#101

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 14.06.2013 22:15
von Vogtländer (gelöscht)
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Und der Pitti grinst sich jetzt bestimmt einen!


zuletzt bearbeitet 14.06.2013 22:16 | nach oben springen

#102

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 15.06.2013 19:18
von Fritze (gelöscht)
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Edgar und Nadja betraten den grossen Saal des Kulturhauses ,welcher schon reichlich gefüllt war . Kellner und Servierdamen balancierten schwere Tablette an die Tische . Als sie Ausschau hielten wo denn ,die Eltern sitzen würden ,konnte Edgar eine erhobene Hand von seinem Vater erblicken .
Dank dieser Hilfe hatten sie sich schnell durch die Tischreihen gekämpft und standen nun an einem Tisch mit vielen bekannten Gesichtern .Edgars ehemaliger Lehrmeister aus der Lehrwerkstatt nebst Gattin , einige Handwerksmeister ,welche Edgar durch seinen Vater kannte und einige Schlosser aus dem LIW und dem KIB.
Nachdem sie etliche Hände geschüttelt hatten nahmen sie gegenüber von Edgars Eltern Platz .Neben Edgar sass ein KKFZ-Schlosser der PGH Gute Fahrt ,der ihn auch gleich ansprach : " Wo hast du dich denn versteckt,daß du dich nur mit so einer schönen Frau raustraust ? "
Nadja gab die Antwort : " Den hab ich in Uniform auf dem Bahnhof gesehen und sofort zu mir mitgenommen ."
Fast alle Personen ,die am Tisch sassen lachten und einige hielten sich die Bäuche. Edgars ehemaliger Lehrmeister sagte mit schelmischen Grinsen :"Mensch Edgar , nun haste doch ne Belohnung für deine Längerverpflichtung erhalten. " Das war nun schon der zweite Lacher ,auf ihre Kosten ,obwohl sie kaum zwei Minuten am Tisch sassen.
Von der Bühne waren Mikrophongeräusche zu hören und ein paar Instrumente setzten ein .Edgar führte Nadja gleich zur Tanzfläche.
Sie sah ihn erstaunt an und fragte : " Drängelst du dich immer vor ,wenns ums Tanzen geht ? " Iwoo," sagte Edgar ,"aber ich wollte gar nicht so viel trinken und quatschen ! Lieber weg von der neugierigen Meute und wenn nach dem Essen ne günstige Gelegenheit ist ,seilen wir uns ab ! "
"Nanu ,bist du menschenscheu ? "fragte die Nadja . " Nee ,aber Dienstagabend ist mein Urlaub vorbei und dann muss ich wieder 4 Wochen ohne dich auskommen. Da werde ich die Zeit doch nutzen ! " Sie sah ihn dankbar an und gab ihm einen langen Kuss . Edgar sah wie sein Vater mit der Frau des Obermeisters vorbeitanzte und ihm einen emporgestreckten Daumen zeigte .


So jetzt geh ich erst mal mit Frauchen mit den Hunden und danach gehts weiter .
MfG Fritze


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#103

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 15.06.2013 21:41
von Fritze (gelöscht)
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Nach einigen Runden steuerte Edgar mit seiner Nadja die Bar an ,welche sich an einer Längsseite des Saales befand.Auch hier bekannte Gesichter und Hallos. Nadja wollte einen Apfelmost und Edgar bekam von einem Bärtigem ein Bier gereicht. Der vollbärtige Ralf war in Edgars Lehrklasse gegangen .
"Mann Edgar du bist zu beneiden ! Hast bald drei Jahre rum und ich muss im November los und das wo bei meiner Frau was unterwegs ist."
"Tja kann dir nur wünschen ,daß du nicht so weit weg kommst ! "bedauerte ihn Edgar . "Aber egal wohin du kommst ,deine Matte muss ab ! "Dabei wies er auf Vollbart und schulterlanges Haar des Bekannten . " Ja ja ,haben sie mir letzte Woche auf dem WKK auch gesagt ."
Als Edgar und Nadja zurück am Tisch waren ,polterte schon sein Vater : " Na endlich kommt mein Herr Sohn auch mal wieder ! Bestellt euch mal was zu
Essen ,bevor das Beste aus ist ! " Die meisten am Tisch waren schon beim Essen ,und ein Geklapper von Besteck und Geschirr war an diesem und dem Nebentisch zu hören.
Die für sie zuständige Kellnerin kam und fragte am Tisch : "Noch jemand ohne Fahrtschein ? " "Hier ! "rief Edgar , "Bitte ein Bier und einen Schoppen Weißwein ! " "Und was darfs an Speise sein ? " Nadja sah auf die Karte und sagte :"Ich nehme das Rumpsteak ! " Für mich auch ! "ergänzte Edgar.
dann wurden sie auch schon wieder mit Fragen bestürmt. "Sag mal Edgar : " Wieviel Flüchtende musstest du schon festnehmen ? " wollte die Frau des Innungsmeisters wissen. Edgar errötete und gab bekannt : " Ich ? Noch keinen . Ich bin kaum Draussen . Hab meine Aufgabe in der Kompanie ,aber regulären Grenzdienst mach ich gar nicht. "
Er schaute zur Nadja und sagte leise : "Weisst du nun was ich meine ? " Sie nickte und entgegnete :" Hast recht ! Nach dem Essen schleichen wir uns weg ! "
Als sie dann am Essen waren ,die meisten vom Tisch waren auf der Tanzfläche oder im Barbereich ,winkte Edgar der vorbeilaufenden Kellnerin . Sie kam an den Tisch und Edgar flüsterte ihr zu : " Bringen sie uns noch zwei Bier und einen Schoppen ! " Und unsere Rechnung ,aber so ,daß es nicht alle mitbekommen ! " Die Angesprochene sah abwechselnd zu Nadja und Edgar und nickte verschwörerisch .
Als Edgar und Nadja sich zum Gehen anschickten kamen Edgars Eltern von der Bar und blickten sie erstaunt an . Bevor Edgars Vater etwas sagen konnte , fiel ihm die Mutter in den Arm : " Lass die Kinder nur ,sie brauchen Zeit für sich ! " Nadja blickte sie dankbar an und sagte : " Wie wäre es ,wenn wir morgen Nachmittag in der Gartenklause uns zum Kaffee treffen ? " Nun war es Edgars Vater der staunte . "Gut Kinder ! Wann ? "
Vielleicht um 1500 Uhr ? " Und Edgar ergänzte :"Vormittags wollen wir noch etwas für Oma und Opa besorgen. "
"Dann Gute Nacht Kinder ! "sagte der Vater .
Als sie in Nadjas Wohnung angekommen waren ,riss sich Edgar die Schuhe von den Füssen : "Die sind nicht bequem ,hätte ich lieber die Hellen angezogen ! " Er setzte sich in einen Sessel und massierte sich die schmerzenden Füsse .
Nadja kam nur im leichten Hemdchen ( Nequlige hätte einfach zu dekadent geklungen ) mit einer Flasche Sekt ,welche sie aus dem Kühlschrank geholt hatte ins Zimmer und reichte ihm die Flasche :"Kannst du bitte mal aufmachen ! "
Dann stellte sie zwei Gläser auf den Tisch und stellte sich in einer Pose vor ihn .Edgar zitterten die Hände als er das Stanniol entfernte und den Draht löste. Dann machte es Plopp und Edgar goss schnell die überschäumende Flüssigkeit in die Gläser . Er reichte eins zur Nadja und sie setzte sich neben ihn auf die Lehne .Sie stiessen an und tranken ,dann küssten sie sich ,stellten die Gläser auf den Tisch und umarmten sich .Nadja begann Edgars Hemdknöpfe zu öffnen und sah auf seine Hose . Er hob sie auf seinen Schoß und streichelte ihre Schultern.
Irgendwie waren sie plötzlich im Schlafzimmer und sanken aufs Bett. Edgar strich vom Hals her über Nadjas Rücken ,mit der anderen Hand hielt er ihre rechte Wange und seufzte.Sie liebten sich heiss und innig .
Später dann sassen sie wieder im Wohnzimmer tranken den Sekt,der mittlerweile warm geworden war. Die Uhr zeigte nach 0300 Uhr und Nadja drängte ins Bett .
Fortsetzung folgt !

