#221

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 10.01.2014 12:07
von 94 | 10.792 Beiträge

... erschien als 'Roman-Zeitung' Nr.471 im Juni 1989, paßt also auch irgendwie nicht?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#222

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 11.01.2014 22:41
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von Stuelpner im Beitrag #220
Das Parfum von Patrick Süskind?

Gruß Stulpner


Rüschtüsch ! Der Stülpner hats gewusst !


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#223

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 11.01.2014 22:43
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #221
... erschien als 'Roman-Zeitung' Nr.471 im Juni 1989, paßt also auch irgendwie nicht?





Ich habs aber schon 1987 als Gebundene Ausgabe gelesen und der Edgar auch !


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#224

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 11.01.2014 23:12
von 94 | 10.792 Beiträge

Hmm ... stimmt *verlegengrins*
Manchmal steht ebend doch nich nur Dumfug inner *pedia: Verlag Volk und Welt, Berlin 1987 (Lizenzausgabe für die DDR; Taschenbuch) ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Parfum#Ausgaben

Also gehts nun mit x+8 weiter oder muß ich den Ulu, welcher immer noch mit Koeter rumkabbelt 'erlösen' *blödfrag*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#225

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 11.01.2014 23:17
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Wenn Edgar endlich zu Hause ist kannste den Ulu gern wieder ins Spiel bringen @94

Ist ja irschendwie auch üüüberfällig.


zuletzt bearbeitet 11.01.2014 23:18 | nach oben springen

#226

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 11.01.2014 23:27
von 94 | 10.792 Beiträge

Na vorher hätte da aber ein ehemaliger Kontaktbereichbeamter der Verflossenen noch einen Journalisten am Start, besonders für den 'studiosus-fribourgensis', odär?

So und jetzt KONTROLLE! Oder rennt nur der Edgar auf seine letzten Tage etwa ohne Gängerlöffel rum!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#227

