#341

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 05.12.2012 18:33
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Greso im Beitrag #339
Zitat von Gert im Beitrag #309
Zitat von 94 im Beitrag #304
Zitat von Gert im Beitrag #303
Weisst du was ich besass, als ich die Grenzlinie zur Bundesrepublik überschritten hatte ?

Freiheit?

Nicht nur Republikflucht, nun auch noch ein Verstoß gegen die Devisenbestimmungen. Mensch Gert, da tun sich ja Abgründe auf ...
Doch jetzt mal im Ernst, biste für '63 sicher mit dem Kurs 1:4 *ernsthaft_frag*


es war 1965, aber ich bin ziemlich sicher, 12,50 DM für den Ostfuffi bekommen zu haben.


Den Umtauschkurs von 1:4 bestätige ich.War auch mal 1:3,8 .(das was selten.)
Greso




...diesen mehr oder minder offiziellen Kurs möchte ich auch bestätigen. Obwohl ab Anfang/ Mitte der 80-er einige auf dem Schwarzmarkt einen Umtausch von 1 zu 7 bis teilweise 1 zu 8 (freiwillig) geboten haben! Und das nicht gegen D- Mark sondern gegen eigentlich real wertlos bedrucktes Papier in Form von Forumchecks...

Frage an die Insider von MfS usw.:

M. Ea. waren die Forumchecks auch damals schon nicht besonders fälschungssicher, schon gar nicht mit den heutigern Möglichkeiten im Zeitalter von Farbkopierern & Co. Aber kriminellen Iddeenreichtum und Kreativität hat es ja beim Fälschen von Geld und Zahlungsmitteln schon immer gegeben..

Gab es Fälle von Fälschungen von diesen Forumchecks, vielleicht sogar im größeren Stil?

Gehe dabei davon aus, das solch ein Delikt sofort in die Zuständigkeit des entsprechenden Referates des MfS gefallen wäre.

josy95


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zuletzt bearbeitet 05.12.2012 18:37 | nach oben springen

#342

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 11:36
von 94 | 10.792 Beiträge

Das Stadtmuseum Gera hat seine 'Hausaufgaben' gemacht, die Reichweite des Forums ist schon beeindruckend *grins*

Muß ja auch mal erwänt werden, nachdem sooo über den Link aus #332 'gelästert' wurde.

Ansonsten @Josy interessante Frage. Aber Du vergißt wohl die äußerst bescheidenen Verhältnisse zur Herstellung von Druckerzeugnissen in der Ehemaligen? Manch eine Promotion verzögerte sich um Jahre, weil das Papier für die Pflichtexemplare einfach nicht aufzutreiben, auf DDReutsch bilanziert wurde.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#343

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 11:47
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #342
Das Stadtmuseum Gera hat seine 'Hausaufgaben' gemacht, die Reichweite des Forums ist schon beeindruckend *grins*

Muß ja auch mal erwänt werden, nachdem sooo über den Link aus #332 'gelästert' wurde.

Ansonsten @Josy interessante Frage. Aber Du vergißt wohl die äußerst bescheidenen Verhältnisse zur Herstellung von Druckerzeugnissen in der Ehemaligen? Manch eine Promotion verzögerte sich um Jahre, weil das Papier für die Pflichtexemplare einfach nicht aufzutreiben, auf DDReutsch bilanziert wurde.



@94, das meinte ich ja damit, das man die damaligen Verhältnisse nicht mit den heute kopierverwöhnten Selbstverständlichkeiten betrachten sollte.

Halte auch das berühmte ABER dagegen, der DDR- Bürger war äußerst kreativ, leider auch der kriminelle Bürger. Und ich denke mal, gerade die drucktechnisch relativ einfach hergestellten Forumchecks könnten doch ein begeehrtes "Ding" gewesen sein...

