#241

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 20:25
von Jobnomade | 1.380 Beiträge

[quote=DoreHolm
Pink: Siehst Du, und deshalb habe ich/haben wir fleißig Westsender geguckt und gehört und jede Gelegenheit genutzt, um mal z.B. an den "Spiegel" zu kommen. Mal Spaß beiseite, in meiner politischen Arbeit als BPO-Sekretär habe ich liebend gern auf solche Quellen zurückgegriffen und dabei auch kein Hehl daraus gemacht, wie ich zu diesen Infos gekommen bin. Ich habe nicht an diesem Stuhl des BPO-Sekretärs geklebt und da hat auch niemand dran gesägt. Zu sagen "das wurde kürzlich vom ZDF gesendet" oder "ich hatte die Gelegenheit, mal eine jüngere Ausgabe des Spiegel zu lesen" u.s.w. wirkte überzeugender als sagen zu müssen "das hat im ND gestanden". Man mußte nur verstehen, etwas zwischen den Zeilen zu lesen.
Aus o.g. Grund (seine Feinde kennen) wurde nicht nur die Ökonomie des Sozialismus, sondern auch die Ökonomie des Kapitalismus unterrichtet und wer von seinem kleinen privaten Haushalt auch auf das Große schließen kann, der blickt auch in diesen hehren Sphären durch und erkennt, daß es zwischen diesen beiden Ökonomien praktisch keinen Unterschied gibt. [/quote]

Respekt, DoreHolm, mit Westsendern zu argumentieren (Schnitzlers Sendungen mal ausgenommen) hätte ich mir damals nicht getraut.
Ich hab auch in einer Gegend gewohnt, wo keine zu empfangen waren - somit war die Frage ohnehin geklärt.
Kein Unterschied zwischen den beiden Ökonomien .... nun da fällt mir so ein Spruch aus alter Zeit ein, vielleicht erinnerst Du Dich ?

"Die kapitalistische Wirtschaft basiert auf Einnahmen und Ausgaben - die sozialistische auf Eingaben und Ausnahmen."
Trotz aller Überspitzung - da war leider viel Wahres dran, finde ich.

Gruss Hartmut


u3644_Jobnomade.html
zuletzt bearbeitet 08.05.2013 20:25 | nach oben springen

#242

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 20:53
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Jobnomade im Beitrag #241
[quote=DoreHolm
Pink: Siehst Du, und deshalb habe ich/haben wir fleißig Westsender geguckt und gehört und jede Gelegenheit genutzt, um mal z.B. an den "Spiegel" zu kommen. Mal Spaß beiseite, in meiner politischen Arbeit als BPO-Sekretär habe ich liebend gern auf solche Quellen zurückgegriffen und dabei auch kein Hehl daraus gemacht, wie ich zu diesen Infos gekommen bin. Ich habe nicht an diesem Stuhl des BPO-Sekretärs geklebt und da hat auch niemand dran gesägt. Zu sagen "das wurde kürzlich vom ZDF gesendet" oder "ich hatte die Gelegenheit, mal eine jüngere Ausgabe des Spiegel zu lesen" u.s.w. wirkte überzeugender als sagen zu müssen "das hat im ND gestanden". Man mußte nur verstehen, etwas zwischen den Zeilen zu lesen.
Aus o.g. Grund (seine Feinde kennen) wurde nicht nur die Ökonomie des Sozialismus, sondern auch die Ökonomie des Kapitalismus unterrichtet und wer von seinem kleinen privaten Haushalt auch auf das Große schließen kann, der blickt auch in diesen hehren Sphären durch und erkennt, daß es zwischen diesen beiden Ökonomien praktisch keinen Unterschied gibt.


Respekt, DoreHolm, mit Westsendern zu argumentieren (Schnitzlers Sendungen mal ausgenommen) hätte ich mir damals nicht getraut.
Ich hab auch in einer Gegend gewohnt, wo keine zu empfangen waren - somit war die Frage ohnehin geklärt.
Kein Unterschied zwischen den beiden Ökonomien .... nun da fällt mir so ein Spruch aus alter Zeit ein, vielleicht erinnerst Du Dich ?

"Die kapitalistische Wirtschaft basiert auf Einnahmen und Ausgaben - die sozialistische auf Eingaben und Ausnahmen."
Trotz aller Überspitzung - da war leider viel Wahres dran, finde ich.

