#1

Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 07:58
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Die Trennungslinien trennten ja nicht nur die Grenzabschnitte- und Kompanien, sondern oft auch Battalione, Regimenter und Grenzkommandos.
Wie war das offiziell geregelt bei Lagen an TL, durften, sollten oder mussten Grenzposten auch die TL überschreiten und im Nachbarabschnitt handeln?
Hatten die Führenden auch Kontakt mit der Nachbarführungsstelle und konnten eventuell auch die A-Gruppe von nebenan anfordern?
Wie war das mit den Parolen, wurden die abgeglichen?
Ich kann mich selbst nur noch an ein paar Schwätzchen mit Genossen von nebenan an der TL erinnern, würde aber gerne wissen wie das geregelt war.
30 Jahre nehmen Erinnerung.


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 09:38 | nach oben springen

#2

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 10:19
von 94 | 10.792 Beiträge

Theoretisch war an der TL Schluß, zumindest in dem Grenzabschnitt, den ich kenne. Links (Blickrichtung zum Gegner *wink*) war Regiments- und Bezirksgrenze und rechts die Werra. Also zumindest rechts wars auch praktisch kaum möglich. Links dagegen brachte mir mal bei einer Lage die Mißachtung des Befehl, die TL abzuriegeln und stattdessen die eigenen Posten in eine ordentliche Abrieglung am 6er beim Nachbarn zu schicken, ein Grenzer-Ei ein.
Da wie oben schon geschrieben, die TL offiziell Tabu war, war auch ein Austausch der Parolen nicht nötig. Und bei Lage 'Halt - Grenzposten, PAROLE!' zu rufen, hmm, naja gabs theoretisch vielleicht auch, üblich wars praktisch nicht.
Postentreff war übrigens sehr ungern gesehen, da sprach man sich mit dem Nachbar-KGSi ab. Achso, ab 80er-Anlage waren die Signalisierung der ersten drei Felder der Nachbarn mit aufgeschaltet. Bin mir gerad nicht sicher, aber eine Standleitung (extra Taste an der HSS) zum Nachbar-DHO gab wimre auch, war aber bestimmt eine Besonderheit der 'letzten' GK im Regiment.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#3

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 10:41
von GZB1 | 3.287 Beiträge

In Berlin war das ZW-Handeln bei Auslösung an der Trennnungslinie eigentlich fest vorgegeben. Der GP dessen Feld auslöste handelte zum Fuß der Grenzmauer in die Abriegelung, die Nachbarposten kamen auf Kolonne entgegen, meist bis zum nächstliegenden Zwischenpostenpunkt. So war es auch an der Trennungslinie. Im Ernstfall (GV in Sicht) wäre die TL natürlich auch überschritten worden. Wie @94 schon sagte waren einige GSZ-Nachbar-Felder jenseits der TL beim KSia auf der ZA 40 zur Information mit aufgeschaltet. In der Regel wurde bei Auslösung an der TL, wie bei anderen Auslösungen auch, immer die Streife oder der Stelli zur Unterstützung und Klärung der Lage hingeschickt. ZW wurde mit den KSia des Nachbarabschnittes bei Beginn der Schicht (bei Auslösung sowieso) immer per Telefon abgesprochen, so auch Besonderheiten bei der Postenpunktbesetzung an der TL. Parolen der Nachbarn wurden wimre den KSia bekannt gegeben.


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 11:40 | nach oben springen

#4

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 11:25
von nimmnix | 196 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #1

Wie war das offiziell geregelt bei Lagen an TL, durften, sollten oder mussten Grenzposten auch die TL überschreiten und im Nachbarabschnitt handeln?
.