Hab ich mir ein Weizen verdient ? Ich denk schon !

Prost , Fritze


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#104

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 19.06.2013 23:32
von Fritze (gelöscht)
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Heute eine kurze Episode ,ganz der Hitze geschuldet. Für einen längeren Text ,hätte ich zupoft die hand vom kühlendem getränk nehmen müssen.

Der Samstagmorgen brachte ein schönes langes Frühstück ,bei dem Edgar und Nadja sich gegenseitig verwöhnten. Die Zärtlichkeiten der vergangenen Nacht hielten an . Nadja hatte ihre Haare hochgesteckt und sah in dem Morgenmantel aus ,wie eine Römerin mit Toga.
Kurz nach neun waren sie schon ins Centrum Warenhaus unterwegs. Nadja hatte schon eine Vorstellung und darüber ,war Edgar sehr froh. Ihm fiel nix vernünftiges ein. Aber Nadja erinnerte sich ,daß die Oma gerne Kerzen auf den Tisch stellte . So fanden sie auch Leuchter aus Porzellan und in dem selben Muster eine schöne bauchige Kaffekanne.
Edgar kaufte noch drei Flaschen Sekt mit Aprikosengeschmack in der Delikatabteilung. Als er seine ehemalige Klassenlehrerin sah ,hakte er Nadja unter und strebte dem Ausgang zu. Dazu hatte er nun gar keine Lust ,der alten Dame irgendwelche Fragen zu beantworten.
In einem Handarbeitsgeschäft in dem eine Schulfreundin Nadjas arbeitete , liessen sie ich die Mitbringsel einpacken.
In dem kleinen Lokal einer Gartensparte trafen sie sich zum Kaffee mit Edgars Eltern . Dazu hatte sich Nadja das ärmelfreie Kleid angezogen und weil es für den Rückweg etwas kühler werden sollte,ein Strickjäckchen mitgenommen.
Am Abend igelten sie sich wieder in Nadjas Wohnung ein und nachdem Nadja Edgars Schultern massiert hatte ,gönnten sie sich ein Bad mit Sektbegleitung . Also alles, wovon ein verliebtes Pärchen träumte.
Sonntagfrüh wurde Edgar wach als ihm eine Locke von Nadja in der Nase kitzelte.Er nahm ihren Kopf in seine Hände und küsste sie ,bis sie vollends wach war. "Guten Morgen meine Liebe ! " Sie antwortete :"Liebe ist gut ,lass uns gleich welche machen! "
Dabei glitt ihre Hand über seine Brust und strebte über den Bauch tiefer .Edgar stöhnte lustvoll.
Nach dem Frühstück holte sie Marko ab und sie fuhren zu den Grosseltern in das Dorf an der Oder . Unterwegs sahen sie wie die Störche sich auf den Stoppelfedern sammelten . In Kürze würden sie sich auf den Weg nach Afrika sein. Marko schnalzte mit der Zunge und sagte : " Wenn die Vögel in Afrika sind ,kommt mein Bruder nach Haus geschwind ! "
Dann sahen sie den Wartburg vom Vater vor sich ."Siehste ,hab ich doch gesagt,daß wir die Eltern einholen . " liess Marko vernehmen.
Edgar drehte sich zu Nadja um ,die diesmal allein auf der Rückbank sass. "Mein Bruder hat seinen Trabbi besser in Schuss ,als Vater den Wartburg. "
Das Wetter meinte es an diesem Spätsommertag besonders gut und so fuhren sie bei strahlendem Sonnenschein auf den Hof der Grosseltern .
nach einer herzlichen Begrüssung staunte sie über die renovierte Küche .