Gruss Hartmut[/quote]

Rot: Möglicherweise war ich da eine Ausnahme, aber in einem Betrieb unserer Größe gab es keine Hauptamtlichen und wohl deshalb auch niemanden, der sich 150%ig gebärdete. Außerdem war ich schon immer pragmatisch veranlagt, habe, wie schon gesagt, nicht an der Funktion geklebt und habe versucht (klappte nicht immer), nichts von mir zu geben, von dem ich nicht selbst überzeugt war. Mache ich auch heute nicht. Wenn ich etwas nicht sagen kann, dann halte ich lieber den Mund. Ging mir einige Male so als Außendienstmitarbeiter, wenn ich westdeutsche Kunden besuchte und die dann unsachlich über den Osten hergezogen sind. Ich muß sagen, außer bei der NVA (hatte schon darüber geschrieben, als ich mit Westsender erwischt wurde) bin ich eigentlich wimre nie dumm angemacht worden wegen meiner offenen Diskussionsweise bezüglich Westsender hören/sehen/lesen. In einem Großbetrieb wäre das sicher anders gewesen, aber ich meine, daß ich mich auch dort nicht durch irgendeinen Politnik hätte einschüchtern lassen. Die besseren, weil realistischeren Argumente wären auf meiner Seite gewesen. Ich kann immer wieder, wie gerade diese Tage feststellen, daß ich zu meinen ehemaligen Kollegen/Kolleginnen ein ausgesprochen gutes Verhältnis habe. Ich war in der alten Firma, weil ich ein paar Plastefässer für den Garten brauchte. Da stande vier Stück a`150 l da, die jemand bestellt aber nicht abgeholt hatte. Zwei Frauen aus der Produktion liefen mir über den Weg. Großes Hallo. Wie geht´s u.s.w. Obwohl ich diese Frauen damals genormt habe und eben BPO-Sekretär war. Ich glaube, ich habe nicht den schlechtesten Abgang gehabt.



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#243

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 21:02
von Gelöschtes Mitglied
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Kleiner Einwurf meinerseits - Klassenkampf begann bei A wie ARD und hörte auf bei Z wie ZDF. Dieses Argument brachte ich einmal bei einer Parteiversammlung wegen Westfernsehen schauen und Westradio hören. Da rutschten aber bei einigen Genossen die Kinnladen mächtig nach unten und ich schrammte an einer Parteistrafe bzw. dienstlichen Verweis geradeso vorbei. Man schrieb dann eine solche Positionierung meiner damaligen politischen "Unerfahrenheit" zugute. Ich schaute weiterhin Westfernsehen und hörte am Samstagvormittag, wenn ich zu Hause war, den RIAS mit Lord Knud.

Vierkrug


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#244

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 21:04
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #222
Zitat von Barbara im Beitrag #219


Hier hat Grenzgängerin es doch sehr schön auf einen Punkt gebracht - das war das Ziel:

....die DDR war ein sozialistischen Land: das gesellschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln, mit denen eine Mehrwert erarbeitet werden sollte, aus dem letztendlich der Reichtum der Gesellschaft generiert werden sollte.


Meine Frage (für heute - nicht für damals): woran misst sich der Reichtum einer Gesellschaft? Welcher Grad an Wohlstand ist gemeint? Kann man das überhaupt definieren?




Liebe Barbara,

kaum zitiert man sinngemäß Marx, schon nagelst Du mich fest . Als gute, auch wenn nicht anerkannte DDR - Bürgerin , habe ich Marx verschlungen - nicht als Pflichlektüre. Und einiges ist von der Theorie hängengeblieben. Die zwingst mich regelrecht ihn aus dem Bücherregal zu holen.

Deine Frage nach dem Reichtum der Gesellschaft ist doch die aktuellste in der heutigen Zeit. Daher schlage ich vor einen thread aufzumachen, in dem man sich kritisch mit der heutigen Gesellschaft auseinander setzt.

LG von der grenzgaengerin






Überhaupt nicht wollte ich dich festnageln. (ich will nie jemanden festnageln!)


Ich fand deinen Satz genial und er hat mich zu der Frage oben inspiriert! (eine sehr fruchtbare Kommunikation aus meiner Sicht.)

Ja lass uns darüber diskutieren: was ist der Reichtum einer Gesellschaft? Was ist Reichtum überhaupt? Was bedeutet er jedem einzelnen? usw usw usw

Machst du den Thread auf?


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#245

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 21:15
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #243
Kleiner Einwurf meinerseits - Klassenkampf begann bei A wie ARD und hörte auf bei Z wie ZDF. Dieses Argument brachte ich einmal bei einer Parteiversammlung wegen Westfernsehen schauen und Westradio hören. Da rutschten aber bei einigen Genossen die Kinnladen mächtig nach unten und ich schrammte an einer Parteistrafe bzw. dienstlichen Verweis geradeso vorbei. Man schrieb dann eine solche Positionierung meiner damaligen politischen "Unerfahrenheit" zugute. Ich schaute weiterhin Westfernsehen und hörte am Samstagvormittag, wenn ich zu Hause war, den RIAS mit Lord Knud.