Meiner einer weiß nur noch das es Unterschiede bei der Postenpunktbesetzung bei Tag und Nacht gab .Dies galt auch bei bzw an der Trennungslinie .Bei uns in Treffurt haben sie1983/84 umgestellt von zug auf kompaniesicherung und nach der erneuerung des zaunes ab 84/85 wieder auf zugsicherung .
Bei Auslösung an der Trennungslinie rechts hat die Führungsstelle die Lage übernommen dessen Zaunfeld ausgelöst hat .Dann gab es auch Unterschiede im Handeln ob es Tag oder Nachts ausgelöst hatte .Denn Nachts war die Alarmgruppe auf der Führungsstelle staioniert und am Tage auf der Kompanie .
Am Tag handelte der rechte Grenzposten zur Auslösestelle an der rechten Trennungslinie weil er nicht so weit weg war und des Nachtens musste die Alarmgruppe hin weil der Posten im Bergigen Gelände woanders eingesetzt war und nicht so schnell war ,weil Fussstreife.
Nur zur Info sei gesagt das die Werra an der linken Trennungslinie war und das Sperrwerk duch die linke Kompanie ständig bewacht wurde .Dort stand ein BT .
Ein Überschreiten der Trennungslinie war verboten weil ja der Nachbarposten der anderen Grenzkompanie dann von einem Grenzverletzer ausgehen musste wenn sich was unangemeldet auf dem Kolonnenweg bewegte .Sei es Tag oder Nachts .Am Tag hätte der Posten auf seiner Führungsstelle nachgefragt ob es richtig ist das sich ein Postenpaar nähert und schon wäre der Ärger vorprogrammiert und man wäre festgenommen worden bzw eine Nachfrage bei der eigenen Führungsstelle hätte ergeben das man sein Postenbereich unangemeldet verlassen hatte und die Konsequenzen ziehen musste .Im schlimmsten Fall Schwedt .
Wenn man mal zur rechten Trennung Laufen (bei uns nannte man es Handeln ) wollte hat sich die Führungsstelle vorher immer beim Nachbarn informiert ob sich sein Posten in dem Bereich aufhält .Wenn keiner da war durfte man .
So ist es in meiner Erinnerung hängengeblieben .


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#5

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 13:12
von GZB1 | 3.287 Beiträge

In Berlin hatte der GP an der Trennungslinie immer zwei PSE mit, um sich auch in das GMN des Nachbarabschnitts einzuklinken (2. GMN-Buchse, nicht die rote), damit er wußte was dort Phase war.
Bei den Flankenposten (GK) neben GÜSt gab es ne Wechselsprechanlage im BT mit Verbindung zum SiP der GÜSt. So wurde auch dort das ZW abgesprochen.


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 13:30 | nach oben springen

#6

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 14:07
von Icke | 95 Beiträge

Ich kann mich noch erinnern das ich am BBT über die Wechselsprechanlage (UHU??) das ZW mit RTU abgesprochen habe. Aber nicht in Richtung PPL. Das ist dann möglicherweise über den Gruppenführer gelaufen.


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#7

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 14:31
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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In Berlin war ja sicherlich eine ganz andere Postendichte.
So recht sehe ich noch nicht durch.
Mal ein Beispiel.
Es ist Nacht und ich bin als PF an der TL und ich habe Null Ahnung was nebenan abläuft.
Ich sehe, mal angenommen, in 100m Entfernung (Mondhell) im Nachbarabschnitt eine Person am Grenzzaun.
Da ich, wie es sich gehört, kein schießwütiger Grenzer bin, sollte ich unverzüglich Richtung dieser Person eilen um eine Festnahme durchzuführen, die Zeit drängt, er hat Übersteighilfe dabei.
Muss ich erst die FüSt anrufen, meine oder die andere, oder soll ich einfach hin?
Falls ich gleich hingehe ohne Meldung, könnte ein Posten vom Nachbar mich auch für einen GV halten und ist schlimmstenfalls schießwütiger als ich.
Gehe ich nicht hin und die Flucht gelingt, habe ich doch sicherlich auch schlechte Karten oder?
Das sind so Dinge mit denen du früher oft ganz allein dagestanden hast.


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 14:37 | nach oben springen

#8

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 15:10
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #5
der GP an der Trennungslinie immer zwei PSE mit, um sich auch in das GMN des Nachbarabschnitts einzuklinken ...

Jetzt wird mir 'einiges' klarer, und ich dachte schon ich kannte alle Tricks, hmm ...

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #7
Ich sehe, mal angenommen, in 100m Entfernung (Mondhell) im Nachbarabschnitt eine Person am Grenzzaun.

Gegenfrage, was für ein Entschluß hätteste als Postenführer im eigenen Abschnitt in diesem Fall gefasst?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 15:13 | nach oben springen

#9

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 15:14
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #8


Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #7
Ich sehe, mal angenommen, in 100m Entfernung (Mondhell) im Nachbarabschnitt eine Person am Grenzzaun.

Gegenfrage, was für ein Entschluß hätteste als Postenführer im eigenen Abschnitt in diesem Fall getroffen?