Bis jetzt halten sich aber unsere Experten leider sehr bedeckt...

josy95


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#344

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 11:57
von 94 | 10.792 Beiträge

Hmm, wundert mich auch ein bissel, faule Bande ebend. Vermutlich fühlen sie sich mit der Bearbeitung der Delikte rund um die Weihnachtsmarktbesuche zum Tag der Grenztruppen in Neuholland und in der Leipziger Innenstadt noch voll überlastet *grins*
Man hörte von einem Weinrotem, er wäre im Steigerberger (zu blöd/faul/doof) gewesen, die Zimmerservice-Telefonnummer zu ermitteln und so weiter ...

Doch mal zu den Geldscheinen, also die mir bekannten Bildeingabegeräte weigern sich, die Forumschecks als Geld anzuerkennen. Also scannen problemlos diese Gutscheine zum Erwerb von Waren ... http://www.rulesforuse.org


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#345

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 12:48
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #344
Hmm, wundert mich auch ein bissel, faule Bande ebend. Vermutlich fühlen sie sich mit der Bearbeitung der Delikte rund um die Weihnachtsmarktbesuche zum Tag der Grenztruppen in Neuholland und in der Leipziger Innenstadt noch voll überlastet *grins*
Man hörte von einem Weinrotem, er wäre im Steigerberger (zu blöd/faul/doof) gewesen, die Zimmerservice-Telefonnummer zu ermitteln und so weiter ...

Doch mal zu den Geldscheinen, also die mir bekannten Bildeingabegeräte weigern sich, die Forumschecks als Geld anzuerkennen. Also scannen problemlos diese Gutscheine zum Erwerb von Waren ... http://www.rulesforuse.org



Hast Du noch echte Forums?

Irgendwo ist mir auch mal vor etlichen Jahren beim Sichten/ Aufräumen von Unterlagen so ein nostalgisches Zahlungsmittel in die Hände gefallen, Gegenwert war glaub ich 1,00 DM. Finde ich aber nicht wieder. Mag auch sein, das meine Kiddis das Teil irgendwie in die Finger bekommen haben und zu Spielgeld "verarbeitet" haben. "Spielgeld" - ein in gutes Wort, vielleicht wird jetzt wer munter..., nach meiner Sicht auf die Dinge waren doch die Forums eine Art Spielgeld. Was zum Teufel wollte man damit erreichen? Das der DDR- Bürger keine für den DDR- Wirtschafts- und Deviesenbedarf äußerst wichtige D- Mark bunkert? Sprich eine Art Vorgriff auf das in der DDR im Umlauf befindliche Westgeld sichern? Oder wollte man einer Art Zweitwährung aus dem Wege gehen? Aber auch das war doch in der Realität ein Schuss in den Ofen. Egal, ob Forumcheck oder D- Mark, dafür konnte der (besitzende) DDR- Bürger eine Art kleinen Affen tanzen lassen, Türe und Tore zur Bückeware, zu Autowerkstätten, Handwerkern ect. öffnen...


josy95


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#346

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 13:21
von schulzi | 1.763 Beiträge

josy du hast es richtig erkannt man versuchte die spärlichen D-Mark bestände der DDR bürger schon vorzeitig abzuschöpfen ,das merkte man auch beim einkauf im intershop den ein grossteil der ware stammte aus der sogenannten gestattungsproduktion ,erkennbar zum beispiel bei zigaretten (keine bundisteuermarke) zum schluß war es doch schon so das zum teil waren aus dem delikat im shop verkauft wurden


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#347

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 14:09
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #346
josy du hast es richtig erkannt man versuchte die spärlichen D-Mark bestände der DDR bürger schon vorzeitig abzuschöpfen ,das merkte man auch beim einkauf im intershop den ein grossteil der ware stammte aus der sogenannten gestattungsproduktion ,erkennbar zum beispiel bei zigaretten (keine bundisteuermarke) zum schluß war es doch schon so das zum teil waren aus dem delikat im shop verkauft wurden