Vierkrug



Hallo Vierkrug, dann warst Du damals sicher in einer Firma, bei der es eben solche von mir oben genannten 150%igen Genossen gab. Vor Solchen bin ich glücklicherweise verschont geblieben, bis auf die monatlich stattfindenden Sekretärsversammlungen. Mit einem Kritisieren von Genossen wegen ihres Medienkonsums kam das im Grunde einer Entmündigung gleich. Damit wurde den Bürgern, egal ob ein Parteimitglied oder nicht, unterstellt, daß sie nicht politisch denken können und nicht in der Lage wären, die Spreu vom Weizen zu trennen. So die Argumentation damals eines Berufssoldaten höheren Dienstgrades wegen meines Westsenderhörens, der mir diese Fähigkeit abspechen wollte mit der Begründung, daß es nur wenige Leute in der obersten Führung der Partei gäbe, die das durchschauen könnten und ich würde mir einbilden, daß ich das könnte ? Da kam dann auch das Argument mit der Partei, die immer Recht hat und ich erwiderte, daß die Partei aus Menschen besteht und die bekanntlich auch Fehler machen.
Wie denken diese Leute wohl heute ? Ich werde es nie erfahren.



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#246

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 21:32
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Jobnomade im Beitrag #223
Zitat von Barbara im Beitrag #219



mals): woran misst sich der Reichtum einer Gesellschaft? Welcher Grad an Wohlstand ist gemeint? Kann man das überhaupt definieren?

Kann man Wohlstand "national" abgrenzen?-------------------------------------------------




Ich entnehme euren Beiträgen folgendes - und zwar nur im Hinbick auf heute (denn an der DDR können wir nichts mehr ändern):

Demotivierung durch Unsinnigkeiten - gibt es auch heute im Arbeitsleben (meine eigene Erfahrung) - muss geändert werden:
der "Fach"-Mann muss gehört werden, ihm muss Handlungs- und Entscheidungskomeptenz zugestanden werden.

"Wertschätzung" in der Arbeit die sowohl materiell als auch ideel erfolgen muss.
"Unternehmens"-Ziele müssen transparent kommuniziert werden und hinterfragbar sein.

Klärung und Hinterfragung von "Hierarchie".

Immer da wo nicht hinterfragt werden darf gerät man in eine Sackgasse - meine Meinung!



Danke für die interessante Zusammenfassung, liebe Barbara.
rot
Das gilt nun für alle Gesellschaften - nicht nur für den Sozialismus.... ?
Ich hoffe, dass Deine Gedanken bei jenen Gehör finden, die einen neuen Sozialismus auf dem Reissbrett haben.

grün:
eigentlich nur, wenn sich das Land von den Nachbarn ausreichend abgrenzt.... In unserem Europa heute nahezu undenkbar - das schafft nicht mal mehr die Schweiz.
Für die anderen Kontinente dieser Welt wage ich da kein Urteil. Wenn die geografischen Grenzen schwer überwindbar sind, lässt sich vielleicht eine Abgrenzung gegen die "armen Nachbarn" erreichen.

Herzlichen Gruss von Hartmut






Auf jeden Fall Hartmut gilt das für jede Gesellschaft. Ich selbst habe all die Sachen oben in meinem Arbeitsleben erlebt.
Vor allem gnadenlos schlechte Führungskräfte!


Überhaupt kann man die zu beklagenden Fehlsteuerungen, wie ihr sie hier bzgl. der DDR beklagt, getrost auf heute übertragen. Beziehungsweise sind sie Warnung für das heute, denn darum geht es ja.

Ich glaube Dore sagt, dass sich die Ökonomien gar nicht so sehr unterschieden.

Ich glaube in einer Hinsicht doch: die DDR wollte wirklich was anderes, das lese ich zwischen den Zeilen nicht nur in diesem Thread. Es ist nicht gelungen aus all den oben genannten Gründen, das ändert aber nichts an dem eigentlichen Ziel. Ich halte das für ausgesprochen wichtig!
Während die sog. westlichen Ökonomien aussschließlich auf die Vermehrung Geld ausgerichtet waren/sind. Wie die Partizipierung daran war/ist, will ich hier gar nicht diskutieren.

Wie kann ich mit einem sozialistischen Ethos eine Wirtschaft steuern, mit sinnvollen Zielen, einer guten - weil motivierten - Mitarbeiterschaft? Wie kann ich damit am Markt bestehen? - Übernational?


