#21

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 24.11.2012 19:13
von jecki09 | 422 Beiträge

ich glaube vom Anblick allein, dass das keine echten Stücke sind.
Die Wandstärke des Materials scheint etwas dünn zu sein. Auch scheint mir das Matreial bis zur Bewährung etwas dünn.
Aber nur am Bild ist eine richtige Aussage schlecht möglich.


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#22

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 24.11.2012 21:49
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

In der DDR, benutzte man nach meinen Erinnerungen beim betonieren viel Weisskalk, der war billiger (oder nicht so kostbar) als Zusatz, als mehr Zement, Zement wurde viel exportiert.
Betonteile aus der DDR waren deshalb oft etwas heller, oft auch weniger haltbar wegen dem fehlenden Zement.
Bin zwar nun kein Baustoffexperte und weis auch nicht ob das zur Zeit des Mauerbaus auch schon so war, und ob die Mauerteile eine andere Güte hatten, aber die Betonfarbe kann ein wichtiges Indiz sein.
Das Bild unten rechts macht einen scheinbar hellen Beton sichtbar, ich würde das Teil deswegen als echt einstufen, ohne Garantie.
Eventuell mal an der Farbe kratzen wenn das möglich ist.
Farbe die ja nun mittlerweile über 22 Jahre alt sein müsste, sollte so trocken sein das sie beim kratzen entsprechend abplatzt, sofern sie dick genug drauf ist.


Eigentlich ist das alles Hehlerware und Volkseigentum.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#23

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 24.11.2012 21:59
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Also die Dicke der Mauer wie auf den Bildern in #19 kommt mir nicht zu dünn vor. Mein Stück, was ich selbst rausgeklopft hatte, scheint auch nicht dicker und da stahlarmiert, hält auch eine solche Mauer allerhand Belastung aus, auch einen Durchbruchsversuch mit LKW, meine ich. Anders wäre es vielleicht, wenn ein kräftiges Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit die Mauer rammen würde. Aber wo sollten dort hohe Geschwindigkeiten entwickelt werden ? Auch mal sehen, ob sich Spuren der Farbe nicht auch auf der Bruchfläche befinden. Das würde auf nachträgliches Auftragen der Farbe schließen.
Weiß jemand, auf welcher Polymerbasis vor 1989 sprühfähiger Farbstoff in der BRD hergestellt wurde ? War es Nitrolack, dann müßte er heute noch mit Ester (z.B. Ethylacetat) auflösbar sein. Bei Alkydharzfarbe sicher nicht.



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#24

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 24.11.2012 22:10
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

"Original-DDR Mauer" wird nicht knapp werden. Bauschutt fällt ständig irgendwo in großen Mengen an. Wenn jemand einen Abnehmer hat , ich könnte preiswert Wolfsschanze liefern, auch in größeren Mengen. (nur gegen Vorkasse)


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#25

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 00:12
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #24
"Original-DDR Mauer" wird nicht knapp werden. Bauschutt fällt ständig irgendwo in großen Mengen an. Wenn jemand einen Abnehmer hat , ich könnte preiswert Wolfsschanze liefern, auch in größeren Mengen. (nur gegen Vorkasse)

Seit wann arbeitest du bei der staatlichen, polnischen Liegenschaftsverwaltung?
http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...t-a-809777.html
Theo


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#26

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 00:32
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Keine Angst, mit den Papieren das geht schon klar. Mit Echtheitszertifikat und Exportgenehmigung. Die PO- Truppe von Tusk würde die eigene Großmutter verkaufen, wenn der Preis stimmt. Kein Wunder bei Polens Handelsdefizit. Über eine CIA-Folterbude in der gleichen Gegend , könnte man bei ernsthaftem Interesse auch reden. Flugplatznähe und mit Tradition.


zuletzt bearbeitet 25.11.2012 00:38 | nach oben springen

#27

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 08:25
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #22
In der DDR, benutzte man nach meinen Erinnerungen beim betonieren viel Weisskalk, der war billiger (oder nicht so kostbar) als Zusatz, als mehr Zement, Zement wurde viel exportiert.
Betonteile aus der DDR waren deshalb oft etwas heller, oft auch weniger haltbar wegen dem fehlenden Zement.
Bin zwar nun kein Baustoffexperte und weis auch nicht ob das zur Zeit des Mauerbaus auch schon so war, und ob die Mauerteile eine andere Güte hatten, aber die Betonfarbe kann ein wichtiges Indiz sein.
Das Bild unten rechts macht einen scheinbar hellen Beton sichtbar, ich würde das Teil deswegen als echt einstufen, ohne Garantie.
Eventuell mal an der Farbe kratzen wenn das möglich ist.
Farbe die ja nun mittlerweile über 22 Jahre alt sein müsste, sollte so trocken sein das sie beim kratzen entsprechend abplatzt, sofern sie dick genug drauf ist.


Eigentlich ist das alles Hehlerware und Volkseigentum.




Kalk im Beton ? Geht nicht, Beton wird nur mit Zement angerührt. Die Farbe des Betons wird auch vom Zement bestimmt, es gibt sehr helle Zementsorten und dunkle Zementsorten. Sehr heller Beton kann auch auf geringe Mengen Zementzugabe hindeuten. Ich glaube das letztere war wohl der Grund, wegen des Zementmangels in der DDR. Die Teile hatten ja nichts auszuhalten, obendrein waren sie mit Baustahlmatten armiert, was eine zusätzliche Festigkeit ergibt, also konnte man geringstmögliche Zementbeimischung wählen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
LO-Wahnsinn und utkieker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 12:00
von Telli | 38 Beiträge

Ich weiß dass mein Stück dass ich habe echt ist, weil ich es mir beim Dienst am Potsdamer Platz selbst abgepickert hat.
Es ruht jetzt im "Gängertuch" im einer Schublade.

mfG
Telli


Mit freundlichen Grüßen

Telli


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#29

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 13:41
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #27
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #22
In der DDR, benutzte man nach meinen Erinnerungen beim betonieren viel Weisskalk, der war billiger (oder nicht so kostbar) als Zusatz, als mehr Zement, Zement wurde viel exportiert.
Betonteile aus der DDR waren deshalb oft etwas heller, oft auch weniger haltbar wegen dem fehlenden Zement.
Bin zwar nun kein Baustoffexperte und weis auch nicht ob das zur Zeit des Mauerbaus auch schon so war, und ob die Mauerteile eine andere Güte hatten, aber die Betonfarbe kann ein wichtiges Indiz sein.
Das Bild unten rechts macht einen scheinbar hellen Beton sichtbar, ich würde das Teil deswegen als echt einstufen, ohne Garantie.
Eventuell mal an der Farbe kratzen wenn das möglich ist.
Farbe die ja nun mittlerweile über 22 Jahre alt sein müsste, sollte so trocken sein das sie beim kratzen entsprechend abplatzt, sofern sie dick genug drauf ist.


Eigentlich ist das alles Hehlerware und Volkseigentum.




Kalk im Beton ? Geht nicht, Beton wird nur mit Zement angerührt. Die Farbe des Betons wird auch vom Zement bestimmt, es gibt sehr helle Zementsorten und dunkle Zementsorten. Sehr heller Beton kann auch auf geringe Mengen Zementzugabe hindeuten. Ich glaube das letztere war wohl der Grund, wegen des Zementmangels in der DDR. Die Teile hatten ja nichts auszuhalten, obendrein waren sie mit Baustahlmatten armiert, was eine zusätzliche Festigkeit ergibt, also konnte man geringstmögliche Zementbeimischung wählen.





Danke Gert,
wie gesagt ich bin kein Baustoffprofi, und als ich das letztemal ne Schippe in der Hand hatte, da war ich irgendwo zwischen 10-15 Jahre alt und das war im privatem Bereich beim Bau der Datscha.
Dann war es wohl so wie Du sagst, dann hab ich den hellen Zement wohl als Kalk betrachtet.
Aber wozu nutzte man nun Kalk?
Ich kann mich erinnern, dass mein Vater beim bauen unserer Datscha, neben dem Mischer immer Sand, Zement und auch Kalk liegen hatte.

Na einen Nutzungszweck für Kalk kenne ich, den macht mir keiner streitig, ins Scheisshaus auf der Ranch damit es nicht so "muchelt" wenn man keine Wassertoilette hatte.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#30

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 13:55
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #29
Zitat von Gert im Beitrag #27
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #22
In der DDR, benutzte man nach meinen Erinnerungen beim betonieren viel Weisskalk, der war billiger (oder nicht so kostbar) als Zusatz, als mehr Zement, Zement wurde viel exportiert.
Betonteile aus der DDR waren deshalb oft etwas heller, oft auch weniger haltbar wegen dem fehlenden Zement.
Bin zwar nun kein Baustoffexperte und weis auch nicht ob das zur Zeit des Mauerbaus auch schon so war, und ob die Mauerteile eine andere Güte hatten, aber die Betonfarbe kann ein wichtiges Indiz sein.
Das Bild unten rechts macht einen scheinbar hellen Beton sichtbar, ich würde das Teil deswegen als echt einstufen, ohne Garantie.
Eventuell mal an der Farbe kratzen wenn das möglich ist.
Farbe die ja nun mittlerweile über 22 Jahre alt sein müsste, sollte so trocken sein das sie beim kratzen entsprechend abplatzt, sofern sie dick genug drauf ist.


Eigentlich ist das alles Hehlerware und Volkseigentum.




Kalk im Beton ? Geht nicht, Beton wird nur mit Zement angerührt. Die Farbe des Betons wird auch vom Zement bestimmt, es gibt sehr helle Zementsorten und dunkle Zementsorten. Sehr heller Beton kann auch auf geringe Mengen Zementzugabe hindeuten. Ich glaube das letztere war wohl der Grund, wegen des Zementmangels in der DDR. Die Teile hatten ja nichts auszuhalten, obendrein waren sie mit Baustahlmatten armiert, was eine zusätzliche Festigkeit ergibt, also konnte man geringstmögliche Zementbeimischung wählen.





Danke Gert,
wie gesagt ich bin kein Baustoffprofi, und als ich das letztemal ne Schippe in der Hand hatte, da war ich irgendwo zwischen 10-15 Jahre alt und das war im privatem Bereich beim Bau der Datscha.
Dann war es wohl so wie Du sagst, dann hab ich den hellen Zement wohl als Kalk betrachtet.
Aber wozu nutzte man nun Kalk?
Ich kann mich erinnern, dass mein Vater beim bauen unserer Datscha, neben dem Mischer immer Sand, Zement und auch Kalk liegen hatte.

Na einen Nutzungszweck für Kalk kenne ich, den macht mir keiner streitig, ins Scheisshaus auf der Ranch damit es nicht so "muchelt" wenn man keine Wassertoilette hatte.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag



Ich glaube, normaler Kalk, also CaCO³, wird da nicht viel helfen. Da brauchst Du eher Kalkhydrat, also genau genommen Ca(OH)², der beim Herstellen von Acetylen aus Carbid entsteht. Das fiel früher viel an und wurde als Zementersatz oder zum Strecken verwendet, wenn n icht genug Zement zur verfügung stand. Dieser sog. "Löschkalk" reagiert langsam mit dem Kohlendioxid der Luft zu richtigen Kalk und dieser Löschkalk tötet Bakterien eher ab.



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#31

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 18:55
von utkieker | 2.915 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #27
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #22
In der DDR, benutzte man nach meinen Erinnerungen beim betonieren viel Weisskalk, der war billiger (oder nicht so kostbar) als Zusatz, als mehr Zement, Zement wurde viel exportiert.
Betonteile aus der DDR waren deshalb oft etwas heller, oft auch weniger haltbar wegen dem fehlenden Zement.
Bin zwar nun kein Baustoffexperte und weis auch nicht ob das zur Zeit des Mauerbaus auch schon so war, und ob die Mauerteile eine andere Güte hatten, aber die Betonfarbe kann ein wichtiges Indiz sein.
Das Bild unten rechts macht einen scheinbar hellen Beton sichtbar, ich würde das Teil deswegen als echt einstufen, ohne Garantie.
Eventuell mal an der Farbe kratzen wenn das möglich ist.
Farbe die ja nun mittlerweile über 22 Jahre alt sein müsste, sollte so trocken sein das sie beim kratzen entsprechend abplatzt, sofern sie dick genug drauf ist.


Eigentlich ist das alles Hehlerware und Volkseigentum.




Kalk im Beton ? Geht nicht, Beton wird nur mit Zement angerührt. Die Farbe des Betons wird auch vom Zement bestimmt, es gibt sehr helle Zementsorten und dunkle Zementsorten. Sehr heller Beton kann auch auf geringe Mengen Zementzugabe hindeuten. Ich glaube das letztere war wohl der Grund, wegen des Zementmangels in der DDR. Die Teile hatten ja nichts auszuhalten, obendrein waren sie mit Baustahlmatten armiert, was eine zusätzliche Festigkeit ergibt, also konnte man geringstmögliche Zementbeimischung wählen.




Hallo Gert,

Es ist durchaus richtig, daß Beton aus Zement hergestellt wird. Gestatte mir aber noch einige Anmerkungen! Zur Ehrenrettung von LO-Wahnsinn ist Zement ein hochhydraulischer Kalk mit gezielt zugegebenen Zumahlstoffen. Kurz nach Ende des Krieges und bis weit in die 1950er Jahre wurde aus Ermangelung geeigneter Baustoffe, Beton mit sogenannten Mischbindern hergestellt, hat sich aber für die Betonproduktion nicht durchgesetzt und ist überdies heute nur noch in unbewehrten Beton statthaft.
Zement und Anmachwasser bilden die Matrix um das Gefüge der Zuschlagstoffe stabil zu halten. Die Festigkeit des Betons wird im Wesentlichen von den Zuschlagstoffen (Sand, Kies, Split, Schotter u. a.) bestimmt. Beton kann zwar im hohen Maße Druckkräfte aufnehmen, für anfallende Zugkräfte und Biegemomente wird eine Armierung erforderlich. Für die Betonelemente die zum Bau der "Mauer" eingesetzt wurden, wurde Transportbewehrung eingesetzt, im verbauten Zustand fiel so gut wie keine nennenswerte Zugspannung auf.
Die Farbgebung des Betons hängt nicht so sehr von der Masse des verbauten Zements ab sondern von der Färbung des Zuschlagstoffes. Gegebenfalls kann auch durch Zugabe geeigneter Pigmente (z. B. Kreide oder Rußpartikel), die Farbgebung gezielt beeinflußt werden.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 25.11.2012 19:00 | nach oben springen

#32

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 19:02
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #31
Zitat von Gert im Beitrag #27
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #22
In der DDR, benutzte man nach meinen Erinnerungen beim betonieren viel Weisskalk, der war billiger (oder nicht so kostbar) als Zusatz, als mehr Zement, Zement wurde viel exportiert.
Betonteile aus der DDR waren deshalb oft etwas heller, oft auch weniger haltbar wegen dem fehlenden Zement.
Bin zwar nun kein Baustoffexperte und weis auch nicht ob das zur Zeit des Mauerbaus auch schon so war, und ob die Mauerteile eine andere Güte hatten, aber die Betonfarbe kann ein wichtiges Indiz sein.
Das Bild unten rechts macht einen scheinbar hellen Beton sichtbar, ich würde das Teil deswegen als echt einstufen, ohne Garantie.
Eventuell mal an der Farbe kratzen wenn das möglich ist.
Farbe die ja nun mittlerweile über 22 Jahre alt sein müsste, sollte so trocken sein das sie beim kratzen entsprechend abplatzt, sofern sie dick genug drauf ist.


Eigentlich ist das alles Hehlerware und Volkseigentum.




Kalk im Beton ? Geht nicht, Beton wird nur mit Zement angerührt. Die Farbe des Betons wird auch vom Zement bestimmt, es gibt sehr helle Zementsorten und dunkle Zementsorten. Sehr heller Beton kann auch auf geringe Mengen Zementzugabe hindeuten. Ich glaube das letztere war wohl der Grund, wegen des Zementmangels in der DDR. Die Teile hatten ja nichts auszuhalten, obendrein waren sie mit Baustahlmatten armiert, was eine zusätzliche Festigkeit ergibt, also konnte man geringstmögliche Zementbeimischung wählen.




Hallo Gert,

Es ist durchaus richtig, daß Beton aus Zement hergestellt wird. Gestatte mir aber noch einige Anmerkungen! Zur Ehrenrettung von LO-Wahnsinn ist Zement ein hochhydraulischer Kalk mit gezielt zugegebenen Zumahlstoffen. Kurz nach Ende des Krieges und bis weit in die 1950er Jahre wurde aus Ermangelung geeigneter Baustoffe, Beton mit sogenannten Mischbindern hergestellt, hat sich aber für die Betonproduktion nicht durchgesetzt und ist überdies heute nur noch in unbewehrten Beton statthaft.
Zement und Anmachwasser bilden die Matrix um das Gefüge der Zuschlagstoffe stabil zu halten. Die Festigkeit des Betons wird im Wesentlichen von den Zuschlagstoffen (Sand, Kies, Split, Schotter u. a.) bestimmt. Beton kann zwar im hohen Maße Druckkräfte aufnehmen, für anfallende Zugkräfte und Biegemomente wird eine Armierung erforderlich. Für die Betonelemente die zum Bau der "Mauer" eingesetzt wurden, wurde Transportbewehrung eingesetzt, im verbauten Zustand fiel so gut wie keine nennenswerte Zugspannung auf.
Die Farbgebung des Betons hängt nicht so sehr von der Masse des verbauten Zements ab sondern von der Färbung des Zuschlagstoffes. Gegebenfalls kann auch durch Zugabe geeigneter Pigmente (z. B. Kreide oder Rußpartikel), die Farbgebung gezielt beeinflußt werden.

Gruß Hartmut!



Nur mal kurz in eigener Sache. habe noch ca. 50,-kg Fe-Oxisrot hier stehen. Super geeignet, Beton, Fugenmörtel u.ä. rotbraun einzufärben. Bei Bedarf bitte melden.



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#33

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 19:34
von utkieker | 2.915 Beiträge

Hallo Dore,

Solche rötlichen Fugen waren m. E. ein Modetrend der 1980er Jahre besonders bei hellen Fliesen, Kacheln und beim Ofenbau. Wer weiß vieleicht wird es mal wieder Mode.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#34

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 21:26
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #29
Zitat von Gert im Beitrag #27
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #22
In der DDR, benutzte man nach meinen Erinnerungen beim betonieren viel Weisskalk, der war billiger (oder nicht so kostbar) als Zusatz, als mehr Zement, Zement wurde viel exportiert.
Betonteile aus der DDR waren deshalb oft etwas heller, oft auch weniger haltbar wegen dem fehlenden Zement.
Bin zwar nun kein Baustoffexperte und weis auch nicht ob das zur Zeit des Mauerbaus auch schon so war, und ob die Mauerteile eine andere Güte hatten, aber die Betonfarbe kann ein wichtiges Indiz sein.
Das Bild unten rechts macht einen scheinbar hellen Beton sichtbar, ich würde das Teil deswegen als echt einstufen, ohne Garantie.
Eventuell mal an der Farbe kratzen wenn das möglich ist.
Farbe die ja nun mittlerweile über 22 Jahre alt sein müsste, sollte so trocken sein das sie beim kratzen entsprechend abplatzt, sofern sie dick genug drauf ist.


Eigentlich ist das alles Hehlerware und Volkseigentum.




Kalk im Beton ? Geht nicht, Beton wird nur mit Zement angerührt. Die Farbe des Betons wird auch vom Zement bestimmt, es gibt sehr helle Zementsorten und dunkle Zementsorten. Sehr heller Beton kann auch auf geringe Mengen Zementzugabe hindeuten. Ich glaube das letztere war wohl der Grund, wegen des Zementmangels in der DDR. Die Teile hatten ja nichts auszuhalten, obendrein waren sie mit Baustahlmatten armiert, was eine zusätzliche Festigkeit ergibt, also konnte man geringstmögliche Zementbeimischung wählen.





Danke Gert,
wie gesagt ich bin kein Baustoffprofi, und als ich das letztemal ne Schippe in der Hand hatte, da war ich irgendwo zwischen 10-15 Jahre alt und das war im privatem Bereich beim Bau der Datscha.
Dann war es wohl so wie Du sagst, dann hab ich den hellen Zement wohl als Kalk betrachtet.
Aber wozu nutzte man nun Kalk?
Ich kann mich erinnern, dass mein Vater beim bauen unserer Datscha, neben dem Mischer immer Sand, Zement und auch Kalk liegen hatte.

Na einen Nutzungszweck für Kalk kenne ich, den macht mir keiner streitig, ins Scheisshaus auf der Ranch damit es nicht so "muchelt" wenn man keine Wassertoilette hatte.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag



Kalk ist auch ein Bindemittel aber es bindet nur an der Luft ab, genauer gesagt mit dem CO 2 in der Luft. Kalk ist wohl eines der ältesten Bindemittel in der Welt und auch ein sehr billiges Bindemittel. Zement ist ein hydraulisches Bindemittel, kann also auch ohne Luft abbinden. Zement wird auch viel härter als Kalk. Anwendung für Kalk = Herstellung von Mörtel zum Mauern für einfache Mauern, desweiteren wurde früher Kalk zum Herstellen von Putzmörtel ( Innenputz) genutzt. Ist aber heute, soweit ich das beobachten kann nicht mehr so geläufig, wurde durch Gipsmörtel abgelöst( z.B. Rotband ) der sich wesentlich besser im Innenbereich verarbeiten lassen. Gips ist aber nicht für aussen geeigent, da wasserempfindlich.


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#35

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 25.11.2012 22:25
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #33
Hallo Dore,

Solche rötlichen Fugen waren m. E. ein Modetrend der 1980er Jahre besonders bei hellen Fliesen, Kacheln und beim Ofenbau. Wer weiß vieleicht wird es mal wieder Mode.

Gruß Hartmut!


Frisst kein Brot, steht mir aber im Wege herum, dieses Plastefass.



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#36

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 29.11.2012 11:32
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #19
1 Mauerstück ist 150kg, L;106cm h;79cm b;7cm
die andere 95kg L;96cm H;85 B;7.

Ich würde mal eher für 'Nicht echt' plädieren. Warum?


Quelle: berliner-mauer.de

In der Beschreibung zu dieser Skizze wird als Breite 10 cm für das UL 12.41 erwähnt. Allerdings erkennt man auch unschwer eine Verjüngung nach oben, hmm? Auch ist als Betongsorte B300 erwähnt, das dürfte einer Druckfestigkeit von 30 N/mm² entsprechen? Das könnte man ja mit einem Brösel von den doch recht großen Stücken mal testen? Vielleicht kann Einer der Baufacharbeiter und/oder -ingenieure hier im Forum mal die diesbezüglichen Angaben referenzieren und es muß doch auch eine TGL für diese 'Stützwandelemente' gegeben haben ...


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 29.11.2012 11:36 | nach oben springen

#37

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 20.03.2013 01:30
von Schlutup | 4.101 Beiträge

moin moin!

da schau her ich hatte die Teile in Braunschweig für 1 euro gekauft und bin wieder vom Kauf zurückgetreten da ich nicht glaube das sie
echt sind. und da schau her tauchen sie in Köln wieder auf und haben 150€ gebracht.

http://www.ebay.de/itm/380601091859?nma=...&orig_cvip=true



zuletzt bearbeitet 20.03.2013 01:30 | nach oben springen

#38

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 20.03.2013 06:43
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #37
moin moin!

da schau her ich hatte die Teile in Braunschweig für 1 euro gekauft und bin wieder vom Kauf zurückgetreten da ich nicht glaube das sie
echt sind. und da schau her tauchen sie in Köln wieder auf und haben 150€ gebracht.

http://www.ebay.de/itm/380601091859?nma=...&orig_cvip=true


Die Beschreibung passt ja fast wie die Faust aufs Auge: Das eine Stück Mist......

Aber schon doll, womit man so heute noch Geld verdienen kann - irgendwo meine ich mal gelesen zu haben, dass sich die Länge der Berliner Mauer nach der Wende glatt verdoppelt hat - so viele Originalteile sind seither verkauft worden.

Gruss

icke



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#39

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 20.03.2013 09:43
von HP6666 | 191 Beiträge

Ich hatte das " Glück " das unsere Pios ( Ehem. Einheit von annakin ) Mauerteile von B-Mitte mit ins Regiment brachten und vor unserer Werkstatt die LKW abstellten . Da bin ich erst mal rauf und hab mit unseren Bello erst mal ein paar schön bunte Stücke " entfernt " . Platziert auf polierten Messingplatten sehen sie echt gut aus . Versehen mit einem Echtheitsstempel unserer Einheit auf dem Herkunftsschild .
So was haben wohl die wenigsten Bruchstücke .

HP6666


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#40

RE: Wie erkennt man echte Mauerstücke?

in Fragen und Antworten zur Berliner Mauer 20.03.2013 10:15
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Dieses Stück habe ich wenige Wochen nach Maueröffnung rausgeklopft. Muß allerdings sagen, daß es sich dabei um die Hinterlandmauer in Bln-Mitte handelt. Leider. Deshalb ja auch die Farbspuren auf beiden Seiten. Aber das weiß ja keiner, außer Euch jetzt.
Will mir in den nächsten Wochen mal ein Stück absägen und polieren. Bringe das dann zum Forumtreffen in Eisenach mit, wenn ich es schaffe.



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