Nun, das einiges aus der DDR- Gestattungsproduktion stammte, hab ich damals auch schon bemerkt. Zigaretten? Hab zu der Zeit nicht geraucht bzw. dafür war mir das Westgeld zu schade. Hatte eeh gute Quelle zu den begehrten Sorten der DDR- Zigaretten. Hab im Intershop eigentlich fast nur für Frauchen was Schönes gekauft, die DDR- Damen waren ja auf Seife bzw. Kosmetikprodukte und Schmuck aus dem Intershop reine närrisch!
Später dann vornehmlich für die Kiddis was gekauft, Babyartikel von Badezusatz über Babycreme, Puder. Obstsäfte und später so manches Ü- Ei! Den Inmhalt (auch wenn es nur Kitsch war und ist) des ersten Ü- Eis meiner Kinder hab ich noch in der Schrankwand stehen...
Sind eben schöne Erinnierungen an die affengeile Zeit mit den Kiddis! Das war auch noch eine Zeit, wo man mit solch einem Ü- Ei ein Kind noch echt begeistern konnte, ganz im Gegensatz zu heute, wo ich schon oft beobachtet habe, das z. Bsp. die Schokolade achtlos weggeworfen wird, der Inhalt dann kurze Zeit später logisch auch folgt...

Ja, die lieben Ü- Eier. Warum hat man in der DDR soetwas nicht herstellen können? Kann mich zwar erinnern, das es da eine Schokolade, glaub ich Namens "Creack" (Schokolade mit gemahlenem Knäckebrot, schmeckte gar nicht schlecht und kostete 1 DDR- Mark) gab. Da waren auch Sammelbilder drin, ein Sammelalbum gab´s auch dazu. Waren aber über Jahre (!) immer die selben Bilder, nie mal was Neues...


josy95


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#348

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 16:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Meinste die ...


Nannte sich aber Creck. Hatten wir eigentlich die Bambina schonmal erwähnt? Über Geschmack läßt sich's ja nun mal trefflich streiten, aber da hat das Überholen ohne Einzuholen mal geklappt. Noch besser mundete mir der Schokoriegel Fetzer, nie wieder was Vergleichbares gefunden ;(


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


frank und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#349

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 18:32
von Fritze (gelöscht)
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@94 Geschmäcker sind doch gar nicht so verschieden. Bambina und Fetzer haben allen die ich kannte, geschmeckt ,weiland sogar gegen "alte " Juwel eingetauscht."Brockensplitter" ,also Krokant mit Schokoüberzug gibts ja alle Jubeljahre mal (Norma ,Hit,Kaufland),aber schweine -teuer und die Packung wiegt nur noch die Hälfte. Da greif ich dann schon mal Merci Krokant zurück.


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#350

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 18:36
von exgakl | 7.237 Beiträge

Schokoriegel Fetzer... gabs da nicht auch so einen karamellfarbigen Riegel??? Mir fällt beim besten Willen der Name nicht mehr ein, die fand ich auch verdammt lecker....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#351

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 18:37
von katerjohn | 559 Beiträge

Und die Hallorenkugeln aus Deutschlands ältester Schokaladenfabrik......sind doch ein Hit


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
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#352

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 19:52
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von katerjohn im Beitrag #351
Und die Hallorenkugeln aus Deutschlands ältester Schokaladenfabrik......sind doch ein Hit


Die sind bei mir immer vorrätig, ebenso wie Gele-Bananen. Am liebsten sind mir die urtümlichen mit Caramel und Schoko, aber auch Eierlikör und Rum-Füllungen sind gut. Das Sortiment der Halloren-Kugeln ist vielfältiger geworden. Es ist gut, daß es die jetzt in nahezu ganz D zu kaufen gibt.



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#353

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 20:24
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #248
Zitat von Eisenacher im Beitrag #245
Ich habe Jahre in der BRD gesucht, um Schuhe in der Qualität von DDR-Salamander zu kaufen. Ich hatte keinen Erfolg. Für ein paar Winterstiefel gefüttert habe ich zwar 280M bezahlt , aber diese Qualität nach der Wende nicht mehr bekommen. Ein T-Shirt im Exquisit hat zwar 130M gekostet, aber es war auch wirklich Qualität.


Da ich bezüglich Klebstoffe was mit der Schuhindustrie zu tu8n hatte, kann ich das wohl bestätigen. In den Salamander-Produktionsbetrieben waren ständig Verantwortliche von Salamander präsent und es wurde die Qualität überwacht. Da Salamander eine Markenfirma ist (war, ist inzw. Pleite), wurde sehr auf Qualität geachtet, ebenso wie andere Markenfirmen (z.B. Lloyd, P.Kaiser u.wie die alle heißen). Der große Unterschied ist der, daß damals die Schuhindustrie noch einen starken Stand in Deutschland hatte. Heute ist die Schuhproduktiion in D, also ich meine damit, daß ein Schuh vom Schaft über die Sohle bis zur Endmontage noch hier hergestellt wurde, auf einen winzigen Bruchteil geschrumpft. Auch ein Schuh, dessen Endmontage, also Sohle ankleben, Decksohle einlegen und Label "Made in Germany" reinkleben, noch in D stattfindet, kommt in wesentlichen Teilen aus dem Ausland. Die manuell aufwändige Schaftherstellung wird bis auf wenige Ausnahmen (Spezialschuhe, geringe Losgrößen) im lohngünstigen Ausland durchgeführt (viel kommt aus Indien). Ich kenne z.B. einen Bergschuhhersteller, der, zumidest vor drei jahren war es noch so, ca. 3/4 seiner Produktion komplett im Ausland fertigen läßt. Das sind dann die preiswerten "Durchschnittsschuhe". Mit dieser Produktion stützt er kostenmäßig das eine Viertel endmontagemäßig in D gefertigter sehr hochwertiger Schuhe, die dann natürlich auch was kosten. Wer aber meint, Markenschuhe aus Fernost (z.B. Adidas, Reebok, Nike u.s.w.) hätten mindere Qualität, der irrt gewaltig. Im Rahmen meiner Tätigkeit dort Ende der 90er hatten wir nicht schlecht gestaunt, wie genau dort die Qualität kontrolliert wurde. Produktionskosten eines durchschnittlichen Sportschuhes mit Gummi-Laufsohle und schockdämpfender EVA-Zwischensohle damals bei ca. 5 $.
Das hier geschilderte trifft ebenso auch auf die Textilindustrie und alle anderen lohnintensiven Produktionen zu.



Nabend Dore,

Schwarzenberg? Schuhkleber....sagt Dir die Bezeichnung "Spagettikleber" etwas?

Gruss BO


Ansonsten hatte wer ueber Tonbandgeraete geschrieben,na da gabs in den Anfaengen von Disco und Anderem einige Raritaeten im taeglichen harten Einsatz....zu gucken bei Sammlerseite hier gehts wohl lang
http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=ddr-
http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=d...PFbbWPu6ulIje8A


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#354

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 21:13
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #348
Meinste die ...


Nannte sich aber Creck. Hatten wir eigentlich die Bambina schonmal erwähnt? Über Geschmack läßt sich's ja nun mal trefflich streiten, aber da hat das Überholen ohne Einzuholen mal geklappt. Noch besser mundete mir der Schokoriegel Fetzer, nie wieder was Vergleichbares gefunden ;(


und 'die' gibt's erfolgreich heute noch !!!