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#247

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 21:38
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #245
Zitat von Vierkrug im Beitrag #243
Kleiner Einwurf meinerseits - Klassenkampf begann bei A wie ARD und hörte auf bei Z wie ZDF. Dieses Argument brachte ich einmal bei einer Parteiversammlung wegen Westfernsehen schauen und Westradio hören. Da rutschten aber bei einigen Genossen die Kinnladen mächtig nach unten und ich schrammte an einer Parteistrafe bzw. dienstlichen Verweis geradeso vorbei. Man schrieb dann eine solche Positionierung meiner damaligen politischen "Unerfahrenheit" zugute. Ich schaute weiterhin Westfernsehen und hörte am Samstagvormittag, wenn ich zu Hause war, den RIAS mit Lord Knud.

Vierkrug



Hallo Vierkrug, dann warst Du damals sicher in einer Firma, bei der es eben solche von mir oben genannten 150%igen Genossen gab. Vor Solchen bin ich glücklicherweise verschont geblieben, bis auf die monatlich stattfindenden Sekretärsversammlungen. Mit einem Kritisieren von Genossen wegen ihres Medienkonsums kam das im Grunde einer Entmündigung gleich. Damit wurde den Bürgern, egal ob ein Parteimitglied oder nicht, unterstellt, daß sie nicht politisch denken können und nicht in der Lage wären, die Spreu vom Weizen zu trennen. So die Argumentation damals eines Berufssoldaten höheren Dienstgrades wegen meines Westsenderhörens, der mir diese Fähigkeit abspechen wollte mit der Begründung, daß es nur wenige Leute in der obersten Führung der Partei gäbe, die das durchschauen könnten und ich würde mir einbilden, daß ich das könnte ? Da kam dann auch das Argument mit der Partei, die immer Recht hat und ich erwiderte, daß die Partei aus Menschen besteht und die bekanntlich auch Fehler machen.
Wie denken diese Leute wohl heute ? Ich werde es nie erfahren.





Dore aus deinen Beiträgen spricht immer und immer wieder:
es gibt einfach Leute, die stark sind, in der Argumentation, die Widersprüche erkennen können und auch artikulieren. Die sich nicht so schnell einschüchtern lassen. Solche Leute müssen Mentoren sein für andere, die das nicht so gut können. Ich halte das für ganz wichtig - heute!
"Jeder nach seinen Fähigkeiten....!


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#248

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 21:46
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #244

Liebe Barbara,

kaum zitiert man sinngemäß Marx, schon nagelst Du mich fest . Als gute, auch wenn nicht anerkannte DDR - Bürgerin , habe ich Marx verschlungen - nicht als Pflichlektüre. Und einiges ist von der Theorie hängengeblieben. Die zwingst mich regelrecht ihn aus dem Bücherregal zu holen.

Deine Frage nach dem Reichtum der Gesellschaft ist doch die aktuellste in der heutigen Zeit. Daher schlage ich vor einen thread aufzumachen, in dem man sich kritisch mit der heutigen Gesellschaft auseinander setzt.

LG von der grenzgaengerin






Überhaupt nicht wollte ich dich festnageln. (ich will nie jemanden festnageln!)


Ich fand deinen Satz genial und er hat mich zu der Frage oben inspiriert! (eine sehr fruchtbare Kommunikation aus meiner Sicht.)

Ja lass uns darüber diskutieren: was ist der Reichtum einer Gesellschaft? Was ist Reichtum überhaupt? Was bedeutet er jedem einzelnen? usw usw usw

Machst du den Thread auf?

[/quote]

Also wirklich Barbara, die Männer feiern morgen ihre Männlichkeit und ich soll mich mit Philosophie rumschlagen?

Na gut, ich mach das Gretchen und lass mir was einfallen.

LG von der grenzgaengerin


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#249

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 21:47
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #245
Zitat von Vierkrug im Beitrag #243
Kleiner Einwurf meinerseits - Klassenkampf begann bei A wie ARD und hörte auf bei Z wie ZDF. Dieses Argument brachte ich einmal bei einer Parteiversammlung wegen Westfernsehen schauen und Westradio hören. Da rutschten aber bei einigen Genossen die Kinnladen mächtig nach unten und ich schrammte an einer Parteistrafe bzw. dienstlichen Verweis geradeso vorbei. Man schrieb dann eine solche Positionierung meiner damaligen politischen "Unerfahrenheit" zugute. Ich schaute weiterhin Westfernsehen und hörte am Samstagvormittag, wenn ich zu Hause war, den RIAS mit Lord Knud.