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 13.01.2014 01:01
von Fritze (gelöscht)
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Nachdem Edgar den Zirn losgeworden war ging er gedankenverloren hoch auf sein Zimmer .Etwas irritiert von dem komischen Gehabe des Zirns wandelte er durch den Flur ,als plötzlich eine Tür aufflog und zwei Soldaten herausstürmten und in Richtung Waschraum rannten .Edgar sah auf seine Uhr ,welche nach 1900 zeigte und schüttelte nur den Kopf . Die zwei armen Irren ,die glaubten doch wohl nicht ,daß es um diese Zeit noch warmes Wasser zum Duschen gäbe !
Auf seiner Stube machte er sich erstmal n Tee und widmete sich dann wieder seiner Lektüre . Er machte es sich bequem und legte die Beine auf einen Stuhl nachdem er die Stiefel ausgezogen hatte .
Es klopfte und der Buffer trat ein . Edgar blickte ihn fragend an . "Ey Eddy ,kommste rüber ? Wir haben Kaffee und Kuchen . Der Meyer zwo und der Minischlosser waren in Zickentown und haben Kuchen und Torte mitgebracht ."
Edgar hatte eigentlich keine Lust ,aber er wollte dem Buffer nicht so einfach absagen . Also schlüpfte er in seine Stiefel und folgte dem Gefreiten .
Auf dessen Stube war Gedrängel und Gejohle als er eintrat . "Komm Eddy ,hab dir nen Hocker freigehalten ! " johlte der Wohlgetan mit hochrotem Kopf . " Was wird denn hier gefeiert ? " fragte Edgar . "Der Minischlosser ist Vater geworden . "
Edgar reichte dem Minischlosser die Hand und gratulierte . "Erich nun hats einer vor dir geschafft ! " wandte sich Edgar an den Gefreiten Wohlgetan. Der war auch ganz aus dem Häuschen und rief völlig aufgekratzt : "Am Samstag lassen wir alle pinkeln ,die geborenen und auch die noch ungeborenen Kinder ! "
Edgar nahm lieber noch nen Tee ,Kaffee hatte er heut schon genug .Obwohl er pickesatt war probierte er noch ein Stück von der Sahnetorte .
Bei der nächsten Gelegenheit stahl sich Eddy aus der fröhlichen Runde und sah zu das er ins Bett kam. Vor seinem Zimmergenossen hatte er Ruhe ,der war mal wieder paar Tage auf Schulung .
Am nächsten Morgen hielt er sich nicht lange auf . Nachdem er im Waschraum war ,zog es ihn beizeiten zum Frühstück und danach startete er zum Grossputz in seiner Nochkiste .
Zuerst stellte er alles was ging hoch oder zur Seite . Dann hängte er so gut es ging die Waffenständer mit alten Laken ab . Er fegte mit einem Handfeger die Wände ab ,wischte den Boden und saugte mit dem geliehenem Staubsauger auf den Schränken und in den Ecken .
Dann kamen die Leute von der Kompanie und vom Stab und holten sich ihre Waffen. War er sonst ,wenn er UvD hatte , froh über jede Unterbrechung , versprach sie doch auch Abwechselung ,störte sie heute doch . Und dann die Kommentare : "Oh , Eddy hat Haushaltstag ! "
Bis kurz vor Mittag putzte und wischte er ,machte sich Notizen zum Zustand einiger Waffen. Denen würde er schon noch helfen ! Da waren noch einige ,die in den nächsten zwei Tage ihre Waffen auf Hochglanz bringen würden.
Zuletzt reingte er die Gitterstäbe zum Eingang der Kiste . Dann verschloss er und trollte sich in Richtung Speiseraum .
Er sah durch die Luke grüsste die Küchenfrauen und fragte : "Was gibts denn heute leckeres ? "
"Schnitzel mit Blumenkohl , Eddy ." klang es aus der Küche .
Er nahm seinen Teller und setzte sich an der noch leeren Tisch der Unteroffiziere . Das Schnitzel war ja wirklich ein Prachtstück und der Blumenkohl duftete aus der hellen Sosse . Hundeuffz Waldi kam ebenfalls mit seinem Teller ,setzte sich und sagte leise :"Da bekommen die Neuen
gleich was feines zu essen ."
Edgar sah auf : "Ach ja ,sind die Glatten schon da ? Waldi wusste zu berichten :"Warn wohl im Regiment und sind nun auf dem Weg hierher . "
Danach kauten sie beide und Edgar sah zum Fenter raus . Dort würden bald die LKWs mit den Neuen ankommen . Er hatte selbst noch den Tagesablauf von vor zweieinhalb Jahren im Kopf . Morgens ging es zeitig in Perleberg los ,dann zum GR 6 nach Schönberg mit Appell ,dann zum Grenzbatallion zwei nach Lassahn und dort wurden noch mehrere junge Uffze auf die Grenzkompanien verteilt .
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen als sich mehrere Uffze an dien Tisch setzten.Der Glasmann fragte : " Na Eddy Putz beendet ? "
Der schüttelte den Kopf : "Nee , geht noch weiter ,aber deine Spritze kann auch was Pflege vertragen ! Du willst doch bei der Übergabe am Freitag nicht auffallen ? " Einstimmiges unterdrücktes Gelächter zeigte Edgar ,daß er voll ins Schwarze getroffen hatte .



