#21

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 18.11.2012 18:32
von Pzella 82 | 356 Beiträge

@Fritze.....wat Du so für Talente hast!!!!

Schön jeschrieben und ick rieche wieder Bohnerwachs und Waffenöl!!!

Bis Donnerstag
Pzella 82


...poor man wanna be rich, rich man wanna be king
and a king ain´t satisfied ´til he rules everything....Bruce Springsteen
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#22

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 18.11.2012 19:48
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von Pzella 82 im Beitrag #21
@Fritze.....wat Du so für Talente hast!!!!

Schön jeschrieben und ick rieche wieder Bohnerwachs und Waffenöl!!!

Bis Donnerstag
Pzella 82


Na da kannst Gift druff nehmen oder Bohnerwachs inhalieren ! Donnerstag werden wir uns angeltechnisch verlustigieren und ooch een oder anderen Schwank hören.


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#23

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 18.11.2012 22:44
von Fritze (gelöscht)
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morgen gibt es noch eine schöne lange Episode vom Waffenkeim,aber dann müsst ihr Euch 8 Tage gedulden !

Schöne und erfolgreiche Woche an Alle !


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#24

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 19.11.2012 17:47
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

freue mich auch auf mehr!

Zwar "gedient in fremden Heeren", aber wie sich doch die Bilder gleichen! Vieles hieß anders, manches sah anders aus, manches Detail im Dienstbetrieb war anders, aber dennoch ist so viel wiederzuerkennen.

Vielen Dank und weiter so!

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


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#25

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 19.11.2012 22:13
von Fritze (gelöscht)
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nachdem Edgar den Dienst als UvD übernommen hatte ,setzte er sich erst mal in der Wachbutze an den Schreibtisch und ordnete die Unterlagen.Sein GUvD stand neben ihm und bemerkte trocken : "Gleich klingelts Telefon ." Edgar schaute ihn an und meinte: " Denkste der "Henker " braucht wieder Zigaretten ? " " Genau",sagte der Gefreite.
Der "Henker " war mit Abstand der fieseste und unbeliebteste Offizier unter den Diensthabenden des Batallions.Er war mal KC in einer Grenzkompanie gewesen ,aber nachdem in dieser Einheit ,alles drunter und drüber gelaufen war ,wurde er DH im GB.Er war immer sehr schlecht auf die Dienste vorbereitet.So verlangte er laufend nach Boten ,welche Zigaretten kaufen sollten oder Kaffee bringen .Seine Ehe war gescheitert und nachdem ihn seine Frau verlassen hatte,wollte er sich im Trunkrausch aufhängen.Dafür hatte er er aber ein Kabel von einer Nachtischlampe genommen,welches sofort riss.Diese Aktion hatte ihm seinen Spitznamen eingebracht.Die Dienste gleichzeitg mit diesem Offizier, waren für alle Beteiligten immer viel Radau um Nichts.Jeder war froh ,wenn dieser Krug an einem vorbeiging.
Edgar war zufrieden ,daß er diesen zuverlässigen Gefreiten als GUvD sehr oft hatte.
Einige Postenpaare gingen zum Essen und danach raus .Er gab ihnen die Waffen ,bei einem kleinem Gespräch erfuhr er ,daß heute Nacht ne Kontrolle vom Regiment anstand. Er brachte seine Wachmannschaft auf Trab und liess die Zugdienste rufen.Unter dem Mantel der Verschwiegenheit erklärte er ihnen von der bevorstehenden Maßnahme. Die Reviere sollten vernünftig abgemeldet werden und die Zugdienste waren für die Einhaltung der Nachtruhe verantwortlich.Zum Glück gab es keine Ausgänger,denn die Dorfkneipe hatte Ruhetag.Der Spiess und der Polit ,welcher der amtierende KC war, hatten die Einheit schon verlassen,der KC war schon längere Zeit krank.Am Nachmittag hatte die Kompanieführung noch die Uffze über den jetzigen Stand informiert.
Aus dem Treppenhaus vernahm Edgar Lärm und heftiges Stimmengewirr.Er ging dieser Quelle nach und sah im Kellergeschoss einige Soldaten vor dem Gerätekeller heftig diskutieren.Als sein Kommen bemerkt wurde, fiel ihm ein Soldat mit glasigen Augen und gerötetetem Gesicht auf." Na meine Herrn ,was gibts denn für ein Problem ? " " Na ,der hier ,war heut nachmittag beim Zahnarzt in X-Stadt und hat sich Einen genehmigt.Nun hat er keine Lust auf sein Revier."Edgar verzog sein Gesicht: " Na prima ,das hat uns noch gefehlt." "Du und du ,Ihr bringt den ins Bett ! Der Stubenälteste sorgt dafür ,daß drin bleibt ! " Darauf konnte er sich verlassen ,denn der Stubenälteste war der Gefreite ,welcher den Traktor fuhr. "Und ihr seht zu ,daß ihr zu den Revieren kommt ! " Damit sprang er wieder die Treppe hoch und liess sich im Speiseraum blicken.
Nach dem Essen ,konnte er sich bei einer Tasse Tee ,in der Wachbutze mit dem Zaunuffz,welcher von einer Schulung im Regiment gekommen war,ein wenig über die aktuelle Situation informieren.Demnächst sollten umfangreiche Arbeiten am GZ erfolgen und einige Angehörige einer PiK würden ,bei ihnen einziehen.Das betraf ihn ja auch ,da würde er in der "Kiste " bisschen Platz machen müssen,um die zusätzlichen Waffen in den Ständern unterzubringen.Mit Grausen dachte er an das vergangene Jahr ,als ein Schneewittchentrupp 2 Wochen zu ihnen kommandiert war.Der ausschliesslich aus Uffz und Offizieren bestehende Zug hatte jede Menge Ausrüstung zu ihren Waffen,in seiner Waffenkammer untergebracht und ging auch noch zu den unmöglichste Zeiten rein und raus.Da hatte er auch nicht viel Schlaf gehabt und es war immer viel Dreck und Schmutz mit den Ausrüstungskisten in die "Kiste " gekommen.
Mittlerweile war Ruhe in die Kompanie gekommen und Edgar ging auf den Hof,schaute beim Torposten vorbei und gab ihm noch einige Instruktionen ,wenn die Kontrolle eintreffen sollte.
Als er in der Wachbutze zurück war,hielt ihm der dort sitzende Gefreite den Telefonhörer hin.Mit tonlosen Lippen formte er das Wort " Hauptfeld."Edgar meldete sich vorschriftsmässig und knallte im Stehen leicht mit den Hacken.Der Spiess war wohl auch über die bevorstehende Kontrolle informiert worden und dachte er würde einen ahnungslosen UvD einweihen."Alles schon in Arbeit ,Gen. Stabsoberfähnrich,Massnahmen sind eingeleitet ! "
" Dann ist ja alles bestens,liess der Spiess vernehmen."
Die Stunden nach Mitternacht zogen sich dahin und Edgar hatte schon den 4. Tee am Wickel.Mit Tee, hatte man seiner Meinung, nicht so Jieper aufs Rauchen wie beim Kaffe.Er wollte es sich, bis zum Nächsten Urlaub ganz abgewöhnen.Dass war ihm die Nadja wert.
Er drehte noch ein Runde durch die Kompanie ,alles i.O..Sogar die Verdunkelung war nach Vorschrift durchgesetzt worden.
Der Tag graute schon ,als vom Batallion ein Soldat rüberkam und in die Wachbutze schaute." Falscher Alarm" sagte er :Habs grade von unserm rechten Nachbarn,die Kontrolle war bei ihnen und ist zum Regiment zurück ." Edgar und sein GUvD grinsten sich an .Der Gefreite liess ein : " Besser die ,als wir ! " verlauten.Damit war mal wieder viel Sackstand an ihnen vorbei gegangen.Darauf musste Edgar nun doch ,die angebotene Zigarette nehmen.Er inhalierte tief und dachte,daß mit dem Qualm bald Schluss wäre.
So langsam erwachte die Kompanie und in der Küche war erstes Geklapper zu hören.Edgar sah auf den Plan und nickte zufrieden.Heute war viel Betrieb rein und raus ,da würde er zwar oft die Kiste öffnen müssen ,aber die Zeit verging meist schnell und ausserdem bekam man noch ein paar Neuigkeiten von den rein-und -rausgehenden Kräften.Schon trabte der Traktorfahrer mit einem Uffz des 2. Diensthalbjahres an ." So früh raus ? " fragte der GUvD.
" Der Abschnitt ist gross und wir wollen heute den kompletten K6 in Links abeggen."sagte der Gefreite.Der Uffz nickte nur ,er dachte an seinen Hintern ,den er heute wieder den ganzen Tag auf dem kleinem Notsitz rumschubbern würde.Bei der Waffenausgabe fragte Edgar den Gefreiten nach dem Krakeeler des gestrigen Abends.Der grinste und hielt seine riesige rechte Hand dem Uffz.über die Klappe entgegen."Aha,alles klar ",sagte Edgar.Wieder mal hatte ihn sein Urteilungsvermögen nicht entäuscht.Die Zwei verschwanden und kurze Zeit darauf war das Geräusch ,des aus dem Tor fahrenden ZT 303 zu hören.Auf dem Flur gab Edgars Bauch ein lautes Gluckern von sich. "Zeit für Frühstück ,"sagte der Stabsfeldwebel Zirn,welcher sein Dienstzimmer aufschloss. " Na dann ",dachte Edgar:" wollen wir mal dem Koch guten Morgen sagen !" Er ging in die Küche und blickte durch die Futterluke." Moin ,Kaffee bitte ! "Er fasste in die Hosentasche und zog sein Portemonnaie hervor. "Bezahl gleich mal meine Liste . "dabei klopfte er mit dem Portemonnaie, ganz unbewusst, die ersten Takte des "Elfers " auf die Durchreiche.Zwei Soldaten ,die schon beim Frühstück sassen senkten die Köpfe und konnten nur mit Mühe ein Pruschen unterdrücken.Ich muss noch ruhiger werden dachte Edgar,sowas könnte auch mal schief gehen,wenns der Falsche hört. "Was war nun mit Kontrolle ?" wollte der dazukommende Zirn wissen .Edgar winkte ab und liess ein lapidares "Umsonst " erklingen.Der Zirn stellte fragend die Stirn in Runzeln ." Wir waren diesmal nicht dran." klärte Edgar ihn auf. " Die wollten sich den Sauhaufen nicht
antun." stänkerte der Zirn."Hör bloss auf ,sonst bist du nicht beim Anschneiden mit uns dabei ! "fauchte Edgar ihn an .Der Zirn verschwand kichernd im Speiseraum der BUs.Der würde sich draussen auch noch umgucken,dachte Edgar.Mit draussen war das Leben nach der Entlassung gemeint.
Durch die offene Zwischentür war der Spiess zu sehen,der in seinem Dienstzimmer verschwand. Der wusste Bescheid und wollte wohl keine Meldung heut morgen.
Am Nachmittag als die Post kam ,verzog sich Edgar mit einem Brief auf die Toilette.Der Spiess hatte zweideutig gelächelt,als er ihm den rosafarbenen Umschlag gegeben hatte."Mein Lieber " stand ganz oben .Ein wohliges Kribbeln durchzog seinen Körper.Er schüttelte langsam den Kopf und faltete den Briefbogen wieder zusammen und steckte alles in die Brusttasche.Das Lesen wollte er nicht auf der Donnerbox besorgen.Das wollte er sich für heut abend ,nach der Ablösung vom UvD aufheben.
Edgar sass in Unterhemd und Hose, mit Schlappen an den nackten Füssen,am Tisch in seinem Zimmer und senkte die Bögen,welche er sich nun schon dreimal zu Gemüte geführt hatte. Eine kleine Freudenträne rann über seine linke Wange zum Mundwinkel.Er dachte ,"so ist das ,wenn man sich richtig freut."
Nadja hatte ihm von ihrem Alltag berichtet .Die Scheidung von ihrem Mann Bernd ,war eingereicht und sie hatte bei der KWV die alleinige Nutzung der Wohnung beantragt.Dort hatte man ihren Antrag positiv beschieden.Dann schrieb sie noch vom Arbeitsalltag im Halbleiterwerk und von der Suche nach einer neuen Wohnzimmerschrankwand .Die Andere hatten die Angehörigen ihren Nochmannes abgeholt.Sie hatten sie von Bernds Eltern zur Hochzeit bekommen.Sie hatte dem Hochglanzmöbelstück nie etwas abgewinnen können.
Edgar schlurrfte zum Duschen , legte sich danach (noch ein Mal mit dem Brief ) aufs Bett und schlief mitten beim Lesen ,mit einem zufriedenen Gesicht erschöpft ein.....


GZB1, jecki09, exgakl, küchenbulle, erkoe, moreau, schrotti80, praeceptor507 und Adam haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.11.2012 22:43 | nach oben springen

#26

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 19.11.2012 22:29
von GZB1 | 3.286 Beiträge

Köstlich @Fritze, besser kann man´s kaum beschreiben!

Dafür das du kein Waffenuffz. warst ist es Klasse beschrieben, bis ins Detail.


zuletzt bearbeitet 19.11.2012 22:41 | nach oben springen

#27

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 19.11.2012 22:32
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Sehr realistisch aus dem Grenzeralltag eines Waffenuffz.Die Probleme dieser Jungs wurden oft verkannt,vor allem in der Kompaniesicherung.da standen die immer unter Strom,24 Stunden!!
Bitte bald mehr


jecki09 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.11.2012 22:34 | nach oben springen

#28

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 20.11.2012 18:54
von PF75 | 3.291 Beiträge

Danke für die angenehme lektüre


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#29

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 20.11.2012 20:22
von handwerker | 47 Beiträge

Respekt,sowas als Buch,ich würde es sofort kaufen.

gruss Roberto



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#30

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 21.11.2012 23:26
von LO-Paul | 25 Beiträge

sehr kurzweilig geschrieben und viel dinge kommen einen bekannt vor. die erinnerungen kommen wieder hoch. weiter so



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#31

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 28.11.2012 13:28
von Fritze (gelöscht)
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So Freunde ,nachdem ich mich von meiner anstrengenden Woche ausgeschlafen habe ,soll es mit dem Waffenkeim weitergehen.


Fortsetzung:
Edgar wachte auf ,weil ein durchdringender Ton ihn aus seinem tiefen Schlaf weckte .Der Ochse brüllte.Oha dachte er ,das is nicht nur ein "Grenzalarm".Der UvD ,welcher ihn abgelöst hatte ,bekam auch die Schlüssel zur " Kiste ".Da musste irgend n ganz dicker Sackstand anstehen.Vielfüssiges Getrappel war zu hören und ab und zu ein abgerissener Befehlsfetzen ..."raus "......"Zweiter Zug " ...."antreten"......
Als er in seiner FDU vor der Wachbutze ankam,waren dort schon Soldaten und Uffze versammelt.Der anwesende Polit versuchte Ordnung in den aufgescheuten Haufen zu bringen."Wasn eigentlich los?"fragte Edgar den Zirn ,welcher gerade sein Dienstzimmer abschloss und sich in die Schlange vor der Waffenkammer einreihte."Weiss genau so viel wie du ." entgegnete dieser.Edgar schlängelte sich nach vorn zur Butze und duckte sich unter der Klappe durch.Er nahm die entgegen gestreckten Waffenkarten ab und half dem UvD bei der Herausgabe von Waffen und DFs.Dieser knirschte bloss zwischen den Zähnen: "scheiß Sackstand ".Nachdem alle ausrückenden Kräfte die Kompanie verlassen hatten,tranken Edgar und der UvD erstmal einen Kaffee."Weißt du ,was los ist ?" fragte Edgar den UvD."Bei unserem rechten Nachbarn,soll n versuchter Grenzdurchbruch sein ,mit Fahrzeug ".Da is bestimmt grosser Bahnhof , dachte Edgar.Mehrere Türen auf dem Gang klappten und der Spiess steckte seinen Kopf in die Wachbutze:" Wird wohl gleich wieder aufgehoben die Lage in "Fünf". Die zwei Uffze blickten ihn erstaunt an ."Hab grad mit dem Hauptfeld der "Fünften" telefoniert,da waren Kühe ausgebüxt,sind aufm K2 gerannt und mehrere Viehpfleger waren ohne Anmeldung mit zwei Privatautos hingefahren.
"Wenn das mal keine Schienbeine gibt", bemerkte der UvD.
Der Spiess war in Richtung Küche verschwunden und die zwei Uffze blickten in ihre Kaffeetassen."Immer diese Idioten", liess der UvD verlauten.Das Telefon klingelte und er meldete sich vorschriftsgemäss.Nach mehreren "Jawohl"legte er den Hörer auf und schüttelte den Kopf,nahm das Käppi ab und
rieb sich mit der linken Hand im Auge."Der Diensthabende vom Batallion hat gerade Bescheid gegeben,daß die Truppen noch draussen bleiben."
"Was soll der Quatsch denn ?"wunderte Edgar.Er wusste ,daß heute am Donnerstag immer "Grosskampftag" in den Abschnitten war ,weil ja Freitagfrüh immer Einige in den Urlaub fuhren.Und die anstehenden Arbeiten machten sich ja nicht selbst.Sei es nun "K6 und K2"beackern oder diverse Wasserdurchlässe bereinigen.Da würden die betreffenden Soldaten und Uffze fluchen.Denn sie mussten ja erst wieder in die Kompanie und "ihre "Technik holen.Vom Frühstück ganz zu schweigen.Edgar ging auf den Flur ,auf welchem ihm der Spiess entgegenkam. "Gibt es was Neues ?" ,fragte dieser."Anruf vom Batallion.Die Jungs bleiben noch draussen."antwortete Edgar. " Da wird wohl erst im Hellen alles geklärt ,"äusserte der Spiess.Beide hingen ihren Gedanken nach und erst als ein erneutes Telefonklingeln in der Butze zu hören war,schauten sie auf. Der UvD erschien in der Tür und rief nach einem bestimmten Soldaten.Dieser kam die Treppe aus dem Keller hoch und liess ein "Hier " vernehmen. "Der UvD instruierte ihn "Zwei grosse Kannen Kaffee zum Batallion ! Staber hat selbst angerufen." Er schickte den Soldaten in die Küche und liess durch seinen GUvD einen weiteren Soldaten holen.Nachdem mal ein Soldat,eine grosse Kanne fallen lassen hatte ,als er mit den zwei Kannen in der Hand die schwere Tür zum Stabsgebäude öffnen wollte,durften die Soldaten nur noch eine Kanne tragen.Der Spiess und Edgar hatten derweil am Giebelfenster stehend über den bevorstehenden Tag philosophiert.Der UvD kam hinzu und sagte:"Gen.Stabsoberfähnrich ,sie möchten bitte in der Füst der "Fünften"anrufen,der Polit ist dort ! "Der Hauptfeld verschwand in seinem Dienstzimmer und Edgar sagte zum UvD:"Bin erstmal im Waschraum,bisschen frischmachen und das Maul ausfegen." Damit verschwand er im Treppenhaus.Der UvD seufzte und ging zur Wachbutze.
Nachdem Edgar sich rasiert und frisch gemacht hatte,sprang er die Treppe wieder runter und ging in die Küche.Dort steckte er den Kopf durch die Luke und fragte: "Na schon Frühstück fertig ?" Der Koch hantierte mit Küchengeräten und sagte:"Na klar Edgar ,für dich gibts immer was ."
Edgar schob sich gedankenverloren eine Scheibe Leberwurstbrot in den Mund und trank einen Schluck Kaffee.Vom Hof her war das Geräusch eines einfahrenden LO zu hören.Da werden wohl die ersten schon wieder reinkommen ,dachte Edgar.Türeklappen vom Eingang und Stiefelgetrappel bestätigten seine Vermutung.Der Zirn erschien und rief in die Luke :" Nen Kaffe bitte ! " Er steuerte den Tisch an ,wo Edgar saß . Sein süffisantes Grinsen verriet,daß er wieder Neuigkeiten mitbrachte . "Kommen alle rein ?" wollte Edgar wissen ."Nee, nur die Hundestaffel " entgegnete der Zirn .
"Und die Anderen ? " Die bleiben noch draussen " Edgar blies hörbar Luft aus und biss wieder in seine Stulle.Der Zirn schlürfte geniesserisch seinen Kaffee."Und Edgar ,hab gehört , du bist leiert ?" "Was du alles so hörst ."bemerkte Edgar ."Na komm,wer bekommt denn hier Post mit rosa Briefumschlägen." Edgar hatte keine Lust , dem Zirn am frühen Morgen sein Liebesleben zu offenbaren. Er kaute mit vollem Mund und liess nur einige unwirsche Laute vernehmen.Na dann eben nicht ! dachte sich der Zirn und scharrte mit den Füssen.Er liess die Gedanken zurück schweifen ,als er im Ausgang vor vielen Jahren seine heutige Frau in dem kleinen Städtchen kennen gelernt hatte. Damals war auch ziemlich schnell Gerede aufgekommen,zumal sie die Nichte des damaligen Kommandeurs war.
Erst am Nachmittag waren die Truppen wieder in die Kompanie gekommen und drängelten sich nun im Speisesaal.Vielstimmiges Gequatsche wertete den zurückliegenden Einstz aus.Edgar hatte einem Gakl beim Essen etliche Informationen zum Einsatz entlockt. Somit war auch er auf dem Laufenden.
Er hatte überlegt,ob er den heutigen Abend in Ausgang gehen sollte ,verspürte aber nicht die richtige Lust.
Er wollte den Abend zum Brief schreiben nutzen.man wusste nie ,wann es wieder " ruhig "war.Zumal er am nächsten Abend wieder zum UvD Dienst antreten würde.Da hätte er zwar auch Zeit zum Schreiben ,aber oft nicht die richtige Muße.
Auf der Stube abends sass Edgar über einen Bogen gebeugt und schrieb,als es zaghaft klopfte."Rein " reif er .Die Tür öffnete sich und der Buffer stand in Ausgehuniform da."Edgar ,gehste nich mit in Ausgang ? " Nee ,keine Lust ! "Benehmt euch ! " liess Edgar noch vernehmen ,dann war der Buffer weg.
Edgar überflog noch ein Mal seinen Brief an Nadja,faltete den Bogen und schob ihn in einen Umschlag,welcher schon adressiert war.Er leckte den Klebestreifen an und verschloss den Umschlag.Er legte den Brief in sein Wertfach ,schloss den Spind und stezte sich wieder.Er nahm den Bandmassbehälter und rollte mehrere Male aus und ein.Nur noch wenige Tage , dann war Anschnitt. Zog sich die FDU Jacke wieder über und schlurrfte in Schlappen in den Fernsehraum.Dort saßen nur wenige Soldaten und sahen sich die "Objektiv "Sendung an.Er nahm in einer Ecke Platz und angelte sich einen weiteren Stuhl ,auf den er seine Füsse legte.Draussen vor dem Fenster war ein glutroter Sonnenuntergang zu sehen.
Nachdem er wieder auf seiner Stube war ,setzte er Wasser für Tee an und holte sein Schachspiel aus dem Spind.Der Glasmann würde gleich kommen und da könnten sie bei einer Partie Schach n bisschen philosophieren.......


jecki09, erkoe, schrotti80, praeceptor507 und Adam haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.11.2012 13:32 | nach oben springen

#32

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 28.11.2012 18:34
von PF75 | 3.291 Beiträge

mal wieder gut geschrieben


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#33

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 28.11.2012 22:44
von Fritze (gelöscht)
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fortsetzung

Der Glasmann stützte seinen Kopf auf die Hände,und starrte auf das Schachbrett.Edgar hatte nur 9 Züge gebraucht um ihn in eine ausweglose Lage zu bringen.Er war noch nicht matt,aber er hatte bereits seine Dame und die Springer eingebüßt.Er nahm einen Schluck aus derTasse,aber der Tee schmeckte kalt nur noch halb so gut.Edgar sagte versöhnlich:"Nun hab dich doch nicht so,ist doch nur ein Spiel ! " Uffz Glasmann seufzte nur.Wie konnte das geschehen ? Sonst hatte er immer gegen den Waffenuffz gewonnen und nun diese Blamage.Ihm war aufgefallen,daß aus diesem unauffälligen und nicht sehr kontaktfreudigem Jungen im Laufe der Zeit ein ziemlich aufgeweckter und selbstbewußter Bursche geworden war.
Sollte dies mit seiner neuen Bekanntschaft zusammenhängen.
Die Uhr zeigte nun schon nach Mitternacht und die zwei Uffze saßen noch immer am Tisch in Edgars Stube und rührten zum wiederholtem Male in ihren Tassen .Vom Treppenhaus hörten sie Gegröle.Das mussten die zurückkommenden Ausgänger sein.Schnelle Schritte näherten sich .Die Türe ging auf und der GuVD kam rein."Gut ,daß ihr beide noch wach seid .Kommt mal runter,da war ne Schlägerei unter den Ausgängern und die wollen keine Ruhe geben." Die zwei Uffze zogen sich die Jacken über und folgten dem Gefreiten ins Erdgeschoss.Vor der Wachbutze versuchte der UvD zwei Soldaten zu trennen,welche sich fest umklammert auf dem Fussboden wälzten.Jeder versuchte dabei nach oben zu kommen und dem Anderen ,"Eine einzuschenken" . Nachdem es den Uffzen gelungen war ,die zwei Streithähne zu trennen,standen sie zwei Meter auseinander und atmeten schwer.Der UvD redete auf die zwei ein. "Nun gebt endlich Ruhe ! Was ist bloss mit euch Idioten los ?Wollt ihr beide in die Ausnüchterung ? " Edgar und der Glasi versuchten zu schwichtigen." Mann ,so gebt doch Ruhe ,oder wollt ihr unbedingt ein Vorkommnis draus machen ?Noch weiss keiner von den Sackis Bescheid ." Der Eine der Zwei,es war der Buffer stieß aus : "der Bloschko musste doch unbedingt saufen wie n Kamelhengst ." "Dann hat er nur Scheiße gelabert und musste stänkern." Der Glasmann fragte den Buffer , welchen er für den Vernünftigeren der Zwei hielt :"Ging das schon in der Kneipe so ?na dann Gut Nacht ! Ihr wißt doch wie gut der Draht des Kneipers zum Batallioner ist." " Nee inne Kneipe war noch nix ,aber aufm Rückweg gings los und ich glaub ,ausm Wohnblock der Offiziere hat jemand ausm Fenster gesehen, " schnaufte der Buffer. Der UvD hielt sich die Hand an den Kopf. Das fehlte noch ,das gleich der Polit oder der Spiess hier erschienen. Die zwei Kampfhähne wurden zu Bett eskortiert und Edgar sah vorsichtig durch die Fenster zur Strasse , ob sich im Block gegenüber etwas tat.Danach ging er raus zum Wachposten und fragte diesen nach Wahrnehmungen.
Der hatte nur mit dem Kopf geschüttelt.Schein vlt. noch mal gelinde auszugehen,wenn die jetzt Ruhe geben.Das Telefon in der Wachbutze blieb auch still,da könnte es sein ,daß der Vorfall unentdeckt blieb. Aber sicher war er sich nicht,den man musste erst den kommenden Tag abwarten.
In der Kompanie war endlich Ruhe eingekehrt und Edgar machte sich auf , sein Bett aufzusuchen.Er machte sich Vorwürfe.Vlt.hätt er doch mit in den Ausgang gehen sollen ,da wäre es bestimmt nicht zu den Streitereien gekommen.Er deckte sich mit einem Seufzen zu und versuchte einzuschlafen.
Am nächsten Morgen fragte sich Edgar,ob er die Dinge der letzten Nacht geträumt hatte , oder ob es wirklich passiert war. Leider schreckte ihn der UvD aus seiner Lethargie. " Noch ist nix durchgesickert.Hoffentlich halten die Idioten dicht "ließ der UvD vernehmen." Wenn nicht ,können wir uns auch den Arsch wärmen,entgegnete Edgar. Zum Glück fing sein Dienst erst abends an und in die Kiste musste er auch nicht.Da brauchte er wenigstens keinem von der Kompanieführung ,an diesem Morgen über den Weg zu laufen........


Pitti53, PF75, erkoe und praeceptor507 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 02.12.2012 20:02
von Fritze (gelöscht)
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Edgar sass mit dreien seiner Gänger im Fernsehraum und sie debattierten über die kommenden Veranstaltungen ,der im Herbst nach Hause Gehenden.Der bevorstehende Massbandanschnitt war nur noch wenige Tage hin und sie mussten sich noch über einige Regularien austauschen.Einige Grillabende sowie gemeinsamer Besuch eines Konzertes waren vorgesehen.Finanzieren wollten sie alles ,durch die monatlichen Beiträge und die reichlich zu erwartenden Ausnaschgebühren.Alle Veranstaltungen mussten zudem mitten in der Woche stattfinden,weil bei knapp einem Drittel Gänger in der Kompanie ,dürfte die Kompanieführung sowieso nicht von planungsintensiven Querelen und dann vlt.noch am Wochenende ,wo schon die Urlauber fehlen,begeistert sein.Der Polit und der Spiess hatten Edgar und den Zirn bei einem Gespräch darauf hingewiesen,daß die Erfüllung aller Massnahmen zur Unterstützung der Grenzsicherung absolute Priorität besässen. Da würden nie alle Gänger an den geplanten Ereignissen teilnehmen können,aber das war ja immer so und sie kannten es vom Hörensagen der Jahrgänge vor ihnen.
Die zurückliegende Prügelei der zwei Ausgänger war von der Kompanieführung zwar wahrgenommen worden,aber es kam nie offiziell zur Sprache.Die jeweiligen Stubenältesten hatten ganze Arbeit geleistet,damit kein Getratsche und zusätzliche Grüchte aufkamen.
In einer Grenzkompanie hatten die Betreffenden weniger Glück.Dort waren zwei Soldaten und ein Uffz.zu Arreststrafen und anschliessender Versetzung verdonnert worden.
Am Montag vor dem Anschnitt saß Edgar im Speiseraum und genehmigte sich noch einen zusätzlichen Kaffee nach dem Frühstück.Mit der linken Hand rührte er in der Tasse um den Zucker aufzulösen und mit der rechten Hand klimperte er mit der Glocke,welche an seinem Massband mit der Krokodilsklemme befestigt war. Mehrere Soldaten an den Tischen im nebenan liegenden Mannschaftsspeiseraum drehten sich zu ihm um ,einge schüttelten die Köpfe ,wieder Andere grinsten.Ein Soldat des 2. Diensthalbjahres klopfte mit dem Besteck den 6er,was ihm promt eine Kopfnuss von einem vorbeigehenden Gefreiten einbrachte."Aua "rief er aus,was ihm zusätzlich noch einige strafende Blicke einbrachte . Plötzlich stand der Zirn mit seinem hintergründigen Grinsen im Speisesaal :" Da haben wir ja einen Aspiranten für die heutige Flurreinigung ." Damit drehte er sich zu dem nachfolgenden UvD um und verkündete diesem mit einem Augenaufschlag :" Meier zwo hat sich soeben für eine Intensivreinigung des Flurs im E-Geschoss gemeldet." Verlangte durch die Luke :"Zwei Kännchen bitte ! "und verschwand im Speiseraum der BUs. Der Soldat Meier brauchte sich um den Spott nicht zu sorgen,brachte schnaufend sein Geschirr weg und verschwand im Laufschritt im Treppenhaus.
Nachdem das Getrappel und Gerede im Speiseraum abgeebbt war ,widmeten sich die Meisten wieder ihrem Frühstück.Edgar schlenderte in Richtung Wachbutze ,um zu sehen wer und wann heut alles "raus" gehen würde und die Waffen empfangen würde.Das Telefon klingelte und der UvD meldete sich.Nach mehreren "Jawoll "und "wird ausgerichtet "legte er kopfschüttelnd den Hörer auf. " Jetzt kommt Arbeit auf dich zu ",sagte er zu Edgarund fügte hinzu : " Der Zug von der Pik kommt heute und abends müssen Plätze in der Waffenkammer frei sein ! " "Edgar entgegnete lässig :"Das hab ich doch schon letzte Woche geklärt und Platz ist auch .Oder meinste die könnten mich auf meine alten Tage noch schocken ? " Er schüttelte das Schlüsselbund und ging zur Waffenkammer,löste die Petschaft und schloss auf. Kaum hatte er einen Rundumblick gemacht ,standen schon zwei Uffze un mehrere Soldaten vor der Kiste und klatschten ihre Waffenkarten auf die Klappe." Reich mal die Spritzen rüber ! "flaxte der Zaunuffz.: "lass dir den Tag nicht versauern,alter Stubenhocker ! " Edgar konterte mit einem :" Na na ,du willst wohl ,daß wir aus deiner Waffe ein Schmuckstück machen ?! "
Ein Gefreiter ,der als letzter an die Luke kam ,sagte mit leiser Stimme :"Der Zaunkönig hat echt Drücken oder warum ist der schon seit Tagen auf Motztour ?" " Da ist wohl mal eine kleine Lektion fällig ?"liess Edgar mit einem Zwinkern vernehmen. "Überleg dir mal was ! Können ja heut abend mal palavern ! " sagte der Gefreite und lief den Anderen hinterher.Edgar nahm sich noch Zeit , um ein wenig Staub zu wischen und rückte noch einige Ständer gerade.Hinter ihm klopfte jemand mit den Fingerknöcheln auf die Luke .Edgar drehte sich betont langsam um und blickte in das Gesichts des Polits.Dieser fragte mit seiner nervösen und schnellen Redeweise :" Na Edgar,alles klar,für die Pik ? Die Jungs kommen auch immer sehr unterschiedlich." "Ist schon alles klar Genosse Oberleutnant ." Zu Edgars Glück hielt sich der Polit nicht lange auf .Der konnte einem aber auch nerven.Sein Vorgänger ,welcher im letzten Herbst zur Akademie nach Moskau gegangen war,war ein viel ruhigerer und fast cooler Typ gewesen.Mit dem hatte man sich auch mal ganz normal im Ausgang unterhalten können.Sein ruhiges kühles Denken und Handeln hatten ihm daher auch den Spitznamen "Eismann" eingebracht.Jetziger Polit hatte schon nach den ersten Tagen den Namen "Hektik"verpasst bekommen.Edgar grinste bei dem Gedanken an die lange Zeit ,welche der Polit noch vor sich hatte.
Schwitzend schleppten zwei Gefreite der Pik in Schwarzkombis eine grosse Holzkiste an Edgars Kiste."Wat bringt ihr denn da schönes " ,fragte Edgar die Zwei :"Das werden doch nich etwa die Tage von euren Vorgesetzten sein ?" "Nee ,keene Ongst "antwortete der Eine im schönsten Sächsisch." Sowas heisses darf doch nicht in Gefahrenbereichen stehen ! "ergänzte der Andere.Da lachte sie alle drei schallend.Das rief den neugierig gewordenen Zirn auf den Plan." Na Edgar ,was bringen die Jungs dir so lustiges ?" Edgar wischte sich eine kleine Träne aus dem Auge und liess den Zirn nur : "heisses Thema ", zukommen.
Nachdem Edgar beim Abendbrot war,machte er sich auf zum Duschen. Durch den Waschraum wraste der Wasserdampf. Etliche Soldaten und Uffze der Pik spülten sich Schmutz und Schweiss vom Körper. Das kann ja heiter werden ,bei der Belegung ,dachte Edgar.Er würde wohl um ne neue Duschzeit nicht rumkommen.Vorsichtig schlurrfte er zu einem freien Waschplatz am Fenster.Überall war es glatt und nass,auch weil bei nur zwei Duschen , etliche Soldaten "geschüsselt " hatten .
Edgar legte sich das nasse Haar am Scheitel an und wischte einen beschlagenen Spiegel ab.Er schaute sein Spiegelbild an und dachte : Die Pickel sind weniger und die Sommersprossen mehr geworden. Nachdem er sein Waschzeug eingepackt hatte ging er mit einem Handtuch über der Schulter in Richtung Zimmer .Dort erwartete ihn eine kleine Überraschung.Ein UFW den er noch nicht gesehen hatte saß am Tisch und sagte: " Servus,ich bin für 4 Wochen dein Stubengenosse." Edgar runzelte mit den Augenbrauen und fragte : Wieviel Tage haste noch ? " "Genauso viel wie du ."kam als Antwort. "Na dann , willkommen Gänger ! "liess Edgar versöhnlich vernehmen. Der UFW erwies sich als äusserst umgänglicher Typ.Keine der bekannt negativen Angewohnheiten eines Pioniersoldaten klebte an ihm .Sein korrektes und sauberes Auftreten liess sogar etliche Uffze der Sicherstellungskompanie erblassen. Zudem war er ein geduldiger Schachspieler ,der Edgar ein paar richtige Tricks des Brettspiel beibrachte.Der Waffenuffz.dachte daher immer wieder ,daß man mit dem UFW die restlichen Tage gut verbringen könnte.

Fortsetzung folgt . Fritze


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#35

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 02.12.2012 23:35
von Vogtländer (gelöscht)
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#36

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 03.12.2012 08:16
von erkoe | 301 Beiträge

Einfach nur herrlich.... Und genau die richtige Lektüre für einen Montag-Morgen. Jetzt bin ich wach und hoffe auf baldige Fortsetzung.


Nicht alle Beulen im Helm eines Offiziers stammen vom Klassenfeind...


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#37

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 03.12.2012 18:38
von PF75 | 3.291 Beiträge

freue mich schon auf die fortsetzung


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#38

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 03.12.2012 21:49
von Fritze (gelöscht)
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Der Schreiber legte zwei Briefe auf die Klappe der Waffenkammer und ließ ein freundliches "Mahlzeit Edgar "vernehmen. Der Gefreite war ein Segen für die Kompanie.Sein Vorgänger ,der ewig nervöse Soldat Manz ,war im 2.Diensthalbjahr wegen seiner Krankheit entlassen worden.Ihm hatte niemand nachgetrauert ,zumal er ja auch seine Aufgaben ,wegen seiner häufigen Lazarettbesuche kaum wahrnehmen konnte . Der Spiess hatte schon seit längeren , jemand anders im Visier für die Schreiberstelle.Der bereits 26jährige war durch seinen Beruf für die Stelle wie geschaffen. Warum wurde bei der Auswahl nicht immer gleich darauf geachtet,sondern erst in der Kompanie .Dort musste dann der gelernte Koch aus der Werkstatt geholt werden oder der gelernte Elektriker von der Hundestaffel erst zu den GSZ Leuten versetzt werden.
Edgar steckte die Briefe ,einer war in hellgrün und der andere in grau.Edgar hatte Nadja gebeten ,eine andere Farbe ,als rosa zu nehmen.Der graue Brief musste irgendwas Amtliches sein,zumal auch keine Marke aufgklebt war .Er würde aber bis nach dem Mittag mit dem Lesen warten.Er hasste es ,so zwischen Tür und Angel Post zulesen.Nachdem er die Kiste verschlossen hatte ging er zum Essen.Am heutigen Samstag gab es mal wieder Fisch.Weil nur wenige Soldaten und Uffze zum Essen kamen ,konnte reichlich Nachschlag vom knusprig gebratenem Grenadierfisch genommen werden.Edgar spiesste sich ein Stück Fisch auf die Gabel ,hielt es hoch und sprach philosophierend zum Uffz Glasmann,welcher ihm gegenüber sass:
"Dieses leckere Seegetier wird wegen seines langen dünnen Schwanzes ,auch Ratte genannt." Der Glasmann mampfte in sich rein und nickte nur mit dem Kopf.Zwischen zwei Bissen murmelte er mit vollem Mund : " Hauptsache schmeckt." und "Morgen gibts Rouladen ."
Edgar holte sich Nachschlag und zwinkerte an der Luke einem Gefreiten zu. "War gut ne ? "sagte Dieser. Edgar und der Gefreite hatten ja ein stilles Abkommen ,dem Zaunuffz seine grosse Klappe abzugewöhnen.Nachdem der Zaunuffz in seinen präparierten Stiefeln einen ganzen langen Tag mit dem Polit unterwegs war , flog ihm die durch eine Expanderfeder gespannte Schranktür , um die Ohren,als er seinen Schrank öffnete.Seitdem waren seine Komentare schwer zurückgegangen.
Edgar bereitete sich auf seinen heutigen UvD vor.Nachdem er die Briefe gelesen hatte,war noch Zeit für ein kleines Nickerchen gewesen.Er wusste, daß der Dienst von Samstag auf Sonntag nicht langweilig werden würde. Auf etlichen Stuben sollte es "Kuchen "geben und man bereitete sich auf das "Anschneiden " in der kommenden Woche vor.Sein zeitweiliger Stubengefährte war auf VKU und wollte noch ein paar standesgemässe Utensilien mitbringen.Seine Kaffeetasse ,ein Paket Tee,Würfelzucker und ein Schreibblock wanderten in eine Teiltasche ,welche er nachher mit in die Wachbutze nehmen würde.Stress durch Ausgänger würde es heute auch nicht geben. Weil durch eine Familienfeier die Dorfkneipe geschlossen war ,gab es keine Ausgänger.
Etwa eine Stunde nachdem Edgar seinen Dienst übernommen hatte ,gab er noch zwei Gakls ihre Waffen, sah ihnen sinnig hinterher. Bei dem Regen welcher draussen rauschte,würde er nicht mit ihnen tauschen wollen,obwohl er schon gern , mehr an der frischen Luft wäre."hat alles seine Vor-und Nachteile " dachte er laut.Der Gefreite ,welcher sein GUvD war,blickte erstaunt auf. "Gabs was ? " fragte Edgar und deutete aufs Telefon." Nee nüscht" antwortete der Berliner .Drei Jungs von der Hundestaffel kamen sich schüttelnd zur Eigangstür rein und fluchten : "Scheisswetter ",bin total nass"und "zu Hause ist bestimmt besseres Wetter."
Nach Mitternacht war totale Ruhe in der Kompanie ,sogar auf den Zimmern ,wo vor ner Stunde noch reges Treiben geherrscht hatte,war Stille und leises Schnarchen eingekehrt.Edgar gab für den Gefreiten und nen Soldaten einen Tee aus und freute sich ,daß keiner von den Beiden rauchte.Er selbst hatte in den letzten drei Wochen nur zwei Zigaretten geraucht.Es sollte wohl doch klappen mit dem Abgewöhnen.Und das dies nicht einfach war,hatte er besonders in der ersten Woche nach seiner Entscheidung gespürt.Von allen Seiten wurde man doch zugequalmt.
"Ich hau mich jetzt mal bis 0400 hin,vor 0500 kommt planmäßig keiner zur Waffenkammer ." Damit stellte Edgar seine Tasse aufs Board neben der Tür der Wachbutze und ging hoch.Auf dem Zimmer knipste er die kleine Leselampe an ,zog sich die Stiefel aus und nahm sich nochmal beide Briefe vor.Der Amtliche war von der Handwerkskammer .Diesem schenkte er wenig Beachtung.Die lieben Zeilen von seiner Nadja waren natürlich erbauender.Sie schrieb ihm ,daß sie für den nächsten Urlaub etwas besonders geplant hätte.Nun würde er die Stunden und Minuten , bis zu ihrem nächsten Zusammensein , zählen.Was würde das bloss sein ,was sie sich hat einfallen lassen ?dachte er und dämmerte ein .
Um 05,45 Uhr schloss Edgar die Kiste auf und nahm zwei Gakls und zwei Offizieren vom Stab ,welche sich die Nacht auf Kontrolle begeben hatten ,ihre Waffen ab. Er wartete Noch ,denn gleich mussten noch welche kommen ,die Waffen und DF empfangen würden.Und richtig da kamen sie schon."Moin Edgar "sagte ein Unterleutnant "Ohne dich wird es hier auch kein Sonntag ,was ? "Schnallte sich die Makarow um und liess die zwei Feldwebel an die Luke.Edgar massierte sich seine Nasenwurzel und fragte das U-Boot ,was denn die sonntagliche Frühe bedeuten sollte . "Hast ja schon gestern abend mitbekommen,daß es dieses Wochenende paar Kontrollen gibt.Vielleicht sind hier in den Abschnitten paar Sachen eingerissen und es muss mal nach dem Rechten gesehen werden." " Na dann,gute Verrichtung ! " entgegnete Edgar ,schloss die Kiste ab und stiefelte zur Wachbutze.
Gegen Mittag hatte der Regen aufgehört und Edgar stand vor der Tür und wartete auf den Wachposten der zur Ablösung ans Tor sollte.Der Zirn kam um die Ecke und musste natürlich wieder einen Spruch machen: " Na Edgar ,guckste obs noch regnet ? " Nee war am Gulli und hab nach deinen abgesoffenen Tagen gesehen."liess Edgar fröhlich ob des Sonnenscheins verlauten." Warste schon essen?" fragte der Zirn. "Nee,aber halt mir n Sattel frei,muss nur noch den Posten ans Tor bringen."


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#39

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 03.12.2012 22:05
von Fritze (gelöscht)
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So jetzt müsst ihr euch min zwei Tage gedulden .Morgen werd ich feiern und übermorgen ausnüchtern.
Gruss Fritze

Ps .Edgar fährt bald wieder auf Urlaub und Nadja hat durch ihre Beziehungen zur Gewerkschaft etwas "schönes " erhalten.