Vierkrug



Hallo Vierkrug, dann warst Du damals sicher in einer Firma, bei der es eben solche von mir oben genannten 150%igen Genossen gab. Vor Solchen bin ich glücklicherweise verschont geblieben, bis auf die monatlich stattfindenden Sekretärsversammlungen. Mit einem Kritisieren von Genossen wegen ihres Medienkonsums kam das im Grunde einer Entmündigung gleich. Damit wurde den Bürgern, egal ob ein Parteimitglied oder nicht, unterstellt, daß sie nicht politisch denken können und nicht in der Lage wären, die Spreu vom Weizen zu trennen. So die Argumentation damals eines Berufssoldaten höheren Dienstgrades wegen meines Westsenderhörens, der mir diese Fähigkeit abspechen wollte mit der Begründung, daß es nur wenige Leute in der obersten Führung der Partei gäbe, die das durchschauen könnten und ich würde mir einbilden, daß ich das könnte ? Da kam dann auch das Argument mit der Partei, die immer Recht hat und ich erwiderte, daß die Partei aus Menschen besteht und die bekanntlich auch Fehler machen.
Wie denken diese Leute wohl heute ? Ich werde es nie erfahren.


@DoreHolm - ich war damals schon bei der "Firma" !!!


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#250

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 21:53
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #247
Zitat von DoreHolm im Beitrag #245
[quote=Vierkrug|p251826]Kleiner Einwurf meinerseits - Klassenkampf begann bei A wie ARD und hörte auf bei Z wie ZDF. Dieses Argument brachte ich einmal bei einer Parteiversammlung wegen Westfernsehen schauen und Westradio hören. Da rutschten aber bei einigen Genossen die Kinnladen mächtig nach unten und ich schrammte an einer Parteistrafe bzw. dienstlichen Verweis geradeso vorbei. Man schrieb dann eine solche Positionierung meiner damaligen politischen "Unerfahrenheit" zugute. Ich schaute weiterhin Westfernsehen und hörte am Samstagvormittag, wenn ich zu Hause war, den RIAS mit Lord Knud.

Vierkrug



Hallo Vierkrug, dann warst Du damals sicher in einer Firma, bei der es eben solche von mir oben genannten 150%igen Genossen gab. Vor Solchen bin ich glücklicherweise verschont geblieben, bis auf die monatlich stattfindenden Sekretärsversammlungen. Mit einem Kritisieren von Genossen wegen ihres Medienkonsums kam das im Grunde einer Entmündigung gleich. Damit wurde den Bürgern, egal ob ein Parteimitglied oder nicht, unterstellt, daß sie nicht politisch denken können und nicht in der Lage wären, die Spreu vom Weizen zu trennen. So die Argumentation damals eines Berufssoldaten höheren Dienstgrades wegen meines Westsenderhörens, der mir diese Fähigkeit abspechen wollte mit der Begründung, daß es nur wenige Leute in der obersten Führung der Partei gäbe, die das durchschauen könnten und ich würde mir einbilden, daß ich das könnte ? Da kam dann auch das Argument mit der Partei, die immer Recht hat und ich erwiderte, daß die Partei aus Menschen besteht und die bekanntlich auch Fehler machen.
Wie denken diese Leute wohl heute ? Ich werde es nie erfahren.





[gruen]Dore aus deinen Beiträgen spricht immer und immer wieder:
es gibt einfach Leute, die stark sind, in der Argumentation, die Widersprüche erkennen können und auch artikulieren. Die sich nicht so schnell einschüchtern lassen. Solche Leute müssen Mentoren sein für andere, die das nicht so gut können. Ich halte das für ganz wichtig - heute!
"Jeder nach seinen Fähigkeiten....!


Damals hatte ich noch einige Illusionen über die Gestaltungsmöglichkeiten der großen Politik , die ein kleiner nebenamtlicher BPO-Sekretär hat. Diese Illusionen mußte ich begraben. Es hätten derer sehr Viele sein müssen, um rechtzeitig etwas zu bewegen. Die meisten waren froh, wenn sie ihre Ruhe hatten, Ruhe im Betrieb (wegen unangenehmer Berichte an die Kreisleitung und daraus folgender Kontrollen) und Ruhe bei den monatlichen Versammlungen der BPO-Sekretäre, wo die Meisten bei unberechtigter Kritik dann doch den Kopf einzogen. So war mein Eindruck in den 11 Jahren, die ich diese Funktion inne hatte. Die, welche auch mal Kontra gaben, waren in der Minderheit. Leider.



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#251

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 21:59
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #249
Zitat von DoreHolm im Beitrag #245
Zitat von Vierkrug im Beitrag #243
Kleiner Einwurf meinerseits - Klassenkampf begann bei A wie ARD und hörte auf bei Z wie ZDF. Dieses Argument brachte ich einmal bei einer Parteiversammlung wegen Westfernsehen schauen und Westradio hören. Da rutschten aber bei einigen Genossen die Kinnladen mächtig nach unten und ich schrammte an einer Parteistrafe bzw. dienstlichen Verweis geradeso vorbei. Man schrieb dann eine solche Positionierung meiner damaligen politischen "Unerfahrenheit" zugute. Ich schaute weiterhin Westfernsehen und hörte am Samstagvormittag, wenn ich zu Hause war, den RIAS mit Lord Knud.