ff


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#228

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 14.01.2014 23:11
von Fritze (gelöscht)
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Edgar bebachtete von seinem Zimmer aus wie zwei W50 auf den Hof fuhren und jede Menge neuer Uffze abstiegen . Einige zerrten Seesäcke und Zeltbahnsäcke von den Ladeflächen ,andere beließen ihre Klamotten noch auf den LKWs .Von einem Offizier abgeholt begab sich der ganze Trupp in Richtung Batallionsstab .Im Stockwerk unter ihm , konnte sich ein Gefreiter nicht nehmen lassen , über die schönen neuen ,glitzernden Gurkenschalen zu lästern.
Edgar schloss das Fenster und begab sich wieder runter zur Kiste . Viel war ja nicht mehr zu machen , aber es würden noch einige Genossen kommen ,um ihre Waffen zu reinigen .
Das grosse Inventarbuch auf den Knien , sass Edgar auf einer Munitionskiste ,als der Uleu an die Klappe kam ."Na Eddy ,alles klar ? " Der Angesprochene legte das Buch weg und kam zum U-Boot an die Klappe . "Die Übergabe kann kommen ! Bin eigentlich soweit . Bei den letzten Kontrollen hat es ja nie Beastandungen gegeben . "
"Wegen Samstag ."druckste das U-Boot rum :"Also auch die Uffze haben nur bis 2400 Uhr Ausgang ! "
"Wird doch klar gehen ! "antwortete Edgar :"Reicht ja auch zum Abgang feiern ! "
"Dann ist ja alles klar , " sagte der Uleu und danach :"Gleich ist die Begrüssung der Neuen im Speisesaal ."
"Ja ",entgegnete Edgar :"Hab sie grad aufm Weg zum Batallion gesehen . "
Der Polit kam zu ihnen und klopfte mit seinem Schlüssel auf die Klappe . Wahrscheinlich würde er gleich ne kurze Begrüssungsrede halten.
Als vielstimmiges Getrappel vom Eingang her zu hören war , gingen der Polit und der Uleu zügig in Richtung Speisesaal .
Edgar fläzte sich auf die Klappe und schaute interessiert auf das Trüppchen,welches da einrückte.Dann schloss der Uleu die Tür zu den Speiseräumen.
Nach ca. 15 Minuten kamen der Spiess und der Uleu wieder raus und gingen in die Wachbutze , danach verschwanden sie im Dienstzimmer des Spiess. Edgar winkte dem GUvD und dieser kam an die Luke . "Jetzt dürfen se erstmal futtern ,danach beziehen sie die vorläufigen Quartiere ."gab der Gefreite bereitwillig Auskunft .
Da kamen schon die Ersten mit Gepäckgerödel auf den Flur .
"Muss los ! "hastete der Gefreite .
Edgar genoss die Szenerie und dachte daran , wie er hier vor zwei Jahren hier aufgeschlagen war .
Zum Abendbrot sassen dann drei neue Uffze am Tisch und blickten scheu .Im Speisesaal der Soldaten waren diverse Bemerkungen zu hören .
Edgar setzte sich und fragte gleich : " Wer ist der neue Waffenuffz ? " "Hier , ich ." antwortete ein langer Kerl mit Bürstenschnitt und hoher Stirn .
"Aha ,freut mich dich zu sehen . "sagte Edgar . "Du bist nämlich meine Ablösung ! "
Einer der Neuen fragte : "Das ist hier aber keine normale Grenzkompanie ,ne ?
Prustendes Lachen war die Antwort . " Nee ,das ist hier ne Kompanie zur Sicherstellung des Grenzdienstes ! " gab der hinzukommende Glasmann zum Besten.
Dann wurden noch n paar Kamellen erzählt ,um die Neuen zu beeindrucken.
Das Geputsche bei den Gefreiten und Soldaten hielt sich noch in Grenzen ,aber morgen ,wenn die neuen Soldaten kommen würden , dann wird bestimmt so mancher Kommentar zu hören sein.
Nach dem Essen sah sich Edgar im Quatier der Neuen um . Er empfahl :" Packt nich soviel aus ! Diese Bude ist nur Übergangsquatier für euch .Wenn wir weg sind , könnt ihr eure Zimmer beziehen . "
Dann wurde er noch mit Fragen bestürmt . "Alles mal ruhg ! "sagte er zu ihnen . "Nichts wird so heiss gegessen ,wie es gekocht wird ! "
Zurück auf seiner Stube nahm er sich erstmal seine Post vor . Den Brief von Nadja las er gleich dreimal und danach die Lektüre von seinem Bruder .

Fortsetzung folgt


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#229

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 15.01.2014 17:41
von PF75 | 3.292 Beiträge

die Ankunft der Neuen war schon ein seeeeeeeeeehr belustigendes Ereignis .
Mal sehen wie es weiter geht.