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#355

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 21:54
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von EDGE-Henning im Beitrag #327
Zitat von Hackel39 im Beitrag #296
Zitat von Schmiernippel im Beitrag #295
Um meinen Wohnort Bad Lauchstädt herum wird zur Zeit die ICE-Strecke Leipzig-Halle-Erfurt gebaut. Seit Jahren schon ein riesiges Objekt mit großem Aufwand, mehreren großen Tunnelbauwerken und immer wieder Straßenumleitungen- und Sperren, die an den Nerven zerren. Hinzu kommt gegenwärtig, dass man nun soweit ist, Teile der Oberleitungen und der Signaltechnik zu montieren. aber so wie die Technik vorwärts gebaut wird, wird sie von überaus aktiven Kupferdieben hinten wieder abgebaut. Das geschieht mittlerweile sogar am hellichten Tage und ist perfekt organisiert. Polizei und Sicherungskräfte machtlos aber natürlich nicht aufgestockt, da zu teuer!
Die Schrotthändler in der Umgebung verdienen sich am Buntmetallhandel eine goldene Nase, aber man kann ihnen angeblich keine Hehlerei vorwerfen. Wo sind wir hingekommen!
Und wenn die Deutsche Bahn mit ihrer Preispolitik und Kundenbetreuung so weiter macht, dann ist die irgendwann fertiggestellte Strecke nutzlos,
weil sie keiner mehr nutzt ! Aufschwung Ost war bestimmt anders gedacht!


.....und ehemalige Großstädte wie Merseburg, Weißenfels, Naumburg oder Weimar verlieren ihren bisherigen Status als Fernverkehrsbahnhof.
Reisende aus diesen Städten müssen mit Nahverkehrszügen zu den ICE- Haltebahnhöfen Erfurt oder Leipzig anreisen und sind in der Summe der Fahrzeit genauso lange nach München unterwegs wie jetzt auch schon, das gleiche gilt wohl auch für die Eisenacher, Gothaer u.a.- es ist das Werk professioneller Vermögensvernichter.
Die Entwidmung dieser Opferbahnhöfe wird die Bahn weitere Kunden kosten, alles wird dem Prestige geopfert sich mit dem Binnenfliegern den ohnehin schon von der Bahn gewonnenen Direktvergleich in Preis- und Umweltbilanz von Flug vs. Bahnreisenden noch günstiger darzustellen, das ist einfach nur hirnrissig.
Allerdings gilt diese positive Bilanz nur für Reisende, die z.B. in Leipzig wohnen und in München einen Termin haben, solche Mikrovergleiche und Wertungsansätze, die nur auf einen Teil des Reisevolks zutreffen sind unseriös, weil die überwiegende Klientel aus der Fläche anreisen muß und über Umstiege und Anschlußregelungen zusätzlichen Streß bekommt.
Nein, das DDR- Produkt Deutsche Reichsbahn wie es damals organisiert war, würde mit den Ressourcen, die heute zur Verfügung stehen jedes zweite Auto überflüssig machen und die Kupferdiebe würden unter Aufsicht bei der Gleisbaukolonne der Bahnmeisterei Schotter schippen und hätten danach einen Bewährungshelfer an ihrer Seite, der sie nach Ablauf des Strafvollzugs in ein Kollektiv integriert.



Naja, Eisenach hat ICE-Halt.


Aber nicht mehr, wenn die Neubaustrecke Leipzig- Erfurt- München fertig ist, wetten ?
Schmiernippel bezog sich eben darauf, aber egal.
Hab vorige Woche übrigens einen Satz DDR- Banknoten- 5 M- T. Müntzer- 10 M- C. Zetkin - 20 M- J.-W. v. Goethe - 50 M- F. Engels und 100 M- K. Marx zum Preis von 20 Euro erworben, DDR- Produkte sind eben nicht tot zu kriegen allerdings mußte der Händler sehr lange kramen dafür...



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#356

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 22:20
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Hab vorige Woche übrigens einen Satz DDR- Banknoten- 5 M- T. Müntzer- 10 M- C. Zetkin - 20 M- J.-W. v. Goethe - 50 M- F. Engels und 100 M- K. Marx zum Preis von 20 Euro erworben, DDR- Produkte sind eben nicht tot zu kriegen allerdings mußte der Händler sehr lange kramen dafür...
Wollte nicht alles zitieren, Hackl, deshalb nur diesen Teil, weil er zu meinem nachfolgenden Beitrag passt.