Leuchtsignal setzen, Versuch der Festnahme.


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 15:17 | nach oben springen

#10

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 15:26
von 94 | 10.792 Beiträge

'Entschluß bestätigt, handeln Sie!'

Und durch des Setzen eines (oder dreier) Sterne bunt war natürlich der Posten des Nachbarn sozusagend informiert.
'Friendly Fire' war übrigens äußerst selten an der Grünen. Kam das überhaupt mal vor, also an der Grünen?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 16.11.2012 15:28 | nach oben springen

#11

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 15:45
von EK82I | 869 Beiträge

Am PP Kollieeiche,der TL GR24/23 war auf dem B Turm eine Wechselsprechanlage zum Nachbarn,gab ja auch ab und zu Kontakte,nicht zuletzt weil dort wieder eine 501 Richtung GR23 begann.Ganz vorne und an der Gasse des GSZ konnte man sich auch an einer Säule mit beiden Seiten verständigen.Direkte Postentreffen an der Stelle,weiss ich nicht mehr,an der anderen Seite,zum 2.GB gab es das schon,zumindest,als die TL noch der Mühlenweg war.Als das alles umgemuddelt war,bildete die Dumme die TL.Zur Güst Salzwedel hatte man allenfals per Linse Kontakt,bzw dem ersten BT der dort zu sehen war.Ansonsten ein sehr einsamer Ort,aber das waren ja viele andere auch,


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#12

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 16:58
von nimmnix | 196 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #7
In Berlin war ja sicherlich eine ganz andere Postendichte.
So recht sehe ich noch nicht durch.
Mal ein Beispiel.
Es ist Nacht und ich bin als PF an der TL und ich habe Null Ahnung was nebenan abläuft.
Ich sehe, mal angenommen, in 100m Entfernung (Mondhell) im Nachbarabschnitt eine Person am Grenzzaun.
Da ich, wie es sich gehört, kein schießwütiger Grenzer bin, sollte ich unverzüglich Richtung dieser Person eilen um eine Festnahme durchzuführen, die Zeit drängt, er hat Übersteighilfe dabei.
Muss ich erst die FüSt anrufen, meine oder die andere, oder soll ich einfach hin?
Falls ich gleich hingehe ohne Meldung, könnte ein Posten vom Nachbar mich auch für einen GV halten und ist schlimmstenfalls schießwütiger als ich.
Gehe ich nicht hin und die Flucht gelingt, habe ich doch sicherlich auch schlechte Karten oder?
Das sind so Dinge mit denen du früher oft ganz allein dagestanden hast.



Da stellt sich mir die Frage ob Du je Postenführer warst ?
Im Umkreis von ca 1000m war kein Posten vom Nachbarabschnitt an der TL wenn du als PF da warst.
Da brauchtest Du keine Angst haben einen "Schießwütigen "Grenzer vom Nachbarabschnitt zu begegnen .
Und in einer Mondhellen Nacht bei 100 m Abstand zwischen mir und GV hätte der angenommene Nachbarposten genau gewusst wer wer ist ,weil ich als Grenzer den GV angerufen hätte und dabei gleichzeitig meine Kaschi durchgeladen und gesichert hätte .
Und glaube mir wie hellhörig die Nächte an der Grünen waren !
Auch hätte ich nie den Kolonnenweg verlassen und den K6 Richtung Zaun betreten.


Nun nimm mal Deine Schmusemuschi vom Arm und benimm dich wie ein Mann


jecki09 und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.11.2012 17:37 | nach oben springen

#13

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 17:03
von jecki09 | 422 Beiträge

Klasse.

den hätte ich auch gern sehen wollen, der den KOW in Richtung Grenzzaun I verlässt und dann vielleicht noch ohne vorherige Meldung an den KGSI.


