#141

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 22.01.2013 19:11
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #123
gut genährt kann man sagen aber mit einen ideal gewicht von dem ich heute nur träumen kann. wäre froh wen ich 89 kilo hätte kann mir vieleicht einer eine gute diät enpfehlen frank


ja, ganz einfach , du musst weniger essen, als dein Körper täglich Kalorien verbrennt. Das Ganze am besten unterstützen mit viel Bewegung und sportlichen Aktivitäten ( Laufen, Radfahren, Schwimmen, Walking )
Tabellen über Kaloriengehalt von Lebensmittel findest du im Internet jede Menge, ebenso Rechenmodelle dafür, was dein Körper an Kalorien täglich verbraucht. Der Rest ist Disziplin und ein bischen Rechen- und Planungsarbeit. Der Volksmund hat recht mit der Formel FdH, iss die Hälfte.
( Alkohol ganz weg lassen, hat jede Menge Kalorien , viel Wasser trinken ) Wenn du das einhältst, gehts ganz kontinuierlich auf der Waage runter.


.
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#142

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 22.01.2013 19:37
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von StabPL im Beitrag #136
Bei uns im GAR-7 mussten die Berufssoldaten und Offiziere das Essen bezahlen,
man kann es bestimmt nicht mit dem Essen in einer GK vergleichen.
StabPL

Na am Kanten gabs die Nahrung auch nicht gratis. Da kam der LdK immer mit diesem Strichlistenbuch (hieß das eigentlich wirklich so?) angedackelt, schlimmer hinter der Kohle her wie der Teufel hinterm Weihwasser oder so. Anderseits hatte der ja kaum eine (kaum eine wird abgekürzt zu keine) andere Chance. Ich hab mir nur die Urlaube 'auszahlen' lassen, aber ein paar von den Berufssoldaten (und da waren auch Offiziere mit bei *wink*) haben da eine Kunst drausgemacht, sich eine Mahlzeit 'gratis' zu ergaunern, peinlich irgendwie.
Zweites Frühstück (jaaaaa, das 'berühmte' Schnitzel mit Ei) war übrigens immer (und zwar unabhängig davon, ob der Längerstdienende an der Truppenverpflegung teilnahm), also immer zu löhnen wie auch der Kaffee, Kännchen 'ne Mark.

Ein Wissender hat hier mal bissel Wissen gebunkert.

P.S: kuhle Signatur @Gert
Aber der andere Spruch aus der selben Quelle kommt irgendwie noch 'knackiger' ... http://www.zitate-welt.com/zitat-themen/982-sozialismus.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 22.01.2013 19:48 | nach oben springen

#143

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 22.01.2013 20:06
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Die Postenverpflegung wollten wir nicht die ganze Schuicht mit uns rumtragen. Wir hatten vorwiegend Waldabschnitte (Niederneuendorf b. Hennigsdorf). Also gut eingewickelt und unter einem Baum gelegt mit kräftigem Ast darauf. Aber es gibt ja auch noch die ganz kleinen Raubtiere. So kam es öfter vor, daß das Paket von Ameisen wimmelte. Ausgepackt, in der Dunkelheit bei Taschenlampe so gut es geht die Tierchen runter gewischt und weggepustet, aber wenn es bei einem Biß mal etwas knacke und etwas anders schmeckte, wußten wir, was wir mitgegessen hatten. Probleme hatten wir mit dieser Fleischzulage nicht.



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#144

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 22.01.2013 20:08
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von StabPL im Beitrag #139
Welche Fragen wären denn angenehmer???
Wenn man die Grenzkompanie als die richtige GT betrachtet und einen Stab im GAR als weit im Hinterland,
dann stimmt es.
1. Hatten wir andere Aufgaben zu erfüllen.
2. Hat es mich oersönlich und vielleicht auch vielen anderen im Stab nicht interessiert, wie es an der Linie aussieht.
3. Ein Nachfragen über den Zustand in einer Gk, hätte bestimmt auch andere Fragen nach sich gezogen.
"Jeder hatte nur das zu Wissen, was er zur Erfüllung seiner Aufgabe benötigt!
Revolutionäre Wachsamkeit!!!
StabPL


Editiert weil falsches Thema


zuletzt bearbeitet 23.01.2013 08:19 | nach oben springen

#145

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 23.01.2013 22:45
von kassberg | 91 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #141
Zitat von schulzi im Beitrag #123
gut genährt kann man sagen aber mit einen ideal gewicht von dem ich heute nur träumen kann. wäre froh wen ich 89 kilo hätte kann mir vieleicht einer eine gute diät enpfehlen frank


ja, ganz einfach , du musst weniger essen, als dein Körper täglich Kalorien verbrennt. Das Ganze am besten unterstützen mit viel Bewegung und sportlichen Aktivitäten ( Laufen, Radfahren, Schwimmen, Walking )
Tabellen über Kaloriengehalt von Lebensmittel findest du im Internet jede Menge, ebenso Rechenmodelle dafür, was dein Körper an Kalorien täglich verbraucht. Der Rest ist Disziplin und ein bischen Rechen- und Planungsarbeit. Der Volksmund hat recht mit der Formel FdH, iss die Hälfte.
( Alkohol ganz weg lassen, hat jede Menge Kalorien , viel Wasser trinken ) Wenn du das einhältst, gehts ganz kontinuierlich auf der Waage runter.




Viel mehr gibts zum Thema eigentlich nicht zu sagen.

Vor Jahren wurden in einem englischen Zoo ein paar Übergewichtige eingesperrt und sie bekamen das Essen, was die Affen auch bekamen : 5kg Obst und Gemüse pro Tag und Wasser (Die Menge schafften sie nicht) .
Die Probanden nahmen natürlich ordentlich ab und auch das Blutbild verbesserte sich erheblich.

Ein anderer Engländer hat ein halbes Jahr nur seine geliebten "baked beans" mit Toast gegessen. Ergebnis : Gewichtsabnahme . Als er das Toastbrot wegließ, hörten nach eigener Aussage auch die Blähungen auf. Obwohl die Diät sehr einseitig und wohl nicht zu empfehlen ist, kann ich mir das schon vorstellen: Hülsenfrüchte enthalten hochwertiges Eiweiß und haben einen niedrigen glykämischen Index.

Probieren kann man auch mal die Glyx - Diät (auch nicht unumstritten). Vereinfacht ausgedrückt muss man Croissants meiden und Pumpernickel bevorzugen , weil Erstere den Blutzucker zu schnell erhöhen und man schnell wieder Hunger bekommt. Wer mehr wissen will , befragt einfach mal ne bekannte Suchmaschine oder ne kompetente Frau, die wissen das meistens auch.



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#146

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 16:20
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #23


Keine Ahnung wie dies in großen Standorten abgelaufen ist - in einer GK war dies eher selten möglich da war es etwas familiärer und somit überschaubarer. Berufssoldaten welche nicht kaserniert untergebracht waren, mußten Ihr Essen bezahlen - natürlich in den DDR üblichen Preisen für Gemeinschaftsverpflegung. War in den ersten Jahren sicher nicht so geregelt, aber ab den 1980er Jahren war diese Regelung.
Ich kann mich auch erinnern das es mit dem Bohnenkaffee immer mal ein paar Probleme gab - dieser wurde ja in nicht unerheblichen Mengen in einer GK konsumiert und gehörte außer bei "Festtagen" nicht zum normalen Sortiment der Küche. Die mit der Kaffeekasse erwirtschafteten Gewinne waren ebenso wie die dazu nötige "schwarze Kasse" verboten. Eine offengelegte Bereicherung in unserer GK führte zur Entlassung des Fourier, wimre mit herabsetzung im Dienstgrad.

Mike59



Mal ein Fräglein, lese öfters mal was vom Fourier, ist das eine modernausländische Ausdrucksweise oder wurde dieser Begriff bei den Grenztruppen offiziell benutzt?
Wir wurden immer nur zum Küchenleiter (umganssprachlich Bulle) zum Kartoffelschälen geschickt.
Auch beim Schirrmeister hab ich leichte Zweifel die gab es doch in der Wehrmacht, oder?
War auch MKF aber so durften wir den TA glaube ich nicht nennen.


zuletzt bearbeitet 29.01.2013 16:38 | nach oben springen

#147

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 16:40
von Rainman2 | 5.757 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #146
... Mal ein Fräglein, lese öfters mal was vom Fourier, ist das eine modernausländische Ausdrucksweise oder wurde dieser Begriff bei den Grenztruppen offiziell benutzt?
Wir wurden immer nur zum Küchenleiter (umganssprachlich Bulle) zum Kartoffelschälen geschickt.
Auch beim Schirrmeister hab ich leichte Zweifel die gab es doch nur in der Wehrmacht, oder?


Hallo Grenzwolf,

Der Fourier war der Typ, der für die Fourage (ursprünglich mal der Ausdruck für das Pferdefutter) zuständig war. Der Begriff wurde sogar eingedeutscht (Furier) und im Begriff auf die gesamte Verpflegung erweitert. Im Normalfall war es bei uns die laxe Bezeichnung für den Küchenleiter. Aber auch der Offizier für Verpflegung des Regiments und sein Stellvertreter für Beschaffung konnten mit dieser Bezeichnung gemeint sein.

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


jecki09 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#148

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 16:42
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Rainman2 im Beitrag #147
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #146
... Mal ein Fräglein, lese öfters mal was vom Fourier, ist das eine modernausländische Ausdrucksweise oder wurde dieser Begriff bei den Grenztruppen offiziell benutzt?
Wir wurden immer nur zum Küchenleiter (umganssprachlich Bulle) zum Kartoffelschälen geschickt.
Auch beim Schirrmeister hab ich leichte Zweifel die gab es doch nur in der Wehrmacht, oder?


Hallo Grenzwolf,

Der Fourier war der Typ, der für die Fourage (ursprünglich mal der Ausdruck für das Pferdefutter) zuständig war. Der Begriff wurde sogar eingedeutscht (Furier) und im Begriff auf die gesamte Verpflegung erweitert. Im Normalfall war es bei uns die laxe Bezeichnung für den Küchenleiter. Aber auch der Offizier für Verpflegung des Regiments und sein Stellvertreter für Beschaffung konnten mit dieser Bezeichnung gemeint sein.

Ciao Rainman


Danke Rainman, ich meinte offiziell wurden diese Bezeichnungen aber nicht verwendet?


zuletzt bearbeitet 29.01.2013 16:47 | nach oben springen

#149

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 16:53
von Rainman2 | 5.757 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #148
Zitat von Rainman2 im Beitrag #147
... Der Fourier ... Im Normalfall war es bei uns die laxe Bezeichnung für den Küchenleiter. Aber auch der Offizier für Verpflegung des Regiments und sein Stellvertreter für Beschaffung konnten mit dieser Bezeichnung gemeint sein. ...


Danke, ich meinte offiziell wurden diese Bezeichnungen aber nicht verwendet?


Nein, im Verpflegungsbereich war die fachliche Hierarchie:
Stellvertreter Kdr. GR für Rückwärtige Dienste
Offizier für Verpflegung
Stellvertreter Offz.f.Verpfl. Offizier Beschaffung
Hauptfeldwebel
Küchenleiter
Stellvertreter Küchenleiter (i.d.R. nur Stabsküche)
Koch/Köchin
Beikoch/Beiköchin

Das waren auch die mir erinnerlichen offiziellen Bezeichnungen.

Ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#150

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 19:54
von PF75 | 3.292 Beiträge

[quote=Grenzwolf62



Mal ein Fräglein, lese öfters mal was vom Fourier, ist das eine modernausländische Ausdrucksweise oder wurde dieser Begriff bei den Grenztruppen offiziell benutzt?
Wir wurden immer nur zum Küchenleiter (umganssprachlich Bulle) zum Kartoffelschälen geschickt.
Auch beim Schirrmeister hab ich leichte Zweifel die gab es doch in der Wehrmacht, oder?
War auch MKF aber so durften wir den TA glaube ich nicht nennen.
[/quote]


Also zu meiner GT-zeit 75-76 gabs den Begriff Schirrmeister meiner meinung nach offiziell auf der GK (war ein BU ),TA war ja ein Offizier vom Batt. oder Reg.


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#151

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 20:23
von jecki09 | 422 Beiträge

Der Schirrmeister (Abk. SchirrMstr) einer Kompanie, eines Bataillons oder eines Regimentes ist ein ausgebildeter Kfz-Meister,

Hat also nichts mit dem Küchenchef zu tun.

2. Korrektur: Teile gelöscht durch jecki09.


zuletzt bearbeitet 29.01.2013 21:13 | nach oben springen

#152

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 20:55
von 94 | 10.792 Beiträge

Schöne Liste @Rainman2, danke. Aber der Beikoch und die Köchin, das war jetzt nur wegen der Polcorrectness, odär?
Koch war doch immer ein GDWler und einen Beikoch als Zivilbeschäftigter auf einer GK? Gloobsch itzo ma ni ...

Und @jecki09, ich meinte mehr ein Hauptfeld und der Techniker in Personalunion, also das globsch jetzt och ma ni *wink*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 29.01.2013 20:55 | nach oben springen

#153

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 20:57
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #151
Der Schirrmeister (Abk. SchirrMstr) einer Kompanie, eines Bataillons oder eines Regimentes ist ein ausgebildeter Kfz-Meister, meistens in der Dienststellung eines Hauptfeldwebels.

Hat also nichts mit dem Küchenchef zu tun.

Korrektur Dienstgrad in Dienststellung durch Jecki09 nach info über Grenzradio 911


Da es ein Laufbahnabzeichen für Schirrmeister gab war die Bezeichnung wohl gem. DV üblich. Hab im Internet auch gesehen das es Handbücher für Schirrmeister gab.
Nebenbei war der Hauptfeldwebel der Spieß und das war eine Dienststellung und kein Dienstgrad. Jedenfalls in der NVA. War anfänglich ein BU später ein Fähnrich (in der Dienstgradgruppe)

Angefügte Bilder:
DownloadedFile.jpeg

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#154

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 21:01
von Mike59 | 7.945 Beiträge

[quote=94|p229308]Schöne Liste @Rainman2, danke. Aber der Beikoch und die Köchin, das war jetzt nur wegen der Polcorrectness, odär?
Koch war doch immer ein GDWler und einen Beikoch als Zivilbeschäftigter auf einer GK? Gloobsch itzo ma ni ...

Nee - 94 das ist nicht ganz korrekt. Die Zivilen waren Köche, die GWDler Bei- bzw Einsatzköche genau so wie die UaZ welche es in den Küchen gab.


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#155

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 21:07
von 94 | 10.792 Beiträge

Hmm, biste Dir da sicher? War nicht in Abwesenheit des Hfw. und des LdK (sollte nicht vorkommen, aber kam mal vor) ein GWDler der fachliche Vorgesetzte (nicht der disziplinarische !) von Zivilisten?
Könnte mal ein Koch hier eine klare Brühe reichen?


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#156

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 29.01.2013 21:35
von Rainman2 | 5.757 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #155
Hmm, biste Dir da sicher? War nicht in Abwesenheit des Hfw. und des LdK (sollte nicht vorkommen, aber kam mal vor) ein GWDler der fachliche Vorgesetzte (nicht der disziplinarische !) von Zivilisten?
Könnte mal ein Koch hier eine klare Brühe reichen?

Hallo 94,

ich war zwar kein Koch, sondern nur Leiter eines Küchenkollektives, und klare Brühe ist gar nicht so leicht, aber ich versuch's mal. Koch oder Beikoch hing nicht davon ab, ob einer Uniform anhatte oder Zivilbeschäftigter war, sondern von der Qualifikation. Richtig ist, dass ein Soldat/Gefreiter mit der Qualifikation Koch in der Regel als Stellvertreter des Küchenleiters agierte, so wie Du es geschildert hast. Er hatte die Schlüsselgewalt und konnte auch die Anweisungen des Küchenleiters bzw. Hauptfeldwebels durchsetzen. Waren beide nicht verfügbar wurde vom Regiment verstärkt unterstützt, in der Regel durch den Offizier für Beschaffung, der dann mit der Auslieferung von Produkten auf die Kompanie kam, um die Essenplanung und die Kalkulation mit zu machen.

In unserer Kompanie war aber auch ein Zivilbeschäftigter als Koch und das war der vorherige Küchenleiter, der seine 10 Jahre abgedient hatte und im Ort und der Kompanie bleiben wollte. Also wenn da ein Soldat versuchte, ihm eine Weisung zu geben ... Ebenso konnten auch Soldaten zeitweilig als Beiköche eingesetzt werden. Das geschah selten, war aber dann möglich, wenn der entsprechende Soldat zu nichts anderem eingesetzt werden konnte und durch die Hygieneprüfung bestätigt worden war (keine ansteckenden Krankheiten etc.). Auch in der Stabsküche unterschieden wir zwischen Köchinnen und Beiköchinnen, je nach Qualifikation.

ciao Rainman


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#157

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 10.02.2013 18:37
von StabPL | 456 Beiträge

Den Begriff Beiköchin gab es bei uns im GAR-7 auch, es war eine bessere Bezeichnung für Hilfsköchin.
Diesen Unterschied gab es nicht nur in der Bezeichnung Köchin und Beiköchin, sondern auch in der Bezahlung.
StabPL



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#158

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 10.02.2013 18:42
von schulzi | 1.757 Beiträge

stimmt den der koch war facharbeiter oder hatte eine ähnliche qualifiktion und der beikoch ungelernt


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#159

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 10.02.2013 19:19
von Rainman2 | 5.757 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #158
stimmt den der koch war facharbeiter oder hatte eine ähnliche qualifiktion und der beikoch ungelernt

Viele der Beiköchinnen waren Frauen von Berufssoldaten. Eigentlich waren sie in anderen Berufen qualifiziert, hatten zum Teil auch studiert, um dann in einer Grenzkompanie die Kartoffeln zu kochen. Manchmal fehlte dann auch die für eine Küche notwendige Liebe zum Beruf. Für mich war das durchaus nachvollziehbar wenngleich man es im Interesse der Truppe nicht entschuldigen konnte. Leider gab es da einiges Konfliktpotential.

Ciao Rainman


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#160

RE: Was gab es zu Essen und zu Trinken in der GK?

in Grenztruppen der DDR 10.02.2013 19:54
von zweedi04 | 374 Beiträge

Also, meine Schwiegermutter war Beiköchin in der GK und nachdem mein Schwiegervater zum GR versetzt wurde Beiköchin im Regiment. Dort hat sie dann in der Erwachsenenqualifizierung ihren Facharbeiter als Koch gemacht und war dann Köchin im Regiment und hat dadurch auch mehr Geld verdient.

PS. Sie war eine sehr gute Köchin und auch sehr beliebt.


Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"
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