#161

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 10.02.2013 20:23
von Kurt | 933 Beiträge

Hier sind ja schon einige Begriffe gefallen, wie z.B. Hängolin oder Impotee.
Bei uns gab es manchmal einen "Komplektetag". Da gab es alles aus der Büchse, also Büchsenbrot, Büchsenfleisch usw. Nicht vergessen sollte man die leckere K-Ration (leider habe ich nur noch die Blechschachteln davon) und die Zetti-Halbbitterschokolade (mit Pittiplatschbild).
An normalen Tagen gab es früh und abends Stulle mit wenig Butter, früh Marmelade und abends Hinterschinken drauf und zum Mittag diverse Suppen. Übrigens, gibt es nun wieder "NVA-Suppe" in der Kaufhalle - äh, im Supermarkt. Soweit im GR34.
Manchmal war man als Fourier eingeteilt, aber nur an der U-Schule. Das war zum Teil unangenehme Arbeit. Die Schweinehälften waren im Kühlraum schon grün. Den Schimmel mußten wir von der Marmelade kratzen und stundenlang Butter in kleine Stückchen schneiden.
Demnach war die Verpflegung im AZ6 "Rudolf Egelhofer" nicht so doll, wie später beim GKM.


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#162

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 10.02.2013 22:10
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Kurt im Beitrag #161
Hier sind ja schon einige Begriffe gefallen, wie z.B. Hängolin oder Impotee.
Bei uns gab es manchmal einen "Komplektetag". Da gab es alles aus der Büchse, also Büchsenbrot, Büchsenfleisch usw. Nicht vergessen sollte man die leckere K-Ration (leider habe ich nur noch die Blechschachteln davon) und die Zetti-Halbbitterschokolade (mit Pittiplatschbild).
An normalen Tagen gab es früh und abends Stulle mit wenig Butter, früh Marmelade und abends Hinterschinken drauf und zum Mittag diverse Suppen. Übrigens, gibt es nun wieder "NVA-Suppe" in der Kaufhalle - äh, im Supermarkt. Soweit im GR34.
Manchmal war man als Fourier eingeteilt, aber nur an der U-Schule. Das war zum Teil unangenehme Arbeit. Die Schweinehälften waren im Kühlraum schon grün. Den Schimmel mußten wir von der Marmelade kratzen und stundenlang Butter in kleine Stückchen schneiden.
Demnach war die Verpflegung im AZ6 "Rudolf Egelhofer" nicht so doll, wie später beim GKM.

Hallo Kurt,

Das klingt ja nicht sehr appetitlich, konnte aber in Ordnung gehen. Auf der Marmelade durfte sich Schimmel bilden. Der Zucker verhindert das Endringen des Schimmelpilzes in die Masse. Marmelade und Sauerkraut durften also mit Schimmel bedeckt sein. Aber das Abkratzen des Schimmels ist keine angenehme Arbeit, das gebe ich zu. Das mit dem grünen Schweinefleisch klingt schon eher suspekt, aber auch das konnte in bestimmten Grenzen als Ergebnis von Oxidationsprozessen akzeptiert werden.

Den Mythos Hängolintee wird es wohl noch ewig geben. In den 70er und 80er Jahren gab es nichts dergleichen.

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#163

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 10.02.2013 22:52
von TOMMI | 1.987 Beiträge

Ich sage nur, dass die Verpflegung in den GK sehr gut und von hohem Niveau waren, ganz im Unterschied zur "Keimschmiede".
Die Kochkünste von Koch, Küchenbulle und Zivilangestellten, sowie bessere verfügbarkeit von Lebensmitteln aller Art taten da wohl
ihren Beitrag.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#164

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 12.02.2013 10:51
von erkoe | 301 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #159
Zitat von schulzi im Beitrag #158
stimmt den der koch war facharbeiter oder hatte eine ähnliche qualifiktion und der beikoch ungelernt

Viele der Beiköchinnen waren Frauen von Berufssoldaten. Eigentlich waren sie in anderen Berufen qualifiziert, hatten zum Teil auch studiert, um dann in einer Grenzkompanie die Kartoffeln zu kochen. Manchmal fehlte dann auch die für eine Küche notwendige Liebe zum Beruf. Für mich war das durchaus nachvollziehbar wenngleich man es im Interesse der Truppe nicht entschuldigen konnte. Leider gab es da einiges Konfliktpotential.