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#14

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 17:22
von 94 | 10.792 Beiträge

Na bei Festnahme, also wenn sie dann auch gelang, war's eigentlich egal mit'm 6er. Wir ham mal (andere Lage, nicht die an der TL) einen GV aus dem KfZ-Sperrgraben geholt. Also eigentlich war der schon weg, der 6er war an dieser Stelle so hart gefroren, da gabs keine Spuren. Die Anzeichen am Signalzaun war'n aber eindeutig und in ein Signalgerät ist er auch noch gestolpert. Dann isser mit Höchstgeschwindigkeit zum Zaun, und dort im KfZ-Sperrgraben in Deckung. War aber direkt hinter einem Standardabrieglungspunkt für das Feld, welches er ausgelöst hatte. To cut a long story short ... irgendwann mit dem einem Offizier vom Batallionsstab und einem AO13bestätigten Hundeführer übern 6er und da stand er dann schon vor uns.
Da kam natürlich bei den Soldaten genau diese Frage auf, hätten wir gedurft wenn wir ihn gesehen hätten? Salomoniosche Antwort (der Staber hieß NICHT Salomon, nicht mal ähnlich *grins*): Der Erfolg rechtfertigt jedes Mittel!
Keiner, auch ich nicht, traute sich zu fragen ... und bei Mißerfolg?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#15

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 16.11.2012 17:50
von utkieker | 2.920 Beiträge

Im 1. Grenzbatalion des 24. Grenzregiments lag nördlich von uns das 8. GR, hier war es schwer die TL zu überschreiten, denn dazwischen lag die Elbe. Und dennoch jedes Jahr am Neujahrstag fuhr der Kommandeur vom Grenzkommando Nord durch "seine" Regimentsabschnitte. Wir wurden dazu aufgefordert entweder unseren "Spruch" zu können um Meldung zu erstatten oder mit einem extralangen Stichkabel uns nach Möglichkeit weiträumig im Gelände zu verpissen. Uffz. P. kannte seinen "Spruch" und bekam dafür ein Sachgeschenk. Die meisten haben es vorgezogen sich dem Sackstand zu entziehen. Ich weiß noch nicht einmal ob jedes GB eine eigene Parole/ Kennwort hatte, denn ich meine so ein Kommandeur ist auch nur ein Mensch, wie soll er sämtliche Parolen im Kopf haben?
Südlich war das 2. GB hier trennte sich der Abschnitt 4 von Abschnitt 5. Wenn ich nicht gerade auf mein "Stammpostenplatz" war lief ich auch häufig Streife im Abschnitt 4. Ich meine wir hatten da auch schon mal ein kurzes Postentreffen sind dann natürlich schnurstraks gemäß unserer Weisung auf Streife gegangen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#16

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 17.11.2012 09:11
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von EK82I im Beitrag #11
Am PP Kollieeiche,der TL GR24/23 war auf dem B Turm eine Wechselsprechanlage zum Nachbarn,gab ja auch ab und zu Kontakte,nicht zuletzt weil dort wieder eine 501 Richtung GR23 begann.Ganz vorne und an der Gasse des GSZ konnte man sich auch an einer Säule mit beiden Seiten verständigen.Direkte Postentreffen an der Stelle,weiss ich nicht mehr,an der anderen Seite,zum 2.GB gab es das schon,zumindest,als die TL noch der Mühlenweg war.Als das alles umgemuddelt war,bildete die Dumme die TL.Zur Güst Salzwedel hatte man allenfals per Linse Kontakt,bzw dem ersten BT der dort zu sehen war.Ansonsten ein sehr einsamer Ort,aber das waren ja viele andere auch,


Meine Dienstzeit fiel in die Übernahme unseres Abschnittes von GR 23 zu 24.
Als die Kollieiche noch Regiments-TL war sind wir so gut wie nie in diese Ecke beordert worden, vielleicht wegen dieser Trennung?


zuletzt bearbeitet 17.11.2012 14:29 | nach oben springen

#17

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 17.11.2012 09:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von nimmnix im Beitrag #12
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #7
In Berlin war ja sicherlich eine ganz andere Postendichte.
So recht sehe ich noch nicht durch.
Mal ein Beispiel.
Es ist Nacht und ich bin als PF an der TL und ich habe Null Ahnung was nebenan abläuft.
Ich sehe, mal angenommen, in 100m Entfernung (Mondhell) im Nachbarabschnitt eine Person am Grenzzaun.
Da ich, wie es sich gehört, kein schießwütiger Grenzer bin, sollte ich unverzüglich Richtung dieser Person eilen um eine Festnahme durchzuführen, die Zeit drängt, er hat Übersteighilfe dabei.
Muss ich erst die FüSt anrufen, meine oder die andere, oder soll ich einfach hin?
Falls ich gleich hingehe ohne Meldung, könnte ein Posten vom Nachbar mich auch für einen GV halten und ist schlimmstenfalls schießwütiger als ich.
Gehe ich nicht hin und die Flucht gelingt, habe ich doch sicherlich auch schlechte Karten oder?
Das sind so Dinge mit denen du früher oft ganz allein dagestanden hast.



Da stellt sich mir die Frage ob Du je Postenführer warst ?
Im Umkreis von ca 1000m war kein Posten vom Nachbarabschnitt an der TL wenn du als PF da warst.
Da brauchtest Du keine Angst haben einen "Schießwütigen "Grenzer vom Nachbarabschnitt zu begegnen .
Und in einer Mondhellen Nacht bei 100 m Abstand zwischen mir und GV hätte der angenommene Nachbarposten genau gewusst wer wer ist ,weil ich als Grenzer den GV angerufen hätte und dabei gleichzeitig meine Kaschi durchgeladen und gesichert hätte .
Und glaube mir wie hellhörig die Nächte an der Grünen waren !
Auch hätte ich nie den Kolonnenweg verlassen und den K6 Richtung Zaun betreten.


Nun nimm mal Deine Schmusemuschi vom Arm und benimm dich wie ein Mann


Ja, war Postenführer und bin auch ein Mann


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#18

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 17.11.2012 09:18
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von jecki09 im Beitrag #13
Klasse.

den hätte ich auch gern sehen wollen, der den KOW in Richtung Grenzzaun I verlässt und dann vielleicht noch ohne vorherige Meldung an den KGSI.


Klar konntest/musstest du zur Festnahme über den K6, warum denn nicht?


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#19

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 17.11.2012 09:47
von exgakl | 7.235 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #13
Klasse.

den hätte ich auch gern sehen wollen, der den KOW in Richtung Grenzzaun I verlässt und dann vielleicht noch ohne vorherige Meldung an den KGSI.


Außergewöhnlich Lagen erfordern außergewöhnliche Entschlüsse, die "grüne" Grenze ist dabei nicht mit Berlin zu vergleichen...

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#20

RE: Eine Frage zu den Trennungslinien

in Grenztruppen der DDR 17.11.2012 09:49
von exgakl | 7.235 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #17
Zitat von nimmnix im Beitrag #12
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #7
In Berlin war ja sicherlich eine ganz andere Postendichte.
So recht sehe ich noch nicht durch.
Mal ein Beispiel.
Es ist Nacht und ich bin als PF an der TL und ich habe Null Ahnung was nebenan abläuft.
Ich sehe, mal angenommen, in 100m Entfernung (Mondhell) im Nachbarabschnitt eine Person am Grenzzaun.
Da ich, wie es sich gehört, kein schießwütiger Grenzer bin, sollte ich unverzüglich Richtung dieser Person eilen um eine Festnahme durchzuführen, die Zeit drängt, er hat Übersteighilfe dabei.
Muss ich erst die FüSt anrufen, meine oder die andere, oder soll ich einfach hin?
Falls ich gleich hingehe ohne Meldung, könnte ein Posten vom Nachbar mich auch für einen GV halten und ist schlimmstenfalls schießwütiger als ich.
Gehe ich nicht hin und die Flucht gelingt, habe ich doch sicherlich auch schlechte Karten oder?
Das sind so Dinge mit denen du früher oft ganz allein dagestanden hast.



Da stellt sich mir die Frage ob Du je Postenführer warst ?
Im Umkreis von ca 1000m war kein Posten vom Nachbarabschnitt an der TL wenn du als PF da warst.
Da brauchtest Du keine Angst haben einen "Schießwütigen "Grenzer vom Nachbarabschnitt zu begegnen .
Und in einer Mondhellen Nacht bei 100 m Abstand zwischen mir und GV hätte der angenommene Nachbarposten genau gewusst wer wer ist ,weil ich als Grenzer den GV angerufen hätte und dabei gleichzeitig meine Kaschi durchgeladen und gesichert hätte .
Und glaube mir wie hellhörig die Nächte an der Grünen waren !
Auch hätte ich nie den Kolonnenweg verlassen und den K6 Richtung Zaun betreten.


Nun nimm mal Deine Schmusemuschi vom Arm und benimm dich wie ein Mann


Ja, war Postenführer und bin auch ein Mann



lass mal die Schmusemuschi schön auf dem Arm! Ich oute mich als Fan dieser Tierchen.....

VG exgakl


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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