ff


Hat sich noch keiner gefragt ,warum sie noch nie bei Nadjas Eltern waren ? Das Mädel kommt aus einem weiter südlich gelegenem Landstrich .
Wo wachsen die schönsten Mädchen ?
Fritze


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#105

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 19.06.2013 23:38
von silberfuchs60 | 1.458 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #104
Heute eine kurze Episode ,ganz der Hitze geschuldet. Für einen längeren Text ,hätte ich zupoft die hand vom kühlendem getränk nehmen müssen.

Der Samstagmorgen brachte ein schönes langes Frühstück ,bei dem Edgar und Nadja sich gegenseitig verwöhnten. Die Zärtlichkeiten der vergangenen Nacht hielten an . Nadja hatte ihre Haare hochgesteckt und sah in dem Morgenmantel aus ,wie eine Römerin mit Toga.
Kurz nach neun waren sie schon ins Centrum Warenhaus unterwegs. Nadja hatte schon eine Vorstellung und darüber ,war Edgar sehr froh. Ihm fiel nix vernünftiges ein. Aber Nadja erinnerte sich ,daß die Oma gerne Kerzen auf den Tisch stellte . So fanden sie auch Leuchter aus Porzellan und in dem selben Muster eine schöne bauchige Kaffekanne.
Edgar kaufte noch drei Flaschen Sekt mit Aprikosengeschmack in der Delikatabteilung. Als er seine ehemalige Klassenlehrerin sah ,hakte er Nadja unter und strebte dem Ausgang zu. Dazu hatte er nun gar keine Lust ,der alten Dame irgendwelche Fragen zu beantworten.
In einem Handarbeitsgeschäft in dem eine Schulfreundin Nadjas arbeitete , liessen sie ich die Mitbringsel einpacken.
In dem kleinen Lokal einer Gartensparte trafen sie sich zum Kaffee mit Edgars Eltern . Dazu hatte sich Nadja das ärmelfreie Kleid angezogen und weil es für den Rückweg etwas kühler werden sollte,ein Strickjäckchen mitgenommen.
Am Abend igelten sie sich wieder in Nadjas Wohnung ein und nachdem Nadja Edgars Schultern massiert hatte ,gönnten sie sich ein Bad mit Sektbegleitung . Also alles, wovon ein verliebtes Pärchen träumte.
Sonntagfrüh wurde Edgar wach als ihm eine Locke von Nadja in der Nase kitzelte.Er nahm ihren Kopf in seine Hände und küsste sie ,bis sie vollends wach war. "Guten Morgen meine Liebe ! " Sie antwortete :"Liebe ist gut ,lass uns gleich welche machen! "
Dabei glitt ihre Hand über seine Brust und strebte über den Bauch tiefer .Edgar stöhnte lustvoll.
Nach dem Frühstück holte sie Marko ab und sie fuhren zu den Grosseltern in das Dorf an der Oder . Unterwegs sahen sie wie die Störche sich auf den Stoppelfedern sammelten . In Kürze würden sie sich auf den Weg nach Afrika sein. Marko schnalzte mit der Zunge und sagte : " Wenn die Vögel in Afrika sind ,kommt mein Bruder nach Haus geschwind ! "
Dann sahen sie den Wartburg vom Vater vor sich ."Siehste ,hab ich doch gesagt,daß wir die Eltern einholen . " liess Marko vernehmen.
Edgar drehte sich zu Nadja um ,die diesmal allein auf der Rückbank sass. "Mein Bruder hat seinen Trabbi besser in Schuss ,als Vater den Wartburg. "
Das Wetter meinte es an diesem Spätsommertag besonders gut und so fuhren sie bei strahlendem Sonnenschein auf den Hof der Grosseltern .
nach einer herzlichen Begrüssung staunte sie über die renovierte Küche .

ff


Hat sich noch keiner gefragt ,warum sie noch nie bei Nadjas Eltern waren ? Das Mädel kommt aus einem weiter südlich gelegenem Landstrich .
Wo wachsen die schönsten Mädchen ?
Fritze
na sicher in Sachsen @Fritze