Wie bekannt, bin ich ja Briefmarkensammler (siehe Beitrag Sammlungen im Forum). Nach der Wende war es sehr schwer, bestimmte Marken aus der DDR, die früher schon rar waren, zu bekommen. Anfragen an die ehemalige Versand- und Verkaufsstelle bevorzugt an BRD-Händler und Sammler, aber auch an hiesige Sammler,Wünsdorf, wurden mit der Bemerkung abgetan, dass ein Großteil der Marken (Bögen und Bogenteile) vernichtet werden. Nur ein geringer Teil wird an Händler verkauft. Wie das bei Sammlern so ist, was noch fehlt, will man haben. So habe auch ich Bögen und Bogenteile von Dienstmarken der DDR und von den bekannten W. Ulbricht Marken teuer bei Händlern aus den Altbundesländern gekauft. Seit ungefähr12 Jahren ist der Markt plötzlich mit diesen Raritäten ünbersät. Superbillig und in einer exquisiten Qualität! Wir Sammler haben das Gefühl, dass hier im großen Stil nachgedruckt wurde. Was ist mit den alten Druckstöcken geworden? wo sind die geblieben? Vielleicht verhält sich das mit den alten Geldscheinen und Silbermünzen der ehemaligen DDR genau so?



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#357

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 06.12.2012 23:07
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #353
Zitat von DoreHolm im Beitrag #248
Zitat von Eisenacher im Beitrag #245
Ich habe Jahre in der BRD gesucht, um Schuhe in der Qualität von DDR-Salamander zu kaufen. Ich hatte keinen Erfolg. Für ein paar Winterstiefel gefüttert habe ich zwar 280M bezahlt , aber diese Qualität nach der Wende nicht mehr bekommen. Ein T-Shirt im Exquisit hat zwar 130M gekostet, aber es war auch wirklich Qualität.


Da ich bezüglich Klebstoffe was mit der Schuhindustrie zu tu8n hatte, kann ich das wohl bestätigen. In den Salamander-Produktionsbetrieben waren ständig Verantwortliche von Salamander präsent und es wurde die Qualität überwacht. Da Salamander eine Markenfirma ist (war, ist inzw. Pleite), wurde sehr auf Qualität geachtet, ebenso wie andere Markenfirmen (z.B. Lloyd, P.Kaiser u.wie die alle heißen). Der große Unterschied ist der, daß damals die Schuhindustrie noch einen starken Stand in Deutschland hatte. Heute ist die Schuhproduktiion in D, also ich meine damit, daß ein Schuh vom Schaft über die Sohle bis zur Endmontage noch hier hergestellt wurde, auf einen winzigen Bruchteil geschrumpft. Auch ein Schuh, dessen Endmontage, also Sohle ankleben, Decksohle einlegen und Label "Made in Germany" reinkleben, noch in D stattfindet, kommt in wesentlichen Teilen aus dem Ausland. Die manuell aufwändige Schaftherstellung wird bis auf wenige Ausnahmen (Spezialschuhe, geringe Losgrößen) im lohngünstigen Ausland durchgeführt (viel kommt aus Indien). Ich kenne z.B. einen Bergschuhhersteller, der, zumidest vor drei jahren war es noch so, ca. 3/4 seiner Produktion komplett im Ausland fertigen läßt. Das sind dann die preiswerten "Durchschnittsschuhe". Mit dieser Produktion stützt er kostenmäßig das eine Viertel endmontagemäßig in D gefertigter sehr hochwertiger Schuhe, die dann natürlich auch was kosten. Wer aber meint, Markenschuhe aus Fernost (z.B. Adidas, Reebok, Nike u.s.w.) hätten mindere Qualität, der irrt gewaltig. Im Rahmen meiner Tätigkeit dort Ende der 90er hatten wir nicht schlecht gestaunt, wie genau dort die Qualität kontrolliert wurde. Produktionskosten eines durchschnittlichen Sportschuhes mit Gummi-Laufsohle und schockdämpfender EVA-Zwischensohle damals bei ca. 5 $.
Das hier geschilderte trifft ebenso auch auf die Textilindustrie und alle anderen lohnintensiven Produktionen zu.