Vierkrug



Hallo Vierkrug, dann warst Du damals sicher in einer Firma, bei der es eben solche von mir oben genannten 150%igen Genossen gab. Vor Solchen bin ich glücklicherweise verschont geblieben, bis auf die monatlich stattfindenden Sekretärsversammlungen. Mit einem Kritisieren von Genossen wegen ihres Medienkonsums kam das im Grunde einer Entmündigung gleich. Damit wurde den Bürgern, egal ob ein Parteimitglied oder nicht, unterstellt, daß sie nicht politisch denken können und nicht in der Lage wären, die Spreu vom Weizen zu trennen. So die Argumentation damals eines Berufssoldaten höheren Dienstgrades wegen meines Westsenderhörens, der mir diese Fähigkeit abspechen wollte mit der Begründung, daß es nur wenige Leute in der obersten Führung der Partei gäbe, die das durchschauen könnten und ich würde mir einbilden, daß ich das könnte ? Da kam dann auch das Argument mit der Partei, die immer Recht hat und ich erwiderte, daß die Partei aus Menschen besteht und die bekanntlich auch Fehler machen.
Wie denken diese Leute wohl heute ? Ich werde es nie erfahren.


@DoreHolm - ich war damals schon bei der "Firma" !!!



Sagte ich doch, "Firma" ,zwar ohne diese " ", aber ich hatte schon vermutet, daß Du damals schon in dieser Firma warst. Klar, da wurden andere Maßstäbe angelegt, nichtsdestotrotz werden die Alltagsprobleme der normalen Werktätigen nicht spurlos an Euch vorbeigegangen sein und Ihr saßest nicht im Elfenbeinturm. Mein bester Kumpel, Oberleutnant der NVA (kurz vor der Wende noch zum Major befördert) sagte mir einmal, durch mich kennt er auch einige Probleme, die so in der Industrie ablaufen und hört sie nicht nur rosa getönt durch den Politoffizier.



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#252

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 22:17
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #250


Damals hatte ich noch einige Illusionen über die Gestaltungsmöglichkeiten der großen Politik , die ein kleiner nebenamtlicher BPO-Sekretär hat. Diese Illusionen mußte ich begraben. Es hätten derer sehr Viele sein müssen, um rechtzeitig etwas zu bewegen. Die meisten waren froh, wenn sie ihre Ruhe hatten, Ruhe im Betrieb (wegen unangenehmer Berichte an die Kreisleitung und daraus folgender Kontrollen) und Ruhe bei den monatlichen Versammlungen der BPO-Sekretäre, wo die Meisten bei unberechtigter Kritik dann doch den Kopf einzogen. So war mein Eindruck in den 11 Jahren, die ich diese Funktion inne hatte. Die, welche auch mal Kontra gaben, waren in der Minderheit. Leider.




Ach DoreHolm, es ist so wie es ist. Ich hätte mir auch gewünscht, diese Menschen wären zusammen gekommen. Doch irgendwann haben wir uns die Scheuklappen angelegt. Ich auch. Zum Selbstschutz. Zur Ruhe bin ich nie gekommen.

Aber gut, dass wir darüber schreiben.

LG von der grenzgaengerin


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#253

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 22:39
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #252
Zitat von DoreHolm im Beitrag #250


Damals hatte ich noch einige Illusionen über die Gestaltungsmöglichkeiten der großen Politik , die ein kleiner nebenamtlicher BPO-Sekretär hat. Diese Illusionen mußte ich begraben. Es hätten derer sehr Viele sein müssen, um rechtzeitig etwas zu bewegen. Die meisten waren froh, wenn sie ihre Ruhe hatten, Ruhe im Betrieb (wegen unangenehmer Berichte an die Kreisleitung und daraus folgender Kontrollen) und Ruhe bei den monatlichen Versammlungen der BPO-Sekretäre, wo die Meisten bei unberechtigter Kritik dann doch den Kopf einzogen. So war mein Eindruck in den 11 Jahren, die ich diese Funktion inne hatte. Die, welche auch mal Kontra gaben, waren in der Minderheit. Leider.




Ach DoreHolm, es ist so wie es ist. Ich hätte mir auch gewünscht, diese Menschen wären zusammen gekommen. Doch irgendwann haben wir uns die Scheuklappen angelegt. Ich auch. Zum Selbstschutz. Zur Ruhe bin ich nie gekommen.

Aber gut, dass wir darüber schreiben.