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#40

RE: Erzählung. Der Waffenkeim

in Grenztruppen der DDR 06.12.2012 00:40
von Fritze (gelöscht)
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Das Gescharre des Zirns ging Edgar schon ein bisschen auf den Zeiger.Aber was solls ,wenigstens war das Rüherei ,welches der StFW beim Koch geordert hatte, ein Gedicht. Edgar musterte sein Gegenüber .Der Zirn war ein Widerspruch in sich . Saucool ,aber immer auf Volldampf. Und hinter diesem ewig süffisantem Grinsen verbarg sich doch etwas anderes.Ohne Vorankündigung fragte er plötzlich den Zirn : " Was machste eigentlich in 154 Tagen ? " Der Zirn stutzte kurz ,grinste aber sofort wieder und liess mit einem breiten Kauen vernehmen : "Da werde ich wohl mit meiner Frau unsere neue Wohnung in Schwerin einrichten." "Haste die etwa schon ?" wollte Edgar wissen."Nee ,aber Ende Oktober bekommen wir die Schlüssel.",dabei klimperte er mit den Augen . " Und wat machste dann beruflich ?" stocherte Edgar." Ich bin doch gelernter KFZ-Schlosser,da fange ich Kreisbetrieb für Instandsetzung an. W50 ,LO und so .Die Macken dieser Kisten kenn ich zur Genüge." Und selbst ? " "Weiss noch nicht ,"gab Edgar kleinlaut zu ." Mein Vater möchte ,daß ich wieder in seiner Werkstatt arbeite und meinen Meister mache.Würde lieber n Frischluft um die Nase haben."
Dann hingen beide ihren Gedanken nach.Edegar stand mit einmal abruppt auf und nahm sein Geschirr in die Hand.An der Tür drehte er sich um und sagte zu dem fragend blickenden Zirn : "Und du hast nie daran gedacht,hier zu bleiben ?" Der Zirn schüttelte nur langsam den Kopf.
Edgar sass zusammen mit zwei Soldaten im Taxi .Nachdem in dieser Woche der Anschnitt stattgefunden hatte , und es nun in den Urlaub ging,fühlte er sich so gut ,wie lang noch nicht mehr. Einer der Soldaten war sofort eingeschlafen , der andere ,welchem Edgar den Beifahresitz gelassen hatte, schwatzte mit dem Fahrer über das Wetter.
Im Zug nach Berlin hatte Edgar sich ein leeres Abteil gesucht und las nochmal Nadjas letzten Brief.Sie hatte ihm ja eine Überraschung versprochen.Wie gut ,daß sein VKU diesmal mit zwei Dienstfrei verlängert worden war. Plötzlich wurde ihm richtig warm. Er lockerte den Schlips und knöpfte sein Jacke auf. Wie die Vorfreude einen doch das Blut in Wallung versetzen kann. In Berlin fuhr er mit der S-Bahn zu seinem Umsteigebahnhof.
Als die altbekannten Orte draussen am Abteilfenster voerbeiflogen ,ging Edgar mit seiner Tasche schon auf den Gang.Ein paar Jugendliche mit Bierflaschen,welche sie in der Mitropa geholt hatten,kamen ihm entgegen.Einer witzelte zu seinem Vordermann :"Da schau hin,so siehste bald auch aus ." Edgar hatte Mühe sich ein Lachen zu verkneifen.Der Zug hielt mit quietschenden Bremsen und Edgar öffnete die Tür.Bevor er die Treppe hinunter stieg ließ ihn ein Gefühl auf den Bahnsteig sehen.Und richtig ganz am Ende ,gleich neben einer Unterführung sah er eine Blonde mit roten Sachen.
Die 50 Meter liefen sie sich entgegen und Edgar musste unwillkürlich an eine Filmszene denken.Dann lagen sie sich in den Armen."Woher weisst du ,mit welchem Zug ich komme ?Hast du heute schon frei ? ,überhäufte Edgar die Nadja mit Fragen." Die legte den Kopf in den Nacken und antwortete leicht verschmitzt:"Hab es geahnt,daß du mit diesem Zug kommst und sonst hätte ich auf den Nächsten warten müssen. " Draussen auf dem Bahnhofsvorplatz steuerte sie mit ihm gleich den Taxistand an .Er schaute überrascht,wusste er doch,daß ihre Wohnung nur fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt lag.Auf seinen fragenden Blick entgegnete sie :" Wir fahren gleich zu dir ,du musst Sachen für drei Tage packen und dann in meine Wohnung ." Er hatte noch Zeit gefunden seiner Mutter einige Zeilen zu schreiben,als er die Uniform in seinem Zimmer in den Schrank gehangen hatte.
In der leichten Hose und dem offenem Hemd fühlte er sich gleich besser. Sie hatten das Taxi warten lassen und waren dann gleich in Nadjas Wohnung gefahren.Auf der Fahrt stoppten sie auf Edgars Geheiss noch an einem Blumenladen.Leider gab es keine roten Rosen,aber über die Nelken hatte sich Nadja auch gefreut.
In Nadjas Zweiraumwohnung war der Tisch gedeckt und sie holte noch eine belegte Platte aus dem Kühlschrank. Bevor sie sich setzten nahmen sie sich in die Arme und küssten sich lang und innig. Edgar platzte nicht nur vor Neugier auf die bevorstehende Überraschung.Dann lagen sie plötzlich m Bett und liebten und küssten sich ausgiebig.
Später dann am Tisch blickte Edgar sie ,ob der leckeren Sachen an ,welche vor ihnen standen . "Alles Delikat.",sagte sie .Und mit einem Lächeln fügte sie hinzu : "Mein Liebster muss doch bei Kräften bleiben." Willst du nicht wissen ,was ich noch in Petto habe ? " Edgar seufzte : "Na endlich ,ich dachte schon du lässt mich bis heute abend schmoren." Nee nee, heute abend sind wir schon ganz woanders."dabei lachte sie .
"Um 1620 fährt unser Zug nach Dresden ." Edgar zog die Augenbrauen hoch : Soo ? Und was machen wir dort ?"
"Dort sind wir drei Tage und Nächte im Interhotel ! " Ihm wurde heiss und er stotterte : " Wie jetzt ?"
Sie klärte ihn auf,wie sie an diese pompöse Adresse gekommen war. Ihre ehemalige Lehrlingsausbilderin war bei der Gewerkschaftsleitung und hatte ihr über das Kontigent vom FDGB drei Tage Interhotel in Dresden mit kompletter Verköstigung und einer kulturellen Massnahme besorgt.
"Oh mann ,dachte Edgar ,"das ist schwer zu toppen ." Aber erst ließen sie sich die Köstlichkeiten auf dem Tisch schmecken. Chiliwürstchen,Geflügelpastete,Räucherfisch und feine Waffeln . Bei jedem Bissen schaute Edgar zur Nadja.Der Bademantel war ein wenig von ihrer rechten Schulter gerutscht und gab das reizendeste Paar Pockenimpfungsnarben frei ,das er sich vorstellen konnte.
Den Abwasch in der winzigen Küche hatten sie zusammen gemacht und dann waren sie mit ihren Taschen zum Bahnhof geschlendert.Wer die Zwei sah ,wusste die sind verliebt. Zwei alte Männer ,welche vor dem Bahnhofskiosk auf einer Bank sassen blickten ihnen hinterher. Der eine deutete mit seinem Stock auf sie und sagte : " So jung müsst man ooch noch mal sein ! "
Ihr Zug fuhr pünktlich auf dem Bahnsteig ein und sie fanden ein lauschiges Abteil......

Fortsezung folgt


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