xxx
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#106

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 30.06.2013 22:51
von Fritze (gelöscht)
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Edgar wälzte sich von einer Seite auf die Andere ,aber er konnte nicht einschlafen.Er liess noch mal die Urlaubstage in seinen Gedanken vorbeilaufen.
Nachdem sie bei den Grosseltern zwei schöne Tage verbracht hatten ,musste er wieder los . Obwohl nur noch 39 Tage auf seinem Bandmass waren , sehnte er die Entlassung herbei . Er hätte sich nicht in seinen Träumen gedacht ,daß er mal so ans Drücken kommen würde.
Er dämmerte dahin ,als er jäh aus seinen Träumen gerissen wurde. Ein durchdringender Ton liess ihn schleunigst aus dem Bett in Uniform und Stiefel springen.Er dachte nur ,das war ja klar ,gerade heute ,wo einer UvD hat ,der keine Berechtigung für die "Kiste " hat.
Als er im Erdgeschoss ankam ,drängelten sich schon etliche Soldaten auf dem Flur und das U-Boot versuchte Ordnung in den aufgescheuchten Haufen zu bringen.
Edgar gab Waffen ,Magazine und DFs heraus und legte die Waffenkarten auf die Ständer .Das musste etwas grosses sein ,denn die Schlange vor der Waffenkammer riss nicht ab. Nach den Soldaten und Uffzen der Sicherstellungskompanie kamen Offiziere aus dem Stab .Selbst der Batallioner und der Staber empfingen ihre Pistolen.
Nachdem das Steifelgetrappel verklungen und die Geräusche der ausfahrenden KFZ abebbten ,schaute Edgar aus seiner Kiste auf den Flur.
Dort stand der glatte Nachrichtenuffz. ,welcher UvD hatte und ein Soldat der Wache,welcher wohl gleich zur Ablösung ans Tor gehen würde.
Edgar winkte dem UvD ,dieser kam breitbeinig auf die Kiste zu . Der Nachrichtenuffz konnte sich denken ,was Edgar ihn fragen würde. Endlich wusste er einmal,worum es bei diesem Grenzalarm ging . Er beschloss diesmal den Gänger zappeln zu lassen , indem er nur nach einer spannenden Pause sein Wissen weitergeben würde .Er hatte dabei nicht mit anders laufenden Umständen gerechnet.
"Hey LFK ,wasn wieder los ?" fragte Edgar den jungen Uffz. Dieser zog erstmal hoch ,hob die linke Hand und wackelte damit ."Sehr diffus ,sag ich nur."
"Quatsch keene Opern ! " drängelte Edgar . Da flog die Tür der Hauptfeldbude auf und der Spiess und ein Hauptmann vom Stab traten gestikulierend und diskutierend auf den Flur. "Ja ,alles klar ! Halten sich bereit ! " vernahmen sie vom Spiess .Der UvD erstarrte zur Salzsäule als der Hauptmann an ihm vorbei hastete.
Der Spiess trat an die Luke von Edgars Kiste , und liess ein "Das kann dauern ! " hören. Zum UvD gewandt sagte er :" Alle Kompanieangehörigen halten sich auf den Stuben bereit ,Fahrzeugführer in den Speiseraum ! " Der UvD stürzte in seine Wachbutze und gleich kamen der GUvD und ein Soldat der Wache heraus ,welche auf die Stuben liefen.
Edgar setzte ein "ich weiß nicht "Gesicht auf um den Spiess zum erzählen zu bewegen .
Der malte mit dem Schlüssel auf der Luke rum und hub an zu sprechen ."In der Fünften ist der Schreiber ausm Objekt verschwunden. "
Edgar zog die Brauen hoch und fragte vorsichtig : "und ,isser weg ? " "Darüber ist noch nichts bekannt ,gab aber keine Auslösung .Man vermutet ,daß er noch im Abschnitt ist . " antwortete der Spiess . "Aha "sagte Edgar "deswegen die Fährtenhunde ?"
Von der geöffneten Hauptfelwebelstube war das Klingeln des Telefons zu hören. Der Stabsoberfähnrich ging zügig in sein Dienstzimmer ,nicht ohne vorher die Tür zu schliessen.

ff


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#107

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 01.07.2013 01:21
von Vogtländer (gelöscht)
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Man,Fritze,lass uns bloß nicht zulange mit der ff warten!
Ick versprech Dir schon mal eins vorsorglich:
Läßte uns zulange warten,klau ick Dir dit Seppeldingsda,watt sich nich Bier nennen tun darf!
Ansonsten weiter so!


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#108

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 01.07.2013 19:14
von PF75 | 3.291 Beiträge

Jetzt wo es spannend wird,bitte keine lange Pause hatte selber mal so eine situation erlebt.


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#109

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 12.07.2013 14:00
von Fritze (gelöscht)
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nachdem ich Euch so lange auf die Folter gespannt habe ,muss ich noch vor dem Wochenende weiter schreiben .