LG von der grenzgaengerin


Pink: Da fällt mir eine gewisse Parallele zur heutigen Zeit ein. Der Abteilungschef (bei mir die Chefin) mußten ja auch immer Rechenschaft über die Ergebnisse der Abteilung vor der Geschäftsführung ablegen. Dazu mußten wir ihr Zuarbeiten leisten. Meine zwei Kollegen West nahmen das nicht so genau und die Chefin mußte sich dann manchmal etwas aus den Fingern saugen, was nicht sofort nachprüfbar war. Ich lieferte meinen Bericht zumeist pünklich. Irgendwann klagte mir meine Chefin ihr Leid dazu und lobte mich für meine pünklichen Zuarbeiten. Das sollte jeder Mitarbeiter beherzigen. Pünkliche und qualifizierte Zuarbeit an den/die Chefin ist die halbe Miete, um nicht dauernd bedrängt zu werden, also dem Chef seine Arbeit auf diese Weise zu erleichtern, denn auch der ist abhängiger Arbeitnehmer.



zuletzt bearbeitet 08.05.2013 22:40 | nach oben springen

#254

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 22:46
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #248
Zitat von Barbara im Beitrag #244

Liebe Barbara,

kaum zitiert man sinngemäß Marx, schon nagelst Du mich fest . Als gute, auch wenn nicht anerkannte DDR - Bürgerin , habe ich Marx verschlungen - nicht als Pflichlektüre. Und einiges ist von der Theorie hängengeblieben. Die zwingst mich regelrecht ihn aus dem Bücherregal zu holen.

Deine Frage nach dem Reichtum der Gesellschaft ist doch die aktuellste in der heutigen Zeit. Daher schlage ich vor einen thread aufzumachen, in dem man sich kritisch mit der heutigen Gesellschaft auseinander setzt.

LG von der grenzgaengerin






Überhaupt nicht wollte ich dich festnageln. (ich will nie jemanden festnageln!)


Ich fand deinen Satz genial und er hat mich zu der Frage oben inspiriert! (eine sehr fruchtbare Kommunikation aus meiner Sicht.)

Ja lass uns darüber diskutieren: was ist der Reichtum einer Gesellschaft? Was ist Reichtum überhaupt? Was bedeutet er jedem einzelnen? usw usw usw

Machst du den Thread auf?




Also wirklich Barbara, die Männer feiern morgen ihre Männlichkeit und ich soll mich mit Philosophie rumschlagen?

Na gut, ich mach das Gretchen und lass mir was einfallen.

LG von der grenzgaengerin
[/quote]





Nein, erstmal sollst du morgen was Leckeres trinken!
Dann macht das Philosophieren umso mehr Spaß :-))))))


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#255

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 22:48
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #253
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #252
Zitat von DoreHolm im Beitrag #250


Damals hatte ich noch einige Illusionen über die Gestaltungsmöglichkeiten der großen Politik , die ein kleiner nebenamtlicher BPO-Sekretär hat. Diese Illusionen mußte ich begraben. Es hätten derer sehr Viele sein müssen, um rechtzeitig etwas zu bewegen. Die meisten waren froh, wenn sie ihre Ruhe hatten, Ruhe im Betrieb (wegen unangenehmer Berichte an die Kreisleitung und daraus folgender Kontrollen) und Ruhe bei den monatlichen Versammlungen der BPO-Sekretäre, wo die Meisten bei unberechtigter Kritik dann doch den Kopf einzogen. So war mein Eindruck in den 11 Jahren, die ich diese Funktion inne hatte. Die, welche auch mal Kontra gaben, waren in der Minderheit. Leider.




Ach DoreHolm, es ist so wie es ist. Ich hätte mir auch gewünscht, diese Menschen wären zusammen gekommen. Doch irgendwann haben wir uns die Scheuklappen angelegt. Ich auch. Zum Selbstschutz. Zur Ruhe bin ich nie gekommen.

Aber gut, dass wir darüber schreiben.

LG von der grenzgaengerin


Pink: Da fällt mir eine gewisse Parallele zur heutigen Zeit ein. Der Abteilungschef (bei mir die Chefin) mußten ja auch immer Rechenschaft über die Ergebnisse der Abteilung vor der Geschäftsführung ablegen. Dazu mußten wir ihr Zuarbeiten leisten. Meine zwei Kollegen West nahmen das nicht so genau und die Chefin mußte sich dann manchmal etwas aus den Fingern saugen, was nicht sofort nachprüfbar war. Ich lieferte meinen Bericht zumeist pünklich. Irgendwann klagte mir meine Chefin ihr Leid dazu und lobte mich für meine pünklichen Zuarbeiten. Das sollte jeder Mitarbeiter beherzigen. Pünkliche und qualifizierte Zuarbeit an den/die Chefin ist die halbe Miete, um nicht dauernd bedrängt zu werden, also dem Chef seine Arbeit auf diese Weise zu erleichtern, denn auch der ist abhängiger Arbeitnehmer.