Nabend Dore,

Schwarzenberg? Schuhkleber....sagt Dir die Bezeichnung "Spagettikleber" etwas?

Gruss BO

Spagettikleber ? Tut mir leid, aber in der Schuh- und Lederwarenindustrie war das kein Begriff. Könnte das ein nichttropfender Tubenkleber gewesen sein, der als Strang rauskommt ?. Aber halt, in Verbindung mit Schuhindustrie. Es wurde für maschinelles Zwicken (Befestigung des Oberleders an der Brandsohlunterseite) ein Schmelzklebstoff eingesetzt (weiß, Polyester, gelb Polyamid), die als ca. 4 mm dicker Strang aus Rolle verwendet wurden. Das könnte mit "Spagettikleber" gemeint sein, aber dieser Begriff selbst, Fehlanzeige. Und was hat das mit Schwarzenberg zu tun ?

Ansonsten hatte wer ueber Tonbandgeraete geschrieben,na da gabs in den Anfaengen von Disco und Anderem einige Raritaeten im taeglichen harten Einsatz....zu gucken bei Sammlerseite hier gehts wohl lang
http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=ddr-
http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=d...PFbbWPu6ulIje8A



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#358

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 07.12.2012 08:41
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #348
Meinste die ...


Nannte sich aber Creck. Hatten wir eigentlich die Bambina schonmal erwähnt? Über Geschmack läßt sich's ja nun mal trefflich streiten, aber da hat das Überholen ohne Einzuholen mal geklappt. Noch besser mundete mir der Schokoriegel Fetzer, nie wieder was Vergleichbares gefunden ;(



...@94, genau die! Du hast natürlich auch die richtige Schreibweise ohne (mein) dazwischengeschummeltes a...

Irgendwie kann ich mich noch ganz dunkel erinnern, das einige sich über den Mangel an deviesenträchtigem Kako als Importware der DDR ergötzten und gerade dieses Produkt mit gemahlenem Knäckebrot, in ihrem Jargon als "Streckungsmittel" bezeichnet geißelten. Heute verwenden diese und viele andere Rezepturen namhafte Hersteller von Schokoladenprodukten. Wer auch immer diese und viele andere Kreationen erfunden hat..., vielleicht hat man aus der Not eine Tugend gemacht, na und?
Was hätte der große Reformator Martin Luther bestimmt dazu treffend gesagt? Was rulpsest und pforzest du nicht, hat es Dir nicht geschmecket?

josy95


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#359

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 07.12.2012 09:13
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #350
Schokoriegel Fetzer... gabs da nicht auch so einen karamellfarbigen Riegel??? Mir fällt beim besten Willen der Name nicht mehr ein, die fand ich auch verdammt lecker....
Also beim Jauch und der Millionenfrage würde ich mal den Joker nehmen *wink*

ansonsten ... http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/ddr...markennamen.htm


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 07.12.2012 09:14 | nach oben springen

#360

RE: DDR- Produkte

in Leben in der DDR 07.12.2012 09:27
von katerjohn | 559 Beiträge

Moin,moin.....und nicht zu vergessen den guten Weinbrand aus Wilthen und das Rotkäppchen aus Freyburg aber auch der Korn und Doppelkorn aus Nordhausen,sind klasse Produkte.Wenn ich Immer mal wieder Magenprobleme habe,Burger Zwieback hift immer ! Ich finde es gib noch sehr viele Produkte von früher.


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
Schmiernippel hat sich für diesen Beitrag bedankt
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