Ciao Rainman


Und jetzt stell dir mal vor, du nahmst eine studierte Lehrerin mit nach Basepohl. KHG 5. 20 km bis Staffenhagen... Wertfrei. Die Damen hatten doch keine andere Wahl. Oder ich als junger Lolli keine Frau. Gott sei Dank verschlug es mich nach Berlin, Frauen satt... :-) Aber @Rainman2, wie war es bei euch auf dem Acker? Durfte man wirklich mit den Damen aus dem Dorf was anfangen? Vielleicht sogar bisschen mehr? Oder wollten die Damen gar mehr als die Grenzer???


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#165

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 12.02.2013 18:14
von PF75 | 3.294 Beiträge

Zitat von erkoe im Beitrag #164
Zitat von Rainman2 im Beitrag #159
Zitat von schulzi im Beitrag #158
stimmt den der koch war facharbeiter oder hatte eine ähnliche qualifiktion und der beikoch ungelernt

Viele der Beiköchinnen waren Frauen von Berufssoldaten. Eigentlich waren sie in anderen Berufen qualifiziert, hatten zum Teil auch studiert, um dann in einer Grenzkompanie die Kartoffeln zu kochen. Manchmal fehlte dann auch die für eine Küche notwendige Liebe zum Beruf. Für mich war das durchaus nachvollziehbar wenngleich man es im Interesse der Truppe nicht entschuldigen konnte. Leider gab es da einiges Konfliktpotential.

Ciao Rainman


Und jetzt stell dir mal vor, du nahmst eine studierte Lehrerin mit nach Basepohl. KHG 5. 20 km bis Staffenhagen... Wertfrei. Die Damen hatten doch keine andere Wahl. Oder ich als junger Lolli keine Frau. Gott sei Dank verschlug es mich nach Berlin, Frauen satt... :-) Aber @Rainman2, wie war es bei euch auf dem Acker? Durfte man wirklich mit den Damen aus dem Dorf was anfangen? Vielleicht sogar bisschen mehr? Oder wollten die Damen gar mehr als die Grenzer???




heißt richtig Stavenhagen und 20 km sind es auch nicht(zumindestens heute )


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#166

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 12.02.2013 19:37
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #165
Zitat von erkoe im Beitrag #164
Zitat von Rainman2 im Beitrag #159
Zitat von schulzi im Beitrag #158
stimmt den der koch war facharbeiter oder hatte eine ähnliche qualifiktion und der beikoch ungelernt

Viele der Beiköchinnen waren Frauen von Berufssoldaten. Eigentlich waren sie in anderen Berufen qualifiziert, hatten zum Teil auch studiert, um dann in einer Grenzkompanie die Kartoffeln zu kochen. Manchmal fehlte dann auch die für eine Küche notwendige Liebe zum Beruf. Für mich war das durchaus nachvollziehbar wenngleich man es im Interesse der Truppe nicht entschuldigen konnte. Leider gab es da einiges Konfliktpotential.

Ciao Rainman


Und jetzt stell dir mal vor, du nahmst eine studierte Lehrerin mit nach Basepohl. KHG 5. 20 km bis Staffenhagen... Wertfrei. Die Damen hatten doch keine andere Wahl. Oder ich als junger Lolli keine Frau. Gott sei Dank verschlug es mich nach Berlin, Frauen satt... :-) Aber @Rainman2, wie war es bei euch auf dem Acker? Durfte man wirklich mit den Damen aus dem Dorf was anfangen? Vielleicht sogar bisschen mehr? Oder wollten die Damen gar mehr als die Grenzer???




heißt richtig Stavenhagen und 20 km sind es auch nicht(zumindestens heute )


Der volle Name ist sogar Reuterstadt Stavenhagen. Meine erste Braut kam von dort.


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#167

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 12.02.2013 21:51
von derpae.der99 | 107 Beiträge

Ich brachte beim Abgang auch 8 Kg mehr auf die Waage, was damals, abgesehen davon, das ich wirklich gerade noch so in meine Cordhose passte, nicht weiter schlimm war. Allerdings ist mir Potsdam in bleibender Negativ-Erinnerung geblieben. Tote Oma, dass war der allerschlimmste Fraß. Der Küchendienst dort war für mich die Höchststrafe. Auch der organisatorische Ablauf zum Essen war dort übelst. Während wir als die Letzten an der Essensausgabe unser Futter entgegen nahmen, waren andere schon fertig mit mampfen. Uns dagegen blieb kaum Zeit.

Zum Thema “Hängolin“. Am Kanten konnten wir dessen Wirkung entgegen steuern. Bei uns machte ein Buch die Runde: “Die Abenteuer der Josefine Mutzenbacher“


EK 83 II
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#168

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 04:21
von schulzi | 1.760 Beiträge

"tote oma" hin und her ab und zu esse ich es heute gern aber nur ab und zu.


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#169

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 14:09
von erkoe | 301 Beiträge

Zitat von PF75 im Beitrag #165
Zitat von erkoe im Beitrag #164
Zitat von Rainman2 im Beitrag #159
Zitat von schulzi im Beitrag #158
stimmt den der koch war facharbeiter oder hatte eine ähnliche qualifiktion und der beikoch ungelernt

Viele der Beiköchinnen waren Frauen von Berufssoldaten. Eigentlich waren sie in anderen Berufen qualifiziert, hatten zum Teil auch studiert, um dann in einer Grenzkompanie die Kartoffeln zu kochen. Manchmal fehlte dann auch die für eine Küche notwendige Liebe zum Beruf. Für mich war das durchaus nachvollziehbar wenngleich man es im Interesse der Truppe nicht entschuldigen konnte. Leider gab es da einiges Konfliktpotential.

Ciao Rainman


Und jetzt stell dir mal vor, du nahmst eine studierte Lehrerin mit nach Basepohl. KHG 5. 20 km bis Staffenhagen... Wertfrei. Die Damen hatten doch keine andere Wahl. Oder ich als junger Lolli keine Frau. Gott sei Dank verschlug es mich nach Berlin, Frauen satt... :-) Aber @Rainman2, wie war es bei euch auf dem Acker? Durfte man wirklich mit den Damen aus dem Dorf was anfangen? Vielleicht sogar bisschen mehr? Oder wollten die Damen gar mehr als die Grenzer???




heißt richtig Stavenhagen und 20 km sind es auch nicht(zumindestens heute )


Sorry, da gebe ich mich geschlagen (lang ist's her)... Allerdings bleibt das zwischenmenschliche "Konfliktpotential" erhalten. Mensch, mal im Ernst, so weit war das gar nicht... Nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#170

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 16:57
von derpae.der99 | 107 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #168
"tote oma" hin und her ab und zu esse ich es heute gern aber nur ab und zu.


Tote Oma hin oder her geht schon mal gar nicht. Warum? Du kannst einfach damals mit heute nicht vergleichen. Dies zu essen stellt ja an sich kein Problem dar, aber damals guckten einen die Schweineborsten aus dem Essen heraus an. Der Grund dafür lag in der oberflächlichen Verarbeitung bei der Herstellung. Tote Oma, auch als Semmelwurst oder Grützwurst bezeichnet, wird ja vorwiegend aus Schwarten hergestellt. Die Borsten an der Schwarte zu belassen kann sich heute zum Glück kein Fleischbetrieb, mit Ausnahme der schwarzen Schafe, mehr leisten.


EK 83 II
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#171

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 20:52
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Hallo Derpae.der99,

Mit der "Toten Oma" hattet Ihr dann wirklich das Pech, aus Berlin beliefert zu werden. Die Qualität dort war wirklich erschreckend. In Thüringen bzw. der Rhön habe ich so etwas nicht erlebt. Da waren keine Borsten in dieser Wurst, sie war bereits gut gewürzt und ließ sich gut zubereiten. Das galt dort für fast alle Fleisch- und Wurstprodukte. Man musste schon Fehler beim Kochen machen, damit das nicht schmeckte.

Ansonsten, mit Josephine Muzenbacher gegen Hängolintee ... lässt mich doch etwas schmunzeln. Dieses Werk erschien Anfang der 80er als vierbändiges Minibuch und wurde ausgerechnet und bevorzugt über die MHO Buchhandlungen für 50 Mark verkauft. Es dürfte eine durchaus beliebte Wichsvorlage gewesen sein. Der Tee im übrigen war scheußlich und dürfte auf einer Liste der Aphrodisiaka kaum auftauchen. Ich lasse auch noch die Bezeichnung Lustbremse zu, aber er enthielt in den 70er und 80er Jahren keine "Abschwellungsfördernden" Substanzen.

Zitat von erkoe im Beitrag #164
Zitat von Rainman2 im Beitrag #159
... Viele der Beiköchinnen waren Frauen von Berufssoldaten. Eigentlich waren sie in anderen Berufen qualifiziert, hatten zum Teil auch studiert ...

... Oder ich als junger Lolli keine Frau. Gott sei Dank verschlug es mich nach Berlin, Frauen satt... :-) Aber @Rainman2, wie war es bei euch auf dem Acker? Durfte man wirklich mit den Damen aus dem Dorf was anfangen? Vielleicht sogar bisschen mehr? Oder wollten die Damen gar mehr als die Grenzer???

Hallo erkoe,

Tiefstes OT, deshalb kurz. Man durfte. Die wenigen Dorfschönheiten hatten kaum Interesse an Berufssoldaten. Auf der einen Seite taugten sie nicht für die Wirtschaft auf der anderen Seite kamen die höchstens von einem Dorf ins nächste. Und ich selbst wolte nicht. Der Gedanke eines Morgens für den Rest meines Lebens mit Gummistiefeln an den Füßen wach zu werden, war mir ein Gräuel. Da habe ich lieber auf die Wochenenden in Leipzig gewartet und in der Zwischenzeit hatte ja auch ich Josephine Mu ... nee, lassen wir das lieber.

Ciao Rainman


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(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#172

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 22:16
von derpae.der99 | 107 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #171

Ansonsten, mit Josephine Muzenbacher gegen Hängolintee ... lässt mich doch etwas schmunzeln.



Ja das war ja auch durchaus so gewollt von mir. Aber der Gag mit der MHO kam bei mir zunächst auch gut an. Onkel Gugl meinte aber aus dem Hintergrund, dass das gar kein Scherz war. Unglaublich oder? Ich habe dieses Buch immer als hochgradig staubig angesehen.


EK 83 II
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#173

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 23:02
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von derpae.der99 im Beitrag #172
Zitat von Rainman2 im Beitrag #171

Ansonsten, mit Josephine Muzenbacher gegen Hängolintee ... lässt mich doch etwas schmunzeln.



Ja das war ja auch durchaus so gewollt von mir. Aber der Gag mit der MHO kam bei mir zunächst auch gut an. Onkel Gugl meinte aber aus dem Hintergrund, dass das gar kein Scherz war. Unglaublich oder? Ich habe dieses Buch immer als hochgradig staubig angesehen.


Arrgh - wieder ein Irrtum meinerseits. Die besagten Minibücher wurden erst 1988 bei Gustav Kiepenheuer Leipzig aufgelegt und kamen 1989 in den Verkauf. Aber es ist wahr, ich habe mein Exemplar in der MHO Buchhandlung der Militärpolitischen Hochschule für 50 Emmchen gekauft. Die rosa Büchlein im rosa Schuber lagen da friedlich neben viel rot. Aber nun zurück zum Thema ...

ciao Rainman


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zuletzt bearbeitet 13.02.2013 23:02 | nach oben springen

#174

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken feat. und zu lesen in der GK?

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 23:16
von derpae.der99 | 107 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #173
Aber nun zurück zum Thema ...

ciao Rainman


Thema einfach erweitert Du hast dein Exemplar noch?


EK 83 II
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#175

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 13.02.2013 23:39
von amigaguru | 96 Beiträge

Zitat von Kurt im Beitrag #161
Hier sind ja schon einige Begriffe gefallen, wie z.B. Hängolin oder Impotee.
Bei uns gab es manchmal einen "Komplektetag". Da gab es alles aus der Büchse, also Büchsenbrot, Büchsenfleisch usw. Nicht vergessen sollte man die leckere K-Ration (leider habe ich nur noch die Blechschachteln davon) und die Zetti-Halbbitterschokolade (mit Pittiplatschbild).
An normalen Tagen gab es früh und abends Stulle mit wenig Butter, früh Marmelade und abends Hinterschinken drauf und zum Mittag diverse Suppen. Übrigens, gibt es nun wieder "NVA-Suppe" in der Kaufhalle - äh, im Supermarkt. Soweit im GR34.
Manchmal war man als Fourier eingeteilt, aber nur an der U-Schule. Das war zum Teil unangenehme Arbeit. Die Schweinehälften waren im Kühlraum schon grün. Den Schimmel mußten wir von der Marmelade kratzen und stundenlang Butter in kleine Stückchen schneiden.
Demnach war die Verpflegung im AZ6 "Rudolf Egelhofer" nicht so doll, wie später beim GKM.

Ich kann mir nicht vorstellen,das es dieses gegeben hat.In der Ausbildungszeit wurde von Hängolin gemunkelt,aber keine Beweise dafür.Das "Essen"
war stets einwandfrei,auch wenn es Erbensuppe mit Sand gab,wie in Eggessin.In der GK gab es keinen Kühlraum,die Mahlzeiten wurden stets frisch
zubereitet.Es gab ja auch einige Frauen aus den Grenzorten,die in der Küche einer GK Dienst machten.Diese Frauen hätten ihren Männern schon etwas
erzählt.Wenn wir dann Ausgang hatten,wäre uns so etwas schon "zu Ohren"gekommen.Wir kannten ja nicht nur"überzeugte Genossen",auch das Gegenteil davon.
amigaguru


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#176

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 14.02.2013 02:04
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von amigaguru im Beitrag #175
... In der GK gab es keinen Kühlraum,die Mahlzeiten wurden stets frisch zubereitet. ...

Hallo amigaguru,

wenn ich mich recht erinnere, gab es in der GK 2 große Tiefkühltruhen für Tiefkühlprodukte, u.a. Fleisch und Fisch. Die reichten für den Bedarf der Kompanie völlig aus. Für verderbliche Lebensmittel gab es zwei größere Kühlschränke (ich glaube einen im Lager und einen im 24-Stunden-Raum. Ein Kühlraum, wie ihn die Stabsküche hatte, wäre da vollkommen überkonfiguriert gewesen. Die Anlieferungen an die Kompanien erfolgten direkt durch den Regimentsstab im Turnus von 2 - 3 Tagen (Mo.-Mi.-Fr.) und vor besonderen Anlässen (Feiertage, Weihnachten, Jahreswechsel). Wir hatten im Kfz.-Zug der Stabskompanie 2 W50 mit entsprechendem Kühlaufsatz. Die Fahrer waren Zivilbeschäftigte. Insgesamt wurden in der Kompanie nur Lebensmittel für besondere Anlässe länger und dann i.d.R. tiefgekühlt gelagert. Also: Ja, fast durchgehend frische Zubereitung. Die besondere Ausnahme bildeten dann immer wieder die hier schon mehrfach angesprochenen Komplektetage.

ciao Rainman


PS: @derpae.der99: Ja, habe ich noch und hüte es. Inzwischen zählt es ja schon unter Weltliteratur (und als Minibuch fällt es auch nicht groß auf in der Büchersammlung).


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 14.02.2013 02:06 | nach oben springen

#177

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 19.02.2013 17:45
von StabPL | 456 Beiträge

"Tote Oma" essen ich heute noch und es schmeckt.
Natürlich kommte es auf die Zubereitung an!
StabPL



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#178

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 26.02.2013 18:17
von 82zwo | 123 Beiträge

das Essen war gut es gab ja tivilbeschäftigte Köchinnen
na ja Senfeier esse ich heute noch nicht :-) ABER - sonst haben sie schon gut gekocht



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#179

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 04.03.2013 08:17
von hardi24a | 331 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #4
Das eine Jahr auf der GK war das gesamte Essen Super.Einige Frauen aus dem Dorf haben für uns 60 Mann gekocht.Immer mit Vorsuppe,dann Hauptgericht,alles sehr Schmackhaft.Postenverpflegung war auch immer OK.Bohnenkaffee natürlich aus eigener Tasche,öfters Knacker,welche dann über der Spiritustablette "gegrillt" wurde,nur deshalb musste ja auch immer die AK mitgeführt werden
Früchte waren auch oft dabei.Man musste ja auch die Truppe bei Laune halten,nicht das sie zum Frühstück rüber zum BGS sind.


Ja, genau, so war die Verpflegung auch bei uns 1975 in Kaltenwestheim.
Nicht zu vergessen der Komplektetag ,
bliebt war das Schmalzfleisch in der Büchse !


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#180

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 10.03.2013 11:58
von OlsenWeilrode | 191 Beiträge

Nur mal nebenbei:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hängolin

HG 82/I
Olsen



edit Admin Rainman2 - Link korrigiert


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zuletzt bearbeitet 10.03.2013 18:51 | nach oben springen


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