Gutes Team-Working?


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#256

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 08.05.2013 23:44
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #255

Gutes Team-Working?



Nein Barbara, gute Kollektivarbeit Ein Tipp. Beim Fußball spricht man in den letzten Jahren nur noch vom Kollektiv. Und Fußball bestimmt in Deutschland das Leben.

LG von der grenzgaengerin


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#257

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 09.05.2013 10:06
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Lutze du gibst mir irgendwie Humor mit deinem :

"hattest du schlechte Erfahrungen machen müssen,
bei Geld hört ja die Freundschaft auf"
Lutze

Sinngemäß schrieb ich glaube schonmal, das Autoschrauber lutze eigentlich gar keine Wende, gesellschaftliche Veränderung gebraucht hätte denn der Autoschrauberberuf war schon zu DDR-Zeiten ne Goldbeziehungsgrube ohne Ende. Das Dumme war nur, du Hitzkopf mit dem Drange nach politischen Flugblättern (war doch was mit nem Zettel oder der dir dann paar Monate Nachdenken statt Arbeit einbrachte?) warst damals einfach noch zu jung, um das irgendwo zu sehen.

Soll wieder etwas mit köstlichem Humor heißen, für dich hat sich eigentlich nur der Wohnsitz geändert, sonst nichts. So du Glückspilz, mal weg von dir und deiner sicheren Lohnzahlung mal hin zu Millionen Anderen hier im schönen Deutschland (seit den Umbrüchen der Wendezeit) wo das dummerweise eben nicht so ist.Jetzt begriffen, wo der Rainer hinmöchte Glückspilz Autoschrauber?

Lebensläufer


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#258

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 09.05.2013 12:41
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #257
Lutze du gibst mir irgendwie Humor mit deinem :

"hattest du schlechte Erfahrungen machen müssen,
bei Geld hört ja die Freundschaft auf"
Lutze

Sinngemäß schrieb ich glaube schonmal, das Autoschrauber lutze eigentlich gar keine Wende, gesellschaftliche Veränderung gebraucht hätte denn der Autoschrauberberuf war schon zu DDR-Zeiten ne Goldbeziehungsgrube ohne Ende. Das Dumme war nur, du Hitzkopf mit dem Drange nach politischen Flugblättern (war doch was mit nem Zettel oder der dir dann paar Monate Nachdenken statt Arbeit einbrachte?) warst damals einfach noch zu jung, um das irgendwo zu sehen.

Soll wieder etwas mit köstlichem Humor heißen, für dich hat sich eigentlich nur der Wohnsitz geändert, sonst nichts. So du Glückspilz, mal weg von dir und deiner sicheren Lohnzahlung mal hin zu Millionen Anderen hier im schönen Deutschland (seit den Umbrüchen der Wendezeit) wo das dummerweise eben nicht so ist.Jetzt begriffen, wo der Rainer hinmöchte Glückspilz Autoschrauber?

Lebensläufer

@Lebensläufer,was ich damals gemacht habe,dazu stehe ich heute noch ,
für mich war und ist es wichtig,die Menschen aufzurütteln,
und was die Arbeitswelt betrifft,ich musste mich auch mehrmals neu orientieren,
so ein Glückspilz war ich auch nicht,musste selber erleben,wie unsere PGH
zerschlagen wurde
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#259

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 09.05.2013 14:22
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #243
Kleiner Einwurf meinerseits - Klassenkampf begann bei A wie ARD und hörte auf bei Z wie ZDF. Dieses Argument brachte ich einmal bei einer Parteiversammlung wegen Westfernsehen schauen und Westradio hören. Da rutschten aber bei einigen Genossen die Kinnladen mächtig nach unten und ich schrammte an einer Parteistrafe bzw. dienstlichen Verweis geradeso vorbei. Man schrieb dann eine solche Positionierung meiner damaligen politischen "Unerfahrenheit" zugute. Ich schaute weiterhin Westfernsehen und hörte am Samstagvormittag, wenn ich zu Hause war, den RIAS mit Lord Knud.

Vierkrug



mensch, @Vierkrug du warst ja ein ganz progressiver oder muss ich eher sagen reaktionärer Genosse?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#260

RE: Sozialismus ohne "Diktatur"

in DDR Staat und Regime 09.05.2013 15:23
von Gelöschtes Mitglied
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Sehe es doch so, wie Du es willst. Das ist für mich ebenso von Interesse, wie die Information, dass in einer Nebenstrasse von Peking gerade ein Sack Reis umgekippt ist.


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