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#230

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 19.01.2014 18:48
von Fritze (gelöscht)
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Edgar las ,daß sein Bruder dann wie verabredet , am Entlassungstermin ca 1400 Uhr in Schönberg sein würde . Diese Uhrzeit war ihnen als verbindlich mitgeteilt worden. Voher würde noch grosser Appell und Bimborium sein.
In einer Woche würde er schon zu Hause sein . Er nahm sich nochmal den Brief von Nadja und las sich die letzte Passge durch .
"Ich freue mich schon auf den Abend deiner Entlassung ,dann lassen wir nochmal das Bettchen wackeln, bevor wir umziehen , damit auch die neugierige Nachbarin etwas von deiner Heimkehr hat ! "
Er wischte sich eine Freudenträne aus dem Augenwinkel und faltete den Brief sorgfältig zusammen , bevor er ihn in seine Schreibmappe legte .
Die Uhr zeigte bereits nach 2100 und so schnappte er sich sein Waschzeug und machte sich in Richtung Waschraum. Er rasierte sich sorgfältig und putzte sich die Zähne . Zwei Soldaten erschienen mit leeren Wasserkochern ,die sie füllten .Wortlos verschwanden sie wieder so schnell wie sie gekommen waren. Da hatten wohl auf deren Stuben ,welche Kaffeedurst !
Auf seiner Stube räumte er etwas auf , bevor er in Bett ging . Er lag schon im Bett, als ein zaghaftes Klopfen zu hören war . "Ja , rein ! " murmelte er.
Die Tür öffnete sich vorsichtg und der Buffer im Bademantel stand in der Türöffnung ."Willste schon schlafen Eddy ?
"Jo ,werd mal die Ruhe ausnutzen ! Wieso wat liegt an ? "
Der Buffer druckste :"Haste noch wat von dem guten Stoff in Schraubgläsern ? "
"Das tut mir leid ,aber Alk ist nix mehr da ! Müsst ihr halt bis Samstag warten ! Ok ? "
"Ja is klar Eddy . Kann man nix machen . Gut Nacht Eddy ! "
"Ja auch ne gute Nacht ! " Der Buffer schloss die Tür undEdgar drehte sich um und schlief auch kurz danach ein .
Edgar drehte sich im Traum im Bett und brabbelte etwas von "Hirngespinsten " .



ff

Hab gerad n Telefonanruf erhalten .
Muss heut noch mal los ! Wollte Euch aber wenigstens etwas zu lesen geben am Sonntagabend .

Gruss Fritze


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#231

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 21.01.2014 21:24
von Fritze (gelöscht)
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Edgar bewegte sich im Schlaf hin und her . Sein Traum gaukelte ihm nie gesehene Bilder vor .
Ein weiter strahlend blauer Himmel , grüne Wiesen und in der Ferne tanzende Mädchen in weißen Kleidern . Alle bewegten sich synchron und er kam immer näher ,nein er schwebte auf sie zu . Alle hatten Nadjas Gesicht und fragten "Edgar wann kommst Du ? "
Plötzlich hörte sein Schweben auf und er kam nur noch mit schweren Schritten vorwärts ,indessen die Mädchen sich entfernten . Seine Beine liessen sich kaum noch bewegen und die Stimmen riefen ihn immer noch .Er versucht mit den Armen zu rudern ,aber er kam nicht mehr von der Stelle . Die schwebenden Mädchen verwandelten sich in GT-Fahrzeuge und aus der Wiese wurde der Kolonnenweg .Imer mehr Fahrzeuge fuhren vorbei ,aber keines hielt an ,um ihn mitzunehmen . Auf den Ladeflächen sassen seine Gänger und winkten mit den Entlassungstüchern .
Dann hielt das letzte Fahrzeug an und der Zirn stieg aus und packte ihn am Arm : "Edgar nun komm endlich ! "
Das war der Moment wo Edgars Traum abriss . Draussen war es berits hell und der Zirn stand vor Edgars Bett : "Eddy wat is los ? Nacht durchgemacht ? Komm runter ,lass uns gemeinsam frühstücken ! "
Edgar schüttelte den Kopf : " Boah ,wat machst Du hier ? Biste zu Hause rausgeflogen ? "
Nee ,aber meine Frau ist doch mit Schwiegermutter in Schwerin ,die nehmen heute unsere neue Wohnung in Besitz . "
"Achso " sagte Edgar , "bin in zwei Minuten unten ! Zufrieden stapfte der Zirn davon ,seine Stiefel klackten auf dem morgenigem Flur .
Edgar sprang in FDU und Stiefel und lief zum Waschraum ,schwappte sich einige Hände kaltes Wasser ins Gesicht ,kämmte sich fix die Haare und lief gelassen die Treppe herunter in den Speiseraum .
Dort trug gerade der Zirn ein Tablett mit zwei Kännchen Kaffee zum Tisch .Edgar blickte den Stfw. fragend an .
"Kann nun mal nicht alleine frühstücken . " entgegnete dieser ungefragt .
"Na wie lange isn deine Holde weg und wie lange kommste auf die letzten Tage noch vorm Frühstück zum Dienst ? "
" Sonntag kommt se wieder . " Aha ,und solange bleibt sie bei deiner Schwiegermutter ? "konstanierte Edgar .
"Eigentlich isses nich schlimm ."sagte der Zirn : "Zumal die Beiden sich um alles kümmern . "
" Wie jetzt ? " wollte Edgar wissen . Der Zirn köpfte gerade ein Ei und murmelte mit Vollem Mund : "Na die kaufen Tapeten ,mein Schwager malert die Bude und meine Schwiegermutter näht die Gardinen .Wenn ich Glück habe, brauch ich vorm Umzug nix tun ! "
"Du alter Stäubling ! " entgegnete Edgar .
Dann liessen sie sich das Frühsück schmecken . Die Tür ging auf und der Tischdienst erschien . Der Soldat fragte ob sie noch n Wunsch hätten .
Aber Edgar schüttelte nur den Kopf . Als sie fertig waren ,schaute Edgar an den UAZ Tisch und richtig dort sassen schon die Neuen .
Er sprang noch schnell die treppe rauf und räumte seine Stube auf ,setzte sich das Käppi auf und ging runter zur Wachbutze .


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#232

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 21.01.2014 22:10
von Fritze (gelöscht)
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Er liess sich vom Nachrichtenuffz. ,welcher Uvd war ,den Schlüssel zur Kiste geben . Der sagte : "Kommen gleich paar die Waffen holen."
"Mach ich schon ! "entgegnete Edgar .
Er sah sich erstmal um ,als ob sich in dieser Nacht etwas verändert hatte ,aber es schien alles wie immer .
Aus Gewohnheit schnappte er sich Staubtuch und Wedel und wischte über Regale und Waffenständer .Dann nahm er sich des Glasmanns Schiessprügel vor . Er entfernte den Verschluss drehte die Mpi um und sah durch den Lauf ins Licht . Na da hat ja mal einer was getan ,sagte er zu sich selbst . Auch sonst sah die Waffe sauber aus und würde auch einer umfassenden Prüfung bestehen .
Nachdem er alles wieder zusammengesetzt hatte ,stellte er die Waffe wieder in den Ständer .
Da hörte er schon Schritte auf dem Gang in seine Richtung kommen . Als erster waren Hauptmann H.und Fähnrich K. an seiner Luke . Sie hatten beide Ihre Fotoapperate und Teleobjektive mit . " Morgen Edgar " kam es wie aus einem Mund und sie hielten ihm die Waffenkarten hin. nachdem er sie abgefertigt hatte ,kamen mehrere Soldaten und Gefreite . Darunter war auch der Gefreite ,welcher den ZT 300 fuhr . "Heute letzte Mal K 6
grubbern ,Eddy ! Morgen ist Wasch und Pflegetag ." Dann knallte er sein Waffenkarte auf die Luke . Edgar sah auf seine riesige, rissige ,rötlich behaarte Pranke. Er blinzelte Edgar zu : " Und alles klar wegen Samstag ? "
"Denk schon ." antwortete Edgar . Dann sah er dem leicht schaukelndem Gang des Riesen hinterher .
Der Spiess erschien an Edgars Luke und grüsste : "Morgen Edgar ! " Der antwortete : "Morgen Gen . Stabsoberfähnrich . "
"Alles bereit ? "wollte der Hauptfeld wissen . "Von mir aus könnte schon Montag sein ! "antwortete Edgar . Montag war der Tag der Übergabe .
Im Laufe des Vormittages kamen noch etliche Angehöhrige , die ihre Waffe zum Putzen oder zum Dienst empfingen und alle witzelten mi Edgar rum . Edgar fragte den hinzukommenden Uleu ,ob er nicht mal n Probeblick auf die Butze werfen konnte . Er kannte doch das scharfe Sehvermögen des Unterleutnants und dessen Gespür für feine Sachen . Der Gefragte fühlte sich natürlich geschmeichelt . Er trat ein ,liess seinen Blick umherschweifen ,sah dort und hier hin ,fuhr mit den Fingern über Ständer und sagte dann abschliessend : " Sieht ganz vernünftig aus ! "
Edgar bedankte sich und schwatzte mit dem Uleu noch über den bevorstehenden morgigen Ausgang , bevor dieser in sein Dienstzimmer ging.
Edgar bekam nicht mit ,wie schnell die Zeit verging . Der Glasmann klopfte auf die Luke und rief : " Mittag ! "
Der Waffenuffz schloss die Kiste und folgte dem Glasmann in den Speiseraum .
Dort ging es heute zu wie in einem Taubenschlag . Überall neue Gesichter und die Gesichter der Alten grinsten nur .
Als er am Tisch der Soldaten vorbeikam , hörte er vielstimmiges Gemurmel . Das waren die Neuen .
Der Gefreite Wohlgetan ,welcher heute seinen letzten Tischdienst hatte stolzierte zwischen Luke und Offizierspeiseraum hin und her .


ff


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#233

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 21.01.2014 22:53
von manifest 20 | 314 Beiträge

Das geht ja ab in dieser Woche, WEITER SO

gruss andreas


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#234

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 21.01.2014 23:17
von PF75 | 3.292 Beiträge

Mal wieder schöne Lektüre.


PS :Zu meiner aktiven zeit gabs in der GK Tischdienst nur im Speiseraum der Offz,die Gen.Uffz duften sich mit einreihen an der Futterluke(hatten aber einen separaten Tisch ).


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#235

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 22.01.2014 14:52
von Fritze (gelöscht)
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War bei uns auch so . Die Offiziere und BUs wurden aber bedient .Manchmal wurden wir UAZ aber vom Tischdienst oder vom Kochsgehilfen verwöhnt .


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#236

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 22.01.2014 14:54
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von manifest 20 im Beitrag #233
Das geht ja ab in dieser Woche, WEITER SO

gruss andreas




Und die Woche hat noch paar Tage ! Ich glaub der Edgar will nach Hause !

Und Durst haben die Gänger , Durst !


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#237

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 27.01.2014 22:59
von Fritze (gelöscht)
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Samstagvormittag rekelte sich Edgar lange im Bett herum und konnte sich nicht zum Aufstehen aufraffen. Spät in der Nacht war sein Zimmersprutz von der Kommandierung gekommen und hatte doch tatsächlich in seinem Seesack 20 Flaschen Lübzer geschmuggelt .Die waren nebst einer grossen Flasche Pfeffi , sogar alle heil geblieben .
Da war es nur naheliegend ,daß die vergangene Woche mit "Begleitung"ausgewertet wurde . Damit der leckere Duft nicht im Zimmer bleiben würde ,hatten sie das Fenster die Nacht offengelassen ,das war nun zu merken .
Mit einem Satz war Edgar in seinen Schlappen ,schnappte sich Handtuch und Waschzeug flitzte in Richtung Waschraum . Dort war schon das grosse Reinigen im Gange . Als Edgar noch im Schlafanzug erschien , brach ein Gejohle aus . " He Eddy is gleich Mittag ! " rief der Gefreite Wohlgetan ,welcher seine Ausgehschuhe wienerte . Einer von den neuen Soldaten ,der mit einer Wurzelbürste die Waschtröge schrubbte ,blickte scheu zu Edgar . Wahrscheinlich hatte der Wohlgetan den Neuen wieder Räuberpistolen aufgebunden .
Als Edgar den Waschraum verliess ,konnte er sich nicht verkneifen, den Neuen einen Grund zum Lachen zu geben :" He Ihr da ,lasst euch von diesem Fähnrichschüler nix erzählen ! " Als er die Tür vom Gang schloss ,war ein waidwundes Röhren von dem Gefreiten zu hören.
Zurück auf seinem Zimmer schloss er zuerst das Fenster , zog sich an und brachte seine zerwühlte Lagerstatt in Ordnung .Das Bett seines Zimmergenossen war schon vorbildlich gebaut ,aber von ihm selbst fehlte jede Spur .
Edgar holte seine Ausgangsuniform aus dem Spind und befand sie für ausreichend . Danach nahm er sein Besteck und schlenderte in Richtung Speiseraum .
Dort standen schon Etliche an der Luke und warteten auf die Essenausgabe ."Mahlzeit Eddy ,noch gar nicht gesehen ,heute ! "begrüsste ihn der Buffer . Edar grinste nur und fragte :"Was gibt es denn heute schönes ? " Der Buffer entgegnete :" Fisch ! "
"Nicht nur ! " sagte der kleine Kochsgehilfe ,welcher aus der Küche kam und mit Kreide an die Tafel schrieb : " gebratene Wittlingslappen mit Kartoffelpürree und Mischgemüse "Darunter setzte er noch Birnenkompott.
Endlich wurden die ersten Teller ausgegeben und die Schlange rückte vor, in Richtung Luke .Als Edgar an der Reihe war , wies er den Koch an :"Hau ordentlich Fisch rauf ,ich hab Hunger ! " Der Gefreite sah auf und entgegnete : "Geht klar Edgar . " und dann :"Grundlage für heute abend !
Fisch will schwimmen ! "
Am Tisch war Edgar der Erste und genoss die knusprigen Fischstücke . Dann kamen drei Hundeuffze und zwei von den Neuen .
Die staunten über Edgars Appetiet . Dem fiel die Skepsis der Neuen sofort auf und er sagte zu ihnen "Haut ruhig rein , hier schmeckt das Essen !
Nicht zu vergleichen mit dem Perleberger U.Schulen Frass ! "
Dann stopfte er weiter in sich hinein . Holte sich noch Nachschlag ,vom köstlichem Essen und bestellte sich gleich ein Kännchen Kaffee.
Der Glasmann erschien nörgelnd am Tisch und setzte sich polternd . Edgar wusste ,daß der Glasmann keinen Fisch mochte und sagte zu ihm :"Gib her das Seegetier ! " Der Glasmann schob den Fisch auf Edgars Teller. Der bedankte sich .
Nach dem Essen schaute Edgar beim Uleu vorbei und übergab Diesem seine gesammelten Werke an Bastel- und Wandzeitungsmaterial .
Der sah sich das Sammelsurium an und fragte Edgar :"Du willst Dich wirklich von allem trennen ? " Edgar nickte nur und grinste .
Der Uleu versuchte zurückzulächeln und fügte noch ein: " Wegen heut abend alles klar ? Abmarsch dann um 18.00 Uhr ! "
Das hatte wieder zur Folge ,daß Edgar sich am Adamsapfel kratzte und den Uleu fragte :"Der Stabsfeldwebel heut nicht hier gewesen ?"
Das U.Boot schüttelte mit dem Kopf : "Der hat doch das ganze Wochenende frei und meldet sich erst heut abend zum Abmarsch . "
Dann verkrümelte sich Edgar wieder auf sein Zimmer ,wo er noch mindestens 2 Stunden zu ruhen gedachte .





ff



Ps. Auch der Zirn liegt der Länge nach auf dem Sofa bei sich und sieht fern . Seine Fau hatte aus Schwerin telefoniert ,daß die Renovierung gut voranschreite .


Pitti53, silberfuchs60, Damals87 und PF75 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#238

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 27.01.2014 23:11
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #224
Hmm ... stimmt *verlegengrins*
Manchmal steht ebend doch nich nur Dumfug inner *pedia: Verlag Volk und Welt, Berlin 1987 (Lizenzausgabe für die DDR; Taschenbuch) ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Parfum#Ausgaben

Also gehts nun mit x+8 weiter oder muß ich den Ulu, welcher immer noch mit Koeter rumkabbelt 'erlösen' *blödfrag*



@94 Du darfst auch schonmal in Deinen Erinnerungen kramen ,denn im nächste Monat biste fällig !
Der ABV hat noch Schonfrist !
Immer schön den zeitlichen Rahmen einhalten ! Hier das Ergebnis der heutigen Zahnreinigung !


zuletzt bearbeitet 27.01.2014 23:21 | nach oben springen

#239

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 11.02.2014 14:42
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Ob wir das Ende noch erleben?


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#240

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 11.02.2014 18:03
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #239
Ob wir das Ende noch erleben?
Sicher,sicher,dass "Dicke Ende" kommt für uns alle......irgendwann.


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