Edgar wuselte nervös in seiner Waffenkammer rum . Das war ja n Ding ! Der Schreiber von der Fünften eventuell geflitzt .Er kannte den Typen ja nicht ,aber in dessen Haut wollte er nicht stecken . Da es langsam Tag wurde ,rechnete Edgar ihm keine grossen Chancen mehr ein .
Der Hauptfeld schien immer noch zu telefonieren .was es wohl an neuen Erkenntnissen gab ?
Edgar schaute auf den Gang hinaus und winkte dem GUvD ,welcher auch sofort kam . Eddy was is ?
"Kannste mir mal ne Tasse Kaffee bringen lassen ?" Der Gefreite nickte und verschwand in Richtung Wachbutze.
Kurz darauf erschin ein Soldat vom 2. DHJ und stellte den Kaffee auf die Luke ." Bitte Eddy !" Edgar bedankte sich ,tat sich die zwei Zuckerstückchen ,welche auf der Untertasse lagen in den Mund und lutschte .Dann pustete er in die Tasse und schlürfte vorsichtig am "Schwarzen " .
Hinter der Tür zum Büro vom Hauptfeld war Gerumpel zu hören .Aber der Spiess kam nicht heraus ,so daß Edgar weiter neugierig an seinem Kaffee schlürfte.
Dann Stiefelgeräusche und richtig erschienen zwei Hauptleute vom Stab ,welche auch ihre Makarows empfingen.Auch ihren Minen war nichts zu entlocken.Als nächstes kam ein Stoffhundfahrer mit dem UvD und der Nachrichtenuffz sagte zu Eddy : "Gib ihm mal seine AK ,der fährt gleich raus ! "
Als der Soldat zur Fahrzeughalle unterwegs war ,sah Edgar den UvD fragend an ,aber dieser schüttelte nur mit dem Kopf .
Edgar hatte keine Ruhe und wäre am liebsten zum Spiess gegangen ,aber anderseits hatte er auch keine Lust seine " Kiste " zu verriegeln ,wer weiss wer noch alles kam ?
Nach einer gefühlten Ewigkeit war wieder das Telefon im Zimmer vom Spiess zu hören .Vielleicht Neuigkeiten ?
Vom Hof her waren Motorengeräusche zu hören . Kling nach dem P3 ,dachte Edgar und schulte vorsichtig durch die Vorhänge auf den Hof . Aber dort war schon nichts mehr zu sehen. Wahrscheinlich war der P3 zum Tor raus und das lag auf der Strassenseite .
Dann kam Bewegung in der Wachbutze auf und derGUvD lief ins Treppenhaus .Edgar hing auf seiner Luke und wollte nichts verpassen.
Der UvD kam auf den Gang heraus und rief zu Edgar "Lage bleibt bestehen ! "
Edgar wünschte sich ,daß er auf einer FÜST Mäuschen spielen könnte oder wenigstens in GMN mithören könnte . Die Warterei fiel ihm auf die letzten Tage viel schwerer ,als sonst bei Lagen .Aber diesmal ging es auch um einen AGT !
Was mochte den Gefreiten wohl bewogen haben sich unerlaubt zu entfernen , oder sollte man schon von einer Fahnenflucht sprechen ?
Niemand konnte Edgar seine Neugier stillen !
Dann wieder Motorengeräusche ,welche durch das geöffnete Fenster vom Hof klangen. Auch der Spiess kam aus seinem Büro und zog ein hartes Gesicht . Er kam an die Luke und sagte: " Die Hunde hatten Erfolg ! " Edgar entgegnete ein leises "Aha ".
Das hiess dann wohl ,daß der Schreiber der Fünften gefasst war . "Und wo ? " wollte Edgar wissen . "Hier bei uns ! " liess der Spiess vernehmen.
Und dann fügte er mit Grabesstimme hinzu : " Wenn die Truppen reinkommen ,macht der Battalioner selbst Appell , mit Allen ! "Damit verschwand der Spiess in Richtung Küche .
Edgar pfiff leise durch die Zähne , dabei dachte er ,daß es von dem Dorf seiner Grosseltern nur ca 60 Kilometer flussabwärts bis Schwedt war .
Dann nahm er die Schuhbürste ,welche er in der Waffenkammer deponiert hatte und fuhr sich über die Stiefel . Da es draussen schon hell war ,konnte man damit rechnen ,daß der Appell noch vor dem Frühstück stattfinden könne .
Plötzlich knurrte Edgar der Magen . Kein Schlaf und dann noch leerer Magen !
Dann war vielstimmiges Gemurmel und Getrappel zu hören . Etliche AGT machten sich auf den Weg in den Keller um ihre Waffen vom Staub zu reinigen und erschienen dann an Edgars Luke .


ff


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#110

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 16.07.2013 22:18
von Fritze (gelöscht)
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In der Kompanie ging es zu wie in einem Taubenschlag . Ständig kamen Angehöhrige und gaben ihre Waffen und DFs ab .
Die Gerüchteküche war am überbrodeln .Keiner wusste was genaues ,aber jeder gab seinen Senf dazu . "Hatte sich vorbereitet ,sogar Zeugnisse mit ."
oder "Der wäre im Westen erwartet worden ."
Alles Quatsch laut dem Hauptfeld .Wahr war ,ein Hundeführer hatte seine Spur aufgenommen, aus seinem Versteck getrieben und die A-Gruppe der 6. Kompanie hatte ihn geschnappt . Oder besser, er lief ihne in die Arme .
Dann kam ein Gefreiter ,welcher Kaffee in den Stab gebracht hatte und berichtete :"Ich habe ihn gesehen im Trainingsanzug mit gefesselten Händen."
Das U-Boot kam aus seinem Dienstzimmer und scheuchte die Gruppierungen aus dem Flur :" Los Leute ,Frühstück fassen und Sachen in Ordnung bringen ,auch heute haben wir Aufgaben ! "
Nachdem Edgar seine Kiste geschlossen hatte schlenderte er in den Speisesaal. An seinem Tisch sassen etliche Uffze und waren beim Essen in Gespräche vertieft.
Ein Feldwebel sagte zu Edgar :" Sei froh ,daß Du nicht mit Draussen sein mußtest ! "
Darauf entgegnete dieser : " Wieso , denkste ich hätte mich auch bequatschen lassen aufzukohlen ! "
Wusste doch jeder ,daß sich ebendieser Feldwebel von einem Batallionspolit in die Mangel genommen ,von drei auf zehn Jahre verpflichtet hatte.
Plötzlich wurde es ganz still am Tisch und der Feldwebel stiess seinen Teller von sich ,stand abrupt auf und verliess den Speisesaal.
Dann gab es vlt. ein Geprusche und Gelächter . "Den sind wir los ! "sagte der Glasmann. Und selbst Waldi gab einen Kommentar von sich :"Jetzt geht er nur noch in den Buffispeiseraum."
Vorn an der Klappe stand der Zirn mit in die Hüften gestemmten Armen und verkündete lautstark : "0800 Appell auf Hof vorm Batallion ! "
Der Glasmann sah auf seine Uhr : " 0735 ,da ist noch Zeit fürn zweiten Kaffe ! "
Auch Edgar liess sich nicht in Hektik versetzen und kaute ruhig weiter .Genüsslich schlürfte er an seinem Kaffee und fragte Waldi :"Nimmste den Hund ,der ihn aufgescheucht hat auch mit zum Appell ? "
Der so Angesprochene senkte seinen Kopf und wurde ganz verlegen . Vor lauter Nervosität verschüttete er von seinem Kaffee .
So langsam leerte sich der Speiseraum und draussen auf dem Raucherplatz wurde an Stiefeln herumgewienert.Kannten doch alle den scharfen Blick des Stabers und seine Vorliebe für glänzende Stiefel.
ff


silberfuchs60, Pitti53, Winch, bendix, exgakl, PF75 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.07.2013 22:19 | nach oben springen

#111

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 17.07.2013 13:53
von Fritze (gelöscht)
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Nun gehts ja mit Edgar in die letzten dreißig Tage seiner Dienstzeit .
Wie alle mitbekommen haben dürften ist er ja nun ,einer Längerverpflichtung ( Aufkohlung ) gänzlich abgeneigt .
Einmal in VKU fährt er ja nochmal (was Pitti bestimmt freuen dürfte ) und die Gängerfete hats auch in sich .

