssicherungstarifvertrag) und nahezu alle E 8- Lokführer sollten in die Zeitarbeit absteigen, eben nur die waren betroffen und sollten dann weiterhin die Silberrücken mit ihrer E 9 weiter subventionieren, zu noch schlechteren Bedingungen, sofern sie so blöd waren, solche Verträge zu unterschreiben.
Viele waren aber nicht blöd, sondern durch die blanke Not dazu verdammt, das mitzumachen, z.B. wegen pflegebedürftiger Angehörige oder kleinen Kindern im Haushalt mit berufstätiger Mutter u.v.a.- die konnten nicht zehn Tage auf Deutschlandtour gehen, dann hätte nach der ersten Rückkehr der Wohnungsschlüssel nicht mehr gepaßt.
Leider wird das in den Journalen http://www.focus.de/finanzen/news/autobo...aid_721895.html nicht weiter thematisiert, warum auch, schließlich bezahlen die Zeitarbeiter ja auch nicht die Doppelseitenwerbung vom Focus fünf Seiten weiter.



nach oben springen

#180

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 06.05.2013 12:10
von Barbara (gelöscht)
avatar

So ich traue mich jetzt mal. Habe alles gelesen und bei weitem nicht alles verstanden, vor allem die marxistischen wirtschafts-theoretischen Analysen übersteigen einfach meinen Horizont :-)

Erstmal vorweg möchte mal ein Zitat von DDR-Bürger voranstellen:

#160
@grenzwolf

In einem hast Du recht, ich weiß nicht wie es heute in der DDR aussähe. Auch war der Einfluß von der SU in vielen Dingen "erdrückend". Eigentlich steht die DDR für eine Idee.
Leider war der Staat wirklich mit vielen Fehlern behaftet, das sehe ich doch selber. Für mich ist es aber nach wie vor das "kleinere Übel" als die BRD. Schade das es für Begriffe wie Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit keinen maßstab gibt wie in der Physik. Diese Begriffe sind subjektiv und auch leicht zu mißbrauchen. Für jeden hier spielen doch persönliche Erfahrungen eine große Rolle. Ich habe in der DDR weniger schlechte Erfahrungen gemacht als in der BRD.


Auszug aus oben:
„Eigentlich steht die DDR für eine Idee.“ (!)
„Schade das es für Begriffe wie Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit keinen maßstab gibt wie in der Physik. Diese Begriffe sind subjektiv und auch leicht zu mißbrauchen“

Ich finde das sehr klasse, was er da schreibt und ihr?


-------------------------------------------------------------------------------------
Also ich frage:
An welchen Stelleschrauben hätte in der DDR – ganz konkret und nicht theoretisch! – gedreht werden müssen, damit die Entwicklung positiv verlaufen wäre?
War es nur eine Sache des „polit. Personals“?
-----------------------------------------------------------------------------------
Historisch gefragt:
Vor der russ. Revolution gab es basisdemokratische Strukturen? Das ist ja ein Ding! Können wir darüber bitte nochmal mehr erfahren?
Und dort lag die Krux - lt. Nostalgiker und Vierkrug - also in der 1-Partei-Gründung (falls ich das richtig verstanden habe!)
Frage: Dezentralisierung als Lösung?
------------------------------------------
Muss diese ganze Diskussion aus der globalen Sicht diskutiert werden:
Bei einem Afrikaner, der noch nicht mal sauberers Trinkwasser hat, greift da der Begriff „Verelendung“?
Was ist mit den Begrifflichkeiten?
--------------------------------------------
Falls die „kritische Masse“ der sozialen Ungerechtigkeit erreicht wird: wer sagt dass die Leute nicht nach einem „Führer“ schreien? Das ist nämlich „einfacher“, wenn einer sagt, dass er jedes Problem lösen kann.
Eine sozialistische Revolution ist für alle Beteiligten „anstrengend“ und der Mensch ist bequem…

----------------------------------------------

Totales Durcheinander sind meine Fragen, ich weiß….


nach oben springen



Besucher
3 Mitglieder und 26 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Oderfischer
Besucherzähler
Heute waren 430 Gäste und 25 Mitglieder, gestern 3936 Gäste und 179 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14372 Themen und 558384 Beiträge.

Heute waren 25 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen