#201

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2013 19:24
von 94 | 10.792 Beiträge

Gut, also das Wort abenteurlich streiche ich itzo mal aus meinem Wortschatz, Du bist der zweite der sich daran heut schon hochzieht.
Nur Bestehend aus je: läßt Angaben zur Sollstärke vermuten. Und das die Iststärke oft 'leicht' anders war, schon klar.
So, nun die Details
- 1 Stabsfeldwebel ... da meinste den Haupftfeldwebel und das war eine Fähnrichplanstelle
- und nur 32 Grundwehrdiener pro GK (Du nannteste es i.d.R.16 Soldaten, 16 Gefreite), also sooo wenig war nicht die Regel
- einen StKC gab's nicht?
- der 'Kfz-Unteroffizier' war auch eine Fähnrichplanstelle
- und geschraubt hat der selten allein, also den Schlosser haste auch vergessen?
- Nachrichten-Uffz und Lade-Hugo sowie der GSZ-Trupp ...
- na und nur zwei GAkls (die Du ja schon selbst erwähntest) waren auch nicht die Regel.

Wie auch immer, ich täte es nicht ganz so detailliert aufschlüsseln, weil sonst zerrt das irgend ein 'Kaschper' eines Tages als 'Quelle' ans Licht, diese Karte und dann geht hier's 'Fensterputzen' wieder los. Achso, die Karte, also echt kuuhl und dafür mal ordentlich DANKE sag (und nicht nur das Knöpfle drück)


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


80er hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.03.2013 19:26 | nach oben springen

#202

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2013 20:48
von 80er | 561 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #201
Gut, also das Wort abenteurlich streiche ich itzo mal aus meinem Wortschatz, Du bist der zweite der sich daran heut schon hochzieht.

Ich wollte mich nicht an dem Wort "hochziehen", sondern dachte, Du findest tatsächlich irgendwo im WWW eine Sollstärke.

Zitat
Nur Bestehend aus je: läßt Angaben zur Sollstärke vermuten. Und das die Iststärke oft 'leicht' anders war, schon klar.
So, nun die Details
- 1 Stabsfeldwebel ... da meinste den Haupftfeldwebel und das war eine Fähnrichplanstelle


ja, der "Spiess"
Fähnriche gab´s bei uns keine

Zitat
- einen StKC gab's nicht?


Wimre nein. StKC war je nach Verfügbarkeit der Polit, oder der ZF des 4. Zuges, also Offiziere (worauf letzter sich immer diebisch gefreut hat, wenn er auch mal "Vergattern" durfte), also eine unbesetzte Planstelle?

Zitat
- und geschraubt hat der selten allein, also den Schlosser haste auch vergessen?


Ja, habe ich tatsächlich vergessen. Nach Deinem Hinweis sehe ich in komplett in "Schwarz" wieder vor mir, das war immer ein GWDler

Zitat
- Nachrichten-Uffz und Lade-Hugo sowie der GSZ-Trupp ...


Nachrichten/GSZ.Trupp kam aus dem Stab. Lade Hugo war der Schreiber i.d. Verantwortung des Waffen-Uffz.

Zitat
- na und nur zwei GAkls (die Du ja schon selbst erwähntest) waren auch nicht die Regel.


Das will ich nicht in Frage stellen. Auch ich werde die Wortkombi "i.d.R." künftig überlegter verwenden, muss aber zu meiner Rechtfertigung erwähnen, dass der obige erklärende Kartennachtrag allgemeinverständlich sein sollte (z.B. für Laien wie meinem Sohn) und ich nach g.W.u.G die "Besetzung" aus 30 Jahren Versenkung in´s Gedächtnis holen musste.

Vlt. trägt auch zum Verständnis unserer "Unterbesetzung" bei, dass wir während meiner Dienstzeit einen Übergang von Kompanie- auf Bat-Sicherung hatten und in ersterer nur 5 Postenpaare für unseren Abschnitt gebraucht wurden (einschl. K6 in der Frühschicht, der aber immer zusammen mit einem UaZ gegangen wurde und einem GWDler mit Offz./Uffz. auf Führungspunkt). Da war immer "Überhang" für den "Sepp" (Objektwache) vorhanden.

Zitat
Wie auch immer, ich täte es nicht ganz so detailliert aufschlüsseln, weil sonst zerrt das irgend ein 'Kaschper' eines Tages als 'Quelle' ans Licht, diese Karte und dann geht hier's 'Fensterputzen' wieder los.


Die Gefahr besteht natürlich.


zuletzt bearbeitet 27.03.2013 21:06 | nach oben springen

#203

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2013 20:49
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Benno war doch bei seiner Flucht gen Westen nicht allein!

Und ging der Fluchtweg nicht etwas weiter nördlich im Großburschlarer Sack!
Übertritt etwa im Bereich der Grenzsäule 1443, nördlich des Dreiherrnstein. Wimre fällt am Dreiherrnstein das Gelände steil ab.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 27.03.2013 20:58 | nach oben springen

#204

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2013 20:58
von Kimble | 397 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #203
Benno war doch bei seiner Flucht gen Westen nicht allein!


Den check ich nicht Pferdchen.
Oder meinste, er hatte seinen kleinen Teddy aus Sonneberger Produktion mit im Gepäck ?


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
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#205

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2013 21:27
von 80er | 561 Beiträge

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #203

[...]Und ging der Fluchtweg nicht etwas weiter nördlich im Großburschlarer Sack!
Übertritt etwa im Bereich der Grenzsäule 1443, nördlich des Dreiherrnstein. Wimre fällt am Dreiherrnstein das Gelände steil ab.


Na, die Nummer der Grenzsäule weiss ich nun wirklich nicht, aber wenn man von 9 über 10 nach 11 unterhalb der Steilwand Richtung Westen läuft, kommt man zwangsläufig an die Landesgrenze. Die rote Linie von 11 nach 12 entspricht hier eher Luftlinie. Logischer wäre es tatsächlich gewesen, diese letzte Punktlinie ebenfalls entlang der Höhenlinien des Gebirgsbuckels eingetragen zu haben.


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#206

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.03.2013 21:33
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #205
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #203

[...]Und ging der Fluchtweg nicht etwas weiter nördlich im Großburschlarer Sack!
Übertritt etwa im Bereich der Grenzsäule 1443, nördlich des Dreiherrnstein. Wimre fällt am Dreiherrnstein das Gelände steil ab.


Na, die Nummer der Grenzsäule weiss ich nun wirklich nicht, aber wenn man von 9 über 10 nach 11 unterhalb der Steilwand Richtung Westen läuft, kommt man zwangsläufig an die Landesgrenze. Die rote Linie von 11 nach 12 entspricht hier eher Luftlinie. Logischer wäre es tatsächlich gewesen, diese letzte Punktlinie ebenfalls entlang der Höhenlinien des Gebirgsbuckels eingetragen zu haben.


Wäre man wohl am Fuß des Aufklärungsturms der HA III entlang gestolpert.
Oberhalb der Höhenlinie lag das Objekt des Aufklärungsturmes.
51° 6'36.21"N 10°11'15.62"E
Und bei der 11 kommt eine nette Steilwand gen Westen, da wäre Benno mit Begleiter dann in der Dunkelheit möglicherweise runtergefallen.
http://www.heldrastein.de/dreiherren.html
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pd...heldrastein.pdf
Wobei das Gelände unterhalb der Bruchkante ziemlich unwegsam ist. (wimre).

Der Weg ging doch etwas weiter nördlich.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 27.03.2013 22:55 | nach oben springen

#207

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.03.2013 16:26
von Barbara (gelöscht)
avatar

Was für eine Geschichte 80er, vielen Dank dafür. Wirklich was für Nervenstarke. Sowas hätte ich im Leben nicht geschafft!

„Nur Benno nicht. Unentschlossen, wie es beruflich nach dem Fachabitur weitergehen sollte, bewarb er sich in Leipzig an der KMU für Archäologie, weil er mal ein Reclambuch über die Höhle von Lascaux mit den Höhlenzeichnungen gelesen hatte und dies recht interessant fand.....“

Wenn du es noch nicht kennst und es dich trotz des anderen Studiengangs noch interessiert:
„Cave of forgotten dreams“ – Werner Herzog.



Die Höhle von Chauvet: ca. 30.000 Jahre alt, die bisher älteste je gefundene Malerei der Menschheit.
Ich war dreimal im Kino um den Film zu sehen, so toll ist er. Und dort in 3-D.
Herzog hatte nur ganz wenig Zeit um zu drehen, unter ganz hohen Auflagen verständlicherweise. Die Höhle ist nur Wissenschaftlern zugänglich und soll ansonsten verschlossen bleiben.


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#208

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.03.2013 19:41
von 80er | 561 Beiträge

@Barbara

Danke für Deine positive Rückmeldung!
Das Video kenne ich noch nicht, das Thema interessiert mich aber immer noch. Wenn ich es mir angeschaut habe,
schreibe ich Dir noch eine PN.


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#209

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.05.2013 23:27
von Petra | 81 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #188
Zitat von 80er im Beitrag #187
Ich habe zu diesem Thema noch einen interessanten Text gefunden:

Die Einladung (für die erste Friedensdekade, Anm. d. Verfassers) gestaltete der damalige sächsische Landesjugendpfarrer Harald Bretschneider; die Grafikerin Ingeborg Geißler schuf eine druckfähige Zeichnung dafür. Das Lesezeichen wurde in einer Auflage von 120.000 Stück in der Druckerei Abraham Dürninger der Herrnhuter Brüdergemeine auf Vliesstoff gedruckt, da dies als „Textiloberflächenveredlung“ galt und keine staatliche Druckgenehmigung erforderte.

[...] Im Juni 1980 griff die Evangelische Studentengemeinde Dresden als erste Gruppe in der DDR die Empfehlung des ÖRK auf, um einen Diskussionsprozess in den Gemeinden auszulösen. Unter dem wachsenden Druck der kirchlichen Jugend beschloss die Konferenz der Kirchenleitungen daraufhin die erste Friedensdekade. Nach Gesprächen mit dem Sekretariat des DDR-Kirchenbundes, Manfred Stolpe, wurde die Einladung dazu mitsamt der Grafik des Lesezeichens genehmigt. Der Aufnäher[41] traf die Friedenssehnsucht vieler Jugendlicher. Sie trugen ihn nun spontan überall auf ihrer Straßenkleidung, an Mänteln, Taschen und Mützen in Schulen und Betrieben und machten so ihren Friedenswunsch öffentlich. [...]

[...] Die „Deutsche Zeitschrift für Philosophie“ der DDR zitierte zum Jahresbeginn 1982 die Jesajastelle und schrieb dazu:[42]

„Welcher Marxist würde behaupten wollen, dass religiöser Glaube in dieser Form reaktionär sei und, obwohl er selbst noch kein wissenschaftlich fundiertes Bewusstsein darstellen konnte, unvereinbar mit Wissenschaftlichkeit sei? Dieser […] Glaube ahnt gewissermaßen die wissenschaftliche Erkenntnis von einer klassenlosen Gesellschaft, in der es keine Kriege mehr gibt, voraus.“

Unter Berufung darauf gelang es den Kirchenbehörden zunächst, ein Verbot des Aufnähers abzuwenden. Doch ab November 1981 erhielt der sächsische Landesbischof Johannes Hempel die amtliche Mitteilung: „Wegen Missbrauchs dürfen diese Aufnäher in Schule und Öffentlichkeit nicht mehr getragen werden.“ Dahinter stand das Bemühen der SED, Akzeptanz für das neue Wehrdienstgesetz zu organisieren. Die Aufnäherträger wurden nun mit massiven Vorwürfen konfrontiert: Der undifferenzierte Pazifismus sei friedensfeindlich, die Aufnäher seien westliche Importe und schulfremdes Material, wer sie trage, übe Wehrkraftzersetzung aus und untergrabe die staatliche und gesellschaftliche Tätigkeit zum Schutz des Friedens. Sie seien zum Zeichen einer unabhängigen Friedensbewegung geworden, die nicht geduldet werden könne.

Viele, die die Aufnäher nicht entfernten, wurden aus Hochschulen und Erweiterten Oberschulen entlassen, erfuhren Strafversetzung, Nichtzulassung zum Abitur, Verweigerung der gewünschten Lehrstelle, Schulverbot oder Hinderung beim Betreten seines Betriebs. Pädagogen, Zoll und Polizisten schnitten die Aufnäher aus Jacken heraus, wenn Jugendliche dies nicht freiwillig taten, oder beschlagnahmten die Aufnäher oder ganze Kleidungsstücke. Manches davon fand sich später in Stasi-Akten wieder. Anfang 1982 reagierte eine wachsende Zahl von Jugendlichen, indem sie sich runde weiße Flecken auf die Jacken nähten oder mit Filzstift auf den Ärmel schrieben: „Hier war ein Schmied.“ [...]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerter_zu_Pflugscharen

PS: In Anlehnung an die rote Umrandung des Stickers nähten wir runde Kreise aus roter Wolle an die Stelle, wo sich vorher der Aufnäher befunden hat.
Danke für deinen Post @80er.
Mit welcher Arroganz die "Genossen" gegnen Jugendliche mit solchen Aufnähern vorgingen ist einfach nur lächerlich und peinlich.
Wie Ohnmächtig müssen die "Organe" gewesen sein,als sie die runden weißen Aufnäher mit dem "Schmiedsatz" aufnähten.
Klasse Sache.
Diese Aktion war mir bis jetzt unbekannt.
Mit Aufnähern am Parka hatte ich in der Ex-DDR aber auch selbst Erfahrungen gemacht und Ärger in Schule und Lehre bekommen.
Das habe ich hier imForum schon zum Besten gegeben.

Gruss ek40

Edit: So hat man sich selbst seine Feinde aus der Jugend geschaffen und die "Oppositionellen" gestärkt.
Und die haben es nicht mal gemerkt,oder wollten davon nichts wissen.


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#210

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.05.2013 23:34
von Petra | 81 Beiträge

Es ist ein Armutszeugnis für eine sozialistische Gesellschaft, bzw. den Staat DDR, ohne Rechtliche Grundlage, bzw. mit Rechtskonstrukten und Mobbing auf das Tragen der Aufnäher "Schwerter zu Pflugscharen" zu reagieren.
Andererseits haben sich viele, die damals als Pazifisten aufgetreten sind später gewandelt und haben Kriege befürwortet. Schon vor der "Wende" habe ich gehört, dass einige derjenigen, welche sich für "Schwerter zu Pflugscharen" engagiert haben, sich gewandelt haben, als sie in die BRD gingen. Einige sind sogar freiwillig in die Bundeswehr gegangen.
Da hatte die Staatsmacht der DDR recht vorsichtig zu sein. Doch mit dieser erbärmlichen Reaktion hat sich sich noch mehr Feinde geschaffen, anstatt sie zu bekämpfen.


80er und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#211

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 19:28
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Petra im Beitrag #210
Es ist ein Armutszeugnis für eine sozialistische Gesellschaft, bzw. den Staat DDR, ohne Rechtliche Grundlage, bzw. mit Rechtskonstrukten und Mobbing auf das Tragen der Aufnäher "Schwerter zu Pflugscharen" zu reagieren.
Andererseits haben sich viele, die damals als Pazifisten aufgetreten sind später gewandelt und haben Kriege befürwortet. Schon vor der "Wende" habe ich gehört, dass einige derjenigen, welche sich für "Schwerter zu Pflugscharen" engagiert haben, sich gewandelt haben, als sie in die BRD gingen. Einige sind sogar freiwillig in die Bundeswehr gegangen.
Da hatte die Staatsmacht der DDR recht vorsichtig zu sein. Doch mit dieser erbärmlichen Reaktion hat sich sich noch mehr Feinde geschaffen, anstatt sie zu bekämpfen.




Kannst du ein bisschen mehr zu dieser Art "Etikettenschwindel" sagen? Hast du solche Leute kennen gelernt oder etwas über sie gelesen?


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#212

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 19:41
von Petra | 81 Beiträge

Ich weiß über diese "Wendehälse" vor der "Wende", also Leute, die in der DDR als "verfolgte Pazifisten" aufgetreten sind und in der BRD gegensätzlich gehandelt haben, nur vom "Hören-Sagen". Persönlich kenne ich niemanden von denen.


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#213

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.05.2013 19:52
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von Petra im Beitrag #212
Ich weiß über diese "Wendehälse" vor der "Wende", also Leute, die in der DDR als "verfolgte Pazifisten" aufgetreten sind und in der BRD gegensätzlich gehandelt haben, nur vom "Hören-Sagen". Persönlich kenne ich niemanden von denen.




Ich danke dir.
Ich habe ein sehr interessantes Buch gelesen über Leute die aus unterschiedlichen (politische, reliöse, sonstige private) Gründen aus der DDR legal ausgereist sind.
Was mich sehr beeindruckt und auch berührt hat war, wie sie mit diesem Ausreiseschritt auch im Nachinein rangen und ihnen die Umsetzung ihrer Überzeugungen auch im Westen wichtig war.
Dass ihnen allerdings der Westen in vielen Belangen sehr fremd war, sie große Schwierigkeiten hatten sich zurecht zu finden und oft zwischen allen Stühlen saßen, mal abgesehen davon, dass sie auch erstmal die blanke Existenz sichern mussten.
Kein einziger Bericht kam mir vor wie ein leichtfertiges Bäumchen-Wechsel-dich-Spiel, nicht religiöser und nicht politischer Hinsicht. Aus diesen Berichten sprachen sehr ernsthafte Menschen.


80er hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#214

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 11.01.2014 23:51
von CAT | 351 Beiträge

Zur besseren Übersicht mal eine Karte mit einigen Punkten des damaligen Fluchtweges. Der Kp. "Roter Berg" liegt unten ausserhalb der Karte. Orange Linie 5Km Sperrgebiet, rote Linie 500m Schutzstreifen, schwarze Linie Landesgrenze und gelbe Linien sind Straßen. Ich hoffe, ich habe es in etwa getroffen. Gut zu erkennen auch die Lage von Großburschla im Flaschenhals auf der thüringer Seite und Heldra auf der hessischen Seite.

Zitat von 80er im Beitrag #196
In Ergänzung meines hier eröffneten Freds und zur eigenen Erbauung und Erinnerung, unter Ausnutzung der langen Winterzeit, habe ich weder "Kosten noch Mühen" gescheut und mein "unerlaubtes Verlassen" der "Deutschengradschenplik" in einer Karte zusammengefasst.



Nachtrag: Die aufgeführten Zahlen zur Kompaniestärke beziehen sich nur auf die 6. GK, Grossburschla während meiner Dienstzeit 1974/75.
Ausserdem gehörten noch 2 GAK im Rang BUffz., ein GWDler, der als "Schrauber" dem Kfz-Uffz. unterstellt war und der Cheffahrer/Schreiber, GWDler, zur Kompanie.

Angefügte Bilder:
Schnellmannshsn..jpg

80er hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.01.2014 23:57 | nach oben springen

#215

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.01.2014 22:03
von jecki09 | 422 Beiträge

Du meinst sicherlich den VP-Kontrollposten an der Straßengabelung der F 7 von Kreuzburg nach Ifta bzw. nach Schnellmannshausen.

Roter Kopf (nicht Roter Berg)


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#216

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.01.2014 13:59
von Fall 80 | 171 Beiträge

Hört sich sehr interessant an.

Zitat von 80er im Beitrag #1
Fast auf den Tag genau jährt sich die Flucht eines Zivilisten zum 30. mal.

Die Themenüberschrift bezieht sich darauf, dass o.g. "GV" 7 Jahre vor der Flucht seinen Grundwehrdienst
bei den Grenztruppen abgeleistet hat und ist ironisch gemeint!

Die Flucht selbst, aber auch wie es zu dem Sinneswandel gekommen ist, soll Bestandteil dieses Tatsachenberichtes sein.

Wenn es mindestens 5 Leser gibt, die sich für den Bericht interessieren, werde ich ihn, in mehrere Abschnitte unterteilt, aufschreiben.


80er hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#217

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.01.2014 14:13
von 80er | 561 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #215
Du meinst sicherlich den VP-Kontrollposten an der Straßengabelung der F 7 von Kreuzburg nach Ifta bzw. nach Schnellmannshausen.

Roter Kopf (nicht Roter Berg)


Und weil wir grad schonemal dabei sind; der Ort in der ehemaligen BäeRDä heisst Rambach!


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#218

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.01.2014 20:12
von CAT | 351 Beiträge

Ok, ihr habt Recht: Natürlich muss es "Roter Kopf" und Rambach heissen

Zitat von 80er im Beitrag #217
Zitat von jecki09 im Beitrag #215
Du meinst sicherlich den VP-Kontrollposten an der Straßengabelung der F 7 von Kreuzburg nach Ifta bzw. nach Schnellmannshausen.

Roter Kopf (nicht Roter Berg)


Und weil wir grad schonemal dabei sind; der Ort in der ehemaligen BäeRDä heisst Rambach!


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#219

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.01.2016 13:26
von Harzwald | 87 Beiträge

Ich sage auch mal Danke für den ausführlichen Bericht.
Ich hatte ja in diesen Thread (Fahnenfluchten und Zustand der Grenztruppen) ja danach gefragt.


Gruß von ganz oben aus dem Harzwald.
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#220

RE: Vom Paulus zum Saulus

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.01.2016 21:22
von 80er | 561 Beiträge

Ein Rückblick auf 12 Monate Grenzdienst im Abschnitt der 5. GK Schnellmannshausen/ 6. GK Grossburschla (1. GR, 2. GB, 1981)

Mit dem Rücken zum Land


Harzwald, Hanum83 und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.01.2016 22:16 | nach oben springen


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