Bis FF ! Fritze


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#112

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 17.07.2013 14:00
von Harsberg | 3.242 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #2
Klasse, wieder ein Kandidat für den Zirkel schreibender Grenzer.

Weiter so Fritze!




Dem kann ich nur zustimmen, weiter so, freue mich schon drauf!


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
Damals87 und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#113

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 17.07.2013 18:28
von Vogtländer (gelöscht)
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Fritze,wann schreibst weiter?


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#114

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 17.07.2013 22:35
von Fritze (gelöscht)
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Erst muss mein Tatoo trocken werden !


zuletzt bearbeitet 17.07.2013 22:35 | nach oben springen

#115

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 19.07.2013 20:39
von Fritze (gelöscht)
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Steifel schlugen im Takt auf Betonplatten und die Angehörigen der Sicherstellungskompanie ,die vom Polit kommandiert wurden ,schwenkten zum linken Stellplatz auf der Fläche vor dem Batallionsstab. Dort standen schon die Angehörigen des Bootszuges und die Gakl des Stabes .
Geradezu vom Eingang standen die Angehörigen der 5.und 6. Grenzkompanie und am rechten Flügel die der 7. Grenzkompanie.
"Auf der Stelle ! Halt ! " Das Echo schallte vom Batallionsgebäude über den Hof und die Zwingeranlage.
Die Batallionsführung trat vor die Angetretenen. "Stillgestann ! Richt Euch ! Zur Meldung die Augen links " Der stelli Stabschef vom Battalion machte Meldung an Kommandeur :" Gen. Oberstleutnant , Anggehörige der 5.,6.,7, Grenzkompanien sowie Bootszug und Angehörige des Stabes zum Appell angetreten ! "
"Danke lassen se rührn ! " "Rührt Euch ! " Der Battallioner trat zwei Schritte vor .:"Morgen Genossen ! " Morgen Genosse Oberstleutnant ! " scholl es zurück .
Nach dem Appell ging der normale Kompaniealltag weiter . Die LOs der Hundestaffel fuhren zum Füttern der Trassenhunde raus . Der ZT 303 verliess mit Gefreitem und Uffz .den Hof um im Abschnitt der 6.Grenzkompanie den K6 zu eggen . Edgar gab noch einige Waffen heraus und verkrümelte sich in seinem Zimmer aufs Bett .Er sinnierte n bisschen . Noch 28 Tage und davon 6 Tage Urlaub. Er hatte es geschafft noch zwei Dienstfrei an den VKU zu hängen. Er musste ja schliesslich noch bei seiner zukünftigen Arbeit vorbei sehen ! Der Spiess hatte ihm auf Nachfrage gleich positiv beschieden .
"Na klar Edgar ,andere nehmen dafür sogar Sonderurlaub ! Da sollte das mit den Dienstfrei doch kein Problem sein ."
Es wurde zaghaft an die Tüt geklopft .Edgar richtete sich auf und rief :"Rein ! "
Der Buffer stand grinsend im Türrahmen und begann zögernd : "Eddy haste Lust mitzukommen ? " "Wohin ? " Mit dem Zirn zum Fischer runter ! Wir wollen doch morgen Maränen grillen ,bei der Gängerparty , ham wa doch bestellt und nun hat der Fischer angerufen ,wir sollen se abholen und im Konsum bezahlen." "Na klar ,"entgegnete Edgar . "Sonst krieg ich noch drücken ! "
Beide nahem mit grossen Sprüngen die Treppe zum Ausgang ,wo der Zirn sie mit einem Fahrer erwartete.
"Na dann kanns ja losgehen ! "schnarrte der Zirn . "Bringt reichlich ! rief das U-Boot ihnen nach :"Ich esse auch gern frischen Fisch . "
"Ja,ja " sagte der Zirn und bugsierte die Meute auf dem Hof zu einem Kübel .
Nachdem sie die Maränen abgeholt hatten und gleich im Laden bezahlt hatten ,machten sie sich ans Putzen im Waschraum .
Edgar hatte noch nie Fische ,wie diese Maränen geputzt,bei denen sich die Schuppen so leicht entfernen liessen.
" Bier für morgen steht schon beim Spiess . " verlautete der Zirn . "Hör auf ! " sagte Edgar ,"könnte schon eins vertragen ! "
"Wat haste denn fürn Dienst heute ? " fragte ihn der Zirn . "Nüscht besonderet .Erst übermorgen wieder UvD. "
"Na denn komm ,lass ma kieken ,wem de deine Kiste übergeben kannst ! Und denn kommste heut nachmittag mit nach Zickentown ,wat einkaufen und paar Bier trinken ." Auf den fragenden Blick von Edgar liess er nur ein lapidares :"Zurück kann Frau fahrn ! "
"Na denne ,auf gehts ! " Die Nachfrage bei Polit und Spiess war nur noch formell.
Gegen 14.00 sassen sie beim Zirn im Skoda und schnurzelten auf der Landstrasse gen Zickentown .Dem seine Frau musste zum Zahnarzt und wollte auch noch einkaufen . So hätten sie etwa drei Stunden Zeit bisschen zu schlendern und in einer kleinen Kneipe paar Bier zu kippen .
Auf der Hauptstrasse machte der Zirn Edgar auf das Fotogeschäft aufmerksam .Der winkte ab , "Hab schon genug Fotos in Uniform . "
Im kleinen Delikat kaufte sie für den nächsten Abend noch Kartoffelchips und Erdnussflocken.
Dann schnippte sich der Zirn an die Kehle . " Die Grützwurst heut mittag war ganz schön salzig . " Edgar nickte ,"Ab zur Tränke ! "
Beim Eintreten in die kleine Kneipe blinzelten sie ,denn hier war es dunkler als auf der sonnengefluteten Strasse .
Ausser ihnen sass nur noch ein älterer Mann drinnen. Sie klopften auf den Tisch,hängten ihre Mützen an Haken und nahmen Platz.
Ohne das sie was gesagt hatten ,stellte ihnen eine Mittvierzigerin zwei Bier auf den Tisch.
Sie packten die Gläser und prosteten sich zu . "Wohl bekomms ! " sprach der Rentner und hob auch sein Glas an den Mund .
"Aahhh" stöhnte der Zirn beim Absetzen . Auch Edgar hatte sein Glas auf Ex geleert . Beide winkten mit den leeren Gläsern zur Theke hin .Doch die Wirtin packte schon zwei neu Gezapfte aufs Tablett und brachte sie an ihren Tisch.
"Ihr habt wohl Brand ?" wunderte sich der Alte .Beide nickten.
"Was war denn bei euch wieder los ? "fragte der Alte . Der Zirn legte seine Hand auf den Unterarm des Alten und hub an : " Weisste Onkelchen ,selbst wenn wir wollten ,dürften wir Dir nichts erzählen ! " Dieser nickte sagte : "Ach so ,wie gehabt ! "
Alle lachten und prosteten sich zu .

