#301

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 14.05.2014 13:00
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #300
Zitat von 94 im Beitrag #299
Zitat von Barbara im Beitrag #295
Es muss m.M.n. etwas vor (i.S.v. grundlegend) der Rechtssprechung geben, auf dessen Basis ein gesetzliches Regelwerk beschlossen wird und an der es sich messen lassen muss.
Die Geschichte von Vereinbarungen zum vernünftigen Zusammenleben in der Gruppe (Gesetze) ist nicht von Juristen oder Staatstheoretikern "erfunden" worden.
Zu weit her geholt?

Achwo, noch viel zu nah. Im Astroniemieschulbuch 10. (ISBN 3-06-081006-0) war ein schöner Holzschnitt drinne, propagandistisch verballhornt 'Der Zweifler' bezeichnet. Beschrieben dann wie dumm doch so die Zweifler der vorsozialistischen Ära waren, so ala Erde = Scheibe und so und wie schön gesetzmäßig und erklärbar doch alles dank der Wissenschaftlichkeit der Weltanschauung heutzutage denn sei?
Hmm, also ich sah in diesem Menschen damals einen Grenzverletzer! Nagut, kleiner Scherz am Rande, also nicht in dem Sinne 213, aber als Jemanden der in der Lage ist (weil er sich in diese Lage versetzt), eine unnatürliche Grenze zu überschreiten. Mich beeindruckte dieses Bild zutiefst. Es erinnerte mich an Grandville-Zeichnungen und so sprach auch mit einem älteren Familienmitglied darüber. Daraufhin kam das platonisches Höhlengleichnis auf Tapet und das es (juristische) Gesetze und dazu eine Wissenschaft(liche Weltanschauung - Ergänzung von mir heute, aber ich denke so war's damals gemeint, aber nicht gesagt) nur für Jene braucht, welche in der Höhle bleiben und die Schatten an der Wand erklärt haben möchten.
Im Umfeld verkniff ich mir aber dahingehende Bemerkungen meist und falls nicht (also halbjung-starker plappert oft gern manch Unverstandenes der Alten nach) erwähnte ich aber sowas von politisch korrekt dann auf Nachfrage den Marx mit dem Philosophen und dem Weltverändern und so.

Also zurück zu Deiner Frage, (juristische) Gesetze sind IMMER ein Machtsicherungsinstrument der Herrschenden und als Jemand, der mal seinen Kopf aus der Kuppel steckte (siehe Bild im Anhang) taugt man mMn nur noch schlecht bis überhauptnicht als (wie sagtes Du so schön), als Jurist oder Staatstheoretiker.


Ja, an diesen Holzschnitt erinnere ich mich ebenfalls. Es verdeutlicht m.E. auch schon für diese Zeit damals, daß möglicherweise nichts so ist, wie es scheint. Interessant auch die Darstellung, wie sich der Künstler die Welt hinter der Halbschale des Himmels vorstellt, denn auch der hat sie bis dahin nicht gesehen.





Genau Dore, die ineinandergreifenden Speichenräder....

Geniales philosophisches Bild.


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#302

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 14.05.2014 13:27
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #299
Zitat von Barbara im Beitrag #295
Es muss m.M.n. etwas vor (i.S.v. grundlegend) der Rechtssprechung geben, auf dessen Basis ein gesetzliches Regelwerk beschlossen wird und an der es sich messen lassen muss.
Die Geschichte von Vereinbarungen zum vernünftigen Zusammenleben in der Gruppe (Gesetze) ist nicht von Juristen oder Staatstheoretikern "erfunden" worden.
Zu weit her geholt?

Achwo, noch viel zu nah. Im Astroniemieschulbuch 10. (ISBN 3-06-081006-0) war ein schöner Holzschnitt drinne, propagandistisch verballhornt 'Der Zweifler' bezeichnet. Beschrieben dann wie dumm doch so die Zweifler der vorsozialistischen Ära waren, so ala Erde = Scheibe und so und wie schön gesetzmäßig und erklärbar doch alles dank der Wissenschaftlichkeit der Weltanschauung heutzutage denn sei?
Hmm, also ich sah in diesem Menschen damals einen Grenzverletzer! Nagut, kleiner Scherz am Rande, also nicht in dem Sinne 213, aber als Jemanden der in der Lage ist (weil er sich in diese Lage versetzt), eine unnatürliche Grenze zu überschreiten. Mich beeindruckte dieses Bild zutiefst. Es erinnerte mich an Grandville-Zeichnungen und so sprach auch mit einem älteren Familienmitglied darüber. Daraufhin kam das platonisches Höhlengleichnis auf Tapet und das es (juristische) Gesetze und dazu eine Wissenschaft(liche Weltanschauung - Ergänzung von mir heute, aber ich denke so war's damals gemeint, aber nicht gesagt) nur für Jene braucht, welche in der Höhle bleiben und die Schatten an der Wand *) erklärt haben möchten.
Im Umfeld verkniff ich mir aber dahingehende Bemerkungen meist und falls nicht (also halbjung-starker plappert oft gern manch Unverstandenes der Alten nach) erwähnte ich aber sowas von politisch korrekt dann auf Nachfrage den Marx mit dem Philosophen und dem Weltverändern und so.

Also zurück zu Deiner Frage, (juristische) Gesetze sind IMMER ein Machtsicherungsinstrument der Herrschenden und als Jemand, der mal seinen Kopf aus der Kuppel steckte (siehe Bild im Anhang) taugt man mMn nur noch schlecht bis überhauptnicht als (wie sagtes Du so schön), als Jurist oder Staatstheoretiker.

P.S. *) das verstand ich damals sofort, immerhin war die gleichnamige Oldfield/Chapman-Single zu der Zeit in den Charts
http://www.songtexte.com/uebersetzung/mi...h-3bd694b4.html


Das alte Dilemma:
nie werden wir "die Welt an sich" wahrnehmen, egal wie wir sie beschreiben und analysieren. Den Naturgesetzen ist es vollkommen egal, dass und ob wir sie so nennen und wie wir sie beschreiben.


Der fällt mir (auch) dazu ein Gottlob Frege, er führte Platon -"die Welt der "Idee" - weiter, indem er ein "Reich der Gedanken" postulierte - immerhin sind es "unsere Gedanken". Bei Platon existiert die Idee außerhalb unserer.
http://www.hs-wismar.de/was/aktuelles/ve...rege-konferenz/


Aber weiter zu "Gesetzen":

Die Allgemeinheit des Gesetzes
Gregor Kirchhof

"Die Allgemeinheit des Gesetzes über einen notwendigen Garanten der Freiheit "
http://books.google.de/books?id=jGOVod5P...epage&q&f=false


Ab Seite 67: Die Idee (sic!) des Gesetzes

Wenn man mal gar nichts zu tun hat ..... :-)


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#303

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 14.05.2014 21:49
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #302
Aber weiter zu "Gesetzen":

Die Allgemeinheit des Gesetzes
Gregor Kirchhof

"Die Allgemeinheit des Gesetzes über einen notwendigen Garanten der Freiheit "
http://books.google.de/books?id=jGOVod5PztkC&hl=de&pg=PA67


Ab Seite 67: Die Idee (sic!) des Gesetzes

Wenn man mal gar nichts zu tun hat ..... :-)

Sach ma, machste jetzt Eine auf Alfred ... als Meinungsäußerung ein unkommentierter Link? Na da mußte das Stöckchen schon bissel höherhalten, so das ich es bequem unterlaufen kann *grins* Na ich werds mir mal bei Gelegenheit reinziehen und vorher möchte ich nochmal auf #300 eingehen, einerseits möchte ich Dore nicht vergnatzen und anderseits kann ich doch mein dummes Maul nicht halten, ach was solls. Ich zitiere ...
Zitat von DoreHolm im Beitrag #300
Interessant auch die Darstellung, wie sich der Künstler die Welt hinter der Halbschale des Himmels vorstellt, denn auch der hat sie bis dahin nicht gesehen.
Naja, was mich so bissel stört ist die Bestimmtheit der Aussage denn auch der hat sie bis dahin nicht gesehen.
Woher willstn das so genau wissen, hä? Und vielleicht kann man das, was er hinter dem Ende der Welt entdeckte weder mit Worten, noch mit Bildern erfassen? Oder vielleicht doch, nur wird es dann auch so verstanden? Na wie auch immer, diese wie es Barbara nannte Geniale philosophisches Bild erschien auch schon im alten Testament, in der Vision des Hesekiel. Er beschreibt dort den Thronwagen GOttes mit folgenden Worten ...
Die Räder sahen aus, als seien sie aus Chrysolith gemacht. Alle vier Räder hatten die gleiche Gestalt. Sie waren so gemacht, dass es aussah, als laufe ein Rad mitten im andern. Sie konnten nach allen vier Seiten laufen und änderten beim Laufen ihre Richtung nicht.
Hesekiel 1,16-17

P.S. Na wie auch immer, offtopic mal 'ne Frage an den Fachmann, sin'mer mit dem Rest vom Thema eigentlich noch OnTopic *blödfrag*
Na das war jetzt nicht die Frage, sondern mich interessiert der Chrysolith. Ist das ein nur anderer Begriff für Peridot oder was ist der Unterschied?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 14.05.2014 21:50 | nach oben springen

#304

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 15.05.2014 08:30
von Georg | 1.004 Beiträge

Ist der Sozialismus nich was für Fortgeschrittene? Also für Menschen, die lesen und schreiben können. Da muß man niche mehr diktieren. Man kann schreiben und lesen. Man muß es nicht.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#305

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 15.05.2014 09:15
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #303
Zitat von Barbara im Beitrag #302
Aber weiter zu "Gesetzen":

Die Allgemeinheit des Gesetzes
Gregor Kirchhof

"Die Allgemeinheit des Gesetzes über einen notwendigen Garanten der Freiheit "
http://books.google.de/books?id=jGOVod5PztkC&hl=de&pg=PA67


Ab Seite 67: Die Idee (sic!) des Gesetzes

Wenn man mal gar nichts zu tun hat ..... :-)

Sach ma, machste jetzt Eine auf Alfred ... als Meinungsäußerung ein unkommentierter Link? Na da mußte das Stöckchen schon bissel höherhalten, so das ich es bequem unterlaufen kann *grins* Na ich werds mir mal bei Gelegenheit reinziehen und vorher möchte ich nochmal auf #300 eingehen, einerseits möchte ich Dore nicht vergnatzen und anderseits kann ich doch mein dummes Maul nicht halten, ach was solls. Ich zitiere ...
Zitat von DoreHolm im Beitrag #300
Interessant auch die Darstellung, wie sich der Künstler die Welt hinter der Halbschale des Himmels vorstellt, denn auch der hat sie bis dahin nicht gesehen.
Naja, was mich so bissel stört ist die Bestimmtheit der Aussage denn auch der hat sie bis dahin nicht gesehen.
Woher willstn das so genau wissen, hä? Und vielleicht kann man das, was er hinter dem Ende der Welt entdeckte weder mit Worten, noch mit Bildern erfassen? Oder vielleicht doch, nur wird es dann auch so verstanden? Na wie auch immer, diese wie es Barbara nannte Geniale philosophisches Bild erschien auch schon im alten Testament, in der Vision des Hesekiel. Er beschreibt dort den Thronwagen GOttes mit folgenden Worten ...
Die Räder sahen aus, als seien sie aus Chrysolith gemacht. Alle vier Räder hatten die gleiche Gestalt. Sie waren so gemacht, dass es aussah, als laufe ein Rad mitten im andern. Sie konnten nach allen vier Seiten laufen und änderten beim Laufen ihre Richtung nicht.
Hesekiel 1,16-17

P.S. Na wie auch immer, offtopic mal 'ne Frage an den Fachmann, sin'mer mit dem Rest vom Thema eigentlich noch OnTopic *blödfrag*
Na das war jetzt nicht die Frage, sondern mich interessiert der Chrysolith. Ist das ein nur anderer Begriff für Peridot oder was ist der Unterschied?




Och Mönsch, das war doch kein Stöckchen. Aber welche Geschichte "Gesetzgebung" überhaupt hat, ist doch mal interessant nachzuforschen, denn deine These, das Gesetze grundsätzlich nur ein Machtinstrument sind, fand ich eine bemerkens- und nachdenkenswerte.
Ich habe das aber auch erst angelesen - das Kapitel oben - also lass dir bloß Zeit :-)

Noch eine Bemerkung zu deinem Bibel-Verweis:
ich sag ja immer wieder, sie ist auch ein Geschichtsbuch.


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