ff


Mann ,jetzt hab ich selber Durst bekommen. Mal an den Getränkekühlschrank gehen !
MfG Fritze


Pitti53 und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#116

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 25.07.2013 23:35
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Geht das noch irgendwie weiter oder hängste noch am Kühlschrank?


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#117

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 26.07.2013 11:31
von Fritze (gelöscht)
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#118

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 26.07.2013 20:52
von PF75 | 3.291 Beiträge

Bitte weiter machen,es gibt Entzugserscheinungen


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#119

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 05.08.2013 15:47
von Fritze (gelöscht)
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Auf der Rückfahrt von Zarrentin erging sich der Zirn in Fahrhinweisen für seine Gattin ,welche ihnen den Chauffeur geben musste. Edgar dachte nur ,daß Freund Zirn nicht gerade Kavalier war wenn es ums Trinken ging . Im Herbst nach seiner Entlassung würde er sich bestimmt umgucken,denn so einfach wie sein Tagesablauf in der Kompanie war ,würde es in Schwerin nicht bleiben !
Als der Skoda vor dem Eingang hielt verabschiedete sich Edgar höflich von des Zirns Ehefrau .
Dann hielt ihm der Torposten die Eingangspforte auf und fragte :"Na Eddy ,hats Bier geschmeckt ?"
Der so Angesprochene , grinste nur und winkte ab .Auf dem Weg zu seinem Zimmer kam ihm das U-Boot entgegen ,welcher eine Mappe unter dem Arm trug. "Na Prima ,da ist ja unser Edgar ! Ich hab noch n Auftrag für eine Wandzeitung zu vergeben ! "
Edgar verzog säuerlich das Gesicht . "Das muss nicht mehr sein !Da gibt es doch bestimmt prädestiniertere Kandidaten ! "
Der Ult. lachte und entgegnete : "War ja auch n Witz Edgar ! Hab schon n Opfer gefunden . Diesmal sind der Waldi und der Schimpie von der Hundestaffel dran ! "
In seinem Zimmer stiess sich Edgar die Schuhe von den Füssen und hangelte seine Latschen aus dem Schrank. Sein Stubenkamerad hatte noch UvD ,würde aber gleich vom Glasmann abgelöst.
Edgar überlegte ,ob er sich heute zeitig ins Bett hauen sollte oder mal wieder an einer Skatrunde teilnehmen sollte . Er hatte zwei Gefreite mit Karten in den Klubraum gehen , gesehen.
Er würde mal auf den Sprutz warten ! Nach gar nicht langer Zeit waren dessen Schritte auf dem Gang zu hören. Die Tür ging auf und der Uffz. kam rein.
"Hallo Eddy ,schon wieder da ? Hab gar nicht mitbekommen ,wie ihr gekommen seid . "
Edgar fragte gleich :"Und was liegt heut an ? Pennen oder Skat ? "
Sein Zimmergenosse kratzte sich das Kinn und überlegte .Mhhhm Skat is nich schlecht ! Aber paar Getränke wären auch gut ! "
Darauf entgegnete Edgar : "Dann müssen wir aber uns aber was einfallen lassen ! " Wen könnte man als Dritten zu uns lotsen ? Fruchtsaft hab ich noch ,wenn du weisst was ich meine ?
"Der Buffer hat morgen dienstfrei und der kanns Maul halten . Werd ihn mal interviewen ! Ach übrigens ,das U-Boot schlich hier eben rum . Hat der Kompaniedienst ?
"Nee ,der will gleich weg ,so wie ich eben hörte . Spiess hat Dienst . Und der kommt nicht auf die Etagen ,wenns nicht brennt ! "
Der Ult. war der Einzige ,welcher die Eigenschaft hatte , unangemeldet auf die Stuben der Uffze zu kommen .Selbst der Polit liess sich nur bei Problemen auf den Zimmern sehen.
Während sich Edgars Zimmergenosse duschte ,sah Edgar beim Buffer auf der Stube vorbei und winkte Diesen heraus.
Als dieser auf dem Flur stand ,flüsterte Edgar : "Wir suchen n dritten Mann zum Skat ! Hast du was vor ? Dabei kratzte sich Edgar am Hals und machte die Geste des Schluckens .
Der Gefreite kapierte sofort und sagte : "Bin in fünf Minuten bei euch . "
"Lass dir Zeit, Knollie duscht noch !" Der Buffer nickte und verschwand wieder in seiner Stube .
Auf dem Rückeg zu seinm Zimmer , konnte sich Edgar nicht verkneifen ,bei den Hundeuffzen vorbeizusehen und ihnen noch Material zur Wandzeitung anzubieten.Er hatte noch Buchstaben und Bastelpapier vorrätig und gedachte nicht ,dies mit nach Haus zu nehmen.

ff


PF75 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#120

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 05.08.2013 23:13
von Fritze (gelöscht)
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ne halbe Stunde später , sassen Edgar und sein Zimmergenosse mit dem Buffer am Tisch und klatschten die Karten auf den Tisch .Edgar hatte den Part des Schreibers auf sich genommen und war gleich mit einem Nullouvert und einem Pik ohne Vieren belohnt worden .
Die Schraubgläser mit den in Goldbrand schwimmenden Fruchtstücken, hatten sie in den Stiefeln unterm Tisch .
Der Buffer fuhr sich ständig mit der Zunge über die Lippen .
Vom Hof her war das Geräusch des einfahrenden ZT 303 zu hören. Edgar zog die Brauen hoch :"Die kommen aber spät rein . Ist da was los ? "
"I wo" ,warf der Buffer ein ,der immer bestens über alles in der Kompanie Bescheid wusste . " Die wollen doch beide in Urlaub am nächsten Wochenende ,da hauen se n bisschen rein ,damit se Vorlauf haben ! "
Die Drei spielten sich richtig in Rage und staunten ,als plötzlich der Glasmann welcher UvD hatte mitten im Zimmer stand . Niemand von ihnen hatte ihn kommen gehört. "Hey Glasi ,wat isn los ?"fragte der Buffer .
Dieser liess ein gelangweiltes :"Na nichts ! " hören . " Wat meinste ,warum ich hier hoch komme . Selbst im Stab scheint man heute wunschlos glücklich zu sein . "
"Kenn ich ! "sagte Edgar :"Aber Vorsicht ! Du denkst alles todlangweilig und dann schlägt der Sackstand zu ! "
Die Tischrunde grinste und Edgar klopfte abergläubig mit dem Knöchel auf die Tischplatte .
Der Glasmann war längst wieder gegangen und sie hatten gerade drei Runden Schieberramsch eingelegt ,als Edgars Zimmergenosse sein Schraubglas zum Mund führte und danach philosophisch wurde :" Kaum zu glauben ,daß Kompott zum Skat so lecker sein kann ! "
Der Buffer spöttelte : "Sag nur nicht deiner Mutter ,was du hier so fürn Kompott naschst ! "
Und Edgar fügte hinzu : "Sonst schreibt sie noch an die Kompanieführung und beschwert sich ,daß ihr lieber Junge so verdorben wird !"
Da lachten alle so laut ,daß Edgar ein "Psst , wollen doch niemanden anlocken ! ", einwarf .
Der Buffer beugte sich vor und sah auf den Zettel mit den Ergebnissen . "Mann Eddy, du hast über 500 Pluspunkte ! "
Der Zimmergenosse von Edgar trieb das Reizen bis auf 48 hoch ,schob den Skat weg und sagte : "Grand Hand ! "
Edgar der eigentlich wieder Nullouvert spielen wollte ,rollte mit den Augen ,denn seine höchste Karte war der Herz König ,ansonsten hatte er nur Luschen.
Nachdem er sie mit dem Grand Hand , Schneider gespielt hatte ,gönnte sich der Junge Uffz.einen weiteren grossen Schluck aus seinem Schraubglas.
Edgar rechnete :" Mit Dreien , Spiel vier ,hand fünf ,Schneider sechs , macht einhundertvierundvierzig ! "
Damit stand nur der Buffer in den Miesen .
Der schaute auf die Uhr und sagte : "Nicht mehr viel Zeit zum aufholen ! "
Tatsächlich zeigte die Uhr bereits 00.35 Uhr . Sie sahen sich an ,nickten und kippten sich die Reste in den Gläsern hinter die Binde .
Der Buffer verschwand katzengleich aus dem Zimmer . Auf den war Verlass ,der vertrug etliches und konnte trotz seiner offenen Art ,schweigen wie ein Grab. Musste ja auch niemand wissen ,daß die Uffze schon mal mit den Gefreiten soffen !
Aufs Zähneputzen verzichteten die zwei ,der Geschmack war ja nicht unangenehm und nun nutzten sie die Bettschwere und schnarchten um die Wette .
Am nächsten Morgen sah Edgar von seinem Doppelstockbett nach unten . Sein Zimmergenosse war auch wach und rekelte sich ausgiebig .
"Und wie isses ? ,fragte er . " Ganz gut ! "kam als Antwort . "Nur gut ,daß wir nicht übertrieben haben ! "
Beide machten sich auf in den Waschraum .Beim Frühstück trafen sie an ihrem Tisch die melanchonisch dreinblickenden Hundeuffze .
"Was hat euch den die Petersilie verhagelt ? " fragte Edgar :"Ihr werdet doch wegen soner läppischen Wandzeitung nicht Trübsal blasen ? "
Dabei knuffte er seinem Zimmergenossen in die Seite ,worauf auch dieser